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1 AGGM Austrian Gas Grid Management AG floridotower Floridsdorfer Hauptstraße Wien Austria Tel Fax

2 AGGM Austrian Gas Grid Management AG DAS NETZWERK ZUM ERFOLG Geschäftsbericht 2013

3 Entwicklung der Kauf- und Verkaufsmengen von physikali scher Ausgleichsenergie im Verteilergebiet Ost GWh Kauf (Einspeisung in das Netz) ,61 825,30 461,18 559,96 350, ,91-338,25-568,09-563, , Verkauf (Ausspeisung aus dem Netz) Quelle: AGGM Verbrauchsprofil Nm 3 /h Quelle: AGGM Preisentwicklung am Ausgleichsenergiemarkt im Verteilergebiet Ost Cent/kWh 6,0 5,0 4,0 4,54 Max. Preis Kauf AE Durchschnittspreis Kauf AE Durchschnittspreis Stunden ohne Abruf Durchschnittspreis Verkauf AE Min. Preis Verkauf AE 4,94 5,25 3,0 2,0 1,0 0,0 3,09 2,74 2,74 2,78 2,48 2,59 2,69 2,34 2,46 2,51 2,23 2,03 2,03 1,88 2,09 2,05 1,86 1,62 1,61 1,26 0,93 0, Quelle: AGCS

4 ECKDATEN VERTEILERGEBIET OST 2013 Verteilerleitungen Ebene ,2 km Ein- und Ausspeisepunkte 28 Gasversorgungsunternehmen 58 Bilanzgruppen 36 JAHRESVERBRAUCH Mrd Nm 3 0,21 9 0,31 0,19 0,19 0,27 0,29 0,20 0,21 0,33 8 8,65 0,34 8,08 7,78 7,65 7,21 6 ECKDATEN MARKTGEBIET TIROL Ein- und Ausspeisepunkte 3 Gasversorgungsunternehmen 13 Bilanzgruppen VG Ost MG Tirol MG Vorarlberg ECKDATEN MARKTGEBIET VORARLBERG 2013 Ein- und Ausspeisepunkte 3 Gasversorgungsunternehmen 10 Bilanzgruppen 7 MAXIMALE STUNDENLAST Mio Nm 3 /h 3,0 2,5 2,0 1,5 0,06 0,07 2,07 0,06 0,07 2,22 0,06 0,07 2,07 0,08 0,09 2,39 0,06 0,09 1,98 MENGENDATEN VERTEILERGEBIET OST 2013 Jährlicher Erdgasverbrauch ca. 7,21 Mrd. Nm³ Höchster Tagesverbrauch am ,15 Mio. Nm³ Niedrigster Tagesverbrauch am ,62 Mio. Nm³ Ausgleichsenergie Ankauf 31,28 Mio. Nm³ Ausgleichsenergie Verkauf 105,24 Mio. Nm³ 1,0 0,5 0, VG Ost MG Tirol MG Vorarlberg MENGENDATEN MARKTGEBIET TIROL 2013 Jährlicher Erdgasverbrauch ca. 340,25 Mio. Nm³ Höchster Tagesverbrauch am ,88 Mio. Nm³ Niedrigster Tagesverbrauch am ,35 Mio. Nm³ MENGENDATEN MARKTGEBIET VORARLBERG 2013 Jährlicher Erdgasverbrauch ca. 210,63 Mio. Nm³ Höchster Tagesverbrauch am ,15 Mio. Nm³ Niedrigster Tagesverbrauch am ,12 Mio. Nm³ FESTE KAPAZITÄTEN DER ENDKUNDEN Mio kwh/h 8 7 6,8 6,9 7, ,6 4 4,

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6 INHALT Vorwort des Aufsichtsratsvorsitzenden 4 Statement by the Chairman of the Supervisory Board Vorwort des Vorstandes 6 Statement by the Executive Board Funktionierender Markt 8 A functioning market Sanfte Revolution 12 A quiet revolution Marktstart im Westen 14 Market launch in the west Netzkopplungsverträge 20 Interconnection point agreements Notversorgung über Laa an der Thaya 21 Emergency supply via Laa/Thaya Voll im Plan 22 Right on plan Generalprobe für COSIMA 26 COSIMA dress rehearsal Bewährtes Forum 28 An effective forum Competence Center Training 29 Competence Center Training Musterunternehmen der Gaswirtschaft 30 A model gas industry company Ausblick: Das Netzwerk zum Erfolg 32 Outlook: the network towards success Eigentümer und Organe 33 Owners and corporate bodies Initiative Gas - die Kommunikationsoffensive 34 Initiative Gas - the communication campaign Jahresabschluss 36 Bilanz 38 Gewinn- und Verlustrechnung 40 Anhang zum Jahresabschluss 42 Lagebericht 49 Bestätigungsvermerk 57 Impressum 59 Aus Gründen der Überschaubarkeit und nachvollziehbaren Darstellungsweise werden genderspezifische Ausdrücke vereinfacht, sodass bei allen Bezeichnungen, die auf Personen bezogen sind, die Formulierung beider Geschlechter meint, unabhängig von der in der Formulierung verwendeten konkreten geschlechtsspezifischen Bezeichnung. 3

7 VORWORT DES AUFSICHTSRATSVORSITZENDEN Statement by the Chairman of the Supervisory Board During its tenth year of business, Austrian Gas Grid Management (AGGM) took on one of the greatest challenges in its history as a company. The task was to ensure a functioning gas market by implementing, as of 1 January 2013, the new entry/exit model in the Eastern market area, covering most of Austria, and to follow up in the western market areas of Tyrol and Vorarlberg by 1 October. Not since complete liberalisation of Austria s natural gas market as of 1 October 2002 had either the entire gas industry or AGGM had to deal with a restructuring of similar magnitude. Im zehnten Jahr ihrer Unternehmenstätigkeit hatte die AGGM Austrian Gas Grid Management AG eine der größten Herausforderungen ihrer bisherigen Geschichte zu meistern. Es galt, das neue Entry-Exit-Modell für das Funktionieren des Gasmarktes umzusetzen mit 1. Jänner 2013 im Marktgebiet Ost und damit im Großteil des Bundesgebietes, mit 1. Oktober auch in den beiden westlichen Marktgebieten in Tirol und Vorarlberg. Seit der vollständigen Liberalisierung des österreichischen Erdgasmarktes am 1. Oktober 2002 hatte die gesamte Gaswirtschaft und auch die AGGM keine derart massiven Systembrüche zu bewältigen. It pleases me to note that in this case once again AGGM fully brought to bear its recognised strengths, i.e. its focus on customers and solutions and its innovative power, and fulfilled its responsibilities in exemplary manner. This was confirmed in mid-2013 when Energie-Control Austria published the first monitoring report on the new gas market model in the Eastern market area, in which implementation of the entry/exit model was evaluated. In the report, E-Control expressly notes the great commitment shown by the system operators and in particular by AGGM in its role as distribution area manager for Austria. The unavoidable start-up issues aside, the new model is working to the full satisfaction of the market participants. AGGM is playing a cooperative role in continuously enhancing and improving the model. The introduction of the entry/exit model in Tyrol and Vorarlberg can already be seen as an unqualified success. AGGM played a pioneering role in this endeavour by successfully establishing the Cross Border Operating Strongly Integrated Market Area (COSIMA) model as the first crossborder natural gas trading zone in all of the EU. We gained insight into the initial experiences in practice from market participants in a discussion launched at the Agora communication platform in November 2013, and these experiences give rise to future optimism. AGGM will continue to develop the COSIMA market model in close cooperation with the market participants involved and with the two regulatory authorities. AGGM has customer-oriented communication tools in place that enable to ensure superior trans parency Es freut mich, an dieser Stelle festhalten zu dürfen, dass die AGGM einmal mehr ihre bekannten Stärken, vor allem ihre Lösungs- und Kundenorientierung sowie ihre Innovationskraft, voll zur Geltung gebracht und ihre Aufgaben mustergültig erfüllt hat. Dies bestätigte bereits im Sommer 2013 der 1. Monitoringbericht zum neuen Gasmarktmodell im Marktgebiet Ost der Energie-Control Austria, mit dem die Umsetzung des Entry-Exit- Modells einer ersten Evaluierung unterzogen wurde. ECA betonte darin ausdrücklich das große Engagement der Systembetreiber und damit insbesondere das der AGGM in ihrer Funktion als österreichischer Verteilergebietsmanager. Von unvermeidbaren Kinderkrankheiten abgesehen, funktioniert das neue Modell zur vollen Zufriedenheit der Marktteilnehmer. An der laufenden Weiterentwicklung und Verbesserung ist die AGGM kooperativ beteiligt. Bereits jetzt lässt sich die Einführung des Entry-Exit-Modells auch in Tirol und Vorarlberg als unbestreitbarer Erfolg bezeichnen. Die AGGM konnte hierbei Pionierarbeit leisten und mit dem Marktmodell COSIMA ( Cross Border Operating Strongly Integrated Market Area ) die erste grenzübergreifende Erdgashandelszone in der gesamten Europäischen Union erfolgreich etablieren. Die ersten Erfahrungen, die AGGM mit den Marktteilnehmern im November 2013 im Rahmen ihrer Kommunikationsplattform Agora diskutierte, lassen optimistisch in die Zukunft blicken. In Zusammenarbeit mit den beteiligten Marktteilnehmern sowie den beiden Regulierungsbehörden wird AGGM das Marktmodell COSIMA kontinuierlich weiterentwickeln. Die bewährten und kundenorientierten Kommunikationsinstrumente erlauben es AGGM, größtmögliche Transparenz und partnerschaftliche Lösungen sicherzustellen, aktuelle Fragen zeitnah mit allen beteiligten 4

8 Ing. Mag. Stefan Wagenhofer Marktpartnern zu diskutieren und allfälligen Herausforderungen frühzeitig zu begegnen. Die Unternehmensentwicklung der AGGM darf als höchst erfreulich bezeichnet werden. Im Februar 2013 erfolgte die angekündigte Änderung der Eigentümerstruktur, wobei die bisherige Alleineigentümerin Gas Connect Austria jeweils 15 Prozent ihrer Anteile an die Netz Niederösterreich GmbH (damals EVN Netz GmbH), die Oberösterreichische Ferngas Netz GmbH sowie die Gasnetz Steiermark GmbH in einer ersten Runde des Verkaufsprozesses abgegeben hat. In einer zweiten Tranche wurden im Herbst 2013 weitere 4 Prozent der Geschäftsanteile durch Gas Connect Austria an die TIGAS-Erdgas Tirol GmbH und die Vorarlberger Energienetze GmbH zu jeweils gleichen Teilen veräußert. and solutions built on partnership, as well as to consult on current issues with the market partners involved quickly and to solve any challenges at an early stage. The corporate development of AGGM can be seen as highly positive. The announced restructuring of ownership took place during the first round of share sales in February 2013, when Netz Niederösterreich GmbH (previously EVN Netz GmbH), Oberösterreichische Ferngas Netz GmbH and Gasnetz Steiermark GmbH each received 15% of the shares pre viously held exclusively by Gas Connect Austria. Gas Connect Austria sold an additional 4% tranche of company share in autumn of 2013, to TIGAS-Erdgas Tirol GmbH and Vorarlberger Energienetze GmbH, each receiving an equal share. Bei den Vertretern der neuen Miteigentümer, Herrn DI Johannes Reindl (NÖ Netz), Herrn DI (FH) Manfred Pachernegg (GSG), Herrn KommR. Ing. Dr. Johann Grünberger (OÖF-Netz), Herrn Dr. Philipp Hiltpolt MSc. (TIGAS) sowie Herrn DI Werner Neyer (Vorarlberg Netz), möchte ich mich an dieser Stelle für die hervorragende Zusammenarbeit und ihr Engagement in der AGGM bedanken. Dank gilt aber insbesondere auch den Vorständen der AGGM, Ing. Erich Juranek und DI Karl Denk, sowie ihrem hervorragenden Team, das unsere hohen Erwartungen voll erfüllt hat. Ich wünsche allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der AGGM auch für das Jahr 2014 alles Gute für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit im Dienste der österreichischen Gaswirtschaft und ihrer Kunden. Ing. Mag. Stefan Wagenhofer Vorsitzender des Aufsichtsrates I wish to take this opportunity to thank the representatives of the new co-owners for their excellent collaboration and for their commitment, specifically: Johannes Reindl (NÖ Netz), Manfred Pachernegg (GSG), Johann Grünberger (OÖF-Netz), Philipp Hiltpolt (TIGAS) and Werner Neyer (Vorarlberg Netz). I would also like to thank Erich Juranek and Karl Denk as Executive Board members at AGGM as well as their tremendous staff, who fully met the high expectations placed on them by the Supervisory Board. I wish the entire staff at AGGM all the very best in seeing to their great responsibilities as they serve the Austrian gas industry and their customers in NETZWERK ZUM ERF 5

9 VORWORT DES VORSTANDES Statement by the Executive Board can be termed a historic year, even when viewed with all due restraint. It was the year of the most major system changeover within the Austrian gas industry since the market was completely opened on 1 October At the very beginning of the year, the entry/exit system was successfully introduced in the Eastern market area of Austria. The market areas of Tyrol and Vorarlberg were connected to the NetConnect Germany gas market with full accessibility as of 1 October, marking a Europe-wide premiere: the establishment of the first cross-border gas trading zone (Crossborder Operating Strongly Integrated Market Area COSIMA) in all of the European Union. For AGGM, celebrating its tenth anniversary in 2013, these changes also provided new challenges and experiences. As the company s role changed in the course of 2012, from control area manager for the Eastern area to distribution area manager for all of Austria. A related development was the restructuring of AGGM, changes resulting from diversifying the ownership structure. Alongside the previous shareholder Gas Connect Austria, we wish to express a hearty welcome on board to the new co-owners Netz Nieder österreich GmbH, Oberösterreichische Ferngas Netz GmbH, Gasnetz Steiermark GmbH, TIGAS-Erdgas Tirol GmbH and Vorarlberger Energienetze GmbH. We, that is Erich Juranek and Karl Denk, have been co-managing AGGM since 1 March Particularly in the face of the manifold new developments within our legal and regulatory environment, we have re cognised how important it is to maintain and continue successful approaches and structures. Specifically, we have continued the Agora series of discussions and events, introduced in A key focus, as expected, was the establishment of the COSIMA model, of which market participants were able to reach a shared understanding. The i.c.day, taking place for the first time in the spring, contributed to this process and was held as in 2012 in the form of a role play. Drawing keen interest, the real-time simulation of the COSIMA model allowed the participants to experience a simplified version of the most important processes. While there was a winner, of course, all participants won in the end, being able to apply in practice their knowledge of the market rules as well as to resolve open issues and clarify any ambiguities in personal discussions. Bei aller gebotenen Zurückhaltung kann das Jahr 2013 als historisch bezeichnet werden. Es war das Jahr der größten Systemumstellung für die österreichische Gaswirtschaft seit der vollstän digen Marktöffnung am 1. Oktober Gleich zu Jahres beginn wurde das Entry-Exit-Modell im Marktgebiet Ost erfolgreich eingeführt. Am 1. Oktober erfolgte die barrierefreie Anbindung der Marktgebiete Tirol und Vorarlberg an den deutschen Gasmarkt NetConnect Germany, verbunden damit war eine europaweite Premiere: die Einrichtung der ersten grenzübergreifenden Gashandelszone ( Cross Border Operating Strongly Integrated Market Area, COSIMA) in der gesamten Europäischen Union. Auch für die AGGM selbst brachten diese Entwicklungen im zehnten Jahr ihres Bestehens und somit in einem Jubiläumsjahr eine Reihe neuer Herausforderungen und Erfahrungen mit sich. Bekanntlich wandelte sich die bisherige Funktion im Lauf des Jahres 2012 von der des Regelzonenführers in der Regelzone Ost zu jener des Verteilergebietsmanagers in ganz Österreich. Damit verbunden war die Neuaufstellung der AGGM im Zusammenhang mit der durchgeführten Diversifizierung der Eigentümerstruktur. Als neue Miteigentümer neben der bewährten Gas Connect Austria dürfen wir die Netz Niederösterreich GmbH, die Oberösterreichische Ferngas Netz GmbH, die Gasnetz Steiermark GmbH, die TIGAS-Erdgas Tirol GmbH und die Vorarlberger Energienetze GmbH auf das Herzlichste begrüßen. Seit 1. März 2013 leiten wir, Erich Juranek und Karl Denk, die AGGM nunmehr gemeinsam. Gerade angesichts der vielfältigen Neuerungen in unserem recht lichen sowie regulatorischen Umfeld erwies es sich als wichtig, Bewährtes zu bewahren und erfolgreich weiterzuführen. So haben wir die 2012 im Vorfeld der Umgestaltung des Marktmodells eingeführte Diskussions- und Veranstaltungsreihe Agora fortgesetzt. Ein zentrales Thema war erwartungsgemäß die Einrichtung des COSIMA-Modells, wobei es gelang, ein gemeinsames Verständnis der Marktteilnehmer zu erarbeiten. Dazu hat auch der heuer bereits im Frühjahr durchgeführte i.c.day beigetragen, der wie schon 2012 in der Form eines Rollenspiels durchgeführt wurde. Die Live-Simulation des COSIMA-Modells stieß auf großes Interesse und ermöglichte den Teilnehmern die wichtigsten Prozesse zu durchlaufen, wenn auch in vereinfachter Form. Beim Spiel gab es naturgemäß einen Sieger. Letztlich gewannen aber alle Teilnehmer: Sie konnten ihre Kenntnisse der Marktregeln praktisch anwenden und in persönlichen Gesprä chen offene Fragen klären sowie allfällige Unklarheiten ausräumen. RFOLG

10 Ing. Erich Juranek DI Karl Denk Gerne nehmen wir dies zum Anlass, uns herzlich bei allen Beteiligten für ihr großes Engagement zu bedanken bei den Marktteilnehmern, bei unseren Eigentümern, die uns vorbehaltlos unterstützen, aber auch bei den Regulierungsbehörden, die trotz gleichsam naturbedingter Auffassungsunterschiede konstruktiv mit uns zusammenarbeiten. Wir werden uns auch weiterhin bemühen, die Marktteilnehmer nach bestem Wissen und Können bei ihren Tätigkeiten zu unterstützen, um ihnen ihre tägliche Arbeit zu erleichtern. Wir sind davon überzeugt, dass wir den in uns gesetzten Erwartungen auch zukünftig gerecht werden und die Arbeit als verantwortungsbewusster Verteilergebiets manager in Österreich erfolgreich fortsetzen werden. Die AGGM sieht positiv in Richtung 2014 und wird den eingeschlagenen Weg der Zusammenarbeit und Kooperation mit ihren Marktpartnern im Netzwerk zum Erfolg weiter vertiefen. Ein großes Dankeschön gilt aber insbesondere unseren Mit ar beiterinnen und Mitarbeitern, die einmal mehr ihre Bereitschaft zum Einsatz unter Beweis stellten, ihrer AGGM ein erfolgreiches Jubiläumsjahr 2013 ermöglichten und deren Ruf als kundensowie lösungsorientiertes Dienstleistungsunter nehmen festigten. An Herausforderungen ist auch im Jahr 2014 kein Mangel. Wir freuen uns, diese gemeinsam mit den Marktteil nehmern zu meistern und damit eine sichere Versorgung aller Endkunden mit Erdgas zu gewährleisten. Ing. Erich Juranek Vorstand DI Karl Denk Vorstand We wish to take this opportunity to sincerely thank all stakeholders for their tremendous dedication: the market participants, our shareholders who provide unconditional support, as well as the regulatory authorities, who work with us constructively despite differences of opinion that exist virtually by nature. We will continue to strive to support the market participants in their efforts to the best of our ability and to make their day-to-day work easier. We are confident that we can consistently meet the expectations placed on us in future and continue to successfully fulfil the tremendous mandate of serving as a responsible distribution area manager in Austria. Looking to 2014, we see good prospects as we continue to expand the cooperative efforts initiated in the past with our market partners in our network towards success. We wish to thank especially our staff members, who once again demonstrated their great dedication, thus allowing AGGM to celebrate a successful anniversary year, and in this way consolidated our reputation as a service company focused on solutions for our customers. There are many challenges ahead in We look forward to resolving them in a joint effort with the market participants, thus ensuring a reliable supply of natural gas to each and every consumer. NETZWERK 7

11 FUNKTIONIERENDER MARKT A functioning market Laut dem 1. Monitoringbericht zum neuen Gasmarktmodell im Marktgebiet Ost verlief die Umstellung auf das neue Gasmarktmodell per 1. Jänner 2013 relativ gut. The introduction of the entry/exit system in the Eastern market area as of 1 January 2013 worked relatively well in the view of gas traders. That is the key message of the First Monitoring Report on the Gas Market Model in the Eastern Market Area, presented by the regulatory authority Energie-Control Austria (E-Control) in mid The report mentions that enormous effort was required on the part of both the market participants and the organisations maintaining the system, i.e. in particular Gas Connect Austria as market area manager and Austrian Gas Grid Management AG (AGGM) as distribution system operator, in order to appropriately modify all contracts and to adapt the computer systems in time. E-Control listed the inordinate effort required in registering, specifically for the exchange as an additional impediment. Training responsible staff members in the new conditions and processes evidently also entailed considerable difficulties in some cases. The regulatory authority does not mention the challenges owing to the timing of the launch of the new market model. Changeover took place in the very midst of the traditional gas year and in the winter to boot a season marked by consistently high gas demand. Despite all efforts by the organisations maintaining the system, the added risk was not to be underestimated. E-Control also points out several innovations that have been proven effective. An example is energy balancing via the exchange at the virtual trading point, which poses no significant problems. Sufficient liquidity exists on the within-day market for gas trading. E-Control does, however, criticise what it sees as a strong market concentration. This is based on the argument that, while a total of 25 participants were active in the balancing market in the first half of 2013, only two had a market share of more than seven percent. E-Control consequently judges the market shares as very unevenly distributed. Aus Sicht der Erdgashändler sowie der Erdgasversorger funktionierte die mit 1. Jänner 2013 erfolgte Einführung des Entry-Exit- Systems im Marktgebiet Ost relativ gut. Das ist die Kernaussage des 1. Monitoringberichts zum neuen Gasmarktmodell im Marktgebiet Ost, den die Regulierungsbehörde Energie-Control Austria (ECA) Mitte des abgelaufenen Jahres vorlegte. Ihr zufolge war freilich seitens der Marktteilnehmer sowie der Systembetreiber, also insbesondere der Gas Connect Austria als Marktgebietsmanager sowie der AGGM Austrian Gas Grid Management AG als Verteilergebietsmanager, ein enormer Aufwand erforderlich, um alle Verträge ordnungsgemäß umzustellen und die IT-Systeme rechtzeitig anzupassen. Als zusätzliche Erschwernis führte die ECA den hohen Registrierungsaufwand, vor allem bei der Börse, an. Auch das verantwortliche Personal auf die neuen Rahmenbedingungen und Abwicklungsprozesse einzuschulen, habe mancherorts offenbar beträchtliche Schwierigkeiten mit sich gebracht. Keine Erwähnung finden seitens der Regulierungsbehörde die Herausforderungen, die sich aus dem Zeitpunkt der Umstellung auf das neue Marktmodell ergaben. Dieser lag mitten im traditionellen Gasjahr und überdies im Winter, in dem der Erdgasbedarf jahreszeitlich bedingt stets erhöht ist. Trotz aller Anstrengungen der Systemerhalter war dies ein keineswegs zu unterschätzendes zusätzliches Risiko. Wie die ECA indessen betonte, haben sich etliche Neuerungen gut bewährt. So erfolge etwa die Abwicklung der Ausgleichsenergiebewirtschaftung über die Börse am Virtuellen Handelspunkt ohne nennenswerte Probleme. Am Within-Day-Markt, an dem Gasmengen untertägig gehandelt werden, bestehe ausreichend Liquidität. Die ECA kritisierte allerdings die ihrer Ansicht nach starke Marktkonzentration. Sie begründet dies mit dem Argument, im ersten Halbjahr 2013 seien insgesamt 25 Marktteilnehmer auf dem Ausgleichsenergiemarkt tätig gewesen. Nur zwei davon hätten aber einen Marktanteil von jeweils mehr als sieben Prozent besessen. Folglich müssten die Marktanteile als sehr ungleich aufgeteilt bezeichnet werden. 8

12 Stabile Preise Überdies konstatierte die ECA einen Rückgang der Handelsvolumina im Vergleich zum Niveau des Jahres Wie sie selbst feststellte, war dies wohl teilweise auf nicht erfolgte Vertragsüberführungen auf den Virtuellen Handelspunkt (VHP) zurückzuführen. Auch werde der Flanschhandel, also der Erdgashandel an den Grenz kopplungs punkten, nicht in die am VHP auftretenden Handelsmengen einberechnet. Weiters verwies die Regulierungs behörde auf die schwierige wirtschaftliche Lage in Italien, weswegen dort weniger Erdgas benötigt werde. Somit gingen die durch Österreich transportierten Gasmengen zurück, was sich auch in sinkenden Handelsmengen bemerkbar mache. Doch grundsätzlich hielt die ECA fest, die Preise auf dem VHP seien sehr stabil und spiegeln das europäische Niveau wider. Beispielsweise im März 2013 sei europaweit ein Anstieg der Erdgaspreise zu verzeichnen gewesen, da nur vergleichsweise geringe Mengen verflüssigten Erdgases (Liquefied Natural Gas, LNG) zur Verfügung standen und die Speicher am Ende des Winters erwartungsgemäß niedrige Stände aufwiesen. Im Vergleich zur Entwicklung am deutschen VHP NetConnect Germany (NCG) sei der Preisanstieg indessen moderat ausgefallen ein Indiz für die schwache Nachfrage in Italien. Stable prices E-Control also notes a decrease in trading volumes compared with 2012, concluding that this was due in part to the failure to convert contracts at the virtual trading point. The result is that flange trading, i.e. gas trading at crossborder interconnection points, is not taken into account in the volumes traded at the virtual trading point (VTP). The regulatory authority additionally cites the difficult economic situation in Italy with the resulting reduction in gas demand. The gas volumes transported through Austria consequently decreased, also accounting for the drop in trading volumes. Yet, E-Control notes that the prices at the VTP were in general very stable and reflected the European level. March 2013 is cited as an example, when the price of natural gas rose throughout Europe as a result of a short supply of liquefied natural gas (LNG) and low levels in storage facilities, as expected by the end of winter. When compared with the price increase at the German VTP Net- Connect Germany (NCG), the increase in Austria was moderate, being indicative of low demand in Italy. New suppliers Neue Versorger Ausdrücklich betont die ECA, dass 2013 einige neue Versorger auf dem österreichischen Markt hinzugekommen sind und dies wohl auch auf die Attraktivitätssteigerung des Marktes durch das neue Marktmodell zurückzuführen ist. Sie verweist in diesem Zusammenhang auf die neu eingeführte Tagesbilanzierung, die seit Oktober 2013 auch für Klein- und Mittelbetriebe mit einem vertraglich festgelegten Gasbedarf von maximal Kilowattstunden pro Stunde (kwh/h) gilt. Versorger, die solche Kunden beliefern, haben damit den Vorteil, keinen stündlichen Ausgleich zwischen der gelieferten und der benötigten Erdgasmenge mehr durchführen zu müssen. Besonders vorteilhaft ist das neue Marktmodell nach Auffassung der ECA für Industriekunden. Diese könnten Erdgas über den VHP optimiert einkaufen und somit Kosten sparen. Ein solcher nicht namentlich genannter Industriekunde gründete sogar eine eigene Bilanzgruppe und beschafft das von ihm benötigte Erdgas nun selbst. Derartige Pläne hegen laut ECA auch andere Unternehmen. As E-Control expressly mentions in its report, several new suppliers entered the Austrian market in 2013, which is probably to be attributed to enhanced attractiveness as a result of the new market model. Specific mention is made here of the newly introduced daily balancing system, which since October 2013 has also applied to small and mediumsized businesses with contracts stipulating a maximum of 10,000 kilowatt hours per hour (kwh/h). Companies supplying gas to such customers do not have to balance the supplied and required volume of gas on an hourly basis any more. E-Control deems the new market model to be of particular advantage for industrial customers, which are able to purchase gas at more favourable conditions via VTP, this way saving costs. One such industrial customer, whose name is not given, in fact founded its own balancing group and now directly procures gas. According to E-Control, other businesses have similar plans. 9

13 Nur im gedeihlichen Zusammenspiel aller Marktteilnehmer lässt sich eine sichere Erdgasversorgung für Österreich gewährleisten. Für die AGGM ist es daher ebenso ein Anliegen wie eine Selbstverständlichkeit, kundenorientiert zu agieren und so auch künftig ihrem hervorragenden Ruf als kompetentes und zuverlässiges Dienstleistungsunternehmen für die Gaswirtschaft gerecht zu werden. ERFOLGSFAK TOR

14 ZUSAMMENARBEIT Das neue Entry-Exit-Modell für den Gasmarkt hat sich in ganz Österreich bewährt. Es muss jedoch kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt werden. Die AGGM ist daher bemüht, lösungsorientiert an die Heraus forderungen heranzugehen und gemeinsam mit der Gaswirtschaft, der Politik sowie den Regulierungsbehörden taugliche Mittel zu deren Bewältigung zu finden.

15 SANFTE REVOLUTION A quiet revolution The introduction of the entry/exit model as of 1 January 2013 was the most major change to the natural gas industry since the overall market liberalisation on 1 October Now, as then, the revolution took place largely without incident despite all of the related challenges. It was in the midst of the gas year, in winter, when gas demand is relatively high, and beyond that on New Year s Eve: the organisations responsible for ensuring a fully functioning gas market, among them AGGM, faced the task of making the changeover while consistently ensuring a reliable supply. Sie war die größte Umstellung für die Erdgaswirtschaft seit der vollständigen Liberalisierung des Gasmarktes am 1. Oktober 2002: die Einführung des Entry-Exit-Modells per 1. Jänner Und wie damals lief die sanfte Revolution weitgehend reibungslos ab trotz aller Herausforderungen, die damit verbunden waren. Mitten im Gasjahr, bedingt durch den Winter in einer Zeit mit vergleichsweise hohem Gasbedarf und obendrein in der Silvesternacht, mussten die für das Funktionieren des Gasmarktes verantwortlichen Unternehmen, darunter nicht zuletzt die AGGM, den Wechsel bewerkstelligen und vorbereitet sein, die Versor gungs sicherheit in jedem Fall zu gewährleisten. Proven effective The new model is generally regarded as having proven effective. Speaking at the Handelsblatt Annual Conference for the Austrian Energy Industry in November 2013, Martin Graf, Executive Director of the regulatory authority Energie- Control Austria (E-Control), expressed great satisfaction with developments to date. In his view, a smooth change- Gut bewährt Das neue Modell hat sich mittlerweile nach allgemeiner Einschätzung gut bewährt. Bei der Handelsblatt-Jahrestagung für die österreichische Energiewirtschaft im November 2013 etwa zeigte sich der Vorstand der ECA, Mag. Martin Graf, sehr zufrieden mit der bisherigen Entwicklung. Die Umstellung auf das 12

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