NEWSLETTER DER STUDIENGESELLSCHAFT FÜR GESUNDHEITSBERATUNG E. V.

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1 NEWSLETTER DER STUDIENGESELLSCHAFT FÜR GESUNDHEITSBERATUNG E. V. MIT DEM GEIST IST ES WIE MIT DEM MAGEN: MAN SOLLTE IHM NUR NAHRUNG ZUMUTEN, DIE ER VERDAUEN KANN. WINSTON CHURCHILL ALMASED VERBESSERT LEISTUNGSFÄHIGKEIT BEIM SPORT Freiburger Wissenschaftler haben in einer Studie herausgefunden, dass Almased einen positiven Einfluss auf die Ausdauerleistungsfähigkeit des Körpers beim Sport hat. Zudem fanden die Forscher Indizien, dass der Körper sich nach einer Ausdauerbelastung besser regeneriert, wenn der Sportler regel mäßig Almased zu sich nimmt. DARMBAKTERIEN UND IHR EINFLUSS AUF DAS KÖRPERGEWICHT Darmbakterien haben erheblichen Einfluss darauf, wie viele Kalorien aus der Nahrung der Körper verwertet und gegebenenfalls in Form von Fettröllchen speichert. Den Einfluss der Mikroben im mensch lichen Darm auf das Körpergewicht konnten Forscher der Washington University in St. Louis in einem Experiment nachweisen. WER LANGSAMER ISST, BLEIBT EHER SCHLANK Japanische Forscher der Kyushu University in Fukuoka haben nachgewiesen, dass langsame Esser auch schlanker bleiben bzw. umgekehrt Menschen, die ihre Nahrung gierig in sich hineinschlingen, eher Gefahr laufen, übergewichtig zu werden. DEUTSCHE BEFÜRWORTEN ERNÄHRUNGSBILDUNG ALS SCHULFACH Neun von zehn Deutschen sprechen sich dafür aus, dass Ernährungsunterricht in der Schule auf einer Stufe mit Fächern wie Mathematik, Deutsch oder Englisch stehen sollte. Fotos: shutterstock seite 2 seite 4 seite 5 1

2 ALMASED VERBESSERT LEISTUNGSFÄHIGKEIT BEIM SPORT Viele Menschen, die abnehmen wollen, greifen mit gutem Erfolg zu dem hochwertigen sojabasierten Diätprodukt Almased. Wissenschaftler der Universität Freiburg haben nun in einer Studie 1 herausgefunden, dass Almased auch einen positiven Einfluss auf die Ausdauerleistungsfähigkeit des Körpers beim Sport hat. Zudem fanden die Forscher Indizien, dass der Körper sich nach einer Ausdauerbelastung besser regeneriert, wenn der Sportler regelmäßig Almased zu sich nimmt. Zahlreiche Studien haben belegt, dass beim Abnehmen mit der Almased-Diät vor allem Fettdepots abgebaut werden, während Muskelmasse erhalten bleibt. Dafür sorgt die spezielle Zusammensetzung von Almased, das im Wesentlichen aus hochwertigem Sojaeiweiß (50 Prozent), Bienenhonig (25 Prozent) und Magermilch-Joghurtpulver (23 Prozent) besteht. Neben der Qualität der einzelnen Inhaltsstoffe sorgt vor allem das Mischungsverhält nis von Eiweiß aus Soja und Joghurt zu Kohlenhydraten für einen gesun den und langfristigen Gewichtsverlust. Naheliegend, aber noch nicht belegt war dagegen bisher, ob Almased auch beim Ausdauersport positive Auswirkungen auf die Leistungs fähigkeit hat. Dieser Frage gingen die Freiburger Wissenschaftler in einer randomisierten kontrollierten Studie auf den Grund. Dazu bildeten sie zwei Gruppen aus je 15 gesunden Sportstudenten beiderlei Geschlechts im Alter von 21 bis 25 Jahren. Physische Fitness und Körperzusammensetzung der Teilnehmer beider Gruppen waren vergleichbar. Die Probanden sollten über einen Zeitraum von sechs Wochen fünfmal pro Woche ein moderates 60-minütiges Ausdauertraining durchführen. Eine der beiden Gruppen hatte zusätzlich die Vorgabe, täglich zwei Almased-Shakes aus 50 g Almased und 200 ml Wasser zu sich zu nehmen. An den Probanden wurden während der Studie drei Untersuchungen durchgeführt, bei denen Gesundheitszustand, Körperzusammensetzung, Blutwerte und physische Fitness erfasst wurden. Die erste Untersuchung fand bei Beginn der Trainingsphase statt, die zweite und dritte unmittelbar nach der Trainingsphase. Bei der dritten Untersuchung wurden die Teilnehmer einem Stresstest unterzogen, der aus einem Querfeldeinrennen über eine Entfernung von 11,5 km auf bergigem Gelände bestand. Dabei wurde ihnen vor und nach dem Rennen Blut abgenommen. Auffällige Unterschiede zwischen beiden Gruppen zeigten sich im Ergebnis vor allem im Hinblick auf ihr Leistungsvermögen im aeroben Bereich. Die Gruppe, die während des Trainingsprogramms Almased zu sich genommen hatte, konnte ihre Geschwindigkeit auf dem Laufband an der aeroben und der anaeroben Blutlactatschwelle um bis zu 15 Prozent steigern. Die andere Gruppe, die das Programm ohne das Nahrungsergänzungsmittel absolviert hatte, legte dagegen nur um knapp 3 Prozent Geschwindigkeit zu. Im aeroben Bereich, d. h. bei nie driger Belastungsintensität, gewinnt der Körper Energie aus Fett und Kohlenhydraten unter Einsatz von Sauerstoff. Die aerobe Schwelle markiert einen Grenzwert, ab dem die aerobe Energiegewinnung nicht mehr ausreicht und der Körper beginnt, zusätzlich aus Glucose (Trauben zucker) Energie zu gewinnen. Dabei wird Lactat (Milchsäure) als Stoffwechselprodukt im Blut angereichert. Die anaerobe Schwelle markiert die höchstmögliche Belastung, die erreicht werden darf, ohne dass es zur Übersäuerung kommt, d. h., dass sich mehr Lactat im Blut anreichert, als abgebaut werden kann. Das vergleichsweise stark angestiegene Leistungsvermögen der Foto: shutterstock 1 Berg A, Schaffner D, Pohlmann Y, et. al.: A soy-based supplement alters energy metabolism but not the exercise-induced stress response. Exerc Immunol Rev. 2012;18:

3 Almased-Gruppe spiegelte sich auch in erheblich niedrigeren Blutlactat werten wider, die bei dem als Stresstest kon zipierten Querfeldeinrennen gemessen wurden. An der aeroben Schwelle waren diese um ganze 20 Prozent und an der anaeroben Schwelle um 11 Prozent im Vergleich zu den zu Studienbeginn gemessenen Werten gesunken. Bei der Vergleichsgruppe war dagegen kaum eine Veränderung zu messen. Die Freiburger Forscher schließen aus den Ergebnissen der Lactattests, dass Almased für eine effizientere Nutzung der Fette in der Muskulatur zur Energiegewinnung sorgt. Die aerobe Energieversorgung wird so verbessert und die Leistungsfähigkeit bei moderatem Ausdauertraining gesteigert. Auch im Hinblick auf die anaerobe Energiegewinnung haben die Wissenschaftler positive Wirkungen von Almased feststellen können. So war in der Almased- Gruppe nach dem 11,5-km-Querfeldeinrennen ein geringerer Anstieg der Harnsäure- und Ammoniakwerte als bei der anderen Gruppe gemessen worden. Dies deutet darauf hin, dass die Proteine aus der Almased- Diät den Sportlern bei hoher Belastungsintensität zusätzlich Energie zur Verfügung gestellt haben. Schließlich stellten die Wissenschaftler bei den Probanden der Almased-Gruppe in der Regenerationsphase nach dem Rennen einen im Vergleich erheblich geringeren Anstieg der Triglycerid-Werte im Blut fest. Triglyceride stellen den größten Anteil der Blutfette. Erhöhte Werte bedeuten einen Risikofaktor für Herz-Kreislauf- Erkrankungen. Gleichfalls war bei der Almased-Gruppe ein geringerer Anstieg der Insulinwerte festzustellen. Insulin dient als Stoffwechselhormon vor allem dazu, Glukose zur Energiegewinnung aus dem Blut in die Zellen zu schleusen. Beide Ergebnisse deuten den Freiburger Wissenschaftlern zufolge auf eine bessere Regeneration hin. Sie vermuten, dass durch die Proteine in Almased die Nutzung von Fettsäuren bei der muskulären Energiebereitstellung in der Regenerationsphase verbessert wurde. Aufgrund der Studienergebnisse empfehlen die Wissenschaftler, die gängige Lehrmeinung zur Sporternährung zu überdenken: Ausdauerathleten wird nämlich heute üblicherweise zu einer besonders kohlen hydratreichen Ernährung geraten. Es sei aber möglicherweise ratsam, den Anteil von Kohlenhydraten in der Sporternährung etwas zugunsten von Pro teinen zurückzufahren, damit der Körper mehr Fett verbrennen kann, meinen die Forscher. Die Studie zeigt jedenfalls: Die hochwertigen Proteine von Almased sind dazu das probate Mittel. Almased und Sport: die ideale Kombination gegen Fettpolster Studie: Influence of a soy-based supplement on energy metabolism 1 Einfluss einer Sojabasierten Nahrungsergänzung auf den Energiestoffwechsel Durchgeführt am: Universitätsklinikum Freiburg, Abt. Rehabilitative und Präventive Sportmedizin, Universität Freiburg, Institut für Sport und Sportwissenschaft, Bereich Ernährung Design: Randomisierte kontrollierte Studie mit zwei Gruppen à jeweils 15 gesunden Sportstudenten beiderlei Geschlechts im Alter zwischen 21 und 25 Jahren mit vergleichbarer physischer Fitness und Körperzusammensetzung Probanden führten sechs Wochen lang fünf Mal pro Woche ein moderates 60-minütiges Ausdauertraining durch. Eine der beiden Gruppen erhielt täglich zwei Almased-Shakes aus 50 g Almased und 200 ml Wasser. Ergebnisse: Leistungsvermögen der Almased-Gruppe verbesserte sich deutlich im Vergleich zur Kontrollgruppe. Fazit: Almased hat positiven Einfluss auf die Energiegewinnung des Körpers beim Sport. Almased verbessert die Energieversorgung und das Leistungsvermögen sowie die Versorgung des Körpers mit Fett als Energiequelle beim Sport. Hochwertige Almased-Proteine verbessern den muskulären Stoffwechsel und sorgen für effizientere Verwertung von Fett. Almased mit seinen hochwertigen Sojaproteinen verbessert die aerobe Energieversorgung bei moderatem sportlichem Ausdauertraining und steigert so die Leistungsfähigkeit. Kombination von Almased-Diät und Sport ist die ideale Strategie gegen überflüssige Pfunde und für größere Fitness. Auch bei Ausdauersportlern kann die Reduktion einer kohlenhydratreichen Ernährung zugunsten einer proteinreichen Vitalkost wie Almased effizienter sein und die Fettverbrennung optimieren. 3

4 DARMBAKTERIEN UND IHR EINFLUSS AUF DAS KÖRPERGEWICHT Sind Sie ein guter Futterverwerter? Wenn ja, dann gehören Sie zu den Menschen, die auch dann noch zunehmen, wenn sie wenig essen. Schlechte Futterverwerter hingegen sind in der beneidenswerten Lage, scheinbar futtern zu können so viel sie wollen, ohne an Gewicht zuzulegen. Bislang machte die Wissenschaft für diese Unterschiede zu einem kleinen Teil die genetischen Anlagen der Betroffenen und zu einem erheblich größeren ihre Muskelmasse verantwortlich. Sprich: Je mehr Muskeln ein Mensch hat, über desto mehr Mitochondrien verfügt er, jene körpereigenen Energieöfen in den Muskelzellen, die Kalorien verbrennen. Neuere Studienergebnisse lassen nun allerdings darauf schließen, dass auch die Darmbakterien mit darüber entscheiden, ob wir zunehmen oder nicht. Demnach haben die im Darm angesiedelten Mikroorganismen erheblichen Einfluss darauf, wie viele Kalorien aus der Nahrung der Körper verwertet und gegebenenfalls in Form von Fettröllchen speichert. Foto: istock/fotolia Der Darm gilt hierzulande zurzeit ohnehin als ein unterschätztes Organ. In ihrem Bestseller Darm mit Charme machte die Autorin Giulia Enders deutlich, dass eine gesunde Darmflora gegen Übergewicht, Allergien und Alzheimer hilft, dass ein intakter Verdauungstrakt unserem Wohlbefi nden und auch unserer Psyche guttut. Forscher der Washington University in St. Louis konnten nun jüngst in einem Experiment ebenfalls nachweisen, welch erheblichen Einfluss die Unmengen von Mikroben im menschlichen Darm auf das Körpergewicht der jeweiligen Person haben. Die Resultate der Versuche legen nahe, dass es bestimmte Darmbakterien gibt, die einen Menschen schlank halten und andere, die uns überflüssige Pfunde ansetzen lassen. Demnach sind offenbar Bakterien der Typen Bacteroidetes und Firmicutes dafür verantwortlich, ob man zu den Schlanken oder den Übergewichtigen zählt: Denn die Forscher fanden im Darm von Normalgewichtigen mehr Bacteroidetes-Stämme, während bei den adipösen Probanden Firmicutes-Stämme die Darmflora dominierten. Bei Menschen mit den letztgenannten Darmbakterien holt der Körper mehr Energie aus der zugeführten Nahrung heraus als bei jenen mit Bacteroidetes-Bakterien. Forscher der Washington University über - prüften das in Tierversuchen: Sie über - trugen Stuhlproben von menschlichen weiblichen Zwillingen, von denen jeweils eine deutlich übergewichtig und die andere normalgewichtig war, auf Mäuse, die zuvor unter keimfreien Laborbedingungen gelebt hatten. Mit dem menschlichen Stuhl bekamen die Tiere auch die darin enthaltenen Darmbakterien verabreicht. Und dann stellten die Wissenschaftler Überraschendes fest: Nach einiger Zeit legten die Mäuse mit dem Stuhl der übergewichtigen Frauen an Gewicht zu, ihre Artgenossen mit den Darmbakterien von 1 Christ A, Günther P, Lauterbach MAR, et. al.: Western Diet Triggers NLRP3-Dependent Innate Immune Reprogramming. Cell 2018;172: den dünnen Zwillingsschwestern hingegen nicht bei nahezu identischem Fressverhalten. Daraufhin sahen sich die Forscher die Mikroben im Darm der Mäuse genauer an, um dabei festzustellen, dass die beiden Versuchstiergruppen tatsächlich auch unterschiedliche Bakterienarten aufwiesen. Daraus folgerten die Wissenschaftler, dass tatsächlich bestimmte Bakterienarten für eine sehr vollständige Verwertung der aufgenommenen Nahrung sorgen und andere weniger mit der Folge, dass die einen Darmmikroben schlank halten und die anderen das Gegenteil bewirken. Doch auf der Entschuldigung, ein guter Futterverwerter zu sein, sollte sich niemand ausruhen, raten die Mediziner. Denn auch wer tendenziell leichter Fettpolster ansetzt, kann Muskulatur aufbauen und damit seinen Stoffwechsel sowie seine Fett-Öfen in den Mitochondrien in Gang halten. Kombiniert mit einer hochwertigen Vitalkost wie Almased lässt sich auch so ein gesundes Gewicht erreichen bzw. halten. Und wenn man weiß oder vermuten kann, dass der eigene Darm ein Höchstmaß an Energie aus der zur Verfügung gestellten Nahrung herausholt, sollte man erst recht auf seine Ernährung achten und lieber öfter mal zu Almased greifen!

5 WER LANGSAMER ISST, BLEIBT EHER SCHLANK Foto: shutterstock Iss langsam, Dir nimmt niemand etwas weg! Diese Empfehlung seitens der Eltern dürften viele von uns aus ihrer Kindheit kennen. Sie wurde/wird meist argumentativ noch untermauert mit der Erklärung, dass langsameres Essen gesünder sei. Details dazu folgen meist nicht. Später lernen wir dann selbst, dass langsam essen genussvolleres Essen bedeutet. Japanische Forscher haben nun nachgewiesen, dass langsame Esser auch schlanker bleiben bzw. umgekehrt Menschen, die ihre Nahrung gierig in sich hineinschlingen, eher Gefahr laufen, übergewichtig zu werden. Wissenschaftler der Kyushu University in Fukuoka/ Japan werteten für ihre Studie die Gesundheitsdaten von rund männlichen und weiblichen Typ-2-Diabetikern über 40 Jahre aus. Die Männer und Frauen hatten im Rahmen eines Screening- Programms medizinische Check-ups absolviert sowie in Fragebögen Angaben zu ihrem Essverhalten gemacht. Von den Teilnehmern un- terzogen sich 36,5 Prozent einer Untersuchung, 29,6 Prozent wurden zweimal und 20 Prozent dreimal gecheckt. Alle Probanden nahmen freiwillig an dem Programm teil. Die ausgewerteten Daten schlossen Informationen zu Behandlungen, Gewicht und Taillenumfang sowie die Ergebnisse von Blut- und Urintests und der Leberfunktion mit ein. Außerdem wurden die Teilnehmer zu ihrem Lebensstil befragt, einschließlich Ess- und Schlafgewohnheiten sowie Alkohol- und Tabakkonsum. Dabei bezeichnete mehr als die Hälfte der Probanden ihre Essgeschwindigkeit als normal. Rund räumten ein, ihre Nahrung zu schnell in sich hineinzuschaufeln. Zu den langsamen Essern zählten sich vor allem Frauen. In dieser Gruppe war die Zahl der Übergewichtigen mit 22 Prozent auch erheblich geringer als bei den Normal- und Schnell- Essern. Als Ergebnisse ihrer Untersuchung veröffentlichten die Wissenschaftler im British Medical Journal (BMJ) 1, dass die Teilnehmer mit 1 Hurst Y, Fukuda H: Effects of changes in eating speed on obesity in patients with diabetes: a secondary analysis of longitudinal health check-up data. BMJ Open 2018;8:e doi: /bmjopen

6 einer normalen Essgeschwindigkeit ein um 29 Prozent geringeres Risiko hätten, an Fettleibigkeit zu erkranken, als die Schnell-Fresser. Bei den ausgesprochen langsamen Essern war die Gefahr von Adipositas demnach sogar um 42 Prozent niedriger. Den augenscheinlichen Zusammenhang zwischen zu schnellem Essen und Übergewicht erklären die Forscher damit, dass Schnell- Esser offenbar nicht merken, wenn sie schon satt sind. Sie nehmen somit nicht nur über ihren Hunger, sondern auch über ihren Kalorienbedarf hinaus immer weiter Nahrung zu sich. Und das schlägt an. Dagegen nehmen langsame Esser den Geschmack ihrer Speisen länger sowie intensiver wahr und merken auch, wann ihr Hunger gestillt ist. Konsequenz: Wer langsam isst, hat mehr Genuss beim Essen und bleibt schlanker. Nach Einschätzung von Fachleuten sind die Ergebnisse der japanischen Forscher grundsätzlich plausibel. Allerdings weisen die Experten auch darauf hin, dass es sich bei der Untersuchung um eine sogenannte Beobachtungsstudie handele. Daher könnten daraus keine eindeutigen kausalen Schlussfolgerungen über Ursache und Wirkung gezogen werden. Auch die Verfasser der Studie selbst vermerkten einschränkend, dass es sich bei den Aussagen zur Essgeschwindigkeit um Selbsteinschätzungen der Teilnehmer handele und diese Angaben nicht objektiv ermittelt worden seien. Jedoch stützt die Untersuchung die Empfehlung, bei der Nahrungsaufnahme nicht zu hetzen oder zu schlingen. Denn wer langsamer isst, schmeckt nicht nur intensiver, sondern nimmt diesen Vorgang auch deutlicher wahr und merkt zeitgerecht das sich einstellende Sättigungsgefühl. Auch so lässt sich überflüssigen Pfunden sinnvoll vorbeugen. DEUTSCHE BEFÜRWORTEN ERNÄHRUNGSBILDUNG ALS SCHULFACH Kinder sollen in der Schule gesunde Ernährung lernen. Das meint die überwiegende Mehrheit der Bundesbürger, wie aus dem Ernährungsreport 2018 des Bundesernährungsministeriums (BMEL) hervorgeht. Demnach sind neun von zehn Deutschen dafür, dass Ernährungsunterricht in der Schule auf einer Stufe mit Fächern wie Mathematik, Deutsch oder Englisch stehen sollte. Dies gilt übrigens unabhängig davon, ob in dem Haushalt der Befragten Kinder leben oder nicht. Nach Ansicht der Bundesbürger wie auch des BMEL gehört Ernährungsbildung fest verankert in die Stundenpläne, am besten als eigenes Schulfach. Den Erkenntnissen des Ernährungsreports zufolge würden entsprechende Unterrichtsangebote für Schülerinnen und Schüler auch gut angenommen. Für den Ernährungsreport befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des BMEL im Oktober 2017 rund Bundesbürgerinnen und -bürger ab 14 Jahren zu ihren Ess- und Einkaufsgewohnheiten. Das war die dritte Untersuchung dieser Art nach 2015 und Laut dem aktuellen Report ist es 92 Prozent der Befragten wichtig, gesund zu essen. Dabei gilt: je älter, desto gesundheitsbewusster. In der Gruppe der unter 18-Jährigen ist es nur für 81 Prozent der Befragten wichtig, sich gesund zu ernähren. Bei den über 60-Jährigen trifft dies hingegen für 96 Prozent der Befragten zu. Für 96 Prozent der Frauen ist gesundes Essen von Bedeutung, von den Männern legen 88 Prozent darauf Wert. IMPRESSUM ALMASED CAMPUS Studiengesellschaft für Gesundheitsberatung e. V. V.i.S.d.P.: Prof. Dr. KLAUS KOCKS Ass. Medizinpädagoge Tel: Chilehaus, Fischertwiete 2, Hamburg Foto: shutterstock 6