Werbemitteilung. Deutsche Asset & Wealth Management Ran an die Börse. Dax-Produkte für jeden Geschmack

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1 Werbemitteilung Deutsche Asset & Wealth Management marketspress Z e r t i f i k a t e A n l e i h e n F o n d s Ran an die Börse Dax-Produkte für jeden Geschmack

2 inhalt Xnovo 04 In Kürze 3,90-Euro-Flat-Fee-Sonderaktion Bei Anruf Börse Klar in Führung Neu im Angebot Noch Plätze frei Xpect 06 Finanzwetterkarte Bunte Mischung 07 Prof. Swen Schneider Moderne Kulturgüter erobern die Welt 08 Titelthema Ran an die Börse Dax für jedermann XPRESS 04/2015

3 marketspress Dax-Anlagen für jedermann Digitale Wunder Das zweite Maschinenzeitalter 20 Währung im Fokus Dominierender Dollar 23 Michael Blumenroth Im Winterschlaf Xproducts 24 Z statt A Smarte Zertifikatelösungen (Teil 2) 26 Express-Zertifikate Schneller als erwartet 30 Neuemissionen Direkt vom Start Xtra 32 Service Bestellcoupon 34 Investieren einmal anders Wertvolle Spardosen 38 Service Rund um die Uhr Noch nie war Geld so günstig am Finanzmarkt zu bekommen wie jetzt. Solange die Zentralbanken rund um den Globus die Märkte weiterhin mit Liquidität fluten, dürfte einiges davon auch an die Börsen gelangen und den Aktienkursen weiter Nahrung geben. Aber bereits die aktuell rekordverdächtig niedrigen Zinsen unterstützen die laufende Kursrally. Da Bundesanleihen und Tagesgeld aus diesem Grund nur wenig Rendite abwerfen, kommen Anleger derzeit an Aktien oder Index-Papieren, vor allem aber an soliden Dax-Werten und dem kompletten Index nur schwer vorbei. Bequem können Anleger aktuell mit Zertifikaten in den gesamten Dax investieren. Xpress stellt im Titelthema ab Seite 8 die beliebtesten Produkttypen dafür vor beispielsweise Bonus- oder Discount- Zertifikate. Wer etwas mehr Bewegung in sein Depot bringen möchte, für den könnten auch die neuartigen Dax-Faktor-Zertifikate etwas sein. Diese gibt es je nach Risikoneigung mit unterschiedlichen Hebeln, zum Beispiel zwei, vier, sechs und acht. Der große Vorteil von Zertifikaten gegenüber Aktien ist es, dass, falls der Markt doch einmal drehen sollte, es fast identische Produkte auch auf fallende Kurse gibt. Beim Dax heißt der dahinterstehende Index dann eben Short-Dax. Viel Freude beim Lesen 39 Impressum Ralph Wintermantel Chefredakteur 3

4 Xnovo In Kürze Rabatt-Chance. Anleger können bei comdirect im Direkthandel bis Ende Juni Produkte auf Rohstoffe günstiger handeln. 3,90-Euro-Flat-Fee-Sonderaktion von Xmarkets und comdirect In der Anleger-Community stehen derzeit die Rohstoffmärkte im Brennpunkt des Interesses. Da in der Vergangenheit zu beobachten war, dass sich die Rohstoffpreise häufig umgekehrt proportional zu den Aktienkursen verhalten, setzen viele Anleger auf Gold & Co., um ihr Portfolio zu diversifizieren und so gegen Kursschwankungen auf den globalen Aktienmärkten gewappnet zu sein. Mit der Flat-Fee-Aktion von Xmarkets und comdirect haben Anleger jetzt eine clevere Möglichkeit, an diesen Märkten kosteneffizient teilzuhaben: Damit Renditechancen auf den Commodity-Märkten nicht durch hohe Gebühren beeinträchtigt werden, hat Xmarkets bei Produkten auf Rohstoffe die Ordergebühr im außerbörslichen Direkthandel einheitlich bei 3,90 Euro gedeckelt. Dies greift ab einem Ordervolumen von 1000 Euro im Direkthandel über den Online-Broker comdirect. Normalerweise liegt das Orderentgelt bis zu einem Ordervolumen von 2000 Euro bei 9,90 Euro. Zwischen und Uhr können die Trader börsentäglich im LiveTrading handeln kostenlose Limit- und Komfortorders inbegriffen. Die günstige Sonderaktion umfasst derzeit rund 6000 Rohstoffprodukte. Dazu gehören klassische Optionsscheine, Zertifikate und unterschiedliche Knock-out-Produkte auf die Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium sowie auf die Energieträger Brent-Rohöl, WTI-Rohöl, Heizöl und Benzin. Aber auch wer stattdessen auf Industriemetalle wie etwa Aluminium, Zink oder Nickel setzen möchte, profitiert von der Sonderaktion. Die Aktion läuft bis zum 30. Juni 2015 deshalb also besser beeilen und Rohstoffchancen nutzen. Mehr Informationen zu dem Angebot finden sich auf unter Services/Handelspartner. Bei Anruf Börse Immer auf dem Laufenden bleiben, wenn es an den Finanzmärkten spannend wird. Und das, ohne sich mühsam durch die Nachrichtenflut von Zeitungen, Webportalen oder Internetblogs zu wühlen. Wie ist das möglich? Ganz einfach: Durch den neuen kostenfreien Service des Xmarkets-Produkt-Teams X-perten Call. Mit der innovativen Dienstleistung werden Abonnenten zu wichtigen Terminen oder bei brandaktuellen Neuigkeiten, die für die Börsenkurse entscheidend sein können, direkt von den Börsenexperten der Deutschen Asset & Wealth Management aus dem Handelsraum angerufen. Kurz und knapp gibt es die wichtigsten Inhalte aus erster Hand, um am Markt schnell reagieren zu können jederzeit natürlich auch unterwegs. Anrufe können immer an Tagen des regulären Börsenhandels erfolgen. Um angerufen zu werden reicht es, sich mit der gewünschten mobilen Telefonnummer online zu registrieren. Mehr Informationen und die Anmeldung sind zu finden auf unter Services beziehungsweise X-perten Call. Live vom Parkett. Der neue Service für Anleger, die schon immer auf Anrufe direkt aus dem Handelsraum gewartet haben. 4 XPRESS 04/2015

5 Klar in Führung Anlage- und Hebelprodukte erreichten laut neuesten Zahlen des Deutschen Derivate Verbandes (DDV) im Februar 2015 an den Frankfurter und Stuttgarter Börsen einen Umsatz von 4,6 Milliarden Euro. Im Hinblick auf die Marktanteile der Emittenten kam es nur zu geringfügigen Verschiebungen. Angeführt wird die Rangliste weiterhin deutlich von der Deutschen Bank mit einem Marktanteil von 24,7 Prozent und einem Ordervolumen von 1,1 Milliarden Euro. Auf Platz zwei und drei folgen die Commerzbank mit 20,6 Prozent und die DZ Bank mit 9,27 Prozent. Insgesamt ist zwar bei der Handelsaktivität am deutschen Zertifikatemarkt im Vergleich zum Vormonat ein Rückgang um 13,6 Prozent zu verzeichnen. Nicht unbeachtet sollte allerdings bleiben, dass der Februar einige Handelstage weniger aufweist als der Januar. Mit einem Plus von 15,7 Prozent gegenüber dem gleichen Monat im Vorjahr zeigt sich die Entwicklung dagegen im Ganzen sehr positiv. Ausführliche Informationen zum Marktausblick beziehungsweise zu den aktuellen Börsenumsätzen von strukturierten Wertpapieren finden interessierte Anleger auf der Webseite des DDV unter Druckfrisch. Viele Informationen zu passiven Fonds und Value Investing bietet die Ausgabe der neuen Zeitung CROCI Horizont. Neu im Angebot Die erste Ausgabe von CROCI Horizont ist erschienen. In der Zeitung geht es ausschließlich um Value Investing und CROCI-Fonds aus dem Hause Deutsche Asset & Wealth Management. Die CROCI-Methode ist ein Verfahren, welches den inneren, wahren Wert beziehungsweise das ökonomische Kurs-Gewinn-Verhältnis von Unternehmen zu ermitteln versucht, um damit unterbewertete Aktien zu identifizieren. Derzeit analysiert das Team rund um Francesco Curto, Chef des Bereichs CROCI Investment Strategy und Valuation Group, mehr als 830 Firmen und erstellt mehr als 4000 Updates auf diese Unternehmen im Jahr. Es ist eine Realtime-Datenbank, die sämtliche Fusionen, Akquisitionen und Änderungen im Markt reflektiert. Seit dem Start der Plattform sind auf der einen Seite 300 Unternehmen aussortiert worden und auf der anderen Seite jährlich 30 bis 40 neue Unternehmen hinzugekommen. Aus diesen hochqualifizierten Datensätzen werden im Anschluss interessante Investitionsmodelle entwickelt. Im Ergebnis werden mit dieser Methode aktuell rund 11,5 Milliarden Euro Vermögen in elf unterschiedlichen Fonds verwaltet. Diese können von Privatanlegern ganz bequem über die Börse erworben werden. Weitere Informationen gibt es unter systematic.deutscheawm.com. Die Zeitung kann auf Seite 32 kostenfrei bestellt werden. Noch Plätze frei Breakfast Trading. Vor dem Messebesuch bei Kaffee und Croissants Börsenwissen tanken. Auch in diesem Jahr findet kurz vor Start der Finanzmesse Invest am Freitag, dem 17. April 2015, wieder ein Breakfast Trading in Stuttgart statt. Neben Christian-Hendrik Knappe vom Xmarkets- Produkt-Team werden Dr. Gregor Bauer, einer der renommiertesten Chart-Experten, und Malte Rubruck von der DAB Bank durch die Veranstaltung führen. Während die Teilnehmer den morgendlichen Kaffee und leckere Croissants genießen, besprechen die Referenten ihre aktuellen Markteinschätzungen und traden anschließend live. Um einen der begehrten Plätze für das Breakfast Trading zu sichern, können sich Interessierte unter registrieren. Teilnehmer erhalten außerdem ein kostenloses Tagesticket für den anschließenden Besuch der Anlegermesse Invest Für diejenigen, die nicht vor Ort sein können, besteht die Möglichkeit, das Seminar als Webinar live mitzuverfolgen. 5

6 Xpect Finanzwetterkarte Bunte Mischung Das Finanzwetter seit Jahresbeginn ist weltweit bunt gemischt und offenbart hier und da äußerst sonnige Regionen. Allerdings lassen sich vereinzelt auch wolkenverhangene Abschnitte mit Börsenwerten im roten Bereich finden. Kanada +1,57% Dänemark +23,6 6 % Deutschland +22,0 4 % Großbritannien +3,62 % Frankreich +18,4 5 % USA -0,05% Portugal +20,6 4 % ZINS-TERMINE DER NOTENBANKEN Datum Ort Notenbank Japan Bank of Japan Großbritannien Bank of England Europa Europäische Zentralbank USA Federal Reserve Japan Bank of Japan Großbritannien Bank of England Japan Bank of Japan Europa Europäische Zentralbank Großbritannien Bank of England USA Federal Reserve Japan Bank of Japan Großbritannien Bank of England Japan Bank of Japan Europa Europäische Zentralbank USA Federal Reserve Quelle: Deutsche Bank, weitere Termine unter > Kurse & Märkte > Finanzkalender ROHSTOFFE Rohstoff Kurs Veränderung Hoch Tief Prognose Gold 1150,88-2,73 % 1384, , ,00 Silber 15,64-0,38 % 21,57 14,97 17,00 Platin 1097,25-9,22 % 1519, , ,00 Brent Crude Oil (Fut.) 53,01-7,90 % 117,37 46,41 57,50 Kurse in Dollar, Hoch-/Tiefkurse seit einem Jahr, Veränderung seit Jahresanfang, Prognose zum , Stand: , Quellen: Deutsche Bank, Reuters Mexiko +2,11 % Peru -14,5 8 % Brasilien -2,32 % Chile -1, 21 % Argentinien +25, 27 % INDIZES Index Kurs Veränderung Dax ,91 22,04 % MDax ,26 22,11 % Euro Stoxx ,73 16,47 % Dow Jones ,97-0,05 % S&P ,59 0,47 % Nasdaq ,66 2,84 % HSCE ,78-0,05 % Nikkei ,00 11,38 % Veränderung seit Jahresanfang, Kurse vom , Quelle: Reuters 6 XPRESS 04/2015

7 VERÄNDERUNG DER LEITBÖRSEN Dicht bewölkt bis strahlende Sonne die Finanzwetterlage weltweit seit Jahresbeginn ( ) -14,58 % +25,27 % Ukraine +11,41 % Italien +20,61 % Griechenland -7,6 4 % Saudi-Arabien +12, 23 % Südafrika -1,07 % WÄHRUNGEN Russland +2,4 5 % Indien +3,3 8 % China - 0,0 5 % Thailand +1, 20 % Währung Kurs Veränderung Euro/Dollar 1, ,37 % Euro/Yen 128, ,34 % Dollar/Yen 121,3010 1,18 % Euro/britisches Pfund 0,7439-4,15 % Euro/Schweizer Franken 1, ,48 % Euro/chin. Renminbi 6, ,88 % Euro/kanadischer Dollar 1,3553-3,30 % Euro/russischer Rubel 65,6850-9,20 % Euro/brasilianischer Real 3,4676 7,67 % Japan +11,3 8 % Philippinen +6,92 % Australien +7,07 % KOLUMNE Moderne Kulturgüter erobern die Welt Die Benutzung von Smartphones und die damit einhergehende Digitalisierung unseres Alltags verändern unser Verhalten und ganze Branchen, wie auf der aktuellen CeBIT zu sehen war. Die Menschen verabreden sich immer spontaner, Prof. Swen Schneider ist seit 2003 Professor für tauschen von überall Wirtschaftsinformatik an Nachrichten aus und der Frankfurt University of haben zunehmend Applied Sciences. besseren Zugriff auf Daten, merken sich aber angesichts der Informationsüberflutung immer weniger davon. Kennen Sie noch die Telefonnummern Ihrer fünf besten Freunde? Diesen Effekt nennt man auch Digitale Demenz. Während durch das Internet die Bankkunden immer besser informiert werden (Web 1.0), können sich Kunden über Social Media wie Facebook austauschen und gegenseitig beraten (Web 2.0). Eine automatisierte Computerentscheidung und der strukturierte Datenaustausch zwischen Computern (Web 3.0) sind heute bereits im Börsengeschäft der Banken und auch bei Privatanlegern zur Selbstverständlichkeit geworden. Durch die zunehmende Datensammlung aus unseren Einkäufen, Bewegungsprofilen, Risikoeinstellungen, Gesundheitsdaten etc. können wir (aber auch Dritte) Informationen über unser Verhalten auswerten und Prognosen erstellen. Über Big Data Analytics stellen Smartphones den Menschen vermehrt Entscheidungstipps zur Verfügung (Web 4.0). Dies könnte so weit gehen, dass wir uns nicht mehr trauen, uns gegen diese zahlenbasierten Vorschläge unserer Smartphones zu entscheiden, da dies bei einer Fehlentscheidung schon als fahrlässig gewertet werden könnte und man sich dafür rechtfertigen muss. Veränderung seit Jahresanfang, Kurse vom , Quelle: Reuters 7

8 Xpect Dax für Jedermann jedermann Ran an die Börse 8 XPRESS 04/2015

9 Der Aufwärtstrend des Dax ist beeindruckend. Daher könnte es für einen Einstieg auch jetzt noch nicht zu spät sein. Wer an der Kursentwicklung des Leitindex partizipieren möchte, findet bei der Deutschen AWM die passenden Zertifikate. BU Anlauf. In Z Id mod entotate dolenes is expel explam et lab invel mi, nobis excesse rciatiatio cus ariti quam Die Kursrally am deutschen Aktienmarkt setzt sich unvermindert fort. Bereits Mitte März konnte der Dax neue Rekorde oberhalb von Punkten markieren und legte damit seit Jahresbeginn um mehr als 20 Prozent zu. Ein Ende der Fahnenstange scheint trotzdem noch nicht erreicht zu sein. Die Rally des Dax wird momentan auch durch einen zinsbedingten Anlagenotstand unterstützt. Außer Aktien werfen Geldanlagen schließlich kaum noch attraktive Renditen ab, teilweise decken die Zinsen etwa die von Staatsanleihen nicht einmal die jährliche Inflationsrate ab. Immer mehr internationale Anleger entdecken zudem die deutsche Börse als lukrativen Anlagehort. Der schwächelnde Euro, der im Vergleich zum Dollar weiterhin unter Druck bleiben dürfte, treibt vor allem viele Amerikaner in europäische und deutsche Aktien. Die quantitative Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank sorgt also für zusätzlichen Schwung an den hiesigen Aktienmärkten. Daneben konnten die Dax-Mitglieder mit guten Meldungen auftrumpfen: Laut einer aktuellen Analyse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young haben die 30 Dax-Konzerne im vergangenen Jahr neue Umsatz- und Gewinnrekorde erzielt. Der Gesamtumsatz kletterte um 2,2 Prozent auf 1,25 Billionen Euro. Der Gewinn stieg sogar um 6,3 Prozent auf knapp 109 Milliarden Euro. Am stärksten wuchsen die Unternehmen außerhalb Europas: In Nordamerika und im Raum Asien-Pazifik kletterten die Umsätze jeweils um sieben Prozent. Die Dax- Konzerne schufen auch im Jahr 2014 zusätzliche 9

10 Xpect Dax für jedermann Der große Handelssaal. Der Dax befindet sich im Steigflug. Jobs: Insgesamt stieg die Zahl ihrer Mitarbeiter um gut zwei Prozent von 3,7 auf 3,8 Millionen. Trotz der nach wie vor günstigen Voraussetzungen für weiter steigende Kurse sind viele Anleger allerdings nicht investiert. In der Hoffnung auf fallende Kurse stehen sie seit Monaten an der Seitenlinie und warten auf eine günstige Einstiegsgelegenheit. Strategisch sinnvoll ist dieses Vorgehen nicht, denn mitunter verpassen Anleger so vielleicht die Rally ihres Lebens. An der Börse gibt es ohnehin nicht die eine günstige Kaufgelegenheit, sondern viele interessante Chancen und Möglichkeiten zu investieren sowie Geld zu verdienen. Die einzige Voraussetzung dafür lautet schlichtweg: Kaufen! Erfahrene Börsianer wissen, dass es langfristig betrachtet nicht darauf ankommt, wann man einsteigt. Viel wichtiger ist, dass man es überhaupt tut. GESAMT-EBIT DER DAX-UNTERNEHMEN * * Jeweils Monate Januar Dezember/EBIT bzw. Operatives Ergebnis in Mio. Euro** Finanzbranche *** Industrieunternehmen Das kumulierte EBIT der Dax-Unternehmen ist im Januar 2014 um sechs Prozent auf den neuen Rekordwert von zehn Milliarden Euro gestiegen. Die Finanzbranche legte mit fast elf Prozent überproportional stark zu, während Industrieunternehmen ihr EBIT um gut fünf Prozent steigern konnten. *2012 und 2013 bereinigte Werte, **Ohne Fresenius Medical Care, da Fresenius SE enthalten, ***Finanzbranche: Allianz, Commerzbank, Deutsche Bank, Deutsche Börse, Munich Re; Stand: 01/2015, Quelle: Ernst & Young 10 XPRESS 04/2015

11 Hilfreich beim Investieren an der Börse sind Zertifikate. Die Auswahl geeigneter Produkte, mit denen Anleger zum Beispiel den Dax abbilden können, ist groß. Auf den Leitindex hat die Deutsche Asset & Wealth Management (Deutsche AWM) viele unterschiedliche Zertifikate im Angebot. Im Internet unter finden Interessierte eine breite Auswahl an Index-, Discount-, Bonusoder Faktor-Zertifikaten, mit denen sich je nach Risikoneigung Investments flexibel gestalten lassen. Im Bereich Wissen & Academy finden Anleger dort alles Wissenswerte rund um das Handeln von Wertpapieren. Während in den Bereichen Produktwissen und Broschüren die Produkte der Deutschen AWM ausführlich beschrieben werden, stehen in der Academy allgemeinere Themen oder Handelsstrategien im Fokus. Unter Experten gibt es ein wöchentliches Video aus dem Deutsche- Bank-Handelssaal zu aktuellen Themen an den Finanzmärkten. BREITE PRODUKTPALETTE FÜR ANLEGER Wer sein Geld breit gestreut an der Börse anlegen will, kann auf klassische Index-Zertifikate setzen. Xmarkets hat zum Beispiel das endlos laufende Xpert-Zertifikat auf den Dax im Angebot (siehe Tabelle Seite 13). Damit bilden Anleger die Entwicklung der deutschen Leitbörse eins zu eins nach und können dank des attraktiven Bezugsverhältnisses auch kleinere Beträge etwa über monatliche Sparverträge investieren. Das Pendant zum Dax-Xpert-Index-Zertifikat ist das ShortDax-Xpert- Index-Zertifikat, mit dem pessimistischere Zeitgenossen auf fallende Kurse des deutschen Börsenbarometers setzen und diese über das Zertifikat ebenfalls direkt nachbilden können. Für konservative Investoren eignen sich auch Discount-Zertifikate, die ideal für Seitwärtsbewegungen sind und ihre Stärke ausspielen, wenn an der Börse die Kurse stagnieren. Selbst wenn eine Aktie oder ein Index kaum steigt oder sogar fällt, UMSATZ DER DAX-FIRMEN NACH REGIONEN Europa 58 % 56 % Nordamerika 18 % 19 % Asien-Pazifik 16 % 17 % Rest der Welt 8 % 8 % Stand: 01/2015, Quelle: Ernst & Young sind mit den entsprechenden Discount-Zertifikaten teils sogar zweistellige Renditen möglich. Und wenn die Kurse in den Keller gehen, sorgt ein Abschlag bei Discount-Zertifikaten für einen vergleichsweise sanften Fall. Sie verfügen einerseits über einen hohen Abschlag gegenüber dem Basiswert nach unten, eröffnen Anlegern im Gegenzug aber dennoch attraktive Gewinnchancen. Dass sich Discount-Zertifikate in vielen Fällen lohnen, gibt es übrigens schwarz auf weiß. Laut einer Studie der Deutschen AWM aus dem Jahr 2014 haben in einem Zeitraum von 14 Jahren (von November 1999 bis Dezember 2013) mehr als 63 Prozent aller beobachteten Discount-Zertifikate eine höhere Rendite erzielt als die jeweiligen Basiswerte. Auch Bonus-Zertifikate bieten Anlegern einen echten Mehrwert gegenüber einem Direktinvestment in einen Basiswert. Dank der durchdachten Struktur des Zertifikats erhalten Investoren auf der einen Seite ein Mehr an Sicherheit, ohne auf der anderen Seite auf Gewinnchancen verzichten zu müssen. Mit einem Direktinvestment, etwa einem Index-Zertifikat auf den Dax, machen Anleger nur dann Gewinn, wenn der Index steigt. Mit Bonus- Zertifikaten indes können Anleger sogar überdurchschnittlich gewinnen, selbst wenn der Basiswert nur seitwärts läuft oder sogar leicht fällt. An steigenden Kursen können sie unbegrenzt verdienen. FAKTOR-ZERTIFIKATE FÜR STARKE TRENDS Wer weiterhin von einem Dax-Anstieg ausgeht und daran partizipieren möchte, für den hat die Deutsche AWM eine weitere interessante Produktklasse im Angebot: Faktor-Zertifikate. Diese Papiere bieten dem Anleger eine neue Möglichkeit, gehebelt in den Dax zu investieren. Dabei können Anleger auf steigende oder fallende Notierungen setzen und den Hebel (Faktor) aus einer Vielzahl von angebotenen Produkten selbst wählen. Produkte, die von steigenden Kursen des Referenzwertes profitieren, erhalten den Zusatz Long, während diejenigen, deren Gewinne auf fallende Kurse ausgerichtet sind, mit Short gekennzeichnet werden. Neu ist, dass die Hebelwirkung konstant bleibt. Um dies zu erreichen, liegt den Produkten als Basiswert nicht der Dax selbst zugrunde, sondern ein Referenzindex. Alle Kursänderungen finden in diesem Index statt. Auf diesen wiederum bezieht sich das Zertifikat. Dabei dient der jeweilige Schlusskurs des Referenzindex als Basis für die Hebelwirkung 11

12 Xpect Dax für jedermann des folgenden Tages. So wird ein konstanter Hebel erreicht, ohne Änderungen in den Stammdaten des Zertifikats vornehmen zu müssen. Vor allem in trendstarken Phasen, wie sie aktuell zu beobachten sind, spielen Faktor-Papiere ihre Vorteile aus. Die Deutsche AWM hat zahlreiche Faktor-Zertifikate emittiert: sowohl für steigende (Faktor-Long) als auch für fallende Kurse (Faktor- Short). Die Funktionsweise von Dax-Faktor-Zertifikaten ist denkbar einfach, denn sie bilden die tägliche prozentuale Wertänderung des deutschen Leitindex mit dem gewählten Faktor ab. Steigt zum Beispiel der Dax im Tagesverlauf um zwei Prozent, steigt der Preis des Faktor 4x Long-Zertifikats um acht Prozent. Der Hebel beziehungsweise Faktor bleibt täglich gleich. Faktor-Zertifikate sind allerdings kein Allheilmittel für Gewinne. Wie bei anderen Investmentprodukten müssen die Anleger eine Meinung bezüglich der aktuellen und zukünftigen Marktstimmung haben. Denn sollte die Stimmung drehen beziehungsweise sich der Referenzwert entgegen der erwarteten Richtung entwickeln, nimmt zwar bei Faktor-Zertifikaten die Basis für die gehebelte Wertentwicklung täglich ab, dennoch fallen gehebelte Verluste an. Eine Besonderheit bei Faktor-Zertifikaten ist jedoch der Anpassungsmechanismus bei extremen Marktbewegungen. Sollte sich der Dax deutlich entgegen der erwarteten Entwicklung bewegen, greift ein eingebauter Schutzmechanismus. In trendstarken Phasen können sich Faktor-Zertifikate auch für Buy-and-Hold- Strategien eignen. Nachteilig für Faktor-Zertifikate sind hingegen volatile Seitwärtsphasen. Denn in diesen Phasen kann das Faktor-Zertifikat an Wert AUF EINEN BLICK Produkt WKN Basiswert Laufzeit Faktor-Zertifikat DX6DAX LevDAX x6 Endlos Management-Gebühr 1,00 % Partizipation Faktor 6 Kurs 161,47 Briefkurs in Euro, Stand: , Quelle: Reuters Brieftasche. Anleger verdienen mit Dax-Investments derzeit prächtig. 12 XPRESS 04/2015

13 verlieren, auch wenn der Basiswert am Ende der Seitwärtsphase wieder sein ursprüngliches Kursniveau erreicht. Je volatiler der Markt ist, desto größer wird der Performance-Unterschied zu herkömmlichen Hebelprodukten. Momentan hält sich die Volatilität beim Dax noch in Grenzen. Der Aufwärtstrend ist nach wie vor intakt. Eine stärkere Korrektur ist allerdings nicht ausgeschlossen. Kommt es etwa zu einem Austritt Griechenlands aus dem Euro oder eskaliert die Krise in der Ukraine, kann die positive Marktstimmung schnell in die entgegengesetzte Richtung umschlagen und der Dax über einen längeren Zeitraum wieder in den Korrekturmodus umschalten. Auch dann können Faktor-Zertifikate risikobewussten Anlegern mehrere Alternativen mit vier verschiedenen Hebelstufen bieten jedoch als Short-Varianten. REVERSE-PAPIERE FÜR SEITWÄRTSMÄRKTE Für Anleger, die seitwärts tendierende bis fallende Märkte erwarten, eignen sich möglicherweise auch Reverse-Bonus-Zertifikate. Das Prinzip von klassischen Bonus-Papieren, wie oben beschrieben, wird bei diesen Produkten auf den Kopf gestellt: Die Barriere, die Anlegern eine Bonuszahlung zum Laufzeitende sichert, liegt oberhalb des aktuellen Basiswertkurses und nicht wie bei klassischen Bonus-Zertifikaten darunter. Anleger, die zum Beispiel ein Dax Reverse Bonus-Zertifikat mit Cap und einer Barriere bei Punkten kaufen (WKN XM0UQ0), erhalten 90 Euro zum Laufzeitende am 18. Dezember 2015, wenn der Dax bis dahin die Barriere von Punkten nicht erreicht. Bei einem derzeitigen Kaufkurs von 65,17 Euro ergibt Bulle und Bär. Anleger müssen sich vor dem Investment eine Marktmeinung bilden. sich eine Rendite von rund 38 Prozent. Doch Vorsicht: Wird der Indexstand bei Zählern berührt, drohen mitunter hohe Verluste. Denn Investoren nehmen bei einem Barrierebruch zum Laufzeitende spiegelverkehrt an der prozentualen Kursentwicklung des Dax bezogen auf den Startwert (Basispreis) teil. Liegt der Basiswert beispielsweise zum Schluss mit 20 Prozent im Plus, verliert das Zertifikat 20 Prozent an Wert. Für welchen Weg sich Anleger am Ende auch entscheiden, sowohl für steigende als auch für stagnierende und fallende Märkte hat die Deutsche AWM die passenden Zertifikate im Angebot. INTERESSANTE ZERTIFIKATE AUF DEN DAX ODER SHORTDAX Produkt WKN Cap Maximalrendite p. a. Laufzeit Bonus Discount Barriere/Cap Kurs Bonus-Zertifikat XM1Z Pkt. 9,34 % ,00 EUR Pkt. 98,43 Bonus-Zertifikat XM1YXH Pkt. 9,04 % ,00 EUR Pkt. 127,47 Reverse-Bonus XM078T Pkt. 40,35 % ,00 EUR Pkt. 95,08 Reverse-Bonus XM1W Pkt. 16, 9 8 % ,00 EUR Pkt. 72,63 Discount-Zertifikat XM Pkt. 11,49 % ,85 % Pkt. 114,98 Discount-Zertifikat XM0PHL Pkt. 9,66 % ,44 % Pkt. 113,10 Discount-Zertifikat XM Pkt. 4,89 % ,09 % Pkt. 108,24 Xpert ShortDax DB2SRT Endlos 27,77 Xpert Dax Endlos 120,69 Briefkurs in Euro vom bei einem Dax-Stand von Punkten, Quelle: Deutsche Bank 13

14 Xpect Dax für jedermann CHARTTECHNISCHE DAX-ANALYSE Längere Hausse Das avisierte freundliche Börsenjahr 2015 ist eingetreten. Doch der Markt ist so schnell und dynamisch geworden, dass meine Prognosen längst überholt wurden. Ich hatte an dieser Stelle Anfang Dezember ein Kursziel von bis für 2015 gegeben. Doch das galt für das Gesamtjahr, und nicht schon für den März. Der Dax gehört mit seiner Performance von über 20 Prozent zu den besten Indizes weltweit in diesem noch jungen Jahr. Doch ist dies deshalb schon das Ende der Bewegung? Nein! Wir befinden uns inmitten einer längeren Hausse, die 2013 mit dem Break über 8200 Punkte begann und noch ein paar Jahre laufen wird. Anleger sollten sich bitte nicht von den Kassandra-Rufen beirren lassen. Es liegt keine Überbewertung und erst recht keine Blase vor! Das ist einfach eine starke Hausse- Bewegung in einem überdurchschnittlichen Jahr. Und in festen Börsenjahren sind auch mal 25, 30 oder noch mehr Prozent Kursgewinn möglich. Der extrem niedrige Zins würde Bewertungen mit Kurs-Gewinn-Verhältnissen von weit über 20 rechtfertigen. Da ist also noch viel Luft. Und der schwache Euro bringt hohe Windfall-Profits für die Exportwerte und einen Wettbewerbsvorteil. Doch das bedeutet nicht, dass der Dax nun gradlinig weiter steigen wird. Die Markttechnik zeigt eine kurzfristige Überhitzung an. Eine Seitwärtskonsolidierung in einer Spanne von vier bis fünf Prozent oder eine scharfe Korrektur von sechs bis sieben Prozent ist zu erwarten und wäre auch gesund. Doch viel stärker als 500 bis 800 Punkte vom Hoch wird der Dax kaum fallen. Zu viele stehen noch vor der Tür und wollen einsteigen. Meist gibt der Markt nicht viele gute Kaufchancen. Anschließend dürfte der Dax bis zum Sommer weiter steigen. Wie heißt es so schön? Die Dividende ist der neue Zins. Folglich dürften die Anleger über das Frühjahr hinweg mit den meisten Dividendenzahlungen ihre Aktien tendenziell halten. Bis zum Sommer sollten dann bis Punkte im Dax erreichbar sein. Nach einer typischen Herbst-Korrektur wäre wohl der Weg bis Punkte frei, was mein Jahresendziel ist. Für 2017/2018 sehe ich Kurse zwischen und Das hört sich nach viel an, wäre aber für eine normale Hausse im üblichen Rahmen. Hans-Jürgen Haack verfügt über mehr als 30 Jahre Börsenerfahrung. Er ist Ressortleiter für Marktanalysen bei PP-Brokerage und Chefanalyst von verschiedenen Derivate-Börsenbriefen. Neu ist der Börsenbrief HAACK-INVEST : Weitere Infos unter DAX Punkte /12 01/13 04/13 07/13 10/13 01/14 04/14 07/14 10/14 01/15 04/15 Stand: , Quelle: e-signal (www.esignal.com). Für den Inhalt ist Hans-Jürgen Haack von PP-Brokerage verantwortlich. 14 XPRESS 04/2015

15 Deutsche Asset & Wealth Management Der Markt ruft. Einfach informiert werden. Der neue -per ten Call: Mit dem neuen X-perten Call-Service bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Wenn es an der Börse spannend wird, rufen wir Sie direkt aus dem Handelsraum an. Jetzt unter für den kostenfreien X-perten Call-Service registrieren Kontakt Deutsche Bank AG Deutsche Asset & Wealth Management Hotline: +49 (69) In Kooperation mit

16 Xpect Digitale Wunder Das zweite Maschinenzeitalter Mit Innovationen verbinden wir Neuerungen oder Erneuerungen, zumindest solange sie in Form von Produkten, Verfahren oder Dienstleistungen umgesetzt werden. Für Anhänger der zunehmenden Digitalisierung könnten auch Anlageprodukte auf Unternehmen aus diesem Bereich interessant sein. Das vermutlich beste Beispiel für den Begriff Innovation ist die industrielle Revolution. Hier trafen mehrere stark beschleunigte Entwicklungen unter anderem im Maschinenbau, in der Chemie und Metallurgie zusammen. Schließlich konnten die Grenzen menschlicher und tierischer Muskelkraft durch technische Neuerungen überwunden und enorme Mengen nutzbarer Energie erzeugt werden. DIGITALE REVOLUTION Doch genauso wie die Dampfmaschine, die erst nach Generationen in dem Maße weiterentwickelt werden konnte, dass sie die industrielle Revolution auslöste, benötigte auch die digitale Welt einige Jahre, um sich zu entfalten. Mit der von dem wöchentlich erscheinenden amerikanischen Nachrichtenmagazin 16 XPRESS 04/2015

17 In Arbeit. Der Ruf nach Standards für eine mühelose Kommunikation der vernetzten Technik verschiedener Hersteller wird immer lauter. Hierbei ist deutlich erkennbar, dass das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht ist. QUALITÄT STATT QUANTITÄT Auch die weltweiten Technologiemessen wie der Mobile World Congress in Barcelona, die CES in Las Vegas oder die IFA in Berlin kämpfen inzwischen um ihre Bedeutung. So konzentriert sich zumindest die CeBIT in Hannover neuerdings auf Qualität statt auf Quantität und beabsichtigt damit, ihre Existenz nunmehr durch die Digitalisierung der Wirtschaft zu rechtfertigen. Schließlich prognostizierte CeBIT- Chef Oliver Frese bereits im Vorfeld der Messe: Wer heute nicht digitalisiert, kann morgen abgehängt werden. Nachdem zur Jahrtausendwende noch mehr als Besucher rund 8000 Aussteller auf der CeBIT sehen wollten, traf zuletzt lediglich rund ein Viertel dieser Besucheranzahl auf etwa 3300 Aussteller. Das angepriesene Fortschreiten der Digitalisierung könnte zur rettenden Insel der CeBIT werden. Schließlich war das Kunstwort d!conomy, das auch andeuten soll, wie stark sich digitale Trend- Technologien wie Social Media, Cloud Computing oder Datensicherheit innerhalb der Wirtschaft und der Gesellschaft miteinander verzahnt haben, das Motto der CeBIT IT IN DER SCHMIEDE Time ausgezeichneten Maschine des Jahres 1982 dem Computer erleben wir derzeit einen verblüffenden Fortschritt, der auf Hardware, Software und Netzwerken beruht. Die Weiterentwicklungen dieser digitalen Technologien haben, wenn man so will, die digitale Revolution eingeläutet. Während mit der industriellen Revolution zum Beispiel eine starke Luftverunreinigung und die Ausbeutung der Arbeitskraft von Kindern einhergingen, werden und wurden durch die digitale Revolution bereits zahlreiche Arbeitsplätze in Unternehmen abgebaut. Doch auch auf Unternehmensseite mussten dem Digitalen Opfer gebracht werden: Der Einzelhandel in den Städten geht kontinuierlich zurück, die Musikindustrie verzichtet zunehmend auf die Produktion von CDs, Printverlage verzeichnen einen Rückgang bei den Anzeigen und das Taxi verliert sein innerstädtisches Individual-Beförderungsmonopol. Um den rasanten Einzug der IT in alle Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft zu visualisieren, hatte das amerikanische IT- und Beratungsunternehmen IBM knapp einhundert Demopunkte vorbereitet, die die Transformation von Unternehmenslösungen und Sicherheitskonzepten thematisierten. Darüber hinaus präsentierte IBM zehn Start-ups, die per Cloud innovative Produkte realisieren. IT- UND TELEKOMMUNIKATIONSMARKT Umsatz 2014 in Mrd. Euro 315 China 14,7 % Veränderung zum Vorjahr 641 Europa 0,4 % 775 USA 3,3 % Während der Umsatz des europäischen IT- und Telekommunikationsmarktes fast auf der Stelle tritt, ist das Wachstum in China immens. Stand: , Quelle: Bitkom 17

18 Xpect Digitale Wunder Eng verzahnt. Digitale Trend-Technologien wie Social Media, Cloud Computing oder Datensicherheit sind innerhalb der Wirtschaft und der Gesellschaft bereits miteinander verbunden. AUF EINEN BLICK Produkt WKN Basiswert I n d e x- Z u s a m m e n s e t z u n g Index-Zertifikat DB2CNT Managementgebühr 1,5 % p. a. Laufzeit Kurs Solactive China Internet Performance-Index 10 größte chinesische Internet-Unternehmen Open End 36,05 EUR Briefkurs vom , Quelle: Deutsche Bank Mit mehr als 600 Unternehmen stellte China seine Neuheiten auf der CeBIT vor. Das Land gilt nicht nur in der IT, sondern vor allem in der Internet- und Smartphone-Branche als der derzeit am stärksten wachsende Markt. Für Anhänger von Index-Zertifikaten könnte das Zertifikat für den Solactive China Internet Performance-Index interessant sein. Dieser Index beinhaltet die zehn größten chinesischen Internet- Unternehmen, wobei die Indexmitglieder nach Marktkapitalisierung gewichtet sind. Anleger nehmen über das Index-Zertifikat an der Wertentwicklung des Index teil. Entsprechend sind die Weichen für die Alibaba Group bereits gestellt. Konzern-Chef Jack Ma meinte zur Eröffnung der CeBIT, dass es künftig ein Consumer-to-Business-Geschäft mit viel Datenaufwand geben werde und Unternehmen schneller und flexibler werden müssten. Während seiner Eröffnungsrede demonstrierte er einen Online-Einkauf per Gesichtserkennung. Er bevorzuge einfach ein Netz ohne vergessene Passwörter und Anmeldedaten. Es genüge ein Blick in die Smartphone-Kamera, um die Authentifizierung über charakteristische Gesichtsmerkmale abzuschließen. Im Falle von Jack Ma geschah dies natürlich über Alipay, einen führenden Drittanbieter von Online-Zahlungsdiensten und eines der wichtigsten Tochterunternehmen von Alibaba. Die Gruppe betreibt unter anderem die gleichnamige B2B-Plattform Alibaba.com sowie das Online-Auktionshaus Taobao. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich die nach eigenen Angaben größte IT-Firmengruppe Chinas vor Kurzem an einem weiteren Bezahldienst in London beteiligt hat, in den USA eine Investition von 200 Millionen Dollar in den Nachrichtenübermittler Snapchat beabsichtigt und mit einem eigenen Rechenzentrum ins Cloud-Geschäft einsteigen will. Dennoch hat die Alibaba-Aktie aufgrund der Verunsicherung der Anleger im Zusammenhang mit gefälschten Produkten innerhalb von drei Monaten ein Drittel ihres Wertes eingebüßt. Aus diesem Grund ist der Alibaba-Gründer aktuell auch seinen Titel als reichster Mann des Internets los. DAS ZIEL IST KONSUM Diesen Titel trägt nun wieder Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Zuckerberg hat sicherlich auch die Aussage von Dieter Kempf, Präsident des 18 XPRESS 04/2015

19 IT-Branchenverbands Bitkom, anlässlich der Eröffnungsfeier der CeBIT vernommen, dass eine ausgewogene Vorratsdatenspeicherung nicht die bürgerliche Freiheit gefährde. Schon längst baut Brüssel an einer europäischen Datenschutzverordnung, die auch Facebook und Google die Spielregeln vorgeben wird. Und so arbeitet Facebook mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Nutzern weiter an seinen E-Commerce-Angeboten. Kürzlich übernahm das weltgrößte Online-Netzwerk die Shopping-Suchmaschine TheFind, die darauf spezialisiert ist, günstige Preise zu finden und Nutzern personalisierte Empfehlungen anzubieten. Dies geschieht unter anderem auf Basis der bisherigen Einkäufe und der Wunschliste des Einzelnen. Außerdem bietet TheFind als zentrale Sammelstelle für alle Daten eines Nutzers in Bezug auf Online-Käufe auch die Paketverfolgung an. Höchst interessant, insbesondere vor dem Hintergrund, dass Facebook laut Medienberichten schon lange darüber nachdenkt, wie Shopping-Angebote auch auf der Plattform des sozialen Netzwerks selbst untergebracht werden können. ANSPRECHENDE ZERTIFIKATE Anleger, die den Zug zum digitalen Wirtschaftswunder nicht verpassen wollen und an den Erfolgen einzelner IT-Unternehmen teilhaben möchten, können in verschiedene Basiswerte investieren. So bietet die Deutsche Asset & Wealth Management zahlreiche Zertifikate an, die mehr als nur einen Blick wert sind. Durch ein währungsgeschütztes Bonus-Zertifikat mit einer festen Laufzeit können sich Anleger, die bei einem bestimmten Basiswert das Potenzial für einen Kursanstieg sehen, bis zu einem gewissen Teil gegen Kursrückschläge absichern. Denn im Gegensatz zu einem Direktinvestment können mit Bonus-Zertifikaten auch dann Gewinne erzielt werden, wenn sich der Basiswert nur seitwärts bewegt oder sogar leicht fällt. An steigenden Kursen verdienen Anleger zum Laufzeitende unbegrenzt, sofern das Bonus-Zertifikat nicht mit einem Cap ausgestattet ist. Bei einem Investment in ein Memory-Express- Zertifikat ist das Anlagekapital bis zu einem Rückgang des zugrunde liegenden Basiswertes am finalen Bewertungstag bis zur Memory-Barriere abgesichert. Notiert der Schlusskurs des Basiswertes am finalen Bewertungstag unter der Barriere des Ausgangsniveaus, nimmt der Anleger eins zu eins am Verlust des Basiswertes teil. Dieses Zertifikat bietet die Möglichkeit, für jeden Bewertungstag, an dem die Memory-Barriere nicht unterschritten wird, einen Kupon zu erhalten. Durch den Memory-Mechanismus gehen ausgelassene Kupons jedoch nicht verloren. Diese können, sofern die Memory-Barriere nicht unterschritten wird, an einem späteren Bewertungstag nachgeholt werden. Berührt oder überschreitet der Kurs des Basiswertes die Tilgungsschwelle an einem Bewertungstag, wird das Produkt vorzeitig zurückgezahlt und der Anleger erhält den Nennwert sowie den Kupon. Zum letzten Bewertungstag muss der Schlusskurs des Basiswertes hierfür lediglich auf oder über der Memory-Barriere liegen. Dies gilt auch in Bezug auf gegebenenfalls bis dahin ausgefallene Kupons. ZERTIFIKATE AUF IT-WERTE Zertifikat WKN Quanto Cap Barriere Bonusbetrag Kurs Seitwärtsrendite p. a. Laufzeit Bonus-Zertifikate Microsoft DT66HQ Ja Ohne 35,00 USD 52,00 EUR 46,46 EUR 14,56 % Microsoft DT66KE Ja 52,00 USD 35,00 USD 52,00 EUR 46,07 EUR 15,93 % IBM XM0ASP Ja 170,00 USD 130,00 USD 170,00 EUR 153,32 EUR 8,51 % Apple DT66GH Ja Ohne 75,00 USD 115,00 EUR 129,92 EUR 0,00 % Apple XM0AP9 Ja 130,00 USD 85,00 USD 130,00 EUR 118,32 EUR 7,69 % Facebook XM0ARQ Ja 75,00 USD 60,00 USD 75,00 EUR 67,72 EUR 8,28 % SAP XM1NE3 Nein 70,00 Euro 48,00 Euro 70,00 EUR 63,88 EUR 6,20 % Deutsche Telekom XM1KYD Nein 18,00 Euro 12,00 Euro 18,00 EUR 15,90 EUR 7,34 % Zertifikat WKN Quanto Barriere Tilgungsschwelle Kurs Zinszahlung p. a. Laufzeit Memory-Express-Zertifikate Apple DT8PLX Ja 69,00 USD 115,00 USD 101,71 EUR 4,50 % Alibaba DT8PLW Ja 55,00 USD 110,00 USD 102,01 EUR 5,25 % Facebook DT8PLY Ja 41,25 USD 75,00 USD 102,02 EUR 5,00 % Briefkurse in Euro vom , Quelle: Deutsche Bank 19

20 Xpect Währung im Fokus Dominierender Dollar Derzeit ist der Dollar das Maß aller Dinge und gewinnt seit etwa einem Jahr gegen nahezu jede Währung an Wert. Dies spiegelt jedoch nicht nur die aktuelle Dominanz der amerikanischen Volkswirtschaft wider, sondern auch die immensen Unterschiede zwischen den Geldpolitiken der verschiedenen Notenbanken. An den Währungsmärkten vollziehen sich Bewegungen häufig etwas gesitteter und gemächlicher als etwa an den Rohstoffmärkten. So notierte beispielsweise der Kurs des Euro gegen den Dollar während der Finanz- und Eurokrise zwischen 2004 und 2014 in schöner Regelmäßigkeit mindestens einmal im Jahr auf der Marke von 1,30 Dollar/Euro. Selten haben Händler und Marktbeobachter das Gefühl, Zeuge einer epochalen Neubewertung einer Währung sein zu dürfen. Das könnte nun aber der Fall sein, und zwar bei der Neubewertung des Euro, insbesondere gegen den Dollar. Die großen Währungsbewegungen der vergangenen Jahre wurden meistens durch geldpolitische Aktionen der Zentralbanken induziert. So auch diesmal. EINFLUSS DER NOTENBANKEN Sowohl Herbst 2012 als auch Ende 2014 führten die Beschlüsse der Notenbank Japans, die Märkte mit reichlich Liquidität einzudecken, dazu, dass sich der Wert des japanischen Yen gegen den Dollar von 77 auf bis dato 122 Yen pro Dollar drastisch reduziert hat. Im Übrigen betätigt sich seit dem vergangenen Sommer und insbesondere seit dem März 2015 auch die Europäische Zentralbank (EZB) auf diesem Spielfeld. Nachdem der Euro gegen den Dollar am 8. Mai 2014 beinahe die Marke von 1,40 angekratzt hatte, schickte ihn EZB-Chef Mario Draghi an diesem Tag zunächst verbal in seiner der EZB-Sitzung folgenden Pressekonferenz auf Talfahrt. Nach zwei Zinssenkungen und dem Beschluss von Negativzinsen auf Bankeinlagen bei der EZB beendete der Euro das Jahr schon deutlich schwächer bei 1,21. Die Gemeinschaftswährung geriet gleich zu Jahresbeginn weiter unter Druck. Vor allem zwei Ereignisse führten zu einer rasanten Talfahrt des Euro: Am 22. Januar fand die EZB-Pressekonferenz statt, in der Draghi den groß angelegten Kauf von mindestens 1,14 Billionen Euro in Form von Anleihen (meist Staatsanleihen) ankündigte. Dies kostete den Euro in den nächsten beiden Tagen rund fünf Cent an Wert gegen den Dollar. Den Februar hindurch wurde es dann kurzzeitig etwas langweiliger in Bezug auf dieses Währungspaar. Aber das änderte sich mit dem effektiven Start der Anleiheankäufe durch die EZB dann wieder dramatisch. Nahezu täglich fiel der Euro gegen den Dollar auf neue Zwölf-Jahres- Tiefstkurse. Und dies mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit. Auch gegen Währungen wie den japanischen Yen, das Pfund Sterling oder die schwedische Krone verlor der Euro in kurzer Zeit stark an Wert. Das ist schon etwas verwunderlich, da seit Ende Januar bekannt gewesen war, dass die Anleihekäufe im März starten werden. Somit hätten sich die Marktteilnehmer ja schon lange rechtzeitig positionieren können. Allerdings tat sich gleichzeitig auch Dramatisches an den Anleihemärkten. Lag die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen am 9. März zum Handelsstart noch bei 0,392 Prozent, so rentierten diese gerade einmal drei Tage später nur noch bei 0,185 Prozent. Ähnliche Bewegungen gab es für die Renditen sämtlicher Staatsanleihen der Eurozonenländer. KERN DES PROBLEMS Damit sind wir auch beim Kern des Problems, den Kapitalabflüssen aus der Eurozone. Diese erwarten die Devisen-Experten der Deutschen Asset & Wealth Management für die nächsten vier Jah- 20 XPRESS 04/2015

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