Bundesarbeitsgemeinschaft medizinisch-beruflicher Rehabilitationseinrichtungen ( BAG Phase 2 ) Qualitätsanforderungen

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1 Bundesarbeitsgemeinschaft medizinisch-beruflicher Rehabilitationseinrichtungen ( BAG Phase 2 ) Qualitätsanforderungen Bonn,

2 Was heißt Phase 2? Phase I Phase II Bedarfsorientiertes Assessment Phase III Medizinisch-therapeutische Leistungen Beratung Diagnostik Therapie Training Erprobung Case Management Berufsfördernde Leistungen

3 SATZUNG Bundesarbeitsgemeinschaft der medizinisch-beruflichen Rehabilitationseinrichtungen e.v. (Phase 2) Fassung Zweck des Vereins 1. Zweck des Vereins ist die Förderung der medizinisch-beruflichen Rehabilitation. 2. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch: (.) Zusammenarbeit bei der Erarbeitung und Weiterentwicklung der Programme, der Methoden, der Didaktik, der Fort-und Weiterbildung, der Forschung und der Dokumentation im Bereich der Förderung der individuellen Leistungsfähigkeit Behinderter und ihrer sozialen Akzeptanz; die Entwicklung, Organisation, Durchführung und Effizienzkontrolle medizinisch-beruflicher Maßnahmen in Rehabilitationseinrichtungen; Interessenvertretung der angeschlossenen Mitgliedseinrichtungen

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5 Qualitätsstandards der Phase 2: Strukturqualität Institutionelle und personelle Voraussetzungen

6 Qualitätsstandards der Phase 2: Strukturqualität Institutionelle und personelle Voraussetzungen

7 Phase 2 Einrichtungen: Qualifikation des Einrichtungsleiters Ärztliche Leitung und Verantwortung Facharztqualifikation 3jährige Vollzeiterfahrung in Rehabilitationseinrichtungen Zusatzbezeichnung Sozialmedizin oder Rehabilitationsmedizin ausdrücklich erwünscht Rollnik et al. (2013): Qualitätsanforderungen an Einrichtungen der medizinisch-beruflichen Rehabilitation (Phase 2), Präv Rehab 25 (1), 14-17

8 Aus dem Antragsformular:

9 Phase 2 Einrichtungen: Qualifikation der Fachdienste Stamm-Mitarbeiter (keine Honorarkräfte) Verantwortlicher Mitarbeiter in der beruflichen Rehabilitation Rollnik et al. (2013): Qualitätsanforderungen an Einrichtungen der medizinisch-beruflichen Rehabilitation (Phase 2), Präv Rehab 25 (1), 14-17

10 Berufsbereiche in Phase 2 Einrichtungen Garten und Landschaftsbau Gesundheitswesen Informations- und Kommunikationstechnik Medien- und Druckindustrie Sozialwesen Gewerbliche Berufe (z.b. Elektro, Metall, Holz) Dienstleistungen Kaufmännische und Verwaltungsberufe Zeichner, Techniker Farbgebung und Raumgestaltung Rollnik et al. (2013): Qualitätsanforderungen an Einrichtungen der medizinisch-beruflichen Rehabilitation (Phase 2), Präv Rehab 25 (1), 14-17

11 Berufsbereiche in Phase 2 Einrichtungen Kooperationsmodelle möglich Fachklinik Herzogenaurach BfW Nürnberg Rollnik et al. (2013): Qualitätsanforderungen an Einrichtungen der medizinisch-beruflichen Rehabilitation (Phase 2), Präv Rehab 25 (1), 14-17

12 Kostenträger in Phase 2 Einrichtungen SGB III: Arbeitsagentur SGB V: Krankenkassen SGB VI: DRV/Bund, Land SGB VII: Unfallversicherung SGB VIII: Jugendamt SGB XII: Sozialamt sowie SGB IX: Teilhabe

13 Qualitätsstandards der Phase 2: Prozessqualität Versorgungsablauf und Versorgungsstandards

14 Leistungsspektrum in Phase 2 Einrichtungen Eingebettet in ein integriertes indikationsspezifisches Rehabilitationsmodell: Phase 1 (Versorgung nach 108 SGB V) und Phase 3 (BBW/ BFW) im eigenen Haus oder in Form einer gelebten Kooperation Rollnik et al. (2013): Qualitätsanforderungen an Einrichtungen der medizinisch-beruflichen Rehabilitation (Phase 2), Präv Rehab 25 (1), 14-17

15 Konzept der funktionalen Gesundheit Der Mensch als selbständig handelndes Subjekt Aktivitäten der Person Chronische Krankheit Der Mensch als biologisches Wesen Körperfunktionen/-strukturen

16 Krankheitsfaktoren (ICD) und Gesundheitsfaktoren (ICF) ergänzenden sich im individuellen Kontext

17 Warum Phase 2? Medizinische Rehabilitation Medizinische Leistungen Berufsfördernde Leistungen Berufliche Rehabilitation Übergang nicht konsekutiv, sondern integriert

18 Förderungsbereiche Selbstwirksamkeit Grundarbeitsfähigkeit Krankheitsmanagement Motivation Lebensstil Berufsspezifische Fähigkeit

19 Aus dem Antragsformular:

20 Ablaufplan der medizinisch-beruflichen Rehabilitation Zentrale Komponenten: die Rehabilitationsdiagnostik,die die Körperfunktionen und Körperstrukturen, Aktivitäten und Teilhabe sowie die Kontextfaktoren mit ihrem fördernden oder hemmenden Einfluss mit geeigneten, validierten Assessment-Verfahren beschreibt und bewertet, der Teilhabeplan mit Beschreibung des Rehabilitationsziels, die Durchführung der medizinischen und beruflichen Rehabilitation und ihre Überprüfung, die Dokumentationdes Rehabilitationsverlaufs, insbesondere im Hinblick auf das Rehabilitationsziel, die Nachsorge Spranger et al. (2009): Rahmenempfehlungen zur medizinisch-beruflichen Rehabilitation in der Neurologie. Präv Rehab 19, 2/2007, S

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22 Beispiel einer mukoviszidosekranken Patientin Stefanie T., bei Aufnahme: 16 Jahre Beispielbild aus jameda.de

23 Mukoviszidose: Basisdefekt

24 Mukoviszidose: Lebenserwartung

25 Stefanie T., 16 Jahre Aufnahme über SGB VI mit 16 Jahren; Stichworte zum KHV: Diagnose: Mukoviszidose (ICD-10: E84.88) Pseudomonas positiv/ keine MRGN Untergewicht (39 Kg) Beginnende Lebercirrhose Schulisch/ berufliche Situation: Kein Hauptschulabschluss (lange Schulfehlzeiten) Keine beruflichen Perspektiven

26 Stefanie T., 16 Jahre Empfehlung: medizinisch-schulische Rehabilitation (SGB XII/ SGB VIII) Rehabilitationsziel: Stabilisierung des Krankheitsbildes (3-4 h Therapie/ täglich) Nachholen des Hauptschulabschlusses Dauer: 1 Jahr

27 Stefanie T., 16 Jahre Interkurrent: Akutmedizinische Intervention ( 108 SGB V) 2x Jahr 14 Tage (antibiotische i.v. Therapie)

28 Stefanie T., 16 Jahre Empfehlung: medizinisch-berufliche Rehabilitation (SGB III) BvB Dauer: 1 Jahr

29 Stefanie T. Empfehlung: Therapiereduzierte 2jährige Ausbildung in einer benachbarten Phase 3 -Einrichtung Dauer: 2 Jahre

30 Stefanie T., inzwischen 21 Jahre Heute: Teilzeitkraft (50%) als Haushaltsgehilfin in einem Hotel

31 Passt der Fall von Stefanie T. in das MBOR- Konzept? Beispielbild aus jameda.de

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36 ? B. Liese DRV-Bund, Rehawissensch. Tagung Karlsruhe 2014

37 MBOR C Phase 2 MBOR B MBOR A

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39 B. Liese DRV-Bund, Rehawissensch. Tagung Karlsruhe 2014

40 BBPL und MBOR

41 MBReha und MBOR

42 Qualitätsstandards der Phase 2: Ergebnisqualität

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44 Entwicklung von Arbeitsunfähigkeit Vor mbr: 69.9% (seit ca., 24 Monate nach mbr: 5.6% Anteil Arbeitsunfähigkeit (%) Vor mbr Ende mbr 6 Monate 12 Monate 18 Monate 24 Monate

45 Entwicklung von Arbeitslosigkeit Vor mbr: 19.9%, 24 Monate nach mbr: 3.1% Anteil Arbeitssuchende (%) Vor mbr 6 Monate 12 Monate 18 Monate 24 Monate

46 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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