1. Definition Bedeutung der Cash-Flow-Rechnung Arten der Cash-Flow-Rechnung 3 Nach IFRS 4 Nach DRS Anwendung des Cash-Flow 9

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1 CashFlowRechnung Projektarbeit von Marianne Fleischhauer Marianne Fleischhauer Seite 1 von 10

2 Inhaltsverzeichnis 1. Definition 3 2. Bedeutung der CashFlowRechnung 3 3. Arten der CashFlowRechnung 3 Nach IFRS 4 Nach DRS 6 4. Anwendung des CashFlow 9 5. Quellen und Literaturverzeichnis 10 Marianne Fleischhauer Seite 2 von 10

3 1. Definition Der Begriff CashFlow bezeichnet den Geldfluss eines Unternehmens, auch Zahlungsmitteloder Finanzierungsüberschuss genannt. Dieser Zahlungsmittelüberschuss stellt die Differenz zwischen Einzahlungen und Auszahlungen einer Rechnungsperiode dar, berücksichtigt aber nur zahlungsgleiche Posten, also nur diejenigen wirtschaftlichen Tätigkeiten des Unternehmens, bei denen die Zahlung in der gleichen Periode wie Aufwand und Ausgabe anfällt. Der Aufbau gleicht der GuVRechnung und auch das Ergebnis wäre identisch, wären da nicht die zahlungsungleichen Inhalte. 2. Bedeutung des CashFlow Der CashFlow weist die Finanzierungskraft eines Unternehmens, seine Lage und Liquidität auf, macht also eine Aussage über seinen Erfolg. Es ist neben der Bilanz und der GuV die dritte wichtige Aufstellung des externen Rechnungswesens. Diesen Erfolg könnte man zwar auch der GuV entnehmen, er würde aber nicht in dem Maße den tatsächlichen Umständen entsprechen. Die GuV steht dem Finanzamt im Rahmen der Steuerbilanz zur Verfügung und ist damit ein Teil der Besteuerungsgrundlage für das Unternehmen. Dementsprechend wird sie im Rahmen des Möglichen angepasst, um die Besteuerung etwas zu beeinflussen. Dieser Einfluss muss wieder rückgängig gemacht werden, um eine wahrheitsgemäße Aussage über den Unternehmenserfolg zu treffen. 3. Arten der CashFlowRechnung Regelungen zur CashFlowRechnung enthalten das IFRS (International Financial Reporting Standarts) und die DRS (Deutsche Rechnungslegungsstandarts). Beide unterscheiden zwei Methoden, die direkte und die indirekte Methode zur Berechnung des CashFlow. Das HGB (Handelsgesetzbuch) schreibt die Aufstellung dieser Rechnung für börsennotierte Gesellschaften sogar verbindlich vor ( 297 Abs.1, S.2 HGB). Beide Verfahren sind sowohl national als auch international zugelassen und Unternehmen dürfen frei wählen welches sie anwenden. Marianne Fleischhauer Seite 3 von 10

4 R e gelungen nach IFRS (IA S 7 ) Die Grundlage der CashFlowRechnung bildet wie schon erwähnt die GuVRechnung, die vereinfacht dargestellt aus der Summe aller Erträge abzüglich der Summe aller Aufwendungen den Jahresüberschuss bzw. den Jahresfehlbetrag ermittelt. Den wesentlichen Unterschied zeigt folgende Tabelle auf: Direktes Rechenverfahren Indirektes Rechenverfahren Stellt die GuVRechnung quasi neu auf, lässt aber alle zahlungsungleichen Inhalte weg Nimmt als Grundlage eine vorliegende GuVRechnung und rechnet die zahlungsungleichen Inhalte raus Für das Direkte Rechenverfahren gilt dann folgende Aufstellung unter anderem mit den benannten Inhalten: Direktes Rechenverfahren Beispiel Grundrechnung Zahlungsgleiche Erträge Zahlungsgleiche Aufwendungen = CashFlow zahlungsgleiche Umsatzerlöse sonstige betriebl. Erträge Materialkosten Personalkosten zahlungsgleiche Steuern Dieses Verfahren wird wegen dem hohen Aufwand eher selten angewandt, denn es müssen [...] viel mehr Einzelpositionen zurückgerechnet werden [...] (httpwww.zingel.depdf05cflow.pdf, S.3, Z.29). Außerdem benötigt man eine GuVRechnung, die nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt wurde. Liegt eine nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellte Rechnung vor, kann von Extern keine direkte Ermittlung durchgeführt werden. Marianne Fleischhauer Seite 4 von 10

5 Die Berechnung des CashFlow mittels der indirekten Methode ist in der Praxis viel gängiger, denn sie ist einfacher in der Anwendung und stellt dem externen Betrachter keine Hindernisse. Das indirekte Verfahren sieht in seinen Inhalten folgendermaßen aus: Indirektes Rechenverfahren Beispiel Grundrechnung Jahresüberschuss + Zahlungsungleiche Aufwendungen Zahlungsungleiche Erträge = CashFlow Ergebnis der GuV Bestandsminderungen v. Fertigerzeugnissen Pensionsrückstellungen Sonstige Rückstellungen Abschreibungen Rückst. f. Gewerbesteuer Bestandserhöhungen v. Fertigerzeugnissen Aktivierte Eigenleistungen Zunahme v. Forderungen Unter identischen Rahmenbedingungen führen beide Methoden zu demselben Ergebnis. Dieses zeigt dann das Geldvolumen auf, das in der vergangenen Periode dazu bereitgestanden hat, Schulden zu tilgen, Gewinnausschüttungen an Unternehmenseigner zu leisten oder Investitionen zu tätigen. Dies ist aber nur die Grundlage, auf der die CashFlowRechnung aufbaut. In der detaillierten Rechnung tauchen weitere Inhalte auf, die nicht der GuV zu entnehmen sind, und zwar wie die Gelder beispielsweise verwendet worden sind. Dabei wird die Verwendung in drei Bereiche gegliedert: CashFlow aus Geschäftstätigkeit (Operating activities) CashFlow aus Investitionstätigkeit (Investing activities) CashFlow aus Finanzierungstätigkeit (Financing activities) Marianne Fleischhauer Seite 5 von 10

6 Um den Anforderungen des IFRS zu genügen, ist die Verwendung der Gelder folgendermaßen aufzuschlüsseln und anzuhängen: Zusätzliche Aufschlüsselung Einzelschritte CashFlow aus Geschäftstätigkeit Einzahlungen vom Kunden Auszahlungen an Lieferanten Auszahlungen an Mitarbeiter Zinsauszahlungen Steuerauszahlungen (httpwww.zingel.depdf05cflow.pdf, S.5 Z. 43ff) = CashFlow (1) CashFlow aus Investitionstätigkeit Einzahlungen (Verkauf v. Vermögensgegenständen) + Einzahlungen aus Zinserlösen Auszahlungen (Kauf von Vermögensgegenständen) Auszahlungen für Zinsen (httpwww.zingel.depdf05cflow.pdf,s.5 = CashFlow (2) Z.51ff) CashFlow aus Finanzierungstätigkeit Einzahlungen aus Ausgabe von Anteilen + Einzahlungen aus Darlehen und Ausleihungen (httpwww.zingel.depdf05cflow.pdf, S.5, Z. 57ff) Auszahlungen aus Finanzierungsleasing Auszahlungen aus Zinsen (httpwww.zingel.depdf05cflow.pdf, = CashFlow (3) S. 6, Z. 1ff) Beispiel Verkauf von Waren f. Roh, Hilfsstoffe Löhne, Gehälter Gewerbesteuer, Ertragsteuer Verkauf alter Maschinen fest angelegtes Kapital Kauf neuer Maschinen für Fremdkapital Verkauf v. Anteilen Aufnahme eines Kredites Bei der direkten Methode erhält man den tatsächlichen CashFlow, indem man die Einzelergebnisse (1), (2) und (3) addiert. Für die indirekte Ermittlung muss noch der Jahresüberschuss/fehlbetrag hinzugerechnet werden. Marianne Fleischhauer Seite 6 von 10

7 R e gelungen nach DRS Die Deutschen Rechnungslegungsstandarts unterscheiden zwischen Gliederungsschema1 (entspricht der direkten Methode bei IFRS) und dem Gliederungsschema 2 (entspricht der indirekten Methode bei IFRS). Auch hier wird die Verwendung der Gelder aufgeschlüsselt anhand vorgegebener Aufstellungen. Wie bei der Berechnung nach IFRS wird der CashFlow in drei Bereichen ermittelt, im Bereich der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit. Unterschiede in den Methoden ergeben sich nur in der Ermittlung des CashFlow der laufenden Geschäftstätigkeit. So gilt für die direkte Methode folgende Aufstellung: Gliederungsschema 1 Beispiel + +/ Einzahlungen von Kunden für den Verkauf von Erzeugnissen, Waren und Dienstleistungen Auszahlungen an Lieferanten und Beschäftigte Sonstige Einzahlungen, die nicht der Investitions oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Sonstige Auszahlungen, die nicht der Investitions oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Einzahlungen / Auszahlungen aus außerordentlichen Posten ( Nr. 28, Z.3ff) für Rohstoffe, Gehälter = CashFlow aus laufender Geschäftstätigkeit Bei der indirekten Methode sind hingegen folgende Inhalte aufzuweisen: Gliederungsschema 2 Beispiel +/ Jahresergebnis Abschreibungen / Zuschreibungen aus Gegenständen des Anlagevermögens Maschinen Marianne Fleischhauer Seite 7 von 10

8 +/ +/ /+ /+ +/ +/ = Zunahme /Abnahme der Rückstellungen Sonstige zahlungsunwirksamen Aufwendungen /Erträge Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen Des Anlagevermögens Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die Nicht der Investitions oder Finanzierungstätigkeit Zuzuordnen sind Ein und Auszahlungen aus außerordentlichen Posten ( Nr. 29, Z.3ff) CashFlow aus laufender Geschäftstätigkeit Pensionsrückstellungen Abschreibung auf ein aktiviertes Disagio (Z..) Die beiden Bereiche der Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit sind in der Aufschlüsselung für beide Methoden identisch. Die Aufstellung ist nach DRS folgendermaßen vorzunehmen: + + +/ = CashFlow aus Investitionstätigkeit Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Vermögens Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Vermögen Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen Einzahlungen und Auszahlungen aus dem Erwerb und dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten ( Nr. 34, Z.2ff) CashFlow aus Investitionstätigkeit Kauf von Maschinen Human Capital Marianne Fleischhauer Seite 8 von 10

9 + = CashFlow aus Finanzierungstätigkeit Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter ( Nr. 37, Z.23) Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz) Krediten Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz) Krediten Nr. 37, Z..34 CashFlow aus Finanzierungstätigkeit Dividenden, Erwerb eigener Anteile, Eigenkapitalrückzahlung en, andere Ausschüttungen ( drafts/2a.html, Nr. 37, Z..3) 4. Anwendung des CashFlow Das Ergebnis des CashFlow kann dazu verwendet werden, unterschiedliche Aussagen zu treffen. Es lässt sich also auf eine spezifische Aussage hin prüfen. Dafür wird der ermittelte CashFlow zur Ermittlung von Kennzahlen eingesetzt. Folgende Kennzahlen können unter anderem ermittelt werden: 1.) Ausweis des Betrieblich bedingten CashFlow Cashflow abzüglich neutraler und außerordentlicher Aufwendungen 2.) Beurteilung der Liquidität des Unternehmens Cashflow abzüglich der Gewinnausschüttung 3.) Beurteilung der Verschuldungsfähigkeit Cashflow geteilt durch die Nettoverschuldung Nettoverschuldung = Schulden (kurz und mittelfristig) liquide Mittel Dies sind nur einige Einsatzgebiete des CashFlow und sollen verdeutlichen, dass er nicht nur eine allgemeine Aussage über den Erfolg eines Unternehmens treffen, sondern auch tiefer gehende Analysen zur Finanzlage unterstützen kann. Marianne Fleischhauer Seite 9 von 10

10 5. Quellen und Literaturverzeichnis httpwww.zingel.depdf05cflow.pdf abgerufen am abgerufen am abgerufen am abgerufen am abgerufen am Schmolke/Deitermann, Industielles Rechnungswesen IKR, 34. Auflage 2006, Bildungshaus Schulbuchverlage, S. 248 ff Marianne Fleischhauer Seite 10 von 10

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