Wahlpflichthandlungsbereiche im Curriculum für den geprüften Fachmann für kaufmännische Betriebsführung nach der Handwerksordnung

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1 Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln Wahlpflichthandlungsbereiche im Curriculum für den geprüften Fachmann für kaufmännische Betriebsführung nach der Handwerksordnung en, und Inhalte Düsseldorf, 16. September 2014 Rolf Richard Rehbold Das DHI e.v. wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie auf Grund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie von den Wirtschaftsministerien der Bundesländer und vom Deutschen Handwerkskammertag. FBH 2012 FBH 2014

2 Vorbemerkungen - Idee der Handlungs- und Kompetenzorientierung - Im Fokus: Handlungssituationen, die bewältigt werden sollen - Konkretisierung über - Interpretation der Inhaltsangaben im Hinblick auf die Situation LESERICHTUNG: von links nach rechts

3 Wahlpflichtbereiche als Ergänzung zu den Handlungsfeldern aus Teil III der Meisterprüfung Wahlpflichtbereich 1: Informations- und Kommunikationstechnologien nutzen (40h) Wahlpflichtbereich 4: Projektmanagement im Handwerksbetrieb umsetzen (40h) Wahlmodul 2: Kommunikations- und Präsentationstechniken im Geschäftsverkehr einsetzen (40h) Wahlpflichtbereich 3: Buchhaltung im Handwerksbetrieb unter Einsatz von branchenüblicher Software umsetzen (40h) 3 FBH 2014

4 Wahlpflichtbereich 1: Informations- und Kommunikationstechnologien nutzen a) Möglichkeiten der Gestaltung und Optimierung von Webseiten aufzeigen und bewerten b) IKT insbesondere für Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Personalgewinnung nutzen 12 h Mögliche Elemente eines Internetauftritts unter Berücksichtigung von Rechtspflichten festlegen Inhalte definieren und Gestaltungsoptionen bewerten Betrieblichen Internetauftritt auf Verbesserungsmöglichkeiten untersuchen Aufbau, Struktur und Gestaltungsmöglichkeiten Instrumente der Webseitenerstellung und Pflege Suchmaschinenoptimierung Barrierefreies Webdesign Schutzmechanismen 12 h Web-Technologien mit Blick auf Einsatzmöglichkeiten bewerten und festlegen Kommunikationstechnologien für das Marketing des Unternehmens nutzen den Einsatz von ausgewählten Web- Technologien betreuen Unterschiede zwischen den verschiedenen WEB-Technologpien Stationäre und mobile Endgeräte Intranet, Internet, Cloud-Computing Auswahl und Kombination betriebsnotwendiger Software Wikis und Weblogs Apps, Podcasts, Newsletters Social Networking o Potentiale und Risiken der Anwendungen o Notwendige Unternehmenskultur und o Einführung und Pflegeaufwand

5 Wahlbereich 1: Informations- und Kommunikationstechnologien nutzen c) Ein betriebliches Datenschutzsystem für die Nutzung der IKT aufbauen und einführen 8 h d) Online-Geschäfte unter Berücksichtigung der Bestimmungen des Onlinerechts abwickeln Rechtliche Regelungen für die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen und Datensicherheitsrichtlinien kennen und umsetzen Regeln für die Kommunikation über IKT aufstellen Zugriffsrechte für Daten reglementieren Zugriffsregelungen und Datensynchronisation Dokumentenmanagementsysteme (DMS) Datenschutzbestimmungen Datensicherheitsrichtlinien Datenschutz- und Datensicherheitsmaßnahmen Ordner- und Dateisysteme 8 h Rechtliche Regelungen im eigenen Online-Shop umsetzen Möglichkeiten der elektronischen Beschaffung bewerten und nutzen Allgemeine Regelungen zum Onlinerecht Haftungsausschluss Umgang mit fremdem Text- und Bildmaterial Shop-Systeme (E-Commerce) Elektronische-Beschaffung (E-Procurement) Schnittstellen (Kunden- und Lieferantendaten) Möglichkeiten papierloser Auftragsabwicklung

6 Wahlmodul 2: Kommunikations- und Präsentationstechniken im Geschäftsverkehr einsetzen Beratungsgespräche auch unter Einbindung EDVgestützter Kommunikations- und Präsentationstechniken bedarfsgerecht führen 12 h Beschwerdengespräche zur Verbesserung der Kundenbeziehung nutzen Kundengespräch vorbereiten Kunden situationsgerecht ansprechen und begrüßen Kundenbedürfnisse ermitteln Aus Information über Kundenbedürfnisse geeignete Lösung ableiten Lösung mit Blick auf Kundenbedürfnisse und Produktnutzen anbieten Auf Einwände eingehen Erfahrungen im Beratungsgespräch analysieren und Konsequenzen für zukünftige Gespräche ableiten - Umgangsformen und Kommunikationsregeln - Grundmodell der Kommunikation Sender - Empfänger Vier Seiten einer Nachricht - Gesprächstechniken und - dokumentation (Fragetechniken / Gesepächsformen) - Kundenbedürfnisse (Maslow, Eisberg,.. ) 12 h Sich und das Unternehmen präsentieren 16 h Kunden mit Beschwerden ernst nehmen Kunden situationsgerecht ansprechen und begrüßen Beschwerdegründe und Bedürfnislage ermitteln Lösungen zur Behebung der Beschwerdegründe anbieten Erfahrungen im Beratungsgespräch analysieren und Konsequenzen für zukünftige Gespräche ableiten Präsentationsziele festlegen und Präsentation planen Vortrag unter Nutzung medialer und rhetorischer Mittel gestalten und durchführen Präsentation reflektieren und für künftige Nutzung überarbeiten - Konfliktbewältigung - Konflikterkennung - Umgang mit Konflikten - Selbstreflektion - Lösungsstrategien ("PAULA" u.a.) - Präsentationstechniken - Rhetorik und deren Grundsätze - Medieneinsatz und Abstimmung auf die Zeilgruppe

7 Wahlpflichtbereich 3: Buchhaltung im Handwerksbetrieb unter Einsatz von branchenüblicher Software umsetzen a) Belege erstellen, prüfen und kontieren 20h b) Kassenbuch anlegen, führen und prüfen Belegprüfung in die Organisationsbereiche der Geschäftsbuchhaltung einordnen Rechnungen erfaasen Belege des Geschäftsverkehrs prüfen und kontieren als Vorbereitung für den Steuerberater Buchhaltungsbereiche - Kreditorenbuchhaltung - Debitorenbuchhaltung - Kassenbuchführung - Lohn-/Gehaltsbuchführung - Belegprüfung - Kontierung und Verbuchung 4 h Anforderungen an die Kassenbuchführung gemäß der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung in einem elektronischem Kassenbuch sowie der Belegablage umsetzen Einzahlungen und Auszahlungen softwaregestützt im Kassenbuch erfassen Kassenabschluss durchführen und prüfen - Kassenbuchaufbau - Erfassung der Barvorgänge - Scheckverkehr - Kassenbuchkontrolle, Kassensturz, kassendifferenzen - Belegkontrolle - Belegaufbewahrung

8 Wahlpflichtbereich 3: Buchhaltung im Handwerksbetrieb unter Einsatz von branchenüblicher Software umsetzen c) Lohnabrechnung vorbereiten und durchführen d) Mitwirken bei der Vorbereitung des Jahresabschlusses 6 h Bedeutung einer rechtlich korrekten Lohnabrechnung als Grundpflicht des Arbeitgebers erkennen Schritte der Lohnbuchhaltung festlegen und terminieren Lohn ermitteln Lohnabrechnungen durchführen Meldungen sowie Zahlungen an öffentliche Stellen veranlassen Bestandteile der Gesamtlohnkosten sowie Abzüge gegenüber Mitarbeitern erläutern - Erfassung von Mitarbeiterdaten - Erfassung von Arbeitszeiten - Struktur und Bestandteile einer Lohnabrechnung - Termine und fristen 10 h - Bestände erfassen und bewerten - Anlagevermögen und Werteverzehr softwaregestützt erfassen - Inventur, Inventar und Bilanz - Ansatz- und Bewertungsgrundsätze - Anlagenbuchhaltung

9 Wahlpflichtbereich 4: Projektmanagement im Handwerksbetrieb umsetzen Projekt initiieren und definieren Projekt planen 8 h Projektanlass definieren Zielsetzung des Projekts festlegen und hinterfragen Interessen von möglichen Partnern und Betroffenen abwägen Ideensammlung zur Lösung der Problemstellung durchführen Projektkonzept erstellen Bedeutung ds Projektmanagements Interdisziplinarität im Projektmanagement Merkmale eines Projekts zentrale Begriffe: Projektphasen, Meilensteine etc. Akteure im Projekt Projektauftrag Projektstart Projektantrag Projektskizze 16 h Problemsituation und Ziele detailliert definieren Projektstruktur und -organisation festlegen Zeitplanung unter Nutzung von Projektmanagementsoftware durchführen Ressourcen ermitteln und Kosten der Projektdurchführung berechnen Risiken erkennen und hinsichtlich Wirkung und Auftretenswahrscheinlichkeit bewerten sowie Umgang mit Risiken festlegen Anforderungen an Mitarbeiter sowie deren Aufgaben und Befugnisse festlegen Projektkommunikation planen Projektorganisationsformen Ziel- und Umfeldplanung Vorgehensmodelle Projektstrukturplanung Ablauf- und Terminplanung Einsatzmittelplanung Kosten- und Finanzplanung Risikomanagement Softwareeinsatz im Projektmanagement Projektstart Anforderungen an Projektleiter und Projektmitarbeiter Externe Akteure

10 Wahlpflichtbereich 4: Projektmanagement im Handwerksbetrieb umsetzen Projektdurchführung überwachen und steuern 4 h Projektteam entwickeln und führen Projekt abschließen 8 h Projektaktivitäten dokumentieren Instrumente zur Projektfortschrittsüberwachung einsetzen Soll-Ist-Abweichungen erkennen und korrigieren Kommunikationsinstrumente zur Information und Motivation nutzen Meetings planen und vorbereiten sowie an Meetings teilnehmen Motivationsgespräche führen Konflikte erkennen und Maßnahmen zur Milderung einleiten Projektsteuerung und -kontrolle Qualitätssicherung und Fehlervermeidung Kommunikation im Projektablauf Konfliktmanagement in Projekten Teambuilding und Umgang mit Mitarbeitern Teamentwicklung im Projekt Relevanz von Projektmeetings, Kick-Off und Abschlussworkshop Verhalten bei Widerständen und Krisen Motivation 4 h Dokumentation und Abschlussbericht erstellen Projektergebnisse präsentieren Projektverlauf und Ergebnisse im Hinblick auf Erfahrungen für zukünftige Projekte reflektieren Projektabschluss: Abschlussbericht, Abschlussworkshop Projektpräsentation Abnahme und Projektkontrolle Projektdokumentation Projektlernen

11 Kontakt Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln Rolf R. Rehbold Venloer Str OG, Raum Köln Telefon: Web: 11 FBH 2014

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