Innovationspolitik, Informationsgesellschaft, Telekommunikation THESEUS. Neue Technologien fu r das Internet der Dienste.

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1 Innovationspolitik, Informationsgesellschaft, Telekommunikation THESEUS Neue Technologien fu r das Internet der Dienste

2 THESEUS neue Technologien für das Internet der Dienste THESEUS ist mit einem Gesamtvolumen von ca. 200 Mio. Euro das größte IKT-Forschungsprojekt Deutschlands. Es wurde 2007 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) mit 100 Mio. Euro Fördergeldern ausgestattet. Mittlerweile arbeiten rund 60 Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft im Rahmen von THESEUS an der Entwicklung und Erprobung neuer Technologien, die den Zugang zu Informa tionen vereinfachen und Daten zu neuem Wissen vernetzen. So entsteht die Basis für die Entwicklung neuer Dienstleistungen und Geschäftsmodelle im Internet.Doch wie können solche neuen Dienstleistungen aussehen? Und wie werden sie in Zukunft unser Leben verändern? Am Stand des BMWi können Besucher diesen und weiteren Fragen zu THESEUS nachgehen. Demonstrator zur Deutschen Digitalen Bibliothek In Zusammenarbeit mit der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) entwickelte THESEUS eine Beispielanwendung, die eine medienübergreifende Recherche auf Grundlage semantischer Technologien demonstriert. Recherchiert man beispielsweise nach einer historischen Persönlichkeit, so werden nicht nur unmittelbar auf diese Person bezogene Informationen wie Texte, Bilder oder Filmsequenzen angezeigt, sondern automatisch auch weitere relevante Ergebnisse wie thematisch verwandte Personen oder Ereignisse präsentiert. Die Plattform erkennt automatisch, welche Ergebnisse die größte Wichtigkeit für den Anwender besitzen. Diese sind nach Medientyp sortiert und mit relevanten Dienstleistungen (Übersetzung, Audiotranskription, Ticketbuchungen, etc.) verknüpft.

3 Demonstrator zum Anwendungsszenario ALEXANDRIA ALEXANDRIA zeigt mit seinem Demonstrator, wie das im Web 2.0 verfügbare Wissen besser vernetzt und leichter zugänglich gemacht wird. Statt wie heutzutage mit Hilfe von Schlagwörtern Informationen zu suchen, kann der Nutzer seine Anfrage in natürlicher Sprache stellen. ALEXANDRIA zeigt bereits während der Eingabe an, welche Teile einer Anfrage automatisch erkannt wurden. So kann der Nutzer Korrekturen vornehmen und seine Anfrage spezifizieren. Möchte er beispielsweise wissen, welche Künstler während der Renaissance in Deutschland geboren wurden, so ist das System in der Lage, ihm die entsprechenden Namen zu nennen und zusätzliche Informationen zu Biografie und Werken zu liefern. Zusätzlich zeigt der Demonstrator, wie ALEXANDRIA Wissen anschaulich visualisiert.

4 CTC-Demonstrator zum Anwendungsszenario CONTENTUS Mit der Review Applikation von CONTENTUS lassen sich die Ergebnisse der automatischen Bearbeitungsschritte zur Digitalisierung audiovisueller Inhalte darstellen und überprüfen. Anschließend können fehlerfreie oder restaurierte Videoinhalte mit dem CTC- CON TENTUS-Demonstrator weitergenutzt werden. Beispielhaft wird der Zugriff auf die Inhalte aus verschiedenen Wetten, dass..? -Sendungen des ZDF auf der CeBIT gezeigt. Dabei lassen sich mit Hilfe einer semantischen Recherche unter anderem der Wettkönig der Sendung und die dazugehörige Wette anzeigen. Außerdem generiert die Anwendung eine statistische Auswertung über die Anzeigedauer der in der Sendung zu sehenden Werbe- und sonstigen Logos. Neuartige Visualisierungstools unterstützen das Navigieren durch einzelne Sendungen auf der Suche nach interessanten Szenen. Zusätzlich zeigt eine weitere Facette des Demonstrators, wie der Schutz des Urheberrechts von Rundfunkanstalten im Internet in Zukunft effektiv organisiert werden kann.

5 CTC-Demonstrator für MEDICO: Semantische Technologien im Dienste der Medizin Woran leidet mein Patient? Wo finde ich Veröffentlichungen zu seiner Krankheit? Hat die Krankheit sich verändert? Gibt es ähnliche Erkrankungsfälle im historischen Patientenarchiv meines Krankenhauses? Damit medizinisches Fachpersonal solche Fragen beantworten kann, entstand im Teilprojekt MEDICO und in zugeordneten Querschnittsprojekten (CTC) eine Plattform, die mehrere Basistechnologien kombiniert. Die Plattform wird am Beispiel eines an chronisch-lymphatischer Leukämie erkrankten Patienten, seiner Patientenakte und seinen Computertomographiebildern gezeigt. Technologien zur optischen Zeichenerkennung (OCR) wandeln eingescannte Papierakten in eine computer-lesebare Form um. Für den standardisierten Zugriff auf heterogene Datenbanken und Datenstrukturen wurde eine Infrastruktur (Middleware) entwickelt. Es entstanden Methoden für die Ähnlichkeitssuche auf Computertomographie-Scans sowie semantische Technologien zum Aufdecken von Widersprüchen in den Annotationen von CT-Scans, Arztbriefen und Patientenakten. Außerdem wurden neue Verfahren entwickelt, damit ein Arzt auch interaktiv nach medizinischen Artikeln zur Erkrankung seines Patienten in einer Literaturdatenbank suchen kann.

6 future talk 02.März 2010 Das Internet der Dinge und Dienste 15:00-16:15 THESEUS Neue Technologie für das Internet der Dienste 15:00-15:15 CONTENTUS Semantische Technologien für multimediale Bibliotheken und Archive Dr. Andreas Heß, Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt 15:15-15:35 Ontologien der Kern der Sache Erfolgreiche Wissensvernetzung in Unternehmen mithilfe von Ontologien PD Dr.-Ing. Catherina Burghart, Forschungszentrum für Informatik, Karlsruhe 15:35-15:55 Die Unified Service Description Language (USDL) Servicebeschreibung im Internet der Dienste Dr. Kay Kadner, SAP Research, Dresden :15 Semantic search beyond keywords Semantische Technologien zur Wissensgenerierung in hoch komplexen Domänen am Beispiel der Life Sciences Dr. Michael R. Alvers, Transinsight.com, Dresden Impressum Herausgeber Bundesministerium fu r Wirtschaft und Technologie Öffentlichkeitsarbeit Scharnhorststraße Berlin In Zusammenarbeit mit dem THESEUS Programmbu ro, c/o Empolis GmbH, Bielefeld Gestaltung und Produktion PRpetuum GmbH, Mu nchen Druck Hansa Print, Mu nchen Bildnachweis Nick Koudis, Photodisc Kontakt THESEUS Pressebu ro Französische Strasse Berlin Tel.: +49 (0) Fax: +49 (0)

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