Rechnernetze Protokoll. Versuch 1

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1 Rechnernetze Protokoll Versuch 1

2 Aufgabe 1 Durch Anschließen der Kabel am Router war es leicht herauszufinden, welches Kabel defekt und welches das Crossoverkabel ist. Kabel 1 ist das defekte, da keine LED geleuchtet hat. Kabel 2 ist das Crossoverkabel, da beide LEDs nur leuchteten, wenn sich ein Ende in Port 8 befand. Beim Patchkabel (Kabel 3) leuchteten beide LEDs, egal welcher Port belegt ist. Port 8 des Hubs ist für diesen Versuch besonders gut geeignet, weil er intern ein Crossoverkabel zu einem Patchkabel umschalten kann. Bei neueren Modellen werden der Uplink und der normale Link bei jedem Port automatisch vorgenommen. Aufgabe 2 man ifconfig Öffnet die usermanual zu ifconfig. ifconfig Dieser Befehl ist zum Konfigurieren eines Netzwerks zuständig. Wenn keine weiteren Argumente angegeben sind, zeigt er nur den aktuellen Status der Netwerkschnittstelle. ifconfig -a Zeigt folgende Netzwerkgeräte an: eth0 Link encap:ethernet HWaddr 00:30:05:4F:ED:C6 BROADCAST MULTICAST MTU:1500 Metric:1 RX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0 TX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0 collisions:0 txqueuelen:1000 RX bytes:0 (0.0 b) TX bytes:0 (0.0 b) lo Link encap:local Loopback inet addr: Mask: inet6 addr: ::1/128 Scope:Host UP LOOPBACK RUNNING MTU:16436 Metric:1 RX packets:4498 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0 TX packets:4498 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0 collisions:0 txqueuelen:0 RX bytes: (242.7 KiB) TX bytes: (242.7 KiB) lspci Zeigt Informationen über die PCI Busse des Systems und dessen angeschlossene Geräte. Die Bezeichnung der Netzwerkkarte lautet: Ethernet controller: Intel Corporation 82547EI Gigabit Ethernet Controller netstat -r Gibt den Status des Linux Netzwerkuntersystems an. Es sind keine Einträge vorhanden. Nach Eingabe von ifconfig eth netmask up und erneuter Eingabe von netstat -r erschien folgende Tabelle: Destination Gateway Genmask Flags MSS Window irtt Iface * U eth0 link-local * U eth0 Unter Destination steht die Netzadresse. 2

3 Beim dritten Aufruf von netstat -r, nach Eingabe des Befehls route add default gw , erscheint eine Defaultzeile, in der als Gateway die Adresse steht Vor der Deaktivierung des Interfaces, testen wir es zunächst mittels des Befehls ping Offensichtlich besteht eine Verbindung: ~]$ ping PING ( ) 56(84) bytes of data. 64 bytes from : icmp_seq=1 ttl=64 time=2.48 ms 64 bytes from : icmp_seq=2 ttl=64 time=0.430 ms 64 bytes from : icmp_seq=3 ttl=64 time=0.570 ms ^C Da tracerout keine vollständige Ausgabe liefert, haben wir sofort tracerout eingegeben, um folgenden Weg an diese Adresse anzeigen zu lassen: ~]$ traceroute traceroute to ( ), 30 hops max, 60 byte packets 1 ( ) ms ms ms 2 ( ) ms ms ms 3 ( ) ms ms ms Aufgabe 3 Nach Bearbeiten der in der Aufgabenstellung angegebenen Linux Skripte, konnten wir die Einstellungen mit einem Ping testen: ~]$ ping PING ( ) 56(84) bytes of data. 64 bytes from : icmp_seq=1 ttl=62 time=1.10 ms 64 bytes from : icmp_seq=2 ttl=62 time=0.847 ms 64 bytes from : icmp_seq=3 ttl=62 time=0.821 ms ^C Aufgabe 4 Durch die Datei resolv.conf kann man Einstellungen in Bezug auf die Namensauflösung vornehmen. Bei uns enthielt sie zunächst nur auskommentierte Einträge, wodurch noch keine Namensauflösung stattfinden konnte. Der Rechner war noch nicht in der Lage die URL aufzulösen. Nach Bearbeiten der ifcfg-eth0 Datei und nach einem Reset von eth0 war die Namensauflösung schließlich erfolgreich, der DNS Server war verfügbar und die Universitätsseite konnte aufgelöst werden. Der Inhalt der resolv.conf lautet nun: 3

4 # Generated by NetworkManager search netprak.iuk.test nameserver Nachdem Anpingen von chef und nachdem wir uns mit der nsswitch.conf Datei vertraut gemacht hatten, änderten wir Letztere so um, dass nur noch files zur Rechnernamensauflösung genutzt wird. netprak]# ping chef ping: unknown host chef Durch Herausnahme des DNS-Eintrags konnte keine Namensauflösung mehr wie zuvor erfolgen. Unsere nächste Aufgabe bestand darin, uns einen Fantasienamen auszudenken, und diesen ebenfalls in die auflösen zu lassen. Das Pingen auf den Fantasienamen war erfolgreich: netprak]# ping diecoolen PING localhost ( ) 56(84) bytes of data. 64 bytes from localhost ( ): icmp_seq=1 ttl=64 time=0.048 ms 64 bytes from localhost ( ): icmp_seq=2 ttl=64 time=0.048 ms 64 bytes from localhost ( ): icmp_seq=3 ttl=64 time=0.052 ms ^C --- localhost ping statistics packets transmitted, 3 received, 0% packet loss, time 2573ms rtt min/avg/max/mdev = 0.048/0.049/0.052/0.006 ms netprak]# host zehn zehn.netprak.iuk.test has address Der Name des Rechners mit der IP-Adresse lautet chef.netprak.iuk.test. netprak]# host in-addr.arpa domain name pointer chef.netprak.iuk.test. Als Nächstes folgen die Ergebnisse der dig und dig +trace Befehle, relevante Passagen sind fett markiert: netprak]# dig any ;; AUTHORITY SECTION: uni-rostock.de IN NS hp1.uni-rostock.de. uni-rostock.de IN NS top.uni-rostock.de. uni-rostock.de IN NS deneb.dfn.de. uni-rostock.de IN NS ws-kar1.win-ip.dfn.de. netprak]# dig any ;; AUTHORITY SECTION: 4

5 denic.de IN NS ns3.denic.de. denic.de IN NS ns1.denic.de. denic.de IN NS ns2.denic.de. netprak]# dig any ;; AUTHORITY SECTION: informatik.uni-rostock.de IN NS haegar.informatik.uni-rostock.de. informatik.uni-rostock.de IN NS eric.informatik.uni-rostock.de. informatik.uni-rostock.de IN NS lara.informatik.uni-rostock.de. netprak]# dig +trace uni-rostock.de IN NS hp1.uni-rostock.de. uni-rostock.de IN NS ws-kar1.win-ip.dfn.de. uni-rostock.de IN NS deneb.dfn.de. uni-rostock.de IN NS top.uni-rostock.de. ;; Received 200 bytes from #53(z.nic.de) in 22 ms informatik.uni-rostock.de IN NS eric.informatik.uni-rostock.de. informatik.uni-rostock.de IN NS haegar.informatik.uni-rostock.de. informatik.uni-rostock.de IN NS lara.informatik.uni-rostock.de. ;; Received 154 bytes from #53(deneb.dfn.de) in 10 ms Aufgabe 5 Eine statische Konfiguration ist vor allem bei Servern bzw. bei Computern, die ständig und immer auf dem gleichen Weg verfügbar sein müssen, vorteilhaft. Für den privaten Gebrauch oder z. B. bei WLAN wird grundsätzlich eine dynamische IP vergeben, was neben der erhöhten Sicherheit vor allem bei erhöhter Größe eines Netzwerkes empfehelnswert ist. Nun haben wir die ifcfg-eth0 Datei erneut bearbeitet und das eth0 interface neu gestartet. Destination Gateway Genmask Flags MSS Window irtt Iface labmaster.netpr * UH eth * U eth0 link-local * U eth0 default labmaster.netpr UG eth0 Der Rechner hat nun die IP-Adresse , das Default-Gateway lautet jetzt labmaster.netpr und der konfigurierte DNS-Server ist

6 Aufgabe 6 Der Hauptgrund zur Verwendung des IPv6-Protokolls war die nicht ausreichende Größe von IPv4, welche bei etwa 4,2 Mrd. IP-Adressen liegt. Außerdem wurde der IPv4-Adressraum durch die mehrmals geänderte Vergabepraxis stark fragmentiert, was bedeutet, dass häufig nicht zusammenhängende Adressbereiche zur gleichen Instanz gehören und dadurch längere Routingtabellen entstehen. Schlielich begann die IETF 1995 mit der Entwicklung an IPv6, welches 1998 als offizieller Nachfolger von IPv4 ernannt wurde. Die wesentlichen neuen Unterschiede sind unter anderem: Vergrößerung des Adressraums (von 2 32 auf ) Vereinfachungen des Protokollrahmens (wichtig für Router) und Umnummerierung Zustandslose automatische Konfiguration (zustandsbehaftete Verfahren wie DHCP sind dadurch überflüssig) Die link local Ipv6-Adresse für eth0 lautet fe80::230:5ff:fe4f:edc7/64. Der Befehl zum pingen einer IPv6 link local-adresse ist ping6 mit möglicher Erweiterung von -I eth0 -c 3 fe80::21b:21ff:fe1a:e6a5:, um das Ergebnis des Pings auf Mungo per IPv6 zu erhalten. sysconfig]# ping6 -I eth0 -c 3 fe80::21b:21ff:fe1a:e6a5 PING fe80::21b:21ff:fe1a:e6a5(fe80::21b:21ff:fe1a:e6a5) from fe80::230:5ff:fe4f:edc7 eth0: 56 data bytes 64 bytes from fe80::21b:21ff:fe1a:e6a5: icmp_seq=1 ttl=64 time=0.569 ms 64 bytes from fe80::21b:21ff:fe1a:e6a5: icmp_seq=2 ttl=64 time=0.499 ms 64 bytes from fe80::21b:21ff:fe1a:e6a5: icmp_seq=3 ttl=64 time=0.306 ms Aufgabe 7 Die IPv6 Stateless Autoconfiguration unterscheidet sich von DHCP, bzw. DHCPv6. Die Geräte weisen sich, anders als bei DHCP (hier wird die Stateful Adressconfiguration verwendet), selbst eine Adresse zu und führen kein Buch über diese Vergabe. Nach Verändern der Einstellung in der etc/sysconfig/network Datei, haben wir die Netzwerkeinstellungen mittels service network restart neu gestartet. Eht0 wurde dadurch keine neue IPv6-Adresse zugeordnet. Folgendes Ergebnis erhielten wir nach Anpingen von ipv6.google.com: sysconfig]# ping6 ipv6.google.com PING ipv6.google.com(2a00:1450:8004::6a) 56 data bytes 64 bytes from 2a00:1450:8004::6a: icmp_seq=1 ttl=53 time=11.3 ms 64 bytes from 2a00:1450:8004::6a: icmp_seq=2 ttl=53 time=10.6 ms 64 bytes from 2a00:1450:8004::6a: icmp_seq=3 ttl=53 time=10.7 ms ^C 6

7 Durch den Befehl traceroute konnten wir uns die Zwischenknoten des IP-Paketes anzeigen lassen: sysconfig]# traceroute traceroute to (2a02:2e0:3fe:100::6), 30 hops max, 80 byte packets :638:804:a089::1 (2001:638:804:a089::1) ms ms ms :638:804:a093::1 (2001:638:804:a093::1) ms ms ms :638:804:2001::1 (2001:638:804:2001::1) ms ms ms :638:804:1000::1 (2001:638:804:1000::1) ms ms ms 5 xr-ros1-te2-3.x-win.dfn.de (2001:638:c:a030::1) ms ms ms 6 xr-gre1-te1-1.x-win.dfn.de (2001:638:c:c024::2) ms ms ms 7 zr-pot1-te x-win.dfn.de (2001:638:c:c015::1) ms ms ms 8 te3-1.c101.f.de.plusline.net (2001:7f8::3012:0:1) ms ms ms 9 te6-1.c13.f.de.plusline.net (2a02:2e0:1::1e) ms ms ms 10 (2a02:2e0:3fe:100::6) ms ms ms Aufgabe 8 Bei dieser Aufgabe sollten wir mit Hilfe des Programms Wireshark den Datenverkehr einer Telnet- Verbindung mitschneiden. Mit Hilfe von Wireshark lässt sich gut erkennen, dass zu den eigentlich benötigten Paketen auch Broadcast-Pakete einhergehen. Diese Pakete werden an jeden Rechner im Subnetz gesendet. Durch diesen Promiscious Mode liest der Router den gesamten ankommenden Datenverkehr an die geschaltete Netzwerkschnittstelle und gibt diese Daten zur Verarbeitung an das Betriebssystem weiter. Neben dem Telnet-Protokoll findet man demnach in Wireshark auch die Dienste "TCP", "UDP" und "ARP". 7

8 Folgender Screenshot zeigt die Telnet-Verbindung. Telnet wird nicht verschlüsselt übertragen, deshalb kann man leicht das Passwort auslesen: Die Pakete, welche das Passwort enthalten, sind die Pakete von 43 bis 59. Dabei stellt jede Eingabe ein Datenpaket dar, d. h. es werden acht Pakete für das Wort password benötigt. Bevor eine Verbindung über "Secure Shell" Daten austauscht, wird ein RSA-Zertifikat ausgetauscht; es verschlüsselt die Verbindung und macht sie unbelauschbar. Die SSH-Verbindung wird verschlüsselt gesendet und man kann das Passwort nicht auslesen. Aufgabe 9 Netzmasken der Klasse B haben einen Netzbereich von und die Netzmaske Masken der Klasse C haben einen Netzbereich von und die Netzmaske

9 Zerlegung der privaten Klasse C-Netz / in vier gleich große Subnetze: / / / / Maskenschreibweise der Broadcast-Adressen: / / / / / Durch die unterschiedlichen Broadcast-Adressen des gesamten Netzwerkes werden Probleme verursacht, die durch die Aufteilung entstehen. Dadurch können die neuen Subnetze nicht miteinander kommunizieren, sondern nur untereinander. Es müsste ein Gateway geschaffen werden, wodurch die Subnetze miteinander verbunden werden und dadurch auch miteinander kommunizieren können. Ergänzen der gegebenen Tabelle: Netzadresse Netzmaske Broadcast-Adresse Erste Host-Adresse Aufgabe 10 Um diesen Fehler zu verursachen, muss das Gateway entfernt werden. Aufgabe 11 Der TCP connetc()-scan wird immer genutzt, um eine Verbindung zum Port eines Zielsystems herzustellen. Falls der Zielport im Status LISTENING ist, wird der connect()-zugriff erfolgreich ausgeführt. Da diese Scantechnik leicht zu entdecken ist, wird sie wahrscheinlich in den Zielsystemprotokoll auftauchen. Der TCP-SYN-Scan wird als "halb-offen" bezeichnet, weil keine volle TCP-Verbindung zustande kommt. Der Scanner schickt ein TCP-Datagramm an das Zielsystem (die SYN-Flagge ist dabei gesetzt), was durch eine positive Rückmeldung des Zielsystems bestätigt werden soll. Erst wenn ein Paket mit gesetzer SYN-ACK-Flagge zurückkommt, weiß der Scanner, dass ein Port offen ist. Mit Hilfe des Befehls Nmap kann diese Verbindung gescannt werden. Diese Art des Zugriffs wird von den meisten Systemen nicht protokolliert. 9

10 Folgende Ergebnisse erhalten wir mit dem SYN-Scan: netprak]# nmap -ss Starting Nmap 5.21 ( ) at :31 CEST Nmap scan report for sieben.netprak.iuk.test ( ) Host is up ( s latency). Not shown: 997 closed ports PORT STATE SERVICE 22/tcp open ssh 111/tcp open rpcbind 2049/tcp open nfs Nmap done: 1 IP address (1 host up) scanned in 0.20 seconds Der TCP-connect()-Scan liefert das gleiche Ergebnis und wird mit dem Befehl nmap -st ausgeführt. Bei einem Scan an die erhält man ein ähnliches Ergebnis: netprak]# nmap -ss /tcp open ssh 25/tcp open smtp 111/tcp open rpcbind 631/tcp open ipp 2049/tcp open nfs Als nächstes sollten wir die folgenden Dienste beenden: netprak]# /etc/init.d/sshd stop Stopping sshd: [ OK ] netprak]# /etc/init.d/rpcbind stop Stopping rpcbind: [ OK ] netprak]# /etc/init.d/nfs stop Shutting down NFS mountd: [ OK ] Shutting down NFS daemon: [ OK ] Shutting down NFS quotas: [ OK ] Shutting down NFS services: [FAILED] netprak]# /etc/init.d/nfs condstop netprak]# /etc/init.d/nfs status rpc.mountd is stopped nfsd is stopped rpc.rquotad is stopped 10

11 Zum Schluss haben wir nochmal Nmap verwendet: netprak]# nmap -st Starting Nmap 5.21 ( ) at :46 CEST Nmap scan report for sieben.netprak.iuk.test ( ) Host is up ( s latency). All 1000 scanned ports on sieben.netprak.iuk.test ( ) are closed Nmap done: 1 IP address (1 host up) scanned in 0.19 seconds netprak]# nmap -ss Starting Nmap 5.21 ( ) at :46 CEST Nmap scan report for sieben.netprak.iuk.test ( ) Host is up ( s latency). All 1000 scanned ports on sieben.netprak.iuk.test ( ) are closed Nmap done: 1 IP address (1 host up) scanned in 0.20 seconds 11

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