Lern- und Theaterprojekt Interkulturelle Kompetenz

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1 Das Lern- und Theaterprojekt ist ein pädagogisches Projekt zur Aufklärung und zum Verständnis von unterschiedlichen Kulturkreisen. Unser besonderes Anliegen ist die Vorbeugung gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft. Basis für die Projektarbeit ist das kleine Theaterstück Papa, was ist ein Fremder? nach dem gleichnamigen Buch von Tahar Ben Jelloun (ausgezeichnet mit dem Europäischen Preis der Künstler für Frieden und dem Global Tolerance Award der UNO). Es stellt einen Dialog zwischen Tochter und Vater zum Thema Fremdenfeindlichkeit und Integration dar. Das Stück bietet den Stoff für anschließende Diskussionen mit den Teilnehmern, Workshops usw. Wir erklären die Bedeutung von Begriffen wie Diskriminierung (zum Beispiel aufgrund der Rasse, der sozialen Herkunft oder der Religion), Rassismus, Migration, Immigration, Integration und sprechen über Ausländerfeindlichkeit. Dabei wird auch die Frage bearbeitet, was dagegen zu tun ist und welche Wege gegangen werden können. In möglichst frühem Alter soll eine interkulturelle Kompetenz hergestellt und die friedliche Integration von Fremden und Ausländern gefördert werden. Unser Bemühen gilt ferner der Sensibilisierung der Aufnahmegesellschaft. Das Angebot gilt für Schüler, Jugendliche und Erwachsene! Das Interesse an und der Respekt vor der Andersartigkeit der anderen soll als notwendig anerkannt und die menschliche Würde gewahrt werden. Projektbeschreibung Eckdaten Ein Projekt für die ganze Gesellschaft Zwischenbericht Juni 2013 (Auszüge) Projektfolder IKK Durchführung: Einwandererbund e.v. Feldstraße Elmshorn Tel.: / oder -63 Fax: / Homepage: Projektleitung: Projektassistentin: Projektadministration: Herr Horst Marn Frau Aynura Sahmardanova Frau Gisela Kuhlmann 1

2 Das Projekt wurde von 2007 bis 2011 durch diegesellschafter gefördert. Vielen Dank dafür. Seit April 2011 wird das Projekt vom Europäischen Integrationsfonds kofinanziert. Vielen Dank dafür. Dieses Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds kofinanziert. EU-Zuständige Behörde: Der Einwandererbund e. V. gehört mit dem Projekt zur 2

3 Projektbeschreibung Das Lern- und Theaterprojekt ist ein pädagogisches Projekt zur Aufklärung und zum Verständnis von unterschiedlichen Kulturkreisen. Es fördert den interkulturellen friedlichen Dialog und soll dazu führen, dass Integration als ein gegenseitiger Annäherungsprozess zwischen Menschen verschiedener Herkunft verstanden wird, als ein Zusammenfügen, nicht Vermischen. Unser besonderes Anliegen ist die Vorbeugung gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft. Basis für die Projektarbeit ist das kleine Theaterstück Papa, was ist ein Fremder? nach dem gleichnamigen Buch von Tahar Ben Jelloun (ausgezeichnet mit dem Europäischen Preis der Künstler für Frieden und dem Global Tolerance Award der UNO). Es stellt einen Dialog zwischen Tochter und Vater zum Thema Fremdenfeindlichkeit und Integration dar. Dazu verwandeln wir die Bühne in ein Kinderzimmer mit Stofftieren, Postern usw., in dem die 10jährige Mérièm (dargestellt in der Regel von Schülern, die die vielen Fragen nur abzulesen brauchen) ihre Hausaufgaben macht. Da kommt ihr Vater (dargestellt vom Projektleiter) ins Zimmer und Mérièm hat Gelegenheit, ihm zahlreiche Fragen zu stellen: z.b. "Was können wir gegen Rassismus tun?". Sie blickt ihn erwartungsvoll an und scheint mit dem Fragen gar nicht aufhören zu wollen. Alle Fragen kreisen um die Themen "Rassismus und Integration" und werden von ihrem Vater im Bühnenstück bereitwillig beantwortet. Das Stück bietet den Stoff für anschließende Diskussionen mit den Teilnehmern, Workshops usw. Wir erklären die Bedeutung von Begriffen wie Diskriminierung (zum Beispiel aufgrund der Rasse, der sozialen Herkunft oder der Religion), Rassismus, Migration, Immigration, Integration und sprechen über Ausländerfeindlichkeit. Dabei wird auch die Frage bearbeitet, was dagegen zu tun ist und welche Wege gegangen werden können. Es ist unsere Absicht, bei Schülern ab dem 11. Lebensjahr, insbesondere auch bei Drittstaatenangehörigen mit dauerhaftem Aufenthaltstitel, bei Studenten und Erwachsenen, die Offenheit für andere Kulturen zu wecken. 3

4 In möglichst frühem Alter soll eine interkulturelle Kompetenz hergestellt und die friedliche Integration von Fremden und Ausländern gefördert werden. Unser Bemühen gilt ferner der Sensibilisierung der Aufnahmegesellschaft. Das Interesse an und der Respekt vor der Andersartigkeit der anderen soll als notwendig anerkannt und die menschliche Würde gewahrt werden. Die Arbeit soll der Förderung der interkulturellen Vielfalt, dem interessierten Austausch und der gegenseitigen Bereicherung dienen. Den Teilnehmern wird vermittelt, dass es notwendig und lohnenswert ist, zu lernen, sich zu bilden, selbstständig nachzudenken, sich hineinzufühlen, auf alles Menschliche neugierig zu sein, sein natürliches Misstrauen zu überwinden, seine Vorurteile zu hinterfragen und schließlich Verständnis zu entwickeln. Wir engagieren uns in Schleswig-Holstein an Schulen, Hochschulen, Jugendzentren, Bildungseinrichtungen, bei religiösen und politischen Veranstaltungen und Wirtschaftsseminaren mit Theateraufführungen, Podiumsdiskussionen und Workshops. Das Projekt wurde von 2007 bis 2011 von der AKTION MENSCH (diegesellschafter) gefördert. Seit 2011 wird das P kofinanziert Projekt aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds kofinanziert. Durch vielfältige Unterstützung seitens der Politik und zahlreicher Verantwortlicher aus allen Bereichen unserer Gesellschaft ist es uns möglich, diese wertvolle Arbeit zu leisten. So können bestehende Grenzen überwunden und der gemeinsame Weg in eine Zukunft in Frieden und Freiheit gegangen werden. Horst Marn, Projektleiter Dieses Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds kofinanziert 4

5 Eckdaten Veranstalter ist der Einwandererbund e.v. mit Sitz in Elmshorn. Für Schulen in Schleswig-Holstein entstehen auf Grund der Förderung durch die Europäische Union keine Kosten. Es eignet sich sehr gut für Themen- und Projekttage zum Thema Rassismus und Fremdenfeindlichkeit bzw. Völkerverständigung und friedliche Integration Das Stück dauert knapp eine Schulstunde. Der Projektleiter bietet auf Wunsch die Moderation einer Diskussion oder eines Workshops an. Es kann ohne großen Aufwand durchgeführt werden. Das Equipment wird von uns gestellt, der Veranstalter stellt lediglich als Kulisse zwei Pinnwände, einen Tisch und zwei Stühle zur Verfügung. Außerdem gibt es eine PowerPoint-Präsentation, die der Projektleiter bei einem Vorgespräch gern vorstellt. Am Ende der Veranstaltung wird, als Beleg für die Europäische Union, eine Teilnahmebestätigung (liegt vorbereitet vor) ausgefüllt. 5

6 Ein Projekt für die ganze Gesellschaft Das Lern- und Theaterprojekt ist für die Aufnahmegesellschaft genauso wichtig, wie für die Menschen mit Migrationshintergrund und für Drittstaatenangehörige, also alle Menschen, die in unserem Land leben. Wir wollen erreichen, dass die Menschen in der Aufnahmegesellschaft besser über die Zuwanderer und die Zuwanderer besser über die Einheimischen informiert werden. Dadurch verbessert sich das gegenseitige Verständnis unterschiedlicher Kulturen und es fördert das friedliche Miteinander. Das Projekt eignet sich hervorragend auch für Personal-Fortbildungsmaßnahmen, sowohl in den Schulen, als auch in Ämtern, Behörden (auch Ministerien), Wirtschaftsunternehmen usw. Wir haben aufgrund der seit 2007 gewonnenen praktischen Erfahrungen ein breites Repertoire (wir treten zum Beispiel auch bei politischen Podiums-Veranstaltungen auf). Der Bereich der Erwachsenenbildung gewinnt in diesem Projekt ständig an Bedeutung. 6

7 Auszüge aus dem Zwischenbericht Juni 2013 zum Lern- und Theaterprojekt Das Projekt soll die Teilnehmer (Nutznießer) veranlassen, ihr bisheriges Denken und Handeln zu überprüfen und sich gegebenenfalls weiter zu entwickeln. Es soll sie zu einer interkulturellen Kompetenz befähigen, die sich unter anderem dadurch zeigt, dass man allen Menschen ein Zeichen geben kann, dass sie in unserer Gesellschaft willkommen sind und gebraucht werden. Unsere Gesellschaft muss schließlich Zuwanderung und Integration als Chance und Bereicherung wahrnehmen. Bestätigung für unsere Arbeit finden wir auch in dem jüngsten Bericht der Landesregierung Schleswig-Holstein zur Kommunalen Integration (2013, Drucksache 18/888): Die erfolgreiche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund bleibt weiterhin eine der zentralen Herausforderungen. Dazu leistet unser Projekt einen wichtigen Beitrag. Die Erfolge des Projektes erfahren wir in den an unsere Aufführungen anschließenden Diskussionen mit den Teilnehmern, und aus schriftlichen Feedbacks von Lehrern und Dozenten und sogar von Teilnehmern selbst. Da wir das Projekt häufig mit Mitgliedern der Aufnahmegesellschaft und Zuwanderern gemeinsam durchführen, initiieren wir häufig bis dahin nicht gepflegte Annäherungsprozesse zwischen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen. Wir stellen immer wieder fest, dass sich der Erfolg von Integration im alltäglichen Miteinander und im Dialog mit allen Beteiligten entscheidet. Zunehmend beobachten wir nach unseren Aufführungen, dass viele Menschen aus den Zielgruppen plötzlich die Chancen und die Bereicherung durch Zuwanderung und Integration erkennen und begreifen. 7

Lern- und Theaterprojekt Interkulturelle Kompetenz

Lern- und Theaterprojekt Interkulturelle Kompetenz Durchführung: Einwandererbund e.v. Feldstraße 3 25335 Elmshorn Tel.: 04121 / 640 10 60 oder -63 Fax: 04121 / 640 10 79 Homepage: www.ewbund.de E-Mail: ik-kompetenz@ewbund.de Projektleitung: Projektassistentin:

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