Neujahrsempfang Betriebliche. Betriebliche Altersversorgung - Ausgewählte Aspekte. Matthias Berndt Firmenkundenberater. Altersversorgung (bav)

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1 Betriebliche Altersversorgung - Ausgewählte Aspekte Neujahrsempfang 2014 Matthias Berndt Firmenkundenberater Betriebliche Altersversorgung (bav)

2 Inhalte Schwerpunkte (1) Überblick zu den Durchführungswegen (2) Betriebliche Altersversorgung (bav) in der Praxis (2.1) bav-schlaglichter (3) Geförderte Pflegezusatzversicherung ( Pflege-Bahr ) Seite 2

3 Die Durchführungswege Es stehen die fünf Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung zur Verfügung. Die R+V-Spezialisten erarbeiten bezogen auf die Unternehmenssituation individuelle Altersversorgungskonzepte. Durchführungswege Direktversicherung Pensionskasse Pensionsfonds Unterstützungskasse Pensionszusage (alt: 40b EStG; neu: 3 Nr. 63 EStG) Seite 3

4 Die Ausgangssituation Der gesetzliche Anspruch des Arbeitnehmers auf Entgeltumwandlung Der Gesetzgeber hat diese Situation erkannt und den Anspruch auf betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung seit dem 1. Januar 2002 gesetzlich verankert. D.h., der Arbeitnehmer kann von seinem Arbeitgeber verlangen, dass Teile seines Gehaltes (bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze (West) in der gesetzlichen Rentenversicherung) in Vorsorgebeiträge umgewandelt und in eine betriebliche Altersversorgung eingezahlt werden. bis seit Der Arbeitgeber entscheidet im Bereich bav.. ob wer wie wo in welcher Höhe... der Arbeitnehmer die bav erhält. Der Arbeitnehmer entscheidet im Bereich bav... ob in welcher Höhe... er eine bav erhält. Der Arbeitgeber entscheidet im Bereich bav... wie (Durchführungswege) wo (Anbieter Seite 4

5 Ab 2005 drei Durchführungswege gemäß 3 Nr. 63 EStG mit gleichen Rahmenbedingungen >>> Direktversicherung- Pensionsfonds- Pensionskasse Steuerfreie und sozialversicherungsfreie Beitragszahlung in Höhe von 4% der BBG der GRV (West) Werte 2014: BBG-West pro Jahr bzw. 238 monatlich Zusätzlich jährlich als Beitrag steuerfrei, sofern keine alte Direktversicherung nach 40 b EStG existiert.. Seite 5

6 3 Finanzierungsformen (1) durch den Arbeitgeber allein (2) Entgeltumwandlung + Lohn/Gehalt, VL, Überstunden (3) Mischfinanzierung -> AG-Anteil und Entgeltumwandlung. Seite 6

7 Was ist zu beachten bei AG-Finanzierung? Schriftliche Festlegung -> wer erhält was -> alle oder nur einzelne Beschäftigte Gleichbehandlungsgrundsatz Besonders wichtig bei mitarbeitenden Familienangehörigen Seite 7

8 Die Durchführungswege Beispiele * AG finanziert für ausgewählte/ alle Beschäftigte(n) -> nach Qualifikation (z.b. Meister/in/ Prokurist) -> nach Funktion (z.b. Bereichsleiter(in) ) -> nach Betriebszugehörigkeit Speziell: mitarbeitende Familienangehörige Vom Grundsatz her genauso möglich, aber hier genau festlegen nach welchem Kriterium, weil Gleichbehandlungsgrundsatz und Fremdvergleich herangezogen wird (ggf. Angemessenheit). Seite 8

9 Entgeltumwandlung (1) Informations- und Nachweispflicht durch den AG (nach BGB 241/242 und NachwG 2) Betriebsrentengesetz 4 Abs. 2 LStDV 5 (2) Mindestlohn -> in vielen Branchen darf aus dem Mindestlohn keine Entgeltumwandlung erfolgen (Tarifverträge /Öffnungsklauseln; Allgemeinverbindlichkeitserklärung,..) Seite 9

10 2 Beispiele aus der Praxis (Personalarbeit) 1.) Aus der Firma scheidet ein Beschäftigter mit einer Direktversicherung aus -> Versicherungsvertragliche Lösung 3-Monats-Frist 2.) Einstellung eines Beschäftigten, der eine bav mitbringt -> z.b. DV Worauf ist zu achten? (Alt-/Neuvertrag; Finanzierungsform; Fondspolice?; ) Seite 10

11 Schlaglichter bav (1) BMF-Schreiben vom teilweiser Verzicht auf die noch zu erdienende Anwartschaft bei Pensionszusagen (Festschreiben oder Einfrieren) (2) Insolvenzsicherheit von Unterstützungskassen Insolvenzverwalter hat keinen Zugriff (BAG Urteil ) (3) Gesetz zum Versorgungsausgleich (VersAusglG) Neuregelung zum erfasst auch die bav Ansprüche für geschiedene Ehegatten (4) Kündigung einer bav (DV, PK) -> im lfd. Arbeitsverhältnis möglich - Fallunterscheidungen -> hat steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Folgen für AN Seite 11

12 Pflege-Bahr : ab (Staatlich geförderte Pflegeversicherung) Voraussetzungen/Bedingungen 8 Voraussetzungen für die Förderfähigkeit der privaten, freiwilligen Pflegezusatzversicherung: 4 Pflegetagegeld mit den Stufen 0 III (R+V-Modell: 30/30/70/100) 4 Umfang der Versicherungsleistungen innerhalb vorgegebener Grenzen frei vereinbar Mindestbeitrag: 15 EUR/Monat (10 EUR Eigenanteil + 5 EUR Zulage) (Eigenanteil ist vom Eintrittsalter abhängig) Versicherer übernimmt Zulagenverwaltung (5 mtl. bzw. 60 p.a.) Mindestabsicherung: 600 EUR/Monat in Pflegestufe III (Tagessatz 20 ) Dynamik für Inflationsausgleich (alle 3 Jahre Anpassung des Pflegetagegeldes) 4 Zulagenberechtigter Personenkreis: Alle Volljährigen, außer bereits Pflegebedürftige in den Stufen 0 III 4 Kontrahierungszwang, d.h., keine Gesundheitsprüfung, keine Leistungsausschlüsse, keine Risikozuschläge, Höchsteintrittsalter (70), kein ordentliches Kündigungsrecht 4 Wartezeit: max. 5 Jahre (außer bei Pflegebedürftigkeit infolge eines Unfalls) Matthias Berndt, Tel ; Seite 12

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