Einführung in XML. Seminar: XML in der Bioinformatik Frank Schönmann WS 2002/03

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1 Seminar: XML in der Bioinformatik WS 2002/03

2 Überblick Entwicklung von XML Regeln und Eigenschaften von XML Document Type Definition (DTD) Vor- und Nachteile von XML XML in der Bioinformatik Zusammenfassung

3 Motivation Praxis: WWW dient als Oberfläche für viele Informationssysteme (Datenbanken, Warenkataloge, Mail-Archive)

4 Motivation Praxis: WWW dient als Oberfläche für viele Informationssysteme (Datenbanken, Warenkataloge, Mail-Archive) reiche innere Struktur von Dokumenten geht jedoch durch Darstellung mit HTML verloren

5 Motivation Praxis: WWW dient als Oberfläche für viele Informationssysteme (Datenbanken, Warenkataloge, Mail-Archive) reiche innere Struktur von Dokumenten geht jedoch durch Darstellung mit HTML verloren Nutzung der Daten ist nicht mehr möglich, höchstens noch Cut & Paste des Textes

6 Motivation Praxis: WWW dient als Oberfläche für viele Informationssysteme (Datenbanken, Warenkataloge, Mail-Archive) reiche innere Struktur von Dokumenten geht jedoch durch Darstellung mit HTML verloren Nutzung der Daten ist nicht mehr möglich, höchstens noch Cut & Paste des Textes Dies verhindert die Verwendung des Web als Plattform für den Informationsaustausch im großen Rahmen.

7 Allgemeines Name: Extensible Markup Language (Erweiterbare Auszeichnungssprache)

8 Allgemeines Name: Extensible Markup Language (Erweiterbare Auszeichnungssprache) Universalkonzept zur Datenspeicherung

9 Allgemeines Name: Extensible Markup Language (Erweiterbare Auszeichnungssprache) Universalkonzept zur Datenspeicherung Aufteilung von Daten in Inhalt, Struktur und Layout

10 Allgemeines Name: Extensible Markup Language (Erweiterbare Auszeichnungssprache) Universalkonzept zur Datenspeicherung Aufteilung von Daten in Inhalt, Struktur und Layout Entwicklung des W3C (World Wide Web Consortium)

11 XML und SGML Teilmenge von SGML (Standard Generalized Markup Language), eine Sprache zur Dokumentenrepräsentation, die Struktur von Dokumenten beschreibt (ISO-8879)

12 XML und SGML Teilmenge von SGML (Standard Generalized Markup Language), eine Sprache zur Dokumentenrepräsentation, die Struktur von Dokumenten beschreibt (ISO-8879) XML ist weniger umfangreich, aber ähnlich leistungsfähig

13 XML und SGML Teilmenge von SGML (Standard Generalized Markup Language), eine Sprache zur Dokumentenrepräsentation, die Struktur von Dokumenten beschreibt (ISO-8879) XML ist weniger umfangreich, aber ähnlich leistungsfähig abschreckende SGML-Syntax wurde vereinfacht, komplexe und selten verwendete Eigenschaften von SGML entfernt

14 XML und SGML Teilmenge von SGML (Standard Generalized Markup Language), eine Sprache zur Dokumentenrepräsentation, die Struktur von Dokumenten beschreibt (ISO-8879) XML ist weniger umfangreich, aber ähnlich leistungsfähig abschreckende SGML-Syntax wurde vereinfacht, komplexe und selten verwendete Eigenschaften von SGML entfernt zum Vergleich: XML auf 33 Seiten formal definiert, SGML auf mehr als 500

15 Entwicklung von XML 1994 Tim Berners Lee gründet am MIT ein Entwickler-Forum unter Leitung von Jon Bosak, um Definitionssprache für Auszeichnungssprachen zu entwickeln. Zunächst gab es Konzepte, die SGML außer Acht ließen, später wurde XML selbst in SGML definiert

16 Entwicklung von XML 1994 Tim Berners Lee gründet am MIT ein Entwickler-Forum unter Leitung von Jon Bosak, um Definitionssprache für Auszeichnungssprachen zu entwickeln. Zunächst gab es Konzepte, die SGML außer Acht ließen, später wurde XML selbst in SGML definiert 1996 auf der SGML 96 Conference (Boston) wird ein Erstentwurf für XML vorgestellt

17 Entwicklung von XML 1994 Tim Berners Lee gründet am MIT ein Entwickler-Forum unter Leitung von Jon Bosak, um Definitionssprache für Auszeichnungssprachen zu entwickeln. Zunächst gab es Konzepte, die SGML außer Acht ließen, später wurde XML selbst in SGML definiert 1996 auf der SGML 96 Conference (Boston) wird ein Erstentwurf für XML vorgestellt 1998 erste sog. Empfehlung (Recommendation) des W3C für XML; danach Bemühungen, XML zu etablieren und wichtige, bestehende Auszeichnungssprachen (z. B. HTML) in XML zu definieren

18 Bekannte XML-Anwendungen XHTML: Neudefinition von HTML (ursprünglich in SGML definiert)

19 Bekannte XML-Anwendungen XHTML: Neudefinition von HTML (ursprünglich in SGML definiert) <?xml version="1.0" encoding="iso "?> <!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Strict//EN" " <html><head> <title>einfache (X)HTML-Seite</title> </head><body> <h1>überschrift</h1> <img alt="bild" src="bild.png" /> <hr /> </body></html>

20 Bekannte XML-Anwendungen MathML: Mathematische Formelsprache (1998: MathML 1.0, 2001: MathML 2.0)

21 Bekannte XML-Anwendungen MathML: Mathematische Formelsprache (1998: MathML 1.0, 2001: MathML 2.0) <msup> <mfenced> <mi>a</mi> <mo>+</mo> <mi>b</mi> </mfenced> <mn>2</mn> </msup> entspricht der Formel: (a + b) 2

22 Bekannte XML-Anwendungen CML: Chemical Markup Language

23 Bekannte XML-Anwendungen CML: Chemical Markup Language BSML: Bioinformatic Sequence Markup Language Speicherung von Sequenzdaten (DNA, RNA, Proteine), Struktur und Informationsgehalt ähnlich zu EMBL, GenBank oder DDBJ

24 Bekannte XML-Anwendungen CML: Chemical Markup Language BSML: Bioinformatic Sequence Markup Language Speicherung von Sequenzdaten (DNA, RNA, Proteine), Struktur und Informationsgehalt ähnlich zu EMBL, GenBank oder DDBJ BioML: Biopolymer Markup Language

25 Regeln und Eigenschaften: Allgemeines XML-Dokument besteht immer aus einer Instanz und u. U. einer DTD (Document Type Definition)

26 Regeln und Eigenschaften: Allgemeines XML-Dokument besteht immer aus einer Instanz und u. U. einer DTD (Document Type Definition) DTD: eine Definition, in der Tags und ihre erlaubte Schachtelung vereinbart werden

27 Regeln und Eigenschaften: Allgemeines XML-Dokument besteht immer aus einer Instanz und u. U. einer DTD (Document Type Definition) DTD: eine Definition, in der Tags und ihre erlaubte Schachtelung vereinbart werden Instanz: eine XML-Datei, die sich an die vereinbarten Regeln hält

28 Regeln und Eigenschaften: Allgemeines XML-Datei beginnt mit einer processing instruction, der XML- Deklaration (zur Unterscheidung von XML- und SGML-Instanzen)

29 Regeln und Eigenschaften: Allgemeines XML-Datei beginnt mit einer processing instruction, der XML- Deklaration (zur Unterscheidung von XML- und SGML-Instanzen) zur Verwendung einer DTD benötigt man eine document type declaration

30 Regeln und Eigenschaften: Allgemeines XML-Datei beginnt mit einer processing instruction, der XML- Deklaration (zur Unterscheidung von XML- und SGML-Instanzen) zur Verwendung einer DTD benötigt man eine document type declaration <?xml version="1.0"?> <!DOCTYPE dtdname SYSTEM "dtdname.dtd">

31 Regeln und Eigenschaften: Tags Tags werden als benannte Klammern verwendet, um den Inhalt in Elemente zu gliedern

32 Regeln und Eigenschaften: Tags Tags werden als benannte Klammern verwendet, um den Inhalt in Elemente zu gliedern <name>hans Müller</name>

33 Regeln und Eigenschaften: Tags Tags werden als benannte Klammern verwendet, um den Inhalt in Elemente zu gliedern <name>hans Müller</name> Starttag (<name>) kennzeichnet den Beginn, ein Endtag (</name>) das Ende eines Elements.

34 Regeln und Eigenschaften: Tags jedes öffnende Tag muss auch wieder mit einem Endtag geschlossen werden: <tag>inhalt</tag>

35 Regeln und Eigenschaften: Tags jedes öffnende Tag muss auch wieder mit einem Endtag geschlossen werden: <tag>inhalt</tag> Alternative Syntax für Tags ohne Inhalt: <tag/> oder <tag />

36 Regeln und Eigenschaften: Tags jedes öffnende Tag muss auch wieder mit einem Endtag geschlossen werden: <tag>inhalt</tag> Alternative Syntax für Tags ohne Inhalt: <tag/> oder <tag /> Elementnamen dürfen nicht mit der Zeichenfolge xml und nicht mit Ziffern beginnen; sie dürfen keine =-Zeichen und keine Leerzeichen enthalten

37 Regeln und Eigenschaften: Tags durch Schachtelung von Elementen ergibt sich eine Baumstruktur

38 Regeln und Eigenschaften: Tags durch Schachtelung von Elementen ergibt sich eine Baumstruktur innere Knoten drücken die Struktur aus, Blätter den Inhalt und Elemente mit leerem Inhaltsmodell

39 Regeln und Eigenschaften: Tags durch Schachtelung von Elementen ergibt sich eine Baumstruktur innere Knoten drücken die Struktur aus, Blätter den Inhalt und Elemente mit leerem Inhaltsmodell <person> <name>hans Müller</name> <birthday> <day>21</day><month>03</month><year>1970</year> </birthday> </person>

40 Regeln und Eigenschaften: Tags

41 Regeln und Eigenschaften: Kommentare Kommentare können beliebigen Text enthalten

42 Regeln und Eigenschaften: Kommentare Kommentare können beliebigen Text enthalten beginnen mit der Zeichenfolge <!-- und enden mit --> Kommentar dürfen nicht geschachtelt werden

43 Regeln und Eigenschaften: Kommentare Kommentare können beliebigen Text enthalten beginnen mit der Zeichenfolge <!-- und enden mit --> Kommentar dürfen nicht geschachtelt werden <!-- Kommentar --> <!-- mehrzeiliger Kommentar... -->

44 Regeln und Eigenschaften: Attribute Tags können mit Attributen versehen werden, durch die sich die Funktion des Tags in der Dokumentinstanz weiter spezialisieren lässt

45 Regeln und Eigenschaften: Attribute Tags können mit Attributen versehen werden, durch die sich die Funktion des Tags in der Dokumentinstanz weiter spezialisieren lässt Attribute sind Name-/Wert-Paare

46 Regeln und Eigenschaften: Attribute Tags können mit Attributen versehen werden, durch die sich die Funktion des Tags in der Dokumentinstanz weiter spezialisieren lässt Attribute sind Name-/Wert-Paare Werte müssen in Anführungszeichen stehen ( oder ")

47 Regeln und Eigenschaften: Beispiel <?xml version="1.0"?> <!DOCTYPE contacts SYSTEM "contacts.dtd"> <contacts type="private" desc="persönliches Addressbuch"> <person id="42"> <name>hans Müller</name> <birthday> <day>21</day><month>03</month><year>1970</year> </birthday> </person> </contacts>

48 Regeln und Eigenschaften: Zeichensätze Groß- und Kleinschreibung werden unterschieden

49 Regeln und Eigenschaften: Zeichensätze Groß- und Kleinschreibung werden unterschieden Internationalisierung: alle Zeichen des Unicode-Standards (offizielle Implementierung von ISO-10646) sind erlaubt

50 Regeln und Eigenschaften: Zeichensätze Groß- und Kleinschreibung werden unterschieden Internationalisierung: alle Zeichen des Unicode-Standards (offizielle Implementierung von ISO-10646) sind erlaubt dadurch ist XML z. B. auch für asiatische Sprachen geeignet

51 Regeln und Eigenschaften: Sonderzeichen XML-Sonderzeichen müssen zur Verwendung im normalen Text maskiert werden:

52 Regeln und Eigenschaften: Sonderzeichen XML-Sonderzeichen müssen zur Verwendung im normalen Text maskiert werden: < < > > & & " " &apos;

53 Regeln und Eigenschaften: Bezeichnungen well formed: Regeln für XML werden eingehalten:

54 Regeln und Eigenschaften: Bezeichnungen well formed: Regeln für XML werden eingehalten: XML-Deklaration (processing instruction)

55 Regeln und Eigenschaften: Bezeichnungen well formed: Regeln für XML werden eingehalten: XML-Deklaration (processing instruction) mindestens ein Datenelement

56 Regeln und Eigenschaften: Bezeichnungen well formed: Regeln für XML werden eingehalten: XML-Deklaration (processing instruction) mindestens ein Datenelement genau ein äußerstes Element

57 Regeln und Eigenschaften: Bezeichnungen well formed: Regeln für XML werden eingehalten: XML-Deklaration (processing instruction) mindestens ein Datenelement genau ein äußerstes Element valid: Dokument ist wohlgeformt und genügt zusätzlich den Regeln einer DTD

58 Regeln und Eigenschaften: Bezeichnungen well formed: Regeln für XML werden eingehalten: XML-Deklaration (processing instruction) mindestens ein Datenelement genau ein äußerstes Element valid: Dokument ist wohlgeformt und genügt zusätzlich den Regeln einer DTD Dokumente ohne DTD sind möglich

59 DTD: Allgemeines Document Type Definition

60 DTD: Allgemeines Document Type Definition formale Grammatik, die eine bestimmte XML-Sprache definiert

61 DTD: Allgemeines Document Type Definition formale Grammatik, die eine bestimmte XML-Sprache definiert definiert werden Namen der in Dokumentinstanzen erlaubten Attribute, Entitäten sowie Tags und ihre mögliche Schachtelung (Inhaltsmodell)

62 DTD: Allgemeines Document Type Definition formale Grammatik, die eine bestimmte XML-Sprache definiert definiert werden Namen der in Dokumentinstanzen erlaubten Attribute, Entitäten sowie Tags und ihre mögliche Schachtelung (Inhaltsmodell) nur Syntax, keine semantische Aussage

63 DTD: Allgemeines Document Type Definition formale Grammatik, die eine bestimmte XML-Sprache definiert definiert werden Namen der in Dokumentinstanzen erlaubten Attribute, Entitäten sowie Tags und ihre mögliche Schachtelung (Inhaltsmodell) nur Syntax, keine semantische Aussage besonderer Tag: Dokumenttyp; trägt den selben Namen wie die Sprache und dient als Startsymbol

64 DTD: Inhaltsmodell Bestandteile der Grammatik:

65 DTD: Inhaltsmodell Bestandteile der Grammatik: andere Tags ( Baumstruktur)

66 DTD: Inhaltsmodell Bestandteile der Grammatik: andere Tags ( Baumstruktur) #PCDATA (parseable character data, d. h. die gültigen Zeichen des Alphabets)

67 DTD: Inhaltsmodell Bestandteile der Grammatik: andere Tags ( Baumstruktur) #PCDATA (parseable character data, d. h. die gültigen Zeichen des Alphabets) EMPTY: leeres Inhaltsmodell

68 DTD: Inhaltsmodell Bestandteile der Grammatik: andere Tags ( Baumstruktur) #PCDATA (parseable character data, d. h. die gültigen Zeichen des Alphabets) EMPTY: leeres Inhaltsmodell ANY: beliebiges Inhaltsmodell

69 DTD: Inhaltsmodell Bestandteile der Grammatik: andere Tags ( Baumstruktur) #PCDATA (parseable character data, d. h. die gültigen Zeichen des Alphabets) EMPTY: leeres Inhaltsmodell ANY: beliebiges Inhaltsmodell Verknüpfung dieser Elemente durch Operatoren

70 DTD: Inhaltsmodell-Operatoren, notwendig Elemente in fester Reihenfolge

71 DTD: Inhaltsmodell-Operatoren, notwendig Elemente in fester Reihenfolge alternative Elemente

72 DTD: Inhaltsmodell-Operatoren, notwendig Elemente in fester Reihenfolge alternative Elemente? optionale Elemente

73 DTD: Inhaltsmodell-Operatoren, notwendig Elemente in fester Reihenfolge alternative Elemente? optionale Elemente n Wiederholungen

74 DTD: Inhaltsmodell-Operatoren, notwendig Elemente in fester Reihenfolge alternative Elemente? optionale Elemente n Wiederholungen * 0... n Wiederholungen

75 DTD: Inhaltsmodell-Operatoren, notwendig Elemente in fester Reihenfolge alternative Elemente? optionale Elemente n Wiederholungen * 0... n Wiederholungen () Klammerung von Ausdrücken

76 DTD: Einfaches Beispiel <!ELEMENT contacts (person*)> <!ELEMENT person (name, *, birthday?)> <!ELEMENT name (#PCDATA)> <!ELEMENT (#PCDATA)> <!ELEMENT birthday (year, month, day)> <!ELEMENT year (#PCDATA)> <!ELEMENT month (#PCDATA)> <!ELEMENT day (#PCDATA)>

77 DTD: Attribute für jedes Element lassen sich erlaubte Attribute angeben

78 DTD: Attribute für jedes Element lassen sich erlaubte Attribute angeben jedem Attribut ist ein Typ zugeordnet: CDATA, ID, IDREF/IDREFS, Liste von Werten

79 DTD: Attribute für jedes Element lassen sich erlaubte Attribute angeben jedem Attribut ist ein Typ zugeordnet: CDATA, ID, IDREF/IDREFS, Liste von Werten Attribute sind optional, obligatorisch oder konstant: #IMPLIED, #REQUIRED, #FIXED Wert, Standardwert

80 DTD: Beispiel mit Attributen <!ELEMENT contacts (person*)> <!ATTLIST contacts type (private work) #IMPLIED desc CDATA> <!ELEMENT person (name, *, birthday?)> <!ATTLIST person id ID #REQUIRED> <!ELEMENT name <!ELEMENT <!ELEMENT birthday <!ELEMENT year <!ELEMENT month <!ELEMENT day (#PCDATA)> (#PCDATA)> (year, month, day)> (#PCDATA)> (#PCDATA)> (#PCDATA)>

81 DTD: Entitäten mit Entitäten (entities) lassen sich Kürzel definieren, die später in der DTD oder der XML-Instanz verwendet werden können

82 DTD: Entitäten mit Entitäten (entities) lassen sich Kürzel definieren, die später in der DTD oder der XML-Instanz verwendet werden können Entitäten als Textbausteine: Makros zur Verwendung im XML- Dokument mit &entityname; (z. B. Umlaute in XHTML)

83 DTD: Entitäten mit Entitäten (entities) lassen sich Kürzel definieren, die später in der DTD oder der XML-Instanz verwendet werden können Entitäten als Textbausteine: Makros zur Verwendung im XML- Dokument mit &entityname; (z. B. Umlaute in XHTML) parameter entities: Makros zur Verwendung in der DTD

84 DTD: Beispiel für Entitäten <!ENTITY xml "Extensible Markup Language"> <!ENTITY auml "ä"> <!ENTITY % bool "(true false)"> <!ELEMENT person (name, *, birthday?)> <!ATTLIST person id ID #REQUIRED premiumcustomer %bool; "false" > <!ELEMENT birthday (year, month, day)> <!ATTLIST birthday sendgreeting %bool; #IMPLIED >

85 Vorteile Standardisierung:

86 Vorteile Standardisierung: wichtiger Schritt durch Standardisierung von XML selbst

87 Vorteile Standardisierung: wichtiger Schritt durch Standardisierung von XML selbst bisherige Datenformate in der Bioinformatik sind proprietär

88 Vorteile Standardisierung: wichtiger Schritt durch Standardisierung von XML selbst bisherige Datenformate in der Bioinformatik sind proprietär Offenheit:

89 Vorteile Standardisierung: wichtiger Schritt durch Standardisierung von XML selbst bisherige Datenformate in der Bioinformatik sind proprietär Offenheit: es entstehen leicht durchschaubare Auszeichnungssprachen, die von vielen genutzt werden können

90 Vorteile Standardisierung: wichtiger Schritt durch Standardisierung von XML selbst bisherige Datenformate in der Bioinformatik sind proprietär Offenheit: es entstehen leicht durchschaubare Auszeichnungssprachen, die von vielen genutzt werden können DTD definiert Syntax

91 Vorteile Einfachheit:

92 Vorteile Einfachheit: schnelle Validierung durch einfache aber strenge Syntax

93 Vorteile Einfachheit: schnelle Validierung durch einfache aber strenge Syntax einfache Transformation in anderes Zielformat (XSL-FO, XSLT)

94 Vorteile Einfachheit: schnelle Validierung durch einfache aber strenge Syntax einfache Transformation in anderes Zielformat (XSL-FO, XSLT) einfache Änderungen durch lesbares Textformat (content scalability)

95 Vorteile Einfachheit: schnelle Validierung durch einfache aber strenge Syntax einfache Transformation in anderes Zielformat (XSL-FO, XSLT) einfache Änderungen durch lesbares Textformat (content scalability) Standardisierte Verarbeitungsmodelle:

96 Vorteile Einfachheit: schnelle Validierung durch einfache aber strenge Syntax einfache Transformation in anderes Zielformat (XSL-FO, XSLT) einfache Änderungen durch lesbares Textformat (content scalability) Standardisierte Verarbeitungsmodelle: SAX-Parser: ereignis-basierter Parser

97 Vorteile Einfachheit: schnelle Validierung durch einfache aber strenge Syntax einfache Transformation in anderes Zielformat (XSL-FO, XSLT) einfache Änderungen durch lesbares Textformat (content scalability) Standardisierte Verarbeitungsmodelle: SAX-Parser: ereignis-basierter Parser DOM-Parser: Operationen auf dem XML-Baum

98 Vorteile Internet-Orientierung:

99 Vorteile Internet-Orientierung: reichhalte Fähigkeiten zur Verlinkung von Daten sind möglich (Entities, XLL)

100 Vorteile Internet-Orientierung: reichhalte Fähigkeiten zur Verlinkung von Daten sind möglich (Entities, XLL) direkte Einbettung von Daten an anderen Adressen

101 Nachteile Daten-Overhead:

102 Nachteile Daten-Overhead: durch textbasiertes Format größerer Speicherbedarf (25% bis 70%)

103 Nachteile Daten-Overhead: durch textbasiertes Format größerer Speicherbedarf (25% bis 70%) höhere Übertragungsmenge

104 Nachteile Daten-Overhead: durch textbasiertes Format größerer Speicherbedarf (25% bis 70%) höhere Übertragungsmenge Fehlende Skalierbarkeit:

105 Nachteile Daten-Overhead: durch textbasiertes Format größerer Speicherbedarf (25% bis 70%) höhere Übertragungsmenge Fehlende Skalierbarkeit: schlechte Performance bei Datenhaltung

106 Nachteile Daten-Overhead: durch textbasiertes Format größerer Speicherbedarf (25% bis 70%) höhere Übertragungsmenge Fehlende Skalierbarkeit: schlechte Performance bei Datenhaltung mögliche Abhilfe durch Kombination mit Datenbanken (XML als Input/Output)

107 Nachteile Limitierte Modellierungsfähigkeiten:

108 Nachteile Limitierte Modellierungsfähigkeiten: beschränkte Datentypisierung: fast nur Strings, keine Zahlen, Tabellen, Matrizen,...

109 Nachteile Limitierte Modellierungsfähigkeiten: beschränkte Datentypisierung: fast nur Strings, keine Zahlen, Tabellen, Matrizen,... kein Mechanismus zur Beschreibung von Beziehungen zwischen Elementen (Nachbildung durch ID und IDREF möglich)

110 Nachteile Limitierte Modellierungsfähigkeiten: beschränkte Datentypisierung: fast nur Strings, keine Zahlen, Tabellen, Matrizen,... kein Mechanismus zur Beschreibung von Beziehungen zwischen Elementen (Nachbildung durch ID und IDREF möglich) mögliche Abhilfe mit XML Schema

111 XML in der Bioinformatik Daten benötigen eine komplexe Modellierung und es gibt viele verschiedene Datentypen

112 XML in der Bioinformatik Daten benötigen eine komplexe Modellierung und es gibt viele verschiedene Datentypen es entstehen häufig neue Arten von Daten

113 XML in der Bioinformatik Daten benötigen eine komplexe Modellierung und es gibt viele verschiedene Datentypen es entstehen häufig neue Arten von Daten Daten werden häufig aktualisiert und von Wissenschaftlern stark übers Internet verbreitet

114 XML in der Bioinformatik verschiedene Typen von Benutzern (Biologen, Programmierer,... ) brauchen Zugriff auf die Daten

115 XML in der Bioinformatik verschiedene Typen von Benutzern (Biologen, Programmierer,... ) brauchen Zugriff auf die Daten momentane Situation: bestehende Datenbanken mit uneinheitlichem Format; Daten sind mehrfach vorhanden und nur schwach oder gar nicht miteinander verknüpft

116 XML in der Bioinformatik verschiedene Typen von Benutzern (Biologen, Programmierer,... ) brauchen Zugriff auf die Daten momentane Situation: bestehende Datenbanken mit uneinheitlichem Format; Daten sind mehrfach vorhanden und nur schwach oder gar nicht miteinander verknüpft Vorteile von XML decken diese Aspekte ab, die meisten genannten Nachteile lassen sich umgehen

117 Vergleich von Lösungen XML-Format Feld/Wert (OO)DBMS Ausdruckskraft ** * **** Modellierungsfähigkeit ** * **** Selbstbeschreibbarkeit ja nein ja Abfragesprache ja nein ja Flexibilität **** * **** Einfachheit **** **** ** Skalierbarkeit ** * **** Kompatibilität **** * ***

118 Vergleich von Lösungen XML-Format Feld/Wert (OO)DBMS Ausdruckskraft ** * **** Modellierungsfähigkeit ** * **** Selbstbeschreibbarkeit ja nein ja Abfragesprache ja nein ja Flexibilität **** * **** Einfachheit **** **** ** Skalierbarkeit ** * **** Kompatibilität **** * *** (OO)DBMS zur Datenverwaltung, XML als Schnittstelle

119 Zusammenfassung benötigt werden einheitliche XML-Formate für biologische Zwecke

120 Zusammenfassung benötigt werden einheitliche XML-Formate für biologische Zwecke XML als Schnittstelle geeignet (z. B. standardisierter Austausch zwischen Programmen)

121 Zusammenfassung benötigt werden einheitliche XML-Formate für biologische Zwecke XML als Schnittstelle geeignet (z. B. standardisierter Austausch zwischen Programmen) zur Datenverwaltung zu langsam und wenig skalierbar

122 Zusammenfassung benötigt werden einheitliche XML-Formate für biologische Zwecke XML als Schnittstelle geeignet (z. B. standardisierter Austausch zwischen Programmen) zur Datenverwaltung zu langsam und wenig skalierbar Problem der Modellierungsfähigkeit bleibt bestehen, lässt sich aber möglicherweise durch XML Schema lösen

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