Bikulturelle Sozialisation als Herausforderung und Chance

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1 Bikulturelle Sozialisation als Herausforderung und Chance Eine qualitative Studie über Identitätskonstruktionen und Lebensentwürfe am Beispiel junger deutsch-indonesischer Frauen Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwig-Universität Freiburg i. Br. vorgelegt von Hildegard Wenzler-Cremer aus Sigmaringen Sommersemester 2005

2 Dekan: Prof. Dr. Spada Erstgutachter: Prof. Dr. Michael Charlton Zweitgutachterin: Prof. Dr. Gabriele Lucius-Hoene Drittgutachter: Prof. Dr. Heinz Schüpbach Tag des Promotionsbeschlusses: : 19. Juli 2005

3 1 Bikulturelle Sozialisation als Herausforderung und Chance Eine qualitative Studie über Identitätskonstruktionen und Lebensentwürfe am Beispiel junger deutsch-indonesischer Frauen Vorwort 7 1 Einleitung Das Forschungsfeld: deutsch-indonesische Sozialisation Zur Situation von Menschen mit bikulturellem Hintergrund Multikulti in der Liebe ist längst Alltag geworden : Quantitative Angaben Binationale Partnerschaften und Familien Wer fällt durch die Maschen der Statistik? Deutsch-indonesische Verbindungen in Zahlen Die besondere Situation: Das Leben mit einem bikulturellem Hintergrund Die politisch-rechtliche Situation Die bikulturelle Situation: Nicht exotisch, aber spezifisch Das Bild von bikulturellen Menschen: Zwischen Diskriminierung und Idealisierung Einheit in der Vielfalt - Indonesien und seine Kultur Das Land und die Menschen Die Geschichte Indonesiens: Einflüsse durch Händler und Missionare Politik und Wirtschaft - die aktuelle Situation Spuren einer Freundschaft - die deutsch-indonesischen Beziehungen Deutsche und Indonesier - das Bild vom jeweils Anderen Sozialisation in Indonesien Erziehungsziele Familienbeziehungen Stellung der Frau: Frau und Familie eine untrennbare Einheit? Das Bildungssystem

4 2 3 Der heuristische und konzeptuelle Rahmen Das Konzept Kultur in dieser Arbeit Kultur ist wie ein Tintenfisch - ein Begriff und seine Bedeutungen Kultur als Bedeutungsgewebe Kultur als Konstrukt des Anderen Kultur als Eingrenzung und Ausgrenzung: Das Eigene und das Fremde Kulturdifferenzen und Kulturstandards Psychologie und Kultur - ein spannendes Verhältnis Die kulturvergleichende Psychologie Die Kulturpsychologie Indigene Psychologie Interkulturelle Psychologie Bi- bis Multi-: eine bunte Begriffswelt Mischehen, gemischte Familien und Mischlinge Binationale Paare und Familien Interkulturell - transkulturell - bikulturell Zwischen Identitätskonstitution und alltäglicher Identitätsarbeit Die Entwicklungsphase der Adoleszenz und des frühen Erwachsenenalters Die Kulturabhängigkeit der Entwicklung des Selbst Der Identitätsbegriff und seine Verwendung in dieser Arbeit Methodos - von der Wegbeschreibung zur Wanderung Methodologische Grundlagen Das qualitativ-interpretative Forschungskonzept und die Ethnografie Die Grounded Theory und die Textanalyse als methodische Verfahren Die Grounded Theory Die Textanalyse Die Verknüpfung von Grounded Theory und Textanalyse Von den Schwierigkeiten autobiografischen Erzählens Sind die Interviewpartnerinnen zum Erzählen bereit? Autobiografisches Erzählen im indonesischen Kontext Ist das themenzentrierte Interview eine der Fragestellung angemessene Methode? Die Person der Forscherin im Forschungsprozess Das Hintergrundwissen und die Präkonzepte der Forscherin Die Subjektivität und Standortgebundenheit der Forscherin

5 3 4.4 Die Datenerhebung und Datenaufbereitung Die untersuchte Gruppe Die Auswahl der InterviewpartnerInnen Der Zugang zum Forschungsfeld Korpusbeschreibung Erhebungsinstrumente Das themenzentrierte Interview Weiteres Datenmaterial Die Datenaufbereitung Die Datenauswertung Verstehen und Interpretieren: Die Textbearbeitung Erste Sichtung des Materials Erarbeiten von Kodes, Kategorien und Feinanalysen Von den Kategorien zur gegenstandsbegründeten Theorie Einzelfallanalysen und Entwicklung eines heuristischen Rahmens Die Herausarbeitung einer empirisch begründeten Typologie Art der Darstellung der Ergebnisse Gütekriterien und Geltungsbegründung Vom Ausschnitt zur Struktur: Auswertung der Daten Darstellung der Lebenswelten Aufbau von Gegenstandsbezügen Die Bedeutung der beiden Sprachen Beschreibung des Erziehungsverhaltens und der Erziehungsziele Wahrnehmung kultureller Differenz Zusammenfassung: Darstellung der Lebenswelten Strategien zur Gestaltung der Bikulturalität Normal statt abweichend: Betonung der Normalität Implizite Strategien der Normalitätsherstellung Argumentative Auseinandersetzung mit der Normalität Von Ganz normal - kein Problem - zur positiven Wendung der Bikulturalität Anders- und Besonderssein: Distinguierung Sich aus der Gruppe hervorheben Spezielle Attribute der Bikulturalität nutzen Veränderungsprozesse: Zwischen Stolz und Isolierung Zusammenfassung der beiden Strategien: Normalisierung vs. Distinguierung Flexibel statt festgefahren: Anpassung Sich-Anpassen als Assimilationsprozess Sich-Anpassen als Strategie und Ressource Sich-Anpassen - kritische Betrachtung einer Strategie

6 Abgrenzung und Gegenhandeln Polarisierung: kulturelle Gegensätze hervorheben Unterschiede betonen durch eine Trennung der Welten Die kulturelle Differenz als Mittel zur Abgrenzung von der Mutter Distanzierung von kulturgebundenen Konzepten und Verhaltensweisen Umgang mit Diskriminierung Zusammenfassung der beiden Strategien: Anpassung und Abgrenzung Integration der beiden Anteile Ergänzen: das Modell Vorspeise Das Beste herausgreifen: das Modell Buffet Zusammenfügen: das Modell Gado-Gado [indonesischer Mischsalat] Mischen der beiden Anteile: das Modell Curry Zusammenfassung: Integration der beiden Angebote Elemente der Identitätskonstruktion bikultureller junger Frauen Die Nutzung festgelegter identitätsstiftender Merkmale Die determinierende Kraft des Namens Die Staatsangehörigkeit als ein objektives Kriterium der Zugehörigkeit Das Aussehen Identitätskonstruktion in Beziehungen Distanzierung vs. Solidarisierung: Die Mutter-Tochter-Beziehung Kontaktpflege vs. Vernachlässigung: Andere Familienbeziehungen So sein wie alle - anders sein als die anderen: die Beziehung zu Gleichaltrigen Erwünschtes Verhalten vs. Skepsis: Beziehung zur Interviewerin Selbstpräsentation und Selbstwahrnehmung als Prozess Handlungsinitiative und Selbstständigkeit vs. Passivität und Abhängigkeit Der Blick auf die Welt: Selbstexploration und Reflexion vs. kindliche Unbefangenheit Die Zugehörigkeitskonstruktion als ein Aspekt der Identitätsarbeit Zusammenfassung: Zwischen changierender und kreolischer Identität Synopsis: Diskussion der Untersuchungsergebnisse Die Untersuchungsergebnisse im Spiegel des Theorieansatzes der sozialen Identität Der Theorieansatz soziale Identität Theorie des realistischen Gruppenkonflikts Die Theorie der sozialen Akzentuierung und das Minimale Gruppenparadigma Die Theorie der sozialen Identität (SIT) Die Theorie der Selbstkategorisierung Einschätzung und Weiterentwicklung des Theorieansatzes der sozialen Identität Begründung für die Wahl dieses Theorieansatzes

7 Zugehörigkeit und Unabhängigkeit: Zentrale Themen junger bikultureller Frauen Die Theorie optimaler Distinktheit Selbstkategorisierung und die Strategien zur Gestaltung der Bikulturalität Wege zu einer positiven Gruppenzugehörigkeit Kreolische Identität als neue Kategorie Das Zusammenspiel von Selbst- und Fremdkategorisierung Grenzen des Theorieansatzes der sozialen Identität Vergleich der beiden Gruppen Die deutsche Gruppe: Sozialisation in Deutschland mit indonesischer Mutter Die indonesische Gruppe: Sozialisation in Indonesien mit deutscher Mutter Tabellarische Übersicht der Gruppenunterschiede und -ähnlichkeiten Eine Typologie junger bikulturell sozialisierter Frauen Vergleichsdimensionen für die Zuordnung zu einem Typus Vier Typen bikulturell sozialisierter Frauen DIE VERWURZELTE DIE PENDLERIN DIE SAMMLERIN DIE HEIMATLOSE Die Zuordnung der Typen zu den Strategien sowie den Dimensionen Zugehörigkeit und Ressourcennutzung Kritische Anmerkungen zur Typenbildung Zusammenfassung Literatur 347 Fragenkatalog - Interviewleitfaden 367 Verzeichnis der Textstellen 371 Transkriptionsregeln 373

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9 7 Vorwort Vorab einige Anmerkungen zu meinem biographischen Zugang zum Thema dieser Arbeit: Während eines fast vierjährigen Aufenthalts in Indonesien machte ich die Erfahrung, dass Menschen, die zwei Kulturen kennen und verstehen, gerade für Neulinge im Land unschätzbar wichtig und hilfreich sind. Sie werden oft zu Brückenbauern und Vermittlern, wenn es zu Reibungen und Missverständnissen in der interkulturellen Kommunikation kommt. Sie sind meist Menschen, die in beiden Kulturen gelebt, studiert und gearbeitet haben. Besonders zu nennen sind hier die Familien für die zwei Kulturen zum Alltag gehören. Ihnen habe ich viel zu verdanken: Sie haben mir geholfen, wenn die Fremdheitserfahrungen zu schmerzhaft wurden oder wenn ich mehr von dem verstehen und erfahren wollte, was seinen Schleier nicht so schnell lüftete. Meine Neugier auf die andere Kultur, auf die Menschen, ihr Verhalten, die anderen Kommunikationsregeln, ihre Rituale, ihre Feste, die Märkte, das Tohuwabohu des großstädtischen Straßenverkehrs war groß, hat aber gleichzeitig häufig auch zu Befremden, Frustration oder auch nur zu Erstaunen geführt: Die stoische Gelassenheit - so bewerteten wir das aus unserer europäischen Perspektive - mit der die Familie eines indonesischen Freundes dessen schwere Erkrankung hingenommen und sich auf den herannahenden Tod eingestellt hat, während wir europäischen Freunde in hektische Geschäftigkeit ausbrachen und glaubten, durch eilig gesammeltes Geld ihm in einem deutschen Krankenhaus Heilung ermöglichen zu können. Oder die indonesische Hausangestellte, die es nicht fassen konnte, dass ich mit den Kindern ins Schwimmbad ging, statt meinen Mann, der zu einer längeren Reise nach Deutschland aufbrach, auf den Weg zum Flughafen zu begleiten. Dieser Auslandsaufenthalt hat mich für interkulturelle Fragen und Themen sensibilisiert und mein Interesse an einer intensiveren auch theoriegeleiteten Auseinandersetzung geweckt. Nach zwei Jahren der Aufenthalts in Indonesien war es mir möglich, bei Seminaren für indonesische Arbeiter und Arbeiterinnen, für die eine Rechtshilfeorganisation den institutionellen Rahmen bot, mitzuarbeiten und meine indonesischen Kolleginnen mit meinen in einem westlichen kulturellen Kontext geprägten Kenntnissen und Ideen zu unterstützen. 1 Hieraus entwickelte sich eine intensive Zusammenarbeit mit Maria Fischer-Siregar, die selbst seit mehr als 20 Jahren in einer deutsch-indonesischen Familie lebt. Unser Ziel war es, in Fortbildungsseminaren behutsam und kulturell angemessen, mit Hilfe gruppendynamischer Übungen Selbstvertrauen und Solidarität zu stärken. Zu Maria Fischer-Siregar und ihrer Familie ist der Kontakt nie abgerissen, in Diskussionen mit ihr ist die Idee entstanden, die Situation der Kinder aus deutschindonesischen Familien genauer zu untersuchen. In langen Gesprächen mit ihr wurde mir deutlich, dass Menschen, die in einer bikulturellen Familie leben, spezielle Herausforderungen zu bewältigen haben, dass aber gerade die Kinder in diesen Familien einen verborgenen oder auch 1. Aus dieser Arbeit entstand ein Buch mit Übungen und Spielen zur Gruppendynamik, das ich zusammen mit Maria Fischer-Siregar in einem indonesischen Verlag publiziert habe (Wenzler-Cremer & Fischer-Siregar, 1999).

10 8 schon aufgedeckten Schatz mit sich tragen. Ihr und ihrer Familie danke ich für die herzliche Gastfreundschaft während meiner Indonesienaufenthalte, für die vielen Anregungen und für das Ebnen des Weges zu anderen deutsch-indonesischen Familien und damit zu den Interviewpartnerinnen und Interviewpartnern in Indonesien. In Deutschland wurde ich bei der Suche nach deutsch-indonesischen Familien tatkräftig unterstützt von Frau Yetty Kremer-Limothy. Den jungen Frauen (und auch einigen Männern), die bereit waren, von sich und ihrem Erleben zu erzählen, gebührt mein größter Dank, denn ohne ihre Offenheit und Gesprächsbereitschaft wäre diese Arbeit nie zustande gekommen. Im Rückblick zieht sich das Thema der Begegnung mit anderen Kulturen wie ein roter Faden durch mein Leben: Reisen nach Asien und Afrika während der Studienzeit, die mehr als 10- jährige Mitarbeit in einer politischen Dritte-Welt-Gruppe, meine Diplomarbeit zum Thema Einstellung von Schülern zur Dritten Welt am Beispiel Afrikas - wie sie sich in Schulaufsätzen zeigt, Seminare zum Themenkreis Interkulturelle Kommunikation wie auch zu Identitätsentwicklung und Kultur im Rahmen meiner Tätigkeit als Dozentin für Psychologie an der Pädagogischen Hochschule Freiburg und der Mitgliedschaft in der International Association for Cross Cultural Psychology. Die Idee mich wissenschaftlich mit der Sozialisation in bikulturellen Familien zu beschäftigen und auf diese Weise weiterhin auch eine Verbindung nach Indonesien zu halten, trat immer mehr in den Vordergrund. Große Unterstützung fand ich in dieser Hinsicht am Psychologischen Institut der Universität Freiburg in der Abteilung Kulturpsychologie bei Prof. Dr. Michael Charlton und in der Textanalysegruppe unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Gabriele Lucius- Hoene in der Abteilung Rehabilitationspsychologie. Beide waren mir während der gesamten Zeit des Entstehens dieser Arbeit sehr wichtige Gesprächspartner und ihre kritisch-konstruktive Begleitung hat mir immer wieder neue Wege eröffnet. Danken möchte ich auch den TeilnehmerInnen des Textanalyseseminars, die bei der gemeinsamen Interpretation und Analyse von Interviewausschnitten mir immer wieder neue Perspektiven auf meine Interviewpartnerinnen ermöglicht haben und meinen Blick für Naheliegendes und Ungewöhnliches schärfen. Eine weitere Gruppe, die mir geholfen hat, auch durstige Wegstrecken zu überwinden, war die Online-offline Gruppe Grounded Theory, die im Mai 2000 von Frau Dr. Katja Mruck vom Psychologischen Institut der FU Berlin initiiert wurde. In zahlreichen Mails, Chats und gelegentlichen persönlichen Treffen, haben wir an unseren verschiedenen Forschungsanliegen gearbeitet und dabei uns auch in virtueller Kommunikation eingeübt. Allen Teilnehmerinnen sei herzlich gedankt. Einen regelmäßigen Austausch zu forschungsstrategischen Fragen hatte ich außerdem mit Herrn Dr. Stephan Marks, dem Leiter des Projekts Geschichte und Erinnerung an der Pädagogischen Hochschule Freiburg und auch meine Kollegin Frau Susanne Braunger hatte immer ein offenes Ohr. Mein Kollge Stefan Wahl hat mich überzeugt, dass die Implementierung und Anwendung des Computerprogramms Framemaker doch zu bewältigen ist und mich bei der Formatierung des Textes tatkräftig unterstützt. Harald Kania aus dem Doktorandenkolloquium von Prof. Michael Charlton danke ich herzlich für die Diskussionen und das kri-

11 9 tische Lesen der Arbeit. Ilse Buchmann hat die gesamte Arbeit nochmals auf sprachliche Ungenauigkeiten hin durchgesehen, auch ein sie ein großer Dank für die viele Kleinarbeit. Für immer noch vorhandene Fehler liegt selbstverständlich die Verantwortung bei mir. Die Höflichkeit gebietet es, die Familie an den Schluss zu stellen, auch wenn das nicht übereinstimmt mit dem tatsächlichen Anteil, den sie an dieser Arbeit hat. Danken möchte ich meinen Söhnen Jonas, Lukas und Felix, die meine Zeiten am Computer und das Eintauchen in die Welt dieser Arbeit mit Fassung und häufig auch mit Witz und Ironie getragen haben. Jonas danke ich besonders für seine geduldige Hilfe, wenn es darum ging, computertechnische Probleme zu lösen. Mein Mann Georg Cremer hat mich bestärkt, ermutigt, und in vielen Gesprächen aus dem Blickwinkel einer ganz anderen wissenschaftlichen Profession meine Argumentation kritisch hinterfragt. Ohne seinen ständigen Beistand und seinen sanfter Druck gegen Ende, hätte ich es nur schwer geschafft, einen Schlusspunkt zu setzen.

12 10 Einleitung 1 Einleitung Die Globalisierung und die damit verbundene Intensivierung internationaler Beziehungen haben nicht nur wirtschaftliche und politische Konsequenzen, sondern auch Auswirkungen auf das private Leben. Aufgrund zunehmender Mobilität und der enger werdenden wirtschaftlichen und politischen Beziehungen und Abhängigkeiten nimmt die Begegnung von Menschen aus verschiedenen und zum Teil auch sehr entfernten Kulturen zu. Die Welt wird zum Global Village, in dem Entfernungen eine geringere Rolle spielen als früher und in dem durch die neuen Medien weltweit kommuniziert werden kann. Die Frage, wie das Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Kulturen mit unterschiedlichen Religionen und Sprachen gestaltet werden kann, ist für die meisten Gesellschaften von zentraler Bedeutung. Allerdings sind Migration, Flüchtlingsbewegungen, Tourismus und das Studium oder die Arbeitsaufnahme im Ausland keine neuen Phänomene. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist die Zahl der Menschen, für die ein bikultureller oder multikultureller Hintergrund zum Alltag gehört, deutlich gestiegen. Dabei haben nicht nur Einzelne ihre Herkunftsländer für einige Zeit oder auch langfristig verlassen und damit ihren Kulturkreis gewechselt (Gastarbeiterbewegung, Flüchtlingsströme, Internationaler Austausch usw.), sondern auch Familien haben ihren angestammten Ort verlassen. Für die vorliegende Arbeit ist es dabei wichtig, zwischen zwei Gruppen von Familien zu unterscheiden: Zum einen sind es Familien, bei denen beide Partner aus einem anderen Kulturkreis stammen als dem, in dem sie heute leben. Zu dieser Gruppe gehören Migranten- und Flüchtlingsfamilien. 2 Sie stehen vor der Aufgabe, sich in einer fremden Kultur zurechtzufinden und für sich die Fragen zu klären, welche Anteile ihrer Herkunftskultur sie bewahren und was sie von der neuen Kultur übernehmen möchten. Oft entstehen zwei getrennte Welten: Innerhalb der Familie findet ein Leben nach den Normen, Werten und Ritualen der Herkunftskultur statt, außerhalb orientieren sie sich eher an den Regeln der Aufnahmegesellschaft. Ganz anders ist die Situation für Familien der zweiten Gruppe. Bei ihnen stammt einer der beiden Partner aus der Kultur, in der die Familie lebt, und der andere aus einer anderen Kultur. Bei diesen Familien gehören zwei Kulturen zum familiären Alltag, zur Sphäre des privaten Lebens. Die Trennungslinie zwischen den beiden Kulturen verläuft hier innerhalb der 2. Beispiele für Institutionen, die die Situation von Familien dieser Gruppe untersuchen sind: die Forschungsstelle für Interkulturelle Studien in Köln (FIST); das Europäische Migrationszentrum in Berlin; CEIFO (Centre for Research in International Migration and Ethnic Relation in Stockholm); die ICSEY Studie (International Comparative Studies of Ethnocultural Youth): Eine groß angelegte Studie zum Vergleich der Situation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in 13 Ländern aus 30 verschiedenen ethnischen Gruppen: [http:// Außerdem seien folgende Einzelstudien aus unterschiedlichen Perspektiven exemplarisch genannt: Appitzsch (1998); Buchkremer (1999); Nauck (2000, 2001); Phinney (2000, 1992).

13 11 Familie, im Unterschied zur ersten Gruppe, wo sie zwischen Familie und Gesellschaft verläuft. Die Zahl der Menschen, die in solchen binationalen oder bikulturellen Familien leben, hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. In Deutschland ist inzwischen an jeder sechsten Eheschließung eine ausländische Partnerin bzw. ein ausländischer Partner beteiligt. Da zu erwarten ist, dass in den kommenden Jahren Deutschland immer mehr zum Einwanderungsland wird, ja werden muss (vgl. Oberndörfer, 2000; Süssmuth-Kommission 3, 2001), wird die Zahl der Familien, in denen sich zwei Kulturen treffen, in den nächsten Jahren weiter zunehmen und damit auch die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die in bikulturell geprägten Familien aufwachsen. Damit wird das Thema der bikulturellen Sozialisation innerhalb der Familie an gesellschaftlicher Relevanz gewinnen. Aus einem weiteren Grund ist es lohnend, die Sozialisation von Kindern in Familien mit zwei Kulturen genauer zu erforschen. Eine Untersuchung dieser Gruppe kann zur Klärung der Frage beitragen, in welcher Beziehung Kultur und Entwicklung zueinander stehen. Zwar wird in der Tradition der westlichen Entwicklungspsychologie, die lange Zeit identisch war mit der Entwicklungspsychologie überhaupt, das Kind als getrennt von seiner Außenwelt gesehen, als isoliertes Forschungsobjekt, das sich als autonomes Individuum weitgehend unabhängig von dem Umfeld, in dem es lebt, entwickelt. Gerade in den letzten Jahren wird die Frage nach der Bedeutung des Kontexts in der Psychologie wieder zunehmend diskutiert. Der Ansatz der Kontextualisten (Miller, 1993, S. 340), von dem sowjetischen Psychologen Wygotsky als einem der Ersten in eine prägnante Theorie gefasst, gewinnt an Bedeutung. Kaum ein Entwicklungspsychologe würde heute leugnen, dass die Umgebung, in der ein Kind aufwächst, einen wesentlichen Einfluss auf seine Entwicklung hat. Trotzdem bleiben in vielen der tatsächlich durchgeführten Forschungsarbeiten die Bedürfnisse und Normen, die im westlichen Kulturkreis prägend für die Entwicklung eines Kindes sind, der alleinige Maßstab, d.h. es wird eine sehr ethnozentrierte Forschung betrieben. Hinzu kommt, dass viele entwicklungspsychologische Arbeiten immer noch von einem genetisch determinierten Entwicklungsbegriff geprägt sind. Sie leugnen den Einfluss der Umwelt zwar nicht, betrachten ihn aber für ihre Fragestellung als randständig. Auch Kurt Lewin, ein Vertreter der Berliner Schule der Gestaltpsychologie in den zwanziger Jahren des 20. Jhs., ist in die Tradition der Kontextheoretiker einzureihen. Er hat sich zwar nicht schwerpunktmäßig mit Entwicklungspsychologie beschäftigt, aber er prägte den Begriff des Lebensraums. Entwicklung versteht er als eine Ausdifferenzierung und Erweiterung des Lebensraums des Kindes. Uri Bronfenbrenner (1981) hat diese Perspektive weiterentwickelt und formuliert eine ökologische Psychologie. Das Kind betrachtet er als Teil seines Kontextes, der 3. Die nach ihrer Vorsitzenden benannte Kommission wurde vom Bundesministerium des Inneren (BMI) eingesetzt und veröffentlichte ihren Bericht im Juli 2001 (Bericht der Unabhängigen Kommission Zuwanderung, 2001).

14 12 Einleitung als Gesamtsystem aufzufassen ist und in dem die verschiedenen Teilsysteme ineinander verschachtelt sind. Teil dieses Kontextes sind die sozialen, materiellen und historischen Einflüsse. Zwar sind hier auch die kulturellen Bedingungen, unter denen Sozialisation stattfindet, impliziert, aber Bronfenbrenner scheut sich, die kulturellen Strukturen in der Umwelt eines Kindes explizit als einen Einflussfaktor zu betrachten. Die Ursache dafür liegt vermutlich in dem vielschichtigen Begriff der Kultur, vor dem Psychologen zurückschrecken, weil er nur schwer empirisch erforschbar ist. Ganz anders Valsiner, der in seinem Buch Child Development in Cultural Context (1989, S. 5) vehement für eine Einbeziehung der Kultur in die entwicklungspsychologische Forschung plädiert: Culture-inclusive developmental psychology is a research paradigm that is primarily directed towards explaining how culture organizes the conditions for children s development, and how children assimilate these conditions, and simultaneously accommodate to them. Clifford Geertz bringt diesen Gedanken in den schlichten, geradezu nomothetisch formulierten Satz: Es gibt keine menschliche Natur unabhängig von menschlicher Kultur. (Geertz, 1973, S. 49, zitiert nach Bruner, 1997, S. 31). Interessant ist die Frage, wie diese Übertragung kulturellen Wissens auf die nächste Generation stattfindet. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Eltern, aber auch alle anderen Menschen aus der Umgebung des Kindes, sowie die Gegenstände, die Landschaft, das Klima usw. Bei aller Vielfalt und allen Unterschieden, die zwischen den einzelnen Familien innerhalb einer Kultur zu beobachten sind, gibt es kulturelle Gemeinsamkeiten, geteilte Bedeutungen und Bedeutungszuschreibungen (Ulich, 1991, S. 206), die an die Kinder weitergegeben werden. Durch die Vermittlung von Entwürfen, Leitideen, sozialen und emotionalen Mustern werden Kinder zu Mitgliedern einer bestimmten Gruppe, d.h. einer Schicht, einer Religion oder einer Kultur. Auch wenn an diesem Prozess unterschiedliche Personen, Objekte und Gruppen beteiligt sind, so kommt der Familie auch die Rolle eines kulturellen Transmitters zu (Ulich, 1991, S. 206). Zum Forschungsstand der bikulturellen Sozialisation Studien zur bikulturellen Sozialisation innerhalb der Familie gibt es, abgesehen von denen die Intermarriages, also die Paarebene untersuchen, vergleichsweise wenig. Diese Forschungsarbeiten lassen sich unter folgenden Gesichtspunkten ordnen: Untersuchungen zur Situation binationaler bzw. bikultureller Paare Wie die Metastudie von Thode-Arora (2000) zeigt, gibt es bereis seit mehr als 80 Jahren Forschungsarbeiten zu interethnischen Ehen. Thode-Arora hat 420 Studien unterschiedlicher wissenschaftlicher Methodik 4 ausgewertet. Zentrale Fragestellungen der Studien zu bikulturellen Paaren sind Aspekte der Partnerwahl und der Partnerbeziehung (Nerel, 1998; Scheibler, 1992; Wagner & Beck-Gernsheim, 2001, Wolf-Almanasreh, 1982), die Rolle der Väter (Wießmayer,

15 ), das Thema der Diskriminierung 5, die Entstehung und Bewältigung von Problemen und Krisen in einer binationalen Partnerschaft sowie die Ehestabilität (Kunze, (1993), Tutar, 1996; Oesterreich, 1996; Peltzer, 1994). Untersuchungen zur Bilingualität Die bilinguale Sozialisation wurde überwiegend im europäisch-amerikanischen Sprachraum untersucht: Aleemi (1991); Fthenakis (1985); Garlin (2000); Kielhöfer & Jonekeit (1998); Mahlstedt (1996); Montanari (2002). Studien zu Sprachen, die nicht dem europäisch-amerikanischen Sprachraum angehören sind selten (Marian & Kaushanskaya, 2004). Untersuchungen und Berichte aus der Sicht von Therapeutinnen und Beratern Hier stehen die Störungen, Konflikte und Auffälligkeiten, die bei bikulturellen Paaren beobachtet werden (Kunze, 1993; Lang, 2002), im Mittelpunkt. Immer wieder berichten Ehe- und Familienberater aus ihrer Praxis über Schwierigkeiten, denen sich im Besonderen binationale Paare gegenübersehen. 6 Aber auch Probleme einzelner Familienmitglieder aus diesen Familien, die auf die Tatsache der bikulturellen Situation zurückgeführt werden, werden berichtet (Anft, 1995; Muhs & Lieberz, 1993). Solche Untersuchungen aus dem klinischen Bereich scheinen das Bild von bikulturellen Familien, das in der Öffentlichkeit vorherrscht, zu bestätigen. Mecheril (1999) vermerkt kritisch, dass eine bikulturelle Sozialisation überwiegend als problembehaftet wahrgenommen wird. Verschiedene regionale Studien Besonders in klassischen Einwanderungsländern wie USA, Australien und Kanada wird das Phänomen der Bikulturalität, bezogen auf alle zuvor genannten Fragestellungen, häufigerals in anderen Ländern untersucht. Aber auch hier beschäftigen sich die meisten Untersuchungen mit Fragen der Integration von Immigranten und ihren Familien. Unter dem Stichwort Intermarriage sind außerdem Untersuchungen zu finden, die sich mit den Heiratsmärkten, die besonders in Südostasien blühen, und ihren Folgen beschäftigen. Beispielhaft sei auf eine Studie zu britisch asiatischen Beziehungen verwiesen (Alabhai-Brown, 2001). 4. Die Arbeiten stammen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen und Ländern und verwenden im Wesentlichen folgende Methoden: Auswertung von Statistiken, Fragebogen, ethnologische Feldforschung, Interviews und klinische Fallbeschreibungen. 5. Z.B. das 2001 von der EU geförderte Projekt fabienne (www.fabienne-iaf.de), das vom Verband binationaler Paare und Familien durchgeführt wurde. 6. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang allerdings auf die Tatsache, dass binationale Ehen keine höhere Scheidungsrate haben als Paare mit derselben Staatsangehörigkeit.

16 14 Einleitung Die Entwicklung der Fragestellung im Verlauf des Forschungsprozesses Zwei Entscheidungen bezüglich des Forschungsdesigns sind gleichzeitig Konsequenz und Bedingung für die Entwicklung der Fragestellung. Zum einen wird die bikulturelle Sozialisation aus der Perspektive der jungen Frauen aus bikulturellen Familien betrachtet werden. Es geht in dieser Studie nicht darum, objektive Tatbestände zu erfassen, sondern subjektive Sichtweisen und Konstruktionen. In der Untersuchung wird die persönliche Relevanz des Themas für die Untersuchungspartnerinnen rekonstruiert. Zum andern wurde für die Auswahl der Interviewpartnerinnen eine Gruppenbildung ( deutsche und indonesische Gruppe) vorgenommen, bei der die Bedingung konstant gehalten wurde, dass sich die Umgebungskultur und die Kultur der Mutter unterscheiden. Diese Art des Sampling erlaubt es, die beiden Gruppen hinsichtlich des Einflusses der Mutter und der Umgebungskultur zu vergleichen und Fragen zu untersuchen wie: Was geschieht, wenn die Mutter ein anderes Symbolsystem verwendet und für sie andere kulturelle Normen und Werte als für das Kind bedeutsam sind? Wie erleben die Kinder es, wenn die Mutter anderen Ethnotheorien, d.h. hier ihren Überzeugungen bezüglich der Entwicklung und Erziehung ihrer Kinder, folgt als der Vater oder die Menschen in der Umgebungskultur? Lassen sich die verschiedenen Einflüsse voneinander trennen? Wie verändert sich dies im Laufe der Sozialisation? Gemäß dem im interpretativen Forschungsparadigma geforderten Prinzip der Offenheit habe ich die Fragestellung zu Beginn bewusst offen und weit formuliert. Im Verlauf des Forschungsprozesses hat sich auf Grund des Datenmaterials und einer theoriegeleiteten Fokussierung eine Schwerpunktverlagerung und Eingrenzung der Fragestellung ergeben. Die Frage, wie kulturelle Normen und Werte in Familien weitergegeben werden, wurde entgegen den ersten Planungen nicht als eigenständige Fragestellung bearbeitet, da es sich beim vorliegenden Datenmaterial als nicht möglich erwies, die Einflussfaktoren Kultur, Familie und Persönlichkeit zu trennen. In einem Teil der Interviewpassagen können Rückschlüsse auf die Vermittlung kultureller Werte gezogen werden. Dies habe ich besonders in den entsprechenden Feinanalysen herausgearbeitet. Bedingt durch das qualitativ-interpretative Vorgehen rückte die subjektive Sichtweise der Untersuchungspartnerinnen in den Mittelpunkt und es haben sich folgende Leitfragen herauskristallisiert: 1. Bikulturelle Familien sind Schnittstellen von zwei Kulturen, deshalb kann am Beispiel der in solchen Familien sozialisierten Jugendlichen aufgezeigt werden, welche kulturellen und personellen Zuschreibungen von Verhaltensweisen, Bildern und Erinnerungen Jugendliche aus bikulturellen Familien vornehmen. Wie stellen sie den Kontext dar, in dem sie aufgewachsen sind? Woran erinnern sie sich? Wie beschreiben sie einzelne Elemente der bikulturellen Sozialisation, wie den Umgang mit zwei Sprachen, den Aufbau von Gegenstandsbezügen in den beiden Kulturen und die Erziehungsvorstellungen und -praktiken ihrer Mütter? Wie sind die beiden Kulturen bei den Interviewpartnerinnen 7 repräsentiert? Welche Bilder zeichnen sie von den beiden Kulturen?

17 15 2. Die bikulturelle Situation ist eine spezielle Herausforderung, mit der das Individuum verschieden umgehen kann. Welche Strategien, sei es als zielorientiertes bewusstes Handeln, sei es als Handeln in Folge von Lernprozessen, verwenden die jungen Frauen, um ihre bikulturelle Situation zu gestalten? Welche Ressourcen nutzen sie, welche Herausforderungen nehmen sie wahr und wie bewältigen sie diese? Wie und in welchem Maß integrieren sie die Anteile der beiden Kulturen? Wie stellen sie sich ihr Leben in der Zukunft vor? 3. In der Interviewsituation wird immer auch Identitätsarbeit geleistet. Deshalb wird darauf ein besonderes Augenmerk gerichtet. Das Werden der Biografie eines Menschen ist, um ein Bild zu gebrauchen, wie das Ineinanderwirken und -weben von verschieden dicken und verschieden farbigen Fäden. Im Laufe der Zeit entsteht ein Teppich, dem nicht mehr anzusehen ist, wie lang die einzelnen Fäden sind, wo sie anfangen und aufhören. Clifford Geertz bezieht sich auf Max Weber: Ich meine mit Max Weber, dass der Mensch ein Wesen ist, das in selbstgesponnene Bedeutungsgewebe verstrickt ist, wobei ich Kultur als dieses Gewebe ansehe (1983, S. 9). Die postmoderne Identitätsdiskussion (Übersicht aus psychologischer Sicht: Keupp, 1997, 1999a; Mey 1999) verwendet in verschiedenen Variationen ähnliche Metaphern. Hier wird gesprochen von der Patchworkidentität, dem Crazy quilt und dem Fleckerl-Teppich (Luckmann). Ich schließe mich dieser Sichtweise an und verwende die Metapher des Teppichs für die Biografie der jungen Frauen aus bikulturellen Familien. Um die besonderen Wirkmuster, wie sie in einer bikulturellen Sozialisation entstehen können, genauer zu betrachten und um einzelne Fäden zu verfolgen, wird in der vorliegenden Arbeit der Versuch unternommen, aus der Perspektive von jungen Frauen in der Adoleszenz bzw. Spätadoleszenz diese Einflüsse auf ihre Identitätsentwicklung nachzuzeichnen und zu verstehen. Wie lösen die Interviewpartnerinnen vor dem Hintergrund einer bikulturellen Sozialisation Aufgaben wie die Auseinandersetzung mit der Geschlechtsrolle, mit Sexualität und Partnerschaft, die Entwicklung eigener Normen und Werte und die Umgestaltung familiärer Beziehungen, die andere monokulturelle Gleichaltrige auch lösen müssen? Was die Leserin und den Leser erwartet: In Kapitel 2 wird das Forschungsfeld ausgeleuchtet und aufgezeigt, welche Relevanz das Thema hat. Es werden Spezifika der bikulturellen Situation im Allgemeinen und der Lage in Indonesien im Besonderen dargestellt. In Kapitel 3 folgt eine Darstellung des heuristischen und konzeptuellen Rahmens. Die Begriffe und zentralen Konzepte wie Kultur, Identität und Adoleszenz und ihre Implikationen werden diskutiert. In Kapitel 4 beschreibe ich den methodischen Weg, lege die Überlegungen dar, warum gerade dieser Weg gewählt wurde und expliziere, wie ich bei der Datenerhebung und Daten- 7. Im Verlauf des Forschungsprozesses habe ich entschieden, nur Interviews mit Frauen in die Hauptstudie einzubeziehen. (vgl S. 89 )

18 16 Einleitung auswertung konkret vorgegangen bin. Auch methodische Schwierigkeiten werden hier thematisiert. In Kapitel 5 werden die Ergebnisse in drei Unterkapiteln referiert, die sich an den oben dargestellten Leitfragen orientieren und mit Hilfe von Interviewpassagen und deren feinanalytischer Auswertung werden die Schritte, die zu den Kategorien und zur Theorieskizze führen, nachvollziehbar. In Kapitel 6 werden diese Ergebnisse kontrastiert mit der Theorie der sozialen Identität, die sich mit der sozialen Kategorisierung, der Gruppenzugehörigkeit und Ausgrenzung beschäftigt. Welche Elemente dieser Theorie werden durch die empirischen Ergebnisse bestätigt, welche sind zu differenzieren? Im zweiten Teil des Kapitel 6 werden die beiden Gruppen gegenübergestellt und es wird eine gegenstandsbegründete Theorieskizze in Form einer Typologie vorgestellt, die aus dem Datenmaterial erarbeitet wurde. Dabei werden die beiden Dimensionen Ausmaß der Nutzung der Ressource Bikulturalität und Grad der Zugehörigkeit zu einer Kultur unterschieden. Es wird diskutiert, welche konkreten Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen für die betroffenen Gruppe zu ziehen, welche Chancen und welche Herausforderungen mit dieser Situation verbunden sind. Lesehinweis: Da Frauen im Zentrum dieser Untersuchung stehen wird häufig entsprechend dem tatsächlichen Geschlecht der Person die weibliche Form verwendet. Wenn Männer und Frauen gleichermaßen gemeint sind, wird intermittierend die weibliche und die männliche Form gebraucht auch wenn beide Geschlechter gemeint sind. An wenigen Stellen, an denen ich ausdrücklich betonen möchte, dass beide Geschlechter gemeint sind, werden beide angesprochen.

19 Zur Situation von Menschen mit bikulturellem Hintergrund 17 2 Das Forschungsfeld: deutsch-indonesische Sozialisation Lesehinweis: Querverweise beziehen sich entweder auf die entsprechenden Gliederungsnummern des Textes, auf Textstellen (TS) oder auf Fußnoten. Außerdem sind die Seitenzahlen angeben, wo die entsprechende Stelle (bei Gliederungsnummern bezieht sich die Seitenzahl auf den Beginn der Gliederungsnummer) zu finden ist. Ziel dieses Kapitels ist es, den Untersuchungsgegenstand, die bikulturelle Situation im deutschindonesischen Kontext zu beschreiben. Zu Beginn wird die besondere Situation von bikulturellen Familien dargestellt und es wird erläutert, welcher Personenkreis zur Untersuchungsgruppe gehört. Da ich exemplarisch die Gruppe der deutsch-indonesischen jungen Frauen gewählt habe, werden im zweiten Abschnitt dieses Kapitels Charakteristika Indonesiens dargestellt und einige Besonderheiten der Sozialisation in Indonesien erörtert. Dabei werden exemplarisch die Erziehungsvorstellungen, die Stellung der Frau, die Familienbeziehungen und das Bildungssystem näher betrachtet. Es ist schwierig, genaue Merkmale indonesischer und deutscher Kultur festzulegen und es besteht die Gefahr dabei, Klischees und Stereotype zu reproduzieren. Trotzdem wird hier ein solcher Versuch unternommen, weil es notwendig ist, den kulturellen Kontext dieser Studie wenigstens ansatzweise zu beschreiben. Auf spezielle Charakteristika einer Sozialisation in Deutschland wird nicht näher eingegangen, da diese den meisten Lesern vertraut sein dürfte bzw. Literatur dazu leichter zugänglich ist. 2.1 Zur Situation von Menschen mit bikulturellem Hintergrund Ist doch toll diese Vielfalt im Blut zu haben. Niemand, der reich ist, macht sich darüber großartige Gedanken. Ich brauche keine Aufarbeitung, um mich zu finden. Ich habe mir die Frage nach meiner Herkunft ein paar Mal gestellt, bin bei meiner Mutter gelandet, und dann war die Antwort da. Abini Zöllner (36 J) im TAZ Interview 5./ Ihre Mutter ist jüdische Deutsche, ihr Vater Nigerianer, aufgewachsen ist sie in der DDR.. Sie hat ihre Lebenserfahrungen in einem Buch dokumentiert (2003). Aber für mich selber würde ich den deutschen [Pass] nehmen, weil ich vorhabe, hier zu bleiben. Für mich ist das erste Heimatland Deutschland. Weil ich hier aufgewachsen bin und hier alles mitgekriegt habe, auch die Religion (...) Ich weiß nicht so vieles über Türkisch und so aber Deutsch weiß ich alles. Interview mit Yasemin (16 J.), Türkin der zweiten Generation, lebt in Stuttgart (Fischer, 2000, S. 91). Es war nicht ganz leicht, aus einer Familie zu stammen, durch die ein Riss ging, was nationale Gefühle und damit auch viele Wertvorstellungen betraf (...) Jedenfalls war es mir oft mühsam, mich von zwei gegensätzlich denkenden Elternteilen bestimmt zu sehen, und dennoch das Gefühl einer inneren Sicherheit aufzubauen. Margarete Mitscherlich-Nielsen, geb. 1917, Psychoanalytikerin aus einer deutsch-däni-

20 18 Das Forschungsfeld: deutsch-indonesische Sozialisation schen Familie (1994, S. 313 ff.) Gemeinsam ist diesen drei Frauen, dass sie mit zwei Kulturen aufgewachsen sind, allerdings gehören sie sehr verschiedenen Alterskohorten an, und auch das jeweilige Umfeld, in dem sie groß geworden sind, bot ihnen sehr verschiedene Sozialisationsbedingungen. Die Erfahrungen, die hinter diesen kurzen Äußerungen stehen, sind nicht vergleichbar, aber vermutlich lassen sich bei genauerem Hinsehen einige Gemeinsamkeiten entdecken. In jedem Fall wird die Vielfalt der Möglichkeiten wie eine bikulturelle Sozialisation verlaufen kann, deutlich. Das Aufwachsen mit zwei Kulturen ist nur ein Faktor unter anderen, der die Sozialisation eines Menschen bestimmt. Neben der Natur, d.h. der genetischen Ausstattung, die Einfluß auf die Entwicklung eines Menschen hat, sind die Familie und die Kultur bestimmende Einflüsse im Verlauf der Sozialisation. Im öffentlichen Bewußtsein werden Partnerschaften zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen und häufig auch die daraus entstehenden Familien als abweichend von der Norm, als etwas Besonderes wahrgenommen. Im Gegenzug legen binationale Paare häufig großen Wert darauf, dass sich ihre Situation nicht von der anderer Paare unterscheidet, und auch die jungen Frauen in den Interviews betonen sehr stark, dass es nichts Besonderes sei, in einer solchen Familie aufzuwachsen, sondern dass das für sie Alltag und ganz normal sei. Das subjektive Erleben ist das eine, die Fremdwahrnehmung etwas anderes. Besonders die rechtliche Situation dieser Familien weicht ab von der deutschen und auch der indonesischen Durchschnittsfamilie. Um den Rahmen dieser Arbeit abzustecken und um beurteilen zu können, welche Relevanz dieses Thema hat, wird in diesem Kapitel allgemein auf die Situation bikultureller Familien eingegangen, wobei der Schwerpunkt immer wieder auf die deutsch-indonesischen Familien gelegt wird. Dafür ist es nötig, die Zahl der Menschen zu kennen, die in Deutschland in einer solchen Konstellation leben und zu wissen, mit welchen Fragen und Problemen die Menschen aus solchen Familien konfrontiert sind. Da die sprachliche Benennung dieser Menschen implizite Sichtweisen transportiert, ist außerdem eine begriffliche Klärung erforderlich (vgl S. 62 ff.) Multikulti in der Liebe ist längst Alltag geworden : Quantitative Angaben So titelte Die Tageszeitung vom Tatsächlich ist die Zahl der Familien mit einem bioder multikulturellen Hintergrund in den letzten Dekaden stetig gestiegen. Dabei sind zwei Grundtypen von Familien zu unterscheiden, nämlich die Migranten und ihre Familien und die Familien, in denen die Ehepartner aus zwei verschiedenen Kulturen kommen. Diese Gruppe steht in dieser Arbeit im Zentrum des Interesses. Der Anteil der ausländischen Bevölkerung an der Wohnbevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland ist in den Dekaden seit dem Zweiten Weltkrieg kontinuierlich gestiegen. Er stieg von 1,1% 1950 auf 4,9% 1970 und auf 8,4% 1990 (Münz, 2001, S. 187). Ende 2002 lebten in Deutschland einschließlich der neuen Bundesländer 7,34 Millionen Ausländerinnen und Aus-

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