BRAINAGENCY NEWSLETTER. Trend November 2015

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1 BRAINAGENCY NEWSLETTER Trend November 2015

2 Agenda Trend November Gartner Tech Trends 2016

3 Endgeräte-Netzwerk ( Device Mesh ) Das mobile Internet gehört längst nicht mehr nur den Smartphones und Tablets. Wearables, Connected Cars, Smart-Home- und sonstige IoT-Devices: Die Zahl der Geräte, über die wir an Informationen gelangen oder miteinander kommunizieren, steigt und steigt. Unternehmen müssen sich laut Gartner noch stärker auf dieses Netz an Endgeräten einstellen, das den mobilen Nutzer stetig umgibt. Hierzu gehört auch die bessere Vernetzung und Kooperation der verschiedenen Endgeräte untereinander. User Experience der Umgebung Zu den Eigenschaften des Device Mesh gehört auch, dass es dem Nutzer selbst gar nicht mehr konkret vor Augen tritt: Der Wechsel zwischen verschiedenen Endgeräten und nicht zuletzt auch von virtuellen zu realen Umgebungen wird in Zukunft noch unaufdringlicher und fließender sein. Augmented und Virtual Reality sind nur ein Beispiel für diese Ambient User Experience. Organisationen sollten diese Entwicklung vor allem beim Design neuer Anwendungen im Auge haben. Oberste Priorität im Mobile-App-Design, sei eine User Experience, die verschiedene Endgeräte umgibt und ihre jeweiligen Potenziale ausschöpft, vom IoT-Sensor über Alltagsgegenstände wie etwa Autos bis hin zu Fabriken. Neue Materialien im 3D-Druck Der 3D-Druck selbst gehörte schon im letzten Jahr zu den von Gartner definierten strategischen Tech-Trends. Dieses Mal geht es konkret um das beim Druckvorgang zum Einsatz kommende Material. Durch die immer breiter werdende Palette an möglichen Komponenten, etwa Karbon, Glas, Textilfasern und sogar biologischem Material, steige die ohnehin schon rasante Adaption von 3D-Druckern weiter und dehne sich auf zahlreiche weitere Branchen aus mit massiven Auswirkungen auf bestehende Herstellungs- und Liefer-Prozesse. 3

4 Vermessung d. Info-Dschungels Schon heute erreichen uns Informationen nicht nur in Textform, im Audio- oder Videoformat. Sensor- und kontextbasierte Daten werden in Zukunft immer wichtiger und führen zu einem umfassenden, aus allen Richtungen auf uns einströmenden Informationsangebot, das Gartner unter dem Terminus Information of Everything zusammenfasst. Unternehmen sollten schon jetzt geeignete Strategien und Technologien entwickeln, um Informationen aus den verschiedensten Datenquellen zusammenführen und aufbereiten zu können: Neue semantische Tools, Klassifizierungs- und Analyseverfahren werden die oftmals chaotische Informations-Sintflut entschlüsseln. Intellig. Maschinen & Deep Learning Die Fähigkeit künstlicher Systeme, aus Beispielen Wissen zu generieren, das sie verallgemeinern und auf zukünftige Situationen anwenden können, wird als maschinelles Lernen bezeichnet. Bislang funktionierte das hauptsächlich unter menschlicher Anleitung. Zukünftige Maschinen werden dank Deep Learning allerdings so intelligent sein, dass sie auch eigenständig Erfahrungen machen und aus diesen lernen können. Verantwortlich dafür sind die so genannten Deep Neural Networks, die es ihnen erlauben, die etwa über Sensoren zusammengetragenen Datenmengen zu analysieren und ihre Umgebung auf diese Weise selbst wahrzunehmen. Gartners eher unkonkrete Empfehlung an Unternehmen: Findet heraus, wie ihr diesen Fortschritt als Wettbewerbsvorteil für euch nutzen könnt. Intellig. Assis & Post-App-Phase Die Errungenschaften auf dem Gebiet des maschinellen Lernens wirken sich auf viele Bereiche aus: Neben der Roboterforschung sind hier beispielsweise autonome Autos und virtuelle Assistenten wie Google Now, Cortana oder Siri zu nennen, die immer besser darin werden, Situationen und individuelle Bedürfnisse zu erkennen. Statt mit Menüs, Formularen und Buttons zu interagieren, spricht der Nutzer mit der App, prophezeit Gartner: In den nächsten fünf Jahren werden wir in die Post-App-Phase eintreten, in der uns intelligente Assistenten kontextuelle Informationen und Handlungsmöglichkeiten vermitteln. Auf diese Weise könne Technologie viele Menschen entlasten und es ihnen ermöglichen, sich auf Arbeit zu konzentrieren, die wirklich nur von Personen erledigt werden kann. 4

5 Adaptive Sicherheitssysteme Die zunehmende Bedrohung durch Cyberkriminalität spielt natürlich auch in Gartners Tech-Trends für 2016 eine Rolle. Die Analysten gehen von einer signifikanten Steigerung der Bedrohung in den nächsten Jahren aus, die sich insbesondere im Zusammenhang mit Cloud-Services und offenen APIs manifestiert. Gartner sieht die IT Leaders in der Pflicht, frühzeitig auf Attacken zu reagieren. Zusätzlich zu bewährten Maßnahmen werden Apps mit integrierten Schutzmechanismen immer wichtiger und es entstehen neue Analyseverfahren, die Unregelmäßigkeiten schon früh erkennen. Am Ende steht im Idealfall ein adaptives Sicherheitssystem, das individuell auf Bedrohungen reagiert. Fortgeschritt. Systemarchitekturen Intelligente Maschinen, Big Data und die Digitalisierung unseres Alltags stellen die bisherigen datenverarbeitenden Systeme vor enorme Herausforderungen. Erst durch neue, deutlich schnellere und effizientere Computerarchitekturen, so Gartner, könnten Unternehmen die Vorteile der entstehenden Technologien wirklich zu ihren Kunden bringen. In diesem Zusammenhang sieht das Institut neuromorphe Computersysteme, die ähnlich wie das menschliche Gehirn funktionieren, und flexibel programmierbare Schaltkreise (FPGAs) als besonderes wichtig an. Durch ihr Zusammenspiel könnten die neuen Systeme auch komplexe Rechenleistungen und Deep-Learning-Prozesse schnell ausführen und in Windeseile auf selbst die kleinsten Endgeräte beim Kunden bringen. 5

6 Die App- und Service-Architektur Mit diesem Begriff bezeichnet Gartner die Abkehr von monolithischen Systemen in der Software-Entwicklung. Statt beispielsweise der Drei-Schichten-Architektur zu folgen, seien Softwaresysteme künftig eher lose miteinander gekoppelt und dadurch leichter erweiter- und skalierbar. Mikroservices und Container-Systeme sehen die Analysten als entscheidende Treiber dieser Entwicklung. Anwendungsentwickler sollten von dieser Beobachtung ausgehend neue Architekturen entwickeln, auf deren Basis viele einzelne, auf die Vorteile der Cloud setzende Komponenten in jede einzelne App integriert werden können. Plattformen für das Internet der Dinge Quasi komplementär zu diesen Architekturen sind laut Gartner die Plattformen für das Internet der Dinge. Sie ermöglichen die übergreifende Steuerung und Sicherung verschiedener IoT-Anwendungen und dürfen in keiner unternehmerischen IoT-Strategie fehlen. Ein großes Problem sind die zahlreichen unterschiedlichen Ansätze der verschiedenen Hersteller: Bis 2018, schätzt Gartner, wird die Standardisierung eine der größten Herausforderungen des IoT-Sektors bleiben. 6

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