Wie sollen Fach-Leute beim Thema sexuelle Gewalt über behinderte Menschen denken? Wie sollen Fach-Leute sich bei ihrer Arbeit verhalten?

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1 Wie sollen Fach-Leute beim Thema sexuelle Gewalt über behinderte Menschen denken? Wie sollen Fach-Leute sich bei ihrer Arbeit verhalten? Fach-Leute sind Expertinnen und Experten

2 In schwerer Sprache: Die angemessene innere Haltung bei Beratung, Begleitung, Untersuchung und Vernehmung

3 Bärbel Mickler Sozial-Pädagogin Supervisorin Als Supervisorin spreche mit anderen über ihre Arbeit Geschäfts-Führerin bei ForUM e.v. Seit über 20 Jahren Interessen-Vertretung behinderter Mädchen und Frauen Viel Arbeit gegen sexuelle Gewalt

4 ForUM e.v. ForUM e.v. ist ein Verein ForUM e.v. ist zehn Jahre alt Selbst-Bestimmung für behinderte Menschen verbessern Austausch zwischen Menschen mit und ohne Behinderung verbessern Zusammen-Arbeit zwischen Menschen mit und ohne Behinderung verbessern Keine Barrieren für behinderte Menschen Barrieren sind Hindernisse.

5 Um diese Fach-Leute geht es Fach-Leute zur Vorbeugung gegen sexuelle Gewalt Fach-Leute wegen sexuellen Gewalt- Erlebnissen

6 Fach-Leute zur Vorbeugung gegen sexuelle Gewalt Vorbeugung in schwerer Sprache: Prävention Alle Fach-Leute für behinderte Menschen: Lehrerinnen und Lehrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Einrichtungen für behinderte Menschen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus ambulanten Diensten In einigen Einrichtungen die Frauen-Beauftragte In einigen Einrichtungen die Präventions-Fach-Kraft: Kümmert sich um Vorbeugung gegen Gewalt Mitarbeiterinnen aus Beratungs-Stellen gegen sexuelle Gewalt Interessen-Vertretungen Mitglieder aus dem Werkstatt-Rat Mitglieder aus dem Wohn-Beirat Interessen-Vertretungen sind Fach-Leute Oft genannt: Expertinnen und Experten in eigener Sache Bekommen Kein Geld für ihre Arbeit!

7 Fach-Leute wegen sexuellen Gewalt-Erlebnissen Mitarbeiterinnen aus Beratungs- Stellen gegen sexuelle Gewalt Frauen-Ärztinnen und Frauen-Ärzte Polizei Rechts-Anwältinnen und Rechts- Anwälte Staats-Anwältinnen und Staats- Anwälte Richterinnen und Richter

8 Wie sollen Fach-Leute über behinderte Menschen denken? Wie sollen Fach-Leute sich bei ihrer Arbeit Wie sollen Fach-Leute sich bei ihrer Arbeit verhalten?

9 Wichtiges zur Vorbeugung gegen Gewalt Mehrere Regeln und andere Sachen immer erst eine Sache zur Vorbeugung Danach: Was Fach-Leute bei behinderten Menschen besonders beachten müssen

10 Dein Körper gehört dir. Anfassen gegen deinen Willen verboten! Angenehme und unangenehme Berührungen unterscheiden Für behinderte Menschen: Auch über Assistenz selbst bestimmen dürfen! Besonders beim Waschen und Toilettengang Für Personal: Eigene Grenzen ernst nehmen Zum Beispiel: Junge Männer müssen Frauen auf das WC bringen

11 Dein Körper ist liebens-wert Viele behinderte Menschen denken schlecht über ihren Körper. Grenzen von Fach-Leuten ohne Behinderung akzeptieren!

12 Sich selbst zum Beispiel fragen: Was denke ich über behinderte Menschen? Wo sehe ich Unterschiede zwischen Menschen mit und ohne Behinderung? Warum möchte ich behinderte Menschen unterstützen? Wieviel Macht habe ich über behinderte Menschen? Kann ich mir einen behinderten Menschen als Partnerin oder Partner vorstellen? Wie wäre es für mich eine Behinderung zu haben? Wie wäre für mich ein eigenes behindertes Kind?

13 Für selbst bestimmten Sex sind Infos über Liebe, Sex und Partnerschaft nötig! Vielen behinderten Menschen fehlen Wörter für Liebe, Sex und Partnerschaft! Mit behinderten Menschen über Liebe Sex und Partnerschaft sprechen. Sich selbst zum Beispiel fragen: Was denke ich über Sex von behinderten Menschen? Was denke ich über behinderte Menschen als Eltern? Kann ich mit anderen gut über Liebe Sex und so sprechen? Welche Wörter kenne ich für alles wegen Liebe, Sex und so?

14 Es gibt gute und schlechte Geheimnisse! Gute Geheimnisse für dich behalten. Mut machen: Über schlechte Geheimnisse reden. Auch behinderte Menschen können gut und schlecht unterscheiden ;-)

15 Mit mir kannst du über sexuelle Gewalt sprechen! Nur anbieten wenn ernst gemeint! Sich selbst zum Beispiel fragen: Kann ich über sexuelle Gewalt sprechen? Wo kann ich mir Unterstützung holen?

16 Nein-Sagen ist erlaubt! Nicht nur Nein zu sexueller Gewalt! Auch Nein zu anderen Sachen Kann schwierig für Arbeit in Wohn- Gruppen werden Zum Beispiel Nein zu bestimmten Regeln Nein ernst nehmen! Nein gegen Gewalt geht nicht wenn sonst immer Ja gewünscht!

17 Alle Angebote und Einrichtungen prüfen: Wo kann es leicht Gewalt geben? Wo gibt es Gewalt?

18 Zum Beispiel prüfen: Wie viel können die behinderten Menschen selbst bestimmen? Dürfen behinderte Menschen sich Unterstützungs-Personen aussuchen? Wie werden Grenzen beachtet? Wie denken Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Liebe, Sex und so? Gibt es in Wohn-Einrichtungen Möglichkeiten für Sex? Sich selbst fragen: Möchte ich als Bewohnerin oder Beschäftigte in dieser Einrichtung sein?? Eigene schlechte Gefühle über Einrichtung ernst nehmen! Hilft behinderten Menschen! Sich für Kritik Unterstützung von Kolleginnen oder Kollegen holen!

19 Angebote für Selbst-Verteidigung und Selbst-Behauptung machen! Selbst-Verteidigung heißt: sich wehren Selbst-Behauptung heißt: Sich durchsetzen Auch für behinderte Menschen möglich! Stärken behinderter Menschen für Übungen nutzen! Mit jeder Behinderung andere Übungen möglich! Weg-rennen für blinde Frauen schlecht! Hilfs-Mittel können gut zur Selbst- Verteidigung genutzt werden!

20 Fach-Leute wegen sexuellen Gewalt- Erlebnissen Oft keine Erfahrungen mit behinderten Menschen Unterstützen Menschen mit Gewalt- Erlebnissen Was sind Hindernisse oder Barrieren? Wie können Fach-Leute wegen Gewalt behinderte Menschen gut unterstützen?

21 Ich sage: behinderte Menschen Menschen werden behindert. Verschiedene Barrieren behindern uns! Zum Beispiel Blind-Sein ist Beeinträchtigung.

22 Ich sage: behinderte Menschen Behinderte Menschen haben verschiedene Meinungen Menschen mit Behinderung zuerst Menschen Behinderte Menschen Menschen werden behindert. Mein Tipp: So machen, wie man selbst am besten findet Vielleicht mit Fett-Napf leben! Fett-Napf: Etwas tun, was einem danach peinlich ist.

23 Barrieren für Mitarbeiterinnen Sie wissen wenig über Behinderungen Fühlen sich unsicher Angst, Wörter zu sagen, die behinderte Menschen beleidigen Denken, sie müssen alles wissen Denken, sie müssen alles können immer mehr Arbeit immer weniger Mitarbeiterinnen

24 Mut zur Lücke! Es ist gut, vom Leben mit Behinderung zu wissen Es gibt Mädchen und Frauen mit Behinderung Es gibt Mädchen und Frauen ohne Behinderung Viele Sachen sind gleich! Mitarbeiterinnen sind keine Fach-Frauen für das Leben mit Behinderung! Behinderte Frauen wissen über ihre Behinderung Bescheid! Fragen zur Behinderung stellen!

25 Barrieren für Polizei, Anwälte und Gericht Genaues Erzählen für Menschen mit Lernschwierigkeiten oft schwierig Manchmal fehlen die Worte. Manchmal schwierig genaue Zeiten zu sagen. Trotzdem Bericht über Erlebnisse möglich!

26 Ausprobieren: Wie wird über andere Themen erzählt? Kann die Person zum Beispiel Bilder über ihre Erlebnisse malen? Können Figuren benutzt werden? Versuchen Bild-Sprache zu übersetzen. Beispiel: Blinde Frau mit Lernschwierigkeiten ohne Stock vor Haus-Tür: Mein Vater hat mich wie ein Hund draußen angebunden. Konnte nicht weg. Fühlte sich angebunden.

27 Wichtig für alle Fach-Leute Den Betroffenen glauben! Besonders wichtig für Rechts-Anwälte und Polizei! Ein Anwalt: Eine Vergewaltigung kann ich mir bei ihr gar nicht vorstellen. Ein Polizist: Sie konnte ja nicht mal die einfachsten Fragen richtig beantworten. Versuchen mit der behinderten Person selbst zu sprechen Möglichst Nicht mit Begleit-Person über behinderte Person sprechen! Sich Zeit nehmen!

28 Wie soll es weiter gehen? Fortbildungen zur Vorbeugung von Gewalt für Personal der Behinderten- Hilfe Fortbildungen zur Unterstützung behinderter Menschen für Fach-Leute wegen sexueller Gewalt Frauen-Beauftragte in Werkstätten brauchen Arbeits-Zeit, Geld und bezahlte Unterstützerinnen!

29 Wie soll es weiter gehen? WenDo Kurse müssen bezahlt werden! Mehr Vernetzung von Behinderten-Hilfe und Frauen-Angeboten! Mit behinderten Fach-Frauen zusammen-arbeiten! Arbeits-Plätze für behinderte Fach- Frauen schaffen! Barriere-freie Räume für Angebote nutzen! Gebärdensprach-Dolmetscherinnen organisieren lassen

30 Wie soll es weiter gehen? Informationen in leichter Sprache machen lassen Informationen für blinde Menschen machen lassen, Infos ohne Hindernisse im Internet! Angebote machen ist gut! Fehler dürfen passieren Gar nichts machen ist schlecht

31 Gute Chancen?! Behinderten-Rechts-Konvention muss beachtet werden! Behinderte Mädchen und Frauen haben Recht auf Beratung, Unterstützung, Schutz vor Gewalt Vorbeugung von Gewalt! Angebote für Mädchen und Frauen müssen auch für behinderte Mädchen und Frauen sein! Behinderten-Rechts-Konvention ist Grund für Veränderung! Es gibt viel zu tun!

32 Vielen Dank für das Zuhören! Ich hoffe: nicht zu schwer, nicht zu leicht!

33 Bärbel Mickler ForUM e.v. Wendenstraße Hamburg Telefon: Fax: Mail: Die Bilder sind aus dem Wörterbuch für Leichte Sprache Mensch zuerst Netzwerk People First Deutschland e.v. Mail:

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