hrdung was ist zu beachten?

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1 Kindeswohlgefährdung hrdung was ist zu beachten? Fachtag des lokalen Netzwerkes für Kinderschutz Dessau-Roßlau November 2012 Heinz Kindler

2 Jenny - in Fallbeispiel Jenny (5 J.) ist in der Kita gegenüber W recht schüchtern, gegenüber anderen Kindern teils auch ruppig Beo deutet auf ntw.verzögerung hin Pflegezustand wechselnd, teils am unteren Rand Mutter freundlich, klagt viel, schlecht erreichbar Im Kita-Jahres nehmen Fehlzeiten zu Dann 2 x Hämatome im Gesicht

3 Viele Herausforderungen im Kinderschutz rkennen von gewichtigen Anhaltspunkten und Kindeswohlgefährdung Kontakte so gestalten, dass Hilfe und Schutz befördert werden Positive Veränderungen für Kind bewirken, organisieren oder begleiten Rechte von Beteiligten wahren Über das eigene Schutzhandeln Auskunft geben können

4 Herausforderungen im Kinderschutz rkennen von gewichtigen Anhaltspunkten und Kindeswohlgefährdung Kontakt so gestalten, dass Hilfe und Schutz befördert werden Kontakte zu ltern und Kind Kontakte zu anderen Stellen & FK Positive Veränderungen für Kinder Rechte von Beteiligten wahren Auskunft geben können

5 Gemeinsame Sprache: Kindeswohlgefährdung eine gegenwärtige, in einem solchen Maße vorhandene Gefahr, dass sich bei der weiteren ntwicklung eine erhebliche Schädigung mit ziemlicher Sicherheit voraussehen lässt (BGH FamRZ 1956, 350 = NJW 1956, 1434) zukunftsorientiert & eng begrenzt bezogen auf ltern

6 Kontakte zu anderen Stellen & Fachkräften Hinweise auf Gefährdung können an sehr verschiedenen Stellen bekannt werden Rechtliche Regelungen fokussieren den Umgang mit neu bekannt werden Fällen möglicher Gefährdung Innerhalb der Jugendhilfe (SGB VIII): Qualifizierte Verpflichtungen (8a Abs. 4) Außerhalb der Jugendhilfe bei Berufsgeheimnisträgern: Qualifizierte Befugnisse ( 4 KKG)

7 Gewichtiger Anhaltspunkt 8a SGB VIII Abs. 4 Insoweit erfahrene Fachkraft inbezug ltern und Kind (bp) Pflicht zur Informationsgewinnung Gefährdungseinschätzung Pflicht zur Dokumentation Keine Gefähr- Gefährdung, aber Gefährdung dung (mit/ohne Annahme von und Info JA Hilfebedarf) Hilfe (JA) erforderlich

8 Befugnis, aber keine Pflicht 4 KKG Stufe 1: Wahrnehmung gewichtiger Anhaltspunkte für KWG Stufe 2: rörterung der Situation mit Kind bzw. ltern, Hinwirken auf Hilfen Stufe 3: Befugnis zur Information des Jugendamtes, wenn Stufe 2 nicht möglich oder nicht erfolgreich Beschränkte Informationspflicht gegenüber den Betroffen

9 Vier Fragen Warum gewichtige Anhaltspunkte als ingangsschwelle? Warum außerhalb der JH nur eine Befugnis? Was heißt Hinwirken auf Hilfe? Warum inbezug von ltern und Kindern als Regelfall?

10 Warum ingangsschwelle? (und nicht nur subjektive Sorge) Keine generelle Verdachtshaltung der Institutionen, die mit Familien zusammenarbeiten sollen Kein Missbrauch des Kinderschutzrechtes um einfachen Hilfebedarf zu bearbeiten ltern müssen bei vorliegenden ga Informationsbeschaffungseingriffe dulden

11 Gewichtige Anhaltspunkte Juristische Kommentare: konkrete Hinweise, die eine Gefährdung wahrscheinlich erscheinen lassen Listen als Hilfe, aber Vollständigkeit nicht möglich - inzelwahrnehmungen - Muster von Wahrnehmungen - inzelwahrnehmung vor dem Hintergrund der Fallkenntnis Deshalb: Fachlicher Austausch wichtig, aber relativ viel igenverantwortung inrichtungen / Fachkräfte

12 Beispiele aus dem Bereich Kindertagesbetreuung rscheinungsbild eines Kindes Äußerungen eines Kindes ntwicklungsverlauf eines Kindes in Verbindung mit Ansprechbarkeit lt. Beobachtbare ltern-kind Beziehung

13 Ziele des Gesprächs mit den ltern ltern über gewichtige Anhaltspunkte und den weiteren Ablauf informieren Informationen von den ltern als Teil der Gefährdungseinschätzung erbitten inladung zu einem Teil von Zusammenarbeit Ggfs. Fragen von Sicherheit und Kontakt in der nächsten Zeit klären

14 Allgemeine Regeln Anfangs die dem Anlass zugrunde liegenden Fakten benennen Aber kein langer Vortrag am Anfang, ltern möglichst rasch zu Wort kommen lassen Wenn Zuschreibungen nur positive Auf die eigene Sicherheit achten Sich innerlich nicht vorab festlegen Abwehr ist erwartbar und nicht feindselig zu deuten

15 Mögliche Abwehrstrategien von ltern Verleugnen Das war nix Gegenangriff Ich zeig sie an Zusammenbruch Ich kann nicht mehr Anpassen Ich mache was sie sagen Banalisieren So schlimm war s nicht Rationalisieren Sie müssen verstehen

16 Grundraster Kindeswohlgefährdung gegenwärtige Gefahr Was tun die ltern schädliches? Was unterlassen die ltern notwendiges? Im Verhältnis zu den Bedürfnissen eines konkret vorhandenen Kindes Welche Folgen sind beim Kind bereits zu beobachten bzw. sind zu erwarten? Welche Bereitschaft und Fähigkeit zur Abwendung der Gefahr besteht? Fachliche Gesamtbewertung

17 Fallbeispiel: Jenny Schädliches Tun: Mehrmals heftig geschlagen (weitere GM JA), aggr. häusliche skalationen, Unterbinden hilfreicher Bzh. (Umgang) Notwendiges Unterlassen: Kindergartenbesuch unregelmäßig, teils unzureichende Pflege, fehlende Mitarbeit auch nach KJP-Diagnose SPFH ohne rfolg, Mutter stimmt letztlich einer Pflegefamilie zu

18 Was macht es schwer mit chronischer Vernachlässigung? Teilweise nur diagnostisch uneindeutige Zeichen sichtbar Unterscheidung: Hilfebedarf wg. Versorgungsmängeln vs. Vernachlässigung als KWG Robuste Risikomechanismen Bestimmung ingriffszeitpunkt

19 Unterscheidung Hilfebedarf vs. Gefährdung rhebliche Schmerzen (z.b. Zähne) rhebliche Gefahren (z.b. Alleinlassen) Vermeidbare Beeinträchtigungen mit potenziell langfristiger Bedeutung....

20 inbezug des JA inbezug idr keine Fallabgabe Pflicht zur inschätzung KWG in eigener Kompetenz Mehrstufiges Vorgehen 4 Schwellen (Kindeswohl nicht gewährleistet, gewicht. Anhaltspkt., Kindeswohlgefährdung, dringende Gefahr) Verschiedene Möglichkeiten zu Gericht

21 Sicherheitseinschätzung Verdachtsabklärung Ressourcenabklärung Grundraster Kindeswohlgefähdung Bewertung Kindeswohlgefährdung Risikoeinschätzung Veränderungsbereitschaft und -fähigkeit inschätzung rziehungsfähigkeit

22 Und die Rückmeldung durch das Jugendamt? Bei fallbezogenen Rückmeldungen hohe Hürden im 64 SGB VIII

23 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Ihre Fragen bitte

24

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