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1 Siemens setzt Trends bei IT-Lösungen für cloud-basierte virtuelle Kraftwerke Hintergrund- Information Essen, 11. Februar 2015 Virtuelle Kraftwerke werden bei der der nachhaltigen Energieversorgung Deutschlands eine immer wichtigere Rolle spielen. Mit ihrer Hilfe lässt sich die zunehmende Dezentralisierung der Stromerzeugung so koordinieren, dass alle beteiligten Marktpartner einen möglichst großen Vorteil daraus ziehen können. Bei einem virtuellen Kraftwerk steuert und optimiert ein Energiemanagementsystem wie das dezentrale Energiemanagementsystem DEMS von Siemens die verteilten Erzeugungsanlagen und bündelt deren Einzelkapazitäten. Erst durch eine Aggregation in Pools ist eine wirtschaftliche Teilnahme am Strommarkt möglich. Bei virtuellen Kraftwerken mit geringer Gesamtkapazität übersteigt häufig der Aufwand für deren Einrichtung zusammen mit den laufenden Kosten den erzielbaren wirtschaftlichen Nutzen. Oft müssen beispielsweise kleine und mittelgroße Stadtwerke auf diese Technik verzichten und können ihren Kunden, die dezentrale Erzeugungsanlagen betreiben, keine adäquaten Vermarktungsmöglichkeiten anbieten. Mit seiner Cloud-Lösung für virtuelle Kraftwerke, die als Managed Service angeboten wird, erleichtert Siemens Energieversorgern und Stadtwerken den Einstieg in diese zukunftsträchtige Technologie, um mit ihren Verbrauchs- und Erzeugungskapazitäten attraktive Erlöse erwirtschaften zu können. Mit unserem Managed Service leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Senkung der Eintrittshürde für das Betreiben von virtuellen Kraftwerken, sagte Thomas Zimmermann, CEO der Business Unit Smart Grid Solutions & Services in der Siemens-Division Energy Management. Siemens bietet mit seinem Managed Service für cloud-basierte virtuelle Kraftwerke Stadtwerken und Energieversorgern folgende Vorteile: Siemens AG Communications and Government Affairs Leitung: Stephan Heimbach Wittelsbacherplatz München Deutschland : HI d Seite 1/7

2 eine ausgereifte IT-Lösung einfacher Skalierbarkeit bei geringem Investitionsaufwand und kleinem Risiko, die stets auf dem aktuellen Stand der Technik und Sicherheit ist, keinen Personal- oder Koordinationsaufwand für den Betrieb und die Pflege der Infrastruktur, denn Siemens kümmert sich um den Betrieb, die IT- Sicherheit und die Pflege des DEMS-Portals auf seinen Servern sowie kurze Amortisationszeiten trotz sich schnell ändernden Vorschriften und Geschäftsmodellen. So bilden IT-Systeme und Smart-Grid-Technologie eine Basis für neue Geschäftsmodelle. Mittlerweile haben sich virtuelle Kraftwerke als Geschäftsmodell für die Direktvermarktung, Regelenergie und den Intraday-Handel bewährt. Gebündelte Leistung größerem virtuellen Kraftwerk zur Vermarktung anbieten Der Webservice für virtuelle Kraftwerke basiert auf dem Siemens- Energiemanagementsystem DEMS und arbeitet nur mit den DEMS-Funktionen, die für den Webservice unbedingt notwendig sind. Dazu zählen Kommunikationsschnittstellen für die dezentralen Stromerzeugungsanlagen, Erzeugungsprognosen und Aggregationsfunktionen sowie ein Webportal, über das die Betreiber der dezentralen Anlagen die erzeugte Leistung im virtuellen Kraftwerksverbund für die Vermarktung freischalten können. Der Webservice versetzt Marktpartner, Anlagenpoolbetreiber und Stadtwerke in die Lage, dezentrale Energieressourcen ihrer Kunden zusammenzuschalten und die gebündelte Leistung einem größeren virtuellen Kraftwerk zur Vermarktung anzubieten. Dabei braucht das Stadtwerk keine Rechnerhardware anzuschaffen und zu administrieren. Im Rahmen seines Managed Service betreibt Siemens ein Service Center, in dem das dezentrale Energiemanagementsystem DEMS und das DEMS-Portal zentral aufgesetzt werden. Sowohl die Marktpartner als auch die Nutzer der DEMS-Portal- Software (Betreiber der dezentralen Stromerzeugungsanlagen und die Stadtwerke) betreiben DEMS über eine Website als Benutzerschnittstelle. : HI d Seite 2/7

3 Die Rolle von Siemens dabei ist, neutraler Lösungspartner für alle Spieler auf dem Markt zu sein und verantwortlich für die technische Aggregation und die Integration der dezentralen Stromerzeugungsanlagen in das Service Center. Die Marktpartner wiederum sind für die kommerzielle Aggregation und die Vermarktung der Leistung des virtuellen Kraftwerks an der Börse zuständig. Dazu wird immer ein Aggregationsvertrag mit dem Anlagen- oder dem Portalbetreiber geschlossen. Die Nutzer der Softwarelösung DEMS-Portal können ein virtuelles Kraftwerk mit eigenem Markennamen und Logo (White Labeling) betreiben. Power-Pool von Mark-E: bestmögliche Vermarktung dezentraler Anlagen Zusammen mit dem nordrhein-westfälischen Energiedienstleister Mark-E, einem Unternehmen der ENERVIE Gruppe, Hagen, schreibt Siemens die Geschichte virtueller Kraftwerke jetzt weiter: Siemens stellt Mark-E im Rahmen seines Managed Service eine IT-Lösung für ein cloud-basiertes virtuelles Kraftwerk zur Verfügung. Die Erzeugungskapazität der angebundenen dezentralen Anlagen wird dabei sowohl direkt vermarktet als auch in Form von Regelenergie über die entsprechenden Handelsplätze für Systemdienstleistung angeboten. Wir positionieren Mark-E als intelligenten Dienstleister für die Umsetzung der Energiewende. Wenn erneuerbare Energien bis 2050 wie angestrebt 80 Prozent an der Gesamtstromerzeugung ausmachen sollen, brauchen wir in Deutschland Unternehmen, die mit aller Kraft die notwendigen Rahmenbedingungen hierfür mit innovativen Lösungen nutzen. Mark-E stellt daher sein Geschäftsmodell als einer der ersten Energieversorgungsunternehmen komplett auf diese Zukunftsmärkte um, sagte Erik Höhne, technischer Vorstand der EVERVIE-Gruppe und Mark-E. Auf Basis des Managed Service von Siemens bietet Mark-E Betreibern von dezentralen Stromversorgungsanlagen mit dem Mark-E-Power-Pool eine Lösung an, ihre Erzeugungsanlage in den virtuellen Verbund einzubringen und bestmöglich zu vermarkten. Der südwestfälische Energieversorger bündelt die Anlagen seiner Kunden zu einem virtuellen Kraftwerk und vermarktet es über den hauseigenen Energiehandel. Derzeit kommen mehr als 1300 Megawatt (MW) Leistung aus rund 450 Anlagen für das virtuelle Kraftwerk im Power-Pool von Mark-E zusammen. Es sind Windkraft- und Photovoltaikanlagen, dezentrale Blockkraftheizwerke, : HI d Seite 3/7

4 konventionelle Kraftwerke oder industrielle Verbraucher, die im Pool gebündelt werden. Über das virtuelle Kraftwerk bildet Mark-E die Planung, den Betrieb und die Überwachung sowie die Vorbereitung der Handelsaktivitäten über das dezentrale Energiemanagementsystem DEMS ab. Für eine intelligente Integration der dezentralen Versorgungsstrukturen prognostiziert DEMS Lasten und Einspeisung dezentraler Energien und erstellt eine ausgewogene Einsatzplanung mit laufender Echtzeitoptimierung. Eine einfache Modellierung ermöglicht es, verschiedene Verbraucher und Erzeuger in den Mark-E-Power-Pool zu integrieren. Per Online- Portal können die Kunden ihr Erzeugungs- und Lastmanagement einsehen und ihre Fahrpläne entsprechend anpassen. Über den Power-Pool bietet Mark-E bundesweit den Betreibern an, Sekundärregelleistung, Minutenreserve und auch die Direktvermarktung von EEG- Anlagen auf dem Energiemarkt zu platzieren. Diesen Service will der Energieversorger weiter ausbauen. Basis ist dabei das bestehende Know-how im Unternehmen aus der Vermarktung von 1300 MW Leistung konventioneller Anlagen (Gas- und Dampfturbinenanlagen, Steinkohlekraftwerke und Pumpspeicherwerk). Mark-E ist seit 2001 im Energiehandel tätig und verfügt über umfangreiche Kompetenz in allen Handelsprodukten. Zielgruppe der neuen Dienstleistung sind außer Betreibern von Stromerzeugungsanlagen auch Stadtwerke, die ihren Kunden den Zugang zum Energiemarkt über das virtuelle Kraftwerk anbieten können. Mit seinem Service für virtuelle Kraftwerke liefert Siemens Mark-E eine kostengünstige Lösung für den Betrieb eines virtuellen Kraftwerks, bei der Mark-E sich nur um das Wesentliche zu kümmern braucht. Das heißt, möglichst viele dezentrale und erneuerbare Stromerzeugungsanlagen zu akquirieren auch von Industriebetrieben und weiteren Stadtwerken und diese effizient in die Energiemärkte einzubinden. Derzeit ist Mark-E dabei, als ein weiteres Produkt das Demand Side Management zu entwickeln, um die Nachfrage bei Abnehmern in Industrie, Gewerbe und Privathaushalten im Intraday-Handel und Regelleistungsmarkt steuern zu können. Darüber hinaus wird Mark-E sein Power Pool mit einer Option zur direkten Grünstromversorgung aus erneuerbaren Energien des Power Pools von Dritten : HI d Seite 4/7

5 ergänzen. Damit wird das aktuell diskutierte Grünstrommarktmodell (Grünstromversorgung aus deutschen Erneuerbare Energien) nach dessen Umsetzung künftig auch den Power-Pool-Kunden zur Verfügung stehen. Herzstück Service Center: wenig Aufwand für die Marktpartner Die für den cloud-basierten Webservice erforderliche Technik Hardware und das dezentrale Energiemanagementsystem DEMS SaaS (Software as a Service) stellt Siemens seinem Marktpartner Mark-E in einem Service Center zur Verfügung. Die Omnetric Group, ein Gemeinschaftsunternehmen aus Siemens und Accenture, ist für die Konfiguration und den Betrieb der Lösung zuständig. Omnetric konfiguriert DEMS für Mark-E entsprechend des Anlagenparks und stellt das DEMS-Portal mit den passenden Partnersichten zur Verfügung. Damit reduziert sich der Aufwand der Marktpartner für die Installation und Administration des Systems auf das Bereitstellen einer Internetverbindung und das Ausrüsten der dezentralen Anlagen mit der erforderlichen Fernwirktechnik. Das Service Center, das sich in Deutschland befindet, ist hochverfügbar und hinsichtlich IT-Sicherheit, Redundanz sowie Datendurchsatz auf die hohen Anforderungen zur Teilnahme am Regelleistungsmarkt ausgelegt. Darüber hinaus bietet Omnetric dem Anwender qualifizierte Unterstützung an, um einen kontinuierlichen Betrieb zu gewährleisten. Basierend auf den Smart-Grid-Produkten und -lösungen von Siemens sowie dem komplementären Leistungsspektrum von Accenture in der Systemintegration, bietet Omnetric Energieversorgern hochentwickelte Lösungen und Dienstleistungen für das Datenmanagement und die Systemintegration rund um intelligente Energienetze an. Damit lassen sich deren Betrieb, Effizienz und Verfügbarkeit optimieren. Durch den Einsatz eines Referenzmodells zur Systemintegration können Energieversorger Betriebstechnologien (OT) wie die Echtzeitbetriebsführung mit IT-Systemen zusammenführen, beispielsweise wie beim Mark-E-Projekt für virtuelle Kraftwerke. Dies bietet Energieversorgern eine ganzheitliche und integrierte Perspektive auf ihre Daten und Systeme und verbessert so die Analysefähigkeit und die Entscheidungsprozesse. : HI d Seite 5/7

6 Wir bieten mit DEMS Managed Service eine ausgereifte IT-Lösung einfacher Skalierbarkeit bei geringem Investitionsaufwand und kleinem Risiko, die stets auf dem aktuellen Stand der Technik und Sicherheit ist. Zudem bietet sie kurze Amortisationszeiten trotz sich schnell ändernden Vorschriften und Geschäftsmodellen, sagte Martin Runge, COO der Omnetric Group und Leiter des Siemens-Smart-Grid-Kompetenzzentrums für Zentral- und Osteuropa. Weiter unterstützt Siemens Mark-E mit vorhandenen Vertriebskanälen bei der Akquisition der Leistungskapazitäten dezentraler Stromerzeugungsanlagen und - verbraucher, die über das virtuelle Kraftwerk von Mark-E vermarktet werden sollen. Das Angebot richtet sich auch an Stadtwerke, die sich an der Aggregation beteiligen wollen. Dazu bringen sie die Kapazitäten weiterer dezentraler Anlagen gebündelt in die Vermarktung über Mark-E ein. Bei Siemens ist die Division Energy Management mit seiner Geschäftseinheit Smart Grid Solutions & Services für das Thema IT-Lösungen für virtuelle Kraftwerke verantwortlich. Mit Hauptsitz in Erlangen, ist die Siemens-Division einer der weltweit führenden Anbieter von Produkten, Systemen, Lösungen und Dienstleistungen für die wirtschaftliche, zuverlässige und intelligente Übertragung und Verteilung elektrischer Energie. Als der verlässliche Partner für den Auf- und Ausbau einer effizienten und nachhaltigen Energieinfrastruktur bietet Energy Management Stromversorgungsunternehmen und der Industrie das dazu passende Portfolio. Es reicht von Anlagen und Systemen für die Niederspannungs- und Verteilnetzebene über Smart-Grid- und Energieautomatisierungslösungen sowie der Stromversorgung von Industrieanlagen bis zu Hochspannungsübertragungssystemen. Die Siemens- Division ist mit weltweit knapp Mitarbeitern und über 100 Fertigungsstätten in mehr als 90 Ländern vertreten. Diese Presse-Hintergrundinformation finden Sie unter Ansprechpartner für Journalisten Dietrich Biester Tel.: ; : HI d Seite 6/7

7 Folgen Sie uns auf Twitter: Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führender internationaler Technologiekonzern, der seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität steht. Das Unternehmen ist in mehr als 200 Ländern aktiv, und zwar schwerpunktmäßig auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. Das Unternehmen ist Nummer eins im Offshore-Windanlagenbau, einer der führenden Anbieter von Gas- und Dampfturbinen für die Energieerzeugung sowie von Energieübertragungslösungen, Pionier bei Infrastrukturlösungen sowie bei Automatisierungs-, Antriebs- und Softwarelösungen für die Industrie. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT. Im Geschäftsjahr 2014, das am 30. September 2014 endete, erzielte Siemens einen Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten von 71,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 5,5 Milliarden Euro. Ende September 2014 hatte das Unternehmen weltweit rund Beschäftigte. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter : HI d Seite 7/7

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