Leistungskonzept des Faches Informatik

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1 Leistungskonzept des Faches Informatik 1. Allgemeines Die Beurteilung der von Schülerinnen und Schülern erbrachten Leistungen geschieht in der Sekundarstufe II und im Differenzierungsunterricht der Sekundarstufe I in den Bereichen Schriftliche Arbeiten und Sonstige Mitarbeit im Unterricht. Beurteilt werden Kompetenzen in Bezug auf Inhalt, Arbeitsmethoden und Arbeitsverhalten. Für Schülerinnen und Schüler sind Leistungsbewertungen eine Orientierung und eine Hilfe für weiteres Lernen, da sie die Stärken und Schwächen aufzeigen. Beurteilungen werden so angelegt, dass ihre Kriterien bekannt und transparent sind und eine weitere Lernentwicklung gefördert wird. Für Eltern sind Leistungsbewertungen eine Rückmeldung und durch die Lern- und Förderempfehlungen ein Hinweis darauf, wie sie ihre Kinder unterstützen können. Für Lehrerinnen und Lehrer sind Leistungsbewertungen ein Diagnose-Instrument. Alle Fachkonferenzen haben Leistungsbewertungskriterien auf der Grundlage der Kernlehrpläne (soweit vorhanden) entwickelt und die Fachlehrerinnen und Fachlehrer wenden diese an. Ziel des Leistungskonzepts ist es, ein hohes Maß an Vergleichbarkeit und Sicherheit in der Begründung von Leistungsbewertungen zu erreichen. Es ist weiterhin unser Ziel, eine Rückmeldekultur zu entwickeln und dadurch gezielt zu fördern. Das Leistungskonzept ist Bestandteil der schulinternen Lehrpläne und enthält neben den für alle Fächer gültigen schulprogrammatischen Aussagen die fachspezifischen Besonderheiten. 2. Schriftliche Arbeiten Klausuren in der Sekundarstufe II Die Klausuren in der Sekundarstufe II beziehen sich auf den Unterricht des Faches Informatik. Sie sollen den Kenntnisstand und die erworbenen Kompetenzen und Arbeitsweisen der Schülerinnen und Schüler überprüfen. Anzahl, Dauer, Formate, Inhalte und Bewertungskriterien richten sich nach den Kernlehrplänen und den schulspezifischen Ausprägungen in den schulinternen Lehrplänen. Zentrale schriftliche Überprüfungen werden durch ministerielle Erlasse geregelt und rechtzeitig bekanntgegeben. Die Informatik-Klausuren in der Sekundarstufe II sollen so gestaltet werden, dass Aufgabenformate und Länge sukzessive zum Abitur hinführen. 12/2012 Seite 1 von 5

2 Anzahl der Klausuren Dauer Aufgabenformat und Themenbereich EF x 45 min. Themen nach Lehrplan: 1. Kontrollstrukturen; Struktogramme; Klasse/Objekt; Attribute und Methoden; Bibliotheksklassen 2. Klassen- und Beziehungsdiagramme; Substantiv-Verb-Methode; Vererbung; Abstrakte Klassen, 3. Kapselung; Objektbeziehungen; Verkettung von Objekten; abstrakte Dienste Q1 GK x 45 min. Abiturformat, die erste Klausur hat einen geringeren Stoffumfang; Themen nach Lehrplan: 1. Rekursion; statische Datenstrukturen; Algorithmik 2. Lineare dynamische Datenstrukturen: Schlange und Liste 3. Binäre Bäume, Huffman-Kodierung 4. Sortierverfahren (Bubblesort, Selectionsort, Insertionsort, Quicksort), Suchverfahren (Tiefensuche, Breitensuche), Laufzeitverhalten Q2 GK x 45 min. Abiturformat; Themen nach Lehrplan: 1. ISO/OSI-Modell; Client-Programmierung (Daytime, Echo, ); Server-Programmierung; Protokolle; Nebenläufigkeit 2. SQL: SELECT-Anweisungen, Relationen, Normalisierung, ER-Diagramme 3. Kryptographie: Cäsar-Code, Vigenère-Verschlüsselung, RSA- Codierung; asymmetrische und symmetrische Verschlüsselung; Signierung 4. Endliche Automaten; reguläre Ausdrücke; Grammatiken; Chomsky-Hierarchie; Die Klausuren werden möglichst zeitnah korrigiert zurückgegeben. In der EF erfolgen die kompetenz- und schwerpunktbezogenen Bewertungskriterien, der Bewertungsschlüssel und die fördernden Hinweise zur Weiterarbeit in schriftlicher Form. In der Qualifizierungsphase erfolgt die Rückmeldung auf einem Bewertungsbogen, der sich nach den Vorgaben des Zentralabiturs richtet und den Erwartungshorizont und den verbindlichen Punkteschlüssel enthält. Dieser sieht im Fach Informatik folgendermaßen aus: Note Punktebereich 1 100% - 86% 2 85% - 71% 3 70% - 56% 4 55% - 41% 5 40% - 21% 6 20% - 0% Die Aufgabenstellungen enthalten jeweils Gewichtungen (hoch/mittel/gering), die die jeweils zu erreichenden Punkte repräsentieren es können auch alternativ direkte Punktwerte angegeben werden. Auf Abiturniveau werden ca. 10% der Punkte im Darstellungsbereich vergeben. In der Q1 kann eine Klausur durch die Facharbeit ersetzt werden. 12/2012 Seite 2 von 5

3 Sekundarstufe I Die Themenbereiche der Klassenarbeiten ergeben sich aus dem jeweiligen Unterrichtskontext bzw. der konkreten Auswahl und Reihenfolge der Themen. (Siehe dazu auch den schulinternen Lehrplan für die Sekundarstufe I.) Die nachfolgend aufgelisteten Themen sind deswegen eher exemplarisch zu sehen. Anzahl der Klausuren Dauer Jgst i.d.r. 2 x 45 min. Jgst i.d.r. 2 x 45 min. Aufgabenformat und Themenbereich 1. Umgang mit Textverarbeitungsprogrammen 2. HTML und CSS 3. Aufbau des Internet 4. Rechtliche Aspekte in Netzwerken 1. Umgang mit einem Tabellenkalkulationsprogramm 2. Umgang mit einem Datenbankprogramm 3. Erstellung von Bildschirmpräsentationen 4. Umgang mit einem Bildbearbeitungsprogramm Andere Formen, die eine schriftliche Leistungsüberprüfung ersetzen, sind im Differenzierungskurs Medienkunde/Informatik der Sekundarstufe I Projektarbeiten. In der Regel wird eine Arbeit des Schuljahres durch eine Projektarbeit ersetzt. Die Projektarbeit ist eine individuelle Leistung eines Schülers, die sich mit einem der im Lehrplan genannten Themengebiete auseinandersetzt. Die Arbeit am Projekt erfolgt i.d.r. während der normalen Unterrichtszeit über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen. Die Bewertungskriterien werden den Schülern vor der Abgabe schriftlich mitgeteilt. Die Schüler erhalten mit ihrer Note einen detailliertes Gutachten mit einer Aufschlüsselung der Punkteanteile. In der Sekundarstufe I werden alle Klassenarbeiten und Projektbewertungen von den Erziehungsberechtigten unterschrieben. Die Rückmeldung erfolgt in der Sekundarstufe I unter Angabe der in den Fachkonferenzen festgelegten Bewertungskriterien für die abgefragten Kompetenzen und Bewertungsanteile. Die Klassenarbeiten enthalten ferner eine schriftliche Rückmeldung über die erbrachte Leistung sowie einen Hinweis zur Weiterarbeit. 12/2012 Seite 3 von 5

4 3. Sonstige Leistungen Zu den Bestandteilen der "Sonstigen Leistungen im Unterricht" im Unterricht zählen u.a. mündliche Beiträge wie Hypothesenbildung, Lösungsvorschläge, Darstellen von fachlichen Zusammenhängen oder Bewerten von Ergebnissen; Analyse und Interpretation von Texten, Graphiken oder Diagrammen; qualitatives und quantitatives Beschreiben von Sachverhalten, unter korrekter Verwendung der Fachsprache; selbstständige Planung, Durchführung und Auswertung von Projektarbeiten und praktischen Aufgabenstellungen; Verhalten bei der Umsetzung praktischer Arbeiten, Grad der Selbständigkeit, Beachtung der Vorgaben, Genauigkeit bei der Durchführung; Erstellen von Produkten wie Dokumentationen zu Aufgaben, Untersuchungen, Präsentationen, Protokolle, Lernplakate, Modelle; Erstellen und Vortragen eines Referates; Führung eines Heftes, Lerntagebuchs oder Portfolios; Beiträge zur gemeinsamen Gruppenarbeit; kurze schriftliche Überprüfungen. Der Bewertungsbereich Sonstige Leistungen im Unterricht erfasst die Qualität, die Quantität und die Kontinuität der mündlichen und schriftlichen Beiträge im Unterricht. Für die Bewertung der Leistungen sind sowohl Inhalts- als auch Darstellungsleistungen zu berücksichtigen. Mündliche Leistungen werden dabei in einem kontinuierlichen Prozess festgestellt. Die Ergebnisse schriftlicher Überprüfungen haben keine bevorzugte Stellung innerhalb der Notengebung. Die Mitteilung des Leistungsstandes erfolgt sowohl in den Sekundarstufen I und II zum jeweiligen Quartalsende. Bei minderjährigen Schülerinnen und Schülern erfolgt bei Defiziten spätestens zum Quartalsende eine Mitteilung an die Erziehungsberechtigten. Sekundarstufe II Die Mitteilung der sonstigen Leistungen erfolgt in mindestens einem Halbjahr der Qualifikationsphase (d.h. in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen) mit Hilfe von Bewertungsbögen, die jeweils von den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrerinnen und Lehrern angefertigt werden. Der Bewertungsbogen für die sonstigen Leistungen im Fach Informatik befindet sich im Anhang. Sekundarstufe I In der Sekundarstufe I kommt der Heftführung ein besonderer Stellenwert zu. Im Fach Informatik wird die Heftführung mit ca. 20% innerhalb der Note für die sonstigen Leistungen gewichtet. Hierbei wird die Vollständigkeit, sachliche Richtigkeit, Ordnung und Struktur sowie die Lesbarkeit berücksichtigt. 12/2012 Seite 4 von 5

5 Einschätzungsbogen im Fach Informatik Schuljahr: Quartal: Selbsteinschätzung oder Lehrer: Schüler: Einschätzung der Lehrkraft Einschätzung Trifft zu Engagement im Unterricht Regelmäßiger Unterrichtsbesuch, keine unentschuldigten Fehlstunden Pünktliche Anwesenheit Bereitet sich auf den Unterricht vor (auch direkt vor Beginn der Stunde) Beteiligt sich aktiv Wirkt bei Gruppenarbeit aktiv mit Präsentiert Arbeitsergebnisse Zusätzliche Leistungen Trifft nicht zu Kann Unterrichtsinhalte wiederholen Kann Unterrichtsinhalte erläutern Kann seine Meinungen argumentativ begründen Äußert sich fachsprachlich korrekt Äußerungen beziehen sich auf das Thema Hört anderen zu und greift deren Äußerungen auf Ergänzt, vertieft und führt die Äußerungen anderer weiter Äußert sich so, dass andere dies verstehen Sachliche Angemessenheit des Engagements Situative Angemessenheit des Engagements Engagement außerhalb des Unterrichts Erledigt Hausaufgaben und eigenverantwortliche Aufgaben vollständig und ausführlich Erledigt regelmäßig das Lernpensum Bereitet sich auf Klausuren langfristig vor Informiert sich zusätzlich über die Unterrichtsthemen Ich möchte folgende Note geben:

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