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1 ... und das Leben geht weiter! Ratgeber für Stomaträger

2 Es ist unser Ziel, mit diesem Ratgeber den Betroffenen Mut zu machen und Verständnis in ihrer Umgebung zu wecken. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, haben wir uns bei Fachleuten immer wieder Rat geholt. Wir bedanken uns bei allen Stomatherapeutinnen/Stomatherapeuten, Fachkräften und insbesondere auch den Mitgliedern unserer Focus- Group, die mit ihrem praktischen Wissen die Erstellung dieses Ratgebers unterstützt haben. Nicht zuletzt danken wir auch allen Betroffenen und deren Angehörigen für die vielen Anregungen und Tipps, die wir gern mit in diesen Ratgeber aufgenommen haben.

3 Vorwort Das Leben geht weiter gerade nach einer Stomaoperation soll Ihnen dieses Leitwort Mut machen zu einer aktiven Lebensführung. Unser Ratgeber macht Sie mit Ihrer neuen Situation vertraut und bietet Ihnen Rat und Hilfe: Neben der Bereitstellung zuverlässiger Stomaprodukte für eine angenehme, diskrete und problemlose Versorgung haben wir es immer als unsere vorrangige Aufgabe angesehen, alles zu tun, um den Betroffenen zur Verbesserung ihrer Lebensqualität zu verhelfen. Die Überzeugung, mehr zu tun, als gute Produkte bereitzustellen, hat ihre Wurzeln in der Geschichte von Coloplast: Unser Unternehmen hat als erstes überhaupt im Jahre 1958 den Prototyp des modernen Stomabeutels entwickelt, hergestellt und angeboten. Alle heute zur Verfügung stehenden Stomaprodukte basieren auf dieser Entwicklung von Coloplast. Daraus hat sich eine Kompetenz ergeben, die für uns Freude und Verpflichtung zugleich ist: Freude, weil wir mit unseren erfolgreichen Produkten zur Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen einen entscheidenden Beitrag leisten können. Verpflichtung, weil wir uns in der Pflicht sehen, durch die Arbeit an unseren Produkten immer bessere Versorgungs- und Trageeigenschaften zu entwickeln und darüber hinaus mit neuen Produktideen innovative Versorgungen anzubieten. 4

4 Unser Engagement soll dazu beitragen, die Lebensqualität der Stomaträger/innen soweit irgend möglich an die Nichtbetroffener anzugleichen. Mit unseren Produkten und mit Rat und Hilfe wollen wir dazu beitragen, dass Sie Ihr gewohntes Leben wieder aufnehmen können denn das Leben geht weiter. Ihre Coloplast GmbH

5 Inhalt Seite Vorwort 4 1. Der Darm Die künstlichen Darmausgänge 12 Die Kolostomie 12 Die doppelläufige Kolostomie 13 Die Ileostomie 14 Die doppelläufige Ileostomie Die Entlassung aus dem Krankenhaus Die allgemeine Stomaversorgung 16 Die Auswahl der Versorgung 16 Die Anpassung der Versorgung 19 Der Wechsel der Versorgung 21 Die Reinigung des Stomas 22 Baden und duschen 25 Regelmäßige Rasur 25 Die hintere Wunde 25 Rezeptierbarkeit der Stoma-Versorgungsartikel Die Versorgung bei der Kolostomie 27 Der Beutelwechsel 28 So funktioniert der Filter 28 Wenn es riecht 29 Die Irrigation 30 Die Durchführung der Irrigation 32 6

6 Wann führen Sie die Irrigation durch? 33 Wie viel Zeit brauchen Sie? 33 Mögliche Probleme bei der Irrigation 34 Assura Kolostomieverschluss die Stomaversorgung ohne Beutel Die Versorgung bei der Ileostomie 38 Wenn es riecht 39 Verhütung/Schwangerschaft Die Urostomie und ihre Versorgung 40 Die Harnorgane 41 Die künstliche Harnableitung (Urostomie) 42 Ileum-Conduit (Brickerblase) und Kolon-Conduit 43 Die Harnleiterhautfistel (Ureterocutaneostomie) 44 Die Ersatzblase (Mainz-Pouch) 44 Die Versorgung der Urostomie 45 Die Auswahl der Versorgung 45 Der Beutelwechsel 47 Die Harnableitung bei der Ersatzblase 48 Die Auswahl der Katheter 49 Besondere Ernährungshinweise für Urostomieträger(innen) Die Stomaversorgung bei Säuglingen und Kleinkindern Hautkomplikationen Stomakomplikationen 56 Der Bruch (Hernie) 56 Der Vorfall (Prolaps) 57 Komplizierte Stomaanlagen 58 7

7 11.Blasenfunktionsstörungen 59 Hilfsmittel bei Inkontinenz Die Ernährung 62 Wie setzt sich vollwertige Kost zusammen? 62 Welche Zubereitung und welche Gewürze sind erlaubt? 64 Allgemeine Ernährungsempfehlungen für Stomaträger/innen 64 Die Wirkungsweise verschiedener Nahrungsmittel Nachsorge Sozialrechtliche Fragen 68 Die Anschlussheilbehandlung (AHB) 68 Der Schwerbehindertenausweis 69 8

8 15. und das Leben geht weiter! 70 Die Beziehung zu Ihrer Partnerin/Ihrem Partner Kontaktadressen 72 Deutschland 72 Österreich 74 Schweiz 74 Beratungs-Service 75

9 1. Der Darm Leber 4 Dickdarm 2 Magen 5 S-förmiger Dickdarm (Sigma) 3 Dünndarm 6 Mastdarm 10

10 Unser Verdauungstrakt besteht aus dem Mund, der Speiseröhre, dem Magen, dem Dünndarm und dem Mastdarm. Im Mund und im Magen finden bereits erste Verdauungsvorgänge statt. Im Dünndarm wird die Nahrung dann mit Hilfe der Verdauungssäfte von Galle und Bauchspeicheldrüse in ihre kleinsten Bestandteile aufgespalten. Der Darm nimmt die gespaltenen Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße auf. Die unverdaulichen Nahrungsreste wie z. B. Ballaststoffe werden durch die Bewegungen des Darms weiter in den Dickdarm transportiert. Auf dem Wege zum Mastdarm entzieht dann der Dickdarm den Nahrungsresten mehr und mehr Wasser. Der Mastdarm dient als Reservoir für den Stuhl. Durch die Dehnung der Wand des Mastdarms entsteht das typische Druckgefühl zur Darmentleerung. Mit Hilfe unseres Schließmuskels können wir den Zeitpunkt der Ausscheidung weitgehend selbst bestimmen. Ob der Stuhl weich oder fest geformt ist (man nennt dies auch Konsistenz), hängt im Wesentlichen von unseren Ess- und Trinkgewohnheiten ab. Bei einem künstlichen Darmausgang ist die Konsistenz des Stuhls auch davon abhängig, welcher Teil des Darms nach außen geleitet wurde. Ein Dünndarmausgang scheidet breiigen bis flüssigen Stuhl aus, denn hier fehlt die Funktion des Dickdarms, den Stuhl einzudicken. Beim Dickdarmausgang sind die Ausscheidungen so geformt wie vor der Operation. Weil die Pflege und Versorgung eines künstlichen Darmausgangs abhängig von der Lokalisation (dem Ort) der Ausscheidungen ist, zeigen wir Ihnen im nächsten Abschnitt erst einmal die unterschiedlichen Darmausgänge. 11

11 2. Die künstlichen Darmausgänge Einen künstlichen Darmausgang nennt man auch Stoma. Dieses Wort kommt aus dem Griechischen und heißt Mund oder Öffnung Die Kolostomie (Dickdarmausgang) Von allen Stomaanlagen sind die Kolostomien die häufigsten. Die Kolostomie ist eine Ausleitung des Dickdarms und wird meist nach der Entfernung des Afters mit der Schließmuskulatur, des Mastdarms und eines Teils des Dickdarms angelegt. Die Funktion des Dickdarms, die Eindickung des Stuhls, ist in der Regel gegenüber dem Zustand vor der O- peration kaum oder nicht verändert. Die Ausscheidungen aus dem Kolostoma sind wie vorher daher dickbreiig bis normal geformt Leber Magen Dünndarm Dickdarm S-förmiger Dickdarm (Sigma) Mastdarm Darm entfernt 12

12 Die doppelläufige Kolostomie Bei der doppelläufigen Kolostomie wird eine Schlinge des Dickdarms vor die Bauchhaut gezogen und geöffnet. Es entsteht ein zum Stoma hinführender Darmteil und ein vom Stoma wegführender Darmteil. Der Darmabschnitt, der vom Stoma wegführt, wird entlastet, weil der größere Teil der Ausscheidungen diesen Darmteil nicht passiert. Sie spüren weiterhin das übliche Druckgefühl und können auf der Toilette kleine Stuhlmengen über den After ausscheiden. Dieser Stuhl ist meistens dünnflüssig und mit Schleim vermischt. Das ist völlig normal. In der Regel werden doppelläufige Kolostomien im quer verlaufenden Teil des Dickdarms angelegt. Es steht also weniger Darm zur Verfügung, der den Nahrungsresten Wasser entziehen kann. Aus diesem Grund sind hier die Ausscheidungen eher von breiiger Konsistenz Leber Magen Dünndarm Dickdarm S-förmiger Dickdarm (Sigma) Mastdarm Darm entlastet, noch vorhanden 13

13 Die Ileostomie (Dünndarmausgang) Die Ileostomie ist eine Ausleitung des Dünndarms. Der Dickdarm mit dem Schließmuskelapparat wird dabei meist völlig entfernt. Weil die Eindickung des Stuhls durch den Dickdarm fehlt, sind die Ausscheidungen aus dem Ileostoma dünnflüssig bis breiig. Die doppelläufige Ileostomie Wie bei der doppelläufigen Kolostomie wird auch bei der doppelläufigen Ileostomie ein zum Stoma hinführender und ein vom Stoma wegführender Darmteil geschaffen. Die doppelläufige Ileostomie dient der Entlastung des nachfolgenden Dickdarms. Die Ausscheidungen aus dem doppelläufigen Ileostoma sind dünnflüssig Leber 1 Leber 2 Magen 2 Magen 3 Dünndarm 3 Dünndarm 4 Dickdarm 4 Dickdarm 5 S-förmiger Dickdarm (Sigma) 5 S-förmiger Dickdarm (Sigma) 6 Mastdarm 6 Mastdarm Darm entfernt Darm entlastet, noch vorhanden

14 3. Die Entlassung aus dem Krankenhaus Dem Entlassungstag sehen Sie wahrscheinlich mit gemischten Gefühlen entgegen: Einerseits wollen Sie gern nach Hause, andererseits haben Sie Angst, die Sicherheit der Klinik zu verlassen. Vielleicht haben Sie die Stomaversorgung in der Klinik schon selbst gewechselt oder aber dem Pflegepersonal zugeschaut. Und nun sollen Sie das zu Hause ohne fremde Hilfe schaffen. Keine Angst, Sie werden es schaffen. Nehmen Sie sich am Anfang viel Zeit und vor allem Ruhe. Auch für Sie werden die Handgriffe, die im Moment noch schwierig erscheinen, ganz schnell zur Routine. Es wird eine Umstellung für Sie bedeuten, in Zukunft mit Ihrem Stoma umgehen zu müssen. Sie stehen praktisch vor einem Neuanfang. Versuchen Sie nicht, alles an einem Tag zu verarbeiten und zu verkraften. Nehmen Sie sich viel Zeit und Ruhe für alles. Nicht nur Ihr Körper, sondern auch Ihre Seele braucht viel Zeit, um sich zu erholen. Wenn es Ihnen irgendwie möglich ist, nehmen Sie wieder am gesellschaftlichen Leben teil. Sie werden bald merken, dass die anderen Ihr Stoma nicht sehen oder riechen können. In diesem Ratgeber sind viele wertvolle Hinweise für den Umgang mit dem Stoma im Alltag zusammengefasst. 15

15 4. Die allgemeine Stomaversorgung Die Auswahl der Versorgung Glücklicherweise gibt es heute viele Möglichkeiten, Ihr Stoma zu versorgen. Oft ist es schwierig, aus dem großen Angebot das Richtige herauszufinden. Scheuen Sie sich nicht, eine Stomatherapeutin/einen Stomatherapeuten um Rat zu fragen. sich sehr flexibel und bietet ein hohes Maß an Tragekomfort. Bei einem Versorgungswechsel wird der Beutel komplett entfernt und nach der Reinigung des Stomas ein neuer angelegt. Zu einem zweiteiligen System gehören eine Basisplatte und ein Beutel. Zunächst einmal können Sie aus ein- und zweiteiligen Versorgungssystemen auswählen. Bei einem einteiligen System befindet sich der Hautschutz am Beutel. Deswegen ist diese Versorgung in 16

16 Die Basisplatte besitzt einen Rastoder Klebering, auf dem man den Beutel mehrmals wechseln kann. Bei beiden Konstruktionen ist dafür gesorgt, dass der Beutel sich nicht lösen kann. Schnappverschluss am Verschlussring lässt sich erst schließen, wenn der Beutel richtig auf der Basisplatte aufgerastet ist. Bei allen Assura Produkten von Coloplast mit Rastring befindet sich der Verschlussring am Beutel. Der Assura Comfort zweiteilige Kolostomieversorgung mit Basisplatte und geschlossenem Beutel 17

17 Bei allen Easiflex Produkten von Coloplast wird der Beutel auf die Basisplatte geklebt. Die Easiflex Basisplatte verfügt über eine Haftzone, auf die der selbstklebende Haftring des Beutels fest aufgeklebt werden kann. Die Basisplatten können längere Zeit (durchschnittlich zwei bis drei Tage) auf der Haut belassen werden. Ob Sie einen geschlossenen oder offenen Beutel wählen, hängt in erster Linie von der Konsistenz Ihrer Ausscheidungen ab. Easiflex zweiteilige Versorgung mit Basisplatten und offenem sowie geschlossenem Beutel Ist der Stuhl normal geformt wie meist bei Kolostomien eignen sich geschlossene Beutel. Bei dünnflüssigem Stuhl bietet sich eher der offene Assura Comfort zweiteilige Ileostomieversorgung mit Hide-away Auslass

18 Beutel (auch Ausstreifbeutel genannt) an. Der Beutel kann in die Toilette entleert und dann wieder verschlossen werden. Sie können ebenso einen Entsorgungsbeutel (Müllbeutel) in das Waschbecken legen, dort hinein den Beutel entleeren, anschließend den Entsorgungsbeutel zuknoten und wegwerfen. Finden Sie die für Sie einfachste und bequemste Möglichkeit. Alle Assura und Easiflex Beutel von Coloplast haben ein weiches Vlies auf der Rückseite. Es ist angenehm zu tragen und nimmt die Hautfeuchtigkeit auf. Damit werden Hautreizungen verhindert. Ein Langzeit-Aktivkohlefilter schützt vor störenden Gerüchen und die körpergerechte Form der Stomabeutel sorgt dafür, dass sich der Beutel gut anpasst und weniger spürbar ist. Die Anpassung der Versorgung Der erste und wichtigste Grundsatz ist: Die Öffnung des Hautschutzes muss genau mit dem Stoma abschließen. Ist die Öffnung größer als Ihr Stoma, kann es schnell zu Unterwanderungen des Hautschutzes durch die Ausscheidungen kommen. Diese Unterwanderungen können Leckagen und starke Hautreizungen verursachen. Ermitteln Sie also mit einer Messschablone den exakten Durchmesser Ihres Stomas. Haben Sie eine Kolostomie mit normal geformtem Stuhl, kommt für Sie auch eine Stomaversorgung ohne Beutel in Frage. Darüber können Sie sich in den Kapiteln Assura Kolostomieverschluss und Irrigation informieren. Coloplast Messschablone für Stomadurchmesser 19

19 Ist Ihr Stoma oval geformt, brauchen Sie eine Versorgung, die Sie entsprechend Ihrer Stomaform und -größe ausschneiden können. Hierfür schneiden Sie sich am besten selbst eine Schablone zurecht. Ihre Stomatherapeutin/Ihr Stomatherapeut wird Ihnen dabei gern behilflich sein. Nach ungefähr 4 Wochen wird Ihnen wahrscheinlich die Größe 25 mm reichen. Ist Ihr Stoma kreisrund, können Sie jederzeit Beutel mit vorgestanzter Hautschutzöffnung benutzen. Durch Hautfalten oder Narben kann ein Stoma auch tiefer als gewöhnlich liegen. Eine plane Versorgung kann sich dieser Situation nicht so gut anpassen. Darum gibt es leicht (konvex light) und stärker (konvex) gewölbte Versorgungen (ein- und zweiteilig), die rund um das Stoma besser abschließen. Außerdem beachten Sie bitte: Ihr Stoma wird nach der Operation etwas kleiner. Das ist ganz normal. Sie sollten dann auf einen Hautschutz mit einer kleineren Öffnung umsteigen. Beispiel: Sie werden aus der Klinik entlassen mit einer Hautschutzöffnung von 30 mm Durchmesser. Wenn Sie die Hautschutzöffnung immer exakt Ihrer Stomagröße und -form anpassen, werden Sie in der Regel keinen Ärger mit Hautreizungen haben. 20

20 Der Wechsel der Versorgung Bevor Sie mit dem Versorgungswechsel beginnen, legen Sie alle Utensilien bereit, die Sie benötigen: 6 Mullkompressen ph-neutrale Seife oder Duschlotion eine neue Versorgung ein- oder zweiteilig mit exakt ausgeschnittener Öffnung einen Spiegel (falls Sie Ihr Stoma nicht sehen können) einen Entsorgungsbeutel evtl. Pflasterlöser und Rasierer Entfernen Sie zunächst die alte Versorgung. Lösen Sie die Klebefläche am oberen Rand, und üben Sie mit der anderen Hand Gegendruck auf die Haut aus. Bereitet Ihnen das Abziehen des Beutels bzw. der Basisplatte Schmerzen, können Sie mit ein paar Tropfen DERMA SOL Pflasterentferner die Versorgung problemlos entfernen. Falls Sie offene Beutel verwenden, achten Sie bitte darauf, den Auslass der neuen Versorgung vor dem Wechsel zu schließen. Wenn möglich, führen Sie den Versorgungswechsel im Stehen am Waschbecken durch. Zur Entsorgung eignet sich am besten eine kleine Mülltüte, in die Sie die alte Versorgung und die gebrauchten Kompressen werfen. Knoten Sie die Tüte zu, und werfen Sie sie in die Mülltonne. 21

21 Die Reinigung des Stomas Bevor Sie die neue Versorgung aufbringen, müssen Sie Ihr Stoma und die stomaumgebende Haut gründlich reinigen. Grundsätzlich können Sie Ihr Stoma einfach nur mit Wasser, einer phneutralen Seife oder Duschlotion und Kompressen reinigen. Am besten eignen sich 10 x 10 cm große, unsterile Kompressen. Nehmen Sie zwei Kompressen mit Wasser und ph-neutraler Seife / Duschlotion, 2 Kompressen nur mit Wasser, um die Seife wieder wegzuwischen, und 2 trockene Kompressen, um die Stomaumgebung abzutrocknen. Äther, Benzin und Alkohol sind keine Hautreinigungsmittel und dürfen nicht verwendet werden. Diese Mittel schädigen den natürlichen Säure- und Fettschutzmantel der Haut. Das heißt, die Haut trocknet zu sehr aus und ist viel anfälliger für Entzündungen. Ein Desinfizieren der Haut ist auf keinen Fall notwendig. Hautpflegeprodukte von Coloplast

22 Für unterwegs gibt es aus der Hautpflegeserie von Coloplast einzeln abgepackte Reinigungstücher, die Wasser und Seife ersetzen. Nehmen Sie eine Kompresse mit Wasser und ph-neutraler Seife, um das Stoma und die stomaumgebende (man sagt auch peristomale) Haut zu säubern. Reinigen Sie dabei immer von außen nach innen zum Stoma hin, damit Sie den Stuhl nicht unnötig auf die Haut bringen. Ist die stomaumgebende Haut mit Stuhl verschmutzt, ist das ein Zeichen dafür, dass die Ausscheidung den Hautschutz unterwandert hat. Prüfen Sie bitte Ihre Beutelöffnung (s. S. 19, Die Anpassung der Versorgung ). Scheuen Sie sich nicht, auch über die rosafarbene Schleimhaut des Stomas zu wischen. Es tut nicht weh, denn die Schleimhaut hat keine Nervenenden für Schmerzempfindungen. Manchmal blutet die Stomaschleimhaut bei der Reinigung. Keine Angst: Das ist meist harmlos. Nehmen Sie eine feuchte, kalte Kompresse, und drücken Sie sie etwas auf die Schleimhaut. In der Regel stoppt die Blutung. Halten die Blutungen länger an oder treten häufiger auf, stellen Sie sich bitte Ihrer Ärztin/ Ihrem Arzt vor. Um Seifenrückstände von der Haut zu waschen, feuchten Sie ein bis zwei Kompressen nur mit Wasser an und wischen Sie damit über die stomaumgebende Haut. Danach trocknen Sie die Haut mit Kompressen sorgfältig ab. 23

23 Legen Sie die neue Versorgung an, indem Sie mit einer Hand den Bauch nach oben straff ziehen und mit der anderen Hand von unten kommend die Versorgung fest andrücken. Achtung: Auf feuchter und fettiger Haut hält die Versorgung nicht optimal! Bevor Sie die neue Versorgung anbringen, werfen Sie einen prüfenden Blick auf Ihr Stoma und die umgebende Haut. Bemerken Sie irgendwelche Veränderungen, informieren Sie Ihre Stomatherapeutin / Ihren Stomatherapeuten oder Ihre Ärztin / Ihren Arzt. Noch ein Tipp: Sie fühlen sich vielleicht sicherer, wenn Sie beim Verlassen Ihrer Wohnung auch wenn es nur für einen kurzen Spaziergang oder einen Einkauf ist eine komplette Ersatzversorgung dabeihaben. Packen Sie einfach einen passenden Stomabeutel, 3 4 Reinigungstücher und 2 trockene Mullkompressen in einen Entsorgungsbeutel. Das Ganze, gut zusammengefaltet, passt in jede Jackentasche und ist im Notfall sofort griffbereit. Ebenso können Sie im Handschuhfach Ihres Autos immer eine kleine Versorgungstasche bereithalten. 24

24 Baden und duschen Baden und duschen ist mit, aber auch ohne Beutel möglich. Keine Angst: Das Wasser kann nicht in Ihren Darm eindringen. Auch schwimmen können Sie mit Ihrer Stomaversorgung. Die Beutel bleiben auch im Wasser sicher haften. Falls Sie beim Schwimmen auf eine diskrete Versorgung ausweichen möchten, sollten Sie eine Stomakappe oder einen Minibeutel benutzen. Regelmäßige Rasur Sind Sie im Bereich der Haftfläche des Beutels oder der Basisplatte behaart, müssen Sie diese Region regelmäßig rasieren. Lassen Sie die Härchen stehen, werden sie beim Versorgungswechsel mit ausgerissen. Es entstehen kleine Verletzungen, die zunächst mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind. Dort siedeln sich aber Bakterien an, die unangenehme Haarbalgentzündungen hervorrufen können. Benutzen Sie zum Rasieren Einmalrasierer. Feuchten Sie die Haut etwas an und rasieren Sie vom Stoma weg, um Schleimhautverletzungen zu vermeiden. Auf die Rasur mit einem elektrischen Rasierer sollten Sie aus hygienischen Gründen verzichten. Auch Rasiermesser bergen eine zu große Verletzungsgefahr in sich. Vermeiden Sie zudem die Anwendung von Enthaarungscremes, Rasierschaum und Rasierwasser, da diese Produkte Ihre Haut unnötig reizen und Allergien hervorrufen können. Die hintere Wunde Wenn bei Ihnen auch der Schließmuskel entfernt wurde, entstand die so genannte hintere Wunde, die Sakralwunde. Diese Wunde kann direkt bei der Operation verschlossen werden. Ist sie bis zur Entlassung gut verheilt, ist keine besondere Pflege notwendig. Sie kann aber auch langsam heilen oder bei der Operation nicht direkt verschlossen worden sein. In diesem Fall sind Verbände zur feuchten Wundbehandlung sehr nützlich, wie 25

25 z. B. SeaSorb Soft Alginatkompressen, Biatain Schaumverbände oder Alione hydrokapillare Wundauflagen bei stark exsudierenden oder Comfeel Hydrokolloide Wundverbände bei weniger stark exsudierenden Wunden. Alle weiteren Veränderungen wie verstärktes Nässen, Eiter- oder Blutabsonderungen melden Sie bitte umgehend Ihrer Ärztin/ Ihrem Arzt. Der Wundschmerz der hinteren Wunde macht in den ersten Wochen nach der Operation oft Probleme beim Sitzen. Diese Schmerzen werden von jedem unterschiedlich stark empfunden und lassen mit fortschreitender Heilung nach. Setzen Sie sich in diesem Fall auf ein druckentlastendes Kissen. Solche so genannten Post- OP-Sitzkissen werden im Bedarfsfall verschrieben. Rezeptierbarkeit der Stoma-Versorgungsartikel* Die meisten Artikel für Ihre Stomaversorgung rezeptiert Ihnen Ihre Hausärztin/Ihr Hausarzt. Stomaversorgungsartikel sind jedoch seit Januar 2004 zuzahlungspflichtig. Mit Ausnahme von Patienten bis zum 18. Lebensjahr diese werden auch weiterhin von Zuzahlungen befreit. Die Zuzahlungsregelung für zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel** lautet: 10 % je Packung, höchstens jedoch 10,- Euro für den Monatsbedarf je Indikation. Dies gilt unabhängig davon, ob die Verbrauchsartikel aufgrund einer oder mehrerer Erkrankungen benötigt werden. Achten Sie darauf, dass Stomaversorgungsartikel nicht zusammen mit Arzneimitteln auf einem Rezept verschrieben werden und das Feld 7 für Hilfsmittel auf dem Rezept angekreuzt ist. Die Rezepte können Sie bei Ihrem Homecare-Unternehmen, in Apotheken oder Sanitätsfachgeschäften einlösen. *Gilt nicht für Österreich und die Schweiz. **Hiermit sind alle Hilfsmittel gemeint, die einmalig genutzt und dann weggeworfen werden. 26

26 5. Die Versorgung bei der Kolostomie Auf den nächsten Seiten sprechen wir alle Belange an, die zur Kolostomieversorgung gehören. Haben Sie ein Ileostoma, wird es für Sie ab Seite 38 wieder interessant. Die Beschaffenheit des Stuhls wird einige Wochen nach der Operation wieder so sein wie vorher. Besonders dann, wenn Sie Ihre alten Ernährungsgewohnheiten beibehalten haben. Das heißt, Sie haben in der Regel normalen bis dickbreiigen Stuhl. Haben Sie vor der Operation häufig unter Verstopfung oder Durchfall gelitten, wird sich das jetzt kaum ändern. Sie benötigen einen geschlossenen Beutel, unabhängig davon, ob sie sich für ein einteiliges oder zweiteiliges Versorgungssystem entscheiden. 27

27 Der Beutelwechsel Ihren Beutel wechseln Sie nach Bedarf. Das bedeutet für Sie wahrscheinlich 2 3-mal am Tag. Wenn Sie allerdings außer Haus gehen möchten und feststellen, dass nach zwei bis drei Stunden der Beutel gewechselt werden müsste, sollten Sie ihn vorsichtshalber eher erneuern. Es empfiehlt sich ebenfalls, immer mit einem neu angelegten Beutel schlafen zu gehen. Übrigens brauchen Sie keine Angst zu haben, sich einmal unbewusst auf den Bauch zu legen. Eine sichere Stomaversorgung hält das aus. Sollten Sie mal einen Tag lang keinen Stuhl haben, seien Sie nicht beunruhigt. Auf jeden Fall sollten Sie nach 24 Stunden einen neuen Beutel anbringen, denn nach dieser Zeit ist die Kapazität des Filters immer erschöpft. Haben Sie über mehrere Tage hinweg keine Ausscheidungen und bekommen zusätzlich Bauchschmerzen, suchen Sie bitte Ihre Ärztin / Ihren Arzt auf. So funktioniert der Filter Alle modernen geschlossenen Beutel haben einen integrierten Aktivkohlefilter, durch den Darmgase geruchsneutral nach außen entweichen können. Langzeit-Aktivkohlefilter (in allen Assura Comfort und Easiflex Beuteln) 28

28 In einigen Fällen entweicht so viel Luft aus dem Beutel, dass die Folien regelrecht aneinander kleben und den Stuhl nicht in den Beutel fallen lassen. Der Stuhl bleibt im oberen Teil des Beutels hängen. Dann kann es helfen, vor dem Aufbringen des Beutels ein gefaltetes Stück Toilettenpapier hineinzulegen. Sollte sich ein Beutel zu stark aufblähen, ist wahrscheinlich die Kapazität des Filters erschöpft. In einem solchen Fall raten wir Ihnen, einen neuen Beutel anzubringen. Beim Schwimmen, Baden und Duschen muss der Filter abgeklebt werden, denn ein feuchter Filter funktioniert nicht mehr. Wenn es riecht Die Angst, dass andere Sie riechen könnten, ist verständlich. Zunächst ist es wichtig, dass Sie eine geeignete und sichere Versorgung finden. Scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen, wenn Sie mit Ihrer Versorgung unzufrieden sind. Nur so erlangen Sie die notwendige Sicherheit, um wieder wie früher unbekümmert am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Riecht es trotzdem einmal, ist die Ursache meist in der Versorgung zu suchen. Manchmal sind die Filter feucht geworden oder die Kapazität des Filters ist erschöpft. Die Filterkapazität ist je nach Anfall der Blähungen unterschiedlich. Nach 12 Stunden allerdings ist nicht mehr mit einer genügenden Leistung des Filters zu rechnen. Oft ist die Versorgung insgesamt undicht geworden an Stellen, die man schlecht sieht. Wenn es riecht, sollten Sie also nach Möglichkeit eine neue Versorgung anbringen. 29

29 Die Irrigation Die Irrigation ist eine Spülung des Dickdarms, mit deren Hilfe man Einfluss auf seine Ausscheidungen gewinnt. Nach der Irrigation haben Sie die Möglichkeit, auf Ihre gewohnte Beutelversorgung zu verzichten und stattdessen einen Stomaverschluss, eine Stomakappe oder einen Minibeutel zu tragen. Zur Irrigation verwenden Sie am besten ein Irrigations-Set. Es besteht aus: einem Spülbehälter mit integriertem Thermometer Entleerungsschläuchen zwei Spülrohren mit je einem runden und einem spitzen Konus einer Andruckplatte einem Gürtel einer Stomakappe einer Tasche Coloplast Irrigations-Set

30 Bei der Irrigation wird eine bestimmte Menge Wasser in den Darm gebracht. Dadurch entsteht ein natürlicher Reiz an der Darmwand, der Darmbewegungen auslöst und somit den Darm entleert. Der gesamte Stuhl im Dickdarm wird ausgeschieden. Diese totale Entleerung sorgt für eine stuhlgangfreie Zeit von Stunden. Auch Blähungen werden seltener. In Frage kommt eine Irrigation für Sie nur, wenn Sie eine Kolostomie haben. Außerdem sollten folgende Bedingungen erfüllt sein: Sie müssen körperlich in der Lage sein, die Spülung durchzuführen. Es darf keine entzündliche Darmerkrankung vorliegen. Sie sollten im Bereich des Stomas weder einen Bruch noch einen Darmvorfall haben (s. S. 56 ff. Stomakomplikationen ). Auf alle Fälle sollten Sie eine Irrigation erst nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt und unter Anleitung einer Stomatherapeutin/eines Stomatherapeuten erlernen. Wichtig ist auch, dass Sie erst Sicherheit in der Beutelversorgung Ihres Stomas erlangt haben müssen, ehe Sie eine Irrigation durchführen. Sie sollten kreislaufstabil sein und keine schwere Herzerkrankung haben. 31

31 Die Durchführung der Irrigation Füllen Sie den Wasserbehälter mit körperwarmem Wasser (36 37 ºC). Durchschnittlich wird mit 1 1,5 Liter Wasser gespült. Die Menge richtet sich nach Körpergröße und Gewicht. Der Wasserbehälter wird an einen Haken neben die Toilette gehängt, so dass sich die Unterkante ungefähr auf Schulterhöhe befindet. Sie können die Irrigation im Stehen oder auch im Sitzen durchführen. Legen Sie den Entleerungsbeutel an. Das untere Ende wird in die Toilette gehängt, durch das obere wird der Konus geführt. Der Konus wird mit leichtem Druck auf das Stoma aufgesetzt, so dass kein Wasser danebenlaufen kann. Je nach Verlauf des Darmes muss die Richtung des Konus geändert werden. 32

32 Mit einer Hand wird der Konus festgehalten, mit der anderen das Ventil geöffnet. In Minuten sollte das Wasser eingelaufen sein. Entfernen Sie den Konus. Durch die nun einsetzenden Darmaktionen entleert sich der Darm in mehreren Schüben. Die gesamte Entleerung dauert ungefähr 30 Minuten. Reinigen Sie danach Haut und Stoma wie gewohnt, und bringen Sie Ihre Versorgung an. Erst wenn Sie Sicherheit in der ausscheidungsfreien Phase haben, können Sie auf einen Stomaverschluss, eine Stomakappe oder einen Minibeutel übergehen. In der Lernphase empfiehlt es sich, Ihre gewohnte Versorgung zu verwenden. Wann führen Sie die Irrigation durch? Wichtig ist, dass Sie immer zur selben Tageszeit irrigieren. Die meisten Stomaträger/innen irrigieren morgens vor dem Frühstück. Wir empfehlen Ihnen, den für Ihren Tagesablauf besten Zeitpunkt zu finden. Wie viel Zeit brauchen Sie? Sie sollten sich Minuten Zeit nehmen. Bei Zeitmangel werden Sie vielleicht nervös, die Bauchmuskulatur verkrampft sich und bei der Irrigation können dann Schmerzen auftreten. Sorgen Sie deshalb dafür, dass Sie während der Irrigation Ruhe haben und nach Möglichkeit nicht gestört werden. 33

33 Mögliche Probleme bei der Irrigation Probleme bei der Irrigation können auftreten, sind jedoch selten. Wenden Sie sich mit allen Problemen und Veränderungen, auch wenn sie Ihnen noch so unwichtig erscheinen, am besten an eine Stomatherapeutin/ einen Stomatherapeuten. Vieles können Sie danach wahrscheinlich selbst beheben. Problem Ursachen Wasser läuft nicht ein Die Richtung des Konus ist falsch. Sie muss verändert werden. Eventuell spannen Sie die Bauchdecke an. Dadurch erhöht sich der Bauchinnendruck. Der Wasserdruck reicht nicht aus, um das Wasser einfließen zu lassen. Sie sind vielleicht unruhig und nervös oder haben Zeitdruck. Eine entspannte Haltung ist wichtig. Stuhl läuft in das Schlauchsystem zurück Die Wassermenge kann sich nicht so schnell im Darm verteilen. Es entsteht ein Rückstau. Die Spülung wird nur kurz unterbrochen. 34

34 Problem Ursachen Durchfälle Durchfälle kann jeder hin und wieder bekommen. Bei starken Durchfällen bringt die Irrigation keinen Erfolg. Tragen Sie so lange einen Beutel. Krämpfe Eventuell ist das Wasser zu kalt oder zu heiß. Das Wasser läuft zu schnell ein. Die Darmbewegungen setzen ein, die Krämpfe schwinden nach der Entleerung. Es empfiehlt sich, die Spülung kurz zu unterbrechen. Wasser fließt nicht vollständig zurück Vielleicht haben Sie eine verkrampfte Bauchmuskulatur. Durch Veränderung der Körperhaltung und Massieren des Bauches kann sich die Entleerung beschleunigen. 35

35 Assura Kolostomieverschluss die Stomaversorgung ohne Beutel Haben Sie eine Kolostomie und normal geformte Ausscheidungen, eignet sich für Sie der einteilige Assura Kolostomieverschluss. Er erlaubt es Ihnen, einige Stunden ohne Beutel auszukommen. In dieser Zeit verhindert der kleine und unauffällige Stomaverschluss die Ausscheidung.

36 Der Assura Kolostomieverschluss besitzt ein weiches Schaumstoffteil, das sanft in das Stoma eingeführt wird. Im Darm dehnt sich der Schaumstoff aus und hält die Ausscheidungen zurück. Darmgase können geruchsneutral durch den integrierten Filter entweichen. Der Schaumstoff dämpft fast vollständig die für Blähungen typischen Geräusche. Es besteht die Auswahl zwischen Verschlüssen mit einem 45 oder 35 mm langen Schaumstoffteil. Für die Mehrzahl der Kolostomieträger sind 45 mm ideal. Den kürzeren Verschluss empfehlen wir für sehr schlanke Kolostomieträger. Die Tragezeit des Verschlusses ist individuell unterschiedlich. Der Darm wird einige Tage brauchen, um sich an den Verschluss zu gewöhnen. Generell kann der Verschluss nach der Ausscheidung eingeführt und bis zur nächsten Ausscheidung im Darm verbleiben. Das sind durchschnittlich 8 12 Stunden bzw. 24 Stunden, wenn Sie die Irrigation durchführen. 37

37 6. Die Versorgung bei der Ileostomie Die Beschaffenheit des Stuhls beim Ileostoma ist flüssig bis breiig, weil der Dickdarm, der den Stuhl eindickt, fehlt. Die Ausscheidungen sind auch sehr aggressiv, da sie die Verdauungssäfte teilweise noch enthalten. Aus diesem Grund ist es bei Ihnen ganz besonders wichtig, auf eine gute Stomapflege und eine exakte Abdeckung der Haut zu achten. Wenn Sie sich für eine zweiteilige Versorgung entscheiden, benötigen Sie eine Basisplatte, die besonders resistent gegen die aggressiven und flüssigen Ausscheidungen ist. Hier empfehlen wir die Assura Basisplatte Extra, die für sicheren Halt auch bei mehrtägigen Tragezeiten sorgt. Sie haben häufiger am Tag Ausscheidungen, deshalb bietet sich ein Ausstreifbeutel an. Sie können ihn über der Toilette entleeren, den unteren Teil reinigen und wieder verschließen. Die Assura Ileostomiebeutel mit Hide-away Auslass lassen sich dank weichem Klettverschluss leicht öffnen und wieder sicher und einfach verschließen. Durch den Verzicht auf eine Verschlussklammer ist der Beutel angenehm zu tragen. Sowohl ein- als auch zweiteilige Versorgungen sind mit geschlossenen und mit Ausstreifbeuteln erhältlich. Der Assura Comfort Beutel mit Hide-away Auslass lässt sich einfach und sauber entleeren 38

38 Wenn es riecht Überprüfen Sie die Versorgung. Haben Sie den Beutel richtig auf dem Rastring angebracht? Oder ist irgendwo eine Lücke? Oder ist die Versorgung einfach undicht geworden? Oft sind es kleine undichte Stellen an der Haftfläche, die man kaum sieht. Erneuern Sie in jedem Fall die Versorgung. Zusätzliche Sicherheit erreichen Sie, wenn Sie zur besseren Abdichtung Ihrer Versorgung Stomapaste verwenden. Wenn Sie ausstreifen, empfehlen wir aus hygienischen Gründen, den Beutel einmal am Tag zu wechseln. Übrigens lässt sich für kurze Zeit, z. B. beim Schwimmen, eine Stomakappe oder ein Minibeutel auf die Basisplatte rasten. Damit ist Ihre Versorgung diskreter. Verhütung/ Schwangerschaft Frauen, die die Pille zur Empfängnisverhütung nehmen möchten, sollten sich bei ihrer Frauenärztin/ihrem Frauenarzt erkundigen, ob die Pille, die sie bisher genommen haben, auch trotz ihres Dünndarmausgangs wirkt. Eine Schwangerschaft mit einem Stoma ist durchaus möglich. Sie sollten dieses Thema jedoch mit Ihrer Gynäkologin/Ihrem Gynäkologen und/oder der behandelnden Ärztin/ dem behandelnden Arzt Ihres Vertrauens besprechen. 39

39 7. Die Urostomie und ihre Versorgung Nieren Nierenbecken Dickdarm Harnleiter Harnblase Schließmuskel Prostata Harnröhre 40

40 Die Harnorgane Zu den Harnorganen zählen die Nieren, die Harnleiter, die Harnblase und die Harnröhre. Die Harnbereitung findet in den Nieren statt, die sich links und rechts neben der Wirbelsäule befinden. Von den Nieren gelangt der Harn durch die Harnleiter in die Harnblase. Die Harnleiter sind zwei etwa 25 bis 30 cm lange dünne Schläuche, die den Urin durch die Eigenbewegung (Peristaltik) in die Blase befördern. Die Harnblase dient als Reservoir für den Urin. Sie kann bis zu 0,5 Liter Harn aufnehmen. Durch einen komplizierten Steuerungsmechanismus verspüren wir den so genannten Harndrang. Der Harndrang wird erst aufgehoben, wenn die Blase entleert wird. Durch die Steuerung des inneren und äußeren Blasenschließmuskels wird der Urin in die Harnröhre abgegeben. Die weibliche Harnröhre ist etwa 4 bis 6 cm lang und dient nur dem Harntransport nach außen. Die männliche Harnröhre ist etwa 20 bis 25 cm lang und etwas komplizierter gebaut. Sie ist vom Blasenhals bis zum äußeren Schließmuskel von der Prostata umgeben und nimmt in diesem Abschnitt als Sexualorgan auch die Samenflüssigkeit auf. 41

41 Die künstliche Harnableitung (Urostomie) Eine künstliche Harnableitung wird erforderlich: bei bösartigen Erkrankungen der Blase bei nicht beherrschbarer Überaktivität der Blase infolge von Verletzungen Die Anlage eines Urostomas geht wenn es sich nicht um eine Ersatzblase (Mainz-Pouch) handelt immer mit dem Verlust der kontrollierten Harnausscheidung einher. Es wird ständig Urin ausgeschieden, da in der Regel die Harnblase als Reservoir fehlt oder nicht mehr funktionsfähig ist. Welche Art der künstlichen Harnableitung im Einzelfall vorgenommen wird, richtet sich nach dem zugrunde liegenden Krankheitsbild. Da es mehrere Möglichkeiten der künstlichen Harnableitung gibt, werden hier nur die häufigsten genannt. 42

42 Ileum-Conduit (Brickerblase) und Kolon-Conduit Bei diesen Formen der Urostomie wird ein Stück des Dünndarms (Ileum) bzw. Dickdarms (Kolon) aus dem normalen Darmverlauf herausgenommen und durch die Bauchdecke nach außen geleitet. Die Harnleiter werden in dieses Conduit eingenäht. Während der ersten Zeit nach der Operation sorgen Harnleiterschienen (Splints) dafür, dass die Harnleiter sich nicht verengen und eine gleichmäßige Harnausscheidung gewährleistet ist. Zudem verhindern sie den Kontakt der Wunde mit austretendem Urin und ermöglichen so eine ungestörte Wundheilung. Die Splints werden in der Regel noch während des Krankenhausaufenthaltes entfernt. Ausgeschaltetes Dünndarmsegment Ileum-Conduit 43

43 Die Harnleiterhautfistel (Ureterocutaneostomie) Bei der Ureterocutaneostomie wird der Harnleiter durch die Bauchdecke nach außen geleitet. Dies kann je nach Krankheitsbild sowohl für eine Niere als auch für beide Nieren unabhängig voneinander geschehen. Wenn es die Krankheit ermöglicht, kann anstelle einer beidseitigen Harnleiterhautfistel ein Harnleiter mit dem anderen verbunden werden, so dass nur eine Ausleitung durch die Bauchdecke nötig wird. Diese Art der Harnleiterhautfistel wird Transureteroureterocutaneostomie (TUUC) genannt. Die Ersatzblase (Mainz-Pouch) Im Gegensatz zu den bisher beschriebenen Arten der Urostomie bestimmen die Betroffenen hier selbst den Zeitpunkt der Harnentleerung. Das heißt, die Trägerin/der Träger eines Pouches bleibt kontinent. Bei dieser speziellen Art der Urostomie wird aus Teilen des Dick- oder Dünndarms eine Ersatzblase gebildet. Diese wird über ein Dünndarmstück oder den Blinddarm mit dem Nabel verbunden und kann so mit Hilfe eines Katheters intermittierend entleert werden. Transureteroureterocutaneostomie 44 Ureterocutaneostomie (beidseitig)

44 Die Versorgung der Urostomie Die Auswahl der Versorgung Wie in Kapitel 4 Die allgemeine Stomaversorgung beschrieben, haben Sie auch hier die Möglichkeit, unter verschiedenen ein- und zweiteiligen Versorgungssystemen zu wählen. Die Besonderheiten bei der Versorgung einer Urostomie sind im Nachfolgenden beschrieben. Falls bei Ihnen eine Ersatzblase angelegt wurde, dann blättern Sie bitte zum Kapitel Die Harnableitung bei der Ersatzblase (Seite 48) weiter. Bei der Auswahl der Versorgung ist unbedingt darauf zu achten, dass ein speziell für die Versorgung von Urostomien konstruierter Beutel gewählt wird. Urostomiebeutel sind mit einer Rücklaufsperre ausgestattet, die ein Zurückfließen des Urins zur Stomaöffnung oder sogar in die Harnleiter verhindert und so das Risiko einer Infektion gering hält. Assura ein- und zweiteilige Urostomieversorgungen von Coloplast

45 Des Weiteren muss der Urostomiebeutel über einen einfach zu handhabenden und sicheren Auslass verfügen, damit der Urin problemlos abgelassen werden kann. Alternativ kann die Urostomie für kurze Zeit mit einer Mini-Kappe versorgt werden. Dank ihrer hohen Aufnahmekapazität können Sie beim Sport oder in intimen Momenten auf einen Beutel verzichten. Assura Uro-Mini-Kappe von Coloplast Für die Nacht kann ein Bettbeutel mit größerem Fassungsvermögen an den Urostomiebeutel angeschlossen werden, was Ihnen ein nächtliches Entleeren der Versorgung erspart. Der Assura Uro Nachtbeutel lässt sich mittels integriertem Konnektor mühelos an den Auslass des Urostomiebeutels anschließen. Die Länge des Zuleitungsschlauches können Sie bei den meisten gängigen Produkten Ihren Bedürfnissen so anpassen, dass Sie genug Bewegungsfreiheit haben. Assura Uro Nachtbeutel Da die Ausscheidungen bei der Urostomie flüssig und besonders aggressiv sind, muss der Hautschutz sicher haften ohne die Haut zu sehr zu belasten. Nur dann kann die Haut vor Kontakt mit den Ausscheidungen und 46

46 vor Schädigungen geschützt werden. Aus diesem Grund hat Coloplast für die zweiteilige Versorgung die flexible und transparente Assura Basisplatte Extra entwickelt, die bei mehrtägigen Tragezeiten besonders resistent gegen aggressive Ausscheidungen und gleichzeitig sanft zur stomaumgebenden Haut ist. Der Beutelwechsel Auch für die mit einem Beutel zu versorgenden Urostomien gelten die im Kapitel Die allgemeine Stomaversorgung gegebenen Hinweise. Zu beachten ist jedoch, dass bei einer Urostomie permanent Urin abläuft. Deshalb sollten Sie beim Versorgungswechsel in jedem Fall einige Kompressen bereithalten, um die Haut um das Stoma herum trocken zu halten, damit der Hautschutz des Beutels sicher haftet. Noch ein Tipp: Sie können auf die das Stoma umgebende Haut einen Schutzfilm auftragen. Der Schutzfilm verhindert, dass eventuell austretender Urin in direkten Kontakt mit der Haut kommt und so Hautreizungen verursacht. Sobald der Film angetrocknet ist, können Sie die Versorgung wie gewohnt fortsetzen und den Beutel aufkleben. Der Schutzfilm darf jedoch nur angewendet werden, wenn die Haut noch intakt ist und nicht bereits Reizungen oder Hautirritationen vorliegen. Schutzfilm von Coloplast Als Zeitpunkt des Versorgungswechsels empfiehlt sich der Morgen, weil nach der Nachtruhe der Urinfluss etwas gebremst ist. 47

47 Die Harnableitung bei der Ersatzblase Die Harnableitung erfolgt in diesem Fall nicht über eine Beutelversorgung, sondern mittels Einmalkatheter. Nach den ersten postoperativen Wochen, in denen die Harnableitung über einen Dauerkatheter erfolgt, werden Sie unter fachkundiger Anleitung lernen, sich selbst zu katheterisieren. Besonders einfach und bequem ist das mit einem gebrauchsfertigen Einmalkatheter wie dem SpeediCath von Coloplast. Er ist bereits in sterile Flüssigkeit gebettet. So ist seine Gleitbeschichtung rund um die Uhr aktiv und Sie können ihn jederzeit einsetzen EasiCath Set SpeediCath Einmalkatheter EasiCath Einmalkatheter 1 2 3

48 Die Auswahl der Katheter Bei der Auswahl der Katheter sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie die Einmalkatheter der Größen 10 bis max. 14 CH (Charrière) verwenden. Katheter mit einer hydrophilen Beschichtung eignen sich besonders gut, da sie sehr gute Gleiteigenschaften besitzen. Ein Verletzungsrisiko wird somit minimiert. Es gibt Katheter mit gerader Spitze (Nelaton) und mit gebogener Spitze (Tiemann). Tiemann-Katheter eignen sich allerdings nicht zum Katheterisieren von Ersatzblasen. Als Alternative zu den herkömmlichen Produkten sind auch Komplettsysteme wie dem EasiCath Set von Coloplast erhältlich, die Ihnen eine größere Mobilität ermöglichen. Die genaue Größe und Form des Katheters sollten Sie in jedem Fall gemeinsam mit Ihrer Ärztin/ Ihrem Arzt festlegen. Bevor Sie sich selbst katheterisieren, müssen Sie diesen Vorgang unter fachkundiger Anleitung erlernen. Dies wird in der Regel im Krankenhaus oder bei der Nachsorge erfolgen; Sie können aber auch Ihre Stomatherapeutin/ Ihren Stomatherapeuten um Hilfestellung bitten. Besondere Ernährungshinweise für Urostomieträger/innen Sie sollten auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten je mehr Sie trinken, desto besser. Als Faustregel gilt, dass Sie täglich ca. 2 Liter Urin ausscheiden sollten, falls keine Einschränkung durch andere Erkrankungen vorliegt. Eine starke Keimvermehrung kann durch Vitamin C, das den Harn säuert, vermindert werden. Konservierte Fruchtsäfte und Fruchtsaftkonzentrate sollten Sie meiden, da diese den Harn alkalisieren und so das Bakterienwachstum fördern. 49

49 8. Die Stomaversorgung bei Säuglingen und Kleinkindern Dieses Kapitel stellt die Besonderheiten heraus, die Sie beachten sollten, wenn Ihr Kind ein Stoma hat. Es wurde verfasst von der Stomatherapeutin Birgit Stark, Memmingen. Die Ausführungen der vorangegangenen Kapitel gelten für Kinder ebenso wie für Erwachsene. Lesen Sie deshalb auch die anderen Kapitel, die für Ihr Kind zutreffen, aufmerksam durch. Liebe Eltern, Ihre Kinderärztin/Ihr Kinderarzt hat Ihnen mitgeteilt, dass bei Ihrem Kind die Anlage eines künstlichen Darmausgangs (Stoma) unumgänglich ist. Es ist natürlich, dass Sie jetzt verängstigt sind und diese Maßnahme scheuen. Bedenken Sie bitte, dass die Operation für Ihr Kind einen lebenswichtigen Eingriff darstellen kann und dass Kleinkinder in der Regel das Stoma nur vorübergehend behalten, bis die Ursachen behoben sind bzw. der Heilungsprozess abgeschlossen ist. Sprechen Sie mit der behandelnden Ärztin/dem behandelnden Arzt, und lassen Sie sich über die Erkrankung Ihres Kindes sowie die voraussichtliche Verweildauer des Stomas aufklären. So werden Sie besser mit dieser für Sie neuen Situation umgehen können. Bei Säuglingen und Kleinkindern wird die Anlage eines künstlichen Darmausgangs notwendig, wenn die normale Funktion des Darms erkrankungsbedingt gestört ist, z. B. durch: angeborene Fehlbildung plötzlich auftretende (akut entzündliche) Erkrankungen sich langsam entwickelnde (chronisch entzündliche) Erkrankungen Verletzungen Für die Versorgung des Stomas stehen verschiedene speziell auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnittene Systeme zur Verfügung. Unterschieden wird auch hier zwischen einteiligen und zweiteiligen, geschlossenen und offenen Versorgungen. 50

50 Die einteiligen Versorgungen bestehen aus einem extrakleinen Hautschutz und einem aufgeschweißten kleinen Beutel. Die zweiteiligen Versorgungen setzen sich aus einer Basisplatte mit geringem Durchmesser und einem kleinen Beutel zusammen, der auf die Platte aufgerastet wird. Alternativ dazu gibt es von Coloplast ein flexibles zweiteiliges System, bei dem der Beutel auf die Basisplatte geklebt wird: Easiflex für Kinder. Dieses System ist durch die weiche Basisplatte und die elastische Beutelöffnung besonders anpassungsfähig. Klebeversorgung Easiflex für Kinder von Coloplast Stomaversorgungen Assura für Kinder von Coloplast

51 Grundsätzlich hängt die Auswahl der passenden Versorgung ab von: der Hautempfindlichkeit des Kindes der Größe des Kindes der Beweglichkeit des Kindes den Erfordernissen der pflegerischen und medizinischen Betreuung Bei der Wahl der Versorgung sowie bei allen anderen Fragen der Pflege kann Ihnen eine Stomatherapeutin/ ein Stomatherapeut behilflich sein. Hier noch einige Tipps: Wenn Ihr Kind in einem Alter ist, in dem es noch vorwiegend liegt und /oder eine Windel trägt, ist es meistens günstiger, den Beutel seitlich auf der Haut bzw. der Basisplatte anzubringen. Bitte sprechen Sie mit Ihrer Kinderärztin/Ihrem Kinderarzt ab, ob für Ihr Kind besondere Ernährungsvorschriften zu beachten sind. Gegen Stillen ist generell nichts einzuwenden. Beim Baden Ihres Kindes können Sie die Versorgung auf dem Bauch belassen. Verwenden Sie für die Pflege der Haut um das Stoma herum keine rückfettenden Cremes oder Babyöle, da die Stomaversorgung dann nicht mehr sicher haftet. Wenn Sie mit Ihrem Kind unterwegs sind, sollten Sie unbedingt eine Stomaversorgung zum Wechseln mit sich führen. 52

52 9. Hautkomplikationen Die Stomaumgebung ist durch die notwendige Versorgung stärkeren Belastungen ausgesetzt. Wie Sie durch die richtige Haut- und Stomapflege und die korrekte Stomaversorgung Hautreizungen verhindern können, haben wir beschrieben. Trotzdem können einmal Hautprobleme auftreten. Wie sehen Hautirritationen aus? Wir haben in diesem Kapitel bewusst auf Abbildungen verzichtet. Aussehen und Ausprägung von Hautirritationen sind sehr vielfältig und hängen immer von der Ursache und der Dauer der schädlichen Einwirkung ab. Von Hautirritationen spricht man bei einer geröteten Haut rund um das Stoma. Kommt es nicht zu einer Besserung, entstehen oberflächliche Hautschäden, die nässen, brennen und/oder schmerzen können. Wenn sich ein weißlicher, juckender Belag auf einer solchen Stelle bildet, handelt es sich meist um eine Pilzinfektion. Wie schon erwähnt, sind die Ursachen sehr vielfältig. Wir haben einen Fragenkatalog zusammengestellt, mit dem Sie die Ursachen vielleicht schon selbst erkennen können. Haben Sie aggressive Reinigungsmittel verwendet? Ist die Beutelöffnung zu groß? Sind die Haare um das Stoma nicht sorgfältig abrasiert? Wurde die Haut stark beansprucht durch zu häufiges Wechseln der Basisplatte oder des Beutels? Hat sich Ihr Gewicht verändert, so dass die Stomaversorgung nicht mehr richtig sitzt? Sind in der Stomaumgebung Narben und Falten, die zu Undichtigkeiten der Versorgung führen? Wenn Sie das Problem nicht selbst lösen können, lassen Sie sich an geeigneter Stelle beraten, zum Beispiel von einer Stomatherapeutin/einem Stomatherapeuten des Sanitätsfachhandels oder der Klinik. Bis Sie zu einer Beratung kommen, können Sie sich zunächst einmal selbst helfen. 53

53 Trocknen Sie die nässende Haut vor der Anlage der neuen Versorgung sehr sorgfältig. Der Hautschutz des Beutels muss exakt dem Stomadurchmesser entsprechen und die irritierten Hautstellen bedecken. Ist dies nicht der Fall, schneiden Sie eine Hautschutzplatte zu, die die gesamte irritierte Haut abdeckt. Die Hautschutzmaterialien nehmen Hautfeuchtigkeit auf, so dass die meisten Irritationen darunter abheilen. Hautunebenheiten in der Stomaumgebung, wie Falten und Narben, sind häufig Ursachen dafür, dass die Ausscheidung unter den Hautschutz wandert. Gleichen Sie diese Hautunebenheiten mit einer Stomapaste aus. Coloplast Hautschutz als Platten oder Rolle

54 Die Hautschutzpaste (oder Stomapaste) wird aus der Tube auf die gereinigte Haut aufgetragen und mit einem angefeuchteten Finger so modelliert, dass eine ebene Fläche entsteht. Alternativ lassen sich Modellierstreifen zum Ausgleich von Hautunebenheiten anwenden. Coloplast Modellierstreifen sind ohne Alkohol und für alle Stomaarten geeignet. Sind Pilzinfektionen vorhanden, muss die Haut zusätzlich mit Tinkturen behandelt werden. Das kann aber nur die Ärztin/der Arzt oder eine Stomatherapeutin/ein Stomatherapeut entscheiden bzw. ausführen. Zeigen Sie also alle Hautveränderungen, über deren Ursache Sie sich nicht im Klaren sind und die Sie nicht beseitigen können, einer Fachkraft. Es ist Ziel jeder Stomatherapie, Hautkomplikationen zu verhindern bzw. frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen. 55

55 10. Stomakomplikationen Der Bruch (Hernie) Eine Hernie kann Schmerzen verursachen und zur Einklemmung des Darms führen. Ob eine Hernie überhaupt, konservativ mit einem Mieder oder operativ versorgt wird, entscheidet Ihre Ärztin/Ihr Arzt. Zur Vorbeugung einer Hernie sollten Sie das Heben schwerer Lasten vermeiden. Zur Unterstützung der Bauchdecke eignen sich Mieder oder Leibbinden. Gerade Frauen, die an ein Mieder gewöhnt sind, sollten darauf nicht verzichten. Bei der Operation wurde die Austrittstelle des Darms aus der Bauchmuskulatur geschaffen. In diesem unstabilen Bereich kann es zu einem Bruch oder Vorfall kommen. Diese Veränderungen entwickeln sich meist langsam, über Monate oder Jahre nach der Operation. Sie können die Veränderungen selbst erkennen und dann Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder Ihre Stomatherapeutin/Ihren Stomatherapeuten darauf aufmerksam machen. Eine Hernie erscheint äußerlich als Vorwölbung der Bauchdecke. Vom Bandagisten im Sanitätsfachhandel wird eine stomagerechte Öffnung in das Mieder eingearbeitet, die dem Stomadurchmesser entspricht. Der Beutel, der bisher angelegt wurde, wird durch diese Öffnung gezogen, damit er sich füllen kann. Bleibt der Beutel unter dem Mieder, laufen die Ausscheidungen unter die Haftfläche der Versorgung. Wenn Sie irrigieren, ist dieser Ausschnitt im Mieder nicht nötig. 56

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