Die Wohnbaugenossenschaften der Schweiz

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1 Die Wohnbaugenossenschaften der Schweiz Fokus Kanton und Stadt Zürich Peter Schmid 1

2 Inhalte 1. Auswertung Volkszählung 2. Auswertung Daten 3. Thesen 4. Diskussion Peter Schmid 2

3 Grundlage Volkszählungsdaten Spezifische Auswertungen Kanton/Bund Befragung bei rund 1400 Genossenschaften mit Rücklauf 55% (67% aller Whg.) Rücklauf Kanton Zürich repräsentiert 88% der Wohnungen (Herzlichen Dank!) Peter Schmid 3

4 12% SVW Marktanteile Kantone 10% 8% 6% Andere Genossenschaften Mitglieder-Genossenschaften 4% 2% 0% BS ZH LU SH GE UR BE BL JU SG VD ZG TG GL FR AG NE SO GR AR SZ NW AI OW VS TI CH Peter Schmid 4

5 Marktanteil Städte 25.0% 20.0% Andere Genossenschaften 15.0% Mitglieder-Genossenschaften 10.0% 5.0% 0.0% Biel Thun Luzern Basel Winterthur St. Gallen Genf Lausanne Bern D urchschnitt CH Peter Schmid 5

6 Marktanteile Kanton Zürich Dänikon Zürich Urdorf Rümlang Horgen Flurlingen Birmensdorf (ZH) Schlieren Langnau am Albis Niederhasli Illnau-Effretikon Winterthur ' ' ' % 19.4% 17.1% 17.0% 14.9% 14.5% 14.0% 13.8% 11.6% 10.8% 10.7% 10.6% Schwerzenbach 10.2% Peter Schmid 6 191

7 Genossenschaftswohnungen Zürich 36' % Winterthur 4' % Horgen 1' % Schlieren Uster Wädenswil Illnau-Effretikon Urdorf % 6.5% 8.8% 10.7% 17.1% In 63% aller Gemeinden Wohnungen Von Gen. Thalwil % Adliswil % Wetzikon (ZH) % Dübendorf % Dietikon % Zollikon % Peter Schmid 7

8 Bauperioden Kantone Zahl der Wohnnungen 18'000 16'000 14'000 12'000 10'000 8'000 6'000 4'000 Vor '000 0 ZH BE LU BS GE VD SG AG BL Kantone mit über 4000 Genossenschaftswohnungen Peter Schmid 8

9 Neubautätigkeit Neubau Bestand Schweiz (2.6%) 5% Kanton Zürich (6.3% ) 10% Stadt Zürich (19.9%) 19% Kanton Zürich ohne Stadt 696 (3.2%) 6% Fazit: Anteil genossenschaftlicher Wohnungsbau ist ausser in der Stadt Zürich drastisch gesunken. Peter Schmid 9

10 Was wollen die Zürcher Genossenschaften 73 wollen weiter bauen (37% von 199) 28 konkrete Neubauprojekte sind geplant 27 sind aktiv am Suchen 35 warten auf günstige Gelegenheit 10 finden kein geeignetes Bauland 57 haben bereits gekauft 20% CH 116 (58%) würden Liegenschaften kaufen (wenn s passt) (CH 44%) Gute Ausgangslage im Kanton Zürich Peter Schmid 10

11 SVW Wohnungsspiegel 1+2 Zi Alle 1+2 Zi Gen 3 Zi Alle 3 Zi Gen. 4 Zi Alle 4 Zi Gen. 5+6 Zi Alle 5+6 Zi Gen Biel Zürich Thun Luzern Basel Winterthur St. Gallen Genf Lausanne Bern BG haben ein Strukturproblem! Peter Schmid 11

12 Aufwertungen 70% der BG planen Aufwertungsmassahmen Balkonvergrösserungen 49% (35%) Wohnungszusammenlegungen 19% (11%) Grundrissänderungen 16% (9%) Dachstockausbauten 12% (7%) Anbauten 11% (5%) Ersatzneubau 19% (7%) 22 konkrete Projekte geplant Viel oder wenig? Das Thema ist aktuell Peter Schmid 12

13 Mieten Alle Gen 0.0 Biel Zürich Thun Luzern Basel Winterthur St. Gallen Genf Lausanne Bern Total Städte Total Schweiz Peter Schmid 13

14 Wer wohnt in Wohnbaugenossenschaften Hoher Anteil alte Personen Generell überproportional Alte, Alleinerziehende Deutlich mehr Familien in den 4 Zimmer-Wohnungen und bessere Belegung (obwohl die Wohnungen kleiner sind) Unterproportionaler Anteil Ausländer/innen, besonders aus den Balkanländern Geringerer Bildungsgrad und Einkommen der Haushaltsvorstände Peter Schmid 14

15 Gründungsperioden 30% 25% 20% 15% 10% Anteil CH Anteil ZH 5% 0% bis und später Peter Schmid 15

16 Ergebnisse der Umfrage ZH CH Anzahl Wohnungen/Gen Anzahl Mitglieder Anzahl Siedlungen/Etappen In einer Gemeinde 81% 79% Gründer: Sozial engagierte Personen (54%) Handwerker (22%) Gemeinden (12%) Parteien und Gewerkschaften, (je 8%) Bundesbetriebe, Eisenbahner (je 7%) Nur 3 Genossenschaften aus einer Fusion entstanden! Peter Schmid 16

17 Grösse der BG 50% 40% 30% Anteil CH Anteil ZH 20% 10% 0% Peter Schmid 17

18 Art der Genossenschaft CH ZH Mitglieder (Mieter) % % Handwerker 34 5% 12 6% Soziale % 41 21% gemeinnützig % % Peter Schmid 18

19 Zumietbare Bastelräume Gemeinschaftliche Anlässe Gemeinschaftsräume Kleinreparaturen gratis Depositenkasse Gemeinschaftskompost Gewerberäume Zumietbarer Garten internes Info-Bulletin Zumietbare Ateliers finanzielle Hilfe in Notlagen Nachbarschaftshilfe Verbandszeitschrift Lehrlingsausbildung Krankenbesuche Mittagstische CH Zusatzangebote 26.73% 31.34% 29.58% 16.55% 12.62% 20.22% 14.65% 19.13% 10.85% 10.31% 7.73% 8.68% 8.68% 2.85% 5.97% 4.34% 6.03% 139% eigener Sozialdienst % % 285% Peter Schmid 19 ZH % 47.24% 40.20% 26.63% 26.13% 25.63% 25.13% 24.12% 17.59% 17.09% 17.09% 14.57% 10.55% 9.55% 8.54% Abw. ZH 180% 151% 136% 161% 207% 127% 171% 126% 162% 166% 221% 168% 122% 335% 143%

20 Verwaltung 39% haben Verwaltungsaufgaben delegiert 19% die gesamte Verwaltung (besonders kleine) 35% haben eine eigene Geschäftsstelle 11% sind selbstverwaltet Peter Schmid 20

21 Vorstand und Revisionsstelle Durchschnittlich 6.1 Personen im Vorstand (CH 5.8) Der Vorstand deckt total 53 Stellenprozente ab (CH 54%) Zeitaufwand pro Vorstandsmitglied 8% (CH 9%) 43% arbeiten mit Kommissionen, 83% mit Ressorts, Revisionsstelle Bei 37% sind es die Genossenschafter (CH 43%) Einsatz von Führungsmitteln 79% Budget (CH 81%) 55% Vermietungsreglement (CH 37%) 50% Liquiditäts- und Finanzplan (CH 46%) 49% Unterhalts- und Renovationsplanung (CH 45%) 37% Geschäftsreglement (CH 31%) Peter Schmid 21

22 Wohnbauförderung WAS Land im Baurecht vergünstigte Darlehen öff. Hand Fonds de roulement Grundverbilligung Bund (WEG) Solidaritätsfonds à fonds perdu-beitrag Kanton/Gmd Zusatzverbilligung Bund Bürgschaft (HBG) Emissionszentrale (EGW) Vergünstigtes Land Bürgschaft öffentliche Hand CH 45.73% 18.86% 35.41% 41.38% 16.69% 19.13% 23.47% 8.55% 20.35% 5.83% 9.36% ZH 54.27% 40.70% 30.65% 27.64% 24.12% 20.10% 18.59% 13.57% 13.07% 10.55% 4.02% Peter Schmid 22

23 Zusammenarbeit CH ZH ZH in CH% Arbeiten mit anderen BG zusammen 36% 49% 136% Erfahrungsaustausch 30% 43% 142% Gemeinsame Siedlung 8% 14% 137% Intensivere Zusammenarbeit ja 50% 53% 107% Späterer Zusammenschluss denkbar 19% 19% 102% Deutlich stärkere Zusammenarbeit/Vernetzung in Zürich Peter Schmid 23

24 Probleme der Branche Finden neuer Vorstandsmitglieder Nur noch Mieter, keine Gen. Anstehendes Renovationsprojekt generell Mieterprobleme Probleme mit Mietern fremden Kulturen Überalterung Vorstand Finden von geeigneten Mieter/-innen Mieterverhalten anstehende Renovationen Vandalismus Finanzierung Renovationen Finanzierung von Neubauten WEG-Finanzierung Leerstände Keine extrem grossen Probleme Peter Schmid 24

25 Thesen zum Abschluss 1. Insbesondere auch ausserhalb der Stadt Zürich müssen neue Wohnungen gebaut werden, damit im ganzen Kanton ein starker Marktanteil gehalten werden kann. 2. Die alte Substanz muss aufgewertet oder ersetzt werden damit langfristig ein gutes Angebot besteht. 3. Es drängt sich eine noch verstärkte Zusammenarbeit auf. Langfristig sollten besonders BG mit Wohnungen regional fusionieren. Bringt Professionalisierung der Verwaltung (Synergien, Kostenersparnis, mehr Erfolgsaussichten) Peter Schmid 25

26 Thesen zum Abschluss 4. Die Zusatzangebote sind wichtig für die Positionierung der BG als für die Gesellschaft nützliche Institution. Es gilt diese zu fördern. Es braucht auch eine Aktivierung der Bewohner/innen und eine verstärkte Gemeinschaftsförderung 5. Immer wichtiger ist die Oeffentlichkeitsarbeit, um den Nutzen des genossenschaftlichen Wohnungsbaus herauszuheben sowie die vielen guten Beispiele BG müssen und können die Zukunft selbstbewusst in die Hände nehmen, dürfen sich aber nicht auf den Loorbeeren ausruhen Peter Schmid 26

27 Genossenschaftlicher Wohnungsbau: Mit voller Kraft voraus! Peter Schmid 27

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