Kontinuität vs. Neukonfiguration im Rahmen der Unternehmensnachfolge

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1 Kontinuität vs. Neukonfiguration im Rahmen der Unternehmensnachfolge Ass. Prof. (FH) Mag. (FH) Natasa Deutinger Fachbereich Business Development & Economics Studiengang Betriebswirtschaft Fachhochschule Salzburg

2 Übersicht Herausforderung Übergabetauglichkeit des Unternehmens Unternehmensbezogene Kontinuität vs. Flexibilität Analyse unternehmensbezogener Faktoren: Strukturbrüche Analyse unternehmensbezogener Faktoren: Strategische Erfolgspotenziale Fazit

3 Ausgangslage 2010 bis 2019 rd KMU vor der Herausforderung der Unternehmensnachfolge (KMU Forschung Austria 2008) Herausforderung: Übergabetauglichkeit der Unternehmen betriebswirtschaftliche Situation Wettbewerbsfähigkeit der betreffenden Unternehmen komplexe und langwierige Situation die einen unternehmerischen Austritt als auch einen entrepreneurialen Start beinhaltet jedoch auch das Potenzial, eine strategische Stärkung und möglicherweise behutsame Neujustierung des Unternehmens einzuleiten

4 Problematik der Unternehmensnachfolge In 74 % aller übertragenen Unternehmen ist die Situation ungünstiger als vorher angenommen (Institut für Mittelstandsforschung Bonn, 2001) Mangelnde Vorausschau oder Hinauszögern führt zum Verlust der wertvollen Zeit Tabuisierte Problemfelder: (Fuerglistaler, 2008) Fragen der Unternehmenskontinuität (Zukunftssicherung und Tradition) aber auch der Familienkontinuität Loyalität gegenüber Mitarbeitern Monetäre Fragen Machtaspekte (Kontrolle, Einfluss, Führung) Aspekte des Prestiges Unternehmensnachfolge kann zu Diskontinuitäten führen

5 Unternehmensbezogene Kontinuität vs. Flexibilität Kontinuität: Aufrechterhaltung eines Regelkreissystems: personell, strategisch, finanziell, organisatorisch Flexibilität: Anpassung an sich ändernde Rahmendbedingungen Strategische Flexibilität Führungsflexibilität Organisatorische Flexibilität Finanzielle Flexibilität Quelle: SCHACKMANN, V. (2003) Unternehmensnachfolge im Familienbetrieb

6 Unternehmensbezogene Kontinuität vs. Flexibilität Quelle: LETMATHE, P. & HILL, M. (2006) Strukturbruche der Unternehmensnachfolge. Zeitschrift für Betriebswirtschaft, 76,

7 Analyse unternehmensbezogener Faktoren: Strukturbrüche Frühzeitiges betriebswirtschaftliches Controlling der Unternehmensnachfolge Entwicklung von Methoden und Instrumenten, um Strukturbrüche messbar zu machen. Modernisierungsfalle Machtfalle Führungsstil- und Organisationsfalle Marktfalle Quelle: LETMATHE, P. & HILL, M. (2006) Strukturbruche der Unternehmensnachfolge. Zeitschrift für Betriebswirtschaft, 76,

8 Analyse unternehmensbezogener Faktoren: Strategische Erfolgspotenziale Ist-Analysen des Unternehmens & Neugestaltung des Geschäftsmodells als Chance Unternehmen an gestiegene Marktanforderungen anzupassen und strategisch neu auszurichten Aufbau und Ausschöpfen der strategischen Erfolgspotenziale bezogen auf den Markt, die Produkte und die Mitarbeiterinnen Konzentration der Kräfte durch Nutzung bereits bestehender Potenziale und Stärken Quelle: KEMPERT, W. (2008) Praxishandbuch für die Nachfolge im Familienunternehmen. Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusehen, sondern darauf auf die Zukunft vorbereitet zu sein (Perikles)

9 Fazit Ziel ist es das Tätigkeitsgebiet des Unternehmens klar zu erkennen und daraus Möglichkeiten für neue Tätigkeitsfelder abzuleiten. die wichtigsten Stärken und Schwächen des Unternehmens zu erfassen, um aus möglichen Potenzialen strategische Stärken zu entwickeln. die Chancen und Risiken aus der Entwicklung der Marktseite aufzuzeigen. die Kostenstruktur des Unternehmens im Vergleiche zum Wettbewerb herauszuarbeiten die gelebte und gewollte Unternehmenskultur zu erfassen die bisherige Strategie des Unternehmens zu hinterfragen Kurz gesagt: Übergeber und Nachfolger laufen vor und nach der Übergabe ihr Tempo. Im Zeitraum der Übergabe müssen beide das gleiche Tempo halten, um das Unternehmen auf Kurs zu halten.

10 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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