Pfingstexkursion Italien

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1 Pfingstexkursion 2012 Italien 28. Mai bis 01. Juni 2012 Technische Universität München Weihenstephan Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Landbaus Organisation der Exkursion: Prof. Dr. Alois Heißenhuber

2 2 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis 2 Abbildungsverzeichnis 5 Tabellenverzeichnis 6 Programm 7 Route in Italien 8 Teilnehmerliste 9 1. Allgemeine Informationen über Italien Wirtschaft Landwirtschaft Südtirol Finanzkrise der EU unter besonderer Berücksichtigung Italiens Landwirtschaft in Italien Allgemeine Informationen Pflanzenbau Tierhaltung Die Landwirtschaft der Emilia Romagna Betrieb Grana Padano Familie Nordera Milchvieh Forellenzucht Kaninchenmast Die Stadt Parma Antica Corte Pallavicina, Restaurant Al Cavallino Bianco Käserei Parmigiano Reggiano Besichtigung Betrieb Torre (Parmigiano Reggiano Produktion) Stadtführung Verona Daten und Fakten Geschichtliches Geographische Lage Sehenswürdigkeiten 35

3 3 11. Besichtigung Schweinebetrieb Aldo Montolli Allgemeines Fütterung Maststall Sauenanlage mit angeschlossener Ferkelaufzucht Geschichte Südtirols Urgeschichte Tirol im 14. Jahrhundert Eroberung durch Bayern und Zeit des Andreas Hofer Zeit des ersten Weltkriegs Südtirol im zweiten Weltkrieg Erringen der Autonomie Tourismus in Südtirol Die Landwirtschaft in Südtirol Flächenverteilung Südtirols Geschichte der Landwirtschaft in Südtirol Landwirtschaft heute Obstbau Weinbau Milchwirtschaft Besichtigung Weinkellerei Tramin Überblick über die Landwirtschaft in Südtirol Kellerei Tramin Jahreskreis des Weinbaues Führung durch den Betrieb Weinverkostung Die Stadt Bozen Freie Universität Bozen Landwirtschaft in Südtirol (Vortrag des Vizedirektors des Südtiroler Bauernbundes SBB, Ulrich Höllrigl) Geschichte Die Landwirtschaft in Südtirol nach

4 4 dem zweiten Weltkrieg bis heute Herausforderungen für die Zukunft Obstbauwirtschaft in Südtirol (Dr. Wolfgang Drahorad) Betriebsbesichtigung Obsthof Troidner Versuchszentrum Laimburg Geschichte Allgemeines zum Versuchszentrum Apfelanbau Sortenprüfung Clubsorten Lagerung Felsenkeller Laimburg - Weinverkostung Weißweine Rotweine Obstgenossenschaft Cafa Meran Eckdaten Produktionsablauf Abrechnung und Vermarktung Betriebsbesichtigung Pflegerhof Kräuterhof Allgemeines über den Pflegerhof Betriebsstruktur Philosophie Anbau der Kräuter Ausstattung Kräuter Vorgehensweise beim Anbau Ernte und Konservierung Verarbeitung und Verkauf der Produkte 78

5 5 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Route in Italien 8 Abbildung 2: Karte Italien 13 Abbildung 3: Parmigiano Reggiano und Parmaschinken 26 Abbildung 4: Dom und Baptisterium von Parma 26 Abbildung 5: Käseherstellung 29 Abbildung 6: Käsereifung 30 Abbildung 7: Andreas Hofer 41 Abbildung 8: Übernachtungen und Ankünfte in Südtirol 44 Abbildung 9: Obstbau 46 Abbildung 10: Weinbau 47 Abbildung 11: Milchwirtschaft 48 Abbildung 12: Panoramabild Bozen und Brennerautobahn 53 Abbildung 13: Bozen und Dolomiten 54 Abbildung 14: Dom Maria Himmelfahrt in Bozen 54 Abbildung 15: Hofladen Troidner 64 Abbildung 16: Versuchszentrum Laimburg 65 Abbildung 17: Clubsorten Südtirol 67 Abbildung 18: Lagerschäden an Äpfel 68 Abbildung 19: Logo Versuchszentrum Laimburg 68 Abbildung 20: Felsenkeller Laimburg 69 Abbildung 21: Kräuterhof Pfleger 79 Abbildung 22: Zitronenbaum als Thermometer 79

6 6 Tabellenverzeichnis Tabelle 1: BIP Italien 14 Tabelle 2: Landnutzung in Italien 17 Tabelle 3: Betriebsstruktur Tabelle 4: Produktion ausgewählter Früchte 18 Tabelle 5: Studiengänge im Bereich Agrarwissenschaften 56

7 7 Programm Tag Zeitplan Details Mo 6.30 Uhr Abfahrt am Parkplatz an der Sauwiese in Freising Uhr Mittagessen 14:00-16:00 Uhr Milchviehbetrieb F.lli Nordera e Figli 17:30-21:00 Uhr Antica Corte Pallavicina Restaurant Al Cavallino Bianco Besichtigung: Parmaschinken, Black-Pig mit anschließendem Essen Übernachtung Verona (Sud Point) Di 7:00 Uhr Abfahrt :15 Uhr Molkereibesichtigung - Parmigiano Reggiano Mi Do Fr :00-13:30 Uhr Betriebsbesichtigung- Milchvieh - Parmigiano Reggiano 13:00-14:30 Uhr Mittagessen :00 Uhr Besichtigung von Parma 17:30-20:00 Uhr Stadtführung Verona anschließend Abendessen in Verona Übernachtung Verona (Sud Point) 8:30 Uhr Abfahrt 9:30-12:00 Uhr Betriebsbesichtigung von Montolli Aldo (Schweinebetrieb) 12:30-14:00 Uhr Mittagessen 16:00-18:00 Uhr Kellereibesichtigung mit Weinverkostung Kellerei Tramin (SBB Obmann Leo Tiefenthaler) Übernachtung Bozen Rentschner Hof 9:00 Uhr Abfahrt 9:30-12:00 Uhr Uni Bozen, Führung und Vortrag mit Herrn Prof. Schamel 12:00-13:30 Uhr Mittagessen 14:00-15:00 Uhr Obsthof Kohl-Troidner 16:30-18:00 Uhr Besichtigung Versuchszentrum Laimburg 18:00-20:30 Uhr Führung und Merende mit Weinverkostung im Felsenkeller mit Landeshauptmann Durnwalder 21:00 Uhr Tschurtschkeller Auer Übernachtung Bozen Rentschner Hof 9:30 Uhr Abfahrt 10:00-11:30 Uhr Obstgenossenschaft Cafa Meran 12:00-13:15 Uhr Mittagessen 14:00-15:00 Uhr Pflegerhof Kräuteranbau, Kastelruth 15:00 Uhr Rückfahrt. Ankunft in FS etwa 20:00 Uhr

8 8 Route in Italien B: Milchviehbetrieb F..lli Nordera e Figli C: Antica Corte Pallavicina D: Verona E: Parma F: Verona G: Tramin (Kellerei) H: Bozen I: Versuchszentrum Laimburg J: OG Cafa Meran K: Pflegerhof, Kastelruth

9 9 Teilnehmerliste Name Vorname 1 Altenburger Christian 2 Aumann Roswitha 3 Bauer Simon 4 Bauerdick Josef 5 Bilgeri Anna 6 Böhm Monika 7 Braun Patricia 8 Braun Sascha 9 Brunlehner Eva-Maria 10 Caroli Maria-Theresa 11 Dehoff Andrea 12 Gehling Martina 13 Göschl Barbara 14 Hagl Georg 15 Harrer Markus 16 Heimsoeth Jana 17 Heinze Claudia 18 Henne Kilian 19 Höcherl Susanne 20 Hofbauer Maximilian 21 Hoffmann Dominik 22 Kappauf Katharina 23 Klarer Max 24 Koller Regina 25 Kotschenreuther Martin

10 10 26 Landwehr Maximiliane 27 Lang Toni 28 Lederer Elisabeth 29 Lenz Johannes 30 Metz Christian 31 Mittelberger Cilli 32 Obermaier Sabine 33 Petershammer Silke 34 Raddatz Mirco 35 Ries Elke 36 Schütz Stefan 37 Seiler Sarah 38 Sojer Dominik 39 Stäbler Rupert 40 Steindl Matthias 41 Überacker Johannes 43 Vandieken Hubert 43 Vinzent Beat 44 Weber Anne 45 Wenig Johannes 46 Wenninger Ludwig 47 Wohlschläger Melanie Begleitpersonen 48 Dr. Paulicks Brigitte 49 Culiuc Nicoleta 50 Prof. Dr. Heißenhuber Alois 51 Lechner Hermann

11 11 1. Allgemeine Informationen über Italien Das Land besteht zu ca. 80% aus Bergen und Hügeln. Umgeben wird Italien von gut 8000 Kilometern Küste, die völlig unterschiedlich ist: einerseits flach und sandig, aber auch steinig und steil. Der äußerste Norden Italiens gehört zu den Alpen und wird unter anderem durch den Brenner-Pass mit Österreich und durch den Gotthard (Tunnel und Passstraße) mit der Schweiz verbunden. Zu den längsten Flüssen zählen neben dem Po und dem Arno auch die Etsch und der Tiber. Die bekanntesten und auch größten Seen sind der Lago di Garda oder Bènaco, der Lago di Como und der Lago Maggiore in Norditalien, sowie der Lago di Bolsena und der Lago Trasimeno nördlich von Rom. Seit Mitte der 1940er Jahre ist Italien eine parlamentarische Republik. Ferner ist Italien Mitglied in einigen Organisationen. So gehört das Land seit Ende der 1940er Jahre der NATO an, ist seit Mitte der 1950er Jahre Mitglied der Vereinten Nationen und zudem noch Gründungsmitglied der Europäischen Union sowie ein G-8 Mitglied. Italien ist in 20 eigenständige Regionen aufgeteilt, von der jede eine eigene Regierung hat. Neben der staatlichen Amtssprache Italienisch werden in Trentino-Südtirol Deutsch und Ladinisch, in Friaul-Julisch Venetien auch Slowenisch gesprochen. Im Aostatal spricht man Französisch. Aber auch verschiedene andere Sprachen, wie zum Beispiel Albanisch, Franko-Provenzalisch, Furlan, Griechisch, Katalanisch, Sardisch und einige so genannte Dialektsprachen genießen einen Schutz durch die Verfassung. Die Landeshauptstadt Rom liegt in der Region Latium in der Mitte des Landes und ist nach Mailand und Neapel die drittgrößte Stadt mit ca. 4 Millionen Einwohnern. Die Ewige Stadt wurde der Sage nach von Romulus im Jahre 753 vor Christus gegründet und ist seit dem Ende des Kirchenstaates um 1870 die Hauptstadt des neuen Italien. Mitten in Rom befindet sich der eigenständige Vatikanstaat. Der Sitz des Papstes ist allerdings für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Von großer wirtschaftlicher Bedeutung ist der Weinanbau in Italien, denn das Land ist weltweit bekannt für seine qualitativ hochwertigen Weine. Die wirtschaftliche und industrielle Lage in Italien ist zwischen Nord und Süd sehr unterschiedlich. Während im Norden des Landes große Industriebetriebe ansässig sind, ist der Süden Italiens eher von landwirtschaftlichen Betrieben geprägt. Seit der Antike spielt Italien eine sehr große Rolle, wenn man über Kunst und Kultur spricht. Viele namhafte Maler und Bildhauer wie Leonardo da Vinci, Michelangelo und

12 12 Giotto stammen aus Italien. Bauwerke wie das Colosseum in Rom, der schiefe Turm von Pisa und die Lagunenstadt Venedig sind nur einige Highlights. Auch in sportlicher Hinsicht ist Italien weltweit bekannt. Viele berühmte Fußballvereine wie Juventus Turin, Inter Mailand oder der AS Rom sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Außerdem rangiert Italien hinter Brasilien mit vier Fußball- Weltmeistertiteln. Italien ist auch eine motorsportbegeisterte Nation. Sportarten wie die Formel-1 und der Motorradsport sind sehr weit verbreitet und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Aber auch der Radsport kommt hier nicht zu kurz. Fahrer wie Giacomo Agostini, Felice Gimondi, Marco Pantani und Mario Cipollini dürften hinreichend bekannt sein. Jährlich veranstaltet das Land den Giro d Italia; nach der Tour de France das zweitwichtigstes Radrennen der Welt. Der Exportschlager der Italiener ist jedoch die italienische Küche. Italien bietet vom Norden bis zum Süden des Landes eine immense Vielfalt an kulinarischen Gerichten und gilt nicht nur unter Kennern als die beste Küche des Abendlandes. Italiener haben auch aufgrund ihrer Ernährung eine der höchsten Lebenserwartungen weltweit. Wirklich wegen der Ernährung? Außerdem sorgt das für viele Menschen immer noch existierende Dolce Vita (Lebensweise) für einen ausgeglichenen Lebensstil. 1.1 Wirtschaft Die Industrie, der Tourismus und die Landwirtschaft sind die drei Standbeine der italienischen Wirtschaft. Viele Produkte Italiens sind weltberühmt und Firmennamen wie Fiat oder Benetton stehen für das Label "Made in Italy". Über die Hälfte der Fläche Italiens wird für die Agrarwirtschaft genutzt. Allen voran der Obstanbau mit Oliven, Äpfeln, Orangen oder Datteln bis hin zu Feldfrüchten wie Tomaten, Artischocken, Rüben oder Mais ist für das Bruttosozialprodukt bedeutend. Das Sonnenland im Süden Europas rangiert ebenso bei der Herstellung und beim Export von Wein in alle Welt ganz vorn. Aber auch der Käse ist berühmt: Gorgonzola, Pecorino und Parmesan sind erfolgreiche Exportschlager. Ein großes Problem Italiens stellt das starke Gefälle des Nordens zum Süden dar, in dem die Zahl der Arbeitssuchenden dreifach so groß ist. Inwieweit die organisierte Kriminalität bzw. die Mafia mitmischt, kann nur geraten werden. Industrielles Zentrum ist dagegen Mailand und die Umgebung. Viele Italiener erhoffen sich dort Arbeit in den vielen kleinen und mittelständigen Betrieben oder im Tourismus.

13 13 Erst spät wurden große staatliche Konzerne z.b. in den Bereichen Telekommunikation, Stahl, Elektronik oder Luftfahrt privatisiert. Man erhofft sich dadurch mehr Wettbewerb und mehr Innovation, auch im Vergleich zu den anderen EU-Ländern. Nennenswerte Bodenschätze sind Erdgas und Petroleum. Da aber auch in Italien der Staat und die Städte verschuldet sind, lässt ein deutliches Wirtschaftswachstum noch auf sich warten.

14 Landwirtschaft Südtirol Die Landwirtschaft beschäftigt 7,8 % der Südtiroler Erwerbsbevölkerung (2005). Im Etsch- und Eisacktal dominiert der Anbau von Äpfeln und Wein, während im Pustertal, Wipptal und anderen Seitentälern die Milchwirtschaft überwiegt. Die Apfelproduktion nimmt einen hohen Stellenwert innerhalb der Landwirtschaft ein. Südtirols Landwirte produzieren auf ha rund 10 % der in der EU angebauten Äpfel beziehungsweise 2 % der Weltproduktion. Neben dem Apfelanbau hat auch der Weinbau eine lange Tradition in Südtirol. Die bedeutendsten Sorten sind Vernatsch und Weißburgunder. Besonders in den letzten 20 Jahren hat sich Südtirol als eine der besten Weißweinregionen Italiens einen Namen gemacht. Dabei steht Südtirol besonders für trockene und fruchtige Weißweine. Südtirol gehört mit ungefähr 5100 ha zu den kleinsten italienischen Weinbauregionen (weniger als ein Prozent der Gesamtfläche), ist aber durch den hohen Anteil an Qualitätsweinen überaus erfolgreich. Der Südtiroler Bauernbund (SBB) vertritt den Bauernstand in wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und politischer Hinsicht und versucht, ihn zu stärken und zu festigen. Er vertritt den Stand und die eigenen Mitglieder gegenüber Behörden, Gewerkschaften und wirtschaftlichen Organisationen. Gegründet wurde er 1904 als Tiroler Bauernbund und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut und zu SBB umbenannt. Deutschland Bayern Italien Südtirol BIP (mio ) BIP pro Kopf ( ) Fläche (in km²) Einwohner (in Mio.) 82,2 12,5 60,6 0,5 Bevölkerungsdichte ,2 68,6 (pro km²) Landwirtschaftliche 17 Mio. 3,1 Mio. 12,4 Mio Nutzfläche (in ha) Ø Betriebsgröße (ha)

15 15 2. Finanzkrise der EU unter besonderer Berücksichtigung Italiens Monika Böhm Die Finanzkrise der EU, auch als Staatsschuldenkrise im Euroraum bezeichnet, entstand aus den Verschuldungskrisen einiger Mitgliedsstaaten der Eurozone. Diese können ihren Zahlungsverpflichtungen aus ihrer Verschuldung ohne Unterstützung Dritter nicht mehr nachkommen. Beginn dieser Krise war im Zeitraum Oktober 2009 bis April In diesem Zeitraum hat Griechenland nach einer neuen Regierungsbildung das tatsächliche Ausmaß seiner bisher verschleierten Haushaltsdefizite und seines Schuldenstandes offengelegt. Nach Griechenland waren auch Irland und Portugal von der Finanzkrise betroffen. Ebenso haben Italien und Spanien Probleme, am Kapitalmarkt Kredite aufzunehmen und werden daher genauso zu den Krisenstaaten gezählt. Die italienische Staatsverschuldung ist nach Griechenland die zweithöchste im Euroraum und betrug % des BIP, was fast doppelt so hoch ist wie vereinbart. Festgestellt wurde das excessiv deficit Italiens am 2. Dezember 2009 von der Europäischen Kommission. Daraufhin beschloss das italienische Parlament Ende Mai 2010 ein Sparpaket in Höhe von 24 Milliarden Euro. Mit diesem Sparpaket sollte die jährliche Neuverschuldung bis 2014 unter die Grenze von 3% des BIP gesenkt werden. Weiterhin billigte das italienische Parlament im September 2011 zusätzliche Sparmaßnahmen. Dazu gehörten unter anderem weitere Einsparungen von 54 Milliarden Euro, sowie eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um einen Prozentpunkt auf 21% und eine Schuldenbremse nach deutschen Vorbild, die 2014 in Kraft treten soll. Ziel ist es, einen ausgeglichenen Haushalt bis 2013 zu erreichen. Am 16. November 2011 wurde nun Mario Monti neuer Ministerpräsident sowie Wirtschafts- und Finanzminister Italiens. Dieser brachte noch im Dezember 2011 ein erstes Reformpaket durch: Salva Italia, zu Deutsch Rette Italien. In den letzten Wochen von 2011 erhielt man mittels Auktion neue 10-jährige Staatsanleihen mit einem Zins von 6,98%, was im Vergleich zur vorangegangenen Auktion im November um 0,58% billiger war. Und auch bei dreijährigen Anleihen ist der Zins erheblich gefallen, von 7,89% auf 5,62%. Im Vergleich muss beispielsweise Deutschland vielfach gar keine Zinsen zahlen. Insgesamt brauchte Italien Milliarden Euro um alte Kredite abzulösen, Zinsen zu zahlen und Haushaltslücken zu schließen.

16 16 Als Gründe der Finanzkrise Italiens können die politische Agonie, der Schuldenberg, das Sparpaket und die lahmende Konjunktur genannt werden. Mit politischer Agonie ist der Politikstil Berlusconis gemeint. Dieser war durch seine Unberechenbarkeit nicht gerade vertrauensfördernd an den Finanzmärkten. Unberechenbar war er, weil er heute etwas ankündigt, es morgen doch wieder zurückzog und es schlussendlich dann doch umsetzte. Als Beispiel lässt sich das lange Hin und Her über das italienische Sparpaket nennen. Dabei kam es zum Streit mit dem damaligen Finanzminister Tremonti, was zu Unruhe führte. Außerdem war das Volk unzufrieden mit der Politik des Regierungschefs und wehrte sich gegen die Sparmaßnahmen mit Protesten in Rom. Ein weiterer Grund der Finanzkrise ist der hohe Schuldenberg Italiens. Dieser ergab sich aus den hohen Verbindlichkeiten Italiens; zudem liegt die Gesamtverschuldung schon seit Jahren über der Wirtschaftsleistung des Landes. Auch die Sparpakete werden als Grund aufgeführt. Neben den oben genannten Sparmaßnahmen wurde zusätzlich beschlossen, dass bei einem Einkommen über eine Solidaritätsabgabe von 3% geleistet und das Rentenalter der Frauen angehoben werden soll. Außerdem sollen Energiekonzerne mit einer Sonderabgabe zur Haushaltskonsolidierung beitragen. Ein wichtiger Punkt ist noch die schärfere Verfolgung von Steuerhinterziehern. Auch wenn diese Sparmaßnahmen durchaus nötig sind, stellt sich die Frage, ob man damit nicht die Konjunktur noch weiter abwürgt. Diese zusätzlichen Belastungen senken den Konsum und Italien läuft damit Gefahr, dass sich die Lage noch verschärfen könnte. Als letzter Grund ist die lahmende Konjunktur Italiens zu nennen. Italien hat schon seit Jahren ein chronisches Wachstumsproblem, was auch als ein Ergebnis der jahrelang verschleppten Strukturreformen in der Ära Berlusconi gesehen werden kann. Vor allem die Wettbewerbsfähigkeit hat darunter stark gelitten. Eine massive Schattenwirtschaft war ebenso die Folge. Allein 2009 schrumpfte die Wirtschaft um 5%. Somit steht Italien um einiges schlechter da, als andere große EU-Volkswirtschaften wie Deutschland und Frankreich.

17 17 3. Landwirtschaft in Italien Matthias Steindl, Susanne Höcherl 3.1 Allgemeine Informationen Die Landwirtschaft Italiens stellt immer noch einen bedeutenden Sektor der italienischen Volkswirtschaft dar. Die Erwerbstätigen in diesem Bereich haben mit 3,8% zwar nur einen geringen Anteil an der Gesamtheit der Beschäftigten, vergleicht man dies jedoch mit den 1,6% der Arbeitnehmer, die in der deutschen Landwirtschaft in 2009 tätig waren, so zeigt sich hier die größere Bedeutung, die der Landwirtschaft in Italien zukommt. Im Jahr 2008 wurden durch die Landwirtschaft 2% des BIP erzeugt, wohingegen in Deutschland dieser Anteil bei lediglich 0,76% lag. Dieser Vergleich zeigt die relative Bedeutung der Landwirtschaft Italiens auf. Gemessen am absoluten Produktionswert zu Herstellungspreisen ist die Landwirtschaft Deutschlands mit 52 Mrd. jedoch noch leistungsfähiger als die Landwirtschaft Italiens mit 47 Mrd., jeweils im Jahr Zum Teil liegt das an der landwirtschaftlich genutzten Fläche: laut FAO wird von den 29 Mio. ha Landfläche nur etwa ein Drittel bewirtschaftet. Landnutzung in Italien Jahr % der Gesamtfläche landwirtschaftlich 52,1 53,2 50,1 47,2 31,5 genutzt bewaldet 30,3 32,1 33,9 34,6 Ein weiterer Grund für die geringere Produktion Italiens könnte die Tatsache sein, dass 49% der genutzten Fläche als benachteiligt oder Berggebiet gelten. So kommen ca. 40% der landwirtschaftlichen Produkte aus der Poebene, auch als Kornkammer Italiens bezeichnet, da sie sich auf Grund der guten Böden, des flachen Geländes und der Bewässerungsmöglichkeit hervorragend für die Landwirtschaft eignet. Nach Süden hin nimmt die Produktivität ab, das heiße Klima und das eher unwegsame Gelände spielen hier mit eine wichtige Rolle.

18 18 Die folgende Tabelle zur Betriebsstruktur liefert u. a. Hinweise darauf, warum in Italien mehr Menschen in der Landwirtschaft tätig sind als in Deutschland. Betriebsstruktur 2007 Betriebsgröße über bis 5 [ha] Betriebe in EU ,11 804, , , DE 85,36 81,94 119,62 83,57 I 40,01 83,42 325, ,70 Die Statistik aus dem Jahr 2007 zeigt, dass Italien einen sehr hohen Anteil an Betrieben kleiner 5 ha aufweist, was 12,7% an der Gesamtheit dieser Betriebe in Europa ausmacht. Weiterhin liegt Italien mit 1,67 Mio. Betrieben insgesamt an dritter Stelle in Europa. Nur in Rumänien und Polen gibt es noch mehr. Der Unterschied zwischen großen und kleinen Betrieben in Italien ist vor Allem zwischen Südtirol und der Poebene deutlich und hat auch eine Auswirkung auf die Interessensvertretung der Landwirte. Es existiert kein einheitlicher Verband wie der BBV, sondern einer für die kleinen und ein anderer für die großen Betriebe. Auf Grund anderer klimatischer und geographischer Gegebenheiten unterscheiden sich die produzierten Güter und damit auch deren Mengen erheblich von der deutschen Landwirtschaft. Produktion ausgewählter Feldfrüchte Produkt Getreide Zuckerrüben Soja Gemüse Obst Produktionsfläche (1000 ha) DE , ,7 I , ,6 Italien ist beispielsweise auf Zucker- und Getreideimporte angewiesen, wohingegen z. B. 30% des nach Deutschland importierten Frischobsts aus Italien stammen.

19 Pflanzenbau Der Obstanbau ist für Italien sehr bedeutsam. Im Vordergrund stehen dabei: Äpfel, Orangen, Feigen und Datteln. Aber auch Tomaten und Kartoffeln zählen als wichtige Agrarprodukte. Vor allem Weizen, Mais und Reis, aber auch Zuckerrüben, Obst- und Gemüse wird auf den Ackerflächen Norditaliens angebaut. Apfelsinen- und Zitronenbäume findet man hingegen in den Küstenregionen von Sizilien, Kalabrien, Kampanien und Sardinien, weil sie auf ein warmes, maritimes Klima und gut bewässerte Böden angewiesen sind. Sehr charakteristisch für das Landschaftsbild Italiens sind Ölbaumkulturen. So werden Oliven und Olivenöl hauptsächlich in Sizilien, Kalabrien und Apulien produziert. Italien gehört, was die Produktion von Olivenöl betrifft, weltweit zu den führenden Nationen und nimmt sogar den 2. Platz ein, gleich hinter Spanien. Auch der Weinbau ist in Italien weit verbreitet. Er nimmt eine Anbaufläche von mehr als ha ein. Nach Frankreich ist Italien sogar der zweitgrößte Produzent auf der Welt. So werden jährlich über 60 Mio. Hektoliter Wein hergestellt. 3.3 Tierhaltung Neben dem Ackerbau nimmt die Rinderzucht und die Zucht von Schafen und Schweinen eine bedeutende Rolle ein. Die Emilia Romagna im Norden Italiens gilt als Zentrum für die Schweinezucht im Lande. So werden große Teile des Fleisches zu Wursterzeugnissen verarbeitet und anschließend exportiert. Die größte Bedeutung hat jedoch in Norditalien die Rinderzucht. Hier im Norden findet man auch die meisten Molkereien. Die Milchwirtschaft ermöglicht eine Herstellung von etwa 50 verschiedenen Käsesorten, zu denen auch der bekannte Parmesan oder Gorgonzola zählen. Nach Süden hin nimmt die Zahl von Rindern und Schweinen eher ab. Hier werden v.a. Ziegen und Schafe extensiv gehalten, da es hier zu trocken ist für ergiebige Weideflächen.

20 20 4. Die Landwirtschaft der Emilia Romagna Sarah Seiler, Stefan Schütz Die Landwirtschaft der Emilia Romagna zeichnet sich durch die Erzeugung, Verarbeitung sowie Herstellung traditioneller Lebensmittel mit geografischer Ursprungsbezeichnung aus. Weltweit bekannt ist neben dem Parmaschinken (Prosciutto di Parma), der Parmesankäse (Parmigiano-Reggiano) oder der Balsamico- Essig (Aceto Balsamico Tradizionale di Modena). Trotz dieser Bekanntheit trägt die Landwirtschaft der Region nur mit 2,4% zu einem eher unbedeutend Teil des BIPs bei. 5,5% der Bewohner des ländlichen Raumes sind in der Landwirtschaft beschäftigt. 60% der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, davon 77,6% als Ackerland (ca. 1 Mio. ha), 13,6% für Dauerkulturen und 8,7% als Dauergrünland. Die durchschnittliche Betriebsgröße beträgt 13,6 ha (Italien: 6,7 ha, EU 16 ha). Einige der größten Hersteller landwirtschaftlicher Maschinen, wie Goldoni und Landini, sowie der auch in Deutschland bekannte Nudelproduzent Barilla sind hier ansässig. Die Biobranche ist ein aufstrebender Zweig, auch in der Emilia-Romagna gab es 1700 Biobetriebe, die 7,2% der Fläche ökologisch bewirtschafteten. Dies sind 2,5% der landwirtschaftlichen Betriebe in der Region. Außerdem waren 2010 über 400 Betriebe in der Umstellung. Dies zeigt die große Dynamik der Branche. Die Region wird unterteilt in neun verschiedene Provinzen. Im Norden wird die Region durch den Fluss Po begrenzt. Es schließt sich die besonders fruchtbare Poebene an, die ein sehr hohes Ertragsniveau ermöglicht. Hier wird eines der höchsten Verhältnisse von Aussaat und Ernte in Italien erreicht. Im Süden werden alle Provinzen, mit Ausnahme der Provinz Ferrara, vom Apennin durchzogen. Das Bergland nimmt ein Anteil von 25 % an der Gesamtfläche der Emilia Romagna ein. Die Provinz Rimini hat Anschluss an das Adriatische Meer. Hier spielt daher die Fischerei eine Rolle. Das gemäßigte Klima (700mm, 13 C) ermöglicht den Anbau verschiedenster Kulturen. Die geografischen Besonderheiten haben jedoch Auswirkungen auf die Auswahl an regional hergestellten landwirtschaftlichen Produkten. Die typischen Feldfrüchte sind Getreide (vor allem Weizen und Mais), Obst (Pfirsiche, Birnen, Äpfeln, Aprikosen, Pflaumen und Kirschen), sowie Gemüse (Fenchel, Tomaten, Salat, Rüben, Rettich, Karotten, Kartoffeln, Zucchini, Kürbis, Paprika, Gurken und viele andere). Wein wird auf bis zu 800 Meter Höhe auf über ha angebaut. Die vorherrschenden Rebsorten sind Albana, Sangiovese und Trebbiano. Die daraus resultierenden Weine

21 21 sind in der Regel leicht und einfach. International bekannt ist der Lambrusco, ein leicht schäumender Wein und der berühmte Balsamico-Essig, der aus weißen Weintrauben gewonnenen wird. Die Viehwirtschaft hat sich stark in die Richtung Schweine- und Rinderzucht entwickelt. Die Zucht des Mora Romagnola -Schweins, auch Black Pig, hat die Region in der Vergangenheit stark geprägt. Es wurde in den Tälern und Hügeln des romagnolen Apennin gehalten, spielt aber heute mit nur 1500 Exemplaren eine unbedeutende Rolle. Die Produktion der Rassen Large White, Landrance und Duroc ist bedeutender, da nur aus ihnen der Parmaschinken hergestellt wird.

22 22 5. Betrieb Grana Padano Familie Nordera Dominik Hoffmann, Beat Vinzent Empfangen wurden wir nach einem kurzen Zwischenstopp in Verona von einem örtlichen Bauernverbandsfunktionär und der Betriebsleiterin. Der Betrieb befindet sich in der Nähe von Verona, einer sehr landwirtschaftlich geprägten Region. Von Ackerbau über Milchvieh bis Obst und Weinbau sind alle Kulturen vertreten. Bewirtschaftet wird der Betrieb als größerer Familienbetrieb mit fünf Fremd-AK für alle Betriebsbereiche. Der 1920 gegründete Betrieb wird heute in der dritten Generation geführt und stützt sich auf drei Standbeine. 5.1 Milchvieh Der Milchviehbereich ist der arbeits- und kostenintensivste aber zugleich einträglichste Betriebszweig. Zum Bestand zählen 850 HF Tiere, wovon 400, mit einer Jahresdurchschnittsleistung von 10100kg Milch, in der Laktation stehen. Bei zwei Melkzeiten täglich ergeben sich so ca. 12,5 t Milch pro Tag. 180 Kühe können in dem 2007 errichteten Melkkarussel pro Stunde gemolken werden. Die Milch wird an Parma Latte geliefert, die größte Molkerei Italiens. Der Milchpreis liegt aktuell bei 38 Cent und wird alle 3 Monate neu verhandelt. Landesweit liegt die Nutzungsdauer von Milchkühen laut Aussage des Herdenmanagers bei 1,2 Laktationen pro Kuh, den dieser Betrieb mit 2,8 deutlich übertrifft. Als Hauptgrund für die niedrige Nutzungsdauer wurden Fruchtbarkeitsprobleme genannt. Die Erstbelegung erfolgt mit 17 Monaten. Die Kälber werden 2 Monate in Einzelboxen gehalten und bekommen die ersten 100 Tage Milch. Zusätzlich werden den jungen Kälbern zur besseren Entwicklung des Magen- Darmtraktes schon früh Baumwollsamen gefüttert, die durch ihre pelzige Schale einen hohen Rohfasergehalt aufweisen. Interessant zu erwähnen scheint noch, dass das Jungvieh im Herbst auch aus Gründen der Arbeitswirtschaft für einige Zeit auf die Weide kommt. Die Kühe sind in 3 Gruppen nach Leistungsklassen unterteilt, wobei die Fütterung über die täglich zugeteilte Futtermenge, nicht über die Futterzusammensetzung an die Milchleistung angepasst wird. Den für die Tierleistung widrigen hohen

23 23 Sommertemperaturen wird durch eine Drosselung der Milchleistung durch geringere Futtervorlage sowie möglichst wenige Abkalbungen im Sommer Rechnung getragen. Die Betriebsinhaber haben vor, in Zukunft die Anzahl der Melkungen auf täglich drei zu erhöhen und noch Kühe mehr zu halten. Dementsprechend soll auch die Betriebsfläche wachsen, die momentan 130 ha umfasst. Auf 100 ha wird Silomais (Ertragsniveau bis zu 60t FM/ha), auf dem Rest Luzerne und Heu produziert. Wegen des hohen Wirtschaftsdüngeranfalls und der schon heute damit verbundenen Nitratproblematik ist außerdem die Errichtung einer Biogasanlage geplant, die mit der anfallenden Rindergülle betrieben werden soll, was die hohen Ausbringungsmengen an Nitrat vermindern könnte. Eine Zupacht von Flächen ist bei einem Pachtniveau von derzeit ca /ha kaum eine Lösung. Die Gesetzgebung bezüglich Höchstmengen an ausgebrachten Wirtschaftsdüngern und Sperrfristen sind den deutschen Regelungen sehr ähnlich. Zudem würde eine Biogasanlage die nach Angaben der Betriebsleiterin oft auftretende Geruchsproblematik und die damit verbundenen Anwohnerbeschwerden lösen. Wie in Deutschland existieren auch in Italien Förderprogramme für derartige Projekte (Vergütung zurzeit 20 Cent/KWh), deren Finanzierung in Zukunft allerdings als unsicher gilt. Auf Nachfrage teilte der Vertreter des Bauernverbandes mit, dass trotz des hohen Maisanteils in der Fruchtfolge bei den meisten Betrieben Maiszünsler und Maiswurzelbohrer heute noch keine ernstzunehmenden Bedrohungen darstellen. Grüne Gentechnik wird vom Bauerverband nach Aussage des Verbandvertreters abgelehnt. Begründet wurde dies mit einer Zunahme der Gleichheit und Auswechselbarkeit von Lebensmitteln, die mit dem Gedanken einer hohen Qualität und Individualität der landwirtschaftlich erzeugten Produkte nicht einhergehe. Wirklich offen wollte sich zu diesem Thema aber niemand der Beteiligten äußern. 5.2 Forellenzucht Das zweite Standbein der Familie bildet die Forellenzucht. Die Fische werden 14 Monate lang in C kaltem Wasser gemästet, wobei die Becken in einen vorhandenen Bach eingefügt wurden und nicht über eine zusätzliche Klärung verfügen. Während die Jungforellen früher noch zugekauft wurden, werden heute in jedem Jahr 1 Mio. Eier zur Brut herangezogen, von denen am Ende 92% eingesetzt werden. Der tägliche Arbeitsaufwand besteht nur aus der Kontrolle und dem Füttern, sodass in diesem Betriebszweig eine AK arbeitet. Das Futter setzt sich überwiegend aus Soja

24 24 und Fischmehl zusammen. Das Mastendgewicht der Forellen beträgt Gramm, wofür Preise von 2,30 /kg Lebendgewicht gezahlt werden. Da es im Sommer in der Region um Verona oft hohe Temperaturen von über 30 C hat und die Forellen dann eventuell unter Sauerstoffmangel leiden könnten, wird das Wasser bei Bedarf zur O 2 -Anreicherung umgewälzt. 5.3 Kaninchenmast Zum Abschluss warfen wir noch einen kurzen Blick in die betriebseigene Kaninchenmast, die den dritten Betriebszweig darstellt. 1,5 AK sind hier seit 1996 mit der Betreuung von 1500 Häsinnen betraut, die alle 49 Tage Nachwuchs zur Welt bringen. Die Wurfgröße beträgt etwa 7-10 Tiere, wobei die Würfe aufgrund der ausgeprägten Rangfolge und der damit verbundenen Gefahr von Kannibalismus möglichst bis zum Ende der Mast als Gruppe zusammenbleiben sollten., Vermarktet werden die Kaninchen lebend nach einer Mastdauer von Tagen mit 2,5 kg Endgewicht. Die Erlöse betragen derzeit ca. 1,85 /kg und werden jede Woche neu mit den Abnehmern ausgehandelt. Hier bestehen Partnerschaften mit großen fleischverarbeitenden Betrieben in der Region wie z.b. Aya und Veronesi. Bei der Rasse setzt der Betrieb auf französische Abstammungen, da diese unter anderem eine hohe Fruchtbarkeit aufweisen. Die Besamung der Kaninchen erfolgt künstlich, die Aufnahmeraten liegen im Schnitt bei 85 %. Zusammenfassend war der Betrieb ein sehr eindrucksvolles Beispiel für einen innovativen und stark vom Wachstum geprägten landwirtschaftlichen Betrieb, der größtenteils aber immer noch von einer Familie bewirtschaftet wird.

25 25 6. Die Stadt Parma Roswitha Aumann Parma ist eine Großstadt mit Einwohnern in der südwestlichen Poebene. Sie liegt in der Region Emilia Romagna und grenzt im Norden an die Lombardei und Venetien, im Westen und Süden an die Berge des toskanisch-romagnolischen Appennins und im Osten an die Adria. Die Po-Ebene ist ein etwa km² großes, fruchtbares Tiefland, benannt nach dem größten Fluss Italiens, dem Po. Sie entstand seit dem Tertiär durch Sedimentation der Alpenflüsse in die vorgelagerte geologische Senke, die abwechselnd Festland bzw. Flachmeer war. Die Stadtgeschichte Parmas geht bis auf die Etrusker zurück: der römische Konsul Marcus Lepidus gründete die Stadt im Jahre 184 v. Chr am rechten Ufer des Flusses Parma. Heute ist Parma, neben Mailand, Bologna, Turin, Genua und Venedig, ein führendes Wirtschaftszentrum Norditaliens, mit Schwerpunkt in der Lebensmittelindustrie. International tätige Unternehmen wie Barilla oder Parmalat haben ihren Sitz in Parma. Dies ist bereits ein Hinweis dafür, wie gut die Region für die Landwirtschaft geeignet ist: Wegen der sehr fruchtbaren Böden in der Po-Ebene und dem eher kontinental geprägten Klima ist die Gegend prädestiniert für Viehhaltung und Ackerbau. Besonders etabliert haben sich der Anbau von Mais, Weizen, Zuckerrüben und auch Wein. Früher wurde auch Reis angebaut, weshalb das Risotto eines der landestypischen Gerichte Norditaliens ist. Die wohl bekanntesten Produkte aus Parma sind der Parmesankäse Parmigiano Reggiano und der Parmaschinken,beides Erzeugnisse mit geschützter Ursprungsbezeichnung. Dies bedeutet, dass die besonderen Merkmale und die Verbundenheit mit dem Ursprungsgebiet durch ein System von EU-Vorschriften garantiert werden, wodurch sowohl Verbraucher als auch Hersteller geschützt werden.

26 26 So darf der Käse das Kennzeichen Parmigiano Reggiano nur dann tragen, wenn er am Ursprungsort hergestellt und weiterverarbeitet wurde und die strengen Vorgaben bezüglich Herstellung, Ausgangsmaterialien und Kennzeichnung erfüllt. Die Milch für den Parmigiano Reggiano darf beispielsweise nur von Kühen stammen, die ausschließlich mit Gras und Grasprodukten Parmigiano Reggiano und Parmaschinken gefüttert wurden. Futtermittel wie Silage und fermentiertes Futter, sowie Futtermittel tierischen Ursprungs und bestimmte Nebenprodukte der Lebensmittelindustrie sind untersagt. Auch die Herstellung von Parmaschinken unterliegt strengen Regeln. Beispielsweise dürfen die Schweine, deren Fleisch für die Herstellung verwendet wird, nur aus 11 festgesetzten Regionen Nord- und Mittelitalien stammen, müssen mindestens 9 Monate alt sein und dürfen nicht weniger als 145 Kilo wiegen. Des Weiteren hat die 2002 gegründete Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ihren Sitz in Parma. Ihre Aufgabe ist es, über bestehende und neu auftretende Risiken in Zusammenhang mit der Lebensmittelkette zu informieren und wissenschaftliche Beratung anzubieten. Dabei deckt die Arbeit der Behörde alle Themen ab, die direkte oder indirekte Auswirkungen auf die Lebensmittelund Futtermittelsicherheit haben, einschließlich Tier- und Pflanzengesundheit. Die EFSA hilft effektive und zeitnahe Risikomanagemententscheidungen zu treffen, und berät bei der Zulassung geregelter Stoffe wie Pestiziden oder Lebensmittelzusatzstoffen. Natürlich hat Parma auch kulturell und kunstgeschichtlich einiges zu bieten. Der im 11.Jahrhundert erbaute Dom Santa Maria Assunta mit dem achteckigen Baptisterium, das 985 gegründete Kloster San Giovanni Evangelista und der Palazzo della Pilotta sind nur Beispiele aus der großen Anzahl an Sehenswürdigkeiten. Dom und Baptisterium von Parma

27 27 7. Antica Corte Pallavicina, Restaurant Al Cavallino Bianco Martin Kotschenreuther, Patricia Braun Am ersten Tag waren wir bei den Brüdern Spigaroli zu Besuch, die bekannt für die Herstellung des Culatello-Schinkens sind. Bei diesem Schinken handelt es sich nicht um Parma-Schinken, da sich die Herstellung maßgeblich unterscheidet, wie Massimo Spigaroli betonte. Für den Culatello werden nur die oberen Hinterviertel von Schweinen der alten Rasse Mora Romagnola (Black Pig) verwendet, welche zuvor zwei Jahr in Freilandhaltung auf der Basis von Mais, Eicheln und Kastanien auf ca. 250 Kilogramm gemästet wurden. Haut und Fett werden nach der Schlachtung entfernt sowie der Schinken entbeint. Der zwischen 15 und 20 Kilogramm schwere Schinken wird dann mit Pfeffer, Salz und Knoblauch sowie dem rotem Fortana-Wein einmassiert. Danach wird der Culatello- Schinken in eine durchlöcherte Schweineblase eingenäht. Dadurch erlangt der Schinken sein typisch birnenförmiges Aussehen. Die komplette Verarbeitung darf nur in den Monaten Oktober bis Februar erfolgen. Grund hierfür ist das feuchte Klima der Po-Ebene, welches für die hohe Qualität notwendig ist. 15 bis 18 Monate Trocknung und Reifung im Hause Spigaroli sind dann bei geöffnetem Fenster des Kellers nötig. Durch die Bildung von Edelschimmel erhält der Schinken seinen typischen Geschmack. Dafür ist jedoch, wie bereits angesprochen, das Klima der Po-Ebene nötig. Während der Reife verliert der Schinken mehr als 50 Prozent seines Gewichts. Somit bleiben nach der Reife nur noch sechs Kilogramm feinster Schinken übrig. Das Kilogramm kostet jedoch mindestens 60 Euro. Von der Herstellung und der Qualität des Schinkens konnten wir uns im Keller des Antica Corte Pallavicina persönlich überzeugen. Nachdem wir uns zwischen den schätzungsweise Schinken, die von den Decken des Kellers herunter hingen, hindurch geschlängelt hatten, war für unsere Gruppe bereits eine Schinken- Verköstigung mit hauseigenem Fortana-Wein und Salami hergerichtet. Neben den Schweinen werden auch noch Kühe sowie Geflügel bei den Brüdern Spigaroli gehalten. Der hergestellte Schinken wird kaum exportiert, da auf eine regionale Vermarktung bei den Brüdern Spigaroli sehr viel Wert gelegt wird. Dafür stehen auch die zwei von ihnen betriebenen Restaurants zur Verfügung.

28 28 Wir konnten abschließend noch im Restaurant Al Cavallino Bianco die hauseigenen Köstlichkeiten bei einem Abendessen probieren, bevor es wieder zur Übernachtung nach Verona ging.

29 29 8. Käserei Parmigiano Reggiano Maximiliane Landwehr, Anna Bilgeri Am zweiten Exkursionstag besuchten wir die Produktionsstätte des bekannten Käses Parmigiano Reggiano. Diese Spezialität ist fest mit dem Gebiet seines Ursprungs, zona d origine, verbunden. Die Milch für dieses Produkt wird in den Provinzen Modena, Reggio-Emilia, Parma und Bologna produziert, ebenso wird der Rohstoff in diesen Gebieten verarbeitet. Nur Milch von Kühen, die nach strengen Vorschriften gefüttert werden, darf zur Herstellung verwendet werden. So dürfen die Tiere weder mit Silage noch mit anderem vergorenem Futter gefüttert werden. Bestimmte Futtermitteln aus der Lebensmittelindustrie und Futtermittel tierischen Ursprungssind verboten. Da die Kühe ausschließlich Futtermittel in Form von Heu und Kraftfutter aufnehmen, erhält der Käse seine typische Struktur und seinen milden Geschmack. In der Käserei wird die Milch von ca Kühen verarbeitet. Parmigiano Reggiano wird ohne Zugabe von Zusatzstoffen ausschließlich aus Rohmilch hergestellt. Im Folgenden werden die einzelnen Schritte der Produktherstellung näher erläutert. Die Abendmilch wird über Nacht im Aufrahmbecken gelagert. Von dort wird sie am nächsten Morgen, teilentrahmt, mit der rohen Vollmilch des Morgens in Kupferkesseln (der Betrieb besitzt 18 Kessel) vermischt. Der anfallende Rahm wird verkauft oder teilweise zur Butterherstellung verwendet. Nach dem Erwärmen der Milch wird diese mit sogenannten Säureweckern, einer Kultur von natürlichen Milchfermenten, die man Käser teilen den Kesselinhalt in zwei gleich große Stücke aus der Restmolke der Herstellung vom Vortag erhält, versetzt. Anschließend wird Lab zugegeben und somit die Gerinnung der Milch eingeleitet. Die geronnene Milch wird mit dem Spino (=Käseharfe) in kleine Körnchen zerkleinert. Im nächsten Schritt wird der Kesselinhalt 10 min auf 55 C erwärmt. Hierbei wird dem eben gewonnenen Bruch Wasser entzogen. Darauf folgt eine einstündige Ruhephase in der sich aus den Körnchen eine

30 30 homogene Masse bildet. Die entstandene Käsemasse wird in einem Leintuch per Hand zu einem kompakten Stück geformt. Als Nebenprodukt entsteht Molke, die für die Käseherstellung des nächsten Tages verwendet oder an Schweine verfüttert wird. Die Käser heben die Masse nun aus dem Kessel und schneiden sie in zwei gleich große Stücke. Aus einem Kupferkessel, der 120 Liter fasst, entstehen also nur zwei Käselaibe. Diese werden dann für zwei bis drei Tage in spezielle Formen fascera gegeben, durch die dieser Käse auch seine typische Form erhält. Bevor der Käse weiter bearbeitet wird, erhält er seine speziellen Ursprungsmakierungen. Danach wird auf dem gesamten Umfang des Käses der gepunktet Schriftzug Parmigiano Reggiano eingeprägt und die Registrierungsnummer der Molkerei und das Jahr der Herstellung wiedergegeben. Außerdem wird auf der Oberseite eine Kaseinplakette angebracht. Mithilfe dieser Kennzeichnung kann jeder einzelne Laib identifiziert In diesen Regalen findet die Reifung statt werden. Anschließend wird der Käse 20 Tage in eine definierte Salzlake getaucht. Dabei wird das Salz absorbiert, was für den Geschmack des Käseteiges und für die lange Reifung entscheidend ist. Das Salz benötigt mindestens acht Monate, bis es auch in den Kern des Käselaibes eingedrungen ist. An diesen Schritt schließt die Reifung an. Die Laibe werden in Holzregale geschichtet, dort werden junge Laibe ca. alle fünf Tage und alte Laibe ca. alle 14 Tage mit Hilfe einer speziellen Maschine gebürstet und anschließend gewendet. Durch diesen Arbeitsschritt wird eine Schimmelbildung verhindert. Die Reifezeit dauert bis zu 24 Monate und länger. Während dieser Zeit verfeinern sich dich die Aromen und der Käse erhält seine typische Struktur. Nach Beendigung der Mindestreifezeit (12 Monate) wird jeder Laib einer Expertise unterzogen. Hierbei werden das Äußere des Käses, seine Struktur und die Beschaffenheit des Käseteiges bewertet. Die Prüfer beklopfen den Käse mit einem Hämmerchen und erkennen am Klang die Qualitätsstufen des Parmesans. Werden die Kriterien erfüllt, erhält der Laib das Gütesiegel in Form eines Brandsiegels. Dies trägt den ovalen Schriftzug Parmigiano- Reggiano Consorzio Tutela und das Jahr der Herstellung. Käselaibe, die Fehler aufweisen, bekommen eine Markierung in Form von Rillen, die den ganzen Laib umziehen. Diese werden

31 31 aussortiert und z.b. zu Reibekäse verarbeitet. Nach der Führung durch die Käserei gab es noch eine Parmesanverkostung.

32 32 9. Besichtigung Betrieb Torre (Parmigiano Reggiano Produktion) Sascha Braun, Dominik Sojer Am Dienstagvormittag, , besichtigten wir den Milchviehbetrieb der Familie Torre in der Region Parma. Der Betrieb hält 270 Tiere der Rasse Holstein-Friesian; die Betriebsfläche beträgt 50 Hektar. Die 100 Milchkühe werden in 5 Boxen zu je 20 Tieren getrennt gehalten, die in 5 Leistungsgruppen eingeteilt sind. Der Liegebereich war als Tiefstreubox ausgelegt, von wo aus die Tiere in den Laufhof gehen können, der planbefestigt ist und in den Fütterungsbereich übergeht; der planbefestigte Betonboden wird mit Schiebeentmistung abgeräumt. Der Juniorchef des Betriebes klärte uns über die Futterration auf. Parmesan ist ein Heumilchkäse, es darf also weder Gras- noch Maissilage verfüttert werden. Deshalb wird ausschließlich Luzerneheu und Heu aus Dauergrünland ad libitum verfüttert, zusätzlich zu den 10kg Kraftfutter, bestehend aus Mais, Getreide, Mineralfutter und Sojaschrot. Die Milchleistung der Tiere liegt im Durchschnitt bei 30kg und maximal bei 50kg pro Tag, daraus ergibt sich eine Jahresleistung von bis Liter, welche in einem Doppel-5er-Fischgrätenmelkstand ermolken wird. Die Laktationsdauer beträgt 300 Tage, 4 bis 5 Laktationen lang. Die Milch wird zweimal täglich warm abgeholt und in der Molkerei direkt weiterverarbeitet. Der Eiweißgehalt der Milch liegt bei 3,5% bis 3,7%. Der Fettgehalt sollte nicht über 4,0% steigen, da es sonst Abzüge durch die Molkerei gibt. Auf den 50 Hektar Grund, der teilweise gepachtet ist, stand zum Großteil Dauergrünland. Auf der restlichen Fläche wurde Luzerne zum Heuen für 4 bis 5 Jahre angebaut und im Anschluss für 1 bis 2 Jahre Weizen oder anderes Getreide. Das Luzerneheu wies eine außerordentlich gute Qualität auf, da es mit speziellen Maschinen gewendet wird. Das Stroh zum Einstreuen wird teilweise auf dem eigenen Betrieb erzeugt und teilweise für 11 Euro je 100kg zugekauft. Durch den vielen anfallenden Mist erspart sich der Betriebsleiter organischen Dünger, den er sonst kaufen müsste. In diesem Sommer wurde auch Luzerneheu für 13 Euro je 100kg zugekauft, das allerdings eine wesentlich schlechtere Qualität hatte, da es nur aus Stielen bestand.

33 33 Am Ende erklärte uns der Seniorchef seine Zuchtstrategie. Bei den 30% künstlichen Besamungen wird hauptsächlich auf Spitzensamen von kanadischen Bullen gesetzt, um die Genetik aufzubessern. Die restlichen 70% der Kühe werden vom eigenen Bullen im Natursprung gedeckt, der nur 2 Jahre am Hof bleibt, um Inzucht zu vermeiden. (Der Seniorchef betonte, dass sie als Italiener besonders auf den Spaß der Kühe und so längere Nutzung setzen und deshalb den Bullen bevorzugen!) Die männlichen Kälber werden nach zwei Wochen für Euro verkauft. Der Milchpreis betrug Cent pro Liter Milch und wird 2012 voraussichtlich auf 60 Cent sinken. Allerdings wird der Preis nicht direkt ausgezahlt, sondern errechnet sich aus den Verkaufspreisen des fertigen Parmesans. Deshalb bekommen die Landwirte erst ca. 18 Monate später ihr Geld. Mit 50 ct/l Milch Produktionskosten ergeben sich mit 10 Cent Gewinn ähnliche Margen wie bei uns in Bayern.

34 Stadtführung Verona Jana Heimsoeth, Mirco Raddatz 10.1 Daten und Fakten Die Stadt Verona ist Hauptstadt der Provinz Verona und liegt an der Etsch in der Region Venetien. Mit rund Einwohnern und ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten ist Verona einer der Hauptanziehungspunkte für den Tourismus in Norditalien. Die Region ist eine der wirtschaftlich stärksten des Landes und neben dem Fremdenverkehr hauptsächlich bekannt für Textil- und Lebensmittelindustrie sowie die Landwirtschaft. Die Altstadt von Verona wurde im Jahr 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Jedes Jahr besuchen etwa 7 Mio. Touristen die Stadt Geschichtliches Die Wurzeln Veronas reichen zurück bis in die vorchristliche Zeit. Als Kolonie des römischen Reiches entwickelte es sich zur größeren Stadt. In dieser Zeit entstand auch das noch heute genutzte Amphitheater. Im 12. Jahrhundert wurde Verona mit eigenen Stadtrechten selbstständig. Im Mittelalter während der Herrschaft der Scaliger wird Verona zu einem Zentrum der Kunst und Kultur. Ab 1387 gehörte es zu Mailand und fiel 1405 an die Republik Venetien. In dieser Zeit erlebte es eine kulturelle Blüte, in der viele der zahlreichen noch heute erhaltenen Baudenkmäler entstanden. Nach dieser Zeit gelangte es 1797 unter österreichische Herrschaft, bevor es 1866 an das Königreich Italien fiel Geographische Lage Verona liegt wenige Kilometer entfernt vom Gardasee, dem größten See Italiens und einem beliebten Urlaubsziel. Nördlich Veronas erhebt sich die Dolomitenkette mit ihren bis zu über Meter hohen Gipfeln. Im Süden erstreckt sich die weitläufige Po- Ebene von der Adriaküste bis an die Schweizer Grenze. Durch Verona fließt die Etsch (ital. Adige), die in den Ötztaler Alpen entspringt und am nördlichen Ende des Po- Deltas in die Adria mündet. In den vergangenen Jahrhunderten konnte Verona von seiner Lage im Zentrum des Dreiecks der bedeutenden Handelsstädte Venedig, Mailand und Bologna profitieren. Heute profitiert es neben seiner eigenen touristischen

35 35 Anziehungskraft von seiner Lage im industriellen Zentrum Italiens und der räumlichen Nähe zu einigen der beliebtesten Urlaubsziele Europas Sehenswürdigkeiten Eines der Wahrzeichen der Stadt ist das gut erhaltene und noch heute genutzte römische Amphitheater (Arena di Verona), gelegen an der Piazza Bra. Errichtet wurde es um 30 n. Chr., zur gleichen Zeit wie das Kolosseum in Rom, vor den Toren des damaligen Verona. Heute ist es sowohl das drittgrößte als auch das besterhaltene Amphitheater der Welt. Bei einem Erdbeben im Jahre 1117 wurden Teile der Außenfassade zerstört. Genutzt wurde die Arena anfangs zu Wettkämpfen, Hinrichtungen sowie Stierkämpfen, die unter Napoleon verboten wurden, fasste etwa Zuschauer und gab damit mehr Menschen Platz, als Verona Einwohner hatte. Dies ist vermutlich auf die große Zahl an durchreisenden Legionären zurückzuführen. Erst ab 1913 wurde die Arena wieder regelmäßig für Aufführungen genutzt. Damals wurde zu Ehren von Giuseppe Verdi anlässlich dessen 100. Geburtstags die Oper Aida aufgeführt. Aufgrund der hervorragenden Akustik finden noch heute neben anderen Veranstaltungen jährlich die Opernfestspiele von Verona statt. Daneben werden aber auch Rock- und Popkonzerte veranstaltet. Das Bauwerk bietet heute Zuschauern Platz. Im Winter wird die Bühne abgebaut und dadurch der ursprüngliche Kampfplatz sichtbar. Die Piazza Bra umgibt die Arena und ist mit seinen zahllosen Restaurants einer der beliebtesten Plätze Veronas. Das nach dem Amphitheater am besten erhaltene römische Monument ist das dreigeschossige Stadttor Porta dei Borsari. Das aus Kalkstein bestehende Bauwerk öffnete die Stadtmauer zur Römerstraße Via Postumia hin. Diese führte über eine Länge von etwa 450 Kilometern von Genua über den Apennin, Piacenza, Cremona, Verona, Vicenza bis nach Aquileia und war eine bedeutende Handelsstraße. Errichtet wurde die Porta dei Borsari im 1. Jh. n. Chr. und im Jahr 265 durch den römischen Kaiser Gallienus restauriert. Ihr Name ist auf die Zöllner des alten Verona, die Bursari, zurückzuführen, die an den Stadtgrenzen Steuern erhoben. Heute ist nur noch die Außenfassade des Tores erhalten. Architektonisch herausragend ist das zwischen 1354 und 1376 im gotischen Stil errichtete Castelvecchio (dt. Alte Festung). Es besteht aus vier Hauptgebäuden im Inneren und sieben Wachtürmen. Umgeben war es von einem inzwischen trockengelegten Wassergraben der aus der Etsch gespeist wurde. Veronas damaliger

36 36 Regent Cangrande II. della Scala ( ) errichtete es als Festung und Residenz zur Abschreckung seiner mächtigen Nachbarn in Venedig. Das Castelvecchio wurde über die Jahrhunderte von den jeweiligen Machthabern mehrfach verändert, diente unter der Österreichischen Herrschaft als Kaserne und beherbergt heute ein Museum. Vom Castelvecchio aus führte die Ponte Scaligero (dt. Skaligerbrücke) nach Norden über die Etsch aus der Stadt hinaus. Die Brücke soll von der Herrscherfamilie Scala erbaut worden sein, um sich im Falle eines Volksaufstandes sicheres Geleit aus Verona zu sichern. Die Brücke ist insgesamt 133 Meter lang und wurde so robust gebaut, dass sie fünf Jahrhunderte lang unbeschadet überstand. Zur damaligen Zeit war sie die längste Segmentbogenbrücke der Welt. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie 1945 wurde sie beim Rückzug der deutschen Wehrmacht aus Italien weitgehend zerstört, aber wenige Jahre später fast originalgetreu wieder aufgebaut. Das gleiche Schicksal ereilte die weiter östlich gelegene antike Ponte Pietra (dt. Steinbrücke) die jedoch schon um 100 v. Chr. erbaut worden sein soll. Auch sie wurde 1957 aus dem Originalmaterial wiederaufgebaut. Weitere touristische Attraktionen sind einige Bauwerke, die sich auf das in Verona spielende Shakespeare-Drama Romeo und Julia beziehen sollen. Nahe der Piazza delle Erbe befindet sich ein mittelalterlicher Skaligerbau, der das Elternhaus der Figur Julia darstellen soll. Der im Innenhof des Anwesens befindliche berühmte Balkon wurde angeblich im Nachhinein angebaut. Dort gibt es auch eine Statue von Julia, deren Berührung angeblich Glück in der Liebe bringen soll. Auch das angebliche Anwesen der Familie Romeos findet sich in der Stadt. Für die Romanfiguren gibt es keine historischen Vorbilder. Das Anwesen gehörte tatsächlich einer Familie Capuleti.

37 Besichtigung Schweinebetrieb Aldo Montolli Kilian Henne, Hubert Vandieken An unseren dritten Exkursionstag stand am Vormittag die Besichtigung des Schweinebetriebs von Adlo Montolli in der Nähe von Mantova auf dem Programm. Direkt nach der Ankunft wurden wir mit Parmesan, Parmaschinken, Wein und Saft empfangen, und es bot sich für uns die Gelegenheit, in lockerer Atmosphäre etwas mehr über den seit 1978 existierenden Betreib zu erfahren Allgemeines So erklärte uns der Betriebsleiter, dass der Betrieb jährlich zwischen und Mastschweine, einer Hybridkreuzung aus Schweinen holländischen Ursprungs mit klassischen italienischen Rassen, erzeugt und diese dann im Alter von 9 Monaten mit einem Lebendgewicht von 170 bis 175 Kilogramm verkauft. Die lange Mastzeit ist notwendig, weil das Fleisch zur Herstellung von Rohschinken verwendet wird und dieser eine Reifezeit von 18 Monaten benötigt. Eine Reifung von solch langer Dauer ist nur dann möglich, wenn im Fett ein ausreichend großer Anteil an gesättigten Fettsäuren vorhanden ist, was nur bei mindestens 9 Monate alten Schweinen der Fall sei.. Der Betrieb besitzt insgesamt Zuchtsauen an mehreren Standorten. Die Aufzucht der Ferkel ab 5 Kilogramm ist in Vertragsbetriebe in der Umgebung ausgelagert, die Mast ab 30 Kilogramm bis zum Verkauf an den Schlachthof findet wieder in den eigenen Stallungen statt. Der Preis für 1 kg Fleisch liegt momentan bei 1,26 Euro plus Mehrwertsteuer (21%), was derzeitig ein ziemlich schlechter Preis ist. Der Betrieb bearbeitet 300 Hektar Ackerfläche im Umkreis von 50 Kilometern, auf denen Weizen und hauptsachlich Mais angebaut wird.insgesamt werden 16 Angestellte beschäftigt, die vor allem im Stall tätig sind, aber auch bei der Feldarbeit helfen und sämtliche Tiertransporte zwischen den Standorten übernehmen. Der Betrieb ist trotz seiner Größe in der Bevölkerung akzeptiert und hat keine Probleme bei der Gülleausbringung, da er über ausreichend Fläche verfügt.

38 38 Außerdem ist der Betrieb Mitglied bei der Tourismusaktion Agritourismo, was in etwa mit dem deutschen Urlaub auf dem Bauernhof vergleichbar ist Fütterung Gefüttert werden Maiskornsilage, Soja, Milchpulver und Proteinzusatzfutter, jedoch keine Abfallstoffe aus der Lebensmittelproduktion, da deren Einsatz verboten ist. Die Genossenschaft überprüft die Inhaltsstoffe durch Kontrollen. Nur unter Verwendung dieser erlaubten Futterkomponenten darf das Fleisch später bei der Produktion von Parmaschinken benutzt werden, was eine geschützte Ursprungsbezeichnung der EU ist. Bei der Fütterung wird zunächst Maissilage mit Milchpulver vermischt, dann wird das Gemisch mit Soja und Kraftfutter versetzt. Die Fütterung erfolgt zweimal täglich, eine Sensorfütterung gibt es somit nicht. An heißen Tagen wird zusätzlich Wasser gegeben, das mit Milchpulver versetzt sind. Während der Fütterung erfolgt parallel die Tierkontrolle durch die Mitarbeiter Maststall Nachdem wir uns einen kurzen Überblick über das Betriebsgeschehen verschaffen konnten, zogen wir uns Einweg-Schutzanzüge über, bevor wir einen Maststall mit Mastschweinen besichtigten. Je 10 bis 13 Schweine befinden sich in einer Bucht. Die Ferkel werden nach dem Absetzen und auch zur Aufstallung in die Mast nach Größe sortiert. Eine aktive Lüftung gibt es nicht in den Mastställen. Die Luft gelangt durch den First in den Stall und durch die Fenster und Türen wieder nach draußen. Die Fensteröffnungen sind über Klappen verstellbar. Bei besonders großer Hitze werden zusätzlich noch Beregnungsanlagen im Stall eingeschaltet. Auf vielen Dächern des Betriebes sind Photovoltaikmodule installiert; der dort gewonnene Strom wird teilweise selbst verbraucht Sauenanlage mit angeschlossener Ferkelaufzucht Nach der Besichtigung der Hauptstelle fuhren wir vom Hauptstandort zur Sauenanlage mit angeschlossener Ferkelaufzucht, wo wir den Deck- und Wartestall sowie den Abferkelstall zu sehen bekamen. Der Betrieb arbeitet im Wochenrhythmus, so erfolgt

39 39 das Abferkeln am Donnerstag, Freitag und Samstag. Rund 70 Sauen ferkeln pro Woche ab, dies ergibt etwa 800 Ferkel wöchentlich. Diese Ferkel werden ab dem Lebenstag mit Prestarter versorgt. Sofort nach dem Abferkeln wird Milchaustauscher angeboten. Die Ferkel werden prophylaktisch gegen Influenza, Circovirus, Parvovirus und Mycoplasen geimpft. Der Betrieb erzeugt die Nachzucht nicht selbst, sondern kauft bei 35 % Remontierungsrate pro Monat etwa 50 weibliche Zuchtläufer mit 7 kg Gewicht zu. Diese werden in einem separaten Stall aufgezogen. Dem Betriebsleiter zufolge gebe es trotz des Zukaufs keine Probleme mit eingeschleppten Krankheiten. Die Gruppenhaltung für tragende Sauen, welche ab 2013 verpflichtend ist, soll im bereits genehmigten Neubau umgesetzt werden. Bislang sind Deck- und Wartestall nicht getrennt, die Sauen werden durchgehend im Kastenstand gehalten. Die dadurch deutlich verminderte Bewegungsmöglichkeit der Tiere kann man kritisch betrachten. Deswegen muss der Betrieb auch viele Sauen aufgrund schlechter Fundamente oder einer hohen Umrauscherquote von 15 % aussortieren. Vor den Sauen befinden sich Ebergänge zur Stimulation für die künstliche Belegung. Das Sperma hierfür wird durch eigene Eber selbst produziert. Eine Sau erreicht angeblich etwa acht bis neun Abferkelungen bei 2,43 Würfen/Jahr. Die Richtigkeit dieser Angaben ist allerdings sowohl angesichts der hohen Remontierungsrate als auch einer Güstzeit von 10 Tagen anzuzweifeln. Rund Ferkel werden pro Sau und Jahr abgesetzt. Ihr stehen im Abferkelstall 2,5 m 2 zur Verfügung. Zu schaffen machten dem Betrieb vor längerer Zeit Mikroplasmen, aktuell gibt es Probleme mit BLS. Die Stalltechnik des Betriebes wurde bisher alle 5 bis 10 Jahre aktualisiert.

40 Geschichte Südtirols Elisabeth Lederer, Elke Ries 12.1 Urgeschichte Vor 24tausend Jahren lag das Gebiet des heutigen Südtirols unter einer hohen Eisdecke. Die Klimaerwärmung ließ diese dann auf neuzeitliche Ausmaße schmelzen und prägte somit die Vegetation und Fauna Südtirols. Etwa 5000 vor Christus entstanden die ersten ständig bewohnten Siedlungen, in denen auch Ötzi, sicherlich einer der weltbekanntesten Südtiroler, lebte Tirol im 14. Jahrhundert Das Land Tirol entstand durch eine Übergabe der Grafschaften um den Brenner an die Bischöfe von Brixen und Trient. Nach dem Tod Karls des Großen und den damaligen Teilungsverträgen lagen das heutige Nord- und Südtirol innerhalb der Grenzen des deutschen Königreiches. Das Kerngebiet des heutigen Tirols gehörte jedoch zu Bayern. Südtirol wurde schon immer vom Einfluss der Kunst, dem geistig-kulturellem Leben der Maler, Mönche und Minnesänger des Mittelalters geprägt. Im 14. und 15. Jahrhundert entwickelte sich in Tirol die erste und älteste Demokratie auf dem europäischen Festland. Die Tiroler hatten eine Selbstständigkeit innerhalb Österreichs und ein Mitspracherecht der Bevölkerung bei der Regierung des Landes. In dieser Zeit kam es auch im Land zu einer Wirtschaftsblüte und zu Aufschwüngen in der Landwirtschaft, dem Bergbau, der Industrie und den Verkehrswegen. Dadurch galt Tirol als Schatzkammer des Hauses Österreich.

41 Eroberung durch Bayern und Zeit des Andreas Hofer Anfang des Jahres 1809 wurde Tirol zuerst von Bayern erobert, aber bereits im desselben Jahres sofort wieder von der Österreichern zurückerobert. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten Aufzeichnungen über Andreas Hofer. Abb. 1: Gemälde Andreas Hofer von Franz von Defregger Der heutige (süd)tiroler Nationalheld Andreas Hofer war Kommandant der Schützen in Sterzing und wurde zum Oberkommandant der Aufstände während der Bauernkriege und Gründer der Kriegspartei gegen Frankreich. Da er der Meinung war, dass Napoleon kein Recht hatte, den Krieg in Tirol während des offiziellen Waffenstillstandes dennoch fortzusetzen, schaffte er es die Tiroler von der Besetzung Frankreichs zu lösen und die zivile Verwaltung zu übernehmen. Hofer holte sich Berater aus allen Ständen um die Landesverwaltung wieder notdürftig in Gang zu setzten. Nach dem Friedensschluss von Schönbrunn hatte Hofer allerdings keine Rückendeckung mehr aus den eigenen Reihen, da diese mit seinen Auffassungen und Handlungen überfordert waren. Daher flüchtete er in die Berge, womit das Ende seiner Ära und nach einem Verrat auch das Ende seines Lebens besiegelt war. Am 20. Februar 1810 wurde Andreas Hofer in der norditalienischen Stadt Mantua nach kurzer Gerichtsverhandlung durch ein Erschießungskommando hingerichtet wurde Tirol nach langem Hin und Her wieder österreichisch. Mit dem ersten Tourismus entsteht 1890 ein neuer Wirtschaftszweig. Meran entwickelte sich schon in dieser Zeit zum Kurort, was den Standort Tirol auch wirtschaftlich verbesserte.

42 Zeit des ersten Weltkriegs Allerdings ging auch der 1.Weltkrieg nicht spurlos an Tirol vorbei. Viele Gebäude und Kirchen wurden zerstört und die Zukunft Südtirols war ungewiss. Südtirol wurde vom einen Tag auf den anderen von Italien einvernommen und litt unter der Einführung der Lira als neuer Währung wirtschaftliche Not. Städte und Straßennamen wurde auf Italienisch umbenannt und auch Familiennamen mussten zwangsmäßig geändert werden, da es sonst zu Verfolgungen durch die neue Regierung kam. Außerdem wurde in allen Schulen Italienisch als Unterrichtssprache eingeführt und der Deutschunterricht verboten. Das Land sollte somit seine nationale Identität verlieren, was natürlich zu Unmut und Widerstand führte Südtirol im zweiten Weltkrieg Auch der 2.Weltkrieg hatte gravierende Folgen für Südtirol: Deutsche Truppen rückten über den Brenner vor und so begann die Herrschaft des Hackenkreuzes auch in Südtirol. Die ersten Opfer des neuen Regimes waren wenige Juden aus Meran, was jedoch von der Bevölkerung nicht groß realisiert wurde. Psychisch Kranke und geistig Behinderte wurden über den Brenner in Krankenhäuser geschickt zur Euthanasie. Circa 230 Südtiroler wurden verhaftet und in eine alte Schlossruine von Schloss Sigmundskron in ein Konzentrationslager gebracht. Als einziger aktiver Widerstand gegen die SS war der Andreas-Hofer-Bund zu verzeichnen kam es zur Brennerschlacht durch die amerikanischen Truppen, wodurch Hitler geschlagen wurde und die Alliierten das Land besetzten. Als das Kriegsende kurz bevorstand, übergaben die deutschen Militärbehörden am 3. Mai 1945 die Verwaltungsgeschäfte, wodurch die Zukunft Südtirols wieder einmal ungewiss war Erringen der Autonomie Bis 1972 erfolgte der Wiederaufbau des Landes und Südtirol erkämpfte sich nach langem Ringen endlich die Autonomie der Provinz Bozen gab die italienische Regierung bekannt, dass das seinerzeit in Paris beschlossene Südtirolpaket nun komplett realisiert sei und Südtirol nun eine weitgehende Autonomie besitzt. Dadurch war der Weg zu einer der wohlhabenderen Regionen in Europa frei.

43 Tourismus in Südtirol Josef Bauerdick, Melanie Wohlschläger Südtirol ist heute die nördlichste Provinz Italiens mit der Hauptstadt Bozen. Mehr als 2/3 der Region sind deutschsprachig. Der Begriff Tourismus ist seit den 1980er Jahren gebräuchlich, bis dahin wurden der Wirtschaftszweig und dieses Gesellschaftsphänomen als Fremdenverkehr bezeichnet. Sowohl Tourismus als auch Fremdenverkehr stellen einen Überbegriff für Reisen, die Reisebranche, das Gastgewerbe und die Freizeitwirtschaft dar. Die Entwicklung des Tourismus setzte bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein und hatte seinen Ursprung im Raum Meran um das Jahr 1830, als Kuraufenthalte für den damaligen Adel des Habsburger-Reiches aufkamen. Südtirol war insbesondere wegen der guten Luft und dem mildem Klima beliebt. Meran entwickelte sich von einer Kuhstadt zu einer Kurstadt. Als Kaiserin Elisabeth dann 1870 ihren Feriensitz in das Südtiroler Schloss Trautmannsdorff verlegte, setzte ein bis heute ungebrochener Reisestrom ein. Die touristische Erschließung begann mit dem Eisenbahnbau und der Eröffnung der Brennerbahn im Jahr 1867, die den Boom des ganzjährigen Tourismus im Durchgangsland Tirol auslöste. Doch dann brachen für den Tourismus ungünstige Zeiten an. Zunächst vollzog sich ein Wandel des Tourismus von der südlichsten Destination der Donau-Monarchie zur nördlichsten Destination Italiens während des ersten Weltkriegs. Zwar entwickelte sich ein gewisser Massentourismus der 20er und 30er Jahre aufgrund politischer Maßnahmen nach dem ersten Weltkrieg, die Bewohner Südtirols wurden jedoch erst nach dem zweiten Weltkrieg mit einbezogen. Im allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung Europas erholte sich auch der Südtiroler Fremdenverkehr wieder. In den 50er und 60er Jahren begann sich eine Erschließung der ländlichen Regionen zu entwickeln, da es v. a. deutsche Touristen von den Städten wie Meran und Bozen auf das Land zog. Hauptsächlich auf landwirtschaftlichen Betrieben wurde beispielsweise in Fremdenzimmer investiert wurde dann ein Stopp von weiteren Bauinvestitionen verordnet, welcher die Verschiebung von 1-2 Sterne Hotels zu 3-5 Sterne Betrieben nach sich zog. Das Angebot verschob sich von Quantität zu Qualität. Seit dem Jahr 2000 halten sich gastgewerbliche und nichtgastgewerbliche Beherbergungsbetriebe die Waage. Der

44 44 Begriff nichtgastgewerblich beinhaltet sowohl Campingplätze, als auch den Urlaub auf dem Bauernhof lag die Zahl der Übernachtungen bei 27 Millionen, 2010 bei 28 Millionen. Dabei stieg die Zahl der Besucher an, während die Übernachtungszahlen nahezu konstant bleiben. Dies lässt sich auf die Zunahme der Kurzurlaube zurückführen. Im Fremdenverkehr sind ca Personen beschäftigt, dies entspricht 12% aller Beschäftigten. 58% der Beschäftigten sind hierbei Frauen. Insgesamt gibt es in Südtirol ca Beherbergungsbetriebe, diese bieten den Touristen etwa Betten an. Den stärksten Übernachtungsanstieg verbuchen die deutschen Gäste. Besonders auffallend ist aber der kontinuierliche Übernachtungsanstieg der Gäste aus den Nischenmärkten Schweiz, Polen und Russland. Zusammenfassend ist anzumerken, dass der Tourismus eine zentrale Rolle in der Wirtschaft des rohstoffarmen Landes spielt. Besonders die Tallagen und die Wintersportzentren haben sich in den letzten 100 Jahren zu florierenden Fremdenverkehrszentren entwickelt. Einst wegen der Kurorte und des milden Klimas stark besucht, wurde Südtirol in den letzten Jahrzehnten zunehmend von Wintersport und sommerlichem Erlebnisurlaub geprägt. Entwicklung Wachstum Übernachtungen und Anzahl Ankünfte

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