Produkt- und Projektmanagement

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1 CHRISTIAN F. OLEJNIK Produkt- und Projektmanagement

2 Produkt- und Projektmanagement Seite I Inhaltsverzeichnis Konzeption der Studienschrift... III Kurzinformationen zum Autor... IV 1. Grundlagen Produktmanagement Ressort-gebundenes Produktmanagement Stabs-Produktmanagement Linien-Produktmanagement Nicht-ressort-gebundenes Produktmanagement Matrix-Produktmanagement Produktausschuss Projektmanagement Der Projektbegriff Definition Funktionen von Projekten Merkmale von Projekten Arten von Projekten Bedeutung von Projekten Aufgabenträger des Projektmanagement Projektorganisation Merkmale der Projektorganisation Projektunterstützung und -integration Grundformen der Projektorganisation Stabs- Projektorganisation Matrix-Projektorganisation Projektorientierter Teilbereich Reine Projektorganisation Bestimmungsfaktoren für die organisatorische Wahl Projektleitung Führungsaufgaben Anforderungen an den Projektleiter... 34

3 Produkt- und Projektmanagement Seite II 3.4 Projektteam Begriff Projektteam Zusammensetzung des Projektteams Projektplanung Grundlegende Phasenkonzepte des Projektmanagements Ausgewählte Phasenkonzepte Phasen eines Organisationsprojektes Phasen eines EDV-Projektes Nutzwertanalyse Projektsteuerung Grundsätze der Projektsteuerung Aufgaben der Projektsteuerung Projektkontrolle Ressourcenmanagement Literaturverzeichnis Glossar Stichwortverzeichnis Fragebogen zur Studienschriftkritik Anhang... 75

4 Produkt- und Projektmanagement Seite III Konzeption der Studienschrift Der folgende Lehr-/Lerntext umfasst alle grundlegenden Inhalte für Ihr Studium, wobei zu Beginn eines jeden Kapitels die Lernziele formuliert und am Ende eines jeden Kapitels entsprechende Übungsaufgaben und Check-Ups geboten werden. Mit der Bereitstellung zugehöriger Lösungshinweise können Sie die Bearbeitung der Aufgaben und Check-Ups selbständig kontrollieren. Ein wichtiges didaktisches Hilfsmittel des Lehrtextes stellen die Marginalien (Randbemerkungen) dar, die Ihnen stichwortartig eine unmittelbare Orientierung über den Fortschritt der stofflichen Bearbeitung ermöglichen. Am Ende des Lehrtextes stehen ein Literaturverzeichnis und ein Glossar, in welchem die Kernbegriffe sowie Fremdwörter, die für das Verständnis der Studieninhalte grundlegende Bedeutung haben, erläutert werden. Daran schließt sich ein Stichwortverzeichnis an, das Ihnen eine schnelle Suche nach allen möglichen Begriffen garantiert. Den Schluss bilden ein Fragebogen, über den wir Ihre persönliche Meinung zu der Studienschrift erbitten, und ein Anhang, der zusätzliche hilfreiche Informationen für Ihren Lehrgang umfasst. Die Taxonomie der Lernziele des Studientextes besteht aus den drei Gliederungsebenen Kennen, Verstehen und Anwenden: Kennen beschreibt die Aneignung von Wissen (Fakten, Daten, Sachverhalte), das notwendig ist, um Zusammenhänge zu verstehen. Verstehen beschreibt das Erkennen und Verinnerlichen von Zusammenhängen, so dass komplexe Aufgabenstellungen und Probleme einer Lösung zugeführt werden können. Anwenden beschreibt die aus dem Verstehen der Zusammenhänge resultierende Fähigkeit zu sach- und fachgerechtem Handeln. Die Studienschrift beinhaltet viele praktische Übungen. Bitte nehmen Sie sich Zeit, die einzelnen Aufgaben zunächst selbständig zu bearbeiten und erst im Anschluss mit den Musterlösungen zu vergleichen. Diese Vorgehensweise ermöglicht einen guten Lernerfolg, selbst wenn Sie bei Ihrem Lösungsversuch zuvor einen Fehler gemacht haben sollten. Auch eine Differenzerfahrung bei der gemeinsamen Erarbeitung von Aufgabenstellungen in einer selbstorganisierten Arbeitsgruppe kann Ihrem Aneignungsprozess von Wissen dienlich sein. Um die Lesbarkeit der vorliegenden Studienschrift zu verbessern, wurde darauf verzichtet, neben der männlichen auch die weibliche Form anzuführen, die gedanklich selbstverständlich immer mit einbezogen ist.

5 Produkt- und Projektmanagement Seite IV Kurzinformationen zum Autor Christian F. Olejnik, Jahrgang Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Essen und am University College Dublin mit Universitätsabschluss zum Diplom-Kaufmann. Aufbaustudium der Erwachsenenbildungswissenschaften an der Universität Kaiserslautern mit Hochschulgraduierung zum Master of Arts (Andragogik). Postgraduale Weiterbildung im Systemischen Management an der Universität Kaiserslautern mit abschließender Hochschulzertifizierung. Gründer und Geschäftsführer des IFM-Institut für Managementlehre, Geschäftsführer des LFM-Lehrinstitut für Meisterberufe sowie Direktor des MEMOSYS-Centrum für Systemische Erwachsenenpädagogik. Verfasser von Fachbeiträgen zur Lernpsychologie und Autor von Studienschriften zu verschiedenen Gebieten der strategischen und operativen Unternehmensführung. Ehrenamtliche Funktion bei der Industrie- und Handelskammer: Vorsitzender des Prüfungsausschusses für Geprüfte Controller.

6 Produkt- und Projektmanagement Seite 1 1. Grundlagen LERNZIELE: Sie sollen den Unterschied zwischen einer primären und einer sekundären Organisationsstruktur kennen. Sie sollen Merkmale der Primärorganisation kennen. Sie sollen Sekundärstrukturen charakterisieren können. Das vorliegende Thema der Studienschrift macht es erforderlich, zu Beginn eine Unterscheidung der Begriffe Primärorganisation und Sekundärorganisation vorzunehmen. Primärorganisation Merkmale Innovationskraft Von Primärorganisation wird immer dann gesprochen, wenn das aufbauorganisatorische Grundgerüst der Unternehmung gemeint ist. Es dient der Abwicklung aller Routineaufgaben, die den Zweck haben, die reibungslosen Abläufe im Versorgungs- und Vollzugsbereiches der Unternehmung zu garantieren. Die Primärorganisation ist durch folgende Merkmale gekennzeichnet: gute Planungssicherheit durch Routine geringe Unsicherheit über Aktivitäten und Prozessergebnisse Leistungserstellung als Ziel Existenz fester Stellenbeschreibungen Qualifikation erfolgt vor der Aufgabenübernahme Dienstwege sind lang Arbeitsentgelt als Anreiz Amtsautorität ist wirksam Aufgrund der formalen, hierarchiegeprägten Kommunikation zwischen den Stellen und Abteilungen der Primärorganisation können bestimmte Probleme nicht effizient gelöst werden. So ist zum Beispiel die Förderung der Ideenfindung innerhalb der Primärstruktur eher schlecht möglich. Zur Überwindung dieser Schwierigkeit und zur Steigerung der Innovationskraft des Unternehmens bietet sich die Anlagerung einer ergänzenden sekundären Organisationsstruktur an.

7 Produkt- und Projektmanagement Seite 2 Sekundärorganisation Charakteristika Die Sekundärorganisation (Parallelorganisation) erweitert die primäre Organisationsstruktur um zusätzliche zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit notwendige Aspekte. Das Ziel der Sekundärorganisation besteht in der Bewältigung neuer und/oder zeitlich befristeter Aufgaben bzw. Probleme. Wenn die historisch gewachsene Primärorganisation immer stärker von der Sekundärorganisation geprägt wird, entwickelt sich eine duale Organisation, d.h., es finden zwei Strukturierungskonzepte nebeneinander Anwendung. Eine Sekundärorganisation weißt folgende Charakteristika auf: geringe Planungssicherheit durch komplexe Probleme hohe Unsicherheit über Aktivitäten und Prozessergebnisse Organisation als Ziel Aufgabenzuweisung findet flexibel statt Qualifikation erfolgt während der Aufgabenerfüllung Dienstwege sind kurz Anerkennung, soziale Kontakte und Lernchancen als Anreize Persönlichkeitsautorität ist wirksam Die gegenseitige Abstimmung bei innovativen und komplexen Problemstellungen wurde in der Vergangenheit sehr häufig dem Zufall überlassen oder erfolgte bestenfalls auf informellen Wegen. In den letzten Jahren wurden zunehmend neue Organisationsformen entwickelt, die es ermöglichen, dass anstehende Probleme schnell und flexibel gelöst werden können. In den folgenden Kapiteln sollen das Produktmanagement und das Projektmanagement als Formen der Sekundärorganisation dargestellt werden.

8 Produkt- und Projektmanagement Seite 3 Prüfungstypische Aufgabe zum Kapitel 1 Wissensabfrage Ordnen Sie die folgenden organisationstypischen Aspekte einerseits der Primär- und andererseits der Sekundärorganisation zu. Amtsautorität Ziel ist Leistungserstellung langer Dienstweg feste Stellenbeschreibung flexible Aufgabenzuweisung Ziel ist Organisation Anreize: Bezahlung Problemlösung, hohe Unsicherheit Qualifikation erfolgt vor der Aufgabenübernahme Routine, geringe Unsicherheit kurzer Dienstweg Persönlichkeitsautorität Anreize: Anerkennung, soziale Kontakte, Lernchancen Qualifikation erfolgt während der Aufgabenerfüllung

9 Produkt- und Projektmanagement Seite 4 Lösungshinweise zu der prüfungstypischen Aufgabe Primärorganisation Sekundärorganisation Routine, geringe Unsicherheit Ziel ist Leistungserstellung feste Stellenbeschreibung Qualifikation erfolgt vor der Aufgabenübernahme Problemlösung, hohe Unsicherheit Ziel ist Organisation flexible Aufgabenzuweisung Qualifikation erfolgt während der Aufgabenerfüllung langer Dienstweg kurzer Dienstweg Anreize: Bezahlung Anreize: Anerkennung, soziale Kontakte, Lernchancen Amtsautorität Persönlichkeitsautorität

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