Weiterhin vergleichsweise tiefe Steuerbelastung in der Schweiz

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1 Eidgenössisches Finanzdepartement EFD Medienmitteilung Datum 17. Oktober 2007 Weiterhin vergleichsweise tiefe Steuerbelastung in der Schweiz Die Fiskalquote der Schweiz beträgt für das Jahr ,4 Prozent (2005: 29,2 Prozent). Sie liegt damit weiterhin deutlich unter den Durchschnittswerten der 15 Länder der alten EU sowie jener der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Nur Mexiko, Korea, Japan und die USA zeigen eine tiefere Fiskalbelastung. Diese Zahlen sind dem heute publizierten neusten Bericht der OECD über die Einnahmen der öffentlichen Haushalte in ihren Mitgliedstaaten zu entnehmen. Die Fiskalquote setzt die Summe der Steuern und Abgaben, die von öffentlichen Verwaltungen erhoben werden, ins Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt (BIP). Für die Berechnung der Fiskalquote der Schweiz werden die Summe der Steuern von Bund, Kantonen und Gemeinden und die obligatorischen Sozialversicherungsbeiträge berücksichtigt. Diese Angaben stammen aus Erhebungen der öffentlichen Finanzen und der Sozialversicherungen, welche jährlich durch die Eidg. Finanzverwaltung erstellt werden. Die Berechnungsmethode richtet sich seit 2003 nach den Sektorisierungsrichtlinien des Europäischen Systems der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (ESVG 95). In der Fiskalquote nicht enthalten sind deshalb die Prämien für die obligatorische Krankenversicherung und die SUVA, weshalb die Werte im Vergleich zu früheren Berechnungen um rund vier bis fünf Prozentpunkte tiefer liegen (vgl. Tabellen im Anhang). Die von der Eidg. Finanzverwaltung berechnete Fiskalquote berücksichtigt bereits die Ende August veröffentlichten revidierten BIP-Werte für die Schweiz. Dadurch ergeben sich leichte Abweichungen zu den publizierten Daten der OECD, die noch auf älteren BIP-Werten beruhen. Tabelle 1 zeigt, wie sich die einzelnen Bestandteile der Schweizer Fiskalquote seit 1975 entwickelt haben. Seit dem Jahr 2000 verhält sich die Fiskalquote der Schweiz relativ stabil. Dies steht im Gegensatz zu früheren Perioden, die einen konstanten Kommunikation EFD Bundesgasse 3, 3003 Bern Tel Fax

2 Anstieg der Schweizer Fiskalquote zeigten. So stiegen die Werte im Zeitraum von 25,8 auf 30 Prozent. Tabelle 1: Entwicklung der einzelnen Bestandteile der Fiskalquote der Schweiz Jahr Steuerquote Quote der obligatorischen Sozialversicherungen Fiskalquote ,1 5,4 24, ,4 5,9 25, ,1 6,0 26, ,7 6,0 25, ,2 7,5 27, ,7 7,3 30, ,8 7,5 29, ,8 7,0 28, ,2 7,0 29,2 2006* 22,5 6,9 29,4 * Schätzung Abbildung 1: Entwicklung der schweizerischen Fiskalquote seit 1975 Fiskalquote gemäss ESVG in % des BIP Die Ursache für den Anstieg der Steuerquote von Bund, Kantonen und Gemeinden in den Jahren 2005 und 2006 ist in der verbesserten Wirtschaftslage zu suchen. Beim 2/5

3 Bund ist der Anstieg auf die Zunahme der Erträge aus der Verrechnungssteuer und der direkten Bundessteuer zurückzuführen. Bei den Kantonen und Gemeinden handelt es sich für das Jahr 2006 um geschätzte Werte. Bei der Quote der obligatorischen Sozialversicherungen ist der leichte Rückgang seit 2004 auf die Herabsetzung der Beitragssätze der Arbeitslosenversicherung zurückzuführen. Abbildung 2: Internationaler Vergleich der Fiskalquote in % des BIP Schweden Dänemark Belgien Frankreich Finnland Italien Österreich Ø EU 15 Niederlande Grossbritannien Spanien Neuseeland Luxemburg Ø OECD Total* Deutschland Kanada Irland Schweiz USA Japan* * 2005 Gemäss OECD-Statistik belegt die Schweiz im internationalen Vergleich bezüglich ihrer Fiskalquote weiterhin einen guten Platz und liegt deutlich hinter ihren Nachbarstaaten. In den ausgewählten Ländern zeigen nur Japan und die USA tiefere Werte (vgl. Abbildung 2). Seit dem Jahr 2000 ist die schweizerische Fiskalquote im gleichen Ausmass gesunken wie jene der alten EU-Länder. Im betrachteten Zeitraum vermochten aber in der EU Österreich, Deutschland, Schweden, Luxemburg und Finnland ihre Fiskalquoten stärker zu senken (vgl. Abbildung 3). 3/5

4 Abbildung 3: Veränderung der Fiskalquote zwischen 2000 und 2006 in %-Punkten des BIP FIN L S CDN USA D A CH Ø EU 15 DK NL B IRL Ø OECD * F GB J* I E NZ * 2005 Tabelle 2: Internationaler Vergleich der Fiskalquoten in % des BIP ( ) Internationaler Vergleich der Fiskalquoten in % des BIP (Steuereinnahmen plus Beiträge an Sozialversicherungen) (Schätzung) Schweiz Belgien Dänemark 1) Deutschland 2) Finnland Frankreich 1) Grossbritannien Irland Italien Japan Kanada Luxemburg Neuseeland Niederlande Österreich Schweden Spanien 1) USA Ø EU 15* Ø OECD Total * Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Grossbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Niederland, Österreich, Portugal, Spanien und Schweden 1) Die gesamten Steuereinnahmen sind um die Kapitalübertragungen, die auf noch nicht bezogenen Steuern zurückgehen, verringert worden. 2) Das Vereinte Deutschland wurde 1991 gegründet. Im Jahre 2001 hat Deutschland damit begonnen, sein Verfahren für "non-wastable taxcredits" bei der Rechnungslegung des Ertrags mit den OECD-Richtlinien abzustimmen. Quelle: Revenue Statistics / Table A, OECD, Paris (2007) 4/5

5 Ergänzend zur OECD-Statistik veröffentlicht das EFD Tabellen, aus denen alle obligatorischen Abgaben ersichtlich sind. Damit erhalten interessierte Stellen die Möglichkeit, zusätzliche Auswertungen vorzunehmen (vgl. Tabellen im Anhang). Auskunft: Eva May, Eidg. Finanzverwaltung, Tel Roland Fischer, Eidg. Finanzverwaltung, Tel Ergänzende Dokumente zu dieser Medienmitteilung finden Sie auf unserer Website: 5/5

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