RUNDSCHREIBEN 3/ 2014

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1 An die Personalstellen der Mitglieder der ZVK und deren Verrechnungsstellen Inhalt Dresden, im Juli Auswirkungen des Rentenpakets 2014 auf die Zusatzversorgung 2. Versand der Versicherungsnachweise für das Jahr Tarifeinigung zum TVöD vom 01. April Neue Antragsformulare bei der ZVK Sehr geehrte Damen und Herren, Das Schreiben finden Sie auch im Internet: Rundschreiben mit unserem Rundschreiben 3/2014 erhalten Sie aktuelle Informationen zu den vorgenannten Themen. 1. Auswirkungen des Rentenpakets 2014 auf die Zusatzversorgung Am 01. Juli 2014 ist das neue Rentenpaket für die gesetzliche Rentenversicherung bestehend aus der Rente mit 63, einer Erweiterung der Zurechnungszeit bei der Erwerbsminderungsrente, einer verbesserten Mütterrente und einem höheren Reha-Budget in Kraft getreten. Folgende Auswirkungen ergeben sich dadurch für die Zusatzversorgung: 1.1 Rente mit 63 Wer mindestens 45 Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung nachweisen kann und nach dem 01. Juli 2014 in Rente geht, kann grundsätzlich die abschlagsfreie Altersrente mit 63 Jahren in Anspruch Dienstgebäude: Internet/ Bankverbindung: Marschnerstraße 37 Landesbank Baden-Württemberg Dresden BIC SOLADEST600 Telefon: Kein Zugang für elektronisch signierte sowie Zusatzrente: IBAN DE Telefax: für verschlüsselte elektronische Dokumente ZusatzrentePlus: IBAN DE Sie erreichen uns mit der Straßenbahnlinie 13, Haltestelle Dürerstraße

2 nehmen. Dabei werden Erziehungszeiten ebenso angerechnet wie Zeiten des Bezugs von sog. Entgeltersatzleistungen (Arbeitslosengeld I). Ohne Abschläge können allerdings nur die Geburtsjahrgänge 1951 und 1952 in Rente gehen. Für spätere Geburtsjahrgänge von 1953 bis einschließlich 1964 ist die Rente ab 63 zwar möglich, jedoch nur mit Abschlägen. Hier erfolgt eine stufenweise Anpassung an die abschlagsfreie Altersrente mit 65 Jahren. Wenn die gesetzliche Rentenversicherung eine Rente mit 63 (ggf. mit Abschlägen) gewährt, wird bei Erfüllung der sonstigen Voraussetzungen auch von der ZVK eine Rente gezahlt. Für die Zusatzrente gelten die gleichen Abschläge wie für die gesetzliche Rentenversicherung, maximal jedoch 10,8 %. 1.2 Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann und eine Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezieht, wird aktuell so gestellt, als hätte er bis zum vollendeten 60. Lebensjahr Beiträge gezahlt. Diese so genannte Zurechnungszeit wird zukünftig um zwei Jahre vom 60. auf das 62. Lebensjahr verlängert. Die Behandlung von Zurechnungszeiten in der Zusatzversorgung ist im Altersvorsorge - Tarifvertrag Kommunal (ATV-K) geregelt. Für aktiv Versicherte findet derzeit eine Anrechnung von Zurechnungszeiten bis zum vollendeten 60. Lebensjahr statt. Die Neuregelung der Zurechnungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung hat daher keine unmittelbare Auswirkung auf die Zusatzversorgung. Falls die Tarifvertragsparteien die Neuregelung der Zurechnungszeit im Tarifvertrag umsetzen, wird auch die ZVK eine Zurechnungszeit bis zum 62. Lebensjahr berücksichtigen. 1.3 Mütterrente Mit der neuen Regelung zur Mütterrente wird die Anrechnung von Kindererziehungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung für vor dem Jahr 1992 geborene Kinder ausgeweitet. Statt bislang zwölf Monate werden zukünftig 24 Monate an Kindererziehungszeiten pro Kind berücksichtigt. Für Berechtigte in den neuen Bundesländern erhöht sich dadurch ab Juli 2014 die Rente monatlich um ca. 26 Euro. In der Zusatzversorgung bestehen für Mutterschutz- und Kindererziehungszeiten eigene Regelungen. Während des Mutterschutzes wird das bisherige Durchschnittsentgelt für die spätere Zusatzrente zugrunde gelegt, während der Elternzeit werden fiktiv 500 Euro pro Monat und Kind berücksichtigt. Die Zuschläge aufgrund der Mütterrente in der gesetzlichen Rentenversicherung haben daher keine Auswirkungen auf die Zusatzversorgung. Seite 2

3 Falls Sie Fragen zum Rentenpaket und dessen Auswirkungen haben, informieren wir Sie auch gern bei Ihnen vor Ort. Setzen Sie sich einfach unter oder -464 mit uns in Verbindung. 2. Versand der Versicherungsnachweise für das Jahr 2013 Ihre Beschäftigten erhalten im August dieses Jahres wieder ihren jährlichen Versicherungsnachweis (Versorgungskonto) zugesandt. Der Versicherungsnachweis enthält alle vom Arbeitgeber bis zum 24. März 2014 gemeldeten zusatzversorgungspflichtigen Entgelte sowie die vom Versicherten bzw. Arbeitgeber im Rahmen der ZusatzrentePlus geleisteten Beiträge. Korrekturmeldungen für Vorjahre werden ebenfalls berücksichtigt. Des Weiteren werden die insgesamt erworbenen Versorgungspunkte sowie die Höhe der zu erwartenden Betriebsrente wegen Alters zum 31. Dezember 2013 ausgewiesen. Zulagen, die im laufenden Jahr für Vorjahre gutgeschrieben werden, sind in der nächsten Mitteilung über den Stand des Versorgungskontos aufgeführt. Sofern Versicherte vor dem 24. März 2013 die rückwirkende Berücksichtigung von Mutterschutzzeiten beantragt haben, sind die zusätzlichen Versorgungspunkte und Wartezeitmonate ebenfalls ausgewiesen. Bitte beachten Sie, dass die Beschäftigten innerhalb von sechs Monaten nach Zugang des Versicherungsnachweises beanstanden können, dass ihre Entgelte nicht oder nicht vollständig gemeldet wurden. Nach Ablauf dieser Frist ist keine Änderung mehr möglich. Versicherte, bei denen ein Versorgungsausgleich ab dem Jahr 2009 im Wege der internen Teilung durchgeführt wurde, erhalten anstelle des Versicherungsnachweises eine vorläufige Mitteilung über die Höhe der Rentenanwartschaft zum 31. Dezember Leider ist es aus technischen Gründen in diesen Fällen derzeit nicht möglich einen Versicherungsnachweis zu erstellen. 3. Tarifeinigung zum TVöD vom 01. April Steuern und Sozialabgaben sparen Rentenansprüche erhöhen Die tarifvertraglich vereinbarte Erhöhung der Entgelte um 3,0 % ab 01. März 2014 führt zu einem deutlichen Plus beim Bruttoentgelt der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes. Allerdings sind auf die Gehaltserhöhung auch Steuern und Sozialabgaben zu zahlen. Abhängig von der Lohnsteuerklasse und der Einkommenshöhe bleibt in vielen Fällen kaum mehr als die Hälfte der Erhöhung netto übrig. Um die Gehaltserhöhung optimal zu nutzen, kann diese bei der ZVK in eine zusätzliche Altersvorsorge als Entgeltumwandlung investiert werden! Seite 3

4 Das Prinzip ist einfach: Wird die Gehaltserhöhung umgewandelt, spart man zusätzliche Steuern und Sozialabgaben. Das Geld kommt in vollem Umfang der späteren Betriebsrente zugute. Ohne Verringerung des Netto-Entgelts kann die Betriebsrente somit deutlich erhöht werden. Auch Sie als Arbeitgeber profitieren von der Entscheidung Ihrer Beschäftigten für eine Entgeltumwandlung, da auch Sie Lohnnebenkosten sparen. Um zu errechnen, wie hoch das Rentenplus durch eine Entgeltumwandlung im Einzelfall ausfällt, steht Ihnen und Ihren Beschäftigten auf unserer Internetseite im Bereich ZVK der Renten-Förderrechner ZusatzrentePlus zur Verfügung. Für Ihre Fragen bzw. für Anforderungen von kostenlosen Modellberechnungen erreichen Sie unsere Mitarbeiter an unserem Servicetelefon Gern nehmen wir Ihre Terminwünsche für Informationsveranstaltungen direkt bei Ihnen vor Ort entgegen. 3.2 Änderung der Grenzwerte für die zusätzliche Umlage Die Erhöhung der Entgelte im öffentlichen Dienst hat auch Auswirkungen auf die Grenzwerte für die zusätzliche Umlage nach 76 ZVK-Satzung. Es ergeben sich für 2014 daher folgende Grenzwerte: vom 01. Januar 2014 bis 28. Februar 2014 monatlich 6.642,11 ab 01. März 2014 monatlich 6.841,37 - im Monat der Jahressonderzahlung 9.919,99 4. Neue Antragsformulare bei der ZVK Nachdem die Überleitungsabkommen mit der Versorgungsanstalt der deutschen Kulturorchester, der Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen, der Versorgungsanstalt der Deutschen Post und der Bahnversicherungsanstalt (Knappschaft-Bahn-See) gekündigt und mit der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See ein neues Überleitungsabkommen zur gegenseitigen Anerkennung getroffen wurde, hat sich der Antrag auf Überleitung/gegenseitige Anerkennung von Versicherungszeiten bei der ZVK geändert. Zudem wurde im Antrag auf Leistungen für Versicherte aus der ZusatzrentePlus der Punkt 6 (Hinterbliebenenschutz) vereinfacht. Seite 4

5 Bitte verwenden Sie zukünftig nur noch die neuen Anträge. Diese finden Sie im Downloadbereich der ZVK auf unserer Internetseite Für Fragen zu diesem Rundschreiben stehen wir Ihnen an unserem Servicetelefon gern zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen gez. Müller Direktor Seite 5

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