Supply Chain- und Beschaffungsoptimierungen

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1 Supply Chain- und Beschaffungsoptimierungen September 2012

2 Inhalt 1 Einführung 2 Supply Chain- und Beschaffungsoptimierungen Ausgewählte Ansatzpunkte 3 Unsere Vorgehensweise 4 Ausgewählte Ergebnisse aus Projekten 5 Zusammenfassung und Diskussion 2

3 Kapitel 1: Einführung 3

4 Relevanz von Supply Chain-Optimierungen Im Lebensmittelhandel fehlen durchschnittlich 4 Prozent aller Produkte Boeing Aircraft musste $2,6 Mrd. durch Material- und Teileknappheit abschreiben Die deutsche Wirtschaft hat Lagerbestände und Vorräte im Wert von 500 Mrd. Euro Ich habe Lagerbestände für 11 Tage während meine Wettbewerber Lagerbestände für 80 Tage haben. Wenn Intel einen neuen 450 MHz Chip heraus bringt, bedeutet dies, dass ich 69 Tage früher damit am Markt bin. Michael Dell Die Fertigungszeit eines Autos beträgt Stunden. Die Lieferzeit häufig über vier Wochen In bundesdeutscher Unternehmen beträgt der Wert des durchschnittlichen Vorratsbestandes 14 Prozent des Umsatzes (Thonemann 2010) Folie-Nr.: 4

5 Supply Chain- und Beschaffungsoptimierungen worum geht es? I am like any other man. All I do is supply a demand Al Capone ( ) 5

6 Kapitel 2: Supply Chain- und Beschaffungsoptimierungen Ausgewählte Ansatzpunkte 6

7 Prozessorientiertes Unternehmens-Modell 7

8 Ansatzpunkte und Fragen bei der Prozessoptimierung in der Beschaffung Wie sehen die internen Prozesse im Beschaffungsbereich aus? Wie sehen die Strukturen im Beschaffungsbereich aus? Wie ist die Lieferantenstruktur? Wie sieht die Materialstruktur im Beschaffungsbereich aus? Wie ist das Bestandsmanagement gestaltet? Wie sieht ist die Zusammenarbeit mit den Lieferanten gestaltet? 8

9 Anlieferstrategien (Arnold et al 2008) 9

10 Beschaffungsart - Normstrategien A B C X Produktionssynchrone Beschaffung/Just-In-Time Y Beschaffung mit Vorratshaltung Z Beschaffung im Bedarfsfall 10

11 Beschaffungsart (Adena 2003) 11

12 Kriterien für die Auswahl einer Anlieferstrategie Relative Wertigkeit einer Materialart (ABC-Analyse) Umschlaghäufigkeit (Schnell-/Langsamdreher) Verbrauchsstruktur (XYZ-Analyse) Erforderlicher Servicegrad Lagerfähigkeit des Materials Verfügbare Lagerkapazität Position auf dem Beschaffungsmarkt Erfolgs- und finanzwirtschaftliche Restriktionen. 12

13 Beschaffung mit Vorratshaltung - Alternativen Bevorratung beim Lieferanten: Lieferant bevorratet Material, es erfolgt Abruf durch Abnehmer auf Basis Rahmenverträgen; z.b. für Büromaterialien. Voraussetzungen: hohe Lieferbereitschaft, kurze Lieferzeiten Bevorratung beim Abnehmer örtlich: Herkömmliches Wareneingangslager Dezentrale Bereitstellung in der Produktion Externes Beschaffungslager/Speditionslager Warehouse on Wheels/Trailerpark dispositiv und rechtlich: Konsignationslager/Vertragslager Vendor Managed Inventory (VMI) bzw. Supplier Managed Inventory (SMI) 13

14 Beschaffung/Disposition - Normstrategien A B C X Teil-Automatisierte Beschaffung/Disposition Y Automatisierte Beschaffung/Disposition Z Manuelle Beschaffung/Disposition 14

15 Kapitel 3: Unsere Vorgehensweise 15

16 Von innen nach außen Lieferanten Beschaffung Produktion Absatz/Vertrieb Kunden 16

17 Überblick ausgewählter Analysemethoden Prozessanalysen/Wertstromanalysen Portofolio-Analysen ABCD-Analysen (Wert und Drehzahl) bezogen auf Lieferanten und Material XYZ-Analysen/Verbrauchsanalysen bezogen auf Material Lagerbestandsanalysen (Reichweite, Lagerwerte, Lagerbestandsentwicklung etc.) 17

18 Unsere Projektvorgehensweise Analyse der Prozesse und Strukturen (entsprechend Projektaufgabenstellung) Entwicklung von Lösungskonzepten und Bewertung Entscheidung über zu realisierende Lösung Feinkonzeption und Begleitung der Realisierungsphase 18

19 Ableitung von Lösungsvorsachlägen Kurzfristige Maßnahmen, z.b. Anpassung interner Prozesse und Strukturen Anpassung Dispoparameter (Sicherheitsbestände, Losgrößen etc.) Mittel- bis langfristige Maßnahmen, z.b. Einführung C-Teilemanagement Eliminierung Materialien/Standardisierung Vereinbarung veränderter Anlieferstrategien mit Lieferanten 19

20 Kapitel 4: Ausgewählte Ergebnisse 20

21 Beispiel: Integrale Organisationsansätze Prozessorientierte Organisation mit einheitlicher Verantwortung: Trennung von Planungsbereichen (Mawi/Disposition, PPS und Distribution/Tourenplanung) und operativen Bereichen (i.w. Produktion und Transport/Lager) Querschnittsaufgaben Stammdatenmanagement/Bestandsmanagement/Inventur ( Stabsstelle) Verkauf MaWi PPS Distribution Verkauf Stammdatenmanagement/Bestandsmanagement/Inventur Eingangslogistik Produktion Ausgangslogistik 21

22 Beispiel: Bestandsmanagement Oft ist hoher Anteil an geringwertigen Bestellungen vorhanden (Verbrauchsbzw. Bestellwert unter Prozesskosten) Lösungsansatz: A-Artikel: hohe Bestellfrequenzen mit geringen Losgrößen C-Artikel: Bestellbündelung bzw. C-Teile- Dienstleister Abhängig von Ausgangssituation sind Bestandsreduzierungen (gesamt) in Projekten von 15 bis 40% realisiert worden Reduzierung Lagerflächen um bis zu 40% sind entsprechend ebenfalls realisiert worden (weniger Materialbestände, Anpassung Lagerstruktur) 22

23 Kapitel 5: Zusammenfassung 23

24 Zusammenfassung Der Materialbeschaffungsprozess bietet insbesondere auch in Kooperation und Kollaboration mit Lieferanten- in vielen Unternehmen noch Optimierungspotenzial Optimierung sollte von innen nach außen erfolgen, d.h. unternehmensinterne Anforderungen und Prozesse sollten zunächst gestaltet werden, bevor Lieferanten einbezogen werden Nachhaltigkeit der Optimierungen ist von zentraler Bedeutung für ein erfolgreiches Supply Chain- und Beschaffungsmanagement! 24

25 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Fragen?? 25

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