Aufgaben des Brandschutzbeauftragten. an der Landesfeuerwehrschule Schleswig-Holstein. zum Infotag für Feuerwehrführungskräfte

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1 WILLKOMMEN Standort LS 3 an der Landesfeuerwehrschule Schleswig-Holstein zum Infotag für Feuerwehrführungskräfte Ablauf des Infotages am :00 Uhr bis 12:00 Uhr - die neuen Eurocodes und ihre Anwendung 12:00 Uhr bis 12:45 Uhr Mittagspause 12:45 Uhr bis 14:00 Uhr - Zusammenspiel zwischen Feuerwehr und Brandschutzbeauftragten 14:00 Uhr bis 14:15 Uhr Kurze Pause 14:15 Uhr bis 16:00 Uhr - Ist ein Brandschutzkonzept etwas für die Feuerwehr? Stand: 01/13 1

2 Der Brandschutzbeauftragte Aufgaben und Stellung eines Brandschutzbeauftragten Stand: 01/13 2

3 Einsatzplanung und vorbereitung der Wehrführungen Stand: 01/13 3

4 Einsatzplanung und vorbereitung der Feuerwehren gem. dem BrSchG S-H ( 11 Abs. 4) ist der Gemeindewehrführer für die Einsatzbereitschaft der freiwilligen Feuerwehren und die Ausbildung ihrer Mitglieder verantwortlich. Ein wichtiger Teil dieser Verantwortung ist die Einsatzplanung und Einsatzvorbereitung. Einsatzplanung und -vorbereitung Zur Einsatzplanung und vorbereitung gehören: Aus- und Fortbildung der Einsatz- und Führungskräfte Beschaffung, Pflege und Wartung der Einsatzmittel Festlegung des Einsatzgebietes Aufstellung einer Alarm- und Ausrückeordnung Erarbeiten von Feuerwehrplänen Feuerwehr-Einsatzplänen und sonstigen Planunterlagen Durchführung von Objektbegehungen Durchführung von einsatzmäßigen Übungen Stand: 01/13 4

5 Planung und vorbereitungen des Brandschutzbeauftragten Aus- und Fortbildung der Führungskräfte und Mitarbeiter Beschaffung, Pflege und Wartung der Schutzeinrichtungen Aufstellung einer Alarmplanung Erarbeiten von Feuerwehrplänen und sonstigen Planungsunterlagen Durchführung von Objektbegehungen Durchführung von Räumungsübungen, zur Planung und vorbereitung gehören z.b. Bestellung von Brandschutzbeauftragten Brandschutzbeauftragte können nach einigen Sonderbauverordnungen und richtlinien (z.b. Verkaufsstättenverordnung, Industriebaurichtlinie, Krankenhausbauverordnung,...) zwingend gefordert werden. Auch bei Sonderbauten ( 51 LBO SH) können im Einzelfall für den Betrieb eines Gebäudes von der unteren Bauaufsichtsbehörde bzw. Brandschutzdienststelle, Brandschutzbeauftragte gefordert werden, um die geforderte Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben und Gesundheit, zu gewährleisten. Die Bestellung des Brandschutzbeauftragten erfolgt in schriftlicher Form. Die Aufgaben, möglicher Zeitansatz und die Funktionsbeschreibung sind Bestandteil der Bestellung. Stand: 01/13 5

6 Muster einer Bestellung eines BSB Brandschutzbeauftragter nach vfdb-richtlinie 12/ (02) bzw. nach der BGI 847 vom April 2003 Stand: 01/13 6

7 Aufgabenablaufplan eines Brandschutzbeauftragten Brandschutz- Managementsystem Der Regelkreis Struktur im betrieblichen Brandschutz Unternehmer/ Arbeitgeber berät bestellt/benennt Brandschutzbeauftragter entscheidet Unterstützt/arbeitet Brandschutzkonzept Maßnahmen des baulichen, anlagentechnischen und organisatorischen Brandschutzes auf der Grundlage einer Brand- Risikoanalyse. Stand: 01/13 7

8 Brandschutzbeauftragter und Haftungsrisiko Grundsätze des Haftungsrechts Gem. 276 BGB haftet eine Person wenn er/sie grob fahrlässig oder vorsätzlich handelt. Grobe Fahrlässig bedeuet, dass die fehlende Sorgfalt beim Arbeiten in hohem Maß verletzt wurde. Geltende und bekannte Regeln der Sicherheit wurden missachtet. Vorsatz bedeutet, dass man den Eintritt des Schadens erkennt und/oder das Schadensausmaß, bewusst so hinnimmt. Der Brandschutzbeauftragte hat den Brandschutz- Verantwortlichen eines Betriebes (Arbeitgeber/Unternehmer, Betriebsleiter, Behördenleiter) in allen Fragen des Brandschutzes zu beraten bzw. zu unterstützen. Diese Unterstützungstätigkeit sieht wie folgt aus: Erstellen / Fortschreiben der Brandschutzordnung (Teile A, B, C) Mitwirken bei Beurteilungen der Brandgefährdung an Arbeitsplätzen Beraten bei feuergefährlichen Arbeitsverfahren und bei dem Einsatz brennbarer Arbeitsstoffe Mitwirken bei der Ermittlung von Brand- und Explosionsgefahren Mitwirken bei der Ausarbeitung von Betriebsanweisungen, soweit sie den Brandschutz betreffen Mitwirken bei baulichen, technischen und organisatorischen Maßnahmen, soweit sie den Brandschutz betreffen Mitwirken bei der Umsetzung behördlicher Anordnungen und bei Anforderungen des Feuerversicherers, soweit sie den Brandschutz betreffen Stand: 01/13 8

9 Mitwirken bei der Einhaltung von Brandschutzbestimmungen bei Neu, Um- und Erweiterungsbauten, Nutzungsänderungen, Anmietungen und Beschaffungen Beratung bei der Ausstattung der Arbeitsstätten mit Feuerlöscheinrichtungen und Auswahl der Löschmittel Mitwirken bei der Umsetzung des Brandschutzkonzeptes Kontrollieren, dass Flucht- und Rettungspläne, Feuerwehrpläne, Alarmpläne usw. aktuell sind, ggf. Aktualiserung veranlassen und dabei mit wirken Planen, Organisieren und Durchführen von Räumungsübungen Teilnehmen an behördlichen Brandschauen und Durchführen von internen Brandschutzbegehungen Melden von Mängeln und Maßnahmen zu deren Beseitigung vorschlagen und die Mängelbeseitigung überwachen Aus- und Fortbilden von Beschäftigten in der Handhabung von Feuerlöscheinrichtungen und von Beschäftigten mit besonderen Aufgaben in einem Brandfall (Brandschutzhelfer) Unterstützen der Führungskräfte bei der regelmäßigen Unterweisung der Beschäftigten im Brandschutz Prüfen der Lagerung und/oder der Einrichtungen zur Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten, Gasen, usw. Kontrollieren der Sicherheitskennzeichnungen für Brandschutzeinrichtungen und für die Flucht- und Rettungswege Überwachen der Benutzbarkeit von Flucht- und Rettungswegen Organisation und Sicherstellung der Prüfung und Wartung von brandschutztechnischen Einrichtungen Kontrollieren, dass festgelegte Brandschutzmaßnahmen insbesondere bei feuergefährlichen Arbeiten (Heißarbeiten) eingehalten werden Mitwirken bei der Festlegung von Ersatzmaßnahmen bei Ausfall und Außerbetriebsetzung von brandschutztechnischen Einrichtungen Unterstützen des Unternehmers bei Gesprächen mit den Brandschutzbehörden und Feuerwehren, den Feuerversichern, den Berufsgenossenschaften, den Gewerbeaufsichtsämtern, Stand: 01/13 9

10 Stellungnahme zu Investitionsentscheidungen, die Belange des Brandschutzes am Standort betreffen Dokumentieren aller Tätigkeiten im Brandschutz Qualifikation von Brandschutzbeauftragten Zum Brandschutzbeauftragten können bestellt werden: Personen mit einer abgeschlossenen Ausbildung zum gehobenen uns höheren feuerwehrtechnischen Dienst, Personen mit einer abgeschlossenen Ausbildung zum mittleren feuerwehrtechnischen Dienst für hauptamtliche Kräfte, wenn die Personen hauptamtlich für den bestellenden Betrieb tätig sind, Personen mit abgeschlossenem Hochschul- oder Fachhochschulstudium in der Fachrichtung Brandschutz, Personen mit einer Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten. Alle 3 Jahre min. 16 LE Fortbildung zum Erhalt der Qualifikation Stand: 01/13 10

11 Ausbildung von Brandschutzbeauftragten Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Ausbildung ist mindestens eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine gleichwertige Ausbildung. Die Dauer der Ausbildung sollte mindestens 64 Lerneinheiten (eine Lerneinheit = 45min) bzw. 2 Wochen betragen. Die Ausbildung schließt mit einer schriftlichen und mündlichen Prüfung (min 4 Std. Dauer/60% Wertung) vor einem Prüfungsausschuss 1 Vorsitzende/n, 1 Vertreter der Industrie/Handwerk, 1 Vertreter der Feuerwehr und 1 Vertreter der Versicherungswirtschaft mindestens aber einem Vorsitzenden und zwei Beisitzern Inhalt der Ausbildung Brandschutzbeauftragten Muster Lehrplan Rechtliche Grundlagen Brandlehre Brand- und Explosionsgefahr, Brandrisiken Baulicher Brandschutz Anlagentechnischer Brandschutz Handbetätigte Geräte zur Brandbekämpfung Organisatorischer Brandschutz Brandschutzmanagement Zusammenarbeit mit Behörden, Feuerwehren und Versicherern Schriftlich, mündliche Abschlussprüfung 4 LE 3 LE 7 LE 8 LE 8 LE 2 LE 16 LE 8 LE 4 LE 4 LE Zusätzlich können branchenspezifische Schwerpunkte gesetzt werden. Stand: 01/13 11

12 Fortbildungen von Brandschutzbeauftragten Inhalte der Fortbildungen - Themenbezogene Seminare zum anlagentechnischen, organisatorischen und baulichen Brandschutz - Branchenbezogene Seminare zum Brandschutz - Spezialisierungsseminare (Katastrophenschutz, Räumung und Evakuierung, Luftfahrt, Bahn, ) - Fachtagungen Die Fortbildungsveranstaltungen sind innerhalb von drei Jahren nach der Ausbildung mit min. 16 LE a 45min zu besuchen. Die Teilnahme ist zu dokumentieren Brandschutzbeauftragter und Haftungsrisiko Grundsätze des Haftungsrechts Gem. 276 BGB haftet eine Person wenn er/sie grob fahrlässig oder vorsätzlich handelt. Grobe Fahrlässig bedeuet, dass die fehlende Sorgfalt beim Arbeiten in hohem Maß verletzt wurde. Geltende und bekannte Regeln der Sicherheit wurden missachtet. Vorsatz bedeutet, dass man den Eintritt des Schadens erkennt und/oder das Schadensausmaß, bewusst so hinnimmt. Stand: 01/13 12

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