Die Neuorganisation des österreichischen Universitätswesens und dessen Auswirkungen auf das Bibliothekswesen

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1 Die Neuorganisation des österreichischen Universitätswesens und dessen Auswirkungen auf das Bibliothekswesen Bruno Bauer, Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien AGMB Jahrestagung in Mannheim, 27. September

2 Neue gesetzliche Rahmenbedingungen Universitätsgesetz Bundesgesetz über die Organisation der Universitäten und Studien (UG 2002), BGBl I Nr. 120/2002 Universitäts-Akkreditierungsgesetz Bundesgesetz über die Akkreditierung von Bildungseinrichtungen als Privatuniversitäten (UniAkkG), BGBl I. Nr. 168/1999, in der Fassung BGBl Nr. 54/ B. Bauer: Die Neuorganisation des österreichischen Bibliothekswesens 2

3 Universitätsgesetz größtmögliche Autonomie und Selbstverwaltung für die Universitäten und ihre Organe... Globalbudget Charakteristika der staatlichen Universitäten: Überwiegend staatliche Finanzierung Freier Zugang Einheitliche Studiengebühr (363,35 Euro pro Semester) B. Bauer: Die Neuorganisation des österreichischen Bibliothekswesens 3

4 Universitätsgesetz 2002 Errichtung von drei eigenständigen medizinischen Universitäten: Graz Innsbruck Wien Auflösung: Österreichische Zentralbibliothek für Medizin Österreichische Zentralbibliothek für Physik B. Bauer: Die Neuorganisation des österreichischen Bibliothekswesens 4

5 Universitäts-Akkreditierungsgesetz 1999/ öffnet universitären Sektor für private Anbieter... Charakteristika der Privatuniversitäten Finanzierungsverbot für den Bund: Kostenübernahme durch Länder, Vereine, Verbände, private Sponsoren, Studienbeiträge Studienzugangsbeschränkungen Autonome Festlegung der Studiengebühren (ab 2000 Euro pro Semester) B. Bauer: Die Neuorganisation des österreichischen Bibliothekswesens 5

6 Universitäts-Akkreditierungsgesetz 1999/2000 Akkreditierungsrat: Vergabe der Akkreditierung jeweils auf 5 Jahre dann Reakkreditierung für 5 bzw. 10 Jahre 8 akkreditierte Privatuniversitäten für Theologie, Wirtschaftswissenschaften, Musik und Medizin davon: 3 medizinische Privatuniversitäten 2 Einrichtungen im Akkreditierungsverfahren davon: 1 medizinische Privatuniversität B. Bauer: Die Neuorganisation des österreichischen Bibliothekswesens 6

7 Staatliche medizinische Universitäten Graz, Innsbruck, Wien Einheitliches Studienangebot Humanmedizin Diplomstudium (12 Semester) Doktoratstudium der Medizinischen Wissenschaften (4 Semester) Zahnmedizin Diplomstudium (12 Semester) Doktoratstudium der medizinischen Wissenschaften (4 Semester) Diverse Universitätslehrgänge B. Bauer: Die Neuorganisation des österreichischen Bibliothekswesens 7

8 Medizinische Universität Innsbruck Med Uni Wien 55% Verteilung der Studenten an den staatlichen Medizin-Universitäten in Österreich Med Uni Graz 24% Med Uni Innsbruck 21% B. Bauer: Die Neuorganisation des österreichischen Bibliothekswesens 8

9 Literaturversorgung der Med Uni Wien Universitätsbibliothek der Med Uni Wien (bis Ende 2003 Österr. Zentralbibliothek für Medizin): Größte Medizinbibliothek in Österreich Bisher: 33 Planstellen Standorte: Hauptbibliothek, 4 Zweigbibliotheken (Neurologie, Krebsforschung, Zahnmedizin, Geschichte der Medizin), 37 Instituts- u. Klinikaufstellungen 1,95 Mio. Euro Literatur- u. Sachaufwand EZB: Zugriffe auf e-zeitschriften (= 444 Zugriffe pro Tag) ca Monographien u. Zeitschriftenbände Entlehnungen Verlängerungen Fernleihen u. Document Delivery B. Bauer: Die Neuorganisation des österreichischen Bibliothekswesens 9

10 Literaturversorgung der Med Uni Graz Bibliothek der Med Uni Graz 16 MitarbeiterInnen Standorte: Bibliothek Vorklinik (seit 2002 in Betrieb) Bibliothek Klinik mit Lernzentrum: im Zentrum für Medizinische Grundlagenforschung (eröffnet am ) 39 Instituts- u. Klinikaufstellungen Vortrag von Frau Dr. Ulrike Kortschak: Graz: 2004 die Bibliothek der Medizinischen Universität Graz als Newcomer am Mittwoch, , Uhr B. Bauer: Die Neuorganisation des österreichischen Bibliothekswesens 10

11 Literaturversorgung der Med Uni Innsbruck Universitätsbibliothek Innsbruck - e-medien - Lehrbuchsammlung Medizinisch-Biologische Fachbibliothek (4 MitarbeiterInnen) - kleine Handbibliothek Zeitschriftenbände bei ca. 470 lfd. Zeitschriften 35 Instituts- u. Klinikaufstellungen B. Bauer: Die Neuorganisation des österreichischen Bibliothekswesens 11

12 Akkreditierungsbeginn: 26. November 2002 Muttergesellschaft: private Stiftung Finanzierung: Land u. Stadt Salzburg, Gemeinden (34 %) Sponsoren, u.a.: D. Mateschitz und D. Kahn (30 %) Studiengebühren (19 %) Auftragsforschung (17 %) (Gesamtbudget der PMU für fünf Jahre: 26,8 Mio. Euro) Partner: Salzburger Landeskliniken (SALK), naturwiss. Fak. der Univ. Salzburg, Mayo Medical School B. Bauer: Die Neuorganisation des österreichischen Bibliothekswesens 12

13 Studienangebot Diplomstudium der Humanmedizin max. 42 Studenten pro Jahrgang Studiengebühr: Euro pro Jahr Ph.D.-Studiengang Molekulare Medizin max. 10 Personen pro Jahr Habilitationsordnung SCI als Kriterium B. Bauer: Die Neuorganisation des österreichischen Bibliothekswesens 13

14 Bibliothek der Med Privatuni Salzburg Feierliche Eröffnung am 16. August 2004: Joseph und Brigitta Troy Bibliothek Finanzielle Unterstützung von Donald Kahn Bibliothek im Aufbau (260 m²): 1 Mitarbeiterin Einstieg in ö. Konsortien & Nutzung der EZB Zeitschriften: ca. 600 print, ca online (davon Medizin, 170 Biologie) 10 Computerarbeitsplätze B. Bauer: Die Neuorganisation des österreichischen Bibliothekswesens 14

15 Akkreditierungsbeginn: 16. November 2001 Hauptgesellschafter: Tiroler Landeskrankenanstalten (TILAK) Zukunftsstiftung des Landes Tirol Neubau der Universität: am Eduard Wallnöfer-Zentrum für Bildung und Innovation in Hall in Tirol Geplanter Eröffnungstermin: Herbst B. Bauer: Die Neuorganisation des österreichischen Bibliothekswesens 15

16 Studienangebot Studiengebühr: Euro pro Semester 3 Studiengänge (Bachelor / Master / Doktorat) Biomedizinische Informatik Gesundheitswissenschaften Pflegewissenschaft Universitätslehrgang: Krisen- & Katastrophenmanagement B. Bauer: Die Neuorganisation des österreichischen Bibliothekswesens 16

17 Bibliothek der UMIT Bibliothek im Aufbau: 2 MitarbeiterInnen Beginn mit 1. September 2004 bisher Literaturversorgung durch die Bibliothek des Ausbildungszentrums West für Gesundheitsberufe (Innsbruck) B. Bauer: Die Neuorganisation des österreichischen Bibliothekswesens 17

18 Privatuniversität für Traditionelle Chinesische Medizin LI SHI ZHEN Akkreditierung: 10. August 2004 Rechtsträger: Verein für TCM Akademie Campus in Wien XIX. (eröffnet am 15. Dezember 2001) Hauptgebäude mit vier Seminarräumen, Internet-Cafe, Studienbibliothek Nebengebäude mit ZEN Tempel Garten: Japanischer ZEN Garten, Chinesischer Garten, Qi Gong Wiese, KOI Fischteich Zweigcampus: München und Berlin B. Bauer: Die Neuorganisation des österreichischen Bibliothekswesens 18

19 Privatuniversität für Traditionelle Chinesische Medizin LI SHI ZHEN Studienangebot Studiengebühr: ca Euro pro Semester 4 Studiengänge Akupunktur (Bachelor / Master) Chinesische Pharmakologie (Bachelor / Master) Tuina (Bachelor / Master) Traditionelle chinesische Medizin (Master) 4 Universitätslehrgänge: TCM Methodologie TCM Gynäkologie TCM Geburtshilfe TCM Tuina chinesische Massage B. Bauer: Die Neuorganisation des österreichischen Bibliothekswesens 19

20 Sigmund Freud Privatuniversität Derzeit im Akkreditierungsverfahren Ziel: erstmals akademische Ausbildung für Psychotherapeuten Geplantes Studienangebot (Bachelor / Master / Doktorat) Studiengebühren: bis Euro pro Semester B. Bauer: Die Neuorganisation des österreichischen Bibliothekswesens 20

21 Resümee (1) Perspektiven für die staatlichen Medizinuniversitäten und die medizinischen Privatuniversitäten in Österreich B. Bauer: Die Neuorganisation des österreichischen Bibliothekswesens 21

22 Resümee (2) Bologna-Erklärung (16. Juni 1999): Unterzeichnung durch 29 europäische Länder Ziel des Bologna-Prozesses:... bis zum Jahr 2010 einen einheitlichen Europäischen Hochschulraum zu realisieren B. Bauer: Die Neuorganisation des österreichischen Bibliothekswesens 22

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