Inflationsprognose Schweiz

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1 Inflationsprognose Schweiz 29. September 29 Claude Maurer Macro Analysis and Policy Schweiz Credit Suisse Das interessiert die Welt: Inflation vs. Deflation... Google-Suchanfragen, Index: Maximum beider Anfragen = Inflation Deflation (rechte Skala) "The U.S. economy will enter hyperinflation approaching the levels in Zimbabwe..." Marc Faber, 27. Mai "Die negative 6 Konjunkturentwicklung bringt für die mittlere Frist auch Deflationsrisiken mit 5 sich" Thomas Jordan, 6. Mai /28 4/28 7/28 1/28 1/29 4/29 7/ Quelle: Google Insight 29. September 29 Folie 2

2 ...wobei Deflation vor allem in Europa und den USA ein Thema war Google-Suchanfragen, Maximum = Quelle: Google Insight, Geostat 29. September 29 Folie 3 29 erstmals seit 1959 negativ... Preiswachstum zum Vorjahr Durchschnitt 28: Durchschnitt 29: /27 12/27 4/28 8/28 12/28 4/29 8/29 Quelle: Bundesamt für Statistik, Durchschnitt 29 Prognose Credit Suisse Economic Reserach 29. September 29 Folie 4

3 ...hauptsächlich aufgrund billigerer Erdölprodukte Preiswachstum zum Vorjahr sbeitrag aller Nicht-Erdölprodukte sbeitrag Erdölprodukte - - 8/27 12/27 4/28 8/28 12/28 4/29 8/29 Quelle: Bundesamt für Statistik, Credit Suisse Economic Reserach 29. September 29 Folie 5 Folgende Güter aus dem Warenkorb wurden billiger: Andere Getreideprodukte Sanitätsmaterial Oberhemden Rindfleisch Medizinische Apparate und Geräte Mäntel Kalbfleisch Ärztliche Leistungen Sommer-/ Ganzjahrsportbekleidung Schweinefleisch Occasions-Automobile Damenschuhe Fleischwaren und zubereitetes Fleisch Telekomgeräte Herrenschuhe Fische, frisch Telefonie Mobilnetz Luftverkehr Fische, tiefgekühlt Internet Pflanzen Vollmilch Fernsehgeräte Wohnmöbel Andere Milch Audio-Video-Geräte Einrichtungszubehör Halbhart- und Hartkäse Foto-, Kino- und optische Geräte Bodenbeläge und Teppiche Frisch-, Weich und Schmelzkäse PC Hardware Bettzeug und Haushaltwäsche Andere Milcherzeugnisse Software für Computer Geschirr und Besteck Rahm Aufzeichnungsmedien Andere Gebrauchsgüter für die Haushaltführung Butter Wintersportartikel Margarine, Speisefette und -öle Motorfahrzeugversicherung Kartoffelhaltige Produkte Finanzielle Dienstleistungen Süsswaren Material für Instandhaltung und Reparatur der Wohnung Speiseeis Sommer- und Ganzjahressportartikel, Campingartikel Zucker Sportveranstaltungen Kakao und Nährgetränke Benzin Natürliche Mineralwasser Diesel Süssgetränke Gas, Verbrauchstyp II Seifen und Badezusätze Gas, Verbrauchstyp III Gründe für fallende Preise: Haarpflegemittel Gas, Verbrauchstyp IV Mehr Wettbewerb bzw. Anpassung an Weltmarkt Zahnpflegemittel Gas, Verbrauchstyp V Billigeres Erdöl Papierwaren für die Körperpflege Heizöl Technischer Fortschritt/Substitution Quelle: Bundesamt für Statistik, Credit Suisse 29. September 29 Folie 6

4 Zwei Faktoren prägen die Preisentwicklung Realwirtschaft Geldmengenwachstum "Preise spiegeln Knappheit und Marktmacht wider" Es gilt: Hohe Arbeitslosigkeit = wenig Lohndurchsetzungsmacht Tiefe Kapazitätsauslastung = wenig Preissetzungsmacht Kostendruck "Inflation ist ein monetäres Phänomen" Es gilt: GM * UG = WA * P GM = Geldmenge UG = Umlaufgeschwindigkeit WA = Wachstum des BIP P = 29. September 29 Folie 7 21: Monetär besteht durchaus Inflationspotenzial Veränderung zum Vorjahr, in % um drei Jahre verzögert Geldmenge M2 (rechte Skala) Quelle: Schweizerische Nationalbank, Bundesamt für Statistik 29. September 29 Folie 8

5 21: Kaum sdruck aus der Realwirtschaft Simulation der Taylor-Regel mittels Prognose der Produktionslücke effektiv Taylor-Regel Quelle: Bloomberg, Credit Suisse 29. September 29 Folie 9 21: Produktivitätsanstieg führt zu tieferen Lohnstückkosten Vorjahreswachstum der Arbeitsproduktivität 5% Produktivität Q1 93 Q1 95 Q1 97 Q1 99 Q1 1 Q1 3 Q1 5 Q1 7 Q1 9 Quelle: Bloomberg, Credit Suisse 29. September 29 Folie 1

6 21 Rohstoffkosten: Positiver Basiseffekt sogar mit konstantem Erdölpreis sbeitrag Erdölprodukte bei konstantem Preis sbeitrag Erdölprodukte - - 8/27 6/28 4/29 2/21 12/21 Quelle: Bloomberg, Credit Suisse 29. September 29 Folie 11 Das Inflationsklima bleibt 21 trotz Risiken mild Im Zuge der Erholung verlieren die inflationsdämpfenden realwirtschaftlichen Faktoren an Einfluss. Spiegelbildlich wird das Inflationspotenzial akut, das die Schweizerische Nationalbank (SNB) zur Krisenbekämpfung mittels einer Verdoppelung der Geldmenge und durch Zinssätze nahe Null geschaffen hat. Voraussetzungen für mildes sklima sind jedoch gegeben: Es herrscht Konsens, dass Inflation wohlfahrtsschädigend ist SNB hat klaren Auftrag zur Sicherung der Preisstabilität. Sie ist technisch in der Lage, diesen umzusetzen und die Geldmenge rasch zu verringern Wettbewerbsdruck auf dem Binnenmarkt (bzw. Androhung von Wettbewerb) fördert optimale Faktorallokation 29. September 29 Folie 12

7 Disclaimer Dieses Dokument wurde vom der Credit Suisse hergestellt und ist nicht das Ergebnis einer/unserer Finanzanalyse. Daher finden die "Richtlinien zur Sicherstellung der Unabhängigkeit der Finanzanalyse" der Schweizerischen Bankiervereinigung auf vorliegendes Dokument keine Anwendung. Diese Publikation dient nur zu Informationszwecken. Die darin vertretenen Ansichten sind diejenigen des der Credit Suisse zum Zeitpunkt der Drucklegung (Änderungen bleiben vorbehalten). Die Publikation darf mit Quellenangabe zitiert werden. Copyright 29 Credit Suisse Group AG und/oder mit ihr verbundene Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten. 29. September 29 Folie 13

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