Die Europäische Wasserwirtschaft und ihre Auswirkungen auf Österreich

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1 Die Europäische Wasserwirtschaft und ihre Auswirkungen auf Österreich Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang STALZER BMLFUW - Sektionsleiter Sektion VII (Wasser)

2 Die Europäische Wasserwirtschaft und ihre Auswirkungen auf Österreich Europäische Wasserwirtschaft? Vom Wiener Kongress zur EU-Wasserrahmenrichtlinie? Internat. Binnenschifffahrt - Grenzsicherung - Hochwasserschutz? Hochwasserwarnung u. Alarmregelungen - Bilaterale Wasserwirtschaft? Trinkwasserschutz - integraler Gewässerschutz? Binnenseen - Fließgewässer - Binnenmeere W. Stalzer / BMLFUW Europ. WaWi 2 /

3 EU - Wasserpolitik 1976 bis 2000 Erste Regelungen - nutzungsorientiert: 1976 Badegwässer RL 1980 Trinkwasser RL Reduktion der Verschmutzung a.d. Quelle 1991 Kommunale Abwasser RL 1991 Nitrat RL 1998 Neue Trinkwasser RL Zusammenführung - Gesamtentwicklung 2000 Wasserrahmen RL W. Stalzer / BMLFUW Europ. WaWi 3 /

4 EU - Wasserrahmenrichtlinie Motiv Zweck * Umfassender Schutz d. Europ. Gewässer * Nachhaltige Bewirtschaftung Ziele * Guter Zustand bis 2015 (2027) * Vermeidung einer Verschlechterung * Emissionsreduktion prioritärer Stoffe * Phasing out prioritär gefährl. Stoffe * systematische Reduktion d. Grundwasserverschmutzung * Förderung der nachhaltigen Nutzung W. Stalzer / BMLFUW Europ. WaWi 4 /

5 EU - Wasserrahmenrichtlinie? Operative Umsetzung - Eckpunkte Flussgebiet Internationales Flussgebiet Zuständige Behörde Kombinierter Ansatz Emissionsstandards BAT - St.d.T. Kommunale RL, IPPC Qualitätsstandards Auswirkungen BEP Ökonomische Analyse - Kostendeckung Öffentlichkeitsbeteiligung W. Stalzer / BMLFUW Europ. WaWi 5 /

6 EU - Wasserrahmenrichtlinie Flussgebietsbewirtschaftungsplan NGP Festlegung der Qualitätsziele - SOLL 2004 Bestandsanalyse, ökonom. Analyse inkl. Risikoanalyse - IST Öffentlichkeitsbeteiligung - Arbeitsprogramm 2006 Inbetriebnahme der Überwachung Überblicksüberwachung - operative Überwachung - IST Öffentlichkeitsbeteiligung Planungsraum u. WaWi.probleme 2008 Abweichungsanalyse IST - SOLL Öffentlichkeitsbeteiligung NGP 2009 Maßnahmenprogramme - generell 2012 Umsetzung Maßnahmenprogramme 2015 Guter Zustand W. Stalzer / BMLFUW Europ. WaWi 6 /

7 Internationale Flussgebietsbewirtschaftung Koordination - Abstimmung - Behörde Umsetzung über modularen Ansatz - Bausteinsystem INTERNATIONER DACHTEIL A Gemeinsam erstellter übergeordneter Gesamtplan unter Zusammenarbeit aller Anrainerstaaten; z.b. DONAU M 1 : 2 Mio. REGIONALE TEILPLÄNE B Teileinzugsgebiete bzw. nationale Einzugsgebietsanteile, Grundkarte z.b. M 1 : BILATERALE ABSTIMMUNG Gewässerkommissionen z.b. A-H, A-SLO etc. W. Stalzer / BMLFUW Europ. WaWi 7 /

8 Auswirkungen auf Österreich Internat. Flussgebiete: Internat. Behörde : Umsetzungsebenen: EU IKSD Rhein Donau, Rhein, Elbe IKSD; IKSE Rheinwasserdirektoren Wasserdirektoren EK - Arbeitsgruppen CIS; Leitdokumente RBM Expertgroup Arbeitsgruppe Rhein, IKSR Teileinzugsgebiet Bodensee + Alpenrhein Arbeitsgruppe B + A; IGKB W. Stalzer / BMLFUW Europ. WaWi 8 /

9 Einzugsgebiet Elbe Einzugsgebiet Rhein W. Stalzer /

10 Flussgebietsplanung - nationale Aufgabenteilung 8 Planungsräume: Föderale Aufgabenteilung NGP BUND LÄNDER Bestandsanalyse Entwurf Prüfung Bericht EK Monitoring Überblicksnetz Ermittlungs- Operatives Netz überwachung Abweichungsanalyse Entwurf Prüfung Bericht EK Maßnahmenprogramme Programmvorschlag Programmumsetzung Datenmanagement WISA Landeswasserdatenbank W. Stalzer / BMLFUW Europ. WaWi 10 /

11 CHANCEN und HERAUSFORDERUNGEN Europaweiter Gleichklang im Gewässerschutz Qualitätskriterien, Monitoring, Maßnahmen (BAT u. BEP) ökonomische Aspekte, Transparenz und Bürgerbeteiligung EU-WRRL als Wirtschaftsfaktor Kostendeckung und -transparenz Struktur- und Wettbewerbsstärkung Österreich im erweiterten Donauraum Österreichs Gewässerschutz - Standortbestimmung Österreich als Know how - Träger Österreich als Technologieexporteur W. Stalzer / BMLFUW Europ. WaWi 11 /

12 INVESTITIONSBEDARF Erweiterungsländer (Mio. Euro) Land Kommunale Trinkwasser Nitrat RL Gefährl. Abwasser RL RL Stoffe RL Cyprus 604 Czech.Rep. 2,800 (>800) Estonia Hungary 3, Latvia Lithuania Malta Poland 6,900 1, Slovakia Slovenia 718 (235) Total 16,992 2,826 Kostenschätzung DG Environment 06/2003 (P. Murphy) W. Stalzer / BMLFUW Europ. WaWi 12 /

13 NUTZEN der Gemeinschaftsregelungen bei voller Umsetzung durch d. Erweiterungsländer Jährl. Nutzen bei Gesamtnutzen voller Umsetzung bis 2020 (Mio. Euro) (Mio. Euro) Land nieder hoch nieder hoch Cyprus Czech.Rep Estonia Hungary Latvia Lithunia Malta Poland Slovakia Slovenia Gesamt Schätzung der DG Environment 06/2003 (P. Murphy) W. Stalzer / BMLFUW Europ. WaWi 13 /

14 EU - Förderungen Förderung 2000 bis 2006 Förderprogramme für die Erweiterungsländer Phare Sapard ISPA Gesamt Quelle: P. Murphy, DG Environment 06/2003 W. Stalzer / BMLFUW Europ. WaWi 14 /

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