Stromverteilung und Power-Management in Rechenzentren: STARLINE Track Busway, PX ipdus und Power IQ

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1 Stromverteilung und Power-Management in Rechenzentren: STARLINE Track Busway, PX ipdus und Power IQ Einleitung RZ-Manager sehen sich heute mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert: Immer mehr Rechenleistung muss bei effizienterer Energienutzung und zunehmender Rack-Dichte sowie konstanter Stellfläche und bei maximaler Verfügbarkeit bereitgestellt werden. Die dafür zur Verfügung stehenden IT-Budgets bleiben dabei entweder konstant oder werden sogar eingedampft. Diese Anforderungen und Limitierungen führen häufig dazu, dass sich eine IT-Kultur ausbildet, in der zwar mit hoher Frequenz und nur punktuell Änderungen an der Infrastruktur vorgenommen werden, sich aber der strategische Fokus und eine ganzheitliche Betrachtung verlieren. Davon betroffen sind insbesondere bestehende Rechenzentren, die oftmals für umfassende Kapazitäts- und Umgebungsanpassungen sowie Optimierungen nur unzureichend gewappnet sind. Ausschlaggebend dafür kann etwa ein physisches Stromverteilungsdesign sein, das an seinen Kapazitätsgrenzen arbeitet, oder ein nur unzureichendes oder schlichtweg nicht stattfindendes Power- Monitoring, über das Energieeffizienz und eine solide Lasten- und Ressourcenplanung erfolgen könnte. Daher richtet dieses White Paper den Focus darauf, wie eine flexible Stromverteilungsinfrastruktur heutigen und künftigen Anforderungen gerecht werden kann und inwieweit diese zusammen mit einem umfassenden Power- Monitoring-System zu einer besseren Kapazitätsplanung, höheren Energie- und Kosteneffizienz sowie zur Wirtschaftlichkeit von IT und Unternehmen insgesamt beitragen können. Heutige Trends im IT-/RZ-Umfeld RZ-Verantwortliche müssen heute Wege finden, um die Verfügbarkeit ihrer IT hoch zu halten, diese für wachsende Leistungsanforderungen flexibel zu gestalten und serviceorientierte Architekturen aufzusetzen, die das strategische Unternehmensgeschäft unterstützen. Während diese Anpassungen im Software- und Storage- Sektor in der Regel einfach und schnell vorgenommen werden können, hinkt die physische Rechenzentrumsinfrastruktur in ihrer Anpassungsfähigkeit sehr oft deutlich hinterher, da diese durch ihr historisch gewachsenes Stromverteilungsdesign oftmals starr und sehr unflexibel ist. Die damit verbundenen Probleme lassen sich wie folgt beschreiben: - Innerhalb einer angenommenen, durchschnittlichen Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren bei Rechenzentren wird das IT-Equipment alle zwei bis fünf Jahre durch neue Geräte ersetzt. - Neue Geräte verfügen i.d.r. über weitaus höhere Leistungsdaten, die oftmals beim Ursprungs-Layout eines Rechenzentrums nicht berücksichtigt worden sind. Nach spätestens zwei bis drei Refresh-Zyklen der Hardware kann die Stromverteilung an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. - Mittlere Leistungsdichten von 510kW per Rack und hochdichte Racks mit Kapazitäten um die 1530kW Leistung pro Rack werden in ein und derselben Umgebung betrieben. - Blade Server, immer leistungsfähigere Storage-Systeme sowie Netzwerk-Equipment tragen zu stetig steigenden Stromverbräuchen bei. - Ein- und dreiphasige Verbraucher werden oftmals im gleichen Rack untergebracht. - Anforderungen an die physikalische Sicherheit steigen. - Unternehmenseigene Vorgaben für die effiziente Nutzung von Energie: Im Zuge der Reduzierung von Energiekosten rücken auch immer mehr die PUE (Power Usage Effectiveness), Spitzenlastzeiten und die ökologische Nachhaltigkeit (Stichwort: Carbon Footprint) in den Vordergrund. Valide Aussagen hierzu können nur auf der Basis eines umfassenden Power-Monitorings getroffen werden. Dieses steht auch als

2 Voraussetzung und Mittel zur Evaluierungen von Smart Grid (intelligente Stromnetze)-Anwendungen. - Steigende Anforderungen an Hochverfügbarkeit und alle damit verbundenen Service-Levels Diese Trends lassen klar den Bedarf an flexibel anpassbaren, beliebig skalierbaren und sicheren Lösungen für die Stromverteilung und das Power-Monitoring erkennen. Die Last mit konventionellen Stromversorgungssystemen: Entweder zu groß oder zu klein dimensioniert Traditionell werden in Rechenzentren kabelbasierte Lösungen zur Stromverteilung eingesetzt. Diese verlaufen zumeist als Versorgungsstränge im Doppelboden oder werden über Trassen unter der Rechenzentrumsdecke geführt. Planer und Elektroingenieure sind mit dieser Form der Strom-Distribution langjährig vertraut und errichten entsprechende Verteilungsinfrastrukturen, obwohl neben den Vorteilen auch die folgenden, zahlreichen Nachteile bestens bekannt sind: Wertvoller Raum im Doppelboden ist durch großvolumige elektrische Versorgungsstränge ausgefüllt. Die Komplexität und Unübersichtlichkeit der Verkabelungsinfrastruktur steigt. Kabel, Schaltbretter und Unterbrecher sind bei Wartungsarbeiten und Erweiterungen nur schwer zugänglich; Lichtbogen-Risiken für das technische Personal und Schäden an den elektrischen Schalttafeln drohen. Dicke Kabelstränge behindern überdies eine gleichmäßige Strömung der erzeugten Kühlluft. Dadurch entsteht energetische Ineffizienz, denn die konditionierte Luft gelangt nicht mit ausreichendem Druck und zureichender Strömungsgeschwindigkeit zur Hardware. Eine Bildung von Wärmenestern (Hot Spots) und überhitzungsbedingte Betriebsstörungen oder gar Ausfälle der Hardware können die Folge sein. Weitere Nachteile bestehen bei einem kabelbasierten Verteilungssystem aufgrund der mangelnden Flexibilität. Jede Erweiterung oder jeder Rückbau geht mit einem hohen Zeit-, Arbeits- und Kostenaufwand einher: Vom erstmaligen Aufsetzen der Struktur an müssen die Planer alle Führungsstrecken von der Hauptversorgung und wieder zurück am Reißbrett planen. Jede Abzweigung, Schalttafel und jeder Anschluss ist im Vorhinein genau festzulegen. Unmöglich ist es hierbei, alle zukünftigen Erweiterungen und Ausbauten bereits im Detail mit einzuplanen. Daher wird häufig die Stromverteilung im Hinblick auf ihre Kapazitäten überplant oder aber lediglich am aktuellen Bedarf ausgerichtet mit der Folge, dass bei einer Überplanung hohe Anfangsinvestitionen vonnöten sind, die sich bei nur geringem Wachstum der RZ-Infrastruktur womöglich nie vollumfänglich amortisieren und fortlaufend die IT-Budgets belasten. Wird hingegen die Stromverteilung nur gemäß dem Ist-Bedarf implementiert, bedeutet jeder Erweiterungsschritt unverhältnismäßig hohe Kosten durch einen langen Planungsvorlauf, geplante Downtime und externe Elektrikereinsätze für die Errichtung von Abzweigungen sowie erhöhte Risiken, die mit der oben geschilderten Komplexität und Unübersichtlichkeit gegeben sind. Heutige Lösungen für die Stromverteilung sind flexibel und punktgenau skalierbar Als Alternative zu konventionellen Verteilungs- und Power-Monitoring-Lösungen gibt es schon seit mehreren Jahren Systeme, die eine kontinuierliche und punktgenaue Kapazitätsplanung gestatten, sich einfach wachsenden Anforderungen anpassen und nach Belieben skalierbar sind. Die Rede ist von schienenbasierten Stromverteilungslösungen und intelligenten Power-Management-Systemen, die perfekt aufeinander abgestimmt mittel- und langfristig mit den geringsten TCO die IT- und Facility-Budgets belasten: Overhead-Schienensysteme setzen sich aus modular erweiterbaren Schienenprofilen sowie Abgangskästen (mit Unterbrechern, Anschlüssen oder Drop-Kabeln) zusammen, die sich an jeder beliebigen Stelle entlang der Schiene anbringen lassen. Ausgelegt sind die Schienen als AC- und DC-Ströme für Kapazitäten zwischen 100 und 800 Ampere sowie in den Voltlagen 415 und 600. Intelligente PDUs (Power Distribution Units) verfügen über einfache oder schaltbare Steckerleisten mit integrierter Strommessung für die gesamte Leiste, einzelner Ports oder Port-Gruppen für das Power-Management und -Monitoring. Ergänzende Sensorik-Elemente gestatten zudem eine Erfassung von Parametern wie Temperatur,

3 Feuchte, Bewegung etc. Über eine Power-Management-Software werden alle PDUs und Messdaten konsolidiert verwaltet auf Port-, Steckerleisten-, Device-, Rack, Abteilungs- und/oder Rechenzentrumsebene. Darüber hinaus bietet die Software Remote-Kaltstarts, sequentielles Booting, Stromverbrauchsanalysen und Kosten-Reporting, Kapazitätsplanung, CO2- Ermittlung und die Erfassung und Auswertung von Umgebungsparametern. Overhead-Stromschienen: Schnell, einfach und kostengünstig zu installieren Das STARLINE Track Busway-Schienensystem kann überall im Rechenzentrum installiert werden und nimmt eine große Zahl an Abgangskästen in unterschiedlichen Leistungsstufen auf. Dadurch lassen sich die bei kabelbasierten üblichen Schaltkästen, langen Kabelstränge, aufwändig zu errichtenden Abzweigungen und dadurch hohen Kosten vermeiden. Unterbrecher, die direkt in die Abgangskästen integriert sind, erleichtern Rekonfigurierungen oder Fehlerbehebungen. Die Kosten für ein STARLINE- Stromschienensysten befinden sich auf dem gleichen Niveau wie bei kabelbasierten Lösungen. Die Kostenvorteile ergeben sich mit jedem Erweiterungsschritt: Abgangskästen können in Minutenschnelle hinzugefügt und wieder entfernt werden, ohne dass wie bei Kabelsystemen ein umständliches Hantieren an den Leitern und das Hinzufügen von neuen Anschlüssen über entsprechende Verdrahtungen erforderlich sind. Auch das Kürzen, Verlängern oder gar das Wechseln von Leitern bei höherem Kapazitätsbedarf wird dem technischen Personal erspart. Somit wird auch das Risiko von unbeabsichtigten Fehlern, Versorgungsunterbrechungen und Lichtbögen auf ein Minimum reduziert. Racks können einfach neu angeschlossen, an anderer Stelle platziert oder rekonfiguriert werden, ohne die allgemeine Stromversorgung und damit den Betrieb von bestehenden Racks unterbrechen zu müssen. Haltbarkeit Overhead-Stromschienensysteme können aufgrund der Langlebigkeit ihrer Komponenten über viele Jahre hinweg erweitert, rückgebaut und an anderer Stelle wiederverwendet werden. Im Vergleich zu Kabelsystemen enthalten Schienenlösungen weniger Kupfer, und die wiederverwendbaren Komponenten tragen zu einer verbesserten Umweltbilanz bei, da weniger Sonderabfall entsteht und die entsprechenden Kosten für die Entsorgung, das Einschmelzen und den Transport entfallen. Ständig steigende Leistungsdichten bei den Servern führen zu höheren Stromverbräuchen, die aus dem höheren Strombezug der Hardware und den entsprechend wachsenden Ansprüchen an die Kühlung resultieren. Für jeden Euro mehr, der für Strom aufgewendet werden muss, entfällt ein weiterer Euro an Kosten auf die Kühlung. Diese Kostenspirale dreht sich beständig weiter und hat auch Auswirkungen auf die physische Infrastruktur eines Rechenzentrums: Immer mehr und größer dimensionierte Versorgungsstränge müssen zur Befriedigung des Stromhungers der Peripherie im Doppelboden verlegt werden und stellen immer größere Barrieren für die Kühlluftzirkulation dar. Bei einem Overhead-Stromverteilungssystem können der Kabeldschungel und eine sich daraus ergebende Ineffizienz bei der Kühlung vermieden werden. Daher ist ein Schienensystem eines der

4 energieeffizientesten Lösungen am Markt. Skalierbarkeit Aufgrund der langen Zeitspanne zwischen der Planung und Implementierung eines Stromverteilungssystems ist dieses oftmals bei der ersten Inbetriebnahme in dem Sinne überaltert, dass es den sich zwischenzeitlich ergebenden Leistungsanforderungen schon nicht mehr gerecht werden kann. Entsprechend müssen häufiger schon ab dem ersten Betriebstag an, zum Beispiel die Platzierungen der Stromabzweigungen rekonfiguriert werden. Das geht mit hohen Kosten und zusätzlichen Tagen an geplanter Downtime einher. STARLINE Stromschienen sind jederzeit und für alle Ansprüche einfach und schnell zu skalieren, indem Abzweigungen über Abgangskästen innerhalb von Minuten, ohne Downtime und Mehrkosten für eine aufwändige Montage hinzugefügt und wieder entfernt werden können. Diese Flexibilität erleichtert und verkürzt die Vorplanung und verhindert, dass die am Reißbrett entworfene Stromverteilungsinfrastruktur sich vom ersten Tag ihrer Inbetriebnahme an schon überlebt hat. Dies ist insbesondere für Housing- und Colocation-Anbieter ein großer Vorteil, da sich diese Umgebungen sehr schnell verändern und die Stromverteilung äußerst flexibel Schritt halten kann. Durch den modularen Aufbau, die hohe Haltbarkeit und nahezu unbegrenzten Wiederverwendungsoptionen bleibt eine STARLINE-Lösung über viele Jahre skalierbar und passt sich dem sich verändernden Design eines Rechenzentrums nahtlos an. Somit ist auch ein dauerhaft hoher Nutzen in punkto Nachhaltigkeit gegeben. Mehr nutzbare Rechenzentrumsfläche Der IT-Output pro Quadratmeter Rechenzentrumsfläche ist der Gradmesser für die IT-Produktivität und Wirtschaftlichkeit. Daher ist die effiziente Nutzung dieser Fläche auch so wichtig. Overhead-Schienensysteme beanspruchen keine Stellfläche und geben Raum für weiteres Produktivequipment. Ferner verbannen Sie Kabel aus dem Doppelbodenraum und schaffen schlanke Eins-zueins-Verkabelungsinfrastrukturen eben nur dort, wo Racks, Storage oder weiteres Equipment stehen. Überwachung und Kontrolle der Stromnutzung Es ist äußerst wichtig, dass RZ-Manager exakt die Verbräuche in ihrer Umgebung kennen. Ist dies nicht der Fall, kommt es häufig dazu, dass aktive Geräte in ein Rack eingebaut werden, der Kapazitätszuwachs nicht mehr von den Leitern bewältigt werden kann, Sicherungen ausgelöst werden und zu ungeplanter Downtime führen. STARLINE- Systeme sind auf Wunsch mit einem integrierten Power- Monitoring-Tool erhältlich, dass die Ströme für jede Phase eines Leiters in Echtzeit misst und anzeigt, automatische Warnmeldungen auslöst und eine Remote-Fehlerbehebung bietet. Über die Kenntnisse der kompletten Lasten eines Racks können RZ-Manager Erweiterungen punktgenau planen, ein Load-Balancing vornehmen und dadurch ihre Umgebung besonders energie- und kosteneffizient betreiben.

5 400V Intelligente Rack PDUs: Akkurates und intelligentes Strom-Monitoring und Management Die Zuführung von 400V Spannung an das im Rack integrierte IT-Equipment minimiert die Verluste durch Transformationsprozesse. Normalerweise wird 480V-Strom in Rechenzentren eingespeist und in 208V/120V konvertiert. Durch die Umwandlung gehen rund 4 Prozent an Spannung verloren. Durch die Versorgung der Racks mit 400V entstehen kaum merkliche Verluste. Kosteneinsparungen Über die Rack-PDU werden die hohen Spannungen dann über den Nullleiter auf 230V transformiert und stehen an jedem Anschluss auf der Steckerleiste zur Verfügung. (Die 400V-Spannung wird zwischen zwei heißen Leitern gemessen, z.b.: L1 + L2. Die Verbindung eines heißen Leiters mit dem Nullleiter nach dem Schema L1 +N reduziert die Spannung auf 400V/1,732=230V.). Heutige IT-Geräte verfügen über eine universelle Stromversorgung, die eine Betriebsspannung zwischen 100 und 240V gestattet. Daher ist ein 230 Volt-Betrieb auch empfehlenswert und sicher. Darüber hinaus ergeben sich Energieeinsparpotenziale: Denn sofern Prozessoren mit 120V Spannung betrieben werden, ergeben sich Verluste von 18 Prozent; während der Betrieb bei 230V nur zu 15 Prozent Verlust führt also einem Effizienzgewinn von immerhin 3 Prozent gleichkommt. Summiert man die vorherig erläuterten 4 Prozent mit den eben ausgeführten 3 Prozent Vorteilen, ergibt sich schon eine Effizienzsteigerung von 7 Prozent. Wird dann noch auf unnötige Umwandlungen verzichtet, ergeben sich Einsparungen beim 400V- gegenüber dem 208Volt-Betrieb von insgesamt 23 Prozent und satte 45 Prozent im Vergleich zur 120V-Verteilung. Geteilter Strom Die Zuführung von 400V an jedes Rack minimiert die Verluste bei der schrittweisen Umwandlung und reduziert gleichzeitig den Bedarf an groß dimensionierten Kupferleitern. Für gewöhnlich wird der 400V 3-Phasenstrom auf zwei intelligente Rack PDUs (ipdus) im Rack verteilt. Die Rack-PDU, mit interner Nullsequenz-Schaltung (dreiphasige Sternschaltung), versorgt dann jeden Server mit 240V Einphasenstrom, der in der Bandbreite aller Netzteile heutiger IT-Geräte liegt. Eine typische Konfiguration für eine Rack-PDU, wie oben beschrieben, besteht aus drei Eingangsleitungen und drei Stromkreisen (L1+N, L2 +N und L3 +N). Der US-amerikanische NEC (National Electric Code) gibt vor, dass Abzweigleitungen gesondert gegen Überlastungen bei 20A oder weniger geschützt sein müssen. Deshalb verfügt jeder der drei Stromkreise über einen 20A-Unterbrecher (oder eine entsprechende Sicherung). Intelligente Rack- PDUs können die Unterbrecher überwachen und gegebenenfalls Warnmeldungen initiieren, wenn ein Unterbrecher kurz vor der Auslösung steht. Ferner können die PDUs die drei Eingangsleitungen kontrollieren und warnen, sobald eine Imbalance auftritt. Ein Beispiel: Werden 20A in die Stromkreise 1 (L1+ N) und 2 (L2 +N) eingespeist, aber nicht in den dritten Kreis, dann fällt L3 aus einer gleichmäßigen Lastverteilung heraus. Diese Imbalance kann zu Überlastungen des Nullleiters und zu Problemen wie Oberwellen führen. Environmental-Monitoring Intelligente PDUs messen die Gesamtströme und, soweit gewünscht, auch Ströme an jedem einzelnen Anschluss. Die Messung umfasst die folgenden Paarmeter: Stromstärke, Spannung, Scheinleistung und Wirkleistung (kva und kw) sowie den Energieverbrauch (kwh) letzteren sogar mit einer Messgenauigkeit von +/- 1 Prozent. Die PDUs eignen sich ferner für die Kontrolle der Umgebungsparameter in einem Rechenzentrum. Sie unterstützen Plug & Play- Sensoren für die Erfassung von Temperatur und Feuchte - ohne zusätzliche Hardware oder Netzwerk-Verbindungen. Die ASHRAE (American Society of Heating, Refrigerating and AirConditioning Engineers) empfiehlt die Platzierungen von Temperatursensoren an der Rackfront, wo die Kühlluft einströmt, in den oberen, mittleren und

6 unteren Regionen. Eine ipdu übernimmt dann die Kontrolle der Sensoren. Ferner ist es möglich, für jede Temperaturlage Schwellenwerte zu definieren, bei deren Überschreitung Warnmeldungen ausgelöst werden. Daraufhin kann bei hohen Werten die Klimatisierungsleistung der Kühlanlagen hochgeregelt bzw. bei sehr niedrigen Werten entsprechend reduziert werden, um unnötige Lasten zu vermeiden und Energie einzusparen. Die Überwachung der Luftfeuchtigkeit ist für den reibungslosen Betrieb und die Haltbarkeit der Hardware ebenfalls von entscheidender Bedeutung und kann von den ipdus übernommen werden. Da es aber erfahrungsgemäß höchst selten zu Schwankungen von Feuchtigkeitswerten innerhalb einer Rack-Messzone kommt, reicht ein entsprechender Sensor pro Server-Schrank aus. Die ASHRAE hat ihre Empfehlung für die Zulufttemperatur auf einen Höchstwert von 27 C (81 F) angehoben. Auf diesen Richtwert beziehen sich auch IT-Hersteller, die gewährleisten, dass ihre Hardware bis zu dieser Temperatur sicher betrieben werden kann. Eine entsprechende Anhebung der Umgebungstemperatur bedeutet für RZ-Betreiber eine deutliche Verringerung der Lasten und damit Energieverbräuche ihrer Kühlanlagen. Als weltweiter Anbieter von PDU-Lösungen, offeriert Raritan eine große Produktpalette an Systemen, die 400V- Eingangsspannungen unterstützen. Während eine 400V-Verteilung relativ neu in Nordamerika ist, hat sich diese bereist langjährig in Australien und Europa als Standard etablieren können. Data Center Power Management Software: Datenerfassung, -verwaltung und -Reporting einfach per Mausklick Eine umfassende Management-Software sollte dazu in der Lage sein, die verschiedenen Daten aller Rack-PDUs und weiterer IT-Geräte zu erfassen, diese zu konsolidieren und in Form von Reports zusammenzufassen. Über diese lassen sich wiederum Messwerte der jeweiligen Hardware einfach zuordnen und stichhaltige Aussagen über den Effizienzgrad einer Applikation und den eines gesamten Rechenzentrums formulieren. So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, die Verbräuche und damit Energieeffizienz eines einzelnen Servers exakt zu beziffern oder diese Werte pro Rack, Serverraum, IT-Zweigstelle oder für die gesamte RZ-Infrastruktur zu ermitteln. Die über die Software gebotene Funktion, auch den carbon footprint errechnen zu können, gewinnt an Bedeutung, sofern Zertifizierungen eines Rechenzentrums anstehen, ein Emissionshandel auch für Datacenter gelten wird oder künftig gebäudespezifische Umweltauflagen zu erfüllen sind. Über die Data Center Power Management Software lassen sich ebenfalls Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsdaten zentral erfassen und verwalten. Auf dieser Grundlage kann die Klimatisierung im Rechenzentrum feinjustiert werden, wodurch sich erhebliche Einsparungen und eine hohe energetische Effizienz realisieren lassen. Auch zu einem reibungslosen RZ-Betrieb leistet die Erfassung dieser Werte einen wertvollen Beitrag: Werden Schwellenwerte überschritten, gehen Warnmeldungen ein, die eine genaue Lokalisierung des Gefahrenherdes ermöglichen. Daraufhin kann eine Fehlerbehebung entweder remote, über das Herunterfahren von einem mit einer PDU verbundenen Gerät erfolgen, bevor Systemstörungen oder Ausfälle drohen, oder das Problem kann vor Ort an der Quelle behoben werden. Letztlich bietet eine Management-Software den Vorteil, dass sich PDUs aus der Ferne konfigurieren lassen. In Anbetracht der Tatsache, dass in größeren Rechenzentren zumeist Hunderte von PDUs im Einsatz sind, bedeutet dieses Feature eine enorme Arbeitserleichterung und

7 Zeitersparnis für Systembetreuer und Administratoren. Produktauswahl Bei der Auswahl von Stromschienenverteiler sollten die folgenden Punkte berücksichtigt werden: - Eine über die gesamte Schienenlänge mögliche Platzierung von Angangsgästen bietet die größte Flexibilität und Leistungsdichte. - Die einzelnen Schienensektionen sollten so lang wie möglich gewählt werden (bis zu 6m), um die Zahl der elektrischen Verbindungsstellen gering zu halten. - Abgangskästen sollte eine große Bandbreite an Leistungslayouts, Unterbrechern und Anschlüssen bieten. - Abgangskästen sollten aus nur wenigen Einzelteilen und einer einfachen Montagemimik bestehen, um eine maximale Zuverlässigkeit sicher zu stellen. - Die Verbinder zwischen Schiene und Abgangskästen sollten wartungsfrei sein. - Der Anbieter sollte über langjährige Projekterfahrungen im Bereich Stromverteilung verfügen. Bei der Auswahl von intelligenten Rack PDUs gilt es, die folgenden Punkte zu beachten: Die einzelnen Ports auf der PDU sollten sich physisch an- und ausschalten lassen, um die Stromversorgung jederzeit kontrollieren zu können. Nicht-schaltbare Ports sollten für Anwendungen erwogen werden, bei denen ein Herunterfahren zu massiven Problemen führen kann, z.b. bei 24/7 Mission Critical-Servern. Exakt sollten die folgenden Messwerte zu ermitteln sein: Stromstäre (A), Spannung (V), Schein- und Wirkleistung (kva, kw), Leistungsfaktor und Energieverbrauch (kwh) mit einer Messgenauigkeit von +/- 1 Prozent. Integrierte Unterstützung für Plug & Play-Umgebungssensoren Pufferung der Strom- und Umgebungsdaten um nicht unnötige Bandbreitenlasten bei der Übertragung zu generieren. Monitoring der Stromkreisunterbrecher und Anzeige des Schaltstatus Für Dreiphasenstrom: Monitoring der Lastenbalance aller drei Phasen

8 Achten Sie bei der Auswahl einer Power Management- Software bitte auf Folgendes: - Management der Geräte verschiedener Hersteller - Individuelle Konfiguration der Nutzeroberfläche - Übersichtliche Anzeige von Daten als Reports oder Grafiken auf Geräte-, Rack- oder Benutzerebene - Monitoring, Benachrichtigungen und Warnmeldungen - Umfassende Analyse von Kühlungsparametern Frische Power für das Rechenzentrum der Zukunft Änderungen sind unvermeidbar, und das heutige Design von Rechenzentren sollte stets diesem Faktum Rechnung tragen. Unternehmen, die nicht dazu bereit sind, wichtigen Trends zu folgen und den entsprechenden technologischen Wandel in ihrer RZ-Infrastruktur zu vollziehen, werden Reputation und letztlich auch Business gegenüber ihren agileren Mitbewerbern verlieren. Lösungen für die physische Stromverteilung und das Power- Management spielen bei diesen Anpassungsprozessen eine fundamentale Rolle: Nur über das Aufsetzen entsprechender Umgebungen sind Rechenzentren wettbewerbsfähig, energie- und kosteneffizient - und können schon heute künftigen Anforderungen gerecht werden. Weiterführende Informationen Die STARLINE Schienensysteme bilden die technologische Spitze in dieser Produktkategorie. Als weitere Produkte mit der Marke entwickelt und vertreibt die Universal Electric Corporation den STARLINE PlugIn Raceway und US Safety Trolley. Mehr Informationen zu den flexiblen Stromverteilungslösungen erhalten Sie über

9 . Unternehmensprofil Raritan Raritan ist ein führender Anbieter von innovativen Technologien für das Management von Rechenzentren. Zu den Marken den Unternehmens zählen Paragon and Dominion - für den sicheren Out-of-band-Zugriff auf Server; die PX -Produktreihe intelligenter PDUs; Power IQ - eine Strom-und Energie-Management-Software; und seit neuestem: dctrack eine umfassende DCIM-Lösung für das Asset-, Change- und Kapazitäts-Management und Best Practices für den Workflow. Raritans Produkte sind besonders benutzerfreundlich und als Highend- Anwendungen bekannt. Wenn Ihr Unternehmen die Integration eines DCIM-Systems in Erwägung zieht, bieten wir Ihnen mit unserem dctrack die beste Lösung. Neben unserem Firmenhauptsitz in Somerset (NJ), USA, verfügen wir über 38 Niederlassungen weltweit, von denen aus wir die Märkte in insgesamt 76 Ländern betreuen. Weitere Informationen erhalten Sie über Raritan Inc. All Rechte vorbehalten. Raritan, Know more. Manage smarter., Dominion, Paragon, PX, Power IQ und dctrack sind eingetragene Warenzeichen oder Marken von Raritan Inc. oder ihrer Tochtergesellschaften. Alle anderen Warenzeichensind Eigentum ihrer jeweiligen Besitzer.

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