Smart Metering. Heinrich Bertke / Magdeburg

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1 Smart Metering Heinrich Bertke / Magdeburg Copyright 2006 Elster Group All Rights Reserved. Elster and its logo, are trademarks of Elster Group 1

2 Inhalt 1. Was versteht man unter Smart Metering 2. Anforderungen, Wünsche, Möglichkeiten 3. Mögliche Treiber 4. Energieeffizienzrichtlinie 5. Aktivitäten in Europa, Beispiele 6. Anforderungen an den Gaszähler 7. Produktbeispiele 8. Offene Punkte 9. Ausblick 10. Literaturverzeichnis 2

3 1. Was versteht man unter Smart Metering Smart Meter? Kleiner Gaszähler? Schöner Gaszähler? Elektronischer Zähler? Balgengaszähler mit Funkmodul? Balgengaszähler mit Encoder und M-Bus Schnittstelle? Balgengaszähler mit serieller Schnittstelle? Prepaymentzähler? Gaszähler mit Absperrventil?... Smart Metering ist unabhängig von der Zählertechnologie. Erwartet werden zusätzliche Funktionen. Der Zähler muss in den gesamten Abrechnungsprozess einbezogen werden. Er muss kommunikationsfähig sein. 3

4 1. Was versteht man unter Smart Metering Communication model (new) [1] 4

5 2. Anforderungen, Wünsche, Möglichkeiten Automatische Zählerstandserfassung, AMR oder AMM Unterschiedliche Tarife Tages- oder Stundenwerte Lastprofile zur Netzsteuerung und optimierung Sicherer Datenprozess, zeitnahe Daten Vor Ort Schnittstelle für den Kunden Informationen für den Kunden, z. B. zur Kosten- oder Energieeinsparung [2] Prepaymentfunktion Fern Ab- und Freischalten der Gaszufuhr (Inkassofunktion) Manipulationserkennung Selbstanmeldung der Zähler... 5

6 3. Mögliche Treiber Gesellschaftlicher Wandel (Flexibilität, Mobilität, Zahlungsmoral) Kosten, Inkassomanagement, Erreichbarkeit Wettbewerb, liberalisierter Energiemarkt Kundenbindung Netzmanagement Datenmanagement... Regulierer, Gesetzgeber [2] Endenergieeffizienzrichtlinie [3] Bedarf an zeitnahen Zählerständen steigt 6

7 4. Endenergieeffizienzrichtlinie [3] vom Artikel 13 Erfassung und informative Abrechnung des Energieverbrauchs (1) Soweit es technisch machbar, finanziell vertretbar und im Vergleich zu den potentiellen Energieeinsparungen angemessen ist, stellen die Mitgliedsstaaten sicher, dass, alle Endkunden in den Bereichen Strom, Erdgas, Fernheizung und/oder kühlung und Warmbrauchwasser individuelle Zähler zu wettbewerbsorientierten Preisen erhalten, die den tatsächlichen Energieverbrauch des Endkunden und die tatsächliche Nutzungszeit widerspiegeln... (2)... Die Abrechnung auf der Grundlage des tatsächlichen Verbrauchs wird so häufig durchgeführt, dass die Kunden in der Lage sind, ihren eigenen Energieverbrauch zu steuern. 7

8 4. Endenergieeffizienzrichtlinie [3] vom Artikel 13 Erfassung und informative Abrechnung des Energieverbrauchs (3)... b) Vergleich des gegenwärtigen Energieverbrauchs des Endkunden mit dem Energieverbrauch im selben Zeitraum des Vorjahres, vorzugsweise in grafischer Form. Anhang III Als Orientierung dienende Liste mit Beispielen für geeignete Energieeffizienzmaßnahmen r) Verbrauchserfassung, intelligente Verbrauchsmesssysteme, wie z. B. Einzelmessgeräte mit Fernablesung bzw. steuerung, und informative Abrechnung Umsetzung in nationales Recht bis 17. Mai

9 5. Aktivitäten in Europa, Beispiele England: - Pilotprojekte, gefördert von der Regierung [4] - Erste Anforderungen an Smart Gas Meter erstellt [5] - Ca. 2 Mio. Prepayment Gaszähler im Einsatz - Weitere Informationen siehe [6] Schweden: - Gesetzgeber schreibt monatliche Ablesung der Stromkunden ab dem vor, d. h. AMR- Einführung [7] Finnland: Stromzähler bereits fernauslesbar, mehr als sollen folgen [7] Niederlande: - Alle Strom- und Gaszähler sollen ab 2008/2009 durch fernauslesbare Zähler ersetzt werden [5] - Anforderungen entsprechend der NTA 8130 [8] - Ca Gaszähler im Großversuch 9

10 5. Aktivitäten in Europa, Beispiele Belgien: - Den Kunden müssen zukünftig Prepaymentzähler angeboten werden Spanien: - Pilotversuch von Gas Natural mit ca Gaszählern Österreich: - Pilotprojekt mit Stromzählern bei Energie AG entschieden - Pilot mit Gaszählern und Abschaltventil geplant Deutschland: - Viele Pilotprojekte sind in der Planung 10

11 6. Anforderungen an den Gaszähler Standardisierte Kommunikationsschnittstelle (optisch, induktiv, leitungsgebunden, Funk, einweg (AMR), zweiweg (AMM),...? Impuls reicht nicht. Evtl. Display und Taster (Tarifanzeige, Kundeninformationen, Bestätigungen,...) Evtl. integriertes Ventil (Prepayment, Inkasso-Abschaltung,...)... 11

12 7. Produktbeispiele hier: Gaszähler ohne Ventil Balgengaszähler mit der Möglichkeit der Fernauslese oder Kommunikation Externes Funkmodul mit Kabel Elektronisches Zählwerk mit Kommunikationsmodul Funk oder Kabel Integriertes Funkmodul Absolut Encoder mit M-Bus Kommunikationsmodul Funk oder Kabel 12

13 7. Produktbeispiele hier: Gaszähler mit Ventil Balgengaszähler von Elster Kromschröder mit integriertem Ventil, Prepayment- oder Kommunikationsmodul Integriertes Ventil Geeichter und plombierter Gaszähler Prepaymentmodul Kommunikationsmodul 13

14 7. Produktbeispiele hier: Systemeinbindung eines BGZ mit Ventil Prepayment (Englischer Markt): Gaszähler mit integriertem Ventil Fernauslesung mit Inkassoanwendung: E-Zählerr SAP (Billing) Datenaufbereitung (Transaktionsserver).. ISDN IP-Netze Kommunikation Kommunikation Cu-Kabel GPRS GSM Trafostationen Niederspannungsnetz Wireless M-BUS Bidirektionale Funkverbindung 14

15 8. Offene Punkte Kommunikationstechnologie 1. Ebene Kabel-M-Bus, Funk M-Bus, Funk 184 / 433 / 868 MHz, Bluetooth, Zigbee,GSM, GPRS,... Fixed Network, Walkby Protokollstandards M-Bus, SCR/IEC, herstellerspezifisch, z. B. Coronis, KNX,... Technologie der Impulsgeber Reed, induktiv, optisch, Absolut-Encoder,... Impulsauflösung Gesetzliche Vorschriften, Marktentwicklung - Häufigkeit der Ablesung, Kundeninformationen, Anreize zur Energieeinsparung, Kundenakzeptanz, Datenschutz,... Was wird national vorgeschrieben? - Eichrechtliche Belange, wem gehört der Zähler? Was möchten oder benötigen unsere Kunden? 15

16 9. Ausblick Der Bedarf an aktuellen Zählerständen wird steigen Der gesellschaftliche Wandel verändert die Prozesse Vom Gesetzgeber wird sich der Druck zur Energieeinsparung erhöhen (CO 2 -Ausstoss, Klimawandel) 86 % der Teilnehmer der Metering/Billing Conference Europe im Oktober 2006 in Kopenhagen sahen in Smart Metering den richtigen Weg [6] Die Anzahl der Pilotprojekte wächst ständig Eine Gesamtstrategie für die Energiebranche ist noch nicht erkennbar Eine spartenübergreifende Normung mit offenen Standards ist notwendig. Der Figawa-Arbeitskreis Dfü startet den Versuch. Es wurde ein DVGW PK Zukunft der Haushaltsgaszähler gegründet Der Balgengaszähler ist als Mess-Sensor unschlagbar und lässt sich mit Elektronik kombinieren Smart Metering wird kommen, es ist nur eine Frage der Zeit 16

17 9. Ausblick Zählerstandserfassung in Haushalten Heute Vorort / Mobil Zukünftig Fixnet Kosten Qualität Informationen Gesetzliche Postkarte Telefon Manuell Elektronisch Funk Internet Powerline PSTN (analog) GSM 17

18 10. Literaturverzeichnis [1] Smart metering in the Netherlands Henk van Bruchem, Kiwa N.V. Nieuwegein, 30/4/07 [2] Potenzial der Informations- und Kommunikations-Technologien zur Optimierung der Energieversorgung und des Energieverbrauchs. Studie für das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) vom18. Oktober 2006 FhG Verbund Energie und wik-consult [3] Endenergieeffizienz- und Energiedienstleistungensrichtlinie 2006 / 32 / EG vom 05. April 2006 [4] Domestic Metering Innovation, Consultation Document Ref 20/06, Ofgem UK 18

19 10. Literaturverzeichnis [5] Gas Smart Meter Functional Specification, Version 1.0, 30. Oktober 2006, Energy Retail Association, UK [6] news.telegraph von Freitag, Smart device puts meter men out of a job. By David Derbyshire. [7] Wireless M2M Communication and AMR, 2nd Edition 2005, Berginsight, VWEW-Fachtagung Smart Metering 05./ [8] Niederländische Technische Vereinbarung NTA 8130, English title: Minimum set of functions for metering of electricity, gas and thermal energy for domestic customers 19

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