Finanzmarktperspektiven 2015

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1 Finanzmarktperspektiven 2015 Makroökonomischer Ausblick Bruno Gisler Unabhängig, umfassend, unternehmerisch. Und eine Spur persönlicher.

2 Makroökonomisches Fazit vom November 2013 Die Industriestaaten werden 2014 mit einem angemessenen Tempo wachsen. Die Wachstumsländer leisten trotz nachlassender Dynamik ihren Beitrag zur Weltwirtschaft. Die Notenbanken der Industrieländer bleiben expansiv. Die amerikanische Notenbank plant mittelfristig einen behutsamen Ausstieg aus der unorthodoxen Geldpolitik. Die Inflation in den Hauptwährungsländern stellt vorläufig keine Bedrohung dar. Mittelfristig lauern Gefahren. Die kurzfristigen Zinsen in den Hauptwährungen bleiben niedrig. Die langfristigen Zinsen haben ihren Tiefpunkt hinter sich. Die Zinskurve wird steiler. Europa wird sich weiter durchwursteln. Mittelfristig ist mit Schuldenschnitten zu rechnen. November 2014 An eye for investment. 2

3 Konjunktur Industrieländer GDP Wachstumsraten seit 1994 Schwarz: Japan Orange: Europa Grün: USA Pink: Schweiz Die Makrodaten in den USA lassen für die nächsten Monate ein solides Wirtschaftswachstum erwarten. Die Eurozone tritt auf der Stelle. Frankreich und Italien sind die grossen Sorgenkinder. Die schweizerische Wirtschaft kann sich Europa nicht entziehen. Quelle: Bloomberg Japan kommt nicht richtig vom Fleck. Bei den Reformen zur Revitalisierung der Wirtschaft ist Ruhe eingekehrt. November 2014 An eye for investment. 3

4 Konjunktur Wachstumsländer GDP Wachstumsraten seit 1994 Schwarz: China Orange: Indien Grün: Brasilien Pink: Russland Gezielte Lockerungen durch die Regierung helfen der Wirtschaft in China über die Runden. In Indien beruhen die Hoffnungen auf bahnbrechenden Reformen der neuen Regierung. In Brasilien nimmt die Regierung stark Einfluss auf die Wirtschaft. Russland hat sich isoliert. Die Weltwirtschaft dürfte 2015 rund 3% wachsen. Quelle: Bloomberg November 2014 An eye for investment. 4

5 Geldpolitik Notenbanken Janet Yellen Mario Draghi Die erste Zinserhöhung in den USA wird Mitte 2015 erwartet. Die EZB dürfte ihr QE auch auf Staatsanleihen ausweiten. Die BoJ wird weitere Erhöhungen des QQE beschliessen müssen. Die Liquiditätszufuhr bleibt den Märkten erhalten. Quelle: Google Wir sind inmitten eines grossen geldpolitischen Experiments mit ungewissem Ausgang, in dem die Probleme in die Zukunft verschoben werden. November 2014 An eye for investment. 5

6 Zinsen Neuer Gleichgewichtszins Larry Summers Bill Gross Es gibt verschiedene Meinungen über die richtige Höhe des realen Gleichgewichtszinssatzes. Secular stagnation, new neutral und lower for longer dienen als Schlagworte in der Diskussion. Die langfristigen Zinsen im Euro, CHF und Yen, weniger so im USD, dürften tief bleiben. Die kurzfristigen Zinsen in den Hauptwährungen bleiben trotz erwarteter Zinserhöhungen tief. Quelle: Google November 2014 An eye for investment. 6

7 Die Grenze von 1.20 CHF/EUR hält bedingt Währungsreserven der SNB seit 2008 Eine kurzfristige Massnahme ist zum Dauerzustand geworden. Die SNB ist nicht mehr eigenständig. Die Entwicklung der Eurozone ist entscheidend für die Folgen der Währungsanbindung. Die Annahme der Goldinitiative würde die Handlungsfähigkeit der SNB einschränken. Quelle: Bloomberg November 2014 An eye for investment. 7

8 Europa steht vor schwierigen Zeiten EZB Gebäude, Frankfurt Quelle: Google Die Eurozone ist durch schwaches Wachstum und immer höhere Verschuldung gekennzeichnet. Frankreich und Italien zeigen sich resistent gegen Reformen. Deutschland rudert rückwärts. Statt einer verstärkten Integration zeichnet sich die politische Landschaft durch Desintegration aus. Die EZB allein kann die Sache nicht richten. Die nächste Krise der Union ist wahrscheinlicher geworden. November 2014 An eye for investment. 8

9 Makroökonomisches Fazit Der Weltwirtschaft trauen wir auch 2015 ein Wachstum von rund 3% zu. Die Notenbanken der Industrieländer bleiben insgesamt expansiv. Die kurzfristigen wie auch die langfristigen insbesondere im Euro, CHF und Yen, bleiben tief. Zinsen, Die Untergrenze von 1.20 EUR/CHF wird unter Vorbehalt halten. Die Eurozone blickt in eine schwierige Zukunft. Eine nächste Krise ist nicht von der Hand zu weisen. November 2014 An eye for investment. 9

10 An eye for investment Disclaimer Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen und Ansichten beruhen auf Quellen, die wir als zuverlässig erachten. Dennoch können wir weder für die Zuverlässigkeit noch für die Vollständigkeit oder Richtigkeit dieser Quellen garantieren. Diese Informationen und Ansichten begründen weder eine Aufforderung noch ein Angebot oder eine Empfehlung zum Erwerb der Verkauf von Anlageinstrumenten oder zur Tätigung sonstiger Transaktionen. Interessierten Investoren empfehlen wir dringend, ihren persönlichen Anlageberater zu konsultieren, bevor sie auf der Basis dieses Dokumentes Entscheidungen fällen, damit persönliche Anlageziele, finanzielle Situation, individuelle Bedürfnisse und Risikoprofil sowie weitere Informationen im Rahmen einer umfassenden Beratung gebührend berücksichtigt werden können. November 2014 An eye for investment. 10

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