Typhus, Cholera, Tuberkulose

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Typhus, Cholera, Tuberkulose"

Transkript

1 Typhus, Cholera, Tuberkulose Impfkurs des Instituts für Immunologie der UKK (Stefan Jenisch)

2

3 Folgende Hinweise wurden 1892 den Menschen gegeben... Nur gekochtes Wasser trinken. Keine Menschenansammlungen abhalten. Alle Gegenstände desinfizieren lassen, die Kranke berührt haben. Tote sofort aus dem Haus bringen. Das Sterbehaus nicht betreten. Andere übliche Hausmittelchen (besonders Alkohol) wirken nicht.

4 Typhus, Cholera Typhus: Salmonella typhi fäkal-orale Übertragung (verunreinigtes Trinkwasser, Lebensmittel) Infektionsrisiko dosisabhängig Invasion im Dünndarm endemisch und epidemisch Dauerausscheider (2-3%) primär systemisch Immunantwort: IgG, IgM, begrenzte Dauer Cholera Vibrio cholerae (z.b. El Tor) fäkal-orale Übertragung (verunreinigtes Trinkwasser, Lebensmittel) Infektionsrisiko dosisabhängig Invasion im Dünndarm endemisch und epidemisch keine Dauerausscheider primär lokal Immunantwort: IgA(!!!) begrenzte Dauer

5 Verbreitungsgebiet Typhus:

6 Verbreitungsgebiet Cholera:

7 Typhus, Cholera: Impfstoffe (I) Typhus: (parenteral, lebend) oral, lebend parenteral, tot Cholera parenteral, phenolinaktiviert rekombinant, oral, lebend rekombinant, oral, tot Indikation: längere Reisen bei unklaren hygienischen Bedingungen Indikation: Reisen unter extremen hygienischen Bedingungen (Arbeits-) aufenthalt in Epidemiegebieten

8 Typhus, Cholera: Impfstoffe (II) Impfstoff Alter Applikation Booster Verträglichkeit Wirksamkeit parenteral, Totimpfstoff 6 Monate 1 x im oder sc 3 Jahre gut gut Typhus oral, Lebend- Impfstoff 6 Jahre 3 x über 5 Tage oral 3 Jahre gut gut parenteral, Phenolinaktviert 6 Jahre 2 x, 2-4 Wo Abstand ic oder sc 6 Monate schlecht schlecht Cholera rekombinanter, oraler Ganzzell- Totimpfstoff 24 Monate 3 x, 1-6 Wochen Abstand sc oder im 6 Monate mässig gut rekombinanter, oraler Lebend- Impfstoff 24 Monate 1 x oral 6 Monate mässig gut

9 Tuberkulose (BCG-Impfung)

10 BCG-Impfung (I): Impfstoff: Attenuierte Lebendkeime (Bacillus Calmette Guérin; M.Bovis) zb Stamm 1331 Kopenhagen, Antibiotikum sensibel (INH) Wirkprinzip: Stimulierung der zellulären Immunität Relative Immunität

11 Entwicklung des attenuierten Tuberkulose-Lebend- Impfstoffs Bacille Calmette-Guérin (BCG) : 230 in vitro Passagen eines Mycobacterium bovis Stammes. Ziel: Erhalt der Immunogenität bei reduzierter Virulenz (Calmette und Guérin, Institute Pasteur, Paris) : ca 1000 in vitro Passagen des original BCG-Stammes sowie seiner Tochterstämme (zb BCG-1331 Kopenhagen, seit 1931) ca. 1960: Einführung der Gefriertrocknung (Lyophiliserung) und damit drastische Reduktion der in vitro Passagierung.! Zahlreiche, genetisch verschiedene BCG-Stämme, die zwar alle eine Tuberkulinreaktion auslösen, aber eine sehr unterschiedliche Potenz als Impfstoff aufweisen (0% Indien, 80% England)

12 BCG-Impfung (II): Nachweis des Impferfolgs: Überprüfung durch Tuberkulinkonversion 3 Monate nach Impfung. (zb Tine-Test) Schutzrate: 0-80%. Schutz nicht vor Infektion, nur vor Komplikationen! Tuberkulinkonversion korreliert nicht (!) obligat mit Impferfolg

13 Tuberkulose: Tuberkulin-Test Tuberkulintest nach Mendel- Mantoux Der Tuberkulintest (Mendel- Mantoux-Test, 10 TE) wird als positiv bewertet, wenn die Induration größer/gleich 5 mm beträgt, da von einer immunsupprimierten Patientenpopulation auszugehen ist. Bei schwacher Reaktion des Tuberkulintests sollte ein zweiter Test am Ablesetag durchgeführt werden (am kontralateralen Arm). Das zweite Testergebnis ist dann als valide zu bewerten, da eine Boosterung das Testergebnis verstärken kann.

14 BCG-Impfung (III): Indikationen: (z.z.) nur Neugeborene bei Exposition. medizinisches Personal: nur bei mehrmalig nachgewiesenen Tuberkulose-Infektionen am Arbeitsplatz -> normalerweise keine Impfpflicht mehr, auch bei negativer Tuberkulin-Reaktion! Kontraindikationen: Tuberkulose in der Anamnese Positive Tuberkulin-Reaktion Bestehender Immundefekt (HIV!!) Schwangerschaft

15 BCG-Impfung (IV): Anwendung: streng intrakutan von exakt 0,1 ml, linker Oberschenkel oder Oberarm Fehlanwendung (Überdosierung oder Fehlapplikation): systemisch INH sofort nach Injektion

16 Nebenwirkungen nach BCG-Impfung: (I) Normale Impfreaktion: lokal: lokaler, erbsgroßer Knoten, gelegentlich mit Ulceration (<0,6 cm), 1-2 Monate nach Impfung, Abheilung mit Narbenbildung syst.: mehrtägiges Fieber 3-4 Wochen nach Impfung (selten)

17 Nebenwirkungen nach BCG-Impfung: (II) 1. lokale Impfulcera (> 0,6 cm) Häufigkeit: 2-4% Intervall: 4-8 Wochen nach Impfung Therapie: Breitbandantibiotika bei bakt. Superinfektion 2. lokale Lymphknotenschwellung (über Mandelgröße) Häufigkeit: 0,1% Intervall: 1-3 Monate nach Impfung

18 Nebenwirkungen nach BCG-Impfung: (III) 3. Lymphadenitis, abszedierende regionale Lymphknoten Häufigkeit: stammabhängig, 0,1-4% bei Kindern unter 2 Jahren (1331 Kopenhagen 0,3%) Intervall: 1-3 Monate nach Impfung 4. Osteitis, Osteomyelitis Häufigkeit: stammabhängig, <0,1-30: Impfungen (1331 Kopenhagen 1: ) Intervall: 6 Monate bis 4 Jahre nach Impfung

19 Nebenwirkungen nach BCG-Impfung: (IV) 5. Disseminierte BCG-Infektion (BCG-Sepsis) Häufigkeit: 1: (aber: seit Todesfälle!!!) Intervall: BCG-Meningitis Häufigkeit: bislang 2 Fälle einer nachgewiesenen BCG- Meningitis ohne begleitendem Immundefekt bekannt Intervall: -- Therapie 2-6: INH, ggf Spezialklinik (5,6)

Reisemedizinische Beratung vor Last-Minute-Reisen

Reisemedizinische Beratung vor Last-Minute-Reisen Reisemedizinische Beratung vor Last-Minute-Reisen 3. Nationale Impfkonferenz München 2013 Annette Kapaun Sektion Klinische Tropenmedizin UniversitätsKlinikum Heidelberg Reisemedizinische Beratung vor Last-Minute-Reisen

Mehr

Immunglobulin- Substitution und Impfungen. bei Patienten mit Immundefekten Dr. med. Johannes Schelling, KUNO Regensburg

Immunglobulin- Substitution und Impfungen. bei Patienten mit Immundefekten Dr. med. Johannes Schelling, KUNO Regensburg Immunglobulin- Substitution und Impfungen bei Patienten mit Immundefekten Dr. med. Johannes Schelling, KUNO Regensburg Einführung Historisches zur Immunglobulintherapie Physiologie des Immunsystems Immunglobulintherapie

Mehr

Inhalt. Inhalt. Einführung: Warum impfen wir?... 11. Teil I: Theoretische Grundlagen des Impfens... 12. 1 Die Bedeutung von Schutzimpfungen...

Inhalt. Inhalt. Einführung: Warum impfen wir?... 11. Teil I: Theoretische Grundlagen des Impfens... 12. 1 Die Bedeutung von Schutzimpfungen... Einführung: Warum impfen wir?....................................... 11 Teil I: Theoretische Grundlagen des Impfens.......................... 12 1 Die Bedeutung von Schutzimpfungen................................

Mehr

Tuberkulose. Heinrich - Brügger Schule ( Klinikschule ) Schulleiter S. Prändl, Oberarzt Dr. M. Rau. Waldburg-Zeil Kliniken

Tuberkulose. Heinrich - Brügger Schule ( Klinikschule ) Schulleiter S. Prändl, Oberarzt Dr. M. Rau. Waldburg-Zeil Kliniken Tuberkulose Heinrich - Brügger Schule ( Klinikschule ) Schulleiter S. Prändl, Oberarzt Dr. M. Rau Waldburg-Zeil Kliniken Was fällt Ihnen beim Begriff Tuberkulose ein? 13.03.2004 Tuberkulose 2 Infektion

Mehr

Neue BCG-Richtlinien für die Schweiz

Neue BCG-Richtlinien für die Schweiz 35 Neue BCG-Richtlinien für die Schweiz Seit Jahren werden in der Schweiz stetig abnehmende Tuberkuloseinzidenzen beobachtet 1). Im Jahr 2000 betrug die Gesamtinzidenz noch 8,7 pro 100 000 Einwohner, wobei

Mehr

Die schweizerischen BCG-Impfempfehlungen berücksichtigen folgende Charakteristika der Impfung:

Die schweizerischen BCG-Impfempfehlungen berücksichtigen folgende Charakteristika der Impfung: 7 BCG-IMPFUNG Die BCG-Impfung kann Säuglinge und Kleinkinder vor disseminierten Formen der Tuberkulose schützen, welche tödlich verlaufen können. Weil dies in der Schweiz sehr seltene Fälle sind, ist die

Mehr

MS und Impfungen. DAS KLEINE IMPF-1x1. DAS KLEINE IMPF-1x1. Christian Lampl. Abteilung für Allgemeine Neurologie und Schmerzmedizin

MS und Impfungen. DAS KLEINE IMPF-1x1. DAS KLEINE IMPF-1x1. Christian Lampl. Abteilung für Allgemeine Neurologie und Schmerzmedizin MS und Impfungen Christian Lampl Abteilung für Allgemeine Neurologie und Schmerzmedizin DAS KLEINE IMPF-1x1 Impfungen stellen sehr wirksame und wichtige präventivmedizinische Maßnahmen dar. Das unmittelbare

Mehr

Empfehlungen der Sächsischen Impfkommission zu Impfabständen Vom 08.11.1994

Empfehlungen der Sächsischen Impfkommission zu Impfabständen Vom 08.11.1994 E Empfehlungen der Sächsischen Impfkommission zu Impfabständen Vom 08..994. Impfabstände zwischen den Applikationen verschiedener aktiver Impfstoffe unter besonderer Berücksichtigung von Reiseimpfungen

Mehr

Inhalt. Inhalt. Einführung: Warum impfen wir?... 11. Teil I: Theoretische Grundlagen des Impfens... 12

Inhalt. Inhalt. Einführung: Warum impfen wir?... 11. Teil I: Theoretische Grundlagen des Impfens... 12 Inhalt Einführung: Warum impfen wir?... 11 Teil I: Theoretische Grundlagen des Impfens... 12 1 Die Bedeutung von Schutzimpfungen... 12 2 Möglichkeiten der Immunprophylaxe.... 14 3 Wirkungsmechanismen immun

Mehr

q Von der STIKO generell empfohlene Impfungen q Impfungen bei erhöhtem individuellen Risiko bezüglich Exposition,

q Von der STIKO generell empfohlene Impfungen q Impfungen bei erhöhtem individuellen Risiko bezüglich Exposition, ifi-card Impfungen Allgemeines zu Impfungen Standardimpfungen Indikationsimpfungen Injektion Dokumentation Schwangerschaft Immunschwäche q Von der STIKO generell empfohlene Impfungen q Impfungen bei erhöhtem

Mehr

Laborinformation. TB-EliSpot. Mendel-Mantoux-Test aus der Retorte. Prof. Dr. med. H.-P. Seelig

Laborinformation. TB-EliSpot. Mendel-Mantoux-Test aus der Retorte. Prof. Dr. med. H.-P. Seelig Laborinformation TB-EliSpot Mendel-Mantoux-Test aus der Retorte Prof. Dr. med. H.-P. Seelig Kavität einer Mikrotiterplatte. Die Farbspots markieren antigenspezifische Interferon-sezernierende T-Zellen.

Mehr

Impfen - praktisch 2014 STIKO-Empfehlungen zu den Standardimpfungen Lagerung und Verabreichung von Impfstoffen, Aufklärung und Nebenwirkungen, Dokumentation, echte und falsche Kontraindikationen, Dagmar

Mehr

Der Fachdienst Gesundheitsschutz und Umweltmedizin. informiert. Aufklärung über die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln

Der Fachdienst Gesundheitsschutz und Umweltmedizin. informiert. Aufklärung über die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln Der Fachdienst Gesundheitsschutz und Umweltmedizin informiert Aufklärung über die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln M den folgenden Informationen möchten wir über die Impfung gegen Masern, Mumps und

Mehr

Hepatyrix Injektionssuspension Hepatitis-A-(inaktiviert) und Typhus-Polysaccharid-Impfstoff (adsorbiert) ab dem vollendeten 15.

Hepatyrix Injektionssuspension Hepatitis-A-(inaktiviert) und Typhus-Polysaccharid-Impfstoff (adsorbiert) ab dem vollendeten 15. GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER 22.07.2009 Hepatyrix Injektionssuspension Hepatitis-A-(inaktiviert) und Typhus-Polysaccharid-Impfstoff (adsorbiert) ab dem vollendeten 15. Lebensjahr

Mehr

Kinderinfektiologie, Kinderkrankheiten

Kinderinfektiologie, Kinderkrankheiten Kinderinfektiologie, Kinderkrankheiten und Impfungen Neuhaus, Donas, Imahorn: 2012 Bush A, Pulm Pharmacol Therapeut 2002; 15 Häufigkeit von Infekten der oberen Atemwege beim Kind 10 8 Anzahl 6 4 2 0

Mehr

Was steht in meinem Impfpass?? - das Lexikon der immunologischen Zeichensprache

Was steht in meinem Impfpass?? - das Lexikon der immunologischen Zeichensprache IMPFUNGEN BEIM HUND Was steht in meinem Impfpass?? - das Lexikon der immunologischen Zeichensprache Parvovirose (CPV): P Staupe (CDV): S, D Hepatitis (CAV 1): H, A, A2 Leptospirose: L Zwingerhusten: A,

Mehr

Ruhigstellung Jede Art von Ruhigstellung (bei akuter Verletzung, offenen Wunden) ist aufgrund der Grunderkrankung ein Ausschlussgrund.

Ruhigstellung Jede Art von Ruhigstellung (bei akuter Verletzung, offenen Wunden) ist aufgrund der Grunderkrankung ein Ausschlussgrund. Spenderzulassung mit Einnahme von Blutdruckmedikamenten grundsätzlich möglich, wenn Blutdruck im Referenzbereich liegt und der Allgemeinzustand des Spenders entspricht! Die letztendliche Spenderzulassung

Mehr

Inhaltsverzeichnis. I Grundlagen 1

Inhaltsverzeichnis. I Grundlagen 1 X I Grundlagen 1 1 Historie und Zukunft von Schutzimpfungen... 1 K. Cichutek, J. Scherer, U. Heininger u. H. Spiess Vergangenheit... 1 Gegenwart... 4 Zukunft.................................. 5 Literatur...

Mehr

Impfen Ja! Wieso? Erfolge des Impfprogramms 10 Erfolge des Impfprogramms 30.08.2015. Das schweizerische Impfprogramm

Impfen Ja! Wieso? Erfolge des Impfprogramms 10 Erfolge des Impfprogramms 30.08.2015. Das schweizerische Impfprogramm Impfen Ja! Wieso? QZ MPA vom 2. September 2015 Pascal Baschung, ÄrzteHaus Balsthal 1 Agenda Das schweizerische Impfprogramm Erfolge des Impfprogramms in der Schweiz Impfen was passiert? Fragen 2 Verfasst

Mehr

aktive / passive Immunisierung

aktive / passive Immunisierung FS 2010 aktive / passive Immunisierung DTP-Impfstoff Michelle, Andrea 3Ma Überblick Wo befinden wir uns eigentlich? 10 000 Mia. Zellen Nerven-, Muskel-, Bindegewebsoder Blutzellen weißes BK (Leukozyt)

Mehr

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER. ENCEPUR Erwachsene Suspension zur Injektion in einer Fertigspritze FSME-Adsorbat-Impfstoff

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER. ENCEPUR Erwachsene Suspension zur Injektion in einer Fertigspritze FSME-Adsorbat-Impfstoff GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER ENCEPUR Erwachsene Suspension zur Injektion in einer Fertigspritze FSME-Adsorbat-Impfstoff Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor

Mehr

Tuberkulose und Hygienemaßnahmen im Krankenhaus

Tuberkulose und Hygienemaßnahmen im Krankenhaus Tuberkulose und Hygienemaßnahmen im Krankenhaus Dr. Nikolai Menner Infektiologische Ambulanz Klinik m. S. Infektiologie und Pneumologie Campus Virchow Klinikum U N I V E R S I T Ä T S M E D I Z I N B E

Mehr

Vorteile und Gefahren von Impfungen für die Stillzeit. Thomas Ledig, Ditzingen

Vorteile und Gefahren von Impfungen für die Stillzeit. Thomas Ledig, Ditzingen Vorteile und Gefahren von Impfungen für die Stillzeit Thomas Ledig, Ditzingen Agenda Das Feld bereiten: Impfungen mütterliches vs. kindliches Immunsystem Vorteile des Impfens für die Stillzeit Aufbau maternaler

Mehr

U. Werfel Ev. Huyssensstiftung Kliniken Essen-Mitte

U. Werfel Ev. Huyssensstiftung Kliniken Essen-Mitte Gesundheitliche Anforderungen für f Auslandseinsätze U. Werfel Ev. Huyssensstiftung Kliniken Essen-Mitte Geographisch-klimatische Besonderheiten Warme LänderL nder zwischen 30 nördlicher und 30 südlicher

Mehr

Impfungen bei Gesunden und Kranken - was ist zu tun und zu lassen?

Impfungen bei Gesunden und Kranken - was ist zu tun und zu lassen? Impfungen bei Gesunden und Kranken - was ist zu tun und zu lassen? Hartwig Klinker Medizinische Klinik und Poliklinik II der Universität Würzburg Schwerpunkt Infektiologie Bedeutung von Impfungen Individueller

Mehr

Impfstoffe gegen Viruskrankheiten. Impfstoffe gegen Viruskrankheiten. Virale Lebendimpfstoffe in Gebrauch. Lebendimpfstoff: Definition

Impfstoffe gegen Viruskrankheiten. Impfstoffe gegen Viruskrankheiten. Virale Lebendimpfstoffe in Gebrauch. Lebendimpfstoff: Definition Impfstoffe gegen Viruskrankheiten Impfstoffe gegen Viruskrankheiten Lebendimpfstoffe Prof. Dr. med. Christian Jassoy Institut für Virologie Universität Leipzig Rotavirus Papillomvirus Lebendimpfstoff:

Mehr

Impfungen unter Immunsuppression

Impfungen unter Immunsuppression Impfungen unter Immunsuppression Crohn und Colitis-Tag Vechta, den 29.09.2012 Impfungen unter Immunsuppression Immunsuppression bei - Angeborene Krankheiten - Erworbene Krankheiten - Therapieinduzierte

Mehr

1. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS UND, WENN UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS

1. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS UND, WENN UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS Gebrauchsinformation Eurican SHPPi2 Staupe-Adenovirusinfektion-Parvovirose-Parainfluenza Typ 2-Lebendimpfstoff, Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension, für Hunde 1. NAME

Mehr

Impfen. Fortbildungsveranstaltung für MPA 22. März 2007. Dr. med. R. Christen; Thun

Impfen. Fortbildungsveranstaltung für MPA 22. März 2007. Dr. med. R. Christen; Thun Impfen Fortbildungsveranstaltung für MPA 22. März 2007 Dr. med. R. Christen; Thun Themata Fast historische Infektionskrankheiten warum Impfen Neue und zukünftige Impfungen Aktueller Impfplan Poliomyelitis

Mehr

Tolerabilität von Impfstoffkombinationen bei der Immunisierung von Reisenden

Tolerabilität von Impfstoffkombinationen bei der Immunisierung von Reisenden Aus der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin Klinikum Innenstadt der Ludwig Maximilian Universität München Vorstand: Prof. Dr. med. T. Löscher Tolerabilität von Impfstoffkombinationen bei der Immunisierung

Mehr

Voraussetzungen für einen optimalen Impferfolg. Dr. Martina Wolf-Reuter Praxis am Bergweg Lohne

Voraussetzungen für einen optimalen Impferfolg. Dr. Martina Wolf-Reuter Praxis am Bergweg Lohne Voraussetzungen für einen optimalen Impferfolg Dr. Martina Wolf-Reuter Praxis am Bergweg Lohne Einflussgrößen Putenaufzucht und Mast Genetik Elterntiere Brut Futter Immunprophylaxe Therapie- Optimierung

Mehr

Impfen von gestillten Frühgeborenen was ist wann nötig?

Impfen von gestillten Frühgeborenen was ist wann nötig? Impfen von gestillten Frühgeborenen was ist wann nötig? Dr. A. Bigl, Neonatologie, Unikinderklinik Leipzig Empfehlungen STIKO: Frühgeborene sollten unabhängig von ihrem Reifealter und ihrem aktuellen Gewicht

Mehr

Medizin im Vortrag. Herausgeber: Prof. Dr. med. Christoph Frank Dietrich. Impfungen. Text- und Grafikbausteine für die patientengerechte Präsentation

Medizin im Vortrag. Herausgeber: Prof. Dr. med. Christoph Frank Dietrich. Impfungen. Text- und Grafikbausteine für die patientengerechte Präsentation Medizin im Vortrag Herausgeber: Prof. Dr. med. Christoph Frank Dietrich Impfungen Autoren: Dr. med. Christiane Schieferstein-Knauer, Dr. med. Michael Sienz, Kerstin Siehr, Prof. Dr. med. Christoph Frank

Mehr

Impfen vor und während der Schwangerschaft sowie Konzepte bei unreifen Neugeborenen

Impfen vor und während der Schwangerschaft sowie Konzepte bei unreifen Neugeborenen Impfen vor und während der Schwangerschaft sowie Konzepte bei unreifen Neugeborenen Bad Honnef-Symposium PEG Königswinter, 22.03.2010 Markus Knuf Klinik für Kinder und Jugendliche HSK Wiesbaden Pädiatrische

Mehr

Erkältung / Pharyngitis häufig: Adenoviren, EBV, Influenza-Viren, Parainfluenza-Viren, Picornaviren, RSV seltener: Bordetella pertussis

Erkältung / Pharyngitis häufig: Adenoviren, EBV, Influenza-Viren, Parainfluenza-Viren, Picornaviren, RSV seltener: Bordetella pertussis Arthritis (Reaktiv) Borrelien, Campylobacter, Chlamydia trachomatis, Salmonellen, Streptokokken (ASL), Yersinien seltener: Brucellen, Hepatitis B-Virus, Mykoplasma hominis, Parvovirus B19, Röteln-Virus,

Mehr

Vor Infektionen schützen

Vor Infektionen schützen Vor Infektionen schützen Basiswissen zum Impfen Vorlesung WS 2011/2012 Prof. Theo Dingermann, Frankfurt Eigenschaften wirksamer Impfstoffe Sicherheit Schutz Praktische Gesichtspunkte Impfstoff Dauerhaftigkeit

Mehr

EINE INFORMATION FÜR MEDIZINISCHES PERSONAL.

EINE INFORMATION FÜR MEDIZINISCHES PERSONAL. Kommen Sie der Grippe zuvor. Schützen Sie sich und Ihre Patienten! Impfen und impfen lassen. Jedes Jahr. EINE INFORMATION FÜR MEDIZINISCHES PERSONAL. EINLEITUNG Eine Gefahr, die man nicht unterschätzen

Mehr

Schutzimpfungen für Desinfektoren. Manfred H. Wolff Institut für Mikrobiologie und Virologie Universität Witten/ Herdecke

Schutzimpfungen für Desinfektoren. Manfred H. Wolff Institut für Mikrobiologie und Virologie Universität Witten/ Herdecke Schutzimpfungen für Desinfektoren Manfred H. Wolff Institut für Mikrobiologie und Virologie Universität Witten/ Herdecke Historie Vor 2000 Jahren: Pocken (Indien- China) eingetrockneter Pustelinhalt Oral

Mehr

Grundlagen der Infektabwehr

Grundlagen der Infektabwehr Grundlagen der Infektabwehr Angeborene Immunität innate immunity Erworbene Immunität aquired immunity zelluläre humorale zelluläre humorale Phagozyten Komplementsystem T-Zellen B-Zellen Neutrophile Granulozyten

Mehr

1. Was ist Priorix Tetra und wofür wird es angewendet?

1. Was ist Priorix Tetra und wofür wird es angewendet? Gebrauchsinformation: Information für Anwender PRIORIX TETRA, Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung Impfstoff gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken (lebend) Lesen Sie die

Mehr

Nr. 11 Stand 6 15 überarbeitete Neuauflage

Nr. 11 Stand 6 15 überarbeitete Neuauflage Aspekte Nr. 11 überarbeitete Fassung Stand Juni 2015 HIV und Hepatitis HIV und Hepatitis Nr. 11 Stand 6 15 überarbeitete Neuauflage Impressum: Die AIDS-Hilfen Österreichs, 2015 Text: Mag. a Birgit Leichsenring

Mehr

Tetanus (Wundstarrkrampf)

Tetanus (Wundstarrkrampf) Tetanus (Wundstarrkrampf) Ein Impfschutz ist generell weltweit empfohlen. Routineimpfung Nachdem der Impfschutz gegen Wundstarrkrampf in Deutschland allgemein empfohlen ist, besteht eine Kostenübernahme

Mehr

Tuberkulose Bedrohung durch eine vergessene Zoonose? Humanmedizinischer Aspekt (Schweiz), Sicht des Referenzlabors

Tuberkulose Bedrohung durch eine vergessene Zoonose? Humanmedizinischer Aspekt (Schweiz), Sicht des Referenzlabors Tuberkulose Bedrohung durch eine vergessene Zoonose? Humanmedizinischer Aspekt (Schweiz), Sicht des Referenzlabors Peter Sander psander@imm.uzh.ch Page 1 Inhalt Einleitung: Meilensteine der Tuberkulose

Mehr

Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG)

Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) Hinweise und Empfehlungen zu Reiseimpfungen Stand: März 2010 1. Allgemeiner Teil Impfungen gehören zu den wirksamsten Schutzmaßnahmen

Mehr

21. Jahrestagung der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.v. 9. bis 11. Oktober 2008 Gustav-Stresemann-Institut, Bonn

21. Jahrestagung der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.v. 9. bis 11. Oktober 2008 Gustav-Stresemann-Institut, Bonn 21. Jahrestagung der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.v 9. bis 11. Oktober 2008 Gustav-Stresemann-Institut, Bonn Symposium III: Kontrolle von Infektionskrankheiten durch Impfung Neue Virusimpfstoffe

Mehr

Schutzimpfungen. Gelbfieber Hepatitis A Typhus Hepatitis B Meningokokken-Meningitis Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) Tollwut Masern

Schutzimpfungen. Gelbfieber Hepatitis A Typhus Hepatitis B Meningokokken-Meningitis Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) Tollwut Masern Schutzimpfungen Im Folgenden finden Sie Informationen zu den wichtigsten Krankheiten, den Risikogebieten und den entsprechenden Impfmaßnahmen. Diphtherie, Wundstarrkrampf (Tetanus), Kinderlähmung Gelbfieber

Mehr

GEBRAUCHSINFORMATION Eurican SHPPi2L Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension, für Hunde

GEBRAUCHSINFORMATION Eurican SHPPi2L Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension, für Hunde GEBRAUCHSINFORMATION Eurican SHPPi2L Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension, für Hunde 1. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS UND, WENN UNTERSCHIEDLICH,

Mehr

Impfung gegen Rindergrippe Immunologie mal ganz easy

Impfung gegen Rindergrippe Immunologie mal ganz easy Impfung gegen Rindergrippe Immunologie mal ganz easy Holger Thoms & Meik Becker 1 Gliederung 1. Krankheitskomplex Rindergrippe 2. Abwehrmechanismen des neugeborenen Kalbes 3. Zusammensetzung und Funktion

Mehr

Formblatt Impfinfo Masern-, Mumps-, Röteln Kombinationsimpfung

Formblatt Impfinfo Masern-, Mumps-, Röteln Kombinationsimpfung Formblatt Impfinfo Masern-, Mumps-, Röteln Kombinationsimpfung (MMR) Name Vorname Geburtsdatum Patienteninfo Masern-, Mumps-, Röteln- Kombinationsimpfung (MMR) Masern Bei Masern handelt es sich um eine

Mehr

AUFKLÄRUNGSBLATT* ZUR IMPFUNG GEGEN DIE FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) *(Auszug aus den jeweiligen Packungsinformationen)

AUFKLÄRUNGSBLATT* ZUR IMPFUNG GEGEN DIE FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) *(Auszug aus den jeweiligen Packungsinformationen) AUFKLÄRUNGSBLATT* ZUR IMPFUNG GEGEN DIE FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) *(Auszug aus den jeweiligen Packungsinformationen) Lesen Sie die gesamte Information sorgfältig durch, bevor Sie sich bzw.

Mehr

Aktuelle Informationen zu Druse-Erkrankungen bei Pferden

Aktuelle Informationen zu Druse-Erkrankungen bei Pferden Aktuelle Informationen zu Druse-Erkrankungen bei Pferden Univ.Prof. Dr. René van den Hoven, PhD, Dipl. ECEIM Dr. Sonja Berger, Dipl. ECEIM Klinik für Pferde der Veterinärmedizinischen Universität Wien,

Mehr

IgPro10 (Privigen ) erhält EU-Zulassung zur Therapie der Chronisch inflammatorischen demyelinisierenden Polyneuropathie (CIDP)

IgPro10 (Privigen ) erhält EU-Zulassung zur Therapie der Chronisch inflammatorischen demyelinisierenden Polyneuropathie (CIDP) P R E S S E I N F O R M A T I O N IgPro10 (Privigen ) erhält EU-Zulassung zur Therapie der Chronisch inflammatorischen demyelinisierenden Polyneuropathie (CIDP) Hattersheim, 15. April 2013 Die Europäische

Mehr

Klassische Basistherapeutika 1

Klassische Basistherapeutika 1 Klassische Basistherapeutika 1 Auranofin Ridaura 3-9 mg pro Tag; bei Magenbeschwerden Übelkeit, Bauchschmerzen, Goldallergie, Knochenmark- (1 Filmtablette = 3 mg) Tabletten auf den Tag Darmentzündung,

Mehr

Blutübertragbare Erkrankungen Hepatitiden, HIV

Blutübertragbare Erkrankungen Hepatitiden, HIV Blutübertragbare Erkrankungen Hepatitiden, HIV Barbara Klesse, Hygieneberaterin Hygieneforum, Juni 2005 Hepatitiden (HAV, HBV, HCV ) Infektionen der Leber mit Viren Andere Ursachen: Alkohol, Medikamente,

Mehr

HIV und Hepatitis bei Traumapatienten: Was ist gesichert bei Stichverletzungen und anderen Kontaminationen? Rationales Vorgehen in Klinik und Praxis

HIV und Hepatitis bei Traumapatienten: Was ist gesichert bei Stichverletzungen und anderen Kontaminationen? Rationales Vorgehen in Klinik und Praxis HIV und Hepatitis bei Traumapatienten: Was ist gesichert bei Stichverletzungen und anderen Kontaminationen? Rationales Vorgehen in Klinik und Praxis Michael Klein HIV A global view of HIV infection 33

Mehr

Ziel: Erzeugung einer Immunität, ohne dass ein Kontakt mit dem tatsächlichen, kompletten Erreger stattfinden muss

Ziel: Erzeugung einer Immunität, ohne dass ein Kontakt mit dem tatsächlichen, kompletten Erreger stattfinden muss Dr. med. M. Hagelstein Ambulanzzentrum des UKE GmbH Bereich Nierentransplantation Patientenseminar 23.03.2013 Ziel: Erzeugung einer Immunität, ohne dass ein Kontakt mit dem tatsächlichen, kompletten Erreger

Mehr

Verordnung über Arzt- und Labormeldungen

Verordnung über Arzt- und Labormeldungen Verordnung über Arzt- und Labormeldungen Änderung vom 19. Juni 2002 Das Eidgenössische Departement des Innern verordnet: I Die Anhänge 1 4 der Verordnung vom 13. Januar 1999 1 über Arzt- und Labormeldungen

Mehr

Impfstatus Schutz vor Infektionen

Impfstatus Schutz vor Infektionen 1207/3/3 www.schleiner.de Bildnachweis: Getty Images: Titel; Fotolia Patienteninformation www.mvz-clotten.de 5.03 5.03 Impfstatus Schutz vor Infektionen Labor Dr. Haas, Dr. Raif & Kollegen Merzhauser Str.

Mehr

VORWORT... 11 I. ALLGEMEINES...13

VORWORT... 11 I. ALLGEMEINES...13 Inhaltsverzeichnis VORWORT... 11 I. ALLGEMEINES...13 Grundlagen der Immunologie... 13 Impfstoffe...15 Lebendimpfstoffe (Attenuierte Impfstoffe)...16 Totimpfstoffe (Inaktivierte Impfstoffe)...17 Passive

Mehr

Empfehlungen der Sächsischen Impfkommission zu Impfabständen Vom 08.11.1994, Stand: 01.07.2016

Empfehlungen der Sächsischen Impfkommission zu Impfabständen Vom 08.11.1994, Stand: 01.07.2016 E 5 Empfehlungen der Sächsischen Impfkommission zu Impfabständen Vom 08.11.1994, Stand: 01.07.2016 1. Impfabstände zwischen den Applikationen verschiedener aktiver Impfstoffe Die Sächsische Impfkommission

Mehr

Impfungen des Personals im Gesundheitswesen. Brigitte Merz, Marcel Jost, Martin Rüegger, Claudia Malli

Impfungen des Personals im Gesundheitswesen. Brigitte Merz, Marcel Jost, Martin Rüegger, Claudia Malli Impfungen des Personals im Gesundheitswesen Brigitte Merz, Marcel Jost, Martin Rüegger, Claudia Malli Suva Abteilung Arbeitsmedizin Postfach, 6002 Luzern Auskünfte Tel. 041 419 51 11 Fax 041 419 62 05

Mehr

Impfungen bei Nierenkranken und nach Nierentransplantation

Impfungen bei Nierenkranken und nach Nierentransplantation Impfungen bei Nierenkranken und nach Nierentransplantation Was ist sinnvoll? Hans Gruber Dialysezentrum Landshut 3.5.2007 Ausgangspunkt Du, der.. ist mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus! Wie gibt

Mehr

Dr. Mathilde Kutilek Österreichisch-Iranische Ärztegesellschaft 13.11.2010

Dr. Mathilde Kutilek Österreichisch-Iranische Ärztegesellschaft 13.11.2010 Dr. Mathilde Kutilek Österreichisch-Iranische Ärztegesellschaft 13.11.2010 Hepatitis Labor: GOT = Glutamat-Oxalacetat-Transaminase = AST = Aspertat-Aminotransferase GPT = Glutamat-Pyrovat-Transaminase

Mehr

Gefahren bei unsterilem Arbeiten. Dr. Gerhard Eich Abteilung Infektiologie und Spitalhygiene Stadtspital Triemli

Gefahren bei unsterilem Arbeiten. Dr. Gerhard Eich Abteilung Infektiologie und Spitalhygiene Stadtspital Triemli Gefahren bei unsterilem Arbeiten Dr. Gerhard Eich Abteilung Infektiologie und Spitalhygiene Stadtspital Triemli Injektion von Bakterien Pyrogene Reaktion Beispiel: Infusion von bakteriell kontaminierten

Mehr

RATGEBER VOR DIESEN INFEKTIONEN KANN MAN KINDER SCHÜTZEN KOSTENLOS GESUNDE ENTWICKLUNG. Mitnehmen. zum. Hat Impfen heute noch einen Sinn?

RATGEBER VOR DIESEN INFEKTIONEN KANN MAN KINDER SCHÜTZEN KOSTENLOS GESUNDE ENTWICKLUNG. Mitnehmen. zum. Hat Impfen heute noch einen Sinn? RATGEBER GESUNDE ENTWICKLUNG Hat Impfen heute noch einen Sinn? Manche Erreger können gefährlich werden VOR DIESEN INFEKTIONEN KANN MAN KINDER SCHÜTZEN KOSTENLOS zum Mitnehmen Kinderkrankheiten sind nicht

Mehr

Hepatitis B Impfung. Rudolf Stauber. Univ.-Klinik f. Inn. Med.

Hepatitis B Impfung. Rudolf Stauber. Univ.-Klinik f. Inn. Med. Hepatitis B Impfung Rudolf Stauber Univ.-Klinik f. Inn. Med. Worldwide Prevalence of Hepatitis B World prevalence of HBV carriers HBsAg carriers prevalence

Mehr

Spezifische Immuntherapie SCIT & SLIT. Dr. Gertrude Grander

Spezifische Immuntherapie SCIT & SLIT. Dr. Gertrude Grander Spezifische Immuntherapie SCIT & SLIT Dr. Gertrude Grander Relevanz? 25-30% Allergiker in der westl. Welt Pollenflug in Europa: früher länger intensiver Hitliste Allergene (westliche Welt) Gräser ( Phlp5,

Mehr

Grundlagen der klinischen Diagnostik bei Infektionsanfälligkeit

Grundlagen der klinischen Diagnostik bei Infektionsanfälligkeit Grundlagen der klinischen Diagnostik bei Infektionsanfälligkeit Johannes Liese Pädiatrische Infektiologie und Immunologie / Universitäts-Kinderklinik Würzburg Kinderklinik und Poliklinik Direktor: Prof.

Mehr

HBV HCV HIV Erregerscreening. Wozu? Wie? Wann?

HBV HCV HIV Erregerscreening. Wozu? Wie? Wann? HBV HCV HIV Erregerscreening Wozu? Wie? Wann? Wozu? Welches sind die Konsequenzen für Mutter Kind! falls nicht getestet wird??! eines negativen Resultates??! eines positiven Resultates?? Antikörpertests:

Mehr

Nachweis einer Infektion mit M. tuberculosis 3 Seite 19. 3 Nachweis einer Infektion mit

Nachweis einer Infektion mit M. tuberculosis 3 Seite 19. 3 Nachweis einer Infektion mit Nachweis einer Infektion mit M. tuberculosis 3 Seite 19 3 Nachweis einer Infektion mit M. tuberculosis Nach Kontakt mit Mykobakterien entwickeln die meisten Personen eine sogenannte verzögerte Immunreaktion,

Mehr

Schwierige Impffragen

Schwierige Impffragen Schwierige Impffragen kompetent beantwortet 3. überarbeitete Auflage Sigrid Ley-Köllstadt, Ute Arndt, Andrea Grüber, Ute Quast unter Mitarbeit von Ursel Lindlbauer-Eisenach Sigrid Ley-Köllstadt, Ute Arndt,

Mehr

Nebenwirkungen nach Impfungen ein Überblick

Nebenwirkungen nach Impfungen ein Überblick Mitt. Österr. Ges. Tropenmed. Parasitol. 20 (1998) 157-164 Quast Consulting Biologica Nebenwirkungen nach Impfungen ein Überblick Ute Quast Einleitung Impfstoffe unterscheiden sich von anderen Medikamenten

Mehr

1. Rechtskunde für den Heilpraktiker

1. Rechtskunde für den Heilpraktiker 4 RechtskundefürdenHeilpraktiker 1. RechtskundefürdenHeilpraktiker 1.1 Welche Gesetze und Verordnungen schränken das Tätigkeitsfeld des Heilpraktikersein? Die Tätigkeit des Berufs als Heilpraktikers ist

Mehr

Vorgehensweise bei einer Varizelleninfektion in der Schwangerschaft

Vorgehensweise bei einer Varizelleninfektion in der Schwangerschaft Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien Universitätsklinik für Frauenheilkunde Abteilung für Geburtshilfe und feto-maternale Medizin A-1090 Wien, Währinger Gürtel 18-20 DVR: 0000191 Vorgehensweise bei einer

Mehr

Wie Sie effektiv die Wirtschaftlichkeit Ihrer Zucht steigern können

Wie Sie effektiv die Wirtschaftlichkeit Ihrer Zucht steigern können Impfen gegen PRRS Wie Sie effektiv die Wirtschaftlichkeit Ihrer Zucht steigern können Warum sollten Sie gegen PRRS impfen? PRRS ist die Krankheit, die weltweit großen wirtschaftlichen Schaden in der Landwirtschaft

Mehr

Grippeschutz nicht vergessen. Impfen nützt impfen schützt!

Grippeschutz nicht vergessen. Impfen nützt impfen schützt! Grippeschutz nicht vergessen. Impfen nützt impfen schützt! Grippe die unterschätzte Gefahr. Jedes Jahr suchen viele Personen wegen einer Influenza oder einer grippeähnlichen Erkrankung eine Arztpraxis

Mehr

Professionell gefiltertes Wasser in frischer und sauberer Qualität KÜHLSCHRANK-WASSERFILTER. Bakterienfreies Wasser

Professionell gefiltertes Wasser in frischer und sauberer Qualität KÜHLSCHRANK-WASSERFILTER. Bakterienfreies Wasser Professionell gefiltertes Wasser in frischer und sauberer Qualität Containing Cleanwater SFS 102 Standard @ DIN 58355-3 and ASTM International D3863 Bakterienfreies Wasser KÜHLSCHRANK-WASSERFILTER KÜHLSCHRANK

Mehr

Tuberkulose. Informationen für Ärzte und Patienten

Tuberkulose. Informationen für Ärzte und Patienten Tuberkulose Informationen für Ärzte und Patienten Impressum Herausgeber Lunge Zürich, Wilfriedstrasse 7, 8032 Zürich Druck Druckerei Kyburz AG Kontakt tuberkulose@lunge-zuerich.ch Aus Gründen der Lesbarkeit

Mehr

Serologisches Untersuchungsspektrum. Allgemeine Hinweise:

Serologisches Untersuchungsspektrum. Allgemeine Hinweise: Serologisches Untersuchungsspektrum Anaplasma phagocytophilum Bartonella henselae Brucella spp. Chlamydia trachomatis Mycobacterium tuberculosis Salmonella spp. Yersinia enterocolitica Allgemeine Hinweise:

Mehr

Impfen bei unbekanntem Impfstatus

Impfen bei unbekanntem Impfstatus Impfen bei unbekanntem Impfstatus Kirsten Wittke Inst. Med. Immunologie, CVK 27.2.2016 Nur dokumentierte Impfungen zählen!!! Impfen bei unbekanntem Impfstatus 1. Grundsätze 2. Vorgehen bei fehlender Impfdokumentation

Mehr

Epstein-Barr-Virus-Infektion: Möglichkeiten und Grenzen der serologischen Diagnostik von Reaktivierungen und chronischen Verläufen

Epstein-Barr-Virus-Infektion: Möglichkeiten und Grenzen der serologischen Diagnostik von Reaktivierungen und chronischen Verläufen Epstein-Barr-Virus-Infektion: Möglichkeiten und Grenzen der serologischen Diagnostik von Reaktivierungen und chronischen Verläufen Dr. Claudia Wolff Viramed Biotech AG 1 Akute EBV-Primärinfektion Erster

Mehr

Nebenwirkungen nach Impfprophylaxe

Nebenwirkungen nach Impfprophylaxe Nebenwirkungen nach Impfprophylaxe WOLF D. KUHLMANN Radioonkologie, Klinische Kooperationseinheit Strahlentherapie DKFZ Heidelberg Im Neuenheimer Feld 280, D-69120 Heidelberg Nach WHO-Empfehlung können

Mehr

GEBRAUCHSINFORMATION

GEBRAUCHSINFORMATION GEBRAUCHSINFORMATION Equilis Tetanus-Vaccine Injektionssuspension für Pferde, Rinder, Schafe, Schweine und Hunde Name und Anschrift des Zulassungsinhabers und, wenn unterschiedlich, des Herstellers, der

Mehr

Informationen zu Reiseschutzimpfungen

Informationen zu Reiseschutzimpfungen Informationen zu Reiseschutzimpfungen Schutz vor unerwünschten Reisesouvenirs Die Gefahr, eine Infektionskrankheit als Reisesouvenir mit nach Hause zu bringen, ist größer als viele Reisende denken. Nicht

Mehr

Impfungen - wirksame und wichtige Schutzmaßnahme der Medizin

Impfungen - wirksame und wichtige Schutzmaßnahme der Medizin Impfungen - wirksame und wichtige Schutzmaßnahme der Medizin Dr. med. M. Katharina Hüppe Fachbereich Gesundheit Team Hygiene Copyright: DGK Impfschutz Vollständiger Impfschutz gegen leicht übertragbare,

Mehr

BEIJING WANTAI: HEPATITIS E DIAGNOSTIK

BEIJING WANTAI: HEPATITIS E DIAGNOSTIK BEIJING WANTAI: HEPATITIS E DIAGNOSTIK Wantai HEV-IgM ELISA Wantai HEV-IgG ELISA Wantai HEV-Total-Antikörper ELISA Wantai HEV-Ag ELISA Plus Wantai HEV-IgM SCHNELLTEST Hepatitis E Hepatitis E, bis anhin

Mehr

Dr. Jung und Dr. Mansfeld informieren: Erweiterte Schwangerschaftsvorsorge

Dr. Jung und Dr. Mansfeld informieren: Erweiterte Schwangerschaftsvorsorge Dr. Jung und Dr. Mansfeld informieren: Erweiterte Schwangerschaftsvorsorge Der Grundgedanke Durch die gesetzlichen Krankenversicherungen erhalten Sie nach wie vor alle notwendigen ärztlichen Leistungen

Mehr

VORLESUNG ALLGEMEINMEDIZIN

VORLESUNG ALLGEMEINMEDIZIN VORLESUNG ALLGEMEINMEDIZIN Auswahl Folien Impfungen WS 2014/15 einige Argumente von Impfskeptikern Impfungen sind nicht notwendig epidemischer Verlauf von Infektionskrankheiten ist selbst begrenzend allein

Mehr

Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) Hinweise und Empfehlungen zu Reiseimpfungen

Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) Hinweise und Empfehlungen zu Reiseimpfungen Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) Hinweise und Empfehlungen zu Reiseimpfungen Stand: Mai 2016 Inhalt Allgemeine Hinweise Bestellung der Infobroschüre...5 Allgemeiner

Mehr

Arthur Kaser Univ.-Klinik f. Innere Medizin II Medizinische Universität Innsbruck Immunokomprimittierung IBD Patienten sind nicht a priori immunokompromittiert Die unterschiedlichen immunsuppressiven

Mehr

Infektiologische Präventivmaßnahmen bei Praktikanten im Gesundheitsdienst und der Wohlfahrtspflege

Infektiologische Präventivmaßnahmen bei Praktikanten im Gesundheitsdienst und der Wohlfahrtspflege Infektiologische Präventivmaßnahmen bei Praktikanten im Gesundheitsdienst und der Wohlfahrtspflege Stellungnahme der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.v. Kommission für Infektionskrankheiten

Mehr

Die Diagnostik der Toxoplasmose. Wo stehen wir?

Die Diagnostik der Toxoplasmose. Wo stehen wir? Die Diagnostik der Toxoplasmose. Wo stehen wir? I. Reiter-Owona, A. Hoerauf Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie (IMMIP), Universitätsklinikum Bonn I N S T A N D e. V.

Mehr

Antimikrobiell wirksame Kupferbasiswerkstoffe zusätzlicher Baustein zur Reduktion von Infektionsrisiken. www.diehl.com/diehlmetall

Antimikrobiell wirksame Kupferbasiswerkstoffe zusätzlicher Baustein zur Reduktion von Infektionsrisiken. www.diehl.com/diehlmetall Antimikrobiell wirksame Kupferbasiswerkstoffe zusätzlicher Baustein zur Reduktion von Infektionsrisiken www.diehl.com/diehlmetall Status Quo In Deutschland erkranken jährlich ca. 400.000 bis 600.000 Patientinnen

Mehr

Impfung gegen die Neue Grippe ("Schweinegrippe")

Impfung gegen die Neue Grippe (Schweinegrippe) - Freier Text zur freien Verwendung durch Kassen und Länder entsprechend ihrer Anforderungen - Impfung gegen die Neue Grippe ("Schweinegrippe") Neue Grippe Ende April 2009 veröffentlichten die amerikanischen

Mehr

Sie haben die Möglichkeit, an dieser Impfaktion teilzunehmen, wenn Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

Sie haben die Möglichkeit, an dieser Impfaktion teilzunehmen, wenn Sie folgende Voraussetzungen erfüllen: HPV- Impfkampagne Liebe Niederösterreicherin! Das Land Niederösterreich fördert als erstes Bundesland auf Initiative von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll Impfungen gegen HPV (=humane Papillomviren), die

Mehr

Pathogene Mikroorganismen im Trinkwasser

Pathogene Mikroorganismen im Trinkwasser Pathogene Mikroorganismen im Trinkwasser Dipl. Ing. (FH) Thorsten Dilger www.agrolab.de Geschichte 1665 Entwicklung des Mikroskops 1866 Louis Pasteur 1843-1910 Robert Koch Milzbrand Morbus Koch = Tuberkulose

Mehr

1/ Information über die Grippe einschließlich der neuen H1N1-Grippe für Personen mit bestimmten Krankheiten

1/ Information über die Grippe einschließlich der neuen H1N1-Grippe für Personen mit bestimmten Krankheiten 1/ Information über die Grippe einschließlich der neuen H1N1-Grippe für Personen mit bestimmten Krankheiten 2/ U.S. DEPARTMENT OF HEALTH AND HUMAN SERVICES (US-GESUNDHEITSMINISTERIUM) Centers for Disease

Mehr

Steckbriefe der wichtigsten Krankheiten, die durch Lebensmittel übertragen werden

Steckbriefe der wichtigsten Krankheiten, die durch Lebensmittel übertragen werden Steckbriefe der wichtigsten Krankheiten, die durch Lebensmittel übertragen werden Hier werden nur die im Infektionsschutzgesetz (IfSG) genannten und für den Küchenbereich wichtigen Krankheiten alphabetisch

Mehr

Impfungen/Infektionsschutz Arbeitsmedizin

Impfungen/Infektionsschutz Arbeitsmedizin Impfungen/Infektionsschutz Arbeitsmedizin Prof.Dr.med.habil.H.Meinel Facharzt Innere Medizin/Betriebsmedizin Wintersemester 2012/13 9.Fachsemester/3.Klinisches Jahr Verantwortung im Infektionsschutz Verantwortlichkeit

Mehr

Nadellos intradermal Impfen mit IDAL die Zukunft der Impfung

Nadellos intradermal Impfen mit IDAL die Zukunft der Impfung Nadellos intradermal Impfen mit IDAL die Zukunft der Impfung Geschäftsbereich Nutztier Intervet Deutschland GmbH, ein Unternehmen der MSD Tiergesundheit Intradermal Impfen die Zukunft der Impfung Gliederung

Mehr