Aufgabenstellung Fallbeispiel Prozesscontrolling

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1 Aufgabenstellung Fallbeispiel Prozesscontrolling Die Bürobedarf GmbH ist ein Unternehmen, das sich auf die Produktion und den Vertrieb von Büromaterialien spezialisiert hat. Zu ihrem Portfolio gehören unter anderem Kugelschreiber, Bundstifte, Scheren, Lineale und Taschenrechner. Im Bereich der Taschenrechnerfertigung vermutet die Bürobedarf GmbH Optimierungspotentiale, die anhand einer Wertstromanalyse aufgedeckt werden sollen. Aus diesem Grund beauftragt die Geschäftsführung Frau Meyer damit, eine Wertstromanalyse des Taschenrechnerprozesses vom Lieferanten bis zum Kunden zu erstellen. Anschließend soll sie Vorschläge zur Verbesserung der Prozesskette geben, wie z.b. Schwachstellen oder Verschwendungen reduziert bzw. eliminiert werden können. Zur Unterstützung erhält Frau Meyer ein Datenblatt auf dem die wichtigsten Fakten und eine kurze Beschreibung der einzelnen Prozessschritte zu finden sind. Des Weiteren bekommt sie ein Dokument, das spezifische Prozessinformationen für jeden Prozessschritt enthält. Anhand dieser Informationen sowie die Durchführung einer Analyse des Prozesses vor Ort, kann Frau Meyer den Wertstrom erstellen. Jedoch hat sie wichtige Details, die in den Dokumenten zu finden sind, nicht oder nur unvollständig in den Wertstrom (Ist-Zustand) eingezeichnet. Deswegen bittet Frau Meyer Sie, den Wertstrom zu komplettieren und sie dahingehend zu unterstützen, Verschwendungen und Schwachstellen aufzudecken und Verbesserungsvorschläge auszuarbeiten. Datenblatt / Prozessbeschreibung der Taschenrechnerproduktion der Bürobedarf GmbH Kundenbedarf an Taschenrechnern: Stück/Monat Stück/Tag Arbeitszeiten der Bürobedarf AG: 21 Arbeitstage im Monat, 1 Schicht pro Tag für die Taschenrechnerfertigung, Reine Arbeitszeit pro Schicht 7 Stunden (420 Minuten bzw Sekunden) Beschaffungs-/ Anlieferplanung (Produktionsplanungssystem) Kunde an Bürobedarf GmbH: Bürobedarf GmbH bekommt für 90 Tage im Voraus einen Abrufplan, welcher die Menge an Taschenrechnern abbildet, die der Kunde voraussichtlich benötigt. Einmal wöchentlich erhält die GmbH für die Folgewoche einen genauen Ab- 1

2 rufplan. Einmal täglich wird die produzierte Ware per LKW an den Kunden geliefert. Bürobedarf AG an Rohstofflieferant: Lieferant bekommt für 90 Tage im Voraus einen Abrufplan, welches Material in welcher Menge voraussichtlich benötigt wird. Einmal wöchentlich erhält der Lieferant einen genauen Abrufplan für die Folgewoche. Einmal wöchentlich liefert der Lieferant die bestellten Materialien an. Produktionsplanung über das Produktionsplanungssystem der GmbH Die Bürobedarf GmbH erstellt für die Prozessschritte Auslagern, Montage und Verpacken eine wöchentliche Planung (Mitarbeitereinsatz, Produktionsmengen-planung usw.). Bei dem Schritt Versand geschieht eine tägliche Planung, die sich nach den Abrufen des Kunden richtet. Prozessschritte der Taschenrechnerproduktion Auslagern: Mitarbeiter aus dem Lager lagert auf Zuruf neues Material aus und stellt dieses im Pufferlager der Montage bereit (keine getaktete Versorgung). Materialien werden in Kleinladungsträgern gelagert / bereitgestellt. Materialnachschubsteuerung geschieht auf Sicht, Mitarbeiter aus der Montage kontrolliert visuell den Bestand und bestellt unregelmäßig / ungetaktet im Lager. Montage: Entnahme der Materialien aus Pufferlager Nachfüllung der Materialien am Arbeitsplatz. Entnahme aller Materialien in einer bestimmten Reihenfolge, nach Stückliste für die Fertigung. Zusammensetzung der verschiedenen Materialien nach Vorgabe. Ablage der Rechner in vorgesehenen Transportbehälter. Verpacken: Entnahme jedes Rechners aus Transportbehälter o mit Schutzfolie überziehen, o in Pappschachtel verpacken, 2

3 o zu je 10 Stück in Karton verpacken. Versand: Auftragsmenge je bestellter Menge zusammenfassen. Karton mit Kundenadresse (Aufkleber) und Lieferpapieren versehen. Kundenauftrag zur Abholung / Versand bereitstellen. Prozessinformationen Prozess Zusatzinformationen Auslagern: Mitarbeiter lagert Material aus und bringt Bearbeitungszeit (BZ): 25 Sek. das neue Material in unregelmäßigen Zykluszeit (ZZ): 25 Sek. Abständen in den Montage-Puffer (Pufferbestand 1 Mitarbeiter vor der Linie). Montage: Mitarbeiter entnehmen Material bei Bedarf Bearbeitungszeit (BZ): 20 Sek. aus Pufferlager der Montage. Zykluszeit (ZZ): 10 Sek. 2 Mitarbeiter Verpacken: Mitarbeiter entnimmt fertige Rechner Bearbeitungszeit (BZ): 15 Sek. zum Verpacken aus dem Montagelager, Zykluszeit (ZZ): 15 Sek. indem die Fertigwaren zwischengelagert 1 Mitarbeiter werden. Versand: Mitarbeiter entnehmen die verpackten Bearbeitungszeit (BZ): 15 Sek. Rechner aus dem Fertigwarenlager und Zykluszeit (ZZ): 15 Sek. fassen sie zum Kundenauftrag zusammen. 1 Mitarbeiter Der Transport zwischen den Prozessschritten geschieht mit einer Handameise 3

4 Aufgabe 1: Vervollständigen Sie den nachfolgenden Wertstrom mit den fehlenden Wertstromsymbolen und Informationen. Die einzutragenden Informationen finden Sie im Datenblatt sowie in der Prozessbeschreibung. Gehen Sie dabei nach den unten aufgeführten Schritten des Wertstroms vor. 4

5 5

6 Aufgabe 2: Welche Schwachstellen bzw. Verschwendungen können Sie anhand des Wertstroms erkennen? Bitte zeichnen Sie an den Stellen die Kaizen-Blitze in den Wertstrom ein, an denen Sie Verschwendungen oder Schwachstellen erkennen können und schreiben mögliche Verbesserungsmöglichkeiten in den definierten Bereich. 6

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