Anwendungssoftware. Verwaltung von Inhalten im WWW mit CMS

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1 Anwendungssoftware Verwaltung von Inhalten im WWW mit CMS 1

2 2 Was sind Content Management Systeme?! Inhaltsverwaltungssysteme, meist im Internet! unterstützen Verwaltung von Arbeitsprozessen in kollaborativen Umgebungen! seit Ende der 1990er Jahre verfügbar! automatisieren Erstellung von Webseiten! erstellen Dokumente aus einzelnen Komponenten wie Bildern, Texten, Vorlagen und anderen Medien! verlangen üblicherweise keine umfangreichen Kenntnisse von Programmiersprachen

3 3 Wofür braucht man CMS?! umfangreiche Webseiten für Schulen, Einrichtungen, Unternehmen etc. erstellen! viele Personen, auch mit unterschiedlichen Fähigkeiten, sollen beteiligt werden! professionelles Layout für www-inhalte gestalten, Corporate Design! Integration verschiedener Produkte und Dienste, z.b. Kalender, Foren, Blogs! administrativer Zugriff auf Webseiten über das Internet

4 4 Herausforderungen! unterschiedliche Arten von Inhalten! Personen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Aufgaben und Berechtigungen beteiligt! schnelle Aktualisierung erforderlich! unterschiedliche Darstellungsformen für gleiche Inhalte gewünscht! Layoutänderungen und Funktionserweiterung sollen einfach möglich sein

5 5 Technologien - Beispiele! Wiki: Software zur gemeinsamen Bearbeitung und Darstellung von Web-Inhalten! Blog: WebLog, öffentliches Tagebuch oder Journal, sehr einfach benutzbar! E-Learning-Plattformen: Verwaltung von Inhalten zu bestimmtem Zweck (Lernen)! CMS: Systeme zur Verwaltung von Text- und Multimediainhalten, meist für Nutzung im WWW, ermöglichen gemeinsame Erstellung und Bearbeitung der Inhalte

6 6 Wiki! Webseite zum Mitmachen, ursprünglich gemeinsames Bearbeiten von Texten! gehören zu CMS, aber weniger ausführlich geregelte Redaktionssysteme! weniger Gestaltungsmöglichkeiten für Layout und Design der Webseiten! Vorteil gegenüber CMS: wenn viele Benutzer Informationen einstellen! Anmelden, Benutzerkonto anlegen, dann Inhalte hinzufügen! Beispiele:

7 7 Beispiel: Mediawiki! Softwaresystem zum Betrieb eines Wikis! Serversoftware: Sicherheitsaspekte beachten!! für Wikipedia entwickelt bzgl. Merkmalen, Leistung, Konfigurierbarkeit, Einfachheit! freie Software, d.h. auch, keine Garantie oder Gewährleistung (GPL)! braucht: Webserver und Datenbank

8 8 Arbeiten mit MediaWiki! Sandbox: isolierter Bereich zum Testen von Software! Regeln beim Editieren: Referenzen, kurze Anmerkung, was geändert wurde, kleine oder umfangreiche Änderung?! eigene Markup-Sprache: Wikitext (Wiki-markup) Templates, extensions

9 9 ausgewählte Eigenschaften von MediaWiki! eigene Anwenderstile mit css! automatisch druckbare Versionen erstellen! Beobachtungsliste, Verfolgen von Änderungen! voller Gebrauch von HTML möglich! Diskussionsseiten jeden Benutzer und Artikel! Verknüpfung mit RSS-Feed möglich! Rechteverwaltung für unterschiedliche Benutzertypen

10 10 Fazit Wiki! geeignet für Seiten, auf denen viele Bearbeiter Inhalte ablegen sollen! Es gibt Designvorgaben, aber Einfachheit der Mitarbeit ist wichtiger.! Wikis können schnell unübersichtlich werden!! Änderung von Inhalten direkt im Webbrowser! social Software (dient der menschlichen Kommunikation)! Ziel: Wissensmanagement

11 11 Blog Web Log! enstanden Ende der 90er Jahre mit der Entwicklung von web publishing tools! Webangebot mit oft nur einer hierarchischen Ebene! chronologisch geordnete Einträge! einfach zu handhaben! Informationsaustausch durch Kommentare! CMS für Autoren mit Templates für Layout

12 12 Blog! online-tagebücher, themenbezogen, Geld verdienen, Interessengemeinschaften,...! können auch mehrere Autoren haben! Photoblogs, Videoblogs, Podcast, Microblogging! Februar 2011: 156 Millionen blogs! freie Plattformen für Blogs: Wordpress, blogger,...

13 13 E-Learning - Plattformen! Erstellen, Wiederverwenden, Auffinden, Nachbearbeiten und Ausliefern von Lerninhalten! Kurssystem zur Verwaltung der Inhalte, Teilnehmerverwaltung, Verfolgung des Lernfortschritts, Testmodule! Beispiele: Moodle, educomponents,! MOOC massive open online course: Angebote großer Universitäten Venture Lab! Codecademy z.b. JavaScript lernen

14 14 Funktionsweise von CMS Bildquelle: https://keylineusa.com/resources/userfiles/cms_work.jpg

15 Front- und Backend eines CMS 15 Bildquelle:

16 Content Management - Prozess 16! Idealisierter Prozess! Gestaltung Vorgabe für Funktionen! Durchführung der Funktionen durch Steuerung koordiniert! Ausführung wird im Nachhinein kontrolliert

17 17 Definition der Vorgaben! organisatorische Vorgaben wie Definition der Berechtigungsstruktur! Strukturierung der Inhalte! Möglichkeiten zur Eingabe festlegen! Festlegung von Kategorien und Sprachen! Konfiguration der zulässigen Medientypen

18 18 Eingabe! Definition von Schablonen für die Eingabe (Querschnittsfunktion Gestaltung)! Berücksichtigung von Metadaten! Definition der Arbeitsabläufe zur Steuerung der Eingabe (umfasst auch Review der Daten bis zur Freigabe)

19 19 Montage! Inhalte können vor der Formatierung zusammengestellt werden! zeitgesteuert, z.b. aktuelle Daten aus einer Datenbank! durch externe Trigger kombiniert, z.b. durch Interaktion mit dem Benutzer (direkt durch Benutzereingabe oder indirekt durch Protokollierung der Benutzereingaben)

20 20 Formatierung! medienspezifische Formatierung des ausgewählten Inhaltes! Konvertierung in geeignetes Format! Anwendung der zuvor gestalteten Designregeln (CSS)

21 21 Publikation! Auslieferung der fertig aufbereiteten Inhalte zur Publikation! Pull-Prinzip (WWW, Benutzer fordert Informationen an)! Push-Prinzip ( oder SMS, Informationen werden an passive Benutzer zugestellt)

22 22 Eigenschaften von CMS! Trennung von Inhalt, Struktur und Design! einfache Erstellung von Inhalten, auch ohne Programmierkenntnisse! dezentrale Wartung! konfigurierbare Zugriffsbeschränkung! automatische Navigationsgenerierung! Erhalt der Designvorgaben

23 23 Eigenschaften von CMS! Speicherung der Inhalte in einer Datenbank! dynamische Inhalte! regelmäßige Updates! gemeinsame Bearbeitung von Inhalten

24 24 CMS Dokumente! inhaltlich unterschiedlich (Graphiken, Bilder, Texte, Videos )! statische Dokumente (z.b. Bilder)! vom Benutzer erstellte Dokumente! automatisch durch das CMS generierte Dokumente

25 CMS Aufbau 25

26 26 Digital-Asset-Management (DAM)! Content Repository als integrierte Speicherstelle für Inhalte! Speicherung und Verwaltung digitaler Inhalte (Graphiken, Videos, Musikdateien, Texte) z.b. im Dateisystem, Datenbank oder als XML-Dokumente! Suchen von Dateien! Anzeigen von Dateien! Archivieren und Versionieren von Dateien

27 27 DAM-Funktionen: Dateien suchen! Vielzahl von Dateien zu verwalten! verschiedene Verfahren der Dateiverwaltung in den CMS! Benutzer muss das Verfahren nicht kennen, deshalb Funktionalität zum Suchen

28 28 DAM-Funktionen: Dateien anzeigen! Datei-Inhalte verschiedener Formate anzeigen! um nicht für spezielle Formate die Dateien extra exportieren zu müssen! Funktionsumfang in verschiedenen CMS unterschiedlich

29 29 DAM-Funktionen: Archivieren und Versionieren! Verwaltung mehrere Versionen einer Website! Mehrbenutzerbetrieb, Sperrfunktionen wie in Quellcodeverwaltungssystemen mit Check-out und Check-in! Wiederherstellung von älteren Zuständen! Sicherheitskopien! Nachvollziehbarkeit von Änderungen

30 30 DAM-Funktionen: Templateverwaltung! zwingend notwendig für Trennung von Inhalt und Form! Strukturell gleichartige Inhalte durch Template (Dokumentvorlage) präsentiert! m:n-beziehung zwischen Inhalt und Template! Templates enthalten Platzhalter für Inhalte! Generator ersetzt Platzhalter unter Berücksichtigung von Berechtigungen durch Inhaltswerte! Templates werden nicht exportiert oder importiert

31 31 DAM-Funktionen: Hyperlinkverwaltung! definiert die Navigationsstruktur zwischen durch Template-Verwaltung generierten Seiten! Bei Erzeugung von WWW_Seiten werden Inhalt aus Content Repository, Formatierungen aus Templateverwaltung und Navigationsverknüpfungen aus Hyperlinkverwaltung zusammengesetzt! automatische Erkennung nicht mehr erreichbarer externen Links

32 32 Workflow-Management! elektronische Verwaltung von Arbeitsabläufen! stellt sicher, dass bestimmte Aktionen im Zusammenhang ablaufen! Aktionen eines Benutzers resultieren in Benachrichtigungen oder weiteren Aktionen! z.b. kann ein Autor einen Artikel erstellen, der Redakteur wird automatisch benachrichtigt und muss den Artikel noch freigeben! enges Zusammenspiel mit Berechtigungsverwaltung und Content Repository

33 33 Import- und Exportverwaltung! Übernahme externer Daten in das CMS, möglichst nur Inhalt ohne Layoutangaben! Unterstützung durch Workflowsteuerung! Export von Inhalt in vordefinierte Standardformate oder frei gestaltbare Formate! beim Export können Metadaten verloren gehen

34 34 Benutzer- und Zugriffsverwaltung! verschiedene Benutzergruppen mit verschiedenen Rollen! abhängig vom Einsatzgebiet! Autoren, Administratoren, Designer, Programmierer, Endnutzer! für jede Rolle können Zugriffsrechte vergeben werden! einer Person können mehrere Rollen zugeordnet werden

35 35 Benutzer - Autoren! erstellen Inhalte für die Webseiten! kennen sich mit den inhaltlichen Anforderungen aus und wollen Inhalte erstellen wie in einem, Textverarbeitungsprogramm! sind nicht zuständig für die Gestaltung!

36 36 Benutzer - Designer! sind verantwortlich für das Layout des Webauftrittes! kennen die Struktur der Seiten, aber nicht jeden Inhalt! Trennung von Inhalt und Form - Designer zuständig für Form! Erstellen von Designbeschreibungen (CSS)

37 37 Benutzer - Programmierer! erstellen interaktive Funktionalitäten für die Webseiten! Verarbeiten von Informationen des Benutzers! Personalisieren von Webseiten! Erstellen von Templates (Vorlagen)

38 38 Benutzer - Administrator! Vergabe von Zugriffsrechten! Konfiguration des CMS! zuständig für Datenschutz und Datensicherheit

39 39 Benutzer - Endnutzer! zielgruppengerechte Darstellung von Inhalten (z.b. durch Barrierefreiheit)! Corporate Identity! Verbesserung der Benutzbarkeit von Webseiten durch konsequente Gestaltung! Personalisierung

40 40 Unterstützung für Autoren! Templates (Vorlagen) für die automatische Erstellung von Webseiten (HTML und XML), können zentral verwaltet und geändert werden! WYSIWYG-Editoren zur Inhaltserstellung! Dokumentenverwaltung (Lebenszyklus von Ersterstellung über Revisionen, Veröffentlichung, Archivierung bis zum Löschen)

41 41 Unterstützung für Autoren! Virtualisierung: jeder Autor arbeitet in einer virtuellen Kopie des gesamten Webauftrittes und kann seine Änderungen im System vor der Veröffentlichung testen! automatische Updates! oftmals Vielzahl von Plug-Ins oder Modulen für zusätzliche Funktionen verfügbar (Kalender, Gästebuch...)

42 42 Erweiterte Anforderungen an CMS! Mehrsprachenfähigkeit in Bezug auf Benutzeroberfläche bzw. Inhalt! Medienunterstützung spezieller Zugriff auf Inhalte! Browserbasierung Zugriff auf CMS ohne zusätzliche Software! Personalisierung der CM-Anwendung! Bookmarkfähigkeit der CM-Anwendung bei personalisiertem Inhalt Anmeldung des Benutzers erforderlich! zufriedenstellende Marktposition Weiterentwicklung, Wartung, erweiterte Nutzung

43 43 Kontrollfragen 1. Was ist ein Content Management System? 2. Nennen Sie drei Aufgaben von Content Management Systemen! 3. Welche Schritte werden idealerweise im Content-Management- Prozess durchlaufen? 4. Nennen Sie drei Eigenschaften von Content Management Systemen! 5. Nennen Sie drei Technologien zur Verwaltung von Inhalten im Web und nennen Sie ein Beispiel, wofür sie besonders geeignet sind.

44 44 Quellen! Lars H. Ehlers. Content Management Anwendungen! JoAnn T. Hackos. Content Management for Dynamic Web Delivery! Nuria Ferran Ferrer, Julia Minguillon Alfonso. Content Management for E-Learning

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