Web 2.0 im Unternehmen Problemlösung und Innovationsmanagement

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1 Web 2.0 im Unternehmen Problemlösung und Innovationsmanagement Mag. Dietmar Nedbal Fakultät für Management, Steyr Forschungsschwerpunkt Digital Business Studiengänge Marketing und Electronic Business (MEB Bachelor) Digital Business Management (DBM Joint-Master)

2 Inhalt Allgemeines zu Web 2.0 in Unternehmen > Wofür kann Web 2.0 im Unternehmen eingesetzt werden? Methodik zur Einführung von Enterprise 2.0 > Wie komme ich zu meiner Problemlösung? Praxisbeispiele > Wie sehen beispielhafte Ergebnisse aus? Fokus: Wissens- und Innovationsmanagement Seite 2

3 Web 2.0 im Unternehmen ( Enterprise 2.0 ) Einsatz interaktiver, kollaborativer Web 2.0 Technologien innerhalb und zwischen Organisation für interne und externe Informations- und Wissensbereitstellung, wie auch als Innovation-Driver = Enterprise 2.0 (vgl. McAfee 2009) Vorteile > Effizientere Verteilung von Informationen Unterstützung prozessorientierter Arbeitsweise > Zusammenarbeit effizienter und flexibler Wissen unternehmensweit dauerhaft verfügbar Anstoßen von Innovationsprozessen Einbringen von Expertise außerhalb der festgelegten Einsatzbereich Seite 3

4 Wofür wird Enterprise 2.0 eingesetzt? Successful companies already use Web 2.0 for business applications such as communicating with customers and suppliers. Soon they may use it to drive innovation. Seite 4 Quelle: McKinsey, 2008/2009

5 Voraussetzungen für Innovation im Unternehmen (1) Kommunikation von Wissen Strukturelle Voraussetzungen für optimale Kommunikation von Wissen schaffen Seite 5

6 Voraussetzungen für Innovation im Unternehmen (2) Dokumentation von Wissen Individuelles Wissen und Erfahrung in organisationales Wissen überführen mit unterstützenden Methoden zur Dokumentation Seite 6

7 Voraussetzungen für Innovation im Unternehmen (3) Anwenden von Wissen TUN Voraussetzungen für Wissensanwendung schaffen Wissen verteilen, in Abläufe integrieren Seite 7

8 Voraussetzungen für Innovation im Unternehmen (4) Kombination von Wissen zu neuem Wissen a)? + = b) + = Innovation Neues Wissen entdecken, organisationale und technische Bedingungen für Innovation schaffen Seite 8

9 Erfolgsfaktoren für die Umsetzung Voraussetzung: (E-)Readiness Gezielte Verankerung in Unternehmensprozesse und in den Arbeitsalltag Voraussetzung: Willingness Wahl und Integration geeigneter Informationsund Kommuni- kations- Kanäle Erfolgsfaktoren für die Umsetzung von Web 2.0- Konzepten im Unternehmen Förderung einer offenen und dialogfähigen Unternehmens- Kultur Organisatorische Richtlinien und Standards zu Zielen, Fokus, Aufbau und Struktur Seite 9 Verändert übernommen von Berlecon Research, 2007

10 Inhalt Allgemeines zu Web 2.0 in Unternehmen > Wofür kann Web 2.0 im Unternehmen eingesetzt werden? Methodik zur Einführung von Enterprise 2.0 > Wie komme ich zu meiner Problemlösung? Praxisbeispiele > Wie sehen beispielhafte Ergebnisse aus? Fokus: Wissens- und Innovationsmanagement Seite 10

11 Forschungsprojekt SCIM2.0 : Die entwickelte Methodik Einsatz geeigneter Methoden & Werkzeuge, Involvierung aller Stakeholder von Beginn an, Quick Wins, kontinuierliche Verbesserung und Change Management sind Schlüsselelemente (E)-Readiness + Willingness Das Projekt SCIM Effektives Supply Chain Information Management in Wertschöpfungsnetzwerken mittels Enterprise 2.0 (Projekt ) wurde im Rahmen des FFG-Programms COIN Aufbau gefördert vom BMVIT/BMWFJ. Seite 11

12 Enterprise 2.0 Projektablauf 1. Initialisierung > GO-Entscheidung, Kick-Off 2. Analyse (Organisation, Prozess, Technik) > Stakeholder-Analyse, Workshops, Erfolgsfaktoren-Analyse 3. Design > Design Tools & Prototypen, Priorisierung 4. Realisierung > Perpetual Beta Umsetzung 5. Evaluierung & Betrieb > Schulung, Usability & Eye-Tracking Evaluierung 6. Abschluss Jan. Mar. Apr. Jun. Dez. Seite 12

13 Analyse (1) - Workshops Zuerst wurde die Erhebung der Readiness & Willingness und die erste Einschätzung von Pains & Needs durchgeführt Stakeholder-Analyse > Im Vorfeld, Einschätzung Mitarbeiter gegenüber Projekt 27 Personen überwiegend positiv bzw. neutral (>80%) 9 Workshops zur IST-Erhebung > 9 Workshops â 2-3 Pers. > 1-2 Prozesse > max. 2 Stunden Seite 13

14 Analyse (2) Erfolgsfaktoren Vertiefend: Erfolgsfaktorenanalyse unter Einbindung aller relevanten Stakeholder > Ausgabe von Fragebögen (persönlich, ) > Prioritäts-Leistungs-Quadranten, zb Austausch und Zugänglichkeit von Wissen (11) Bekanntheit von Innovationszielen und strategien (7) Ablauf der Kommunikation im Unternehmen (1c) Seite 14 Basis: KnowMetrix [Lehner et al. 2009]

15 Analyse (3) Erfolgsfaktoren Quadrant I Improve > (niedrige Performance, hohe Priorität) = Handlungsbedarfe aus Sicht der Stakeholder auf: I. Wissensmanagement II. Kommunikation intern und extern III. Innovationsmanagement IV. Teilen von real-time ERP und Warehouse Management System Daten mit Kunden und Lieferanten. Ziel: Nicht nur klassische Produkt- und Prozessinnovation, sondern auch vorbereitende und unterstützende Maßnahmen Die Meinung der Mitarbeiter wurde transparent gemacht! Seite 15

16 Design Anforderungen aus Analyse zu Tools aggregieren Priorisierung der Tools > 2 Prototypen ( Perpetual Beta ) Design der Tools > zb IdeaBoard Umsetzung als Blog Seite 16

17 Realisierung (1) - Prototyping Evolutionäres Prototyping > Perpetual Beta > 1. lauffähiger Prototyp Anfang Juni > Weiterentwicklungen bis Oktober über Feedback-Blog (53 Beiträge) > Finalisierung und Dokumentation (Okt. Dez.) > Abnahme im Dez. Schulungen der Beta-User > Anfang Juni, ca. 50 Beta-User 26 Pers. in 5 Schulungen von FH Rest durch Kunde selbst Seite 17

18 Realisierung (2) Evaluierung Vor der Schulung Nach der Schulung Neben einem Feedback Blog und einer heuristischen Usability Evaluierung, wurde auch Eye-Tracking zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Plattform herangezogen. Das war nicht nur wertvoll für die Verbesserung der Plattform an sich, sondern bewährte sich auch im Sinne des Projektmarketings! Seite 18

19 Inhalt Allgemeines zu Web 2.0 in Unternehmen > Wofür kann Web 2.0 im Unternehmen eingesetzt werden? Methodik zur Einführung von Enterprise 2.0 > Wie komme ich zu meiner Problemlösung? Praxisbeispiele > Wie sehen beispielhafte Ergebnisse aus? Fokus: Wissens- und Innovationsmanagement Seite 19

20 Konzept: Innovationsnetzwerk Personenprofile erstellen, diskutieren, bewerten Ideenprofile Kontakt bilden erstellen Beschreibung Pinnwand Kompetenzen Themenbezogene Netzwerke Dokumente Diskussion Interessen Fans pers. Inhalte Bewertung Newsfeed Clustern von Ideen KollegInnen Ideengruppen persönliches Netzwerk Moderator Mitglieder News, Inhalte Diskussion Markt, Technologiemonitoring moderiert durch Themenverantwortliche, Technologiescouts Prozess starten Ideen/ Projektsteckbrief Beschreibung Konkretisierung Auswahl Umsetzung Seite 20

21 Design: Innovationsnetzwerk Personenprofile erstellen, diskutieren, bewerten Ideenprofile My Site: Kontakt Profil Pinnwand Kompetenzen Interessen pers. Inhalte Newsfeed bilden Themenbezogene Netzwerke Team Site + Blog + Tagging erstellen Blog + Rating Beschreibung + Tagging Dokumente Diskussion Fans Bewertung Clustern von Ideen KollegInnen Ideengruppen My Site: Colleagues Blog: Kategorien persönliches Netzwerk Moderator Mitglieder News, Inhalte Diskussion Markt, Technologiemonitoring moderiert durch Themenverantwortliche, Technologiescouts Prozess starten Ideen/ Projektsteckbrief Workflow Beschreibung Konkretisierung Auswahl Umsetzung Seite 21

22 Realisierung: Innovationsnetzwerk: Personenprofil Über die My Site wurden Personenprofile umgesetzt Möglichkeit zum Hinzufügen von KollegInnen vorhanden Zusätzliche Felder (Tags) zur Erfassung relevanter Kompetenzen, Interessen, etc. Personenprofile KollegInnen Seite 22

23 Realisierung: Innovationsnetzwerk: Themennetzwerke Über Team Site und Blog wurden themenbezogene Netzwerke realisiert Möglichkeit einem Netzwerk beizutreten ( Join Group ) > Gruppen: Visitor (nur Lesen), Member (Beiträge schreiben), Owner ( Gründer, alle Rechte) Themenbezogene Netzwerke Seite 23

24 Realisierung: Innovationsnetzwerk: Ideenprofil Ein adaptierer Blog wurde als sogenanntes IdeaBoard umgesetzt Dient als Impulsgeber für die Neuproduktentwicklung und Produktverbesserung Ideen können hier erfasst, bewertet, diskutiert und kategorisiert werden Ideenprofile Ideengruppen Seite 24

25 Realisierung: Innovationsnetzwerk: Ideen-/Projektsteckbrief Ideen mit identifiziertem Umsetzungspotential durchlaufen einen Workflow > Basis = eine/mehrere Idee(n) Unterschiedliche Personen (Marktsicht, Technik, Fertigung) benötigt > Prozess-Schritte, die Aufgaben an zuständige Person(en) verteilen Ideen/ Projektsteckbrief Seite 25

26 Weitere Beispiele (1) - Wissensmanagement Um die Wissensmanagement-Aktivitäten zu fördern wurden Enterprise Wikis, Dokumenten Bibliotheken und die Enterprise Search umgesetzt. zb: Markt Factbook und Systemdokumentation als Enterprise Wiki Seite 26

27 Weitere Beispiele (2) - Wissensmanagement Knowledge Networking: Gezielte Personensuche nach besuchten Schulen, Kompetenzen (Tags), usw. über Enterprise Search Kompetenzmatrix und Wissenslandkarte Identifikation von Lücken Seite 27

28 Weitere Beispiele (3) Blogs zur interaktiven top-down Information (CEO Blog), abteilungsübergreifenden (F&E Blogs) und projektspezifischen Kommunikation (z.b. Feedback Blog zum Enterprise 2.0 Projekt) Projektkommunikation: Erstellung und Diskussion während Konzeptphase in einem Enterprise Wiki Austausch mit Kunden / Lieferanten ( Open Innovation ) und vieles mehr (E)-Readiness + Willingness Seite 28

29 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Nedbal Dietmar, Mag. Wissenschaftlicher Mitarbeiter +43 (0)

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