Jetzt handeln weil das Wichtigste im Leben mehr verdient als nur das Nötigste! *

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1 Personalversammlung BARMER GEK Jetzt handeln weil das Wichtigste im Leben mehr verdient als nur das Nötigste! * am 19. März 2014 in Saarbrücken Gewerkschaftssekretär Michael Quetting 1

2 Was bewegt uns? Organisationsreform 3 Tarifverhandlungen parallel GKV Finanzstruktur- und Qualitäts-Weiterentwicklungsgesetz Vier Themen, die die Einkommens- und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten betreffen: Organisationsreform Politische Rahmenbedingungen Anlage 5 / Eingruppierungsordnung Entgeltverhandlungen ver.di 2

3 Was bewegt uns? ver.di 3

4 Einerseits Christoph Straub von der Barmer/GEK und seine beiden Vorstandskollegen haben 2013 wohl den größten Gehaltssprung gemacht. Statt wie zuvor auf ,96 Euro Jahressalär brachte Straub es 2013 auf knapp Euro. Das waren 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Wie seine beiden Vorstandskollegen bekam er unter anderem eine Erfolgsvergütung von Euro. FAZ am ver.di 4

5 Andererseits Fakten: Organisationsreform BARMER GEK Stellen (ca Personen) werden abgebaut; Zahl der betroffenen Beschäftigten erfahrungsgemäß höher 400 Geschäftsstellen werden geschlossen unternehmerische Entscheidung 5

6 Organisationsreform Ein guter Tarifvertrag ist wichtig, weil seelische Gesundheit einfach mehr Kraft verleiht!* Für uns ist klar, dass faire und beschäftigtennahe Regelungen erforderlich sind. Beispielsweise einer Teilzeitkraft mit schulpflichtigen Kindern eine Stelle in großer Entfernung anzubieten, ist keine Option! ver.di ist wie der Hauptpersonalrat und die örtlichen Personalräte für die Vertretung der Beschäftigteninteressen zuständig. Wir werden alle mit einem Schulterschluss in diesem schwierigen Prozess zusammenarbeiten. Gemeinsam sind wir stärker! Mehr von uns ist besser für alle! 6

7 Organisationsreform Tarifliche Begleitung der Organisationsreform unsere Themen: Realer Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen Anlage 12 reicht nicht aus! Frühzeitiger gleitender Übergang in den Ruhestand, den sich Beschäftigte auch leisten können. Verbessere ATZ-Regelung Verbesserte Beurlaubungsregelung Möglichkeit des Vorruhestands ohne Abschläge Weiterzahlung der Pensionsbeitrages Anlage 7 auf Basis des dynamischen Bruttos vor Beginn des Vorruhestandes verbesserte Abfindungsregularien bislang bis zum 15. Beschäftigungsjahr berücksichtigt; ver.di: für jedes weitere Jahr 1 Monatsentgelt mehr 7

8 Organisationsreform Tarifliche Begleitung der Organisationsreform unsere Themen (weiter): Mobilitätsunterstützung Anrechnung Fahrzeiten Kompensation der Mehrkosten durch längere Fahrt-/Reisewege weitere Unterstützungsleistungen (Familie, Teilzeitkräfte..) Keine finanzielle Benachteiligung durch Versetzung aufgrund der Organisationsreform (Verlagerung/Schließung von GST etc.) Qualifikation und Qualifikationskriterien Umschulungen/Fortbildungen für neue Tätigkeiten innerhalb der BARMER GEK und außerhalb der BARMER GEK Vollständig durch Arbeitgeber finanziertes Outplacement 8

9 Organisationsreform Saarbrücker Petition der Beschäftigten Wir befürchten, dass hochqualifizierte Arbeitsplätze aus unserer Region verschwinden. Unsere Heimat im Herzen Europas soll zur Randlage verkommen. Dies ist nicht nur für Beschäftigte der BARMER GEK schlecht, wir sehen Verschlechterungen für die Versicherten. Dies alles geschieht vor dem Hintergrund, die Gesetzlichen Krankenkassen gegeneinander in den Wettbewerb zu treiben und eine Errungenschaft des Sozialstaates systematisch zu zerstören. 9

10 Organisationsreform Saarbrücker Petition der Beschäftigten 10

11 GKV-FQWG Gesetz zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qualität in der Gesetzlichen Krankenversicherung Der Arbeitnehmer-Sonderbeitrag in Höhe von 0,9 %punkten wird umgewandelt zu einem neuen, in der Höhe unbegrenzten Zusatzbeitrag für die Versicherten der GKV Der Arbeitgeberbeitrag wird bei 7,3 Prozent eingeforen ver.di fordert die Abschaffung von einseitigen Zusatzbelastungen der GKV-Mitglieder und die Rückkehr zur paritätischen Beitragsfinanzierung. 11

12 GKV-FQWG Fehlende Deckung soll allein durch die neuen Zusatzbeiträge für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufgefangen werden Falsch und irreführend ist der Eindruck, den das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) vermittelt, die Versicherten würden durch das GKV-FQWG insgesamt entlastet. Die Dynamik der Steigerung des beabsichtigten Zusatzbeitrages ist absehbar, wenn die Finanzsituation der GKV sich verschlechtert. Mit der Neuregelung geht der bisherige Arbeitnehmer-Sonderbeitrag von 0,9 Prozent in den neuen Zusatzbeitrag allein für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf. Das BMG beziffert den Fehlbetrag durch Abschaffung des Arbeitnehmer- Sonderbeitrages auf elf Milliarden Euro. Der Bund entlastet sich durch den Wegfall des Sozialausgleichs sogar um potenzielle Ausgaben in Höhe von fünf Milliarden 12

13 GKV-FQWG Was wird aus der GKV? Wo bleibt der Anspruch? Eine Frage der Solidarität und der Wertschätzung! Die gesetzlichen Krankenkassen und ihre soziale Selbstverwaltung werden zum Sündenbock für die Politik der Bundesregierung gemacht. Insgesamt werden die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer immer höher belastet. Die freiwillig gesetzlich Versicherten erhalten verstärkte Anreize, in die Private Krankenversicherungsunternehmen zu wechseln. 13

14 GKV-FQWG Der Markt wird es schon richten Es ist lächerlich, wenn das BMG die positive Finanzentwicklung der GKV der vergangenen Jahre den wettbewerbsorientierten Reformen zuschreibt, d.h. der Verlagerung von Steuerungskompetenzen in Richtung Wettbewerb. Schließlich haben alle Sozialversicherungen von der robusten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung profitiert und das, obwohl weder die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung noch die Deutsche Rentenversicherung oder die Bundesagentur für Arbeit wettbewerblich gesteuert werden. 14

15 Gehaltserhöhung Tarifverhandlungen zur Erhöhung der Entgelte ver.di Forderung Arbeitgeber-Angebot 5,2 % für alle zum ,3 % zum ,0 % Laufzeit: 24 Monate Beispiel VG 6 Stufe 4 bisher 3511,00 -> + 182,57 -> + 45,64 in > + 35,57 in 2015 VG 7 Stufe 4 - bisher 3822,00 -> + 198,74 -> + 49,68 in > + 38,72 in 2015 Differenz Forderung/Angebot: VG 6 Stufe 4: 101,36 VG 7 Stufe 4: 110,34 15

16 Eingruppierung Anlage 5 - Eingruppierungsordnung seit mehreren Monaten in Verhandlungen schwierige Verhandlungen Unterschiedliche Bewertungen von Tätigkeitsmerkmalen und deren Wertigkeit Unterschiedliche Auffassungen zu Besitzständen und deren Erfordernissen ver.di 16

17 Eingruppierung Unsere Positionen: Entwicklung einer Entgeltordnung, die für alle Beschäftigten Anwendung finden kann und gleichermaßen gerecht ist. Beschäftigte dürfen finanziell keine Verschlechterung auf Grund einer neuen Entgeltordnung haben (Besitzstand) Teilhabe an tariflichen Erhöhungen für alle Beschäftigten Bereits aktuell vorhandene Besitzstände werden nicht angepackt ver.di 17

18 Eingruppierung Anlage 5 Eingruppierungsordnung Ausblick: Weitere Verhandlungstermine vereinbart Die bevorstehenden Veränderungen im Zusammenhang mit der Organisationsreform müssen berücksichtigt werden Keine neue Anlage 5 um jeden Preis das Ziel einer gerechten und für alle Beschäftigten gleichermaßen geltenden Eingruppierungsordnung steht im Vordergrund ver.di 18

19 Die Quintessenz Welches Thema wir auch ansprechen: Es geht um die Zukunft! Es geht um unsere Wertschätzung und Würde. Die Lage ist ernst. ver.di wird sich mit ihrer ganzen Kraft sich mit dieser Lage nicht abfinden. Wollen Sie die Auseinandersetzung aufnehmen? 19

20 Sagen Sie JA Unterschreiben Sie die Petition der Beschäftigten! Sammeln Sie Unterschriften! Beteiligen Sie sich an den Tarifauseinandersetzungen! ver.di verspricht hier jedem Mitglied Rechtschutz! Seien Sie zum Kampf bereit! Nur, wenn wir laut genug werden und die Öffentlichkeit auf unsere Seite nehmen, können wir das Schlimmste verhindern! Es geht um unsere Würde! Unterstützen Sie die ver.di- Betriebsgruppe! 20

21 Mitdiskutieren heute, bei Mitgliederversammlungen Mitmachen aktiv von der Forderungsfindung bis hin zur Durchsetzung! Gemeinsam mehr erreichen! Eines ist klar. Egal ob Gehaltstarifverhandlungen, Tarifverhandlungen im Zusammenhang mit der Organisationsreform oder Anlage 5/Entgeltordnung: es geht nicht ohne Sie bzw. Euch! Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit 21

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