Forum für Europa Round Table EU kommunizieren

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1 Universität t für f r Weiterbildung Donau-Universit Universität t Krems Forum für Europa Round Table EU kommunizieren Einführung Medien und Öffentlichkeit Krems, Mag. a Birgit Wolf

2 Einführung Medien und Öffentlichkeit EU Öffentlichkeit EU Öffentlichkeitsdefizit Medienberichterstattung Europa PR und EU Journalismus Weißbuch über EU Kommunikationspolitik

3 EU Öffentlichkeit Wozu dient Öffentlichkeit im Wandel der Staatlichkeit durch den Europäischen Integrationsprozess? Öffentlichkeit dient der Legitimität der politischen Ordnung gemeinsame Identität der Mitglieder Partizipation an politischen Entscheidungen Gibt es eine europäische Öffentlichkeit?

4 EU Öffentlichkeit Es existiert keine einheitliche, staatenübergreifendes gemeinsames Mediensystem für die Europäische Union damit auch keine massenmediale europäische Öffentlichkeit Modell einer Europäischen Öffentlichkeit ist eine Utopie (vgl. Machill/Beiler/Fischer 2006, Gerhards 2001, Tobler 2001)

5 EU Öffentlichkeit Europäisierung nationaler Öffentlichkeiten liege dann vor wenn im Zeitverlauf auch immer stärker von den europäischen Entscheidungen und den die Entscheidung treffenden Eliten berichtet würde. Ob sich die Berichterstattung, ähnlich wie die Politik, europäisiert hat, ist eine empirisch offene und strittige Frage (Jürgen Gerhards 2001)

6 EU-Öffentlichkeitsdefizit Fehlen einer EU-Öffentlichkeit oft thematisiert jedoch unterschiedliche Diskurse Ländervergleichenden Zeitreihenanalyse fehlen Empirische Belege eher für Präsenzöffentlichkeit von Eliten und Gegeneliten im Sinne eines Lobbyings und Mitregierens (vgl. Klaus Eder et.al. 2000, Jürgen Gerhards 2001) EU-Öffentlichkeitsdefizit in der Zeit von für Bundesrepublik Deutschland empirisch belegt

7 EU-Medienberichterstattung Empirische Belege: Inkongruenz zwischen Europäisierung politischer Entscheidungen und Vermittlung und Information in den Massenmedien in keinster Weise eine Veränderung des Aufmerksamkeitsfokus der Medien in Korrelation zu Verlagerung der Herrschaftsbefugnisse von nationalstaatlicher auf EU-Ebene Berichterstattung hinkt einer Transnationalisierung der Politik hinterher (vgl. Gerhards 2001)

8 Europa PR und EU Journalismus (nach Hahn/Rosenwerth/Schröder 2006) Probleme des EU Kommunizierens nicht nur aufgrund von struktureller/organisatorischer Beschaffenheit des EU- Systems Fehlen eines einheitlichen europäischen Mediensystems Sondern auch wegen Defiziten des EU Journalismus Informations- und Kommunikationsstrategien der EU Institutionen

9 Europa PR und EU Journalismus (nach Hahn/Rosenwerth/Schröder 2006) Unterschiedliche nationale journalistische und politische Kulturen Inhomogenität in der EU Berichterstattung EU-KorrespondentInnen können Heimatredaktionen oft schwer von Nachrichtenwert der EU Themen überzeugen Steigende Informationsflut aus EU Institutionen, Lobbygruppen und Onlinequellen führen zu Unübersichtlichtkeit

10 Europa PR und EU Journalismus (nach Hahn/Rosenwerth/Schröder 2006) Gemeinsamkeiten in der EU-Medienberichterstattung Unattraktive obwohl wichtige EU-Themen werden ignoriert, dadurch wenig Darstellung, Beobachtung und ggf. Kontrolle der politischen Prozesse durch Medien und Journalisten (Ausnahme: Santer-Kommission)

11 News Management im EU Kontext (nach Hahn/Rosenwerth/Schröder 2006) News Management als klassisches politisches PR- Strategiekonzept versucht durch Anpassung an Medienlogistik und Medienformate journalistisches Alltagsgeschäft zu beeinflussen und Nachrichtenagenda festzulegen auf institutionellern Ebene der EU nur ansatzweise entwickelt

12 Weißbuch über eine Europäische Kommunikationspolitik (KOM2006) Zur Überwindung der Kommunikationskluft zwischen EU Institutionen und ihren BürgerInnen

13 Weißbuch - Hemmende Faktoren (KOM 2006) Vorstellung über Entscheidungsprozess auf europäischer Ebene und EU-Institutionen fehlen Gefühl der Entfremdung gegenüber Brüssel Allgemeine Politikverdrossenheit Keine europäische öffentliche Sphäre Keine europapolitische Diskussion Kein sichtbares Forum für Diskussion Gesamteuropäische politische Kultur mit europaweiten Grundlagen noch nicht herausgebildet

14 Weißbuch Schlussfolgerungen (KOM 2006) Platz für EU in öffentlicher Sphäre auf nationaler und regionaler Ebene Intensivierung der grenzüberschreitenden Diskussion innerhalb der Mitgliedsstaaten. Konsultation und Information der BürgerInnen durch Regierungen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene Schaffung von Foren zur Belebung dieser Diskussionen Europäischen Dimension in nationale Diskussion einbringen Nationale Behörden, Zivilgesellschaft und Institutionen der EU Europas Platz in der öffentlichen Sphäre festigen.

15 ANHANG: Europäisierung der Medienberichterstattung Quelle: Machil/Beiler/Fischer 2006:144

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