1. Einleitung, Ausgangssituation 2. Wirken QM-Modelle und lohnt der Aufwand? 3. Was wäre zu tun? 4. Zusammenfassung und Ausblick

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1 PlattformQ Salus 2014 QM-Reloaded Nachhaltigkeit und Wirksamkeit von Qualitätsaktivitäten im Gesundheitssystem Assoc.-Prof. PD Dr. Guido Offermanns Graz, 12. September 2014 Karl Landsteiner Institut für Krankenhausorganisation Alpen-Adria-Universität Klagenfurt Themenübersicht 1. Einleitung, Ausgangssituation 2. Wirken QM-Modelle und lohnt der Aufwand? 3. Was wäre zu tun? 4. Zusammenfassung und Ausblick 1

2 Themenübersicht 1. Einleitung, Ausgangssituation 2. Wirken QM-Modelle und lohnt der Aufwand? 3. Was wäre zu tun? 4. Zusammenfassung und Ausblick Ich habe einen Traum geträumt, aber nun hat mich dieser Traum verlassen Morpheus in Matrix Reloaded 2

3 Messbarkeit Outcome Entwicklungen im Gesundheitssystem Leistungsziele Leistungsziele Verhaltensziele Qualität? Verhaltensziele Transparenz und Qualität der Prozesse Wenn die Münze im Kasten klingt Quelle: Der Ablasshandel nach einem Holzschnitt von Jörg Breu d. Älteren, ca. 1515, TU Chemnitz. 3

4 die Seele in den Himmel springt Befragung Qualitas 04/13 Quelle: Falsche Pferde, Schaffler, Prettenhofer, Qualitas 04/2013, S

5 Themenübersicht 1. Einleitung, Ausgangssituation 2. Wirken QM-Modelle und lohnt der Aufwand? 3. Was wäre zu tun? 4. Zusammenfassung und Ausblick Kriterien für die Überprüfung der Wirksamkeit der Modelle TQM-Plattform zur kontinuierlichen Verbesserung Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität (Donabedian) Förderung der Ergebnisorientierung in der Organisation Nutzung von Qualitätsindikatoren (Messung Outcome) Strategieorientierung an den Bedürfnissen der NutzerInnen Führungsverantwortung für Qualität Neuausrichtung Personal und Kulturveränderung (Offermanns, 2014) 5

6 Zertifikate und Qualität Folgende Fragen sollten Gesundheitsorganisationen beantworten können: Ergebnisqualität ( Wie gut ist im Einzelfall und insgesamt das Behandlungsergebnis? ), bezogen auf alle behandelten Fälle im gesamten Berichtszeitraum, im Zeitverlauf, bezogen auf die eigene Planung und im Vergleich mit Dritten Prozessqualität ( Wie zuverlässig sind geplante/reale Prozesse darauf ausgerichtet? ), bezogen auf alle der Ergebniserzielung in der Krankenbehandlung dienenden Prozesse einschließlich des Umgangs mit Pannen und Fehlern in der kontinuierlichen Verbesserung Strukturqualität ( Wie sicher sind die vorhandenen Strukturen und sind diese auch verfügbar? ), bezogen auf die für Ergebniserzielung in der Krankenbehandlung erforderlichen Strukturen und deren weitere Kosten-Nutzen Optimierung ISO als Leitmodell (Offermanns 2011; Wagner, Käfer 2008) 6

7 DIN EN ISO Zertifizierung und weitere Die genannte Norm fordert, dass Grundsätze der Qualität, Prozessbeschreibungen und Standards in einer Gesundheitsorganisation schriftlich niederzulegen sind Eine Zertifizierung ist kein Qualitätsnachweis, sondern nur ein Nachweis der Übereinstimmung (Konformität) zwischen eigener Vorgabe (Handbuch) und der Krankenhausrealität Primär geeignet für einzelne stark technisierte Bereiche Gut genug Ansatz: Patientenperspektive? Bisher Vernachlässigung der Ergebnisqualität! KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualität im KH) Grundlage der Zertifizierung ist der KTQ-Katalog Entwicklung durch die Selbstverwaltung in Deutschland Nach einer Selbstbewertung (Assessment) inkl. Visitation (Vor-Ort Besuch) wird ein Zertifikat erteilt Fragen im KTQ-Katalog und das Vorgehen orientieren sich an bewährtem Verfahren aus den USA ( z.b. Joint Commission, Malcolm Baldrige Award) oder auch an EFQM Berücksichtigung von Struktur- und Prozessqualität Vermehrte Ausweitung nach Österreich Auch für andere Bereiche anwendbar 7

8 KTQ und pcc 1 Patientenorientierung 2 Mitarbeiterorientierung 3 Sicherheit 4 Informations- und Kommunikationswesen 5 Führung 6 Qualitätsmanagement 7 Seelsorge im kirchlichen Krankenhaus(pCC) 8 Verantwortung für die Gesellschaft (pcc) 9 Trägerverantwortung (pcc) KTQ hat 63 Kriterien (31 Kern- und 32 Sub-Kriterien) pcc hat weitere 10 (vormals 32 und 67) Nun vollständige Erläuterung des PDCA-Zyklus je Kriterium für alle Kriterien, 55% von 1413 Punkten als Schwelle für das Zertifikat (pcc 50 %) EFQM: Die Kriterien Normative Gewichtung der Kriterien Befähiger Ergebnisse Mitarbeiter Kriterium 3 Ma.-bez. Ergebnisse Kriterium 7 Führung Kriterium 1 Politik und Kriterium Strategie2 Prozesse, Produkte und Dienstleistungen Kriterium 5 Kunden-bez. Ergebnisse Kriterium 6 15% Wichtige Ergebnisse der Organisation Kriterium bei den 9 Schlüssel- Leistungen 15% Partnerschaft und Kriterium Ressourcen 4 Gesellschafts-bez. Ergebnisse Kriterium 8 Innovation und Lernen Quelle: European Foundation for Quality Management (EFQM)

9 Kriterien für die Überprüfung der Wirksamkeit der Modelle TQM-Plattform zur kontinuierlichen Verbesserung Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität (Donabedian) Förderung der Ergebnisorientierung in der Organisation Nutzung von Qualitätsindikatoren (Messung Outcome) Strategieorientierung an den Bedürfnissen der NutzerInnen Führungsverantwortung für Qualität Neuausrichtung Personal und Kulturveränderung (Offermanns, 2011) Themenübersicht 1. Einleitung, Ausgangssituation 2. Wenn die Münze im Kasten klingt 3. Wirken QM-Modelle und lohnt der Aufwand? 4. Was wäre zu tun? 5. Zusammenfassung und Ausblick 9

10 DEMING KREISLAUF Q-Planung Q-Kontrolle PLAN DO (PROZESSE) CHECK (ERGEBNIS) ACT Q-Steuerung TQM Q-Verbesserung Ergebnisorientierte Prozessplanung Einzelergebnis mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit: Stochastisches Ergebnis mit Aggregierung Hilfsmittel: EBM, Leitlinien, Pfade (Offermanns, 2011) 10

11 Themenübersicht 1. Einleitung, Ausgangssituation 2. Wirken QM-Modelle und lohnt der Aufwand? 3. Was wäre zu tun? 4. Zusammenfassung und Ausblick Reformation? QM Reloaded? Qualitätsmanagement muss immer die Ergebnisqualität im Fokus haben (Effektivität und Effizienz) Gut genug wird zukünftig nicht mehr ausreichen Die Health Professionals unterstützten die Einführung eines wirksamen Qualitätsmanagements (s.o.) Wirkung auf Kultur muss beachtet werden Eine Zertifizierung/Akkreditierung ist prinzipiell kein Qualitätsnachweis! Qualität im Zentrum der Organisationsentwicklung! 11

12 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Haben Sie Fragen? Assoc.-Prof. PD Dr. Guido Offermanns Alpen-Adria-Universität Klagenfurt Karl Landsteiner Institut für Krankenhausorganisation Strategische Trends für die Qualität Quelle: Shortell/Kaluzny, Health Care Management, 2013; Offermanns, QM Intensivmedizin

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