nach 26a KWG in Verbindung mit SolvV

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1 Offenlegungsbericht zum 31. Dezember 2009 nach 26a KWG in Verbindung mit SolvV

2 - 2 - Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis 3 1 Einleitung 4 2 Risikomanagement ( 322 SolvV) 4 3 Anwendungsbereich ( 323 SolvV) 4 4 Eigenmittelstruktur ( 324 SolvV) 5 5 Angemessenheit der Eigenmittel ( 325 SolvV) 6 6 Adressenausfallrisiko allgemein ( 327 SolvV) Gesamtbetrag der Forderungen nach kreditrisikotragenden Instrumenten Geografische Hauptgebiete nach kreditrisikotragenden Instrumenten Schuldnergruppen nach kreditrisikotragenden Instrumenten Vertragliche Restlaufzeiten nach kreditrisikotragenden Instrumenten In Verzug geratene und notleidende Kredite je Schuldnergruppe In Verzug geratene und notleidende Kredite je geografischem Hauptgebiet Entwicklung der Risikovorsorge 9 7 Adressenausfallrisiko KSA ( 328 SolvV) 10 8 Adressenausfallrisiko Beteiligungen ( 332 SolvV) 12 9 Adressenausfallrisiko Verbriefungen ( 334 SolvV) Kreditrisikominderungstechniken ( 336 SolvV) Marktrisiko ( 330 SolvV) Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch ( 333 SolvV) Operationelles Risiko ( 331 SolvV) Derivative Adressenausfallrisikopositionen und Aufrechnungspositionen ( 326 SolvV) 16

3 - 3 - Abkürzungsverzeichnis BaFin BP EWB HGB KSA KWG PWB SolvV Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Basispunkte Einzelwertberichtigung Handelsgesetzbuch Kreditrisiko-Standardansatz Gesetz über das Kreditwesen (Kreditwesengesetz) Pauschalwertberichtigung Solvabilitätsverordnung

4 - 4-1 Einleitung Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hat im Jahr 2004 die aufsichtsrechtlichen Regelungen zur angemessenen Eigenkapitalausstattung international tätiger Banken überarbeitet. Das Grundkonzept der neuen Eigenkapitalvereinbarung ( Basel II ) besteht aus drei sich ergänzenden Säulen mit dem Ziel, die Stabilität des nationalen und des internationalen Bankensystems besser abzusichern. Mit der dritten Säule verfolgt die Aufsicht das Ziel, die Marktdisziplin zu erhöhen, indem Marktteilnehmern Informationen über den Anwendungsumfang, das Kapital, das Risiko, den Risikoanalyseprozess und somit die Kapitaladäquanz eines Kreditinstituts zugänglich gemacht werden. Die dritte Säule ergänzt die Mindesteigenkapitalanforderungen (erste Säule) und das Überprüfungsverfahren der Bankenaufsicht (zweite Säule). In Deutschland wurden die erweiterten Offenlegungsanforderungen der dritten Säule zum 1. Januar 2007 mit dem neuen 26a KWG und der Einführung der Solvabilitätsverordnung (SolvV) in nationales Recht umgesetzt. Teile der gemäß SolvV offenzulegenden qualitativen Angaben veröffentlicht die Sparkasse Fulda im Lagebericht nach 289 HGB. An verschiedenen Stellen des Offenlegungsberichts verweist sie deshalb auf den Lagebericht. Den Jahresabschluss der Sparkasse, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, sowie den Lagebericht hinterlegt die Sparkasse im elektronischen Bundesanzeiger (www.ebundesanzeiger.de) und auf ihrer Website (www.sparkasse-fulda.de). 2 Risikomanagement ( 322 SolvV) Die Informationen zum Risikomanagement der Sparkasse sind im Lagebericht nach 289 HGB unter Gliederungspunkt Risikoberichterstattung offengelegt. 3 Anwendungsbereich ( 323 SolvV) Die Offenlegung gem. SolvV erfolgt auf Einzelinstitutsebene.

5 - 5-4 Eigenmittelstruktur ( 324 SolvV) Qualitative Angaben Das modifizierte verfügbare Eigenkapital der Sparkasse, bestehend aus Kern- und Ergänzungskapital, betrug per 31. Dezember ,3 Mio EUR. Das Kernkapital besteht zum einen aus der Sicherheitsrücklage. Sie lag zum Berichtsstichtag bei 137,2 Mio EUR. Zum anderen zählt der Sonderposten für allgemeine Bankrisiken nach 340g HGB in Höhe von 30 Mio EUR zum Kernkapital. Das Ergänzungskapital beläuft sich auf 117,3 Mio EUR. Die Sparkasse benötigt keine Drittrangmittel, um Marktpreisrisiken zu unterlegen. Quantitative Angaben Stichtag (Mio EUR) Gesamtbetrag Kernkapital nach 10 Abs. 2a KWG 167,0 - darunter offene Rücklagen 137,2 - darunter Bilanzgewinn, Zwischengewinn - - darunter Sonderposten für allgemeine Bankrisiken nach 340 g HGB 30,0 - abzgl. immaterielle Wirtschaftsgüter - 0,2 Gesamtbetrag Ergänzungskapital nach 10 Abs. 2b KWG nach Abzug der Abzugspositionen gemäß 10 Abs. 2b Satz 2 KWG und Drittrangmittel nach 10 Abs. 2c KWG Gesamtbetrag des modifizierten verfügbaren Eigenkapitals nach 10 Abs. 1d Satz 1 KWG und der anrechenbaren Drittrangmittel nach 10 Abs. 2c KWG 117,3 284,3 Die oben dargestellten Eigenmittel hat die Sparkasse nach aufsichtsrechtlichen Meldevorschriften ermittelt. Deshalb kann es zu Differenzen im Vergleich zur Darstellung des HGB-Jahresabschlusses kommen.

6 - 6-5 Angemessenheit der Eigenmittel ( 325 SolvV) Qualitative Angaben Die Angaben zur Angemessenheit der Eigenmittel finden sich im Lagebericht nach 289 HGB unter den Gliederungspunkten Vermögenslage sowie Risikomanagement und Risikocontrolling wieder. Quantitative Angaben a) Kapitalanforderungen Eigenkapitalanforderung Kreditrisiken Mio EUR gemäß Kreditrisiko-Standardansatz - Zentralregierungen - - Regionalregierungen und örtliche Gebietskörperschaften 0,0 - Sonstige öffentliche Stellen 0,2 - Multilaterale Entwicklungsbanken - - Internationale Organisationen - - Institute 3,1 - von Kreditinstituten emittierte gedeckte Schuldverschreibungen 1,9 - Unternehmen 57,3 - Mengengeschäft 32,8 - durch Immobilien besicherte Positionen 14,0 - Investmentanteile 4,3 - Sonstige Positionen 3,9 - Überfällige Positionen 2,3 Verbriefungen gemäß Standardsatz - Risiken aus Beteiligungswerten gemäß Standardsatz 3,6 Marktrisiken des Handelsbuchs gemäß Standardansatz 0,7 Operationelle Risiken gemäß Basisindikatoransatz 12,9 Summe 137,0 b) Kapitalquoten Gesamtkapitalquote in % Kernkapitalquote in % Einzelinstitut 16,60 9,76

7 - 7-6 Adressenausfallrisiko Allgemein ( 327 SolvV) Die nachfolgenden Übersichten enthalten den Gesamtbetrag der Forderungen aufgeschlüsselt zum Offenlegungsstichtag. Bei der Ermittlung hat die Sparkasse sämtliche Adressenrisikoausfallpositionen nach 9 SolvV (u. a. auch Sachanlagen) ohne Beteiligungen und Verbriefungen berücksichtigt. Die bilanziellen und außerbilanziellen Geschäfte hat die Sparkasse jeweils mit ihren Buchwerten ausgewiesen, die derivativen Instrumente mit ihren Kreditäquivalenzbeträgen. 6.1 Gesamtbetrag der Forderungen nach kreditrisikotragenden Instrumenten Die Beträge am Offenlegungsstichtag wichen nicht wesentlich von den Durchschnittsbeständen ab. Deshalb kann die Sparkasse in diesem Bericht darauf verzichten, Durchschnittsbeträge darzustellen. Kredite, Zusagen und andere nicht derivative außerbilanzielle Aktiva Wertpapiere Derivative Finanzinstrumente Mio EUR Mio EUR Mio EUR Bruttokreditvolumen 2.907, ,8 1,5 6.2 Geografische Hauptgebiete nach kreditrisikotragenden Instrumenten Kredite, Zusagen und andere nicht derivative außerbilanzielle Aktiva Wertpapiere Derivative Finanzinstrumente Mio EUR Mio EUR Mio EUR Deutschland 2.888,3 956,3 1,5 EWR (ohne Deutschland) 17,3 112,3 - Sonstige (ohne Deutschland und EWR) 1,7 8,2 - Summe 2.907, ,8 1,5

8 Schuldnergruppen nach kreditrisikotragenden Instrumenten Kredite, Zusagen und andere nicht derivative außerbilanzielle Aktiva Wertpapiere Derivative Finanzinstrumente Mio EUR Mio EUR Mio EUR Banken Inland 464,7 520,1 1,4 Privatpersonen Inland 1.315,8 - - Unternehmen Inland 1.003,2 173,3 0,1 Öffentliche Haushalte Inland 57,6 262,8 - Banken Ausland Privatpersonen Ausland 2,7 - - Unternehmen Ausland 16,4 58,8 - Öffentliche Haushalte Ausland - 61,8 - Sonstige 46,9 - - Summe 2.907, ,8 1,5 6.4 Vertragliche Restlaufzeiten nach kreditrisikotragenden Instrumenten Kredite, Zusagen und andere nicht derivative außerbilanzielle Aktiva Wertpapiere Derivative Finanzinstrumente Mio EUR Mio EUR Mio EUR < 1 Jahr 888,0 180,7 0,1 1 Jahr 5 Jahre 474,2 613,6 - > 5 Jahre bis unbefristet 1.545,1 282,5 1,4 Summe 2.907, ,8 1,5 6.5 In Verzug geratene und notleidende Kredite je Schuldnergruppe Die Sparkasse klassifiziert eine Forderung ab dem ersten Tag einer Limitüberschreitung als in Verzug. Notleidend wird eine Forderung, wenn der zugrunde liegende Zahlungsanspruch mehr als 90 aufeinander folgende Kalendertage mit einem Betrag von 100 Euro oder mehr überfällig ist ( 25 Abs. 16 Satz 1 SolvV).

9 - 9 - Schuldnergruppen Gesamtinanspruchnahme aus in Verzug geratenen und notleidenden Krediten (mit Wertberichtigungen) Bestand EWB Bestand PWB Bestand Rückstellungen Nettozuführung/- auflösung von EWB/PWB /Rückstellungen einschließlich Direktabschreibungen Eingänge auf abgeschriebene Foderungen Kredite in Verzug (ohne Wertberichtigungsbedarf) Mio EUR Mio EUR Mio EUR Mio EUR Mio EUR Mio EUR Mio EUR Banken Inland Privatpersonen 44,3 3, ,8 14,1 Inland Unternehmen 42,6 48,3 1,5 + 7,3 2,2 Inland Öffentliche Haushalte Inland Banken Ausland Privatpersonen ,0 Ausland Unternehmen Ausland ,0 Öffentliche Haushalte Ausland Summe 86,9 51,3 6,3 1,5 + 8,1 0,7 16,3 6.6 In Verzug geratene und notleidende Kredite je geografischem Hauptgebiet Geografische Hauptgebiete Gesamtinanspruchnahme aus in Verzug geratenen und notleidenden Krediten (mit Wertberichtigungen) Bestand EWB Bestand PWB Bestand Rückstellungen Kredite in Verzug (ohne Wertberichtigungsbedarf) Mio EUR Mio EUR Mio EUR Mio EUR Mio EUR Deutschland 86,9 51,3 16,3 EWR (ohne Deutschland) Sonstige (ohne Deutschland und EWR) Summe 86,9 51,3 6,3 1,5 16,3 6.7 Entwicklung der Risikovorsorge Die Sparkasse nutzt Steuerungsinstrumente, um Adressenausfallrisiken bei Kreditengagements frühzeitig zu erkennen, zu bewerten, zu steuern und im Jahresabschluss durch Risikovorsorge (Einzelwertberichtigungen, Rückstellungen) abzuschirmen.

10 Die handelsrechtliche Bewertung erläutert die Sparkasse im Anhang zum Jahresabschluss vom 31. Dezember 2009 sowie im Lagebericht unter dem Gliederungspunkt Vermögenslage. Die Sparkasse prüft ihre Kreditverhältnisse regelmäßig daraufhin, ob Risikovorsorgebedarf besteht. Soweit Informationen vorliegen, die eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse anzeigen, erfolgt eine außerordentliche Überprüfung. Die Höhe der im Einzelfall zu bildenden Risikovorsorge orientiert sich zum einen an der Wahrscheinlichkeit, mit der der Kreditkunde seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann; Basis hierfür sind die Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse und das Zahlungsverhalten des Kunden. Zum anderen bewertet die Sparkasse die Sicherheiten mit ihrem wahrscheinlichen Realisationswert, um einschätzen zu können, welche Zahlungen nach Eintritt von Leistungsstörungen noch zu erwarten sind. Über Wertberichtigungen, Rückstellungen und Direktabschreibungen wird in der Sparkasse kompetenzgerecht entschieden. Arbeitsanweisungen regeln die Berechnungsweisen sowie die Genehmigungsprozesse. Darüber hinaus werden bereits wertberichtigte Engagements regelmäßig überprüft, um die Risikovorsorge gegebenenfalls anzupassen. Sofern sich die wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditkunden verbessern und die Kapitaldienstfähigkeit wieder erkennen lassen, löst die Sparkasse die Risikovorsorge auf. Gleiches gilt, wenn an einer Rückführung des Kreditverhältnisses aus vorhandenen Sicherheiten keine Zweifel bestehen. Für Erfassung, Neubildung und Auflösung der Risikovorsorge nutzt die Sparkasse ein zentrales, rechnergestütztes EDV-System. Für latente Ausfallrisiken bildet die Sparkasse Pauschalwertberichtigungen. Darüber hinaus bestehen Vorsorgereserven für allgemeine Bankrisiken nach 340f HGB und der Sonderposten für allgemeine Bankrisiken nach 340g HGB. Anfangsbestand der Periode Neubildung Auflösung Verbrauch wechselkursbedingte und sonstige Veränderungen Endbestand der Periode Mio EUR Mio EUR Mio EUR Mio EUR Mio EUR Mio EUR EWB 55,2 17,7 11,6 10,0-51,3 PWB 5,7 0, ,3 Rückstellungen 0,9 0,9 0, ,5 7 Adressenausfallrisiko KSA ( 328 SolvV) Nachfolgende Tabelle beinhaltet die jeweilige Summe der Positionswerte, die einem festen aufsichtsrechtlichen Risikogewicht zugeordnet sind. Die Sparkasse nutzt keine Kreditminderungstechniken (vgl. S. 14).

11 Gesamtbetrag der Forderungen Risikogewicht in % Kreditrisiko-Standardansatz vor Kreditrisikominderung Mio EUR nach Kreditrisikominderung Mio EUR 0 956,7 956, ,8 236, ,8 208, ,1 500, ,6 37, ,3 546, ,5 808, ,6 13, Sonstiges 128,7 128,7 Kapitalabzug - - Nominierte Agenturen ( 328 Abs. 1 Nr. 1 SolvV) Die Sparkasse ermittelt die Eigenkapitalanforderungen im Kreditrisiko-Standardansatz für die Forderungsklassen Zentralregierungen Regionalregierungen sonstige öffentliche Stellen Institute von Kreditinstituten emittierte gedeckte Schuldverschreibungen multilaterale Entwicklungsbanken Unternehmen (soweit Forderungen aus Unternehmensanleihen) anhand der Bonitätsbeurteilungen der Ratingagenturen Standard & Poor s Rating Services und Moody s Investors Service. KSA-Forderungsklassen mit Rating ( 328 Abs. 1 Nr. 2 SolvV) Nachfolgende Übersicht enthält die von der BaFin anerkannten Ratingagenturen und die KSA- Forderungsklassen, für die die Ratingagenturen bei der Sparkasse jeweils nominiert sind.

12 Bonitätsbeurteilungsbezogene Forderungskategorie Staaten - Zentralregierungen ( 25 Abs. 2) - Regionalregierungen und örtliche Gebietskörperschaften ( 25 Abs. 3) - Öffentliche Stellen ( 25 Abs. 4) Banken - Multilaterale Entwicklungsbanken ( 25 Abs. 5), deren KSA- Risikogewicht sich nach 29 Nr. 3 bestimmt - Institute ( 25 Abs. 7) - Von Kreditinstituten emittierte gedeckte Schuldverschreibungen ( 25 Abs. 8) Unternehmen (soweit Unternehmensanleihen) - Unternehmen ( 25 Abs. 9) Ratingagentur Standard & Poors Moody s Standard & Poors Moody s Standard & Poors Moody s Bonitätsstufe S&P AAA bis AA- A+ bis A- Moody s Aaa bis Aa3 A1 bis A3 BBB+ bis BBB- Baa1 bis Baa3 BB+ bis BB- B+ bis B- ab CCC+ Ba1 bis Ba3 B1 bis B3 ab Caa1 Prozessbeschreibung Ratingübertragung ( 328 Abs. 1 Nr. 3 SolvV) Die Ermittlung der Eigenkapitalanforderungen erfolgt für diese Forderungsklassen auf Grundlage der Bonitätsbeurteilungen der nominierten Ratingagenturen (externe Ratings). Grundsätzlich wird jeder Emission ein externes Rating zugeordnet. Existiert für eine Forderung kein Emissionsrating, wird geprüft, ob das Rating anderer Emissionen des Schuldners gemäß 45 SolvV auf die Forderung übertragen werden kann. Ist dies nicht möglich, wird auf ein gegebenenfalls vorhandenes externes Rating des Schuldners abgestellt (Emittentenrating). Ansonsten werden die Forderungen im Rahmen der Eigenmittelanforderungen mit pauschalen Anrechnungssätzen berücksichtigt. Die beschriebene Verfahrensweise wird programmtechnisch unterstützt. Liegen für einen Emittenten bzw. eine Emission zwei Bonitätsbeurteilungen unterschiedlicher Ratingagenturen vor, legt die Sparkasse das zweitbeste Rating zugrunde. 8 Adressenausfallrisiko Beteiligungen ( 332 SolvV) Die hier ausgewiesenen Positionen entsprechen der Zuordnung der Forderungsklasse Beteiligungen nach der Solvabilitätsverordnung (SolvV). Aus der SolvV-Meldung zum 31. Dezem-

13 ber 2009 wird unter der Forderungsklasse Beteiligungen ein Positionswert in Höhe von 44,9 Mio EUR ausgewiesen. Darunter sind keine börsennotierten Beteiligungen. Die Beteiligungen der Sparkasse wurden aufgrund langfristiger strategischer Überlegungen eingegangen, um den Sparkassen-Finanzverbund zu stärken, zwecks Spezialisierung und Bündelung betrieblicher Aufgaben oder um eine Zusammenarbeit mit den einzelnen Institutionen in der Region zu ermöglichen (strategische Beteiligungen und Funktionsbeteiligungen). Diese Beteiligungen dienen letztlich der Erfüllung des öffentlichen Auftrags sowie der Förderung des Sparkassenwesens. Kapitalbeteiligungen hält die Sparkasse nicht. Die Beteiligungen werden nach rechnungsspezifischen Kriterien gemäß HGB bewertet. Gemäß 340e Abs. 1 HGB sind Beteiligungen nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften (d. h. 253 Abs. 1 und 3 HGB) zu bewerten - es sei denn, dass sie nicht dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen. In diesem Fall sind sie nach den für das Umlaufvermögen geltenden Vorschriften (d. h. 253 Abs. 1 und 4 HGB) zu bewerten. Der bei den Beteiligungspositionen ausgewiesene Buchwert entspricht dem Bilanzbuchwert zum Bilanzstichtag der Sparkasse, zuzüglich außerbilanzieller Adressenausfallpositionen über 2,1 Mio EUR (Zusagen, Nachhaftung, Hafteinlage). Soweit Anhaltspunkte für eine Wertminderung bei einer Beteiligung zum Bilanzstichtag vorlagen, erfolgte eine Abschreibung auf den beizulegenden Zeitwert, so dass der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Bei den anderen Beteiligungen der Sparkasse liegen zum Bilanzstichtag keine Anhaltspunkte vor, dass der beizulegende Zeitwert (fair value) unter dem ausgewiesenen Bilanzbuchwert liegt. Insofern wurde zum Bilanzstichtag auf eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes der einzelnen Beteiligungen verzichtet. Im Berichtsjahr fanden keine Verkäufe statt. Es gab daher weder realisierte Gewinne noch realisierte Verluste. Latente Neubewertungsreserven aus Beteiligungen werden nicht ermittelt. Börsenwerte für die gehaltenen Beteiligungen existieren nicht. Wertansätze für Beteiligungsinstrumente Gruppen von Beteiligungsinstrumenten Buchwert Mio EUR Beteiligungsgruppe A: Strategische Beteiligungen 44,8 - darunter börsengehandelte Positionen - darunter andere Beteiligungspositionen 44,8 Beteiligungsgruppe B: Funktionsbeteiligungen 0,1 - darunter börsengehandelte Positionen - darunter andere Beteiligungspositionen 0,1 Beteiligungsgruppe C: Kapitalbeteiligungen - - darunter börsengehandelte Positionen - darunter andere Beteiligungspositionen

14 Adressenausfallrisiko Verbriefungen ( 334 SolvV) Die Sparkasse Fulda hatte im Jahr 2009 keine Verbriefungen im Bestand. 10 Kreditrisikominderungstechniken ( 336 SolvV) Kreditrisikominderungstechniken verwendet die Sparkasse nicht. Zur Absicherung von Immobilienfinanzierungen nutzt sie Grundpfandrechte als wesentliches Instrument zur Minimierung der mit dem Kreditgeschäft verbundenen Risiken. Die privilegierten Grundpfandrechte werden im Kreditrisiko-Standardansatz (KSA) als eigenständige Forderungsklasse berücksichtigt (vgl. Tabelle auf S. 6) und daher nicht als Kreditrisikominderungstechnik nach der Solvabilitätsverordnung behandelt. Die Bewertung der Grundpfandrechte erfolgt gemäß den Anforderungen des 35 SolvV i. V. m. 20 a Abs. 4 bis 8 KWG. Bei der Ermittlung des Sicherheitenwerts legt die Sparkasse die Vorgaben der Beleihungsgrundsätze Hessen zugrunde. 11 Marktrisiko ( 330 SolvV) Qualitative Angaben (gemäß 330 Abs. 2 SolvV) Für regulatorische Zwecke verwendet die Sparkasse derzeit keine eigenen internen Risikomodelle. Zur Anwendung kommen hier die aufsichtsrechtlichen Standardverfahren. Quantitative Angaben (gemäß 330 Abs. 1 SolvV) Für die Risikoarten Zins, Aktien, Währung, Waren und Sonstige stellen sich die Eigenmittelanforderungen wie folgt dar: Marktrisiken Eigenkapitalanforderung Mio EUR Zins - Aktien - Währung 0,7 Waren - Sonstige - - Summe 0,7

15 Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch ( 333 SolvV) Um die Zinsänderungsrisiken zu identifizieren und zu steuern, nutzt die Sparkasse die integrierte Zinsbuchsteuerung. Sie basiert auf der bestehenden Cash-Flow-Struktur der bilanziellen und außerbilanziellen Geschäfte, einer Margenplanung unter Berücksichtigung der gleitenden Durchschnitte im variablen Geschäft sowie auf Annahmen zur Entwicklung der Bilanzstruktur und der Marktzinsen. Zur Ermittlung des GuV-orientierten Zinsänderungsrisikos erstellt die Sparkasse anhand der mittelfristigen Unternehmensplanung Planbilanzen für die nächsten vier Jahre. Die Real-Case- Planung beruht in ihren Eckpunkten auf der Annahme eines jährlichen Wachstums im Kundenkreditgeschäft von ca. 1,3 Prozent und eines jährlichen Wachstums im Einlagengeschäft mit Kunden incl. des Nettoabsatzes im Wertpapierkundengeschäft von ca. 3,0 Prozent. Daneben entwickelt die Sparkasse für die Geschäftsstruktur auch ein Worst-Case- und ein Best-Case- Szenario. Auf der Grundlage verschiedener, durch die Sparkasse definierter Szenarien für die Entwicklung der Zinsstrukturkurve wird anschließend die Entwicklung des Zinsergebnisses für die kommenden Jahre simuliert. Konkret liegen dabei folgende Zinsszenarien zugrunde: - konstante Zinsen - Parallelanstieg um 1 Prozent - Parallelrückgang um 1 Prozent - erwartete Zinsentwicklung ( Hauszinsmeinung ) - Risikofall (Abweichung zur erwarteten Zinsentwicklung) - Worst-Case-Extrem-Zinsszenario - Best-Case-Zinsszenario. Das von der Sparkasse erwartete Zinsszenario ( Hauszinsmeinung ) beruht im Wesentlichen auf der Annahme eines bis Mitte 2010 weitgehend unveränderten und danach deutlich ansteigenden Zinsniveaus, einhergehend mit einer Verflachung der Zinsstrukturkurve. Für den Risikofall wird darüber hinaus eine risikoorientierte Abweichung von der prognostizierten Zinsentwicklung simuliert. Dem Worst-Case liegt die Annahme eines stark steigenden Zinsniveaus bei einer deutlich flacheren Zinsstrukturkurve zugrunde. Für den Best-Case unterstellt die Sparkasse eine steiler verlaufende Zinsstrukturkurve bei im Vergleich zum Real-Case - geringer steigenden Zinsen. Die Simulation des Zinsergebnisses erfolgt vierteljährlich differenziert in der Kombination der vorgenannten Geschäftsstruktur- und Zinsszenarien. Ergänzend zu den GuV-orientierten Simulationen ermittelt die Sparkasse das Zinsänderungsrisiko monatlich auch wertorientiert. Dabei nutzt sie einen Value-at-Risk-Ansatz im Rahmen der historischen Simulation. Ihm liegen ein Konfidenzniveau von 95 Prozent und eine Haltedauer von 63 Tagen zugrunde. Als Basis dient die Pfandbriefkurve mit den historischen Werten von 1988 bis 2007.

16 Darüber hinaus simuliert die Sparkasse entsprechend den Vorgaben der BaFin nach 25a Abs. 1 Satz 7 KWG, wie sich der Barwert des Zinsbuchs bei einer Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve über Nacht veränderte. Per 31. Dezember 2009 hatte dieser simulierte Zinsschock folgende Ergebnisse: Zinsänderungsrisiko Zinsschock gemäß BaFin-Rundschreiben 7/2007 Rückgang des ökonomischen Werts bei Ad-hoc-Zinsverschiebung um BP Mio EUR Zuwachs des ökonomischen Werts bei Ad-hoc-Zinsverschiebung um 190 BP 40,3 66,2 Anzeigepflichten nach 24 Abs. 1 Nr. 14 KWG (Auswirkung von mehr als 20 Prozent der Eigenmittel) ergaben sich im gesamten Geschäftsjahr 2009 nicht. 13 Operationelles Risiko ( 331 SolvV) Die Angaben zum operationellen Risiko finden sich im Lagebericht nach 289 HGB unter Gliederungspunkt Risikoberichterstattung/Operationelle Risiken. 14 Derivative Adressenausfallrisikopositionen und Aufrechnungspositionen ( 326 SolvV) Qualitative Angaben Die Sparkasse schließt derivative Finanzgeschäfte zu folgenden Zwecken ab: Zinsswaps zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken Devisentermingeschäfte im Kundeninteresse Credit Default Swaps dienen der Absicherung von Adressenausfallrisiken im Rahmen von Kreditpooling-Aktionen der Sparkassen-Finanzgruppe. Zur Ermittlung der Eigenmittelanforderungen im Rahmen der Solvabilitätsverordnung verwendet die Sparkasse die Marktbewertungsmethode. In Höhe des hierbei ermittelten Anrechnungsbetrags werden die derivativen Adressenausfallrisikopositionen in der internen Steuerung und somit auch in der Berechnung des ökonomischen Eigenkapitals berücksichtigt. Aufbauend auf den mittels Marktbewertungsmethode ermittelten Kreditäquivalenzbeträgen und den daraus resultierenden Eigenkapitalanforderungen bestimmt sich die Obergrenze für Kredite

17 an Kontrahenten. Die Sparkasse schließt Geschäfte nur mit Kontrahenten guter Bonität ab. Für jeden Kontrahenten wird für derivative Finanzprodukte eine separate Obergrenze festgelegt. Die Überwachung dieser Obergrenzen erfolgt anhand eines Limitsystems, welches neben Derivaten auch für alle anderen wesentlichen Risikokategorien eingerichtet wurde. Für die Bilanzierung und Bewertung der derivativen Finanzinstrumente gelten die allgemeinen Grundsätze des HGB. Negativen Zeitwerten bei zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken abgeschlossenen Zinsswapgeschäften stehen positive Wertveränderungen in den abgesicherten Grundgeschäften gegenüber. Bei einem Verpflichtungsüberhang bildet die Sparkasse Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gemäß 249 Abs. 1 HGB. Im Rahmen der Steuerung derivativer Adressenausfallrisikopositionen werden die Risikobeiträge von Marktpreis- und Kontrahentenrisiken additiv behandelt. Daher erfolgt keine Betrachtung von Korrelationen dieser Risiken. Aufgrund verbundweiter Sicherungssysteme bestehen bei der Sparkasse keinerlei Verträge, die die Sparkasse zur Leistung von Sicherheiten bzw. zum Nachschuss von Sicherheiten verpflichten. Quantitative Angaben Positive Wiederbeschaffungswerte vor Aufrechnung und Sicherheiten Aufrechnungsmöglichkeiten Anrechenbare Sicherheiten Positive Wiederbeschaffungswerte nach Aufrechnung und Sicherheiten Mio EUR Mio EUR Mio EUR Mio EUR Kreditderivate 1, ,6 Zinsbezogene Kontrakte 0, ,6 Währungsbezogene Kontrakte 0, ,1 Summe 2, ,3 Marktbewertungsmethode Mio EUR Kontrahentenausfallrisikoposition 1,5

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