Übungsaufgabe 7: Ziele der BWL. a) Welche Ziele hat die Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft?

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1 Übungsaufgabe 7: Ziele der BWL a) Welche Ziele hat die Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft? b) Kosiol und Gutenberg vertreten verschiedene Auffassungen, wie ein Betrieb zu kennzeichnen ist. Hat dies Konsequenzen für das Erfahrungsbzw. Erkenntnisobjekt und die Ziele der Betriebswirtschaftslehre?

2 Übungsaufgabe 7: Ziele der BWL a) BWL besteht aus einem theoretischen und einem praktischen (angewandten) Teil, wobei die Theorie die Grundlage für die Praxis liefert. Theoretische Ziele der BWL: Beschreibung und Ordnung von bwl Sachverhalten (z.b. welche Maßnahmen werden in der betrieblichen Praxis angewandt, um den Absatz von Produkten zu erhöhen, und wie lassen sie sich systematisieren?) Erklärung von bwl Sachverhalten (z.b. wie wirken spezielle absatzpolitische Maßnahmen (z.b. Werbung) und warum?) Prognose von bwl Sachverhalten (z.b. was passiert, wenn die Werbemaßnahmen ausgeweitet werden, mit dem Absatz?) Praktische Ziele der BWL: Ableitung von Gestaltungsempfehlungen (z.b. welche absatzpolitischen Maßnahmen sollten angewandt werden, welche nicht, wovon hängt das ab?) Entwicklung von Methoden zur Lösung von praktischen Problemen (z.b. Methode zur Auswahl absatzpolitischer Instrumente, zur Überprüfung der Wirkung von Werbemaßnahmen, zur Prognose von Absatzzahlen usw.) Probleme können hierbei immer als Entscheidungsproblem verstanden werden (siehe spätere Übung) Gestaltung von Systemen zur Lösung von bwl Problemen (z.b. Organisation von Marketing- und Vertrieb, Aufbau von Vertriebsinformationssystemen, Erstellung von Expertensystemen, mit denen sich Absatzzahlen prognostizieren lassen, usw.)

3 Übungsaufgabe 7: Ziele der BWL b) Erfahrungsobjekt = Objekte und Prozesse, die in der Wirklichkeit auftreten; Alltagserfahrung Erkenntnisobjekt = gedankliches Gebilde als vereinfachter Realitätsausschnitt, mit dem sich eine Wissenschaft befasst Betrieb = Erfahrungsobjekt der BWL; reale Prozesse sind zu komplex und vielfältig, um vollständig erfasst oder gar von nur einer Wissenschaft betrachtet werden zu können (bei einem Marmeladenhersteller ließen sich u.a. beobachten: Chemie beim Kochen, Gruppenbildung unter Mitarbeitern, Rückenleiden, Ernährungsgewohnheiten, politische und religiöse Wertvorstellungen, Generationenkonflikte usw.) Festlegung des Erkenntnisobjektes erforderlich (erfordert eindeutige und klare Beschreibung) je nach gewählter Betriebsdefinition ist der Aufgabenbereich der BWL unterschiedlich: bei Gutenberg betrachtet die BWL keine Haushalte, bei Kosiol schon!

4 Übungsaufgabe 8: Induktion und Deduktion Induktion und Deduktion sind Methoden zur Entwicklung betriebswirtschaftlicher Theorien. Beschreiben Sie beide kurz und entscheiden Sie, welche Methoden Bei den untenstehenden Forschungsprojekten zum Einsatz kommen. a) Forscherin A beobachtet, dass Arbeitnehmer nach Gehaltserhöhungen nicht zufriedener mit ihrem Arbeitsplatz sind als vorher und entwickelt eine Theorie zur Bedeutung der Entlohnung für die Arbeitszufriedenheit. b) Forscher B weiß aus der Praxis, dass Beschäftigte, die viel leisten, oft von sich sagen, sie seien mit ihrer Arbeit sehr zufrieden und leitet daraus ab, dass sie aufgrund ihrer Zufriedenheit viel leisten.

5 Übungsaufgabe 8: Induktion und Deduktion c) Forscherin C ist mit den Theorien der Lern- und Motivationsforschung vertraut, und weiß, dass überdurchschnittliche Arbeitsergebnisse für denjenigen, der sie erzielt, als belohnend empfunden werden. Sie leitet daraus ab, dass sich die Zufriedenheit leistungsstarker Arbeitnehmer aus ihren hohen Leistungen und dem damit verbundenen positiven Gefühl ergibt. d) Forscher D untersucht Jahresabschlüsse von großen Konzernunternehmen und beobachtet, dass sie im ersten Jahr nach einem Vorstandswechsel regelmäßig Verluste aufweisen. Er möchte dieses Phänomen erklären und entwickelt hierzu Hypothesen. e) Forscherin E kennt die Maslow sche Bedürfnispyramide und untersucht, ob das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung tatsächlich erst auftritt, wenn die anderen Bedürfnisse weitgehend befriedigt sind. f) Forscher F weiß aus der Gehirnforschung, dass Frauen weniger analytisch denken als Männer und leitet daraus ab, dass Unternehmen, die von Frauen geführt werden, meist erfolglos bleiben.

6 Übungsaufgabe 8: Induktion und Deduktion Induktion: In der Realität werden Einzelfälle beobachtet und daraus Hypothesen über allgemeingültige Gesetzmäßigkeiten entwickelt. Deduktion: Aus allgemein bekannten Zusammenhängen werden weitere Erkenntnisse logisch abgeleitet. a) induktives Vorgehen b) induktives Vorgehen c) deduktives Vorgehen d) induktives Vorgehen e) weder noch hier wird eine bestehende Theorie nur geprüft f) deduktives Vorgehen

7 Übungsaufgabe 9: Entscheidungstheorie Der Waschmittelhersteller Blütenweiß sieht sich mit folgenden Entscheidungen konfrontiert: 1. Um auch auf dem Gebiet der dekorativen Kosmetik tätig werden zu können, muss darüber entschieden werden, auf welchem Wege das entsprechende Know-how bezogen werden soll. 2. Innerhalb der Produktionslinie Feinwaschmittel stehen einige Mitarbeiter kurz vor dem Eintritt in den Ruhestand. Die frei werdenden Stellen müssen neu besetzt werden. 3. Der langjährige Kunde Diddis Drugstore fordert ein aktuelles Angebot über die Bestellung von 3 Paletten Feinwaschmittel. 4. Die elektronische Datenverwaltung in der Controlling-Abteilung soll neu strukturiert werden. Dafür muss die Entscheidung über eine neue Software getroffen werden. 5. Blütenweiß möchte eine weitere Produktionsstätte im benachbarten Ausland errichten. Nun muss darüber entschieden werden, ob es für das Unternehmen vorteilhafter ist, diese in Holland oder Belgien zu errichten. Bitte ordnen sie die oben beschriebenen Entscheidungen in die Systematik operativ, taktisch, strategisch ein. Geben sie dabei auch den Entscheidungsträger an.

8 Übungsaufgabe 9: Entscheidungstheorie 1. strategische Entscheidung, Top Management, rahmensetzend, langfristig 2. operative Entscheidung, Lower Management, rahmenausfüllend, kurzfristig 3. operative Entscheidung, Lower Management, rahmenausfüllend, kurzfristig 4. taktische Entscheidung, Middle Management, rahmenanpassend, mittelfristig 5. strategische Entscheidung, Top Management, rahmensetzend, langfristig

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