LANGZEITARCHIVIERUNG VON FORSCHUNGSDATEN Dipl.-Inf. Johannes Fricke

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1 LANGZEITARCHIVIERUNG VON FORSCHUNGSDATEN Dipl.-Inf. Johannes Fricke Im Sonderforschungsbereich 840 von partikulären Nanosystemen zur Mesotechnologie an der Universität Bayreuth

2 INHALT IN KÜRZE Hintergrund SFB 840 Forschungsdatenportal Langfristspeicherung Packer und Feeder mediatum als Forschungsdatenportal Aussichten

3 HINTERGRUND Bedeutung für die Wissenschaft Nachhaltige Sicherung Langfristige Zugänglichkeit Offener Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen Nachnutzung Überprüfbarkeit Forderung der DFG Seit 2010 ein Thema der DFG Bei DFG-Anträgen wird Konzept zur Langfristspeicherung verlangt Vorher: Speicherung auf Speichermedien ohne Verfahren

4 SFB 840 Warum: Fortsetzungsantrag Rahmen: Infrastruktur-Teilprojekt Z2 des SFB 840 Durch IT-Servicezentrum in Kooperation mit der UB Ziel: Konzeption und Bereitstellung eines Forschungsdatenportals für den SFB Link

5 HERAUSFORDERUNGEN Forscher des SFB 840 Chemiker => Spektrometerdaten Physiker Strukturbiologen Bioinformatiker Forscher von polymeren und keramischen Werkstoffen Kein fachspezifisches Portal Unterschiedlichste Daten Unterschiedliche Philosophie beim Umgang mit Daten

6 FORSCHUNGSDATENPORTAL Alle forschungsrelevante Daten Auch Auswertungen, nicht nur Primärdaten Metadaten Persistente Referenzierbarkeit über DOIs (Digital Object Identifier) Langfristige Verfügbarkeit Rückgriff auf bestehende Softwarelösungen Auch auf andere Bereiche ausweitbar

7

8 DER OAIS-STANDARD Referenzmodell für die digitale Archivierung bei Bibliotheken und Archiven ISO-Standard Arten von Informationspaketen SIP = Submission Information Package = Übergabe-Informationspaket AIP = Archival Information Package = Archivierungs-Informationspaket DIP = Dissemination Information Package = Auslieferungs-Informationspaket Wichtige Funktionen Ingest Archival Storage Access

9 LANGFRISTSPEICHERUNG ROSETTA VON EXLIBRIS Lizenz der Bayerischen Staatsregierung für alle UBs in Bayern Rückgriff auf Erfahrung der BSB / LRZ => Nutzung der Installation Einsatz an der ETH Zürich Archivierung von Forschungsdaten Entspricht internationalen Standards zur Archivierung und Digitalisierung, wie dem METS-Standard Langzeitarchivierungslösung gemäß OAIS-Standard Einige Vorteile Automatische Prüfsummen- und Integritätschecks Formatkonversionen Umfangreiche Management-Oberfläche

10 Packer und Feeder

11 MEDIATUM Open-source, Python, Web-Schnittstelle Entwicklung durch DFG-Projekt IntegraTUM Ist der zentrale Dokumenten- und Publikationsserver für die TUM Stellt ein Portal zur Verfügung als mögliche Lösung Hoher Grad an Modularisierung Berechtigungsprüfung, Rechtemanagement

12 MEDIATUM Frei definierbare und flexible Workflows Metadatenschemata frei nach eigenen Vorstellungen festlegbar Kooperation mit TU München Link

13 AUSSICHTEN Evaluation von Rosetta Komponenten der Firma Docuteam Evaluation von mediatum Kopplung von Rosetta und mediatum Integration der DOI-Vergabe in Kooperation mit der UB Erarbeitung von Metadatenschema

14 DANKE FÜR DIE AUFMERKSAMKEIT - FRAGEN? Gerne entweder jetzt Oder später: per Per Telefon: +49 (0) Links

15

16 SONDERFORSCHUNGSBEREICH 840 von partikulären Nanosystemen zur Mesotechnologie Nanoskalige Baueinheiten mit herausragenden Eigenschaften Integration dieser Komponenten in funktionale Systembausteine erweist sich als schwierig Verknüpfung molekularer oder nanoskaliger Baueinheiten zu komplexen funktionalen Systembausteinen Herausforderung: Schnittstelle etablieren Funktionales Systemkonzept: die Mesotechnologie

17 FUNKTIONEN IM OAIS PERSONEN ODER TECHNISCHE LÖSUNGEN? Das als ISO verabschiedete Referenzmodell beschreibt ein Archiv als Organisation, in der Menschen und Systeme mit der Aufgabenstellung zusammenwirken, Informationen zu erhalten und einer definierten Nutzerschaft verfügbar zu machen. Aus: Das OAIS-Modell, Schweizerische Nationalbibliothek NB,

18 DER OAIS-STANDARD

19 INGEST-EINHEIT

20

21 ROSETTA: EINE KLEINE CHRONIK DER BSB 2009: Entscheidung pro Rosetta Mai 2010: Trainingssystem, Rosetta 2.0 August 2010: Rosetta Produktivsystem, Rosetta : Funktions- und Lasttests, Rosetta : Beginn des Produktivbetriebs, Rosetta

22 VORTEILE VON ROSETTA +Daten sind auf Server +Die Daten können mit Informationen versehen werden => CMS +Verknüpfung mit einem Katalogsystem +Validierung der Dateien, Risikoanalyse

23

24

25 WAS VERSTEHT MAN UNTER EINEM DOI- NAMEN? Dauerhafter Bezeichner für Zitierung und Verlinkung Ist mit dem Objekt an Entität verknüpft Identifiziert eine Entität direkt und unmittelbar

26 WIE IST EINE DOI AUFGEBAUT? Aufgeteilt in Präfix und Suffix Präfix von DOI-Registrierungsagentur, Suffix von Datenzentrum DOI sollte opaker String sein Auflösung:

27 WAS MUSS ICH TUN, UM DOI-NAMEN ZU REGISTRIEREN? Bewerbung bei der TIB als Datenzentrum Datenzentrum verantwortlich für Speicherung der registrierten Inhalte Qualitätssicherung Pflege Metadatenerzeugung DOI-Registrierung TIB speichert Metadaten Vertrag des Datenzentrums

28 RECHTEVERGABE Schutz vor unberechtigtem Zugriff Insbesondere unpublizierte Daten Erforderlich: Rechtekonzept für notwendige Zugriffsbeschränkungen Möglichkeit der Bereitstellung vor allgemeiner Freigabe

29 PROBLEME MIT DER LZA IN DER DIGITALEN WELT Kurze zu erwartende Lebensdauer digitaler Datenträger Schneller Medienwandel Urheberrechtliche Einschränkungen Wandel der Formate Digital Rights Management Quelle:

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