Übungscomputer mit Prozessor Bedienungsanleitung

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2 Pinbelegung der Steckerleisten im Übungsgerät Seite 2 von 9

3 Inbetriebnahme: Schalter S1, S2, und S3 in Stellung 1 (oben) schalten. Spannung 5 V anlegen. ACHTUNG auf Polarität achten. Taste "R" (Reset) betätigen. In den Anzeigen 3 und 4 erscheint jeweils ein Fragezeichen. Die Bus-Anzeige-LED's leuchten unterschiedlich hell. Schalter S2 und S3: Mit ihnen kann die jeweilige Anzeige ausgeschaltet werden. Dazu muss man sie in Stellung 2 (unten) bringen. "??" zeigt dem Bediener, dass das Gerät auf ein Kommando wartet. Die Kommandos werden durch Betätigung einer Taste 0-7 aufgerufen. Fremdtakt : Er wird durch eine Verbindung CLK EXT (Buchse gelb) und einem TTL-Takt eines Tongenerators angelegt. ACHTUNG! Die Masse-Buchse des Tongenerators und die OV-Buchse des Computers sind vorher zu verbinden! Die Taktfrequenz wird jetzt durch die Generator-Einstellung bestimmt. Tasten 8-D: Die Betätigung einer dieser Tasten lässt den Programm-Ablauf bei der RAM- Adresse 0800 (Taste 8)... 0D00 (Taste D) weiter fortführen. ACHTUNG! TASTEN NUR BETAETIGEN, WENN SICH AN DER AN- GEGEBENEN ADRESSE EIN SINNVOLLES PROGRAMM BEFINDET. Tasten E und F: Die Einsprungadresse nach Betätigung dieser Tasten wird durch die Restart-Sekundär-Vektoren RS04 (E) und RSO6 (F) bestimmt (siehe Definitionen) Seite 3 von 9

4 KOMAMMANDO 0 Speicher lesen und schreiben Nach dem Aufruf dieses Kommandos erscheint der Dezimalpunkt in der Adress-Anzeige. Das bedeutet, jede Hex-Eingabe wird als Adress-Eingabe interpretiert. Der Inhalt der jeweils adressierten Speicherstelle wird in der Datenanzeige gezeigt. Taste DA: Mit ihr kann der Dezimalpunkt in die Datenanzeige gelegt werden. Das heißt: Die folgenden Hex-Eingaben werden jetzt in die adressierte Speicherstelle eingeschrieben. Taste AD: Mi t ihr wird der Dezimalpunkt wieder in die Adressanzeige gelegt. Damit wird die vorher beschriebene Adresseingabe wieder möglich. Taste PFEIL OBEN: Mit ihr wird die angezeigte Adresse um eins erhöht. Die Stellung des Dezimalpunktes spielt jetzt keine Rolle. Taste PFEIL UNTEN: Mit ihr wird die angezeigte Adresse um eins vermindert. Taste PFEIL RECHTS: Nach ihrer Betätigung haben die Tasten Pfeil oben und Pfeil unten eine zusätzliche Funktion. Pfeil oben: Der RAM-Bereich ab der eingestellten Adresse wird um eine Stelle nach hinten geschoben. In die frei gewordene Speicherstelle wird "FF" geschrieben. Pfeil unten: Der RAM-Bereich ab der eingestellten Adresse wird um eine Stelle nach vorn verschoben. Die gerade adressierte Speicherstelle wird mit dem Inhalt der folgenden überschrieben. ACHTUNG! Da in dieser Zusatzfunktion der gesamte zur Verfügung stehende RAM-Bereich verschoben wird, ändern sich alle vorher bestehenden Adressen der folgenden Programmteile um 1. Die anschließende Veranlassung der umgekehrten Verschiebung sollte zur Korrektur benutzt werden. Seite 4 von 9

5 KOMAMMANDO 1 Programm starten Nach dem Aufruf dieses Kommandos fragt der Computer nach " ba". Nach Eingabe dieser Bestimmungsadresse und Betätigung der Taste PFEIL RECHTS bearbeitet der Prozessor das Programm, das mit der eingegebenen Adresse beginnt. Der Computer lädt vor Beginn des adressierten Programms die Inhalte der Rettzellen in die Register. Das bedeutet: Wenn diese Rettzellen vorher definiert geladen werden (siehe Kommando 3), kann eventuell ein Einfluss auf den Programmablauf genommen werden. KOMMANDO 2 Konstante in einen Speicherbereich laden Nach dem Aufruf dieses Kommandos fragt der Computer zunächst nach "AA" der Anfangsadresse des zu ladenden RAM-Bereichs. Nach der Eingabe der Anfangsadresse und der Betätigung der Taste PFEIL RECHTS fragt er nach der Endadresse "EA". Nach erneuter Betätigung der Taste PFEIL RECHTS fragt er dann nach der zu ladenden Information "In" bzw. Konstanten. Die Eingabe dieser Konstanten und die anschließende Betätigung der Taste PFEIL RECHTS leitet den Ladevorgang ein. Nach dem Ladevorgang steht die Anfangsadresse in der Anzeige. Es kann jetzt mit Kommando 0 kontrolliert werden, ob die Konstante in den richtigen RAM-Bereich geladen wurde. Seite 5 von 9

6 KOMMANDO 3 Software-Single-Stepp Nach dem Aufruf dieses Kommandos erscheint der Inhalt der Programm-Counter-Rettzelle "PC" in der Anzeige. Jetzt kann die Anfangsadresse des zu bearbeitenden Programms eingegeben werden. Taste PFEIL OBEN: Nach Betätigungen dieser Taste erscheinen nacheinander die Inhalte der Rettzellen "PS" Programm-Status-Wort (Akku und FIags) "HL" HL Doppelregister "BC" BC Doppelregister "DE" DE Doppelregister "SC" Letzter Stack-Eintrag "SF'" Stack-Pointer "IS" Interrupt-Status "PC" Programm-Counter usw. Während der Computer die Rettzellen anzeigt, können ihre Inhalte überschrieben werden. Taste PFEIL UNTEN: Nach Betätigung dieser Taste erscheinen die Inhalte der Rettzellen in der umgekehrten Reihenfolge wie nach Pfeil oben beschrieben wurde. Taste PFEIL RECHTS: Der Befehl, den der Programm-Counter gerade adressiert, wird bearbeitet. In der Anzeige erscheint der aktuelle Register-Inhalt. Taste DA: Adressiert der Programm-Counter ein Unterprogramm, so wird dieses im Echtzeitbetrieb durchlaufen. Adressiert er kein UP, so ist dieser Tastendruck ohne Auswirkung. Taste AD: Wurden im Kommando 6 Unterbrechungspunkte gesetzt, so wird nach Betätigung dieser Taste das Programm bis zum nächsten Unterbrechungspunkt im Echtzeitbetrieb bearbeitet. Sind keine Unterbrechungspunkte gesetzt, so hat die Betätigung keine Auswirkungen. ACHTUNG! Der Stackpointer wird zum Beginn des Kommandos einmal initialisiert. Soll der Stack an anderer Stelle aufgebaut werden, so ist dafür zu sorgen, dass es nicht zu Überschneidungen mit dem Monitor-Stack kommt. Seite 6 von 9

7 KOMMANDO 4 Speicherbereich verschieben Nach dem Aufruf dieses Kommandos fragt der Computer zunächst nach "AA" der Anfangsadresse des zu verschiebenden Speicherbereiches. Nach Eingabe der Adresse und anschließender Betätigung der Taste PFEIL RECHTS fragt der Computer nach "EA" der Endadresse. Nach Eingabe dieser Adresse und einer weiteren Betätigung der Taste PFEIL RECHTS fragt er dann nach "ba" der Bestimmungsadresse. Ist diese eingegeben und die Taste PFEIL RECHTS erneut betätigt, dann beginnt die Verschiebung des Speicherbereiches. Nach der Verschiebung steht die Anfangsadresse des verschobenen Bereiches in der Anzeige. Es kann jetzt mit Kommando 0 die Verschiebung kontrolliert werden. KOMMANDO 5 Hardware-Single-Stepp Nach dem Aufruf dieses Kommandos fragt der Computer nach "AA" der Anfangsadresse des Programms, das im Single-Stepp bearbeitet werden soll. Nach Eingabe dieser Adresse und anschließender Betätigung der Taste PFEIL RECHTS läuft der Prozessor auf einen Halt. Jetzt muss der Schalter S1 in die Stellung 2 (unten), in den Single-Stepp- Betrieb gebracht werden. Wenn es gewünscht ist, kann man jetzt auch einen langsameren Takt anlegen, um auch die Steuersignale beobachten zu können. Danach muss die Taste "I" einmal und die Taste "S" g e n a u 8x betätigt werden. Jetzt zeigt die Bus-Anzeige die eingegebene Anfangsadresse. Durch die Betätigung der Taste "S" kann jetzt jeweils ein Maschinenzyklus des adressierten Programms bearbeitet werden. Seite 7 von 9

8 KOMMANDO 6 Setzen von Break-Points Nach dem Auf ruf dieses Kommandos fragt der Prozessor nach" b 1" der 1.Unterbrechungsadresse. Taste PFEIL RECHTS: Mit ihr wird nach der Eingabe einer Adresse auf die nächste umgeschaltet. Es sind insgesamt 4 Unterbrechungspunkte möglich. Diese brauchen aber nicht unbedingt alle ausgenutzt zu werden. Nach Eingabe der letzten Unterbrechungsadresse und Betätigung der Taste PFEIL RECHTS springt der Computer ins Kommando 3. Hier kann jetzt im Software-Single-Stepp oder im Echtzeitbetrieb bis zum Unterbrechungspunkt (Taste "AD") das adressierte Programm getestet werden. KOMMANDO 7 EPROM 2716 lesen, testen, programmieren oder vergleichen Nach dem Aufruf dieses Kommandos fragt der Computer zunächst nach der gewünschten Betriebsart. Dazu schreibt er "test" in die Anzeige und wartet auf Eingaben. Taste PFEIL OBEN: Mit ihr kann jeweils eine der folgenden Fragen in die Anzeige geschrieben werden: "LESE" "ProG" "VErG" "test" usw. Taste PFEIL RECHTS: Die Betätigung dieser Taste schaltet die gerade angezeigte Betriebsart ein. Seite 8 von 9

9 "test": Als 1. Iäuft der Computer auf einen Halt. *** JETZT ERST DEN EPROM-ADAPTER ANSCHLIESSEN! *** Durch die kurze Betätigung der Taste "I" beginnt nach einer "Sicherheits-Zeitverzögerung" der Testbetrieb. Ist das EPROM gelöscht, so erscheint nach Ablauf des Prüf-Vorgangs die letzte EPROM-Adresse 07FF und das das letzte Datum FF in der Anzeige. "LESE": In dieser Betriebsart fragt der Computer nach "AA" der Anfangsadresse und "EA" der Endadresse des zu lesenden Bereiches. Danach will er "ba" die Zieladresse wissen. Die Umschaltung zu den einzelnen Eingaben erfolgt jeweils nach der Betätigung der Taste PFEIL RECHTS. Die letzte Betätigung dieser Taste lässt den Computer auf einen Halt laufen. *** JETZT DEN EPROM-ADAPTER ANSCHLIESSEN!!! *** Die Betätigung der Taste "I" leitet nach einer "Sicherheits-Zeitverzögerung" den Lese-Vorgang ein. Das Ende des Lese-Vorgangs zeigt die Anzeige der letzten gelesenen Adresse an. "ProG": Der Ablauf ist derselbe wie der beim Lesevorgang. Der Programmiervorgang wird sofort abgebrochen, wenn ein Programmierdatum nicht vom EPROM angenommen wurde. ACHTUNG!! ERST WENN DIE PROGRAMMIERSPANNUNG ABGESCHALTET IST, DARF DIE RESET-TASTE BETÄTIGT WERDEN. ANSONSTEN ZERSTOERUNGSGEFAHR FUER DAS EPROM!!! "VErG": Ablauf wie beim Lese-Vorgang. Trifft der Computer beim Vergleich auf ein falsches Datum, so zeigt er es mit der entsprechenden Adresse an. Die nächste Betätigung der Taste PFEIL RECHTS führt den Vergleich fort. Allgemeiner Hinweis für alle Betriebsarten: EPROM-ADAPTER IMMER ERST DANN ANSCHLIESSEN, WENN DER COMPUTER AUF EINEN HALT AUFGELAUFEN IST. Seite 9 von 9

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