Sommerakademie wissenschaftliche Lehre für neuberufene Professorinnen und Professoren

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1 Sommerakademie wissenschaftliche Lehre für neuberufene Professorinnen und Professoren Grundlagen professioneller Hochschullehre Oktober 2015 im Tagungsschloss Hasenwinkel Leitung: Dr. Andreas Fleischmann (TU München) und Dr. Jutta Rach (FH Münster) Als Professor(inn)en sind Sie in der Regel hervorragend ausgebildet und somit kompetente Wissenschaftler(innen) Ihrer Fachdisziplin. Ihre Lehrkompetenz hingegen beruht weniger auf einer systematischen Ausbildung, sondern in der Regel wesentlich auf eigenen Erfahrungen: Wahrscheinlich haben Sie in Ihrem Studium gute Dozierende erlebt, deren Vorbild Sie folgen, und ebenso wahrscheinlich haben Sie schlechte Dozierende erlebt, deren Fehler Sie vermeiden möchten. Diesen Erfahrungen fügen Sie Ihre eigene persönliche Note und die eine oder andere neue Idee hinzu und erleben vermutlich sowohl gelungene als auch unbefriedigende Lehrsituationen. Dieser wachsende Erfahrungsschatz ist die Grundlage Ihrer Lehrpraxis. In diesem Workshop möchten wir auf diesen Erfahrungen aufbauen und Sie durch wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Tipps anreichern. Zum einen werden wir Ihnen ein Forum geben, Ihre Erfahrungen mit anderen Kolleginnen und Kollegen zu teilen und so praxisbewährte Varianten und Methoden kennenzulernen. Zum anderen möchten wir Ihren Erfahrungsschatz ergänzen durch wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Lehr- und Lernforschung: Wir werden, ausgehend von Ihren eigenen Lehrerfahrungen, Ihr Verständnis des Lernprozesses und seiner Rahmenbedingungen reflektieren und vertiefen und Erfolgsfaktoren für eine gute Vorlesung ableiten. Darauf aufbauend werden wir Ihr bestehendes Repertoire an Lehrmethoden mit vielen praktischen Tipps und Varianten vertiefen und um weitere Lehrmethoden erweitern. Diese Mischung aus Erfahrungsaustausch, wissenschaftlichem Hintergrundwissen, neuen Impulsen und praktischen Tipps soll Ihnen helfen, Ihr persönliches Lehrpotential auszuloten und besser auszuschöpfen. Mögliche thematische Schwerpunkte sind: Grundprinzipien und Erfolgsfaktoren guter Hochschullehre Konzeption von Lehreinheiten: Ziele und Inhalte, Struktur und Rhythmus

2 Lehrstrategien, Prüfungen lernförderlich gestalten Lernprozesse planen, initiieren und moderieren Studierende aktivieren, begleiten und betreuen Gruppendynamik in der Lehrpraxis; Umgang mit Störungen der Lehre Präsentieren und Erklären mit und ohne Medieneinsatz Strategien zur kontinuierlichen Weiterentwicklung von Lehrkompetenz und -persönlichkeit Die Zukunft der Hochschullehre Zwischen Empathie und professioneller Distanz: Die eigene Rolle Das Programm orientiert sich an den bundesweiten Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd), internationalen Standards und unterstützt die Professionalisierung zur pädagogischen Eignung für die Hochschullehre. Die Veranstaltung wird insgesamt an den Bedarfen der Teilnehmenden ausgerichtet. Daher werden bereits vorab Ihre Erwartungen und Wünsche abgefragt. Bitte senden Sie dazu den beiliegenden Fragebogen zurück. Anschließend wird der konkrete Programmablauf festgelegt.

3 Programm Donnerstag, 1. Oktober :30 Ankunft und Möglichkeit zum Mittagessen 13:30 Willkommen und Vorstellung von Leitung und Teilnehmenden Grundprinzipien und Erfolgsfaktoren guter Hochschullehre Zwischen Empathie und professioneller Distanz: Die eigene Rolle 18:30 Abendessen Freitag, 2. Oktober :30 Frühstück 09:00 Gestaltung von Lehre (z.b. Ziele und Inhalte, Struktur und Rhythmus, Lehrstrategien und Prüfungsgestaltung) 12:30 Mittagspause 14:00 Gestaltung von Lehre (z.b. Motivation, Aktivierung, Medieneinsatz) 18:30 Abendessen 20:00 Abendprogramm Samstag, 3. Oktober :30 Frühstück 09:00 Bearbeitung offenere Fragen und Kurz-Impulse (z.b. Die Zukunft der Hochschullehre, Strategien zur Entwicklung der eigenen Lehrkompetenz) 13:00 Mittagessen und Abfahrt

4 Dr. Andreas Fleischmann Leitung Hochschuldidaktik, Technische Universität München Die Lehrenden haben ein Recht darauf, ihre Lehre so zu gestalten, dass sie ihnen selbst Freude macht. Davon profitieren auch die Studierenden. Werdegang Studium Informatik und Pädagogik (TU Darmstadt, UBC Vancouver), danach Promotion, Forschung und Lehre sowie Projektleitung im Forschungsverbund für robuste Fahrzeugsoftware. Seit 2000 als Hochschuldidaktiker tätig, seit 2011 Leitung der Hochschuldidaktik und Mitglied im Vorstand Lehre an der Technischen Universität München. Seit 2012 Mitherausgeber des Neuen Handbuch Hochschullehre, seit 2013 Mitglied der Akkreditierungskommission der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik. Arbeitsschwerpunkte Individuelle Beratung und Unterstützung von Lehrenden. Entwicklung und Realisierung von hochschulweiten und fakultätsspezifischen Strategien zur Verbesserung der Lehre: z.b. Multiplikatorenprogramm, Lehrpreise und Lehrförderung, Community Building, Hochschuldidaktik 2.0, Kooperation Hochschuldidaktik und Medizindidaktik, Professionalisierung der Hochschuldidaktik.

5 Dr. Jutta Rach Studiendekanin, Fachbereich Wirtschaft, Fachhochschule Münster Lernen ist ein lebenslanger Prozess, der bei Lehrenden und Studierenden gleichermaßen mit Neugierde, Begeisterung und eigenverantwortlichem Handeln verbunden sein sollte. Werdegang Studium Biologie und Weiterbildungsstudium Personalentwicklung (CvO- Universität Oldenburg, TU Kaiserslautern), Forschung und Lehre in der Biologie, Promotion. Seit 2006 Lehre in Schlüsselkompetenzmodulen, seit 2011 hochschuldidaktische Beraterin am Fachbereich Wirtschaft, Fachhochschule Münster. Seit 2012 Studiendekanin. Mitglied im Netzwerk Wissenschaftscoaching und im Coachingpool der Fachhochschule Köln. Arbeitsschwerpunkte Individuelle Beratung und Unterstützung von Lehrenden, Coaching von Führungskräften, Teamentwicklung. Kompetenzorientierung und Aktivierung in der Lehre: Entwicklung von Curricula, kompetenzorientiertes Prüfen, Förderung in der Studieneingangsphase, Beratung von Studierenden, studentische Mentoringprogramme zur Führungskompetenzentwicklung, kooperative Lernformen.

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