Die Entwicklung von Angebot und Nachfrage auf dem Regelenergiemarkt

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1 Die Entwicklung von Angebot und Nachfrage auf dem Regelenergiemarkt Fachkonferenz Entwicklung der Märkte für Flexibilität in der Stromversorgung Berlin, 29. Mai 2013 Dr. Thomas Pilgram, Geschäftsführer Clean Energy Sourcing GmbH

2 Seite 2 Agenda Kurzvorstellung Clean Energy Sourcing GmbH (CLENS) Überblick Regelenergie Entwicklungen im Markt für Minutenreserve (MRL) Das Big Picture : Bedarf und Angebot von MRL Preise für positive und negative MRL Einfluss von fee auf das Angebot von MRL Das Märchen von den Must-Run-Kapazitäten (oder: Optionen für die Angebotsseite) Dezentrale KWK- und EE-Anlagen im Regelenergiemarkt Demand-Side-Management im Regelenergiemarkt Fazit und Ausblick

3 Seite 3 CLENS ist einer der größten Grünstromversorger Deutschlands Mit einem Stromabsatz von ca GWh Stromabsatz (2012) sind wir einer der größten Grünstromversorger für Gewerbe- und Industriekunden in Deutschland. Wir beschaffen Grünstrom direkt bei den Anlagenbetreibern ein und versorgen unsere Kunden über eine geschlossene Lieferkette. Wir sind Pionier im Bereich Direktvermarktung von EEG-Strom und vermarkten derzeit ca MW EEG-Anlagen direkt (ca MW Wind, 400 MW Bioenergie + Gase, 50 MW Photovoltaik und 50 MW Wasser). Wir betreiben virtuelle Kraftwerke zum Angebot von Regelenergie aus Bioenergie- und KWK- Anlagen.

4 Seite 4 Agenda Kurzvorstellung Clean Energy Sourcing GmbH (CLENS) Überblick Regelenergie Entwicklungen im Markt für Minutenreserve (MRL) Das Big Picture : Bedarf und Angebot von MRL Preise für positive und negative MRL Einfluss von fee auf das Angebot von MRL Das Märchen von den Must-Run-Kapazitäten (oder: Optionen für die Angebotsseite) Dezentrale KWK- und EE-Anlagen im Regelenergiemarkt Demand-Side-Management im Regelenergiemarkt Fazit und Ausblick

5 Seite 5 Regelenergie gewährleistet Stromnetzstabilität Erzeugung (z.t. schwankend aus Wind & Sonne) Sollfrequenz 50 Hz Fluktuierender Verbrauch Erzeugung Verbrauch Für eine stabile Stromversorgung muss die Netzfrequenz im europäischen Verbundnetz stets 50 Hertz betragen. Dies ist der Fall, wenn sich Stromeinspeisung und entnahme im Gleichgewicht befinden. Auf ¼-Stunden Basis sind Bilanzkreisverantwortliche (BKV) verpflichtet für einen ausgeglichenen Bilanzkreis zu sorgen. Kurzfristige Schwankungen der Netzfrequenz werden durch die 4 deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) durch den Einsatz von Regelenergie ausgeglichen.

6 Seite 6 Regelenergie wird in drei Produktkategorien beschafft Die 4 Übertragungsnetzbetreiber beschaffen drei Regelenergiearten mit unterschiedlichen Ausschreibungs- und Anforderungsmerkmalen. Regelenergiearten Produktsegment Ausschreibung Mind.-Angebot Aktivierung Zeitscheiben Vergütung Primärregelleistung Wöchentlich 1 MW <30 Sekunden vollautomatisch 1/Woche Leistungspreis Sekundärregelleistung Wöchentlich 5 MW < 5 Minuten vollautomatisch Peak & Off-Peak Leistungspreis & Arbeitspreis Minutenreserveleistung (Werk-)Täglich 5 MW <15 Minuten teilautomatisiert 6x4h/Tag Leistungspreis & Arbeitspreis Reihenfolge der Aktivierung Primärregelung Sekundärregelung Minutenreserve 5 s 30 s 5 min 15 min 1 h

7 Seite 7 Regelenergie wird in drei Produktkategorien beschafft Die 4 Übertragungsnetzbetreiber beschaffen drei Regelenergiearten mit unterschiedlichen Ausschreibungs- und Anforderungsmerkmalen. Regelenergiearten Produktsegment Ausschreibung Mind.-Angebot Aktivierung Zeitscheiben Vergütung Primärregelleistung Wöchentlich 1 MW <30 Sekunden vollautomatisch 1/Woche Leistungspreis Sekundärregelleistung Wöchentlich 5 MW < 5 Minuten vollautomatisch Peak & Off-Peak Leistungspreis & Arbeitspreis Minutenreserveleistung (Werk-)Täglich 5 MW <15 Minuten teilautomatisiert 6x4h/Tag Leistungspreis & Arbeitspreis Reihenfolge der Aktivierung Primärregelung Sekundärregelung Minutenreserve 5 s 30 s 5 min 15 min 1 h

8 Seite 8 Unterscheidung zwischen Positiver und negativer Regelenergie Um kurzfristige Erzeugungs- und Verbrauchsschwankungen auszugleichen wird positive und negative Regelenergie vorgehalten/eingesetzt. GW 80 Verbrauch Erzeugungs- und Verbrauchsprofil* Erzeugung Positive Regelenergie Einsatz bei: Verbrauch > Erzeugung Zusätzliche Leistung oder Lastabwurf aufgrund erhöhter Nachfrage oder unvorhersehbaren Ausfällen von Erzeugungskapazitäten (z.b. Notabschaltung Kraftwerk) Negative Regelenergie * typisierte Darstellung Einsatz bei: Verbrauch < Erzeugung Leistungsreduktion oder aktive Erhöhung der Entnahme aufgrund geringer Nachfrage oder übermäßiger Erzeugungsleistung (z.b. Windoder Sonnenkraft)

9 Seite 9 Der Regelenergiemarkt ist ein kurzfristiger Kapazitätsmarkt Bereitsteller von Regelenergie erhalten bereits eine Zahlung für die reine Vorhaltung von Flexibilität. Diese Flexibilität muss dann allerdings sicher zur Verfügung stehen. EUR/MW Ausschreibungsergebnis einer Zeitscheibe 1. Zuschlag nach Leistungspreis Produkt: negative Minutenregelleistung Zeitscheibe: 00:00-04:00 Uhr Ausschreibungstag: Freitag, Anzahl Gebote: 226 (154 mit Zuschlag) Bedarf an negativer Minutenregelleistung: MW Alle Angebote werden in aufsteigender Reihenfolge nach dem Leistungspreis sortiert. Mit den günstigsten Bereitstellungspreisen beginnend erhalten alle Angebote einen Zuschlag, bis die ausgeschriebene Menge erreicht ist. Grenzpreis: 147 EUR/MW für Gebot 154 Quelle: eigene Auswertung, Daten von regelleistung.net 2. Abruf nach Arbeitspreis (Merit Order) Alle bezuschlagten Angebote werden dann nach Arbeitspreisen sortiert und im Bedarfsfall mit den günstigsten Angeboten beginnend abgerufen. (ohne Abb.) Sowohl bei Zuschlag für die Bereitstellung von Regelenergie als auch bei einem Abruf im Bedarfsfall wird jeweils der individuell angebotene Bereitstellungs- bzw. Arbeitspreis vergütet (pay-as-bid). 9

10 Seite 10 Agenda Kurzvorstellung Clean Energy Sourcing GmbH (CLENS) Überblick Regelenergie Entwicklungen im Markt für Minutenreserve (MRL) Das Big Picture : Bedarf und Angebot von MRL Preise für positive und negative MRL Einfluss von fee auf das Angebot von MRL Das Märchen von den Must-Run-Kapazitäten (oder: Optionen für die Angebotsseite) Dezentrale KWK- und EE-Anlagen im Regelenergiemarkt Demand-Side-Management im Regelenergiemarkt Fazit und Ausblick

11 Seite 11 Wie beeinflusst die Energiewende den Regelenergiemarkt? Seit Anfang 2010 ist die in Deutschland installierte Leistung von PV- und Windkraftanlagen von ca. 36 GW auf über 64 GW angewachsen! Populäre Thesen: 1. Fluktuierende Erzeugung aus PV- und Windkraftanlagen verursacht einen steigenden Bedarf an Regelenergie! Bedarf Regelenergie 2. Durch die Verdrängung konventioneller Kraftwerke durch Erneuerbare Energien sinkt (langfristig) das Regelenergie-Angebotsvolumen! Angebot Regelenergie

12 Seite 12 positive MRL: Bedarf ist jederzeit durch Angebot gedeckt MW Entwicklung von Bedarf und Angebot von positiver Minutenreserve Bedarf positive MRL Täglich ausgeschriebenes/bezuschlagtes Volumen an pos. MRL ist in den letzten 3 Jahren nicht gestiegen. Mitte 2012 zwischenzeitlicher Rückgang auf < MW Für jede Zeitscheibe (6 Zeitscheiben, je 4 Stunden) und jeden Tag eines Quartals wird dasselbe MRL-Volumen ausgeschrieben (Dimensionierung erfolgt quartalsweise) Angebot positive MRL Bedarf ist regelmäßig um % durch Angebotsseite überdeckt. Rückgang ab Q kann mit AKW-Moratorium erklärt werden (?) Ab Q wieder deutlicher Anstieg des Angebotsvolumens. Angebotsvolumen schwankt in Abhängigkeit der ausgeschriebenen Zeitscheibe und Wochentag. Quelle: eigene Auswertung, Daten von regelleistung.net

13 Seite 13 negative MRL: konstanter Bedarf, genügend Angebot MW Entwicklung von Bedarf und Angebot von negativer Minutenreserve Bedarf negative MRL Auch der Bedarf/das Ausschreibevolumen von neg. MRL ist seit 2010 nicht gestiegen. Angebot negative MRL Bislang keine Engpasssituation: Angebot ist ausreichend um Bedarf zu decken. Kurzfristige Angebotsschwankungen deutlich größer als bei pos. MRL. Saisonalität ist (schwach) erkennbar: im Sommer weniger, im Winter mehr Volumen. Quelle: eigene Auswertung, Daten von regelleistung.net

14 Warum ist im Big Picture die Energiewende nicht zu erkennen? Die Rahmenbedingungen und Zugangsvoraussetzungen des Regelenergiemarktes wurden durch Beschlüsse der BNetzA und gesetzliche Regelungen (EEG) mehrfach angepasst! Seite 14 Die Thesen Die Maßnahmen Fluktuierende Erzeugung aus PVund Windkraftanlagen verursacht einen steigenden Bedarf an Regelenergie Durch die Verdrängung konventioneller Kraftwerke durch EE sinkt das Regelenergie- Angebotsvolumen Bedarf Angebot + Schaffung des deutschen Netzregelverbundes Erweiterung des internationalen Netzregelverbundes Absenkung der Mindestangebotsgröße (MRL/SRL) Verkürzung der Angebotszeiträume (nur SRL) Zulassung steuerbarer EE Bedarf Angebot Gegenläufige und sich überlagernde Effekte Quantifizierung der einzelnen Einflussgrößen schwer möglich Im Ergebnis: der Bedarf ist nicht gestiegen, Angebotsseite ist liquide

15 Seite 15 Agenda Kurzvorstellung Clean Energy Sourcing GmbH (CLENS) Überblick Regelenergie Entwicklungen im Markt für Minutenreserve (MRL) Das Big Picture : Bedarf und Angebot von MRL Preise für positive und negative MRL Einfluss von fee auf das Angebot von MRL Das Märchen von den Must-Run-Kapazitäten (oder: Optionen für die Angebotsseite) Dezentrale KWK- und EE-Anlagen im Regelenergiemarkt Demand-Side-Management im Regelenergiemarkt Fazit und Ausblick

16 Seite 16 Die Bereitstellung von positiver MRL ist fast nichts mehr wert EUR/MW Mittlere und Grenz-Leistungspreise für positive Minutenreserve Der Leistungspreis für positive MRL beträgt häufig 0 EUR/MW Überkapazitäten!? Der Kapazitätsmarkt Regelenergie ist für positive MRL oft ein Energy Only -Markt. Quelle: eigene Auswertung, Daten von regelleistung.net

17 Seite 17 Leistungspreise für neg. MRL sind ein Vielfaches von pos. MRL EUR/MW Mittlere und Grenz-Leistungspreise für negative Minutenreserve Sommer Sommer Sommer Winter Winter Winter mittlere Leistungspreise neg. MRL + Grenz-Leistungspreise neg. MRL Deutlich höheres Preisniveau für die Bereitstellung von neg. MRL als für pos. MRL hohe Preise als Knappheitssignal!? Ab 2011 Preisspitzen in den Sommermonaten saisonaler Einfluss. Summe der Leistungspreise lag 2012 auf dem Niveau von 2010 (2011 lag höher) kein monotone Verteuerung. Quelle: eigene Auswertung, Daten von regelleistung.net

18 Seite 18 Agenda Kurzvorstellung Clean Energy Sourcing GmbH (CLENS) Überblick Regelenergie Entwicklungen im Markt für Minutenreserve (MRL) Das Big Picture : Bedarf und Angebot von MRL Preise für positive und negative MRL Einfluss von fee auf das Angebot von MRL Das Märchen von den Must-Run-Kapazitäten (oder: Optionen für die Angebotsseite) Dezentrale KWK- und EE-Anlagen im Regelenergiemarkt Demand-Side-Management im Regelenergiemarkt Fazit und Ausblick

19 2010er Angebot von neg. MRL korreliert mit der Stromnachfrage Seite 19 Prozentuale Überdeckung des Bedarfs an negativer MRL* im Tagesverlauf 100% 90% Tägliche Angebotskurve Sommer % 70% 60% 50% NEG_00_04 NEG_04_08 NEG_08_12 NEG_12_16 NEG_16_20 NEG_20_ *) Montag-Freitag, jeweils Q2 und Q3 Hohe Stromnachfrage viele Kraftwerke laufen viele Kraftwerke können abgeregelt werden großes Angebot neg. MRL Quelle: eigene Auswertung, Daten von regelleistung.net *) Montag-Freitag, aus Q2 und Q3

20 2012er Angebot von neg. MRL korreliert negativ mit PV-Erzeugung Seite 20 Prozentuale Überdeckung des Bedarfs an negativer MRL* im Tagesverlauf 100% 90% 80% Tägliche Angebotskurve Sommer % 60% 50% NEG_00_04 NEG_04_08 NEG_08_12 NEG_12_16 NEG_16_20 NEG_20_ Hohe PV-Einspeisung wenige konventionelle Kraftwerke laufen wenige konventionelle Kraftwerke können abgeregelt werden geringes Angebot neg. MRL Angebotsrückgang von negativer MRL gegenüber 2010 in allen Zeitscheiben insbesondere in den Mittagsstunden. Quelle: eigene Auswertung, Daten von regelleistung.net *) Montag-Freitag, aus Q2 und Q3

21 2012er Angebot von neg. MRL korreliert negativ mit PV-Erzeugung Seite 21 Prozentuale Überdeckung des Bedarfs an negativer MRL* im Tagesverlauf 100% 90% 80% Tägliche Angebotskurve Sommer % 60% 50% NEG_00_04 NEG_04_08 NEG_08_12 NEG_12_16 NEG_16_20 NEG_20_ Frage: brauchen wir konventionelle Großkraftwerke zur Sicherung der Angebotsseite? Quelle: eigene Auswertung, Daten von regelleistung.net *) Montag-Freitag, aus Q2 und Q3

22 Seite 22 Agenda Kurzvorstellung Clean Energy Sourcing GmbH (CLENS) Überblick Regelenergie Entwicklungen im Markt für Minutenreserve (MRL) Das Big Picture : Bedarf und Angebot von MRL Preise für positive und negative MRL Einfluss von fee auf das Angebot von MRL Das Märchen von den Must-Run-Kapazitäten (oder: Optionen für die Angebotsseite) Dezentrale KWK- und EE-Anlagen im Regelenergiemarkt Demand-Side-Management im Regelenergiemarkt Fazit und Ausblick

23 Optionen zur Sicherung der Angebotsseite im Regelenergiemarkt Seite 23 Frage: brauchen wir konventionelle Großkraftwerke zur Sicherung der Angebotsseite? NEIN!

24 Seite 24 Virtuelle Kraftwerke als Teilnehmer am Regelenergiemarkt Dezentrale Energieerzeuger (steuerbare EE- und KWK-Anlagen) und industrielle/gewerbliche Verbrauchsanlagen sind technisch problemlos in der Lage MRL und SRL bereitzustellen!

25 Dezentrale BHKW können problemlos MRL und SRL bereitstellen Seite 25 Original Präqualifikationsprotokoll (MRL- Doppelhub ) Blockheizkraftwerke sind hochflexible und CO2-arme (Erdgas, Biogas, Biomethan) Energieerzeuger, welche Regelleistung in gleicher Qualität und sogar höherer Zuverlässigkeit anbieten können als konventionelle Großkraftwerke.

26 Das RE-Potenzial dezentraler Erzeuger ist groß und erschließbar Seite 26 Mit dem EEG 2012 wurden die rechtlichen Voraussetzungen für die Teilnahme von steuerbaren EE-Anlagen am Regelenergiemarkt geschaffen: seitdem wurden mehrere 100 MW Anlagenleistung neu in den Regelenergiemarkt integriert. MW Biomasse-, Biogas-, Klär- und Deponiegasanlagen in D* Allein CLENS hat mit seinem virtuellen Kraftwerk über 150 MW dezentrale Energieerzeuger (überwiegend EE) neu in den Regelenergiemarkt geführt! Die installierte Leistung fossiler und biogener BHKW in Deutschland übersteigt das aktuell ausgeschriebene Volumen an MRL- und SRL-Kapazitäten das große Potenzial ist noch weitestgehend unerschlossen. Geringfügige Anpassungen bzw. Klarstellungen würden helfen, das große Potenzial dezentraler EE- und KWK- Anlagen für den Regelenergiemarkt zu erschließen. z.b. KWK-G: Teilnahme am RE-Markt bei Vergütung nach üblichem Preis explizit erlauben. SRL: Verkürzung der Zeitscheiben/Ausschreibezeiträume. *) Quelle: BMU 2013

27 Seite 27 Agenda Kurzvorstellung Clean Energy Sourcing GmbH (CLENS) Überblick Regelenergie Entwicklungen im Markt für Minutenreserve (MRL) Das Big Picture : Bedarf und Angebot von MRL Preise für positive und negative MRL Einfluss von fee auf das Angebot von MRL Das Märchen von den Must-Run-Kapazitäten (oder: Optionen für die Angebotsseite) Dezentrale KWK- und EE-Anlagen im Regelenergiemarkt Demand-Side-Management im Regelenergiemarkt Fazit und Ausblick

28 Seite 28 Die Verbrauchsseite ist kurzfristig für negative MRL geeignet Grundsätzliches zu Demand-Side-Management (DSM): Verbrauchsseitige Laständerung hat meist Nachholeffekte in entgegengesetzter Wirkrichtung zur Folge aktive Bilanzkreisbewirtschaftung und 24h Handel erforderlich. Längere Laständerungen sind wegen der eigentlichen Aufgabe des Verbrauchers meist nicht oder nur zu hohen Kosten darstellbar Teilnahme in SRL aufgrund langer Dauer der Zeitscheibe kaum möglich. Unterscheidung von DSM für positive und negative Regelenergie Stromverbraucher Positive Regelenergie Einsatz bei: Verbrauch > Erzeugung Negative Regelenergie Einsatz bei: Verbrauch < Erzeugung Last absenken oder AUS Last erhöhen oder EIN

29 Seite 29 Die Verbrauchsseite ist kurzfristig für negative MRL geeignet Grundsätzliches zu Demand-Side-Management (DSM): Verbrauchsseitige Laständerung hat meist Nachholeffekte in entgegengesetzter Wirkrichtung zur Folge aktive Bilanzkreisbewirtschaftung und 24h Handel erforderlich. Längere Laständerungen sind wegen der eigentlichen Aufgabe des Verbrauchers meist nicht oder nur zu hohen Kosten darstellbar Teilnahme in SRL aufgrund langer Dauer der Zeitscheibe kaum möglich. Unterscheidung von DSM für positive und negative Regelenergie Stromverbraucher Positive Regelenergie Einsatz bei: Verbrauch > Erzeugung Negative Regelenergie Einsatz bei: Verbrauch < Erzeugung Last absenken oder AUS Last erhöhen oder EIN - Aktuell nicht relevant - Erlöspotenzial zu gering - Ausrechend (Über-)Kapazitäten auf der Erzeugungsseite - Technisch und organisatorisch (für MRL) möglich - Showstopper : Risiko Netzentgelte für zusätzliche Jahreshöchstlast

30 Seite 30 Netzentgelte verhindern Verbraucher im Regelenergiemarkt Beispiel: Vermarktung als negative Minutenreserve, Verbraucher vs. Erzeuger Verbraucher Erzeuger Vermarktete negative Minutenreserveleistung (MRL) kw kw Erhöhung der Jahreshöchstlast durch Abruf 800 kw n.a. Leistungspreis Netzentgelte 57 EUR/kW n.a. Zusätzliche Netzentgelte durch Abruf negativer MRL EUR 0 EUR Verbraucher gehen im Vergleich zu Erzeugern mit einem erheblichen, zusätzlichen finanziellen Risiko im Regelenergiemarkt an den Start! Das finanzielle Risiko übersteigt das jährliche Erlöspotenzial deutlich. Lösung: Anpassung der Netzentgeltverordnung ( 17 Abs. 2 StromNEV): Regelenergieinduzierte Verbrauchsspitzen (ggf. außerhalb der Hochlastzeitfenster) bleiben bei der Ermittlung der Jahreshöchstlast unberücksichtigt 2) 1) Entnahme in MS Ebene, EON edis AG ) Vgl. auch VIK und BEE

31 Seite 31 Agenda Kurzvorstellung Clean Energy Sourcing GmbH (CLENS) Überblick Regelenergie Entwicklungen im Markt für Minutenreserve (MRL) Das Big Picture : Bedarf und Angebot von MRL Preise für positive und negative MRL Einfluss von fee auf das Angebot von MRL Das Märchen von den Must-Run-Kapazitäten (oder: Optionen für die Angebotsseite) Dezentrale KWK- und EE-Anlagen im Regelenergiemarkt Demand-Side-Management im Regelenergiemarkt Fazit und Ausblick

32 Seite 32 Fazit und Ausblick Der Regelenergiemarkt befindet sich im Wandel: Der Transformationsprozess ist eingeleitet. Die Politik der graduellen Anpassung hat bislang (für den Regelenergiemarkt) gut funktioniert. Das Ausschreibevolumen ist trotz Energiewende nicht gestiegen. Aktuell ist Angebotsseitig keine kritische Engpasssituation zu beobachten, dezentrale Erzeuger (insb. Bioenergie) stärken bereits die Angebotsseite. Es gibt weiteres großes Potenzial im Bereich dezentraler Erzeuger. DSM kann kurzfristig eine Rolle in der negativen Regelenergie spielen. Mit weiteren kleinen Anpassungen kann die Angebotsseite kostengünstig durch die Integration von dezentralen Erzeugern und DSM gestärkt werden.

33 Kontaktdaten Dr. Thomas Pilgram Geschäftsführer Katharinenstraße Leipzig Tel: Fax:

34 BACKUP Seite 34

35 Voraussetzungen für die Teilnahme von EE am Regelenergiemarkt 1. EEG: Für EE war lange Zeit unklar, ob es sich bei der Regelenergievermarktung um eine Doppelvermarktung im Sinne des EEG handeln könnte. Diese Frage wurde mit dem EEG 2012 eindeutig geklärt: Regelenergievermarktung ist keine Doppelvermarktung. Anlage muss aber in einer Form der Direktvermarktung sein. 2. Präqualifikation (Zulassung) durch die Übertragungsnetzbetreiber : Grundsätzlich gelten für alle Interessenten/Teilnehmer am Regelenergiemarkt die selben Regeln, diese Regeln: Sind im Transmission Code (2007/2003) und in den Rahmenverträgen der ÜNB formuliert. wurden für Großkraftwerke geschrieben lassen sich für steuerbare EE umsetzen. Seite 35

36 Seite 36 Exkurs: Residuallast Noch decken konventionelle Energieerzeuger den Großteil des Regelenergiebedarfs. Im weißen Bereich zwischen blau und rot finden sich die konventionellen Anbieter von Regelenergie Quelle: BEE/BET 2013

37 Seite 37 Exkurs: Residuallast Das wird sich aber ändern: je geringer die Residuallast ist und je unflexibler die Kraftwerke sind, welche diese decken, desto stärker müssen EE-Anlagen und DSM den den Regelleistungsbedarf decken. Der weiße Bereich wird verschwinden. Neue Akteure werden Regelenergie bereitstellen (und tun dies auch schon heute). Quelle: BEE/BET 2013

38 Seite 38 Abrufdauer- und Häufigkeit in der Minutenreserve Jährliche Abrufdauer (h) in Abhängigkeit vom gebotenen Arbeitspreis.* Arbeitspreis ( /MWh) Negative Minutenreserveleistung Positive Minutenreserveleistung ,75 7,25 1,25 0,00 838,75 51,75 7,75 0, ,25 67,75 30,00 0,00 240,75 51,50 19,00 6, ,50 120,25 45,50 10,00 784,00 203,75 47,75 21,25 Abrufhäufigkeit in Abhängigkeit vom gebotenen Arbeitspreis.* Arbeitspreis ( /MWh) Negative Minutenreserveleistung Positive Minutenreserveleistung *) Annahme: Bezuschlagung über Leistungspreis in allen Zeitscheiben des jeweiligen Jahres Quelle: eigene Auswertung, Daten von regelleistung.net

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