Jahrbuch für Ärzte und Zahnärzte 2014

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1 Bernd Rebmann Jahrbuch für Ärzte und Zahnärzte 2014 In Zusammenarbeit mit der Sparkassen-Finanzgruppe Alles was Sie täglich brauchen: Marktdaten und Fakten zur effizienten Führung Ihrer Praxis!

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3 Jahrbuch für Ärzte und Zahnärzte 2014

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5 Jahrbuch für Ärzte und Zahnärzte 2014 REBMANN RESEARCH Conny Henschel Dr. oec. Bernd Rebmann Dr. med. Dr. Heidrun Sturm, MPH Dr. rer. pol. Elisabeth Leonhard Dr. rer. pol. Petra Seisl unter Mitwirkung von Dr. med. Franziska Diel, MPH Prof. Dipl.-Ing. Franz Labryga, Architekt Dr. jur. Lars Lindenau, Rechtsanwalt Dipl.-Kfm. Christoph Scheen, Steuerberater RatgeberService der Sparkassen-Finanzgruppe

6 Alle Angaben wurden sorgfältig ermittelt, für Vollständigkeit und Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden Deutscher Sparkassen Verlag GmbH, Stuttgart Alle Rechte vorbehalten. Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ohne Zustimmung des Verlages ist unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Lektorat: Ralph Kiss Herstellung: Jürgen Schaubel Umschlaggestaltung: nach einer Konzeption von Groothuis, Lohfert, Consorten, glcons.de, Hamburg Satz: REBMANN RESEARCH GmbH & Co. KG Druck und Binden: Druckerei C. H. Beck, Nördlingen Printed in Germany 5. Auflage 12/ Redaktionsschluss: 7. Oktober 2013

7 Sehr geehrte Geschäftsfreunde, liebe Leser, mit der Umsetzung der neuen Bedarfsplanungsrichtlinie gab es in einigen Städten und Gemeinden Überraschungen, denn es waren nicht so viele neue Arztsitze wie ursprünglich gedacht vorhanden. Andernorts können die offenen Sitze nicht besetzt werden. Deshalb wird um Hausärzte vielerorts mit Zuschüssen geworben, was zusammen mit dem niedrigen Zinsniveau für Praxiskredite und dem neuen EBM eine hausärztliche Niederlassung besonders interessant macht. Dem fachmännischen Rat zur Praxisübergabe ist in dieser Ausgabe deshalb auch ein eigenes Kapitel gewidmet. Außerdem wird der brandneue EBM dargestellt, der wie jede Honorarreform erfahrungsgemäß zu Unsicherheiten führt. Der neue Bundesmantelvertrag bringt wegen der erweiterten Möglichkeiten der Anstellung von Ärzten, insbesondere Fachärzten, Vorteile. Durch den medizinischen Fortschritt konnten in den letzten Jahren immer mehr Behandlungen der Kliniken in den kostengünstigeren ambulanten fachärztlichen Bereich verlagert werden. Allerdings drängen die Kliniken gerade durch die Gründung von MVZ oder im Rahmen integrierter Versorgungsverträge auch in den ambulanten Bereich vor. Viele der innovativen Versorgungsstrukturen, denen wir einige Seiten dieses Buches widmen, sind aber auch für Niedergelassene interessant. Aus Sicht des Kaufmanns bleibt anzumerken, dass die Kennzahlen im Bereich der niedergelassenen Ärzteschaft durchaus intakt sind. Das Marktwachstum hat sich zwar etwas abgeschwächt, die meisten Praxen zeichnen sich aber, was Aufwandsanteile und Rentabilität betrifft, durch eine hohe Stabilität aus. Belegt wird dies auch durch die sehr geringen Kreditausfallquoten, die deutlich unter denen der Gesamtwirtschaft liegen. Die Investitionsquoten fallen in vielen Praxen niedrig aus, was auf einen Investitionsstau hindeutet. Mehr hierzu lesen Sie bitte an vielen Stellen dieses Buches, aber auch in den BranchenReports der Sparkassen. Unsere älter werdende Gesellschaft stellt das gesamte Gesundheitssystem hinsichtlich Behandlung und Therapie vor große Herausforderungen. Momentan verfügen jedoch vor allem ältere Bevölkerungsschichten über eine hohe Kaufkraft und pushen damit den zweiten Gesundheitsmarkt. Hier bieten sich Chancen, die wir aufzeigen wollen. Das Konzept dieses Buches und die inhaltliche Begleitung durch einen ausgewählten Expertenkreis haben wir grundsätzlich beibehalten. Neu ist, dass Sie das Jahrbuch auch online unter nutzen können. Der Deutsche Sparkassenverlag setzt auch im Gesundheitswesen auf Verlässlichkeit, Kontinuität und Aufklärung rund um die Wirtschaftlichkeit als Rahmen für eine gesunde Ideenentwicklung. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg! Dr. Bernd Rebmann und Verlag 5

8 Inhaltsverzeichnis 1 Allgemeiner Teil Jahreskalendarium Ferien und Festtage Kongresse und Veranstaltungen Fachübergreifende Veranstaltungen Fachspezifische Veranstaltungen für Haus- und Fachärzte Fachspezifische Veranstaltungen für Zahnärzte Terminer Ewiger Kalender 1901 bis Trends und Zukunft Gesundheitswesen Wirtschaftsfaktor mit Zukunft Gesundheitswesen als Stabilitätsfaktor Vom Kostentreiber zum wertschöpfungsorientierten Ansatz Ärzte und Zahnärzte in einem dynamischen Umfeld Fortschritt schafft Nachfrage Personalisierte Medizin als Hoffnungsträger Die demografische Entwicklung Deutschland Land der gesunden Alten Konfrontation mit dem informierten Patienten Gesundheit geht online Gesundheitsansprüche der Bevölkerung wachsen Zweiter Gesundheitsmarkt mit großem Potenzial Dynamik contra Ressourcenknappheit Kann die Gesundheitsversorgung der Zukunft noch gerecht sein? Mediziner werden knapp Gesundheitsmarkt im Zeichen der Zukunft Möglichkeiten der Nachfragereduktion durch Prävention und Innovation Gesundheitsversorgung als Satellitensystem Standardisierte Versorgungsformen in regionalen Kooperationsstrukturen Neue Formen der Arbeitsteilung Individualisierung der Medizin und Serviceorientierung 87 6

9 2.5 Gestaltungstrends in den einzelnen Fachgruppen Allgemeine Organisations-, Praxistrends und Innovationen Trends und Innovationen in der hausärztlichen Medizin Trends und Innovationen in der fachärztlichen Medizin Trends in Zahnarztpraxen Trends in den Bereichen Reha, Pflege, Krankenhaus Trends in der Arzneimittelversorgung Weiterführende Informationen und Quellen ehealth Eine neue Ära im Gesundheitswesen Telemedizinische Versorgung: Stand der Entwicklung und Ausblick Telemedizin, älter als man denkt Telemedizin: Schlüssel zur Kooperation Telemedizin ist mehr als Prozessoptimierung Mit Telemedizin strategisch handeln Telemedizinfreundliche Versorgungskultur entsteht Telemedizin: Option für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte Telemedizin in ärztlicher Hand Mobile-Health Gesundheits-Apps IT in der Arzt- und Zahnarztpraxis Beispiele zum IT-Einsatz in der Arztpraxis Top 20 Installationsstatistik: Anbieter Praxis-EDV Weiterführende Informationen und Quellen Dynamik der Volkskrankheiten Rahmenbedingungen der Gesundheitsversorgung in Deutschland Bevölkerungsentwicklung und Demografischer Wandel Mortalität Krankheitslast/Morbidität Entwicklung der häufigsten Krankheiten Krebserkrankungen Kardiovaskuläre Erkrankungen Koronare Herzkrankheit und Akuter Myokardinfarkt Diabetes Psychische Störungen Relevante Definitionen Weiterführende Informationen und allgemeine Quellen 205 7

10 5 Das Gesundheitssystem in Deutschland Das Versicherungssystem Versicherte Private Krankenversicherung Gesetzliche Krankenversicherung Pflegepflichtversicherung Finanzierung Ressourcen-Allokation und Vergütung Leistungen Arzneimittelversorgung Leistungserbringer Haus-, Fach- und Zahnarztzahlen nach KV-Regionen Struktur der deutschen Ärzteschaft Nachwuchsmediziner Ausbildung Approbationsordnung Zahlen & Fakten Nachwuchsförderung Reformen im Gesundheitswesen Versorgungsstrukturgesetz Übersicht Fakten Institutionen im Gesundheitswesen Informationsquellen und Interessenvertretung für Patienten Weiterführende Informationen und Quellen Innovative Versorgungsstrukturen Hintergrund Fokus Koordinierte und Integrierte Versorgung Neupositionierung durch selektivvertragliche Optionen Ansätze für Versorgungsmanagement und Patientensteuerung Ambulante Versorgung Hausarztzentrierte Versorgung Sektorenübergreifende Versorgung und integrierte Versorgung Integrierte Versorgung GKV-Versorgungsstrukturgesetz 344 8

11 6.5 Populationsbezogene Versorgungsmodelle Gestaltungsrahmen der populationsorientierten Versorgung Finanzierung in der Integrierten Versorgung Vergütung in der integrierten Versorgung Der Vollversorgungsansatz innerhalb der integrierten Versorgung Fazit Ausblick Weiterführende Informationen und Quellen Entwicklungen bei den Krankenkassen Aktuelle Marktsituation Größte Gesetzliche Krankenkassen nach Versicherten Wirtschaftliche Kennzahlen der GKV Einnahmen-Ausgaben der GKV Veränderung Einnahmen-Ausgaben der GKV Ausgaben der GKV Veränderung Ausgaben GKV Ambulante Versorgung Ausgaben GKV Veränderung ambulante Versorgung GKV Zahnarzt und Zahnersatz Ausgaben GKV Veränderung Zahnarzt und Zahnersatz GKV Wirtschaftliche Kennzahlen der PKV Einnahmen-Ausgaben der PKV Veränderung Einnahmen-Ausgaben der PKV Ausgaben der PKV Veränderung Ausgaben PKV Zahnarzt und Zahnersatz Ausgaben PKV Veränderung Zahnarzt und Zahnersatz PKV Weiterführende Informationen und Quellen 396 9

12 8 Abrechnung in der Arzt- und Zahnarztpraxis So erhalten Ärzte ihr KV-Honorar Die ärztliche Gebührenordnung für Kassenpatienten Die Grundlagen der Vergütung ärztlicher Leistungen Die Beschlüsse des Bewertungsausschusses für das Jahr Die Änderungen des EBM in Die Grundlagen der Honorarverteilung Besonderheiten für Berufsausübungsgemeinschaften Honorarumsatz, Fallzahlen und Fallwerte Häufige Abrechnungspositionen einzelner Fachgruppen So erhalten Zahnärzte ihr Honorar Die Gebührenordnungen Behandlungsbereiche Wirtschaftlichkeitsgebot Auszug Vorlagen für Behandlungsverträge mit dem gesetzlich versicherten Patienten Erste Verordnung zur Änderung der Gebührenordnung für Zahnärzte vom Abrechnungsoptimierung erhöht Wirtschaftlichkeit Privatabrechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte Inhalte der GOÄ verstehen Gebührenverzeichnis Abrechnungstipps So vermeiden Sie Ärger mit Patienten Abrechnung von Speziallaborleistungen in der GOÄ Tarifbesonderheiten einzelner Kostenträger im Rahmen der GOÄ Individuelle Gesundheitsleistungen Weiterführende Informationen und Quellen Finanzentwicklung der Niedergelassenen Einnahmen in der Arzt- und Zahnarztpraxis Extrabudgetäre Leistungen nach Fachgruppen Bundesförderprogramme Regionale Förderprogramme Weiterführende Informationen und Quellen

13 10 Praxisabgabe Phase I Vorbereitung der Übernahme Motivation der Praxisabgabe Optimierung der Praxisabläufe vorab Betriebswirtschaftliche Aspekte Zusammenfassung Phase II Geeigneter Übernehmer Geeigneter Übernehmer Praxisbörsen, Inserate, Makler Job-Sharing und Verkauf der hälftigen Zulassung/Weiterbildungsassistent Steuerliche Aspekte in der Vorbereitungsphase Phase III Umsetzung, Steuerliche Folgen und Gestaltungsmöglichkeiten Veräußerung einer Einzelpraxis Übergangsgemeinschaftspraxis Wechsel des Partners einer Berufsausübungsgemeinschaft Phase IV Start Neupraxis Die überleitende Mitarbeit des Abgebers Information der Mitarbeiter über den Betriebsübergang Versorgungssituation in der Passivphase Übernahme-Checklisten Vorbereitung Suche Umsetzung und Gestaltung Überleitung Praxisbörsen Starker Trend zu Praxisabgaben bei Ärzten und Zahnärzten Weiterführende Informationen und Quellen Der ideale Standort Die Bewertung eines Standortes Standortanalyse auf Ebene der KV-Regionen Erweiterte Standortanalyse auf Ebene der KV-Region für Hausärzte Erweiterte Standortanalyse auf Ebene der KV-Region für Fachärzte Standort aus Sicht der offenen Planungsbezirke Weiterführende Informationen und Quellen

14 12 Praxismarketing Die Marktanalyse Selbstanalyse Patientenanalyse Konkurrenzanalyse Kooperationsanalyse SWOT-Analyse Der Marketingplan Marketingziele Marketingstrategie Marketing Mix Die Marketinginstrumente von A bis Z Anzeige Bekleidung Beziehungsmarketing Botschaften setzen Broschüre (Praxisbroschüre) Corporate Identity Eyecatcher/Blickfang Veranstaltung Fotowand Give-aways Hinweisschilder (intern) Informationstafeln (extern) Korrespondenz Leitbild Logo Partnertag Patientenbefragung Personalgewinnung Praxisschild Praxiszeitung Pressearbeit Pressemitteilung Reminder/Erinnerungsservice Schulungen für Patienten Servicetelefon Sonderdrucke von Fachartikeln Sponsoring Stellenanzeigen Telefonaktion Vorträge Website

15 Zertifikate Zuweiserbefragung Online-Marketing im Gesundheitswesen Beliebteste Online-Anwendungen Internetauftritt und Landing-Pages Suchmaschinenmarketing Social Media Keywords Bewertungsportale Interessante Webseiten rund um die Medizin Webseiten mit medizinischen Inhalten Webseiten rund um die Arztpraxis Webseiten rund um die Zahnarztpraxis Webseiten rund um das Krankenhaus Webseiten rund um die ambulante Versorgung Weiterführende Informationen und Quellen Praxisausstattung und Einrichtung Grundlagen der Planung von Arztpraxen Gesetze und Verordnungen Daten zum Betrieb Daten zum Bau Elemente des Entwurfs Elemente der Gestaltung Elemente des Planungs- und Bauablaufs Beispiele moderner Arztpraxen Medizinisches Produktdesign Der Design-Begriff Der Design-Prozess Die Aufgabenstellung für das Design Verschiedene Design-Funktionen Beispiele für innovatives Produktdesign Weiterführende Informationen und Quellen Management in der Praxis Bedeutung von Serviceleistungen Services rund um die Praxis Patientenorientierte Gesprächsführung Allgemeine Techniken der Gesprächsführung Kommunikationsleitlinien für typische Gesprächssituationen

16 14.3 Betriebswirtschaft von A bis Z ABC-Analyse Abschreibungen Amortisation Ausgabe, Auszahlung, Aufwand Balanced Scorecard Beleg Benchmarking Betriebswirtschaftliche Auswertung Break-even-Punkt/Break-even-Analyse Bilanzregeln, goldene Cashflow Controlling Controlling mit Kennzahlen Deckungsbeitrag/Deckungsbeitragsrechnung Einnahmen-Überschuss-Rechnung Entnahme/Privatentnahme Fragebogen-Instrumente Franchise-Systeme Informations-Management Investitionen Kennziffern/Kennzahlensysteme Kontenrahmen/Kontierung Kosten Kosten, kalkulatorische Kosten-Leistungs-Rechnung Leasing Liquidität Managementlehre Netzwerke Ärztenetze Organisation Organisations-Check Praxisanalyse/Praxisvergleich Portfolioanalyse Produktivität Rechnungswesen, betriebliches Rentabilität Return of Investment Strategische Grundhaltungen SWOT-Analyse Umsatz Unternehmerlohn, kalkulatorischer Ziele

17 14.4 Berater für die Praxis EBM-Berater der KVen Abrechnung, Honorar EDV-Beratung Marketing & Kommunikation Medizinische Geräte Organisation, Prozessablauf Personalführung Praxisbewertung Vereidigte Sachverständige Praxisbewertung Sonstige Praxisgestaltung Qualität Sonstige Übersicht Tariflöhne und Tarifvertrag öffentlicher Dienst Tariflöhne Medizinische Fachangestellte Zahnmedizinische Fachangestellte/Stomatologische Schwester Tarifgehälter nach TVöD Vergütung angestellter Ärzte in MVZ oder Praxis Weiterführende Informationen und Quellen Qualität im Gesundheitswesen Qualitätssicherung Verankerung im deutschen Gesundheitssystem Beispiele für qualitätsgesicherte Programme Allgemeine Entwicklungen Interessantes Qualitätsmanagement in der Arztpraxis Gesetzlicher Rahmen des Qualitätsmanagements Begriffsbestimmung Ziele des Qualitätsmanagements Qualitätsmanagement- und Zertifizierungssysteme Einführung von Qualitätsmanagement in der Praxis Methoden der Qualitätsverbesserung Qualitätsmanagementsysteme Qualitätsmanagement von A bis Z Adherence to guidelines AQUIK Akkreditierung Arbeitsanweisung Audit Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin

18 Behandlungspfade Benchmarking Beschwerdemanagement Berufsgenossenschaftliche Bestimmungen DIN DIN EN ISO EbM EFQM EPA Fehlermanagement Fortbildungsverpflichtung Gesetzlicher Rahmen der Qualitätssicherungsmaßnahmen GQMG (Qualitätsmanagement-)Handbuch Hygienebestimmungen Input, Throughput, Output in der Versorgungsforschung IQWiG KTQ Konformität Kontinuierlicher Verbesserungsprozess Leitlinien Leitliniengerechte Behandlung Medizinische Qualität Mitarbeiterorientierung Norm Organigramm Outcome Patientenorientierung Pay for Performance Peer Review-Verfahren Plan-Do-Check-Act Projekt Qualitätssicherung des Deutschen Arbeitskreises für Zahnheilkunde Prozessqualität Qualitätsberichte Qualität und Entwicklung in Praxen Qualitätsbeauftragte Qualitätsindikatoren Qualitätsmanagement Qualitätsmanagementsystem Qualitätssicherung Qualitätszirkel Rezertifizierung Richtlinien

19 Richtlinie des GBA zum Qualitätsmanagement in der vertragsärztlichen Versorgung Richtlinie des GBA zum Qualitätsmanagement in der vertragszahnärztlichen Versorgung Sektorenübergreifende Qualitätssicherung Stiftung Praxissiegel e.v Total Quality Management Tracer-Methode Verfahrensanweisung Visitatie/Visitation Zertifizierungen Z-PMS Weiterführende Informationen und Quellen Recht in der Arzt- und Zahnarztpraxis Medizinrecht Behandlungsvertrag gemäß 630 a BGB Arzthaftung Arbeitsrecht Mietrecht Praxiskauf Kooperationen im Gesundheitswesen Berufsrecht allgemein Berufsrecht der Ärzte Berufsrecht der Zahnärzte Vertragsrecht der Ärzte Der Arzt, die KV und die Ärzte-Zulassungsverordnung Besondere Versorgungsformen Heilmittelwerberecht Aufbewahrungsfristen und Vernichtung von Akten Heilmittel Hilfsmittel GKV-Versorgungsstrukturgesetz Schwerpunkte des Versorgungsgesetzes Neuausrichtung der Bedarfsplanung Neue Vergütungsanreize Etablierung der sogenannten ambulanten spezialärztlichen Versorgung Ablehnung der Durchführung der Nachbesetzung bei Nachfolge und Überversorgung Schlechterbehandlung bei Nachfolge und nichtärztlichem MVZ Sonderbedarfszulassung

20 Liberalisierung der Versorgung Delegation/Zuweisung gegen Entgelt Neuregelung von MVZ Befristung von Zulassungen Rückumwandlung von Arztstellen Modifizierung der Praxisnachfolge Nebentätigkeiten/Verlegung Sitz Eigeneinrichtungen Praxisprüfungen Auswirkungen des VStG Spezialisten im Medizinrecht Gesetze und Paragrafen für Ärzte und Zahnärzte Weiterführende Informationen und Quellen Steuern rund um den Arztberuf Steuern von A bis Z Abgeltungsteuer Absetzung für Abnutzung Abschreibungsmethoden Abschreibung von Gebäuden Abschreibung von Kassenzulassung/vertragsärztliche Zulassung Abschreibungstabellen Absetzung für Arbeitsmittel Angestelltenverhältnis/Selbstständige Tätigkeit Ansparabschreibung Arbeitsmittel Arbeitszimmer Aufwandsentschädigung Aus- und Weiterbildungskosten Beihilfen Beiträge Versorgungswerk Beiträge zur Altersversorgung Bereitschaftsdienst Berufsausübungsgemeinschaft Berufskleidung Betriebliche Altersversorgung Bewerbungskosten Bewirtungskosten Bezüge Versorgungswerk Bilanzierung Direktverträge Doppelte Haushaltsführung

21 Edelmetallbestände in der Praxis Eigenlabor Zahnärzte Einkommensteuertarif Einkünfte Einnahmen-Überschussrechnung Erbschaftsteuer Fachtagungen/Kongresse Fahrten Arbeitsplatz Fahrtenbuch Fortbildungskosten Freibeträge, Pauschbeträge und Höchstbeträge sowie sonstige einkommensteuerliche Regelungen Freistellungserklärung Fristen und Termine Gebühren, Verwaltungskosten Geldwerter Vorteil Gemeinschaftspraxis Geringwertige Wirtschaftsgüter Geschenke Gewerbesteuer Gewinnermittlung Gründungskosten Gutachtertätigkeit Hausapotheke Haushaltsnahe Dienstleistungen Häusliches Arbeitszimmer Hilfstätigkeiten IGeL-Leistungen Investitionen, Schuldentilgung Investitionsabzugsbetrag für kleine und mittlere Betriebe Kfz Kinderbetreuungskosten Kirchensteuer und Kappungssätze Krankenhausabgabe Krankentagegeldversicherung Lohnsteuer Medizinische Versorgungszentren Mitunternehmerschaft bei Berufsausübungs gemeinschaften Nachträgliche Betriebseinnahmen/-ausgaben Nachzahlungen Betriebseinnahmen Nachzahlungszinsen keine Werbungskosten Nebeneinnahmen Poolvergütungen Praxis im eigenen Haus Praxisabgabe

22 Praxisgebühr Privatärztliche Verrechnungsstelle Praxisgemeinschaft Privates Veräußerungsgeschäft Promotion Reisekosten Repräsentationsaufwendungen Schadensersatz Selbstständige Tätigkeit/Angestelltenverhältnis Sonderabschreibung Teilgemeinschaftspraxen Umsatzbeteiligung Umsatzsteuer Umzugskosten Unfallkosten Vermietung von einzelnen Wirtschaftsgütern bzw. Gesamtpraxis Werbungskosten Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit Zu versteuerndes Einkommen Spezialisierte Steuerberater Weiterführende Informationen und Quellen 1515 Abbildungsverzeichnis 1517 Tabellenverzeichnis 1521 Stichwortverzeichnis

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25 2 Trends und Zukunft Creativity is thinking up new things. Innovation is doing new things. Theodore Levitt ( ) 2.1 Gesundheitswesen Wirtschaftsfaktor mit Zukunft Gesundheitswesen als Stabilitätsfaktor Die Rahmenbedingungen des deutschen Gesundheitswesens sind durch eine Nachfrage- und Ausgabendynamik gekennzeichnet, die sich mit gesundheitspolitischen Instrumenten kaum bremsen lassen. So wachsen in Deutschland die Gesamtausgaben bereits seit Jahren schneller als die gesamte Wirtschaftsleistung. Lag der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 1970 noch bei 6 %, betrug er im Jahr 2011 rund 11,3 %. Die Rekordwerte, die dieser Indikator im Jahr 2009 mit 11,8 % erreichte, erklären sich durch die Wirtschafts- und Finanzkrise. Dank der weitgehenden Konjunkturunabhängigkeit der Nachfrage nach Gesundheitsleistungen konnte die Gesundheitsbranche auch bei rückläufiger Gesamtwirtschaftsleistung positive Wachstumsraten erzielen. Aufgrund der positiven konjunkturellen Entwicklung in Deutschland sowie dem relativ moderaten Anstieg der Gesundheitsausgaben, der sich insbesondere auf Einsparungen im Arzneimittelbereich zurückführen lässt, ist der Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP seit dem Jahr 2010 wieder leicht rückläufig. Kapitel 2: Trends und Zukunft / Gesundheitswesen Wirtschaftsfaktor mit Zukunft 51

26 Abb. 1 Entwicklung des Anteils der Gesundheitsausgaben am BIP Deutschland und OECD-Durchschnitt 12 % 11 % 10 % 9 % 8 % 7 % 6 % 5 % 4 % 3 % 2 % 1 % 0 % Anmerkung: Ohne Investitionen; der OECD-Durchschnitt 2009 basiert auf den jeweils jüngst verfügbaren Daten der einzelnen Mitgliedsländer. Deutschland Durchschnitt OECD Quelle: OECD Health Data 2013, Frequently Requested Data, Darstellung: REBMANN RESEARCH 52

27 Abb. 2 Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP Ausgewählte OECD-Länder (2011 oder aktuellstes Jahr) Vereinigte Staaten Niederlande Frankreich Deutschland Kanada Schweiz Dänemark Österreich Belgien* Portugal Japan Schweden Vereinigtes Königreich Spanien Norwegen Italien Griechenland Island Finnland Australien Irland Slowenien Slowakische Republik Ungarn Tschechische Republik Polen Luxemburg Mexiko Türkei Estland 0 % 2 % 4 % 6 % 8 % 10 % 12 % 14 % 16 % 18 % *ohne Investitionen Quelle: OECD Health Data 2013, Frequently Asked Data, Darstellung: REBMANN RESEARCH Kapitel 2: Trends und Zukunft / Gesundheitswesen Wirtschaftsfaktor mit Zukunft 53

28 Wie die durchschnittliche Entwicklung in den OECD-Ländern zeigt, weisen viele andere Industrienationen hinsichtlich der Gesundheitsausgaben eine ähnliche Entwicklung wie Deutschland auf. Spitzenreiter im Ländervergleich sind mit großem Abstand die USA mit einem Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP in Höhe von 17,7 % (Jahr 2011). Deutschland liegt hinter den USA, den Niederlanden (11,9 %) und Frankreich (11,6 %) auf dem vierten Platz. Prognosen zufolge wird der Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP künftig in allen Ländergruppen weiter ansteigen. Abb. 3 Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP Prognose nach ausgewählten Ländergruppen 20 % 20 % 18 % 15 % 16 % 10 % 10 % 12 % 13 % 5 % 5 % 7 % 8 % 0 % Minimalwert Maximalwert USA OECD inkl. Europa Emerging Countries Quelle: WHO 2010, Darstellung: REBMANN RESEARCH Vom Kostentreiber zum wertschöpfungsorientierten Ansatz Während in der Vergangenheit das Gesundheitswesen überwiegend aus einem ausgabenorientiertem Blickwinkel beurteilt wurde und unterschiedliche Kostendämpfungsmaßnahmen in schneller Abfolge das Wachstum begrenzen sollten, setzte bei Politik und Gesellschaft in den vergangenen Jahren ein Umdenken ein. Insbesondere im Krisenjahr 2009 zeigte sich die Bedeutung des Gesundheitswesens für den Wirtschaftsstandort Deutschland: Trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise stiegen 2009 die Beschäftigtenzahlen im 54

29 deutschen Gesundheitswesen um rund bzw. 2,2 %, wobei das Wachstum sogar die Steigerungsraten der beiden Vorjahre übertraf. Auch im Jahr 2011 verzeichnete die Branche laut Statistischem Bundesamt einen erneuten Beschäftigungsanstieg von 1,8 % ( Arbeitsplätze) gegenüber dem Vorjahr. Mit rund 4,9 Mio. Beschäftigen (Stand: Ende 2011) war rund jeder neunte Beschäftigte in Deutschland im Gesundheitswesen tätig. Die Gesundheitsbranche ist damit der bedeutendste Arbeitgeber Deutschlands. Auch für das Jahr 2013 erwartet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) trotz einer leichten Eintrübung der wirtschaftlichen Erwartungen der Branche rund neue Arbeitsstellen. Ein aktuelles Forschungsprojekt des Bundeswirtschaftsministeriums prognostiziert, dass im Jahr 2030 bereits rund jeder fünfte Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft beschäftigt sein könnte. Große Bedeutung der Industriellen Gesundheitswirtschaft Eine Studie des Bundesverbands der Deutschen Industrie zeigt, dass Gesundheitsindustrieunternehmen in Deutschland erheblich zu einer Stabilisierung der Wirtschaft beitragen. So stieg der Studie zufolge die Bruttowertschöpfung allein bei sieben der größten Gesundheitsindustrieunternehmen (u. a. Bayer HealthCare, Boehringer Ingelheim, Merck KGaA und Sanofi-Aventis) in der Zeitspanne 2005 bis 2010 um knapp 40 %, womit sie das Wachstum der gesamten Deutschen Wirtschaft dreifach überstiegen. Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Studie ist die Tatsache, dass die Gesundheitsindustrie offenbar weitgehend konjunkturunabhängig ist. Während die Bruttowertschöpfung der deutschen Gesamtindustrie im Jahr 2009 um mehr als 5 % rückläufig war, blieb jene der sieben Unternehmen weitgehend konstant. Im Gegensatz hierzu musste z. B. das verarbeitende Gewerbe einen Rückschlag von minus 22 % hinnehmen. Ferner stechen die betrachteten Unternehmen auch durch ihre besondere Innovationskraft hervor. Im Jahr 2009 investierten sie 9,1 % ihres Gesamtumsatzes in Forschung und Entwicklung (F&E). Im Vergleich hierzu liegt die F&E-Quote in der überaus forschungsintensiven Luftund Raumfahrtindustrie lediglich 0,6 Prozentpunkte höher. Generell gilt das Gesundheitswesen als eine der zukunftsträchtigsten Branchen Deutschlands. Dabei wird mittlerweile anerkannt, dass sich dieser Wirtschaftsbereich im Vergleich zu anderen Branchen neben der charakteristischen Krisenfestigkeit und der ständig wachsenden Nachfrage auch dadurch auszeichnet, dass er einen besonderen Beitrag zur Stärkung der Binnenwirtschaft in der traditionell auf den Export ausgerichteten deutschen Wirtschaft leistet. Wirtschaftsexperten gehen davon aus, dass sich die Gesundheitswirtschaft in den kommenden Dekaden zu einer tragenden Säule der deutschen Volkswirtschaft entwickeln wird. Sie prognostizieren bis zum Jahr 2020 einen Anteil der Gesundheitsausgaben von knapp 13 % am Bruttoinlandsprodukt und einen Anstieg der Beschäftigtenzahlen auf 7 Mio. Kapitel 2: Trends und Zukunft / Gesundheitswesen Wirtschaftsfaktor mit Zukunft 55

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