Zukünftige Reinigungs- und Inspektionsstrategien im Kanalnetz

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1 Zukünftige Reinigungs- und Inspektionsstrategien im Kanalnetz

2 Agenda 1. Einleitung 2. Reinigungsstrategie 3. Inspektionsstrategie 4. Ausblick 2

3 1. Einleitung Die Reinigung und Inspektion von Entwässerungsanlagen gehören zu den wichtigsten Aufgaben der Kanalnetzbetreiber. Die Durchführung dieser Aufgaben ist jedoch mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden. Die Kanalnetzbetreiber müssen sich mit der Optimierung der Reinigungs- und Inspektionsverfahren beschäftigen und zukunftsfähige wirtschaftliche Strategien entwickeln. 3

4 2. Reinigungsstrategie Herangehensweise Aufgrund des Kostendrucks empfiehlt sich die bedarfsorientierte Kanalreinigung als erste Lösungsempfehlung. Bedarfsorientiert = am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet Die Schwerpunkte müssen bekannt und der Reinigungsbedarf des Netzes optimal angepasst sein um Betriebsbeeinträchtigungen zu vermeiden. Regelmäßige Kontrollen ermöglichen aktuelle Zustandsinformationen. Die für die Reinigung eingesetzten Ressourcen werden effektiv und effizient eingesetzt, d. h. möglichst viel Leistung (m/h) mit möglichst geringem Aufwand ( /h) erreicht. 4

5 2. Reinigungsstrategie Herangehensweise - Maßnahmen Der Ablauf der Reinigung ist in seinen einzelnen Elementen zu betrachten und dort auch kontinuierlich zu optimieren. Ein Betriebsführungssystem ist hilfreich. Einheitliche und objektive Erfassung und Bewertung der Ablagerungssituation und des Abflussverhaltens sowie weiterer Eckdaten (z. B. Geruch, Fett, Schädlingsbefall, Schäden) Die erfassten Daten werden durch die Arbeitsvorbereitung analysiert und Reinigungsaufträge für die Einsatzplanung vorbereitet Die Reinigungskolonnen benötigen eine gut vorbereitete Einsatzplanung, nur so kann effektiv und effizient gearbeitet werden Rückmeldung der Reinigungskolonnen an die Arbeitsvorbereitung zur weiterführenden Auftragsoptimierung 5

6 3. Inspektionsstrategie Klassifizierung des Netzes Einteilung des Kanalnetzes nach Klassen in einer Risikomatrix Art des Kanals (Funktion z. B. Haupt-/Nebensammler) Lage des Kanals Hauptverkehrsstraße/Wohngebietsstraße Fahrbahn/Gehweg/Grünfläche Tiefenlage des Kanals (oberirdische Erschütterungen) Straßenbelastungsklasse/Straßenbahnen unterirdische Erschütterungen des Kanals U/S-Bahn Einbauten in den Kanal Kabel/ Abwasserwärmeanlagen Gesetzliche Vorgaben (Inspektion in Wasserschutzzonen) 6

7 3. Inspektionsstrategie Inspektionsintervalle z. B. 4 TV Klassen mit Inspektionsintervallen aufgrund der Risikomatrix alle 10, 20 und 30 Jahre sowie Berücksichtigung behördliche Auflagen. Temporäre Zwischenintervalle möglich, z. B. bei Befahrungen zur Schadensentwicklungsprüfung Schadensentwicklung berücksichtigen Wo/Wie entwickeln sich die Schäden weiter? Wo ggf. schneller? 7

8 3. Inspektionsstrategie Technische Hilfsmittel Einsatz technischer Hilfsmittel: Zusätzliche Kontrollen in Bereichen in denen nur alle 30 Jahre TV inspiziert wird, z. B. mit elektronischen Kanalspiegeln und/oder sehenden Reinigungsdüsen (mit Foto- und Filmdokumentation) 8

9 4. Ausblick Die Kanalreinigung findet da statt, wo ein tatsächlicher Reinigungsbedarf besteht. Verstopfungsschwerpunkte etc. sind im Fokus. Die Inspektion des Netzes findet in verhältnismäßigen angepassten Intervallen statt und liefert eine sichere Gesamtübersicht über den Zustand des Netzes. Der wirtschaftliche Druck und die daraus resultierenden Optimierungen dürfen nicht zu einem Verlust der Netzkenntnis führen. Ziel ist es einen effizienten, wirtschaftlichen Reinigungs- und Inspektionsaufwand zu erreichen, ohne dass es zu Betriebsbeeinträchtigungen in der Kanalisation mit Auswirkungen auf die Umwelt und Anwohner kommt. 9

10 Vielen Dank für Ihr Interesse!!

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