Praxis. Die Fachzeitschrift für Sport. Vom Schweben zum Schwimmen

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1 Die Fachzeitschrift für Sport Praxis 3 03 «mobile» Praxis ist eine Beilage von «mobile», der Fachzeitschrift für Sport. Fotos: Daniel Käsermann Leserinnen und Leser können zusätzliche Exemplare von «mobile» Praxis bestellen: 1 Exemplar (mit Heft «mobile»): Fr. 10. / 7.50 Ab 2 Exemplare (nur «mobile» Praxis): Fr. 5. / 3.50 (pro Exemplar) Ab 5 Exemplare: Fr. 4. / 3. Ab 10 Exemplare: Fr. 3. / 2. Einsenden an: BASPO, 2532 Magglingen, Tel , Fax , Vom Schweben zum Schwimmen Sich tragen lassen, den Widerstand erfahren, verschiedene Antriebe ausprobieren, gleiten, tauchen, atmen... Diese Praxisbeilage zeigt, wie vielfältig das sich Bewegen im Wasser angegangen werden kann. Lehrerinnen und Trainer halten eine Fülle von Übungen für das Grundlagen- und das Techniktraining in den Händen. Elisabeth Herzig, Pierre-André Weber, Ralph Hunziker Im Wettkampfschwimmen geht es darum, die Bahn so schnell als möglich «hinter sich zu kraulen». Auch die alten Schwimmtests orientierten sich zuerst an der geschwommenen Zeit. Sie war entscheidend, ob man den Test bestand oder nicht. Bei den überarbeiteten Tests stehen koordinative Aspekte im Vordergrund. Diese Praxisbeilage kann eine Lücke schliessen. Der Eisbär lernt den Delfin kennen Die Testreihe «Schwimmen 1 8» wurde von swimsports.ch zusammen mit dem Schwimmverband neu konzipiert. Sie fügt sich nahtlos an den letzten Test der Grundlagenserie, den Eisbär, an. Basierend auf den Grundlagentests gibt es für die Bereiche Schwimmen, Synchronschwimmen, Wasserball, Wasserspringen, Rettungsschwimmen und Flossenschwimmen Aufbau- und Leistungsreihen für einen modernen und zielgerichteten Schwimmunterricht. Für ein bestimmtes Lernniveau müssen Testformen beherrscht werden. Die spielerischen Übungen dieser Beilage eignen sich bestens zur Vorbereitung auf die Tests. Darüber hinaus sind sie gut anzuleiten und auch von den Ausführenden leicht zu kontrollieren. Zuerst die Grundlagen, dann die Technik Auf den ersten Seiten dieser Praxisbeilage erhält man einen Überblick zum Aufbau der Testserie und zur Form des attraktiven Wettkampfes KIDS-CUP. Es folgen spielerische Übungen für die Ganzkörper-, Atemund Antriebsbewegungen der Beine und Arme (Seiten 4 7), welche die Grundlagen für die vier Schwimmtechniken Rückenkraul, Brust, Kraul und Delfin schaffen. Jeder Technik wird eine Seite mit spezifischen Übungen gewidmet (Seiten 8 11). Und damit der Spass nicht am Beckenrand aufhört, sind die Seiten 12 und 13 für das spezielle Thema «Starts und Wenden» reserviert. Inhaltsverzeichnis Grundlagen- und Leistungstests 2 KIDS-CUP ein Schwimmwettkampf für Kinder 3 Grundlagen für die Lagen Ganzkörperbewegung 4 Atembewegung 5 Beinbewegung 6 Armbewegung 7 Spielerisch zur korrekten Technik Rückenschwimmen 8 Kraulschwimmen 9 Brustschwimmen 10 Delfinschwimmen 11 Starts und Wenden Kraulstart 12 Rückenstart 13 Brust- und Delfinwende 14 (Rücken-)Kraul-Rollwende 15 mobile 3 03 Die Fachzeitschrift für Sport 1

2 Praxis Grundlagen- und Leistungstests Wer kennt sie nicht, das «Krebsli», «Fröschli» oder «Seepferdli»? Aufbauend auf diesen Grundlagentests wurde die Serie «Schwimmtests 1 8» neu entwickelt. Im modernen Schwimmunterricht lässt man die Kinder ein breites Spektrum an Aktivitäten erfahren. Das Wasser mit seinen speziellen Eigenschaften (Auftrieb, Widerstand) ist zu entdecken und zu überwinden. Das Technikmodell beschreibt dabei mit den Kernelementen Schweben, Gleiten, Atmen, Antreiben, sowie den Kernbewegungen das Wesentliche. Darauf aufgebaut ist die neue Testreihe mit Schwergewicht auf koordinativ anspruchsvollen Übungen für die verschiedenen Schwimmtechniken. Ob man eine Stufe absolviert hat, hängt von qualitativen (Beherrschen der Vorzeigeform) aber auch von quantitativen (Zeit für geschwommene Strecke) Kriterien ab. Vom «Krebsli» Die Grundlagentests beinhalten aufbauende Übungen für alle Kernelemente und Kernbewegungen und garantieren einen kindgerechten, vielseitigen und zielgerichteten Schwimmunterricht. Wer alle sieben Grundlagentests absolviert und bestanden hat, besitzt eine solide Basis und wird die vier Schwimmtechniken in kürzester Zeit erlernen können.vertiefte Technik- und Koordinationsformen werden aber auf dieser Stufe nicht vermittelt. Aus- und Weiterbildung der Unterrichtenden Die Testabnahme bei den bisherigen Schwimmtests war nicht schwierig, konnte man doch einfach mit der Stoppuhr am Bassinrand stehen und messen. Die geschwommene Zeit entschied,ob die Testübung bestanden war oder nicht. Das Beurteilen der neuen Testübungen ist anspruchsvoller, erfordert ein geschultes Auge und eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem, was die Lernenden können. swimsports.ch organisiert deshalb Aus- und Weiterbildungskurse für alle Bedürfnisse vom eintägigen Einsteigermodul ESL (Vorkurs zur J+S-Ausbildung Schwimmsport) über die Ausbildung zur Leiterin Wassergewöhnung- und Kinderschwimmen WAKI bis zur umfassenden Schwimminstruktoren- Ausbildung. Speziell zur Einführung der neuen Testreihe werden «Weiterbildungskurse Schwimmtests 1 8» angeboten. zum «Delfin» Die Aufbaureihe Schwimmen 1 4 sowie die Leistungsreihe Schwimmen 5 8 existierten bereits. Nun galt es, die Schwimmtests 1 8 auf der gleichen Basis wie die Grundlagentests neu zu gestalten. Ein Blick in die neue Broschüre zeigt, dass dies gelungen ist: ein übersichtlicher Inhalt,viele Bildreihen und wenig, dafür instruktiver Text (die Broschüre Schwimmtests 1 8 ist dieser Ausgabe beigelegt). Auf dieser Stufe steht das Erlernen und Vertiefen der Schwimmtechniken Kraul, Brust, Rückenkraul und Delfin im Zentrum.Es werden jedoch nicht nur Zielformen sondern auch Aufbau- und Übungsformen getestet. Zeitlimiten gibt es noch immer,sie haben aber einen wesentlich kleineren Stellenwert als bisher. Für jede erfolgreich bestandene Stufe wird ein Abzeichen (Wal, Hecht, Hai und Delfin sowie Schwimmen 5 8) abgegeben. Diese sind für Kinder Anerkennung und Belohnung für die vollbrachte Leistung und gleichzeitig wichtiger Ansporn weiter zu schwimmen. Zudem haben Lehrpersonen gute Anhaltspunkte, um die Kinder in möglichst homogene Gruppen einzuteilen. 2 mobile 3 03 Die Fachzeitschrift für Sport

3 Ein Schwimmwettkampf für Kinder Wettkämpfe faszinieren, könne Schwächere aber auch demotivieren. Mit dem «KIDS-CUP» wird versucht, möglichst vielen die Faszination am Schwimmsport zu erhalten. Der vom Schweizerischen Schwimmverband (SSCHV) lancierte KIDS-CUP ist für alle Gruppen, Schulen und Vereine offen, ob sie nun dem SSCHV angehören oder nicht. Im Gegensatz zu traditionellen Schwimmwettkämpfen, bei denen immer schnelle Zeiten in den Wettkampfdisziplinen im Zentrum stehen, fliesst beim KIDS-CUP auch die Schwimmtechnik in die Gesamtbewertung ein. Bei den zu absolvierenden Übungen wird dem spielerischen Element grosse Bedeutung beigemessen. Leistung ja Vielseitigkeit auch Der Wettkampf richtet sich an 8 bis 12-jährige Kinder und besteht aus Kombinationen von maximal zwei Schwimmarten. In der ersten sind abgestuft nach Altersklasse 25, 50 oder 100 Meter Gesamtlage auf Zeit zu schwimmen.in der zweiten Schwimmart die kurz vor Wettkampfbeginn ausgelost wird sind 25 Meter Beinschlag mit dem Schwimmbrett zurückzulegen. Die erzielten Zeiten werden mit Hilfe einer Tabelle in Punkte umgerechnet. Anschliessend müssen die Teilnehmenden in beiden Schwimmarten über 25 Meter eine Technik-/Koordinations-Übung korrekt schwimmen. Für deren Bewertung gibt es Stilpunkte. Die Summe der Zeit- und Stilpunkte ergeben das definitive Klassement nach vier Wettkämpfen.Den Abschluss des maximal zweistündigen Anlasses (einschliesslich Auslosung und Einschwimmen) bildet eine gemischte Staffel. Das Basisreglement dieses KIDS-CUPS sowie ein Demo-Video über den gesamten Ablauf kann auf der Geschäftsstelle des Schweizerischen Schwimmverbandes ( bestellt werden. Die veranstaltenden Schulen oder Vereine haben viel Spielraum und dürfen einzelne Elemente verändern, sofern dies nicht der Ideologie dieses Wettkampfes widerspricht. Literaturhinweis Gunther Frank: Koordinative Fähigkeiten im Schwimmen Der Schlüssel zur perfekten Technik. Hofmann, Schorndorf ISBN: Walter Bucher: Lehrmittel Schwimmen. ESK Was ist swimsports.ch? swimsports.ch ist die Vereinigung der am SchwimmsportinteressiertenVerbändeund Institutionen der Schweiz. Diese 1941 gegründete Vereinigung war viele Jahre unter dem Namen Interverband für Schwimmen (IVSCH) bekannt und bekam vor einem Jahr mit «swimsports.ch» ein neues Gesicht. swimsports.ch unterstützt seine Mitglieder in ihren Bemühungen, den Schwimmsport in allen seinen Facetten zu fördern. Die enge Zusammenarbeit mit den führenden Partnern im Schwimmsport, dem Schweizerischen Schwimmverband (SSCHV), der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) und Jugend+Sport, erlaubt es, gemeinsame Aktivitäten zu planen und zu koordinieren (Aus- und Weiterbildung, Lehrunterlagen, etc.). Weitere Informationen, Links, Kursdaten und -orte sind auf zu finden. mobile 3 03 Die Fachzeitschrift für Sport 3

4 Praxis Grundlagen für die Lagen «Zuerst den Widerstand reduzieren und dann den Antrieb optimieren»: das ist der Leitsatz beim Schwimmen. Der Weg dorthin führt nicht über sehr frühes Aneignen der «perfekten» Technik, sondern über die möglichst ökonomische und indviduell unterschiedliche Nutzung des Elementes Wasser. Superman Kraulbeinschlag in «Superman»-Haltung, dabei Körperrotationen bis zur Seitenlage ausführen. Das Ohr liegt auf dem gestreckten Arm. Mit schnellen Beinschlägen in dieser Seitenlage beschleunigen und dann zurückdrehen in die Bauchlage (evtl. mit Flossen). Wasserschlange Sich durchs Wasser schlängeln, der Kopf steuert in verschiedene Richtungen. Variationen: Arme am Körper, Arme in Vorhalte, ein Arm unten und ein Arm oben, in Seitenlage, in Bauchlage, in Rückenlage. Ganzkörperbewegungen Zeichnungen: Leo Kühne Versteckte Handzeichen Delfin-Ganzkörperbewegungen in Bauchlage, die Handrücken auf dem Gesäss. Versuche, mit den Händen an die Wasseroberfläche zu kommen und dem Kollegen am Beckenrand ein Zeichen zu machen. Roboter-Fisch Alle schwimmen mit den Flossen Kraulbeinschlag, freie Armhaltung. Auf ein Zeichen werden schnelle Richtungswechsel geschwommen. Ein Pfiff: 90 -Drehung nach rechts; zwei Pfiffe: 90 -Drehung nach links; drei Pfiffe: 90 -Drehung nach unten (abtauchen). Bemerkung: Anstatt Pfiffe über Wasser wird unter Wasser mit einem Metallgegenstand an das Treppengeländer des Schwimmbades schlagen. Möglichst strömungsgünstig Die Körperhaltung im Wasser muss möglichst strömungsgünstig sein, um den Frontalwiderstand gering zu halten. Dabei spielt der Kopf eine wichtige Rolle: Einerseits muss er beim Schweben und Gleiten ruhig und in der Verlängerung der Wirbelsäule gehalten werden. Andererseits wird jede Ganzkörperbewegung im Wasser durch den Kopf eingeleitet und gesteuert (Wellenbewegung, Kraul-Rollwende). 4 mobile 3 03 Die Fachzeitschrift für Sport

5 Hundeschwimmen Kraul schwimmen, die Arme werden jedoch unter Wasser nach vorne gebracht. Der Hund atmet nach vorne. Wir können den Kopf für die Atmung auch zur Seite drehen. Was geht besser? Atembewegungen Spiralschwimmen Kraulbeinschlag mit Armen in Vorhalte, dabei kontinuierlich Körperdrehungen um die Längsachse durchführen. Der Kopf bleibt in der Verlängerung der Wirbelsäule. Unter Wasser aktiv und vollständig ausatmen (Geräusche machen), in der Überwasserphase einatmen. Variation: Mit Flossen Den Fischen zuhören Beim einarmigen Kraulschwimmen jeweils zur Seite einatmen und dabei das eine Ohr im Wasser halten, um «die Fische zu hören». Handschellen-Schwimmen Brustbeinschlag, die Hände sind hinter dem Rücken/Gesäss «gefesselt». Nur beim Anziehen der Beine den Kopf zum Einatmen anheben. Mit dem Beinschlag das Gesicht wieder ins Wasser senken und danach kräftig ausatmen (stöhnen, ächzen, etc.). Je höher der Kopf, desto mehr Widerstand Jedes Anheben des Kopfes hat ein Absenken der Hüfte und Beine zur Folge, was sich negativ auf die Wasserlage auswirkt. Beim Brust- und Delfinschwimmen ist dies fast nicht zu vermeiden. Dennoch sollte möglichst verhindert werden, den Kopf unnötig stark aus dem Wasser zu heben. Beim Kraulschwimmen erfolgt die Atmung seitlich. Im Delfinschwimmen sind beide Varianten möglich. In allen Lagen ist auf eine aktive und vollständige Ausatmung zu achten. Auch im Rückenschwimmen ist eine regelmässige Atmung wichtig. mobile 3 03 Die Fachzeitschrift für Sport 5

6 Praxis Beinbewegung W-Schwimmen Brustbeinschlag in Rückenlage, die Bewegung selbst beobachten (visuelle Kontrolle): Sind in der Ausgangsposition die Beine und Füsse in einer «W»-Stellung (und die Füsse nach aussen gedreht)? Lambada Kraul- oder Delfinbeinschlag in Seitenlage (evtl. mit Flossen), die obere Hand auf die Hüfte gelegt, die untere in Vorhalte. Spürst du, wie dein regelmässiger Beinschlag aus den Hüften geschlagen wird? Korken Der Körper «steht» senkrecht im Wasser, die Arme sind auf dem Schwimmbrett leicht aufgestützt. Brustbeinschläge ausführen. Variation: Einbeinig, oder sogar in einer kontinuierlichen rechts-links Wechselbewegung (Wassertreten). Wasserski Mit gestreckten Armen auf dem Schwimmbrett aufstützen. Mit starken Delfin- oder Kraulbeinschlägen «Wasserski» fahren. Der Oberkörper kommt relativ hoch aus dem Wasser hinaus. Variation: Mit Flossen. Antriebsbewegungen der Beine Im Schwimmen gibt es zwei Arten von effizienten Beinantriebsbewegungen: Schlagbewegung aus den Hüften mit einwärts gedrehten Füssen. Der Rückwärts-Abwärts-Schlag ist eine Antriebsbewegung, die der Bewegung eines Walfischs oder eines Delfins mit ihrer waagrechten Schwanzflosse am nächsten kommt. Die Bewegung kommt aus der Hüfte und pflanzt sich über 6 den Oberschenkel, das Knie und den Unterschenkel bis ins Fussgelenk fort. Schwung-Stossbewegung mit auswärts gedrehten Füssen. Mit maximal auswärts gedrehten Füssen drückt sich der Schwimmer mit den Innenseiten der Unterschenkel und der Füsse rückwärts vom Wasser ab. Das Fussgelenk beschreibt eine Kreisform. mobile 3 03 Die Fachzeitschrift für Sport

7 Ketchup Kraulschwimmen, ein Arm bleibt vorne bis der andere ihn mit einem Handschlag ablöst («Catch-up»), evtl. mit Flossen schwimmen. Das Wasser durch Beugung des Handgelenks fassen. Armbewegung Baumstamm-Paddeln In Bauchlage (leichter Kraulbeinschlag erlaubt) wird neben der Hüfte aus den Handgelenken eine liegende Acht gepaddelt. Die Ellenbogen sind dabei leicht gebeugt. Diese Übung mit einer Plastikfolie oder Badekappe auf den Handflächen durchführen. Diese sollte durch den ständigen Wasserdruck haften bleiben. Anker Auf einem Schwimmbrett sitzend Brustarmzüge ausführen. Weit vorne das Wasser fassen und sich nach vorne ziehen, indem der Ellenbogen an Ort bleibt und die Hände und Unterarme nach aussen-rückwärts und dann einwärts ziehen. Enten-Rückenschwimmen In Rückenlage nur die Druckphase des Armzugs ausführen. Am Schluss der Druckphase streift der Daumen den Oberschenkel. Wechsel-, Gleichschlag oder kein Beinschlag sind möglich (mit Pull-Buoy oder Brett zwischen den Beinen). Wer kann so am schnellsten schwimmen? Verankern und ziehen Ziel des Armzuges in allen Schwimmarten ist es, den Körper nach vorne zu ziehen. Dabei versucht der Schwimmer, seine Hände, Unter- und Oberarme im Wasser zu «verankern». Er muss einen möglichst grossen Widerstand suchen. Drei Kernpunkte sind für diese «Verankerung» wichtig: Beugung des Handgelenkes bei Zugbeginn Innenrotation des Oberarms mit gebeugtem Ellbogen («Ellbogen-vorn-Haltung».) Leichte Seitwärtsbewegungen der Hand (paddeln) mobile 3 03 Die Fachzeitschrift für Sport 7

8 Praxis Spielerisch zur korrekten Technik Es müssen nicht ständig neue Übungen erfunden werden. Durch gezielte Variation bestehender Übungen kann der Unterricht abwechslungsreich und trotzdem zielorientiert gestaltet werden. Deckel auf der Stirn Rückenschwimmen Wozu: Verschiedene Rhythmen erfahren und Schulterrotation erwerben. Wie: Rückenkraul schwimmen mit einem Deckel einer Pet-Flasche auf der Stirn. So viel wie möglich die Schultern in der Längsachse von einer Seite zur anderen drehen (Schulterrotation), ohne den Deckel zu verlieren. Verschiedene Rhythmen schwimmen.wie fühlst du dich am wohlsten? Erleichterung Einarmig Rückenkraul schwimmen. Der inaktive Arm ist am Körper anliegend. Versuche «über die Hand» zu schwimmen! Dazu musst du die Schulter fast 90 drehen, um den Armzug zu machen. Am Ende des Armzuges sind die Schultern wieder parallel zur Wasseroberfläche. Erschwerung Im Wasser sitzend. Wer schafft es, die Arme so schnell wie möglich rückwärts zu drehen (mit Schulterrotation), dabei den Kopf nach hinten zu legen und so in die flache Rückenlage zu kommen. Sprintwettkampf über zehn Meter. Bemerkung: Wichtig sind Rotation und Frequenz. Zusammengebundene Füsse Wozu: Effizienter Armzug und gute Balance im Wasser finden Wie: Rücken-Armzug schwimmen, die Fussgelenke sind mit einem Gummiband zusammen gebunden. Der Körper soll um die Längsachse rotieren,ohne diese zu verlassen (hin- und herrollen wie ein Baumstamm). Zuerst langsam anfangen und dann immer schneller werden. Wer kann bis am Schluss korrekt schwimmen, d. h. ohne zu «schlängeln»? Erleichterung Kurze Strecken (25 m) mit langsamen Armzügen schwimmen. Als Hilfsmittel kann der Pull-Buoy zwischen die Beine geklemmt werden. Erschwerung 50 m-strecken Rückenarmzug schwimmen, langsam beginnen und immer schneller werden, die Fussgelenke sind zusammengebunden, an den Händen mit Paddles. Kannst du diese Übung auch, wenn die Paddles nur am Mittelfinger befestigt sind (nicht am Handgelenk), ohne dass du die Paddles verlierst? 8 mobile 3 03 Die Fachzeitschrift für Sport

9 Koordination Arme-Beine Brustschwimmen Wozu: Verbesserung der Arm-Bein Koordination im Brustschwimmen Wie: Brustschwimmen auf den Rhythmus 1-2-und-3, 1-2-und-3, «1» = Arme ziehen auswärts; «2» = Arme ziehen einwärts; «und» = Arme werden nach vorne gebracht; «3» = Arme gestreckt in Vorhalte und gleiten. Auf welchen Zeitpunkt würdest du das Anziehen der Beine und den Beinschlag setzen? Lösung: Das Anziehen der Beine muss auf das «und» erfolgen, der Beinschlag auf «3». Erleichterung Sobald der Schwimmer in der Rückführphase seine Hände sieht, beginnt er mit dem Beinschlag. Erschwerung Der Brustbeinschlag wird während einer Länge nach rückwärts-abwärts geschlagen. Auf der nächsten Länge waagrecht nach hinten. Welche Variante ist schneller für dich? Kontrolliere die richtige Kopplung der Arme und Beine (Rhythmus zählen). Koordination Beine-Arme Wozu: Verbesserung der Koordination Beinschlag-Atmung im Brustschwimmen Wie: Die Arme längsseits am Körper halten und Brustbeinschläge ausführen. Mit dem Anziehen der Beine wird der Kopf zum Einatmen angehoben und mit dem Schlagen wieder nach vorne ins Wasser gesenkt. Erleichterung Mit Schwimmbrett die Arme in Vorhalte. Erschwerung Beinschlag nach rückwärts-abwärts orientieren und die Übung mit einer Delfin-Körperbewegung vervollständigen. Drei Tipps für den Unterricht 1. Lerne zuerst den Wasserwiderstand zu reduzieren (Wasserlage, gute Atembewegung, gute Rückholphasen) und optimiere erst dann den Antrieb (Armzug,Beinschlag)! 2. Der Bewegungsrhythmus steht im Zentrum! Lerne also zuerst den richtigen Rhythmus und erst danach die gute Bewegungsausführung! 3. Bevor du Schwimmen lernst, müssen dein Körper und dein Geist das Wasser spüren und verstehen! Die vier Kernelemente (atmen, schweben, gleiten, antreiben) sollen deshalb immer wieder bearbeitet werden. mobile 3 03 Die Fachzeitschrift für Sport 9

10 Praxis Von Seite zu Seite Kraulschwimmen Wozu: Schulung der Körperrotation unter Beibehaltung der Balance. Wie: Ein Armzug ausführen und dabei von der einen auf die andere Seite rollen. Die Balance halten und drei bis sechs Beinschläge machen (evtl. mit Flossen). Der untere Arme ist dabei nach vorne gestreckt, der obere Arm an Körper anliegend. Nach drei bis sechs Beinschlägen wieder auf die andere Seite rollen (Schaukelbewegung). Erleichterung Drei Armzüge in Rückenlage, drei Armzüge in Bauchlage, etc. (Rollbewegungen) Erschwerung Rhythmisches Kraulschwimmen mit extrem viel Schulterrotation. Der Kopf bleibt immer ruhig in der Verlängerung der Wirbelsäule! Wasserball-Kraul Wozu: Schulterbreites Eintauchen der Hände. Wie: Wasserball-Kraul schwimmen, mit erhobenem Kopf, kontrollierter Armführung und Eintauchen der Hand so weit vorne wie möglich. Rhythmus verändern (langsam-schnell). Erleichterung Dieselbe Übung mit Flossen schwimmen. Erschwerung Fünf Züge normal schwimmen (mit Körperrotation und weit vorne Eintauchen), fünf Züge Wasserball-Kraul. 10 mobile 3 03 Die Fachzeitschrift für Sport

11 Rhythmus eins-eins Delfinschwimmen Wozu: Erlernen des richtigen Rhythmus und der Arm-Bein Koordination. Wie: Wasserball-Kraul (Kopf über Wasser) mit Delfinbeinschlägen schwimmen. Auf jedes Eintauchen einer Hand einen Beinschlag ausführen. Wer kann so schwimmen, dass ein Ball ruhig vor dem Kopf geführt wird? Erleichterung Dasselbe mit Flossen schwimmen. Erschwerung Wasserball-Delfin schwimmen (Kopf über Wasser!).Wer kann so schwimmen, dass der Ball immer noch ruhig vor dem Kopf geführt wird? Erster Beinschlag beim Eintauchen der Hände, zweiter Beinschlag in der Druckphase der Hände. Auch mit Flossen. Delfin-Beinschlag stehend Wozu: Den aus den Hüften geschlagenen Beinschlag verbessern. Wie: Aufrecht im Tiefwasser stehend Delfinbeinschläge ausführen. Die Arme am Körper anliegend (evtl. paddelnd). Versuche möglichst hoch aus dem Wasser zu schnellen! Wer kommt am höchsten? Erleichterung Am 1m-Brett hangen und möglichst locker Delfinbeinschläge ausführen. Diese sind kontinuierlich nach vorne und nach hinten zu schlagen (flüssige Bewegung). Erschwerung In der Kernübung die Arme in Hochhalte gestreckt und einen Gegenstand aus dem Wasser halten (evtl. mit Flossen). mobile 3 03 Die Fachzeitschrift für Sport Vom Schwimmen zum Baden Zum Glück brauchts zum Baden keine Papiere, es gibt keine Alterslimite und keine Ausweispflicht. Badekleider anziehen, ins Wasser gleiten, sich treiben lassen ein gutes Gefühl. In Seen, Flüssen, Weihern, Kanälen und Baggerseen wird sobald das Wasser warm genug ist gebadet, geplanscht und getaucht. Gerade auf Schulreisen oder Velotouren zur warmen Jahreszeit gönnt man sich und den anvertrauten Schülern gerne einen Abstecher ins kühle Nass. Die Risiken beim Baden in unbeaufsichtigten Gewässern werden dabei leider oft unterschätzt. Die Wasserwerkstatt aus dem Safety Tool «Baden» zeigt auf, wie Schwimmen abseits von betreuten und gesicherten Einrichtungen gezielt und mit Spass vorbereitet werden kann. Beratung: Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu, Abteilung Sport, Laupenstrasse 11, Postfach, 3001 Bern,Tel , Fax , und 11

12 Praxis Entscheidung am Beckenrand Beim Starten und Wenden sind Explosivität und Dynamik sowie gutes Gleiten im Wasser gefragt. Lahme Enten haben keine Chance. Flaches Eintauchen Kraulstart Wozu: Flaches Eintauchen üben, um unter Wasser weit gleiten zu können. Wie: Am Beckenrand in der Hocke, die Arme in Vorhalte gestreckt. Kräftig abstossen und kopfwärts eintauchen, einmal nach vorne abspringen und flach eintauchen, einmal nach oben abspringen und steil eintauchen. Wie kannst du weiter gleiten? Erleichterung Am Beckenrand sitzend, die Arme in Hochhalte gestreckt. Oberkörper nach vorne beugen bis die Arme ins Wasser zeigen, nach vorne fallen lassen und mit einer guten Körperspannung eintauchen und gleiten. Erschwerung Hüftbreit auf dem Startblock stehend, der Schwerpunkt über den Fussballen (wer findet die gute Balance?) und die Hände zwischen den Füssen am Startblock. Auf Pfiff starten, durch einen Reifen tauchen und möglichst weit und schnell gleiten. Wer ist am schnellsten bei der 10m Marke? Bemerkung: Hochspringer springen weniger weit als Weitspringer! Das flache Eintauchen ist günstiger. Reaktion Wozu: Reaktion üben. Wie: Schüler A begibt sich in Startposition und muss dort still verharren. Ein Schritt hinter dem Startblock steht Schüler B mit dem Rücken zum Schwimmbecken und mit einem Schwimmbrett in der Hand. Auf Pfiff startet Schüler A, Schüler B dreht sich um und versucht, mit dem Schwimmbrett dem Schüler A den Hintern zu «versohlen». Erleichterung Schüler B muss das Brett auf den Boden legen. Erschwerung Der Schüler A muss nicht nur schnell starten, sondern auch noch durch einen Ring tauchen, der im Wasser liegt. 12 mobile 3 03 Die Fachzeitschrift für Sport

13 Mutprobe Rückenstart Wozu: Schulung des Eintauchens rückwärts. Wie: Kopfsprung rückwärts vom Beckenrand. Nach dem Eintauchen die Rückwärtsrotation beenden und zurück an den Beckenrand weitertauchen.wer hat genug Mut? Bemerkung: Wassertiefe muss mindestens 1.80 m betragen! Erleichterung Dieselbe Übung von der Überlaufrinne oder Einstiegsleiter (tiefere Sprunghöhe). Erschwerung Kopfsprung rückwärts vom Beckenrand. Nach dem Eintauchen sofort in Schwimmrichtung steuern und diese Gleitphase mit Delfinbeinschlägen unterstützen. Wer kann so 15 Meter unter Wasser schwimmen? Überstrecken Wozu: Schulung der Bogenspannung im Rückenstart. Wie: Normaler Rückenstart, die Hände am Startblock und die Füsse unterhalb der Wasseroberfläche an der Wand. Wer kann über ein «Hindernis» springen (Pull-Buoy, Brett, Pool-Noodle, etc.)? Erleichterung Absprung über ein Hindernis, mit den Zehen in der Überlaufrinne. Erschwerung Absprung über Hindernis, als Duell mit Startkommando. mobile 3 03 Die Fachzeitschrift für Sport 13

14 Praxis Foto: Patrick B. Krämer Kompakte Drehung Brust- und Delfinwende Wozu: Erlernen der kompakten Körperhaltung während der Drehung. Wie: Mit Flossen und Kraulbeinschlag in Richtung Wand schwimmen, Arme in Vorhalte. Sobald beide Hände die Wand berühren, bleiben Arme und Schultern stehen, Hüfte und Beine gleiten weiter unter dem Körper durch zur Wand. Je kleiner sich der Schwimmer macht, desto schneller gehen die Füsse zur Wand. Abstossen in seitlicher Position. Erleichterung Körper ist ausgestreckt und in Seitenlage, Hände fassen am Beckenrand (Überlaufrinne). Beine zur Hocke anziehen und unter den Körper hindurch auf die andere Seite bringen. Wer schafft in zehn Sekunden am meisten Drehungen? Erschwerung Wettkampf oder Duell: Wer macht auf Kommando die schnellere Drehung? Ausgangsposition: Beide Hände an der Wand, horizontale Wasserlage (evtl. mit Flossen). Tauchzug durch Reifen Wozu: Den korrekten Tauchzug nach der Brustwende (-start) lernen. Wie: Schüler A hält im Abstand von vier Metern vom Beckenrand einen Reifen ins Wasser. Schüler B stösst sich von der Wand ab und gleitet unter Wasser durch den Reifen hindurch. Nachdem die gestreckten Arme den Reifen passiert haben, wird ein kräftiger Armzug nach hinten ausgeführt. So weit wie möglich gleiten. Erleichterung Den Reifen nur zwei bis drei Meter vom Beckenrand entfernt plazieren. Erschwerung Schüler C hält zwei Meter hinter Schüler A einen weiteren Reifen ins Wasser. Nachdem der Schüler B den ersten Reifen passiert und einen kräftigen Armzug gemacht hat, gleitet er weiter durch den zweiten. Nach dem Durchtauchen des zweiten Reifens werden die Arme nahe dem Körper nach vorne geführt, die Beine langsam angezogen. Wenn die Arme gestreckt sind, erfolgt ein kräftiger Beinschlag. Danach taucht der Schwimmer auf. 14 mobile 3 03 Die Fachzeitschrift für Sport

15 Foto: Patrick B. Krämer Kompakte Rolle (Rücken-)Kraul- Rollwende Wozu: Das schnelle Rollen vorwärts soll im Wasser geübt werden Wie: Anschwimmen mit Kraul-Beinschlag (evtl. Flossen), ein Arm in Vorhalte, der andere am Körper anliegend. Ca. ein Meter vor der Wand den Kopf dynamisch zur Brust eindrehen, die Beine bleiben vorerst auf dem Wasser liegen. Im letzten Moment die Beine zur Wand schwingen, in Rückenlage abstossen und gleiten. Erleichterung Rotation in der Querachse üben: Beinschlag in Bauchlage, mit gestreckten Armen einen Stab hinter dem Rücken halten. Rolle vorwärts, ohne dass die Füsse den Stab berühren. Erschwerung Kleiner Wettkampf: Schwimmer A ist an der Wand bereit zum Abstossen. Schwimmer B macht eine Kraul-Rollwende. Sobald die Füsse von B die Wand berühren, darf A abstossen.wer ist zuerst bei 12m? Rollen um Längs- und Querachse Wozu: Die Orientierung im Wasser schulen. Wie: Rückenkraul schwimmen. Auf Pfiff eine halbe Drehung um die Längsachse in Bauchlage und mit einem kräftigen Armzug eine ganze Rolle vorwärts ausführen. Anschliessend Kraul weiterschwimmen. Auf Pfiff eine ganze Rolle vorwärts und danach eine halbe Drehung um die Längsachse in Rückenlage. Rückenkraul schwimmen, etc. Erleichterung Auf Pfiff nur eine halbe Drehung um Längsachse ausführen. Erschwerung Hin- und her schwimmen,ein Länge in Kraul, eine in Rücken. Rücken: Drei Meter vor der Wand eine halbe Drehung um die Längsachse, kräftiger Armzug und Rolle vorwärts an die Wand, abstossen in Rücklage, während des Gleitens eine halbe Drehung in Bauchlage und weiter Kraulschwimmen. Kraul: Mit einem kräftigen Armzug die schnelle Rolle vorwärts einleiten, von der Wand abstossen in Rückenlage und weiter Rückenkraul schwimmen. mobile 3 03 Die Fachzeitschrift für Sport 15

16 Weg weisend. Die Fachzeitschrift für Sport Bestellung Einzelausgaben Abonnement Ausgabe Schwerpunktthema Praxisbeilage 1/03 Gleichgewicht Balancieren 2/03 Kraft Kräftigen mit dem Swissball 3/03 Optimale Wettkampfvorbereitung Spiele im und am Wasser 4/03 Mehrkämpfe Stafetten 5/03 Integration und Gewaltprävention Kämpfen 6/03 Psychologisches Training Psychologisches Training Ich möchte «mobile» für ein Jahr abonnieren und gleichzeitig Mitglied im mobileclub werden (Schweiz: Fr. 50. / Ausland: 41. ) Ich möchte «mobile» für ein Jahr abonnieren (Schweiz: Fr. 35. / Ausland: 31. ) Ich möchte «mobile» im Probeabonnement (3 Ausgaben für Fr. 15. / 10. ) Bestellungen Einzelausgaben inkl. Praxisbeilagen à Fr. 10. / 7.50 (+Porto): deutsch französisch italienisch Ausgabe: Anzahl: Vorname/Name: Ausgabe: Anzahl: Adresse: Ausgabe: Anzahl: PLZ/Ort: Bestellungen Praxisbeilagen à Fr. 5. / 3.50 (+ Porto). Mindestbestellungen: 2 Beilagen, Einzelausgaben nur zusammen mit dem Heft (vgl. oben): Ausgabe: Anzahl: Ausgabe: Anzahl: Ausgabe: Anzahl: Telefon: Datum, Unterschrift: Einsenden oder faxen an: Redaktion «mobile», Baspo, 2532 Magglingen, Fax ,

17 5 Wer tauchen kann, hat keine Angst vor dem Wasser. Wer keine Angst hat, lässt sich vom Wasser tragen und wer schwebt, wird bald auch schwimmen können. Ein Lernweg, der behutsam und spielerisch erfahren werden will. Zum Beispiel mit dieser Praxisbeilage. Inhalt 2 Gesicht im Wasser 4 Kopf im Wasser Vom Tauchen zum Schwimmen Michael Bissig, Roland Gautschi Fotos: Michael Bissig, Daniel Käsermann, Zeichnungen: Lucas Amos 6 Kopf unter Wasser 8 Schweben: Die Füsse lösen sich vom Boden 10 Schweben: Auftrieb bewusst erfahren 12 Gleiten unter und über Wasser 14 Antreiben mobile 3/05 Die Fachzeitschrift für Sport Die Autoren des neuen Lehrmittels «Schwimm- Welt» gingen neue Wege. Im Vordergrund stehen nicht die zu erlernenden Schwimmtechniken sondern ein Kernmodell mit den Elementen «Atmen», «Schweben», «Gleiten» und «Antreiben». Das Beherrschen dieser vier Kernelemente ermöglicht die Wasserbewältigung und damit einen sicheren Aufenthalt im Wasser. Keine Auftriebsmittel Die erste Etappe des Schwimmen-Lernens ist das Atmen und Untertauchen. Wer diese beiden Elemente beherrscht, hat den Grundstein für ein erfolgreiches Lernen im Schwimmsport gelegt. Das Untertauchen ist deshalb so zentral, da eine günstige Wasserlage nur mit dem Kopf im Wasser erreicht wird. Nahtlos an das Tauchen folgt das Schweben im Wasser. Wenn das Untertauchen ausreichend geübt wurde, wird das Schweben in kürzester Zeit gelernt und das ohne Einsatz von Auftriebsmitteln und Schwimmhilfen! Perfekte Gleiter gesucht In dieser Praxisbeilage beschränkt man sich auf die Kernelemente «Atmen und Untertauchen», «Schweben» und «Gleiten». Verzichtet wird also auf die wichtigen ersten Schritte der Wasserangewöhnung im Lehrschwimmbecken. Hier sollte es darum gehen, den Kindern mit geeigneten Spielformen Sicherheit und Vertrauen in ein neues Element zu vermitteln, das sie immer eingehender untersuchen. Am anderen Ende des Weges, in dieser Praxisbeilage auf den Seiten 14 und 15, steht das «Antreiben»: die Kinder beherrschen eine erste individuelle Schwimmart. Jetzt steht das Tor zum Erlernen der spezifischen Schwimmtechniken weit offen! Methodische und organisatorische Hinweise, wie auch solche zu Fragen der Sicherheit ergänzen die Übungs- und Spielformen. Zu jedem Thema wird zudem eine Lernkontrolle vorgeschlagen. «mobile praxis» ist eine Beilage der Ausgabe 3/05 von «mobile», der Fachzeitschrift für Sport. Leserinnen und Leser können zusätzliche Exemplare von «mobile praxis» bestellen: 1 Ex. (mit Heft «mobile»): Fr. 10. /E 7. Ab 2 Ex. (nur «mobile praxis»): Fr. 5. /E 3.50 (pro Ex.) Ab 5 Ex.: Fr. 4. /E 3. Ab 10 Ex.: Fr. 3. /E 2. Einsenden an: Redaktion «mobile» BASPO, 2532 Magglingen Tel , Fax 032/ Monique Marzo, BASPO

18 Gesicht im Wasser Schwimmen beginnt unten Wer tauchen kann, hat einen ungemein wichtigen Lernschritt schon hinter sich; ohne Angst mit dem Gesicht ins Wasser und dem Kopf unter Wasser tauchen. Drei Tauchschritte 1 Gesicht im Wasser Ausamten Wer gelernt hat, kontrolliert durch Mund und Nase aus- und einzuatmen, wird keine Schwierigkeiten beim Untertauchen und Schwimmen haben. Deshalb ist es wichtig, von Anfang an die Atemtechnik zu üben, um so zu verhindern, dass sich die Kinder die Nase zuhalten. Ohren spitzen Was? Den Kopf ins Wasser halten. Wie? Den Kopf seitlich ins Wasser halten und aufmerksam den Unterwassergeräuschen zuhören. Was hört man alles? Erleichtern: Die Hand offen an die Ohren halten. Diese Übung ist auch möglich, ohne dass das Ohr ins Wasser kommt. Beide Ohren ins Wasser tauchen und den Geräuschen zuhören. Beide Ohren ins Wasser tauchen und selber Geräusche unter Wasser machen. 2 3 Kopf unter Wasser Anhalten der Atmung Eine kontrollierte und damit sichere Atmung beinhaltet ein bewusstes Anhalten der Atembewegung unter Wasser. In Verbindung mit dem bereits gelernten Ausatmen kann den Lernenden schon in einer frühen Lernphase dieser wichtige Aspekt vermittelt werden. Mit geschickter Aufgabenstellung sollen die Erwerbenden dazu gebracht werden, dass sie das Ausatmen unter Wasser bewusst unterbrechen können. Untertauchen Vom Ausatmen unter zum Einatmen über Wasser Sogar bei fortgeschrittenen Schwimmerinnen und Schwimmern können Schwierigkeiten beim Übergang von der Ausatmung in das Wasser zum Einatmen über Wasser festgestellt werden. Umso wichtiger ist das Beherrschen der vorangegangenen Schritte (1 und 2). Waschbecken Was? Betontes ins Wasser blasen. Wie? Die Lehrperson erzählt eine Geschichte: «Wir waschen uns im Waschbecken gründlich das Gesicht. Mit Ausblasen erzeugen wir viel Schaum.» Erleichtern: Das Gesicht nicht ins Wasser tauchen. Das Gesicht taucht ins Wasser ein. Gleichzeitig mit den Waschbewegungen Geräusche erzeugen. Wind Was? Betontes ins Wasser blasen. Wie? Fest Ausatmen oder pfeifen und Luft an die Wasseroberfläche blasen. Mit der offenen Hand versuchen, den Luftstoss, der an der Wasseroberfläche abgelenkt wird, zu spüren. Können wir verschiedene Windstärken erzeugen? Erleichtern: Distanz zur Wasseroberfläche vergrössern. Pulsierende Ausatmung ins Wasser. 2 mobile praxis Nr. 5, Juni 2005

19 5 Balltransport Was? Geschwindigkeits- und Geschicklichkeitsspiel. Wie? Einen Tischtennisball so schnell wie möglich auf die andere Seite blasen. Erleichtern: Zu zweit einen Ball transportieren. Zwei Tischtennisbälle gleichzeitig bewegen. Wer kann den Ball am weitesten transportieren? Es darf nur einmal Luft geholt werden. Variante: Eine Gruppe steht in einem Kreis und hält sich an den Händen. Im Kreis liegen auf der Wasseroberfläche verteilt Tischtennisbälle. Durch Blasen wird versucht, die Bälle zu den anderen zu befördern. Wer von einem Ball berührt wird, muss zum Bassinrand und zurück rennen. Bojen im Sturm Was? Spiel mit Tischtennisbällen. Wie? Die Kinder halten sich an den Händen und bilden so einen Kreis. Im Kreis liegen Tischtennisbälle auf der Wasseroberfläche. Auf Kommando blasen alle die leichten Bälle von sich fort. Wer von einem Ball berührt wird, muss zum Bassinrand und zurück rennen. Erleichtern: Wenige Bälle einsetzen. Viele Bälle verwenden. Lernkontrolle Kapitän Nemo Die Kinder imitieren das Signal einer Lokomotive (Krankenwagen, Polizeiauto etc.) über und dann unter Wasser. Kriterien: So stark ins Wasser blasen, dass es sprudelt. Hände nicht vors Gesicht halten. Nase nicht mit den Fingern zuhalten. Reissender Fluss Was? Gleiten für Fortgeschrittene. Wie? Die Kinder stehen sich gegenüber und bilden so eine Gasse. Mit kräftigen Armbewegungen wird das Wasser in eine Richtung durch die Gasse bewegt. Die Antriebsbewegung sollte synchron erfolgen. Mit der Zeit entsteht eine Wasserströmung, auf der sich die Obersten der Reihe durch die Gasse treiben lassen. Am Ende angekommen, stehen sie wieder an und helfen wieder kräftig mit, die Strömung aufrechtzuerhalten. Erleichtern: Nicht auf dem Wasser liegen, sondern durch die Gasse gehen oder rennen. Auf dem Wasser liegen und mit der Strömung gleiten. mobile 3/05 Die Fachzeitschrift für Sport 3

20 Kopf im Wasser Unterwassermusik Der erste Schritt ist getan. Der Kopf wird mutig ins Wasser gehalten und ausgeatmet. Beim nächsten Schritt wird der Kopf ganz unter Wasser gehalten. Konzert Was? Auf Geräusche unter Wasser achten. Wie? Eine Melodie über Wasser «mit einer Trompete» spielen. Wer kann die Melodie auch unter Wasser, nur mit Ausatmen durch die Nase erzeugen? Wer beherrscht verschiedene Instrumente (Posaunen, Tuba, Blockflöte). Das Instrument soll immer auch imitiert werden unter Wasser. Erleichtern: Melodie nur durch Summen erzeugen. Töne abwechselnd mit Mund und Nase erzeugen. Floss Was? Schwimmbretter als Inseln einsetzen. Wie? Das auf dem Wasser liegende Schwimmbrett wird mit dem Kopf durch das Wasser gestossen. Wer kann das Brett sogar von unter Wasser mit dem Kopf in die Höhe heben? Erleichtern: Die Schwimmbretter mit dem Kinn stossen. Verschiedene Teile des Kopfes zum Stossen des Brettes benutzen. Einmal mit der Stirn, dann mit dem Scheitel, der Nase etc. Als Spiel: Das Brett so stossen, dass es eine Mitspielerin berührt. Motorboote und Mechaniker Was? Ausatmen unter Wasser. Wie? Auf dem Wasser liegen viele Schwimmbretter. Die Kinder imitieren das Motorengeräusch und transportieren die Schwimmbretter in den sicheren Hafen. Dabei haben sie den Kopf unter Wasser und atmen durch Mund und Nase aus. Wenn ein Motor nicht mehr funktioniert oder keine Kraft mehr hat, kommen «Mechaniker» und müssen den Motor wieder «auftanken». Erleichtern: Die Schwimmbretter mit dem Kinn stossen und dabei Motorgeräusche imitieren. Nur einmaliges Luftholen ist erlaubt. Wer es damit nicht bis in den Hafen schafft, muss auf einen Mechaniker warten. Guckrohr Was? Unter Wasser Augen öffnen. Wie? Ein Unterseeboot spielen, das mit dem Guckrohr (Hand) die Wasseroberfläche absucht. Erleichtern: Gesicht im Wasser ohne vollständiges Untertauchen des Kopfes. Bei Berührung des Guckrohres sofort tief unter Wasser tauchen und das Guckrohr einziehen. 4 mobile praxis Nr. 5, Juni 2005

21 5 Tauchkapelle Was? Abtauchen und Ohren spitzen. Wie? Alle Kinder tauchen auf Kommando ab und hören den Rhythmus, der von der Lehrperson unter Wasser geklopft wird. Die Klopfgeräusche erzeugt man durch Hämmern am Geländer oder durch das Aneinanderschlagen zweier metallener Gegenstände. Erleichtern: Jedes Kind klopft selber einen Rhythmus. Nach dem Auftauchen den unter Wasser gehörten Rhythmus nachklatschen. Zahlenkünstlerin Was? Auf den Partner unter Wasser schauen. Wie? Zu zweit unter Wasser tauchen. Die Partnerin zeigt eine Zahl. Der Partner führt unter Wasser die entsprechende Anzahl Drehungen um die Hochachse durch. Die Partnerin überprüft unter Wasser, ob die Anzahl der Drehungen stimmt. Erleichtern: Zahlen von null bis drei. Alle Zahlen, die mit beiden Händen dargestellt werden können (0 bis 20). Drehungen um die Körperquerachse («Salto») zählen vierfach. Märchenbuch Was? Abtauchen und Augen öffnen. Wie? Gemeinsam abtauchen, auf dem Bassinboden sitzen bleiben und in einem Buch lesen. Die Handflächen sind die Buchseiten. Erleichtern: Gesicht im Wasser ohne Untertauchen. Unter Wasser aus dem Buch vorlesen. Buch mit zehn Seiten durchblättern. Am Bassinboden auf dem Bauch liegen und im Buch lesen. Lernkontrolle «mobile» mit Spezialrabatt Vereint sparen Sie! Spezieller Abonnement-Tarif für Vereine und Schulen: Ab einer Bestellung von fünf Exemplaren: Fr. 37. /Abonnement bei Lieferung an eine einzige Adresse Ab einer Bestellung von fünf Exemplaren: Fr /Abonnement bei Lieferung an verschiedene Adressen Abopreis «normal» = Fr. 42. ein gutes Geschäft. Atemtest Zu zweit unter Wasser tauchen. A zeigt unter Wasser mit den Fingern eine Zahl, B erkennt die Zahl und führt unter Wasser die entsprechende Anzahl Ausatmungsstösse durch. Kriterien: Der Kopf ist vollständig unter Wasser getaucht. Die unter Wasser gezeigte Zahl wird richtig erkannt. Ausatmungsstösse unter Wasser ohne Zuhalten der Nase ausführen. Informationen und Bestellungen unter: mobile 3/05 Die Fachzeitschrift für Sport 5

22 Kopf unter Wasser Auf Tauchstation Abtauchen auf Kommando ist nicht sehr motivierend. Und was, bitte soll man tun, wenn man unter Wasser ist? Motivierende Spiel- und Übungsformen um abzutauchen. Ballpumpe Was? Tauchen und Ausblasen. Wie? Zu zweit abtauchen. Eine Schülerin bläst unter Wasser einen Ballon auf und übergibt diesen der anderen Schülerin. Erleichtern: Der Ballon befindet sich beim Aufblasen nur zur Hälfte im Wasser. Erscheren: Abwechslungsweise den Ballon aufblasen, auftauchen und Luft holen. Unten, dann oben Mit dem vollständigen Untertauchen erfolgt ein wichtiger Schritt beim Schwimmen-Lernen: Die Füsse verlieren den Kontakt zum Boden und die Lernenden schweben für kurze Zeit unter Wasser. Hier müssen die Lernenden Zeit haben, sich mit diesem neuen Gefühl vertraut zu machen. Somit sollte hier kein allzu frühes Schweben an der Wasseroberfläche angestrebt werden. Tauchen, aber sicher! Bei jeder Tauchlektion sind folgende Grundsätze zu beachten: Nie alleine tauchen! Den Tauchpartner immer beobachten/im Auge behalten! (Beobachtungsaufgaben stellen). Nicht tauchen, wenn aus medizinischer Sicht etwas dagegen spricht (Erkältungen, Risse im Trommelfell etc.). Badewannenungeheuer Was? Untertauchen und Auftauchen mit Ausatmen. Wie? Auf dem Wasser hält die Lehrperson (oder ein Lernender) einen flach auf der Wasseroberfläche liegenden Reifen. Der Reif symbolisiert den Abfluss einer Badewanne. Das Ungeheuer kommt aus der Tiefe, taucht durch das Abflussrohr (Reif) und erschrickt den Badenden mit einem lauten Schrei. Erleichtern: Reif anheben, damit nicht vollständig untergetaucht werden muss. Das Ungeheuer wartet im Abflussrohr (unter den Reifen getaucht) zehn Sekunden lang, bevor es aufspringt. Luftpumpe mit Grimasse Was? Fortgesetztes Ab- und Auftauchen. Wie? Zu zweit miteinander ab- und auftauchen. Nach dem Auftauchen macht einer eine Grimasse, dann tauchen beide wieder ab. Beim erneuten Auftauchen macht der Partner die Grimasse nach. Diese Abfolge abwechselnd ausführen. Erleichtern: Nicht vollständig unter Wasser tauchen. Halten am Bassinrand oder an der Partnerin. Tempo des Ab- und Auftauchens erhöhen. Beim Auftauchen passende Geräusche oder Grimassen erzeugen. 6 mobile praxis Nr. 5, Juni 2005

23 5 Grätsche Was? Tauchfangis. Wie? Zwischen den Beinen des Partners hindurchtauchen. Das Abtauchen gelingt einfacher, wenn es aus einem Sprung erfolgt: nach oben aus dem Wasser springen und nach unten fallen lassen. Erleichtern: Geringe Wassertiefe. Halten an den Beinen des Partners erlaubt. Brusttiefes Wasser. Zuerst in den Handstand, dann zwischen den Beinen durchtauchen. Mit den Beinen voraus zwischen den Beinen des Partners durchtauchen. Variante: Als Fangis. Wer gefangen wird, steht gegrätscht hin und kann von den anderen auf die beschriebene Art befreit werden. Bilderkopie Was? Tauchspiel auf Zeit. Wie? Am Bassinrand werden fünf Tauchringe angeordnet. Wir tauchen im Wasser ab und legen dasselbe Bild unter Wasser. Nicht nur die räumliche Anordnung muss stimmen, auch die Farben müssen stimmen! Welche Gruppe hat das Bild zuerst richtig kopiert? Erleichtern: Wenige Tauchringe verwenden. Geringe Wassertiefe. Mehr Tauchringe. Die linke Hand muss während der ganzen Zeit hinter dem Rücken gehalten werden. Dreckmorcheln und Putzfische Was? Gegenstände vom Boden tauchen. Wie? Eine Gruppe spielt die Putzfische. Sie holen alle Gegenstände vom Boden auf und verteilen diese an verschiedenen Orte am Bassinrand. Zwei bis drei «Dreckmorcheln» nehmen die Gegenstände wieder raus und verschmutzen damit wieder den Boden. Die Depots am Bassinrand dürfen nicht nebeneinander liegen, da es die Dreckmorcheln sonst zu einfach haben. Erleichtern: Geringe Wassertiefe. Ein Arm muss hinter dem Rücken gehalten werden. Lernkontrolle Ringübergabe Zwei tauchen gemeinsam ab. Die Lernende hält zwei Tauchringe in den Händen. Der Tauchpartner signalisiert durch ein (zuvor vereinbartes) visuelles oder akustisches Signal, welcher Tauchring übergeben werden soll. Die Übergabe muss unter Wasser stattfinden. Kriterien: Vollständiges unter Wasser tauchen und ausatmen. Das Signalisieren der Tauchringübergabe erfolgt visuell oder akustisch. Der Übergabe des Tauchringes muss unter Wasser erfolgen. mobile 3/05 Die Fachzeitschrift für Sport 7

24 Schweben unter Wasser Das Flugzeug taucht ab Etwas vom faszinierendsten und schönsten beim Schwimmen-Lernen ist die Erkenntnis, dass das Wasser uns trägt. Diese Schwebemomente wollen genossen und verlängert werden. Tischbombe Was? In der Hockhaltung unter Wasser bleiben. Wie? In die Luft springen, ein «Päckli» machen und so abtauchen. Beim Auftauchen kräftig vom Boden abdrücken und «Peng!» rufen. Erleichtern: Ohne Hockhaltung ins Wasser springen. Lehrperson beim Sprung an der Hand halten. Nach dem Eintauchen im Päckli verharren und warten, bis jemand «die Tischbombe zündet» (auf den Fuss drücken). Ringübergabe II Was? Übergabe für Fortgeschrittene. Wie? Zwei tauchen gleichzeitig ab. Nach jedem Ringtausch muss der Ring einmal hinter dem Rücken durchgeführt werden. Wie manchmal kann der Ring ausgetauscht werden? Erleichtern: Der Ring wechselt nur die Hand. Vor der Ringübergabe führen beide eine ganz Drehung um die Hoch- oder Querachse aus. Intensität: hoch! Zwei flach auf der Wasseroberfläche liegende Reifen werden durch die Lehrperson nahe beim Bassinrand gehalten. Die Lernenden springen durch den Reif, tauchen mit einem Sprung wieder auf und führen diese Auf- und Absprünge bis zur anderen Bassinseite hin weiter aus. Zurück mit Delfinsprüngen oder einer anderen Übung. Buchstabenspringen Was? Kombination von Springen und Schweben. Wie? Ein Sprung von Bassinrand ausführen und in der Luft einen Buchstaben darstellen. Unter Wasser diese «Buchstabenhaltung» während fünf Sekunden beibehalten. Vorsicht: Ausreichende Distanz zwischen den Springenden gewährleisten! Erleichtern: Selbst gewählten Buchstaben darstellen. Die Buchstabe wird nach erfolgtem Absprung vom Partner zugerufen. Den zweiten Buchstaben eines zugerufenen Wortes darstellen. Den zweiten Buchstaben erst unter Wasser darstellen und dann noch etwas weiter schweben. Der Partner muss erraten, um welches Wort es sich mit diesen zwei Anfangsbuchstaben handeln könnte. Fähigkeitsorientes Lernen Keine Auftriebsmittel Oft werden für den wichtigen Schritt vom Tauchen zum Schweben Auftriebsmittel eingesetzt. Dies ist nicht notwendig und meistens sogar kontraproduktiv. Wer gelernt hat, sich sicher unter Wasser aufzuhalten, kann das Schweben unter Wasser problemlos lernen. Bei den vorausgegangenen Tauchübungen haben sich die Füsse jeweils für einen kurzen Augenblick vom Boden gelöst; Momente des Schwebens haben die Lernenden folglich (unbewusst) schon erlebt. Mit einer geschickten Methodik lassen sich diese Schwebemomente auf ein lang andauerndes Schweben (unter Wasser) verlängern. Und da der Lernschritt an Bekanntes anknüpft, ist ein Einsatz von Auftriebsmitteln unnötig. 8 mobile praxis Nr. 5, Juni 2005

25 5 Rekord Was? Lange tauchen und dabei ausatmen. Wie? Alle springen gleichzeitig ins Wasser. Wer kann am längsten unter Wasser in einer Schwebelage verharren und taucht als Letzter wieder auf? Unter Wasser soll durch Mund und Nase ausgeatmet werden. Erleichtern: Es darf zweimal Luft geholt werden. Wer kann am längsten unter Wasser schweben und dabei kontinuierlich Luftblasen erzeugen? Kuckucksuhr Was? Zeit schätzen unter Wasser. Wie? Wer kann genau 5, 10, 17 oder 21 Sekunden schwebend unter Wasser bleiben. Wer kann dabei jede Sekunde einen Atemstoss ins Wasser geben? Wenn die Zeit um ist, taucht man auf und ruft «Kuckuck!». Erleichtern: Schweben ohne Ausatmungsstösse. Pro Sekunde zwei Atemstösse ausatmen. Mit einer Partnerin schweben und gemeinsam zählen. Beide tauchen zusammen nach der vorgegebenen Zeit auf. Waschmaschine Was?: Sich unter Wasser drehen lassen. Wie? Ein kompaktes «Päckli» machen und sich durch den Partner rotieren lassen. Durch die Nase ausatmen, damit kein Wasser eindringt. Nase nicht mit den Fingern zuhalten. Erleichtern: Im Päckli auf und ab bewegen ohne Drehung. Wer lässt sich zehnmal drehen? Lernkontrolle Päckli auspacken Was? Schweben unter Wasser. Wie? Im hüfttiefen Wasser aufspringen und in Hockhaltung abtauchen. Unter Wasser ausatmen. Immer noch unter Wasser schwebend den Körper aus der Hocke in eine X-Körperhaltung strecken Kriterien: Unter Wasser aus der ruhig schwebenden Hockhaltung (viel Körperspannung) in die X-Position wechseln können (wenig Körperspannung). mobile 3/05 Die Fachzeitschrift für Sport 9

26 Schweben an der Wasseroberfläche Der Seehund taucht auf Wer sich unter Wasser wohl fühlt, dem wird es auch an der Wasseroberfläche nicht bange. Das Gefühl des Schwebens soll auch hier erlebt und ausgekostet werden. Flugzeug im Landeanflug Was? Auf dem Wasser schweben. Wie? Die Kinder sind Flugzeuge und rennen mit seitwärts hochgehaltenen Armen durchs Wasser. Aus dem Lauf lassen sie sich nach vorne fallen und liegen für einen kurzen Moment unter Wasser auf dem Bauch. Erleichtern: Das Flugzeug landet ganz sanft. Das Flugzeug rollt nach der Landung weiter. Das Flugzeug kann mit verschiedenen Flügelstellungen landen (Arme nach hinten gehalten, nach vorne...). Statuentransport Was? Vertrauen in der Schwebe. Wie? Zu zweit. Eine formt aus der anderen eine Statue. Diese Position muss gehalten werden. Anschliessend wird die Statue durchs Wasser transportiert. Dabei liegt die Statue auf den Unterarmen der Partnerin, aber so, dass sie vom Wasser getragen wird. Die Ohren sollten im Wasser sein. Erleichtern: Die Statue hat eine gehockte Köperhaltung. Die «Statue» wird nur mit einem Arm gehalten. Die «Statue» liegt bauchwärts auf dem Wasser. «Die Statue» hat die Augen geschlossen. Weiss sie nach einer Minute noch, in welchem Teil des Schwimmbeckens sie sich jetzt befindet? Baum im Sturm Was? Körperspannung beibehalten und sich tragen lassen. Wie? Die Kinder spielen Bäume, die vom Wind hin und hergeschaukelt werden. Der Sturm wird so stark, dass die Bäume knicken und langsam umfallen. Je nach Baumart halten die Kinder die Arme schräg nach unten (Tanne), parallel zur Wasseroberfläche (Buche) oder strecken sie in die Höhe (Pappel). Erleichtern: Brusttiefes Wasser. Wassertiefe maximal auf Hüfthöhe. Dadurch fällt der Baum länger und der Aufprall ist etwas heftiger. Nach hinten fallen lassen und schwebend auf dem Rücken liegen bleiben (genügend Abstand zu den anderen und zum Beckenrand!). Seesterne Was? Fangisform mit Schweben. Wie? Wer von der Fängerin berührt wird, muss auf dem Wasser schwebend wie ein Seestern liegen bleiben (auf dem Rücken oder auf dem Bauch). Befreit ist, wer schwebend auf dem Wasser liegend auf zehn gezählt hat. Erleichtern: Nur eine Fängerin im Spiel. Erschwerung: Mehrere Fängerinnen einsetzen. 10 mobile praxis Nr. 5, Juni 2005

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