Prozessorientierung ein Paradigmawechsel?! S. Radnic, Bereichsleiterin Prozessmanagement

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1 Prozessorientierung ein Paradigmawechsel?! S. Radnic, Bereichsleiterin Prozessmanagement Direktion Pflege/MTT

2 Agenda Warum Prozessmanagement? Funktionale- vs. Prozessorganisation Strategisches Prozessmanagement Sicherung der Nachhaltigkeit Fazit Prozessorientierung - ein Paradigmawechsel?!, Symposium Inselspital, , S. Radnic 2

3 Warum Prozessmanagement? (I) Wachstumsmarkt Gesundheitswesen Technologische Entwicklung (Medizintechnik / ICT- Technologie) Medizinischer Fortschritt (Forschung / Wissen) Bewussteres Gesundheitsverhalten der Gesellschaft Wissenszuwachs bei der breiten Bevölkerung (mündiger Patient) Hohe Qualitätsansprüche an die Dienstleistungen beim Patient Prozessorientierung - ein Paradigmawechsel?!, Symposium Inselspital, , S. Radnic 3

4 Warum Prozessmanagement? (II) Gesellschaftliche und Berufliche Veränderungen Demografischer Wandel (Zunahme der älteren und pflegebedürftigen Menschen) Zunahme der chronischen Krankheiten Personalmangel in Gesundheitsberufen (vor allem Ärzte und Pflege) steigende Ansprüche an die Mitarbeiterführung (Generation Y) Berufliche Spezialisierung in den Spitälern Prozessorientierung - ein Paradigmawechsel?!, Symposium Inselspital, , S. Radnic 4

5 Warum Prozessmanagement? (III) Regulierungsmechanismen Einführung der Leistungsorientierten Abgeltung von Spitalleistungen (SwissDRG, ) Schliessung oder Zusammenführung der Spitäler Datentransparenz und Benchmark Anpassungen in den Bereichen der Strategie, Führung und Organisation Bildungssystematik in der Pflege (neue Berufsabschlüsse) Prozessoptimierung als Basis für Qualitätssteigerung, Kostensenkung und Kundenzufriedenheit Prozessorientierung - ein Paradigmawechsel?!, Symposium Inselspital, , S. Radnic 5

6 Warum Prozessmanagement? (IV) Konsequenzen und Herausforderungen Steigerung der Komplexität Finanzieller Druck (Verknappung und Verschiebung der Ressourcen) Höhere Anforderung an die Führung (fachliche-/und wirtschaftliche Verantwortung) Zusätzliche Belastung des Kerngeschäfts durch viele Projekte (Veränderungen bei laufendem «Motor») Gestaltung, Beherrschung und Steuerung der Prozesse werden zu strategischen Erfolgsfaktoren Prozessorientierung - ein Paradigmawechsel?!, Symposium Inselspital, , S. Radnic 6

7 Agenda Warum Prozessmanagement? Funktionale- vs. Prozessorganisation Strategisches Prozessmanagement Sicherung der Nachhaltigkeit Fazit Prozessorientierung - ein Paradigmawechsel?!, Symposium Inselspital, , S. Radnic 7

8 Hierarchiebarrieren Direktion Pflege/MTT, Bereich Prozessmanagement Funktionsstrukturen führen zur Fragmentierung der Organisation Klinikleitung Pflege Ärzte Admin. operative Inseln Schnittstellen Funktionsbarrieren Fragmentierte Organisation führt zu: funktionaler Abschottung, Informationsfiltrierung, Intransparenz, Steuerungs- und Koordinationsproblemen Ergebnis davon: Verschwendung, schlechte Qualität, unzufriedene Kunden und Mitarbeiter In Anlehnung an: J. Rüegg-Stürm / L. Tockenbürger, Universität St. Gallen Prozessorientierung - ein Paradigmawechsel?!, Symposium Inselspital, , S. Radnic 8

9 Prozessoptimierung endet oft an der Grenze der Organisationseinheit Hausarzt/ Spitex Spital Heim/ Rehab. Prozessorientierung - ein Paradigmawechsel?!, Symposium Inselspital, , S. Radnic 9

10 Prozessverständnis der beteiligten Akteure ist eine wichtige Grundlage bei der Entwicklung prozessorientierter Organisation Voice of the Customer Vorgesetzte Leitung Pflege Ärzte Admin. Focus on the Customer Mitarbeiter interner Kollege Kollegin Kunde Prozesslogik externer In Anlehnung an: K. Prammer, C/O/N/E/C/T/A Wien Prozessorientierung - ein Paradigmawechsel?!, Symposium Inselspital, , S. Radnic 10

11 Prozessorientierte Organisation bedingt ein Musterwechsel von traditionellen Führungsstrukturen, Spartendenken und Abgrenzung auf Kooperation, Kommunikation und Transparenz Vorteile der Prozessorganisation Verbesserung der Qualität Effizienzsteigerung und Kostensenkung Zunahme der Kundenzufriedenheit Bessere Marktpositionierung Besserung der Arbeitsbedingungen für Mitarbeitende Stärkere Bindung der Mitarbeitenden durch mehr Partizipation Konsequenzen... Neue Verteilung der Verantwortung (Führungsebenen / Funktionen) Neue Verteilung der Macht von nur vertikal hin zu auch horizontal Herausforderung durch Koexistenz der vertikalen (Funktionen) und horizontalen (Prozesse) Organisation Ohne klare strategische Entscheidung kein Prozessmanagement Langandauernder Veränderungsprozess Prozessorientierung - ein Paradigmawechsel?!, Symposium Inselspital, , S. Radnic 11

12 Agenda Warum Prozessmanagement? Funktionale- vs. Prozessorganisation Strategisches Prozessmanagement Sicherung der Nachhaltigkeit Fazit Prozessorientierung - ein Paradigmawechsel?!, Symposium Inselspital, , S. Radnic 12

13 Strategisches Prozessmanagement ist ein ganzheitlicher Ansatz auf allen Unternehmensebenen und nicht die Aufgabe einzelner Teams Kennzahlen Budget / Zielvereinbarungen Verankerung in der Unternehmensstrategie (Prozessvision) Konsequente Umsetzung Verbreitung der Philosophie Ausweitung auf Supporteinheiten Strategisches Prozessmanagement Auswahl der Methode (Lean*-Management /KAIZEN**) Externe Unterstützung Standardisierung (Klinische Behandlungspfade, Prozesstools) (Pilot) Projekte durchführen Kerneinheiten im Fokus Kompetenzaufbau intern * Schlanke Prozesse ** KAIZEN = Veränderung zum Besseren (Jap.) Prozessorientierung - ein Paradigmawechsel?!, Symposium Inselspital, , S. Radnic 13

14 Agenda Warum Prozessmanagement? Funktionale- vs. Prozessorganisation Strategisches Prozessmanagement Sicherung der Nachhaltigkeit Fazit Prozessorientierung - ein Paradigmawechsel?!, Symposium Inselspital, , S. Radnic 14

15 Um Nachhaltigkeit der Lean-Optimierungsprojekte zu sichern muss eine KVP*-Organisation eingerichtet werden Partizipation Führung Einbezug der Mitarbeitenden (KVP-Team) Einbindung der Führung Prozessverantwortung Inhalte Struktur Ergebnisse - Kennzahlen Standardisierung der Abläufe Innovationsmanagement Absolute Qualitätsorientierung (null Fehler Prinzip) Pro Fixe Struktur in allen Einheiten des Unternehmens (KVP / KAIZEN-Boards) * Kontinuierlicher Verbesserungs-Prozess Prozessorientierung - ein Paradigmawechsel?!, Symposium Inselspital, , S. Radnic 15

16 Agenda Warum Prozessmanagement? Funktionale- vs. Prozessorganisation Strategisches Prozessmanagement Sicherung der Nachhaltigkeit Fazit Prozessorientierung - ein Paradigmawechsel?!, Symposium Inselspital, , S. Radnic 16

17 Fazit Prozessorientierung wird ein Paradigmawechsel vor allem in Bezug auf Führungsphilosophie und Betriebskultur sowie Kundenorientierung vorausgesetzt, die Prozessorientierung wird bewusst und konsequent umgesetzt. Prozessorientierung - ein Paradigmawechsel?!, Symposium Inselspital, , S. Radnic 17

18 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Bereich Prozessmanagement, DPMTT Prozessorientierung - ein Paradigmawechsel?!, Symposium Inselspital, , S. Radnic 18

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