Mobilität in der Schweiz. Wichtigste Ergebnisse des Mikrozensus 2005 zum Verkehrsverhalten

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1 Mobilität in der Schweiz Wichtigste Ergebnisse des Mikrozensus 2005 zum Verkehrsverhalten Neuchâtel, 2007

2 Jahresmobilität: Kilometer pro Jahr Eine halbe Erdumrundung pro Person Jahresmobilität km 100,0% davon motorisierter km 56,7% Individualverkehr davon öffentlicher Verkehr km 18,8% davon Flugzeuge km 17,9% Rund 57% aller Kilometer der Schweizer Bevölkerung (Jahresmobilität im In- und Ausland) werden per Auto oder Motorrad zurückgelegt. Rund je ein Sechstel der Jahresmobilität werden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Bahn, Tram, Bus) oder mit dem Flugzeug bewältigt. Jahresmobilität nach Hauptverkehrsmittel (km pro Person und Jahr im In- und Ausland, 2005) alle Verkehrsmittel motorisierter Individualverkehr öffentlicher Verkehr Flugzeug zu Fuss/Velo übrige

3 Jahresmobilität: 30% für Ferien und Ausflüge Einkommen wirkt sich spürbar auf die Mobilität aus Alltagsmobilität km 69,3% Tagesreisen km 6,5% Reisen mit Übernachtungen km 24,3% Total Jahresmobilität km 100,0% Ausserhalb des Alltags, also für längere Tagesreisen und für Reisen mit Übernachtungen, werden rund 30% der Jahresmobilität eingesetzt. Wer mehr verdient legt im Jahr mehr Kilometer zurück und unternimmt längere Reisen. Dies zeigt sich besonders bei den Reisen mit Übernachtungen. Jahresmobilität nach monatlichem Haushaltseinkommen (km pro Person und Jahr im In- und Ausland, 2005) bis Fr Fr Fr. mehr als Fr. Alle Alltagsmobilität Tagesreisen Reisen mit Übernachtungen

4 Tagesdistanz in der Schweiz: Auto dominiert Für rund zwei Drittel der Tagesdistanz wird das Auto benutzt Tagesdistanz im Inland 37,3 km 100,0% davon Langsamverkehr 2,8 km 7,6% davon motorisierter 25,6 km 68,8% Individualverkehr davon öffentlicher Verkehr 7,6 km 20,4% Personen ab 6 Jahren sind im Durchschnitt täglich 37,3 Kilometer im Inland unterwegs und benötigen dafür inklusive Warte- und Umsteigezeit rund 98 Minuten. Die Bevölkerung der Schweiz ist zwar oft und recht lange zu Fuss unterwegs (im Durchschnitt 37 Minuten pro Tag), aber meist nur für kurze Distanzen. Für lange Strecken wird neben der Bahn vor allem das Auto eingesetzt. Allerdings sind 30% aller Autofahrten kürzer als 3 Kilometer. Anteile an den Tagesdistanzen nach Verkehrsmittel (Inlandwege, 2005) 2% 16% 4% 3% 6% 2% 67% zu Fuss Velo Auto Mofa/Motorrad Bahn Tram/Bus/Postauto übrige Verkehrsmittel

5 45% der Tagesdistanz ist Freizeitverkehr Freizeitverkehr ist wichtiger als Pendlerverkehr Tagesdistanz im Inland 37,3 km 100,0% davon für Freizeit 16,6 km 44,7% davon für Arbeit und 10,2 km 27,4% Ausbildung (Pendeln) davon für Einkauf 4,3 km 11,4% Die Freizeit ist wichtigster Zweck des Verkehrs: 45% der Distanzen und 51% der Wegzeit werden im Freizeitverkehr eingesetzt. 27% der Tagesdistanzen sind Pendlerverkehr (Arbeits- und Ausbildungsverkehr) und 11% Einkaufsverkehr. Am meisten Freizeitwege mit je rund einem Fünftel sind dem Besuch von Restaurants, dem Besuch von Bekannten sowie nicht-sportlichen Aussenaktivitäten (z.b. Spaziergänge) gewidmet. Anteile an den Tagesdistanzen nach Verkehrszweck (Inlandwege, 2005) 1% 9% 45% 7% 23% 11% 4% Arbeit Ausbildung Einkauf Freizeit Service und Begleitung geschäftliche Tätigkeit, Dienstfahrt unbestimmt

6 Junge und Männer: länger unterwegs Männer sind 13 km mehr unterwegs als Frauen Frauen Männer Tagesdistanz im Inland 31,0 km 43,9 km Wegzeit im Inland 89,9 Min. 105,6 Min. Grossen Einfluss auf die Mobilität haben neben der Erwerbstätigkeit und dem Einkommen auch das Alter und das Geschlecht: Personen bis 17 und ab 66 legen verglichen mit den mittleren Altersgruppen weniger als halb so lange Distanzen zurück. Männer bewältigen einen Drittel (rund 13 km) längere Distanzen als Frauen vor allem, weil sie häufiger erwerbstätig sind. Tagesdistanz nach Alter und Erwerbstätigkeit (km pro Person und Tag im Inland, 2005) Durchschnitt 37, Jahre Jahre Jahre 66 und mehr 22,5 21,2 42,4 53,0 erwerbstätig nicht erwerbstätig Auszubildende 24,4 29,8 47,

7 Entwicklung der Tagesdistanzen im Inland Die Tagesdistanzen haben sich zwischen 2000 und 2005 erstmals stabilisiert Distanz Index ,4 km 100, ,1 km 112, ,0 km 115, ,1 km 129, ,2 km 130,0 Die Mobilität ist in den letzten 20 Jahren um 30 Prozent gewachsen. Im Vergleich zur früheren Entwicklung ist die Tagesdistanz pro Person zwischen 2000 und 2005 erstmals konstant geblieben. Weil die Bevölkerung gewachsen ist und immer weniger Personen in einem Auto sitzen, hat der Strassenverkehr in der Schweiz trotzdem zugenommen. Besonders zugelegt hat mit 16% Wachstum zwischen 2000 und 2005 der öffentliche Verkehr, eine Folge von Bahn Tagesdistanz nach Verkehrsmittel (km pro Person und Tag im Inland Bevölkerung ab 10 Jahren) ,0 5,5 20,1 2,8 6,5 22,2 1,7 6,2 23,7 2,2 6,8 26,4 1,2 7,9 26,2 0 1,8 1,8 2,4 2,7 2, Langsamverkehr (zu Fuss, Velo) öffentlicher Verkehr motorisierter Individualverkehr übrige

8 Entwicklung der Wegzeit im Inland Immer länger unterwegs Wegzeit Index ,6 Min. 100, ,4 Min. 111, ,8 Min. 120, ,0 Min. 135, ,4 Min. 141,3 Die Wegzeit hat seit 1984 um 41% zugenommen von rund 70 auf 98 Minuten. Die Hypothese, wonach stets gleich viel Zeit im Verkehr verbracht wird und lediglich die Distanzen zunähmen, stimmt somit für die Schweiz nicht. Die Verkehrsmittel sind nicht etwa langsamer geworden, doch der Anteil langsamerer Verkehrsmittel (zu Fuss, Velo) hat zugenommen. Wegzeit nach Zweck (Minuten pro Person und Tag im Inland Bevölkerung ab 10 Jahren) ,4 12,8 10,2 10,2 14,8 44,7 50,0 31,8 43,3 22,6 11,8 13,2 12,0 12,5 13,3 20,4 22,2 18,3 23,4 22, Arbeit und Ausbildung Einkauf Freizeit übrige

9 Auto- und Führerscheinbesitz Autos in 81% aller Haushalte (2005) Haushalte ohne Auto 18,8% Haushalte mit einem Auto 50,6% Haushalte mit 2 und mehr Autos 30,5% Anteil Frauen mit Führerschein 74,4% Anteil Männer mit Führerschein 89,2% In der Schweiz gibt es immer mehr Autos: Nur 19% der Haushalte verfügten 2005 über kein Auto, während es 1984 noch 31% waren. Der Autobesitz ist in ländlichen Gebieten mit 90% überdurchschnittlich hoch, während er in Agglomerationsstädten mit 67% wesentlich niedriger ist. Gleichzeitig nimmt die Auslastung der Fahrzeuge ab: 70 Prozent aller Autofahrten sind nur mit einer Person besetzt. Noch immer besitzen mehr Männer als Frauen einen Führerschein. Anteil Haushalte mit Auto nach Raumtypen (2005) Durchschnitt Schweiz 81,2 Agglo-Kernstädte 66,9 Agglo-Kernzonen-Gemeinden 83,9 übrige Agglo-Gemeinden 87,8 ländliche Gemeinden 89,8 0% 20% 40% 60% 80% 100%

10 Mikrozensus zum Verkehrsverhalten Das Statistikprogramm des Bundes sieht alle 5 Jahre die Durchführung einer Erhebung zum Verkehrsverhalten der schweizerischen Wohnbevölkerung des so genannten «Mikrozensus Verkehr» vor. Dabei wird eine repräsentative Stichprobe von Haushalten bzw. Personen mit computergestützten Telefoninterviews zu verschiedenen Aspekten des Verkehrsverhaltens befragt. Die vorliegende Broschüre fasst einige ausgewählte Ergebnisse aus der Erhebung 2005 zusammen. Weiterführende Informationen Ausführlicher Bericht mit CD-ROM: «Mobilität in der Schweiz, Ergebnisse des Mikrozensus 2005 zum Verkehrsverhalten», Bundesamt für Statistik, Bundesamt für Raumentwicklung (2007), Neuchâtel, Bern Bestellnummer: Preis: Fr. 28. (exkl. MWST) Tel ; E- Mail: Weiterführende Informationen finden Sie im Internet: und Auskünfte: Bestellnummer:

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